15.06.1992

Nur noch jeder vierte ein Christ

Die Bundesrepublik ist zu einem heidnischen Land mit christlichen Restbeständen geworden. Sechs Millionen haben den Glauben an Gott verloren, es gibt schon mehr Konfessionslose als Kirchgänger; nur noch zehn Prozent gehen allsonntäglich zur Kirche: Ergebnisse einer SPIEGEL-Umfrage über den Glauben der Deutschen.
Dem Katholikentag, der am Mittwoch in Karlsruhe eröffnet wird und mit 1400 Veranstaltungen fünf Tage dauert, droht Gefahr. Zum erstenmal in der 150jährigen Geschichte dieser "Heerschau des Glaubens" wird ein Ketzer zur Hauptfigur:
Es ist der Kirchenkritiker Eugen Drewermann, 51, aus Paderborn, dem der dort residierende Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt um die Jahreswende 1991/92 verboten hat zu lehren, zu predigen und sein Priesteramt auszuüben. In diesem Jahrhundert ist die katholische Kirche in Deutschland noch nie so massiv gegen einen ihrer Theologen vorgegangen.
Am Freitag überträgt das ZDF live ab 9 Uhr zwei Stunden lang aus der mit 1000 Plätzen viel zu kleinen Badnerlandhalle den Auftritt Drewermanns auf dem Katholikentag.
Erst seit Mittwoch vergangener Woche ist sicher, daß es diese schon seit einem halben Jahr angekündigte Veranstaltung geben wird. Zweimal hatte das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZK) den Priester und Psychotherapeuten wieder ausgeladen, zuletzt am 4. Juni unter dem scheinheiligen Vorwand, der Paderborner habe seine Teilnahme nicht schriftlich bestätigt. Beide Male wurden die ZK-Funktionäre von liberaleren Katholiken zum Widerruf des Widerrufs ihrer Einladung gezwungen.
Das Risiko, Drewermann frei sprechen zu lassen, war ihnen von vornherein zu groß. Sie organisierten den Widerspruch: Drewermann darf nur mit der stramm katholischen Berliner CDU-Politikerin Hanna-Renate Laurien diskutieren. Und auch das Thema bestimmten die Funktionäre. Es soll ums Credo gehen.
Dem Paderborner wäre ein anderes Thema und ein anderer Partner - möglichst ein Bischof, am besten Degenhardt - lieber gewesen. Aber er wurde nicht um Gegenvorschläge gebeten.
Die Auseinandersetzung um Drewermanns Auftritt schon vor der Eröffnung des Katholikentages zeigt, welche Bedeutung die katholische Kirche ihrem Kritiker beimißt und wie sehr sie ihn fürchtet. Goliath Kirche zittert vor David Drewermann.
Seine 40 Bücher und die jahrelange Kontroverse um zentrale Glaubensfragen haben Drewermann populär gemacht. _(* In der Hamburg-Barmbeker ) _(Heiligengeistkirche. )
Er ist bekannter als die Kardinäle Joseph Ratzinger (Rom) und Joachim Meisner (Köln), als die ranghöchsten deutschen Bischöfe Karl Lehmann (Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz) und Klaus Engelhardt (EKD-Ratsvorsitzender), als die Kirchenkritiker Hans Küng und Uta Ranke-Heinemann.
Und wenn die Sympathien der Deutschen gemessen werden, so steht Drewermann sogar noch über dem Papst, und zwar bei den Protestanten und auch bei den Katholiken. Nur den regelmäßigen katholischen Kirchgängern ist das römische Kirchenoberhaupt sympathischer als der westfälische Kirchenkritiker.
Vieles in der Auseinandersetzung zwischen Drewermann und seiner Kirche ist speziell katholisch - etwa die Debatte darüber, ob Jesus sieben Sakramente eingesetzt hat (so die Kirche) oder kein einziges (so Drewermann).
Und speziell katholisch ist auch die rigorose Moraldoktrin, die Johannes Paul II. verficht. Drewermann nennt sie unmenschlich und unchristlich, weil der Papst allen Frauen die Pille, allen Schwangeren die Abtreibung, allen Priestern die Ehe und allen Geschiedenen und standesamtlich Wiederverheirateten die Teilnahme an den Sakramenten verbietet.
