23.11.1987

BERUFLICHESJürgen Todenhöfer

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Jürgen Todenhöfer, 47, quittierte aus Protest gegen die Raketenabrüstung den Dienst als "abrüstungspolitischer Sprecher der CDU/CSU". Der Unions-Fundamentalo, der sich vehement gegen die doppelte Null-Lösung gewehrt hatte und sich zum Schluß sogar von der Stahlhelm-Riege um Fraktionschef Alfred Dregger verlassen fühlte, will auch nicht länger Obmann seiner Fraktion für Abrüstung und Rüstungskontrolle sein. Eine öffentliche Begründung verweigerte der Abgeordnete mit der Bemerkung, auch US-Verteidigungsminister Caspar Weinberger habe die Gründe für seinen Rücktritt nicht genannt, um der eigenen Partei nicht zu schaden. Die von Bonner Parteifreunden ausgestreute Mutmaßung, Todenhöfer habe die Sprecherrolle aufgegeben, um sich anderen Aufgaben zu widmen - seit Februar 1987 ist er Geschäftsführer des Burda-Fernsehens PAN TV in München und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Burda GmbH in Offenburg-, bestritt Todenhöfer: "Totaler Quatsch."

DER SPIEGEL 48/1987
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