28.09.1987

Die Jahre mit Marilyn

Von Miller, Arthur

Arthur Miller über seine Ehe mit der Monroe und die politische Hexenjagd der McCarthy-Ära (I) _(S. Fischer Verlag, Frankfurt. ) *

Der Fernschnellzug "Super Chief" stand auf dem sonnenbeschienenen Bahnhof in Albuquerque und tankte Wasser. Ich ging zum letzten Wagen und starrte auf die leeren Schienen, die sich durch das sandgelbe New Mexico zogen.

Als Mann von sechsunddreißig schien ich nichts anderes getan als gearbeitet zu haben; wie Thornton Wilder es ausdrückt, hatte ich viele Abenteuer gehabt, hatte aber keine Erfahrung. Wann, so fragte ich mich, hört man auf zu arbeiten, und wann fängt man an zu leben?

Der Gedanke an die Ankunft in Hollywood am nächsten Tag versetzte mich in Erregung. Ein paar erfolgreiche Theaterstücke lagen hinter mir, und ich brachte ein herausforderndes Drehbuch mit. Ich war froh, daß ich es geschrieben hatte, selbst wenn es nie produziert werden sollte.

Ich setzte mich auf einen leeren Bierkasten, den jemand auf dem Bahnsteig hatte stehen lassen, und versuchte mir vorzustellen, ich sei ein Einheimischer, der hierher gekommen war, um die vorbeifahrenden Züge zu beobachten. Die Verlockung einer anderen Identität; die Verlockung, sich in Amerika zu verlieren... Etwas stimmte in meinem Leben nicht. Vielleicht hatte ich einfach zu jung geheiratet.

Mein Freund, der Regisseur Elia Kazan, beschäftigte sich in unserem Abteil mit dem Drehbuch über die Hafenarbeiter. Ich hatte eine überzeugende Geschichte geschrieben. Ich hatte sie aber nicht wirklich selbst erlebt, und deshalb traute ich ihr nicht völlig.

Eine graue Katze tauchte unter dem Zug auf und sah mich an. Für diese Katze gehörte ich vielleicht hierher. Sie war schrecklich dünn und drückte sich voll Wohlbehagen an das sonnenwarme Rad des Wagens. Wenn mich der Zug hier zurückläßt, dachte ich, kenne ich in New Mexico niemanden.

In der Tat hatte ich nur einen Menschen gekannt, der aus New Mexico stammte. Ich mußte an ihn denken. Dieser junge Mann trug als einziger Mensch, den ich je getroffen hatte, eine achteckige Brille, und er hatte einen Mittelscheitel, eine Stupsnase und das stämmige Aussehen eines Holländers. 1950 wäre es sehr schwierig gewesen, den Amerikanern zu erklären, weshalb Ralph Neaphus im Frühjahr 1937, mit 23 Jahren sterben mußte - sich vielleicht sogar zum Sterben entschlossen hatte.

Ralph war auf einer Ranch in New Mexico aufgewachsen und nie östlich des Mississippi gewesen, ehe er an die Michigan University kam. Während wir Monat um Monat nebeneinander in der Küche der Cafeteria standen und Geschirr abwuschen, sprachen wir kaum je über Politik. Nun ja, über Spanien gab es wenig zu diskutieren. Für uns gab es in diesem Punkt keinen Zweifel: Die Faschisten mußten um jeden Preis aufgehalten werden. Es kam mir nie in den Sinn, Ralph zu fragen, ob er Kommunist sei - darauf kam es im Grunde nicht an. Und die Freiwilligen waren keineswegs alle Parteimitglieder.

Ich fuhr mit ihm durch Ohio - in meinem kleinen Ford T Coupe Baujahr

1927, für das wir viel zu groß waren und das ich kurz zuvor für 22 Dollar von einem Examensstudenten gekauft hatte. Mich begleitete auf dieser Fahrt meine Unentschlossenheit wie eine Art Sünde. In einem Augenblick war ich bereit, alles hinzuwerfen und mich mit Ralph der Abraham-Lincoln-Brigade in Spanien anzuschließen, im nächsten erfaßte mich Entsetzen bei dem Gedanken, nicht zu leben, um ein großes Theaterstück zu schreiben. Am schlimmsten war die alles verdunkelnde Aussicht, meiner Mutter mitzuteilen, daß ich in den Krieg ziehen wollte.

Nach wenigen Meilen begann die Kupplung zu rutschen. Ich öffnete das Getriebe und zog sie fest. Dann gab die Batterie den Geist auf, und die Bremsen hielten nicht mehr. Ich besaß drei Dollar, und Ralph hatte sich bereit erklärt, von seinen vier Dollar die Hälfte des Benzins zu bezahlen. Also kam eine Reparatur nicht in Frage. Wir mußten nach New York und in den spanischen Krieg, damit Ralph dort sterben konnte.