Aber es geht in der Kontroverse auch um Themen, die für evangelische Christen von gleicher Bedeutung sind oder _(* In einem Hamburger Freibad. ) nach kirchlicher Lehre sein sollen, insbesondere um die Gottessohnschaft und die Auferstehung Jesu.
Wie zur Zeit in der katholischen Kirche, gab es darüber vor einem Vierteljahrhundert in der evangelischen eine bundesweite Auseinandersetzung, nur wurde sie auf andere Weise ausgetragen. Es wurde nicht - katholisch - von oben versucht, den Glauben zu regulieren, sondern es wurde - protestantisch - an der Basis, in einer "Bekenntnisbewegung", gegen die "Irrlehren" namhafter Theologen aufbegehrt.
Berühmt-berüchtigt wurde damals die Antwort des umstrittensten Theologen Rudolf Bultmann auf die Frage, ob Jesus leiblich auferstanden sei: "Ein Leichnam kann nicht wieder lebendig werden und aus dem Grabe steigen." Vor einem halben Jahr stimmte Drewermann diesem Satz zu: "So ist es."
1967 hatte der SPIEGEL den evangelischen Streit zum Anlaß genommen, eine Glaubens-Umfrage in Auftrag zu geben, die erste umfassende in der Bundesrepublik. Nun, ein Vierteljahrhundert später, ist der katholische Streit Grund genug, wiederum den Glauben der Deutschen zu erforschen. Einige Fragen wurden aus der Untersuchung von 1967, einige auch aus einer Umfrage wiederholt, die 1980 dem ersten Deutschland-Besuch des polnischen Papstes galt.
Das Bielefelder Emnid-Institut befragte 2000 westdeutsche und 1000 ostdeutsche Bundesbürger, jeweils repräsentativ für die Bevölkerung von 18 Jahren an*.
Gefragt wurde nach Glaubenswahrheiten, vom Ur-Paar Adam und Eva bis zum Jüngsten Gericht, von den Wundern Jesu bis zur Unfehlbarkeit des Papstes.
Die Befragten sollten auch Auskunft darüber geben, ob sie sonntags in die Kirche gehen und welche Bedeutung sie der Religion für ihr Leben beimessen.
Um festzustellen, ob Christen eine andere Einstellung zum Leben haben als die anderen Bundesbürger, wurden auch allgemeine Fragen gestellt: ob man mehr am Alten hänge oder stärker das Neue wünsche, ob die Jugend zu locker lebe und ob die Ehefrau arbeiten oder zu Hause bleiben solle. Und schließlich wurden auch strittige aktuelle Fragen aufgenommen, nach dem Paragraphen 218, der Kirchensteuer und den Kirchenaustritten.
Geklärt wurde, wem die deutschen Katholiken in dem Paderborner Streit recht geben: 58 Prozent Drewermann, 34 Prozent seinem Widersacher, dem Erzbischof Degenhardt. Die deutschen Protestanten stehen in noch größerer Zahl auf der Seite des Priesters, der von Katheder, Kanzel und Altar verbannt ist: 77 Prozent geben Drewermann, nur 15 Prozent Degenhardt recht. _(* Tabellen mit den wichtigsten ) _(Ergebnissen stehen Interessenten auf ) _(Wunsch zur Verfügung: ) _(SPIEGEL-Dokumentation, Postfach 11 04 ) _(20, D-2000 Hamburg 11. )
Nach diesem Streit wurden jene Deutschen nicht gefragt, die bis zum 3. Oktober 1990 DDR-Bürger waren und seither Bundesbürger sind. Für die meisten sind Religion und Kirche eine fremde Welt: 62 Prozent gehören keiner Kirche an, nur 30 Prozent sind evangelisch und 5 Prozent katholisch. Da hat es mit der Wiedervereinigung einen kräftigen heidnischen Schub gegeben.
Es hätte keinen Sinn gehabt, in der einstigen DDR nach dem Primat des Papstes, nach Jesu Wandern auf dem Wasser und nach der Erbsünde zu fragen. Das sind Themen, von denen die meisten ihr sozialistisches Leben lang kein Sterbenswörtchen gehört haben. Deshalb beschränkte sich Emnid dort darauf, die zentralen Glaubensfragen nach Gott, Gottessohn und Auferstehung zu stellen.
