12.09.1988

Lufthansa: Piloten verärgert

Lufthansa-Chef Heinz Ruhnau bekommt Krach mit seinen Piloten. Weil die Flotte wächst, aber Flugzeugführer fehlen, setzt die Lufthansa bei ihren Tochterfirmen immer mehr ausländische Piloten ein. So sollen die für die Charter-Firma Condor vorgesehenen neuen fünf Boeing 757 von 60 Piloten einer Leasing-Gesellschaft geflogen werden. Bei der Fracht-Tochter German Cargo sollen nur noch geleaste Besatzungen angeheuert werden. Dadurch werden bei German Cargo mehr als 90 Piloten frei, die Lücken bei der Lufthansa ausfüllen sollen. Bei Condor und Lufthansa wehren sich die Piloten. Vor allem die jüngeren Flugkapitäne fürchten um ihre Karriere, weil die erfahrenen Fracht-Flieger höhere Planstellen besetzen werden und damit einen Beförderungsstau auslösen. Zudem sehen die Lufthanseaten ihre gutdotierten Tarifverträge gefährdet.


DER SPIEGEL 37/1988
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.

DER SPIEGEL 37/1988
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Bei Spodats erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Lufthansa: Piloten verärgert