Schließlich fuhren wir über die George-Washington-Brücke. Die Vorderräder begannen plötzlich wie bei einem Zirkuswagen für Clowns heftig zu wackeln. Ich vermochte kaum noch das Steuerrad zu halten. Als wir uns dem New Yorker Ende der Brücke näherten, tauchte ein Polizist auf und hob müde die Hand.

"Sie werden in diesem Ding doch nicht in die Stadt fahren. Sie fahren wahrscheinlich jemanden über den Haufen. In dieser Stadt gibt es nämlich eine Menge Menschen, wissen Sie, eine Menge Autos und andere Dinge."

Das Nummernschild aus Michigan hatte ihn offenbar davon überzeugt, daß wir aus einer Stadt mit ein oder zwei Straßen kamen.

"Also, ich will nur nach Brooklyn, und dann fahre ich nicht mehr damit ..."

"Fahren Sie sehr langsam, ja? Auf keinen Fall schnell! Nach Brooklyn brauchen Sie etwa eine Stunde. Lassen Sie sich Zeit, und viel Glück."

"Vielen Dank."

"Versuchen Sie, niemanden umzubringen."

Meine Mutter begrüßte uns freundlich und machte Ralph ein Bett auf dem Sofa zurecht. Als sie jedoch von seinen Plänen hörte, erstarrte sie, denn sie fürchtete die Ansteckungsgefahr. Ralph blieb zu diesem Thema stumm, denn die Lincoln-Brigade war eine illegale Rekrutierungsstelle.

Ich begann, meine Mutter wegen des gewissenlosen Egoismus zu hassen, mit dem sie mich zurückhielt, ich war einundzwanzig und fühlte mich alt genug, um meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Aber ich redete mir ein, Ralph habe bereits sein Examen gemacht, während es bei mir immer noch ein Jahr dauern würde - als brauche man ein Examen, um im Krieg zu sterben.

Ich fand den Auslöser in mir nicht, der mich dazu trieb, während Ralph ihn eindeutig gefunden hatte. Wir aßen am letzten Abend schweigend, und keiner versuchte, die höfliche Konversation aufrechtzuerhalten, denn Ralph schien sich in eine Art Haut zu hüllen - in die Isolation der Engagierten. Vielleicht stählte er sich, damit er nicht von seinem Pfad abwich.

Am nächsten Morgen brachte ich ihn zu der Hochbahn drei Straßen weiter, am Drehkreuz blickte Ralph zurück, winkte mir stumm und trocken zu und verschwand in dem klapprigen Zug. Sein schwerer Koffer mit allem, was er auf der Welt besaß, schlug ihm gegen das Bein.

Als ich zur Universität zurückkam, wußte bereits jeder auf dem Campus, daß Ralph in Gefangenschaft geraten war. Dann war er in Sicherheit! Ich war sehr glücklich, als sei eine Schuld von mir genommen. Zwei oder drei Wochen später erreichte uns die Meldung, daß Francos maurische Truppen alle ihre Gefangenen erschossen hatten und daß Ralph darunter gewesen war. Sein Tod gehörte zu der Schuld, die ich im Herzen tragen würde.

Hollywood läßt mich immer an eine widersprüchliche Mischung bestimmter Gerüche denken. Einen sexuellen Dunst

habe ich sie genannt, die Feuchtigkeit in den sauberen Körperfalten einer Frau zusammen mit einem herausfordernden Meersalzgeruch; die aufregende Atmosphäre einer Reise auf dem Wasser und das tote Ozon eines Filmstudios; Benzin und Lippenstift, gechlortes Wasser im Swimmingpool.

Ein Mann der Twentieth Century Fox erwartete uns am Bahnhof, drückte Kazan die Schlüssel eines kleinen schwarzen Lincoln in die Hand, nickte kurz und ließ uns stehen.

Ich war Mitte dreißig und sah die Welt immer noch halb mit den Augen eines Jugendlichen. 1950 hatte Hollywood das Etikett: mystischer Zauber, Erfolg und Unterhaltung noch nicht verloren, das es einmal für die Jugendlichen einer High School in Brooklyn besaß.

Wir fuhren in Beverly Hills ein: Perfektion rechts, Perfektion links. Die Verstecke der Berühmten und Reichen beeindruckten mein ehrgeiziges Herz und hinterließen ein gewisses Unbehagen. Es war alles so bedrückend fix und fertig: die nackte Endstation materieller Dinge. Eine Hecke trennte das Tudorschloß von dem Neu-England-Farmhaus, das durch eine Einfahrt vom französischen Landhaus getrennt wurde. Jedem sein individueller Traum.

Und ich trug in diesen tiefen Traum vom Frieden ein Drehbuch über ein altes Hafenviertel hinein, wo die Sonne durch den Staub und den beißenden Geruch von Stahl drang, ein Drehbuch über einen Slum, wo nichts fertig war, wo alles kaputt wirkte und zerfiel.