Will man sich ein Bild machen, wie sich der Glaube der Deutschen und ihre Einstellung zu den Kirchen verändert haben, so muß man ohnehin die Zahlen gegenüberstellen, die 1967 und 1992 für die Bevölkerung der alten Bundesrepublik ermittelt wurden.
Gesamtergebnis des Vergleichs der Westdeutschen von 1967 und 1992: Die Zahl der Christen ist stark zurückgegangen, sowohl der Kirchenzugehörigkeit als auch dem Glauben nach. Die Kirchen kranken an Schwindsucht.
Vor einem Vierteljahrhundert erklärten sich 94 Prozent der Bundesbürger für evangelisch oder katholisch, in diesem Jahr sind es noch 84 Prozent. Mithin sind 10 Prozent gleich 4,7 Millionen - so viele Menschen wie in Rheinland-Pfalz und im Saarland wohnen - aus der Kirche ausgetreten oder mittlerweile ungetauft aufgewachsen.
Die Zahl der Konfessionslosen, seinerzeit nur 3 Prozent, ist damit auf 13 Prozent gestiegen.
1967 gingen 25 Prozent, jetzt gehen nur noch 10 Prozent der Deutschen "jeden oder fast jeden Sonntag" zur Kirche. Und nicht mehr 18, sondern nur noch 12 Prozent sind dort "mindestens einmal im Monat" zu finden. Mithin sind 21 Prozent gleich 9,9 Millionen auf Distanz zur Kirche gegangen.
25 Prozent der westdeutschen Bundesbürger besuchen nur "an kirchlichen Feiertagen" die Kirche. Es sind vor allem die vielen, denen am Heiligabend Kerzen und Lametta an der eigenen Tanne nicht feierlich genug sind. Für 35 Prozent steht ein Kirchgang nur "bei Familienfeiern" auf dem Programm, wenn getauft, erstkommuniziert, gefirmt, konfirmiert, getraut oder beerdigt wird. Und 16 Prozent sind mitsamt ihren Sippen der Kirche so fern und fremd, daß sie nicht mal mehr aus solchen Anlässen aufkreuzen.
Da hat sich viel verschoben. Es gibt schon mehr Konfessionslose als allsonntägliche Kirchgänger. Neben den Prote-Deutsche stanten und Katholiken wächst eine dritte Gruppe heran, in Hamburg leben nach der amtlichen Statistik schon halb so viele Konfessionslose wie Protestanten. Allerdings handelt es sich nirgends um eine homogene Gruppe von Gottlosen. Die meisten haben die Kirche nicht verlassen, weil sie ihnen zuviel Glauben, sondern weil sie ihnen zuviel Geld abverlangt hat.
Eine Entwicklung hat sich beschleunigt, die den Ruf der Kirchen als Glaubensgemeinschaften ruiniert: Den Kirchenbänken bleiben immer mehr Millionen fern, auf die Kirchenkonten bei den Banken fließen immer mehr Milliarden.
18 Fragen stellte Emnid im alten Bundesgebiet nach dem Glauben, zählt man jene Fragen nicht dazu, die auch ein Atheist getrost bejahen kann: ob Jesus Kranke geheilt und Brüder und Schwestern gehabt hat.
17 der 18 Fragen wurden nur von einer Minderheit, eine einzige wurde von einer Mehrheit bejaht, aber auch diese Mehrheit ist nicht mehr so groß wie vor 25 Jahren:
1967 glaubten 68 Prozent an Gott, nun sind es nur noch 56 Prozent (wie auch eine andere Frage zum selben Thema zeigte, siehe Grafik Seite 44). Weitere 17 Prozent glauben an ein "höheres Wesen", und von 10 auf 25 Prozent ist die Zahl der Bundesbürger gestiegen, die "weder-noch" ankreuzten.
Nicht weniger als 12 Prozent gleich 5,6 Millionen haben ihren Glauben an Gott verloren oder sind ohne ihn aufgewachsen - mehr Menschen als allsonntäglich in die Kirchen gehen, um zu Gott zu beten.
