03.02.1992

KircheGrauzone Gott

Die Kirchen in der ehemaligen DDR bekennen sich nur zögerlich zu ihren Verstrickungen im Stasi-Staat.
Heino Falcke, 62, evangelischer Propst im thüringischen Erfurt, ist entsetzt über seine Glaubensbrüder. "In erschreckendem Ausmaß", so der Geistliche, habe die Stasi in der DDR kirchliche Mitarbeiter "politisch instrumentalisiert".
Der evangelischen Kirche warf Propst Falcke, der von der Stasi im "Operativvorgang ,Milan''" jahrelang bespitzelt worden war, "Zögern und Halbherzigkeit" im Umgang mit der Vergangenheit unter dem SED-Regime vor.
Der Streit über die Verstrickung kirchlicher Mitarbeiter in das Stasi-Netz hat vor allem in den ostdeutschen evangelischen Landeskirchen das Vertrauen unter Mitarbeitern und Gemeindemitgliedern erschüttert.
Anstoß für die Mahnung des Erfurter Propstes gab ein Buch des (West-)Berliner Kirchenhistorikers Gerhard Besier und des Mitarbeiters der Gauck-Behörde Stephan Wolf über das "Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen DDR und die Kirchen"**.
Autor Besier, Professor für Kirchengeschichte an der Kirchlichen Hochschule Berlin, hat in einer mehr als 800seitigen Studie mit Hilfe zahlreicher bislang unbekannter Stasi-Dokumente die Verfilzung von Klerikern, Pfarrern und Kirchenmitarbeitern mit dem SED-Staat angeprangert.
Kirchenfunktionäre sind über die Attacke des Glaubensbruders Besier empört. Der Magdeburger Altbischof Werner Krusche warf ihm "Diffamierung" der Kirche vor. Das Evangelisch-Lutherische Landeskirchenamt Sachsen monierte in einem Rundschreiben, Besier sei "keinen Meter in unseren Schuhen gelaufen".
Das von den beiden Autoren vorgelegte umfangreiche Material enthält reichlich Zündstoff für die Diskussion über das Verhältnis von Christenhirten und Regimehütern. Waren die Kirchen, bis zum Schluß Horte der Opposition, fest in der Hand des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS)?
Über "Kirchenreferate" (Abteilung XX/4) von je etwa zehn hauptamtlichen Mitarbeitern in allen Stasi-Bezirksverwaltungen bemühte sich das "Schild und Schwert der Partei" um eine Lenkung des kirchlichen Lebens. Gesteuert wurden die Kirchenschnüffler von einer Hauptabteilung in der Zentrale des MfS in der Ost-Berliner Normannenstraße mit 41 hauptamtlichen Mitarbeitern.
Das MfS warb unter Kirchenleuten Hunderte von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM). Die Stasi stellte sogar "Maßnahmepläne" für den staatsgenehmen Verlauf von Synoden auf. In vertraulichen Gesprächen mit Kirchenoberen sicherten führende Offiziere der Hauptabteilung ** Gerhard Besier/Stephan Wolf (Hrsg.): "Pfar- _(rer, Christen und Katholiken. Das ) _(Ministerium für Staatssicherheit der ) _(ehemaligen DDR und die Kirchen". ) _(Neukirchener Verlag; 867 Seiten; 68 ) _(Mark. * Am 20. November 1989 beim ) _(Friedensgebet in der Leipziger ) _(Nikolaikirche. ) XX/4 die Durchführung solcher Pläne ab.
Ziel der Stasi war laut Dienstvorschrift: die "vorbeugende Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung" einer organisierten Opposition unter dem Dach der Kirche. Besonders hatte es das MfS auf den kirchlichen Verwaltungsapparat abgesehen, um Einblicke in die Struktur der Kirchen zu bekommen.
In Thüringen warb die Stasi den stellvertretenden Leiter des Landeskirchenamtes, Oberkirchenrat Martin Kirchner (Decknamen "Küster" und "Andreas"), als IM an. Kirchner avancierte nach der Wende 1989 zeitweilig zum Generalsekretär der Ost-CDU.
In Dessau in Sachsen-Anhalt gewannen Stasi-Offiziere den Finanzdezernenten der Landeskirche Anhalts, Oberkirchenrat Andreas Schindler, 1985 als IM. Schindler wurde inzwischen entlassen - "ein ganz trauriger Fall", wie der Dessauer Kirchenpräsident Eberhard Natho eingesteht.
In Leipzig waren die Schnüffler vor allem auf Pfarrer und Synodale aus. In der Messestadt wurden bislang fünf Pastoren enttarnt, die bei konspirativen Treffs mit der Stasi ihre Amtsbrüder und Gemeindemitglieder verrieten.
Einer von ihnen war der Pfarrer Matthias Berger (Deckname: "Carl") aus der Leipziger Thonberg-Gemeinde, den die Stasi in einem Dossier als "ehrlich, zuverlässig und immer einsatzbereit" einschätzte.