Ich wollte eine Woche bleiben. Wir wohnten im Haus von Charles Feldman, einem ehemaligen Agenten und inzwischen führenden Produzenten (Kazan hatte bei seinem letzten Film "Endstation Sehnsucht" Regie geführt), der sich eifrig darum bemühte, Kazan behilflich zu sein. Kazan hatte Harry Cohn, dem Chef der Columbia, eine Kopie meines Drehbuchs geschickt. Ich konnte noch ein paar Tage daran arbeiten, bis Cohn sich entschieden hatte.

Aber es gelang mir nicht, mich zu konzentrieren. Ich saß an einem Glastisch neben Feldmans Swimming-pool, und das Hafenviertel verschwand immer wieder in der Sonne, die auf den Eiern a la Benedict glänzte. Schließlich gab ich es auf, legte mich auf eine Liege, starrte in das Laub der Bäume und Büsche, in denen es keine Vögel gab, und überlegte, ob man das "in sein" nannte.

Inzwischen gab es jeden Abend eine Party. Meist kamen acht bis zehn Personen zum Abendessen. Ich fand die hiesigen Bräuche aufregend und verwirrend. Es stellte sich heraus, daß Paare, die gemeinsam kamen, sich erst seit kurzem kannten - manche erst seit einer Stunde, und Frauen - viele, wenn nicht alle, in dem Ehrgeiz, Stars zu werden - kamen allein im eigenen Wagen und fuhren auch wieder allein weg. Es dauerte eine Weile, bis ich begriff, daß ich unter manchen von ihnen nur zu wählen brauchte.

Jack Warner kam eines Abends. Warner wollte eindeutig nur mit Kazan ernsthafte Gespräche führen, den er trotz dessen Ruf, ein Linker zu sein, gerne beschäftigt hätte. Als Zeuge für die Anklage vor dem Kongreßausschuß für Unamerikanische Aktivitäten sollte Warner wenig später feierlich versichern, daß er es sich immer zur Regel gemacht hatte, "mich umzudrehen, sobald ich einen von diesen Roten kommen sehe". (Ein Vierteljahrhundert später würden mir diese Erfahrungen aus der McCarthy-Zeit helfen, etwas von der Grausamkeit der gesellschaftlichen Ächtung während der chinesischen Kulturrevolution zu verstehen.)

Die unausgesprochenen, aber allen bewußten Themen dieser Abende schienen Sex und Engagements zu sein. Während wir auf Harry Cohns Entscheidung über das Drehbuch warteten, begann ich mich auf diese Abendessen und die berühmten Gäste zu freuen.

Die Unterhaltungen waren keineswegs immer nur leeres Gerede; der politische Trend im Land hatte zum Beispiel eine direkte Wirkung darauf, welche Filme man drehen konnte, und deshalb bestand mehr als ein akademisches Interesse daran zu erfahren, was sich wirklich hinter den Schlagzeilen verbarg. Nirgends sonst bestand ein solcher Hunger nach Informationen aus erster Hand.

An einem dieser Abende kam eine junge Frau, mit der Kazan mich vor einigen Tagen bekannt gemacht hatte. Sie stand sofort im Mittelpunkt des lebhaften Interesses der Gesellschaft, in das sich kaum verhüllte Bosheit mischte. Ihr Agent und Beschützer Johnny Hyde war vor kurzem gestorben. Aber zuvor war es ihm gelungen, ihr ein paar kleine Rollen zu verschaffen.

Und das hatte dazu geführt, daß John Huston sie in "Asphaltdschungel" als Louis Calherns Geliebte besetzte. Die Rolle hatte praktisch keinen Text, aber trotzdem hatte die junge Frau eine deutliche Wirkung hinterlassen. Sie hatte mehr wie ein Requisit als eine Schauspielerin gewirkt, sie war die Inkarnation der dummen Blondine am Arm des weltgewandten korrupten Repräsentanten der Gesellschaft.

In diesem Raum voller Schauspielerinnen und Ehefrauen wichtiger Männer, die sich alle darum bemühten, sich mit betont damenhafter Zurückhaltung zu kleiden, wirkte Marilyn Monroe beinahe so lächerlich provozierend wie ein fremder

Vogel in der Voliere - und sei es auch nur, weil sie ein so unverfroren enges Kleid trug, das nicht andeutete, sondern offen erklärte, daß sie ihren Körper mitgebracht hatte und daß er der schönste im Raum war.

Die Ablehnung der Frauen, die ihr bei Feldman entgegenschlug, war wie beißender Rauch. Eine Ausnahme machte die Schauspielerin Evelyn Keyes, eine Exfrau von Huston. Ihr gelang es, Marilyn in ein Gespräch zu ziehen, während sie mit ihr auf einer Couch saß. Später beobachtete sie, wie Marilyn mit einem Mann tanzte, und sie sagte leise zu mir: "Die fressen sie bei lebendigem Leib."