Die Kirchen dürfen in der Zahl von 56 Prozent Gott-Gläubigen keinen Beweis sehen, daß es doch noch eine christliche Mehrheit gibt. Die Frage, ob sie an Gott glauben, können auch Moslems, Juden und andere Nichtchristen bejahen.
Und es ist längst nicht sicher, daß alle Protestanten und Katholiken an Gott so glauben, wie es die Kirchen lehren. Als Emnid die Zusatzfrage stellte, ob Gott allmächtig sei, konnte sich ein erheblicher Teil der Befragten nicht zu einem Ja entschließen. Der Christen-Gott aber ist allmächtig, jedenfalls steht es so im Apostolischen Glaubensbekenntnis.
Und die Kirchen dürfen auch nicht mit jenen rechnen, die an ein "höheres Wesen" glauben. Die meisten verneinten die Nachfrage, ob ihr Glaube dem christlichen nahe sei.
Erst die Antworten auf eine Frage nach dem Gottessohn Jesus Christus brachte Aufschluß darüber, wer dem Glauben nach ein Christ ist. Emnid stellte mehrere Antworten zur Wahl, von denen nur eine der kirchlichen Lehre entsprach.
Nicht mehr 42 Prozent wie im Jahr 1967, sondern nur noch 29 Prozent der Deutschen glauben an Jesus so, wie es die Kirchen lehren. Der Emnid-Text:
"Gott hat Jesus, seinen Sohn, zu den Menschen gesandt, um sie zu erlösen. Jesus wurde von den Toten auferweckt, und ich kann zu ihm beten."
Mithin haben 13 Prozent gleich 6,1 Millionen Deutsche den Glauben an den Gottessohn verloren oder sind aufgewachsen, ohne ihn je zu besitzen.
Die anderen Antworten auf diese Frage: Für 43 Prozent war Jesus "nur ein Mensch, aber ein großer Mensch, der mir noch heute ein Vorbild sein kann"; für weitere 23 Prozent "hat Jesus keine Bedeutung"; 3 Prozent nehmen an, daß die Apostel ihn erfunden haben ("hat nie gelebt").
Weitere Zahlen über den bundesdeutschen Glaubensschwund:
Nicht mehr zwei Drittel, sondern nur noch die Hälfte der Deutschen hält die Bibel für Gottes Wort. Daß darin nichts Falsches steht (wie die katholische Kirche zu glauben verlangt), meint nur noch jeder zehnte.
Nicht mehr eine Mehrheit, sondern nur noch eine Minderheit glaubt, daß gute Werke Gott gnädig stimmen und daß es ein Jüngstes Gericht gibt.
Und auch beim Glauben an die Wunder Jesu, über die in der Bibel berichtet wird, hat sich ein solcher Wandel vollzogen. Ganz gleich, ob nach der Himmelfahrt, der Auferweckung von Toten, der Speisung der 5000 oder dem Wandeln auf dem See gefragt wurde: Stets meinte nur noch eine Minderheit, daß sich dies "wirklich ereignet" habe. Lediglich davon, daß Jesus Kranke geheilt habe, ist weiterhin die Mehrheit der Deutschen überzeugt.
Etwa gleich geblieben, sogar geringfügig gestiegen, ist die Zahl der Deutschen, die auf ein Leben nach dem Tode vertrauen (50 Prozent). Da mischen sich christliche Hoffnungen mit heidnischen Ängsten.
Viel spricht dafür, daß sich dieser Glaubensschwund noch fortsetzt, denn es gibt einen Bruch zwischen den Generationen. Von den Deutschen unter 30 Jahren glauben nur noch halb so viele an den Gottessohn Jesus wie von ihren älteren Landsleuten. Viele Religionslehrer haben tauben Ohren gepredigt.
Vergleicht man diese westdeutschen Zahlen mit den ostdeutschen, so wird deutlich, daß der Unglaube in den neuen Bundesländern noch sehr viel weiter verbreitet ist. An den Gottessohn Jesus glauben im Osten nur 17 Prozent. Weil dort weniger Bundesbürger leben als im Westen, addieren sich diese 17 Prozent Ost und 29 Prozent West zu gesamtdeutschen 26 Prozent. Und diese Zahl sagt aus, wie wenige Christen es dem Glauben nach im vereinten Deutschland gibt: Nur noch jeder vierte zählt zu dieser Minderheit.