"Carl", der als Inoffizieller Mitarbeiter "mit Feindberührung" (IMB) geführt wurde, lieferte laut Besier zahlreiche Berichte über Oppositionelle im kirchlichen Bereich. Im Auftrag der Stasi engagierte sich der Pfarrer auch im Synodalausschuß Leipzig-Ost, um "feindlich-negative Kräfte" (Stasi-Jargon), vor allem Öko- und Friedensgruppen, "zurückzudrängen".
Pfarrer Berger hat sich inzwischen krank gemeldet. Zuvor hatte er noch vor seiner Gemeinde über die "Grauzone zwischen Gott und den Versuchungen unseres Lebens" gepredigt.
Spektakuläre staatliche Gewaltaktionen gegen die Kirche, die das Image der DDR nur ramponieren konnten, wollte die SED stets vermeiden. Deshalb legte die Stasi Wert auf die "Mitwirkung kircheneigener Kräfte" bei der "Disziplinierung" von Oppositionellen, wie aus einer Mitteilung der Leipziger SED-Bezirksleitung an das Zentralkomitee der SED vom 9. Juli 1989 hervorgeht.
Grund zur Beschäftigung mit der Stasi-Vergangenheit haben nicht nur die acht evangelischen Landeskirchen in Ostdeutschland, die früher zum Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR gehörten, sondern auch die Brüder und Schwestern im Westen.
In den westdeutschen Landeskirchen verfügte die Stasi, wie Besier herausfand, über mindestens 40 Inoffizielle Mitarbeiter. Nur einer von ihnen, der frühere Jugendbildungsreferent der Evangelisch-Lutherischen Oldenburgischen Landeskirche, Arnd Sensenschmidt, hat sich bisher offenbart. Sensenschmidt sieht inzwischen einem Prozeß wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit vor dem Oberlandesgericht in Celle entgegen.
In mehreren ostdeutschen protestantischen Landeskirchen hat die kirchliche Basis jetzt eine Überprüfung von Kirchenbediensteten durch die Gauck-Behörde gefordert. Schwer tut sich bei der Stasi-Diskussion die Berlin-Brandenburgische evangelische Kirche, deren Synode im November letzten Jahres eine generelle Überprüfung kirchlicher Mitarbeiter ablehnte.
Die katholische Kirche blockt bisher alle Versuche ab, ihre Mitarbeiter auf Stasi-Verfilzung überprüfen zu lassen. Die Katholiken, so begründet der Apostolische Administrator in Erfurt und Meiningen, Bischof Joachim Wanke, die Haltung des Ost-Episkopates, wollten "der Stasi nicht zuviel Ehre antun".
In der katholischen Kirche, sagt der Pressebeauftragte des Bistums Dresden-Meißen, Prälat Dieter Grande, 61, habe es bislang in Sachen Stasi-Belastung "keine gravierenden Fälle" gegeben. Durch das Zölibat, glaubt der Prälat, seien katholische Priester nicht wie evangelische Pfarrer unter Druck zu setzen gewesen, weil sie keine Rücksicht auf Frau und Kinder nehmen mußten.
Die Stasi sah das offenbar anders: Aus den von Besier aufgespürten Dokumenten geht hervor, daß die Stasi die Kenntnis über intime Verhältnisse katholischer Geistlicher benutzt hat, um neue IM zu pressen.
So planten MfS-Mitarbeiter, wie aus einem "Werbungs- und Qualifizierungsplan der HA XX/4" hervorgeht, 1969 die Anwerbung eines katholischen Bischofs, Deckname "Römer": _____" Der Kandidat ist katholischer Bischof der DDR und " _____" demzufolge Mitglied der Berliner Ordinarienkonferenz. Auf " _____" Grund dieser Tätigkeit ist er in alle internen Fragen und " _____" Vorhaben der katholischen Kirche eingeweiht. Er besitzt " _____" umfangreiche Kontakte zu vatikanischen Dienststellen und " _____" Würdenträgern. Der Kandidat unterhält nach bisherigen " _____" Feststellungen intime Beziehungen zu einer verheirateten " _____" weiblichen Person. Gegen ihn wird kompromittierendes " _____" Material erarbeitet, das für die Werbung ausgenutzt " _____" werden soll. "
Ob die Stasi bei "Römer" Erfolg hatte, ist bislang unbekannt. Insgesamt waren die Anwerbungsversuche von Spitzeln unter Kirchenleuten, so Besier unter Hinweis auf Stasi-Berichte, bei Katholiken zu 75 Prozent und bei Protestanten zu 80 Prozent erfolgreich.
In mehreren evangelischen Landeskirchen, deren Synoden sich für eine Überprüfung ausgesprochen haben, sollen nun von den Kirchenleitungen eingesetzte Gremien Belastete vorladen und "disziplinarrechtliche oder strafrechtliche Schritte veranlassen" (der Greifswalder Bischof Eduard Berger).
Bis die Überprüfungen abgeschlossen sind, dürften einige Monate vergehen. Inzwischen "wird das Mißtrauen wachsen", prophezeit Theologe Besier.