Das Auge versuchte vergebens, den kleinsten Makel in der Architektur ihrer Formen zu entdecken, während sie sich mit ihrem Partner auf der Tanzfläche bewegte. Ihre Vollkommenheit schien die unvermeidliche Wunde herauszufordern, die sie den anderen ähnlicher machen würde. Deshalb war es eine Vollkommenheit, die den Wunsch weckte, sie zu verteidigen, obwohl ich gleichzeitig ahnte, wie hart im Nehmen sie sein mußte, um hier so lange und mit relativem Erfolg überlebt zu haben. Aber anscheinend stand sie jetzt allein auf der Welt.

Einige Tage vorher war ich mit Kazan in das Studio der Twentieth Century Fox gegangen. Er stand dort unter Vertrag. In den Studios arbeiteten viele seiner Freunde. Einer führte Regie bei "As Young As You Feel", einer Komödie mit Monty Woolley und einer winzigen Rolle für Marilyn.

Wir kamen gerade rechtzeitig zu einer Szene in einem Nachtklub, in der Marilyn in einem schwarzen durchbrochenen Spitzenkleid durch den Raum gehen und den müden Blick des bärtigen Woolley auf sich ziehen mußte. Man filmte sie von hinten, um den Schwung ihrer Hüften zu Zeigen - eine so fließende Bewegung, daß sie beinahe komisch wirkte. Es war tatsächlich ihr natürlicher Gang.

Nachdem die Einstellung abgedreht war, kam sie zu Kazan herüber. Ich stand einige Meter entfernt und sah ihr Profil vor einem weißen Licht. Ihre Haare waren hoch aufgesteckt - sie weinte unter einem Schleier aus schwarzer Spitze, den sie ab und zu hob, um sich die Tränen zu trocknen.

Als wir uns die Hand gaben, durchzuckte mich der Schock der Bewegung ihres Körpers - dieses Gefühl stand im Widerspruch zu ihrer Trauer inmitten dieser glanzvollen Traumwelt, der Technik und des geschäftigen Durcheinanders einer neuen Einstellung, die gerade vorbereitet wurde. Später erklärte sie, daß sie geweint hatte, weil sie Kazan erzählte, daß Hyde, als er in einem Krankenzimmer im Sterben lag, laut nach ihr gerufen hatte; Hydes Familie hatte ihr jedoch nicht erlaubt, das Zimmer zu betreten. Sie hatte ihn im Flur rufen hören und mußte wie immer allein wieder gehen.

Ihre kleine Rolle in dem Film war abgedreht, und am nächsten Tag begleitete sie uns zu Harry Cohns Büro bei Columbia Pictures. Sein Büro war ein riesiger Raum. Aber die billige, rauhe, nur gebeizte Wandtäfelung war eine Erinnerung daran, daß er aus den Slums des Hafens im unteren Teil von Manhattan stammte.

Er konnte kaum den Blick von Marilyn wenden; während er sich zu erinnern versuchte, wo er sie schon einmal gesehen hatte marschierte er vor ihr auf und ab und zog sich immer wieder die Hose hoch wie ein New Yorker Taxifahrer, der sich auf eine Schlägerei vorbereitet. An sein Gesicht kann ich mich nicht mehr erinnern, aber an seine ungebremste Brutalität und die unverblümte Offenheit, mit der er sie prüfend ansah und knurrte: "Ich glaub, ich weiß, wessen Mädchen du warst." Sie saß in ihrer typischen gequälten Mischung aus Amusement und Beschämung vor ihm.

"Dieser Film macht keinen Cent", verkündete Cohn aggressiv, nachdem er sich hinter seinen Schreibtisch gesetzt hatte. "Aber ich komm von da", sagte er und klopfte mit einem haarigen Finger auf das Drehbuch, "und ich kenn die ganze Geschichte. Sie spielt keinen Cent ein. Aber ich steig ein, vorausgesetzt, ihr nehmt kein Geld, bis er Geld macht. Ich finanzier ihn, weil", er drehte sich um und deutete auf Kazan, "ich will, daß du dann einen Film für mich machst."

Plötzlich sah er Marilyn an und sagte: "Ich erinner mich an dich!" Scheinbar war es eine unangenehme Erinnerung; er hatte sie vor einiger Zeit auf seine Jacht eingeladen, und sie hatte die Einladung abgelehnt, es sei denn, seine Frau käme mit - eine schwere Beleidigung, und die Erinnerung daran rötete einen Augenblick seine Stirn vor Zorn.

"Ist das ein Angebot? Kein Geld, bis wir Profit machen, okay? Ich mein, wenn ihr schon so gottverdammt idealistisch seid, nicht wahr?" Sein vergnügtes Grinsen tat weh. Aber sein Vorschlag erschien mir akzeptabel. Er würde sein Geld und sein Studio einsetzen, ich mein Drehbuch, Kazan seine Arbeit.