Wahr geworden ist ein prophetisches Wort des 1984 verstorbenen katholischen Theologen Karl Rahner vom künftigen Deutschland als einem "heidnischen Land mit christlicher Vergangenheit und christlichen Restbeständen".
Weitaus die meisten Deutschen im Westen (63 Prozent) leben in Orten, in denen es auffällt, "wenn man sonntags zur Kirche geht".
67 Prozent haben eine Bibel im Regal, aber dort staubt sie vor sich hin. Nur 5 Prozent schauen öfter mal rein.
Während vor 25 Jahren die meisten Deutschen noch wußten, daß Karfreitag und Ostern die höchsten christlichen Feiertage sind, tippen nun die meisten auf Weihnachten.
Um zu ermitteln, wie es die Deutschen mit der Religion halten, stellte Emnid viermal eine Art Gretchenfrage. Jedesmal bekundeten Zwei-Drittel-Mehrheiten, daß sie auf Distanz bedacht sind:
So viele stimmen mit ihrer Kirche in religiösen Dingen nur "in manchem" oder "überhaupt nicht überein"; kommen bei Gesprächen mit Bekannten und Freunden nur "selten" oder "so gut wie nie" auf Religion und Kirche; erklären die Religion für "ziemlich unwichtig" oder "völlig unwichtig" in ihrem Leben; wählten, als sie sich über ihre Verbundenheit mit der Kirche äußern sollten, die Antworten "etwas", "kaum" oder "überhaupt nicht".
Die meisten Deutschen sind zu neuen Heiden geworden, ohne dem verlorengegangenen Glauben nachzutrauern. Und von den Kirchen haben sie sich ohne Schmerz und Zorn verabschiedet. Nicht Empörung, sondern Gleichgültigkeit hat die Kirchen um ihre Gefolgschaft gebracht.
Wie sie von den meisten nie geliebt wurden, werden sie nun auch von den meisten nicht gehaßt. Sie sind aus dem Leben des typischen Deutschen verschwunden wie eine alte Tante, mit der es den einen oder anderen Kontakt gab und die eines Tages ausblieb, ohne daß es noch sonderlich auffiel.
Viele Bücher und Aufsätze werden geschrieben, um die Gründe für diese schleichende Entchristianisierung zu erforschen. Einig sind sich die meisten Autoren, daß diese Entwicklung schlicht einem Trend der Zeit entspricht - und deshalb nicht aufzuhalten ist.
Was nach der Aufklärung ein Problem für wenige war, ist ein Problem für viele geworden: Glauben und Vernunft in Übereinstimmung zu bringen.
Anders als früher wird heute weithin keine Autorität mehr von vornherein anerkannt. Sie muß erworben und stets aufs neue bewiesen werden.
Und der Wunsch nach Autonomie ist zur Grundüberzeugung fast aller Menschen geworden. Sie sind nicht mehr bereit hinzunehmen, daß ihr Leben fremdbestimmt wird.
Dieser Trend, den auch Eltern und Lehrer zu spüren bekommen, trifft die Kirchen besonders hart. In Frage gestellt wird sogar Gott, ihre höchste Autorität. Mit den Schäden und Leiden in dieser Welt ist für die meisten der Glaube an einen Allmächtigen nicht mehr zu vereinbaren. Und Beweise seiner Liebe zu den Menschen, von denen auf den Kanzeln unablässig die Rede ist, bleibt Gott ihnen schuldig.
Um die Autorität der Kirchen und ihres Personals ist es schon deshalb schlecht bestellt, weil sie auf neue Fragen allzuoft alte oder gar keine Antworten geben und bei kaum einem Problem, das heute die Menschen beschäftigt, als kompetent gelten.