Die meisten heimlichen Stasi-Mitarbeiter in den Kirchen schweigen beharrlich. "Sehr betrüblich" findet der Leipziger Superintendent Friedrich Magirius, 61, daß keiner der belasteten Pfarrer das Gespräch mit ihm oder seinem Kollegen Johannes Richter gesucht habe. Das sei, sagt Richter, "eigentlich nicht zu verstehen".
Die Kirchen, konstatiert der Erfurter Propst Falcke, "müßten in der Aufarbeitung der Vergangenheit vorangehen". Doch viele Kirchenobere lassen es beim wehleidigen Lamentieren. "Ich habe das Thema unterschätzt", klagte der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Johannes Hempel, nach Gesprächen mit einigen Ex-Spitzeln. Vor einer "Mistforke des Mißtrauens" in seiner Kirche graust inzwischen dem Magdeburger Bischof Christoph Demke, und der Dessauer Kirchenpräsident Eberhard Natho fürchtet, daß bei der innerkirchlichen Stasi-Debatte "Vertrauen untereinander zerschlagen" wird.
Die Kirche, vermutet der Wittenberger Pfarrer Friedrich Schorlemmer, habe "nicht die Kraft, die Vergangenheit für die Öffentlichkeit aufzuarbeiten". Jedenfalls sind die Kirchenleitungen bisher einer selbstkritischen Aufarbeitung ihrer Rolle im SED-Staat zumeist ausgewichen.
Die evangelischen Landeskirchen der DDR haben als größte nicht SED-gelenkte Organisation in der alten DDR eine "Gratwanderung zwischen Anpassung und Verweigerung" (so Bischof Hempel) versucht. Doch außer dem früheren Konsistorialpräsidenten der Berlin-Brandenburgischen Kirche und heutigen Ministerpräsidenten von Brandenburg, Manfred Stolpe, hat noch kein Kirchenmann Details dieser Gratwanderung öffentlich gemacht.
Die Oberhirten lassen es bei vagen Mitteilungen: Die evangelische Kirche habe im Honecker-Staat "engagierten Gruppen Freiräume geschaffen" (Superintendent Magirius), aber zugleich "eine gewisse Staatstreue" (Bischof Hempel) bewiesen.
"Anpassung und Kompromißbereitschaft" gegenüber dem SED-Regime seien verbreiteter gewesen als "Widerstand und Verweigerung", räumte nun der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland ein. Er sei "viel zu ängstlich und rücksichtsvoll" gewesen, gab der Thüringische Landesbischof Werner Leich rückblickend zu.
Noch 1988 hatte es Gottesmann Leich abgelehnt, sich für drei Jugendliche aus der Nähe von Jena einzusetzen, die wegen "Rowdytums" zu anderthalb Jahren auf Bewährung verurteilt worden waren. Ihr Delikt: Sie hatten an Wände die Parole "Gorbi hilf!" gepinselt.
Dem Leipziger Superintendenten Magirius werfen Mitglieder der DDR-Opposition vor, die Arbeit von Bürgerrechtsgruppen sogar aktiv behindert zu haben. So hatte Magirius im August 1988 Ausreisewilligen einen Mißbrauch der Friedensgebete in der Nikolaikirche vorgeworfen - die örtliche Stasi-Kreisdienststelle bescheinigte dem Kirchenmann daraufhin, das "bestehende Vertrauensverhältnis zwischen ihm und dem Staat bewahren und weiterführen" zu wollen.
An der Aufklärung über die eigene Rolle im Realsozialismus müßten die Kirchen eigentlich selbst ein großes Interesse haben. Denn als sicher gilt, daß die Stasi-Berichte diese Rolle vielfach verzerren. Stets um Erfolgsmeldungen bemüht, bescheinigte das MfS auch nicht SED-konformen, aber vorsichtig agierenden Kirchenoberen wie Bischof Hempel "politisch-realistische Positionen".
Solche holzschnittartigen MfS-Einschätzungen sagen wenig darüber aus, wie der so apostrophierte Kirchenmann sich zum Regime der Einheitspartei tatsächlich verhalten hat.
Die Stasi lag mit ihren Charakterisierungen häufig daneben. So attestierte Stasi-Hauptmann Terpe von der Bezirksverwaltung Rostock einem evangelischen Pfarrer im Juli 1988 in einem stasiinternen "Aussprachebericht", er habe durch seine Bemühungen, Ausreisewillige zum Bleiben in der DDR zu überreden, "einen echten positiven Beitrag" für den Staat geleistet, und schlug vor, einen "IM-Vorlauf" zur späteren möglichen Anwerbung des Pfarrers anzulegen.
Der Name des Kirchenmannes: Joachim Gauck, jetzt als Bundesbeauftragter oberster Herr über die Stasi-Akten. o
** Gerhard Besier/Stephan Wolf (Hrsg.): "Pfarrer, Christen und Katholiken. Das Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen DDR und die Kirchen". Neukirchener Verlag; 867 Seiten; 68 Mark. * Am 20. November 1989 beim Friedensgebet in der Leipziger Nikolaikirche.

DER SPIEGEL 6/1992
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