Nachdem die Bedingungen geklärt waren, verkündete Cohn, das Drehbuch müsse von einem Fachmann für Gewerkschaftsfragen geprüft werden, da die Geschichte sich um eine Gewerkschaft drehte. Mir erschien das eigenartig, aber in einer so neuen Welt hatte ich keine _(Mit Louis Calhern bei Dreharbeiten zu ) _("Asphaltdschungel". )

Vergleichsmöglichkeiten und widersprach nicht.

Cohn brüllte in die Sprechanlage und verlangte den entsprechenden Experten, der sofort erschien. Er handelte für Columbia Gewerkschaftsverträge aus. Cohn hatte ihm am Tag zuvor das Drehbuch gegeben, und als er ihn nun nach seiner Meinung fragte, erklärte der Mann, er finde das Drehbuch phantastisch. Nach seiner Erfahrung sei es eine genaue Beschreibung der Situation in den New Yorker Häfen.

Cohn zeigte sich zum ersten Mal beeindruckt, er blickte mich mit einer Spur Achtung an, nachdem mich ein hartgesottener Jurist gelobt hatte und nicht irgendein Dummkopf aus dem Show-Business.

Jetzt schien sich die Atmosphäre um Cohn zu entspannen. Er wirkte sehr zufrieden mit sich selbst, zog ein Buch aus seiner Schublade, reichte es mir und forderte mich auf zu überlegen, ob ich daraus ein Drehbuch machen wolle. Ich hatte nicht vor, mich anheuern zu lassen, aber ich erklärte mich bereit, es zu lesen. Ich versuchte, immer noch zu glauben, daß wir unser Ziel erreicht hatten, und obendrein würden wir die Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter der Öffentlichkeit vor Augen führen.

Ich blickte zu Marilyn hinüber, die mich anstarrte und verstohlen lächelte, um nicht noch einmal Cohns Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Kazan sprach von Drehterminen und einer außergewöhnlich langen Drehzeit, die er für den Film brauchte. Ich wollte diese Frau verzweifelt! Und ich beschloß, wenn möglich am selben Abend noch abzureisen, sonst würde ich mich hier verlieren.

"Ich muß das nur noch mit dem FBI abklären", hörte ich Cohns barsche Stimme und fragte mich flüchtig, was er mit dem FBI klären wollte. Das Drehbuch, wie sich herausstellte.

Einen Augenblick lang glaubte ich, er mache Witze. "Was gibt''s da zu klären?" fragte ich erstaunt.

Cohn zuckte die Achsel: "Die haben einen guten Mann hier. Ich möchte, daß er sich das Drehbuch ansieht, weil''s doch um den Hafen geht."

Während wir in dem ewigen Sonnenschein davonfuhren, fragte ich mich, was genau wir zu erwarten hatten. Wenn Cohn meinte, daß man Kazans und meine Vergangenheit überprüfen werde, brauchte das FBI kaum ins Drehbuch zu sehen. Das Ganze drohte der kürzeste Triumph meines Lebens zu werden.

Jedenfalls hatten wir Cohns bindende Zusage noch nicht, und ich dachte, ich sollte noch ein oder zwei Tage bleiben, bis das FBI sein Urteil abgegeben hatte. Und so machten wir drei die Runde und besuchten Kazans Freunde.

Wir schlenderten durch eine Buchhandlung. Marilyn wollte ein Exemplar des "Handlungsreisenden" haben. Als ich mich umdrehte, um ihr ein Exemplar zu geben, das ich im Dramenregal gefunden hatte, sah ich aus den Augenwinkeln einen Chinesen oder Japaner im nächsten Gang, der sie anstarrte und dabei in der Hose onanierte. Ich führte sie eilig aus der Nähe dieses Mannes, den sie nicht bemerkt hatte. Sie trug eine ganz normale Bluse und einen Rock - keineswegs etwas Provozierendes, aber selbst hier, während sie ihre Aufmerksamkeit auf andere Dinge als sich selbst richtete, war die Atmosphäre aufgeladen.

Sie hatte gesagt, sie lese gern Gedichte, und wir fanden etwas von Frost, Whitman und E. E. Cummings. Es war merkwürdig zu beobachten, wie sie stumm Cummings las und dabei die Lippen bewegte. Was würde sie mit einer Dichtung anfangen, die so schlicht und doch so anspruchsvoll war? Ich konnte Marilyn keiner Welt zuordnen, die ich kannte, wie ein auf den Wellen tanzender Korken konnte sie ihre Reise auf der anderen Seite der Welt oder hundert Meter weiter unten am Strand begonnen haben.

Plötzlich lachte sie völlig unbefangen über die kleine überraschende Wendung in dem Gedicht über den lahmen Ballonverkäufer

- " ... und es ist Frühling!" Das naive Staunen in ihrem Gesicht darüber, daß sie so mühelos auf eine stilisierte Sprache reagieren konnte, spann einen verbindenden Faden zwischen uns. "Und es ist Frühling!" wiederholte sie immer wieder auf dem Weg zum Wagen und lachte von neuem, als habe man ihr ein unerwartetes Geschenk gemacht.

Mich verwirrte der lautere, unfaßbare Geist dieser unverständlichen jungen Frau, mit der ich, ohne sie berührt zu haben, etwas Geheimes ausgetauscht hatte, und ich spürte, so schien es, etwas wie Hoffnung für uns beide. Ich suchte lange nach einer kritischen, rationalen Erklärung und fragte mich, ob ihr vielleicht noch nie jemand ein Buch geschenkt hatte. Und ich sagte mir zum letzten Mal, ich müsse abreisen.

Kazan, Marilyn Monroe und ich warteten im Flughafen auf den Abflug meiner Maschine. In der Halle waren etwa ein Dutzend Leute, und beinahe alle beobachteten Marilyn. Sie trug einen beigen Rock und eine weiße Satinbluse, die Haare fielen ihr auf die Schulter und waren rechts gescheitelt, und ihren Anblick empfand ich beinahe wie Schmerzen. Ich wußte, ich mußte fliehen oder ich war verloren.

Beim Abschied küßte ich sie auf die Wange, und sie holte überrascht tief Luft. Ich begann über ihre übertriebene Reaktion zu lachen, bis die Ernsthaftigkeit des Gefühls in ihren Augen mich erschreckte und ich mein Lachen bedauerte.

Ich eilte zur Maschine. Mich rief nicht allein die Pflicht, ich mußte ihrer kindlichen Unersättlichkeit entfliehen, die meinem unbändigen Hunger glich, mich gehen zu lassen, ein Hunger, der alles geschaffen hatte, was mir an Kunst gelungen war, aber mich mit seiner Verantwortungslosigkeit zugleich abstieß. Ein Rückzug in die Sicherheit der Moral, das ja - aber nicht notwendigerweise ein Rückzug zur Wahrheit. Auf dem Rückflug hing ihr Duft immer noch an meinen Händen, und ich wußte, ich war nur technisch gesehen unschuldig.

In Brooklyn schwankte ich zwischen dem Wunsch, mir zu gratulieren, weil ich dem Verderben entgangen war, und der Frage, weshalb ich abgereist war. Ein Tag und noch ein Tag verging ohne ein Wort von Kazan, und ich fühlte mich allmählich erleichtert. Cohn mußte das Drehbuch schließlich abgelehnt haben, was bedeutete, daß ich nicht mehr nach Hollywood zurückkehren mußte. Vielleicht war Schreiben etwas zu Sexuelles, um es wirklich für Geld zu tun.

Mary (Arthur Millers erste Frau) spürte zweifellos meine Ruhelosigkeit, und ich konnte mir ebensowenig vergeben wie sie. Endlich klingelte das Telephon. Kazan sprach mit seiner leisesten Stimme. Ich dachte, er redet beinahe so, als seien noch andere mit ihm im Büro, aber vermutlich stimmte das nicht. Vielleicht

hatte er das Gefühl, daß das Telephon nicht privat genug sei.

Cohn wollte einige Änderungen. Wenn ich zustimmte, könne man drehen, sagte Kazan. Die wichtigste Änderung bestand darin, daß die Bösen der Geschichte, die Gewerkschaftsgauner und ihre Gangster-Beschützer Kommunisten sein sollten. Ich begann zu lachen, noch während ich innerlich erstarrte. Kazan erklärte, er übermittle mir lediglich, was Cohn ihm gesagt hatte, weil er glaube, ich solle es unbeeinflußt von seiner Meinung hören.

Roy Brewer, der Vorsitzende aller Gewerkschaften in Hollywood, war ins Spiel gebracht worden - vermutlich vom FBI. Er hatte das Drehbuch gelesen und schlicht erklärt, das Ganze sei eine Lüge. Er sei ein persönlicher Freund von Joe Ryan, dem Vorsitzenden der International Longshoremen''s Association. Im Hafen gebe es keine der Praktiken, die ich beschrieb.

Schließlich setzte er Cohn davon in Kenntnis, daß er, falls der Film gedreht würde, alle Filmvorführer im Land zu Streiks aufrufen werde, damit der Film nie gezeigt werden könne. Außerdem hielt das FBI es für eine sehr gefährliche Geschichte, die große Unruhen in den Häfen des Landes auslösen könnte, und das zu einem Zeitpunkt, in dem der Koreakrieg den ununterbrochenen Fluß von Menschen und Material verlangte.

Ich war beinahe sprachlos und erwiderte, ich wisse mit Sicherheit, daß es im Hafen von Brooklyn praktisch keine Kommunisten gebe. Deshalb sei es einfach idiotisch, die einfachen Hafenarbeiter im Aufstand gegen Kommunisten und nicht gegen das organisierte Verbrechen darzustellen, und ich würde mich schämen, mich noch einmal im Hafen blicken zu lassen. Kazan sagte ruhig und resigniert: idiotisch oder nicht, Cohn-Brewer-FBI bestünden darauf.

Ein oder zwei Stunden später telegraphierte ich Harry Cohn, ich zöge mein Drehbuch zurück, denn ich sei nicht in der Lage, seine Forderungen zu erfüllen. Am nächsten Morgen brachte mir ein Bote ein Telegramm an meine Haustür in Brooklyn Heights: "Interessant, wie Sie sich rausziehen, sobald wir versuchen, das Drehbuch pro-amerikanisch zu machen. Harry Cohn."

Anfang der fünfziger Jahre war das sogenannte Absurde Theater noch im Werden. Das meiste, was ich darüber wußte, lehnte ich als Pseudokunst ab, aber jede Generation von Schriftstellern hat in ihre Leistungen etwas investiert und fühlt sich verpflichtet sie zu verteidigen. Wäre ich der Logik meiner täglichen Beobachtungen wirklich gefolgt, wäre ich bestimmt ein Anhänger des Absurden geworden; meist schüttelte ich meinen Kopf über das, was geschah, und lachte das trockene Lachen ungläubigen Staunens.

Ich hatte die Filmrechte am "Handlungsreisenden" an Stanley Kramer verkauft, der den Film für Columbia drehte. Mein einziger Beitrag bestand darin, mich zu beklagen daß das Drehbuch ungefähr alle Höhepunkte des Stücks wie mit einem Rasenmäher abgeschnitten hatte; zurück blieb eine verblüffende Seichtheit, und das trotz der erwiesenen Fähigkeit des Stücks, ein Theaterpublikum zu packen.

Die Regie ließ Frederic March den Willy Loman als einen Psychopathen spielen, der praktisch völlig die Kontrolle verloren und kaum noch einen Zugang zur Realität hat. Das falsche Regiekonzept hob die Spannung zwischen dem Mann und seiner Gesellschaft auf und nahm dem sozialen Problem jede Schärfe, indem es den Zeitbezug ausmerzte. Wenn Willy verrückt war, konnte er kaum noch für irgend etwas stehen; es war, als hätte Lear nie wirklich politische Macht gehabt und sich nur eingebildet, König zu sein.

Aber damals hielt man selbst diese abgeschwächte Version für zu radikal. Als erstes forderte mich die Presseabteilung der Columbia Pictures auf, eine antikommunistische Erklärung abzugeben, um die American Legion versöhnlich zu stimmen. Da ich es unterließ, in einer Anzeige in der Zeitschrift "Variety" die Roten zu kritisieren - ein Ritual der Zeit -, hatte sie angekündigt, landesweit vor den Kinos gegen den Film zu _(Oben: Vor einem Plakat für den Film "As ) _(Young As You Feel"; ) _(unten: Frederic March als Willy Loman in ) _(der Verfilmung von 1951. )

demonstrieren. Aber ich lehnte die Forderung der Columbia ab. Als nächstes lud mich das Studio zur Aufführung eines 25 Minuten langen Kurzfilms ein, den sie als Vorfilm zum "Handlungsreisenden" zeigen wollten, wo immer der Film lief.

Das kleine Meisterwerk war auf dem Campus der Business School des New York City College gedreht worden und bestand hauptsächlich aus Interviews mit Professoren, die unbekümmert erklärten, Willy Loman sei völlig untypisch und ein Blick in die Vergangenheit, in der Vertreter tatsächlich manche schweren Probleme hatten. Heutzutage sei das Verkaufen ein wunderbarer Beruf mit unbegrenzten geistigen und finanziellen Kompensationen.

Diese Herren redeten alle wie Willy Loman mit einem Diplom. Sie sonnten sich in ihrem Erfolg, zu dem Columbia Pictures zweifellos mit einem großzügigen "Trinkgeld" für die Teilnahme an diesem bewundernswert erleuchteten Kunstwerk beigetragen hatte. Als das Licht im Vorführraum in der Seventh Avenue wieder anging, warteten die zwei oder drei Herren der Columbia, die sich den Film mit mir angesehen hatten, in defensivem, wenn nicht gar leicht verärgertem Schweigen auf meine Reaktion.

Da saß ich nun mit diesen gutbezahlten Männern und fühlte mich einem Sperrfeuer widersprüchlicher Empfindungen ausgesetzt. Vor allem aber hing das unaussprechliche Entsetzen über diese infame Scharade über mir. Unsichtbar im Raum stand die Drohung der Patrioten, den Film mit einer brutalen Kampagne gegen mich kommerziell abzuwürgen.

Das einzige echte Gefühl hier war Angst; aber die konnte man sich natürlich nicht eingestehen. Statt dessen drängte man mich einzugestehen, daß das Machwerk "nicht wirklich schlecht" sei und "den kommerziellen Erfolg fördern würde". Aber vermutlich glaubte bis hinauf zu Harry Cohn, ihrem Brötchengeber, keiner, daß ich eine Bedrohung für das Land sei, und der Film war es ganz bestimmt nicht.

"Warum zum Teufel haben Sie den Film gedreht, wenn Sie sich für ihn schämen?" fragte ich. "Weshalb sollte nicht jeder aufstehen und aus dem Kino gehen, wenn ''Tod eines Handlungsreisenden'' so altmodisch und sinnlos ist?"

Ich weiß es nicht genau, aber ich hatte das Gefühl, meine Tirade sei eine Erleichterung für sie. Ich murmelte etwas davon, die Gesellschaft zu verklagen, weil sie den Wert meines Eigentums mit diesem diffamierenden Kurzfilm zerstörte. Ich teilte zwar etwas von ihrer Angst, aber ich besaß, was sie nicht hatten: den Stolz auf mein Stück, das ich unmöglich verraten konnte. Das war schließlich mein Rettungsanker, denn im Grunde forderte man mich auf, einzugestehen, daß "Tod eines Handlungsreisenden" moralisch bedeutungslos sei und nichts anderes als die unwichtige Geschichte eines Dummkopfes. Es fiel mir leicht, dazu nein zu sagen.

Wir verabschiedeten uns höflich und gutgelaunt, und wenn dieser Kurzfilm je gezeigt worden ist, so habe ich nie davon gehört. Die Herren hatten ihre Pflicht getan und konnten melden, daß ich mit einem Prozeß drohte, und das genügte vermutlich, um Columbia aus den Klauen der American Legion zu befreien - zweifellos war das der Sinn des ganzen Unternehmens gewesen, das die Gesellschaft einige hunderttausend Dollar gekostet haben mußte.

In dem Spiel: "Schießen wir den Miller ab" hielt ich zwar immer noch ein paar Trümpfe in der Hand, aber ich machte mir keine Illusionen darüber, daß mich ein paar einflußreiche Leute aufs Korn genommen hatten und nur darauf warteten, einen Volltreffer zu landen. Ich bin groß im Vergessen, und es gelang mir, an meine Arbeit zurückzukehren, obwohl ich oft das Gefühl hatte, unter dem Druck eines Gletschers in die Knie zu gehen. Es kam sogar vor, daß die Situation wahrhaft komisch wurde.

Eines Morgens rief ein Mann an, an dessen Namen ich mich nur vage erinnern konnte, und sagte, er sei Offizier in der Lincoln-Brigade gewesen habe Ralph Neaphus in Spanien gekannt und würde gern etwas Wichtiges mit mir besprechen. Ich vermutete, er müsse politisch in Schwierigkeiten sein, und hatte die unglückselige Vorstellung, ich sei respektiert genug, um ihm helfen zu können - ein großer Fehler, der damals hin und wieder immer noch gemacht wurde.

Aber als er mir mit seiner Aktentasche auf dem Schoß im Wohnzimmer gegenüber saß, erklärte er mit unsicherer Leutseligkeit, er wolle mir Anteile an Ölquellen in Texas verkaufen. Da wußte ich, daß die Zeiten sich änderten. Er erklärte, er habe diese Arbeit aufgenommen, nachdem er auf der schwarzen Liste gelandet war und seine Stelle bei der Gewerkschaft verloren hatte. Inzwischen gefiel ihm sein Beruf, und er begann tatsächlich, Geld damit zu verdienen.

Dann kam ein Satz, den die Geschichte manchmal schreibt, um das Motto einer Zeit zu liefern. "Ich meine", sagte er völlig ernst, "wir sollten nicht vergessen, daß die Arbeiter Öl brauchen, wenn sie das Land übernehmen. Und sogar mehr als jetzt, denn der Sozialismus wird die Produktion steigern!" Der Calvinismus ist unsterblich und erlebt seine Wiedergeburt an den seltsamsten Plätzen; es kommt nur darauf an, sicher zu sein, daß man den anderen etwas Gutes tut.

Im nächsten Heft

Kazans Umfall vor dem McCarthy-Ausschuß - Reiseverbot für Miller - Ein Anruf von Marilyn: "Ich will nicht mehr"

Mit Louis Calhern bei Dreharbeiten zu "Asphaltdschungel". Oben: Vor einem Plakat für den Film "As Young As You Feel"; unten: Frederic March als Willy Loman in der Verfilmung von 1951.

DER SPIEGEL 40/1987
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