Oft borgen sie sich Autorität nur aus. Wenn die Kirchen jetzt beispielsweise lauter als andere verlangen, daß die Umwelt gerettet werden müsse, so ist vielen noch in Erinnerung, wie sie sich früher verhielten. Allzulange legten sie den Gottesbefehl "Macht euch die Erde untertan" so aus, daß zum kurzsichtigen Nutzen der Menschen langfristige Schäden angerichtet wurden.
Bis in Äußerlichkeiten hinein ist zu beobachten, wie wenig das Leben in den Kirchen dem modernen Streben nach Autonomie und Individualität entspricht. Wer sonntags in der Kirche sitzt, tut nichts anderes als seine Nachbarn zur Linken und zur Rechten. Gemeinsam wird gebetet, gesungen und zugehört, nichts anderes geschieht. Und wie in dieser Stunde am Sonntag versuchen die Kirchen auch im Alltag zu bestimmen, was die Christen zu glauben und zu verwerfen haben, was sie tun und lassen sollen. So passiv zu leben ist vielen zuwider.
Und die gläubigen Christen leben ihr Christentum nicht so, daß sie ein anziehendes Beispiel geben für jene, die ein heidnisches Leben führen.
In mancher Hinsicht sind die Unterschiede zwischen gläubigen Christen und neuen Heiden nur gering. Gemeinsam ist einer knappen Mehrheit der einen wie der anderen, die Welt für ungerecht zu halten. Etwa gleichermaßen sind sie mit ihrem Leben zufrieden. Und was die Zukunft betrifft, so sehen ihr je zwei Drittel mit Hoffnung, je ein Drittel mit Sorge entgegen.
Bei den einen gibt es eine genauso große Minderheit, die "oft niedergeschlagen und ratlos" ist, wie bei den anderen. Und auch die Zahl derer, die "oft die Welt nicht mehr verstehen", ist etwa gleich und liegt bei 20 bis 22 Prozent.
Christen ist es kaum wichtiger als Heiden, "andere von etwas zu überzeugen, was man für richtig hält".
Allerdings: Als gefragt wurde, ob man "freiwillig Geld spenden würde für Leute, die an ihrer Lage selbst schuld sind, wie zum Beispiel für Strafentlassene", entschlossen sich Christen häufiger zu einer bejahenden Antwort.
Offenbar hat ihr Glaube mit ihrem Alltag nicht viel zu tun. Er macht nicht zukunftsfroh, nicht selbstsicher und nicht missionarisch. Nur mildtätiger scheinen die Christen zu sein.
Gemeinsam ist den Glaubens-Christen ein konservativer Grundzug. Jeder zweite hält "gern am Alten und Bewährten fest", während die Mehrheit der anderen Bundesbürger "gern mal etwas Neues wagt".
Dem entsprechen andere Ergebnisse. Mit dem Sexualverhalten der heutigen Jugend ("Die Beziehungen untereinander sind lockerer als früher") sind ungläubige Deutsche weit zahlreicher einverstanden als gläubige.
Und zur christlichen Überzeugung gehört auch, daß es am besten sei, wenn der Mann im Beruf arbeitet und die Frau zu Hause bleibt. Dafür sind 61 Prozent der Christen und 44 Prozent der Nichtchristen.
In all diesen Fragen gibt es kaum Unterschiede zwischen gläubigen Katholiken und Protestanten. Geht es um aktuelle ethische Probleme, so ist es anders, da denken Katholiken strenger. Mit größerer Mehrheit lehnen sie eine Sterbehilfe ab. Auch das Recht des einzelnen auf Freitod verwerfen sie in größerer Zahl.
Stark unterscheiden sich kirchenverbundene Katholiken und Protestanten in ihren politischen Ansichten: Nur bei den Katholiken gibt es einen starken Trend zur CDU/CSU. * _(* Holzstich nach Dore: "Die ) _(Erschaffung der Eva". ) Eine so große Mehrheit von Unions-Wählern wie bei den allsonntäglichen katholischen Kirchgängern (75 Prozent) ist in keiner anderen bundesdeutschen Bevölkerungsgruppe zu finden, nicht mal bei den Landwirten oder im schwärzesten bayerischen Wahlkreis.
Dieses Ergebnis entspricht den herkömmlichen Erwartungen, die an jedem Wahlabend bestätigt werden. Aber viele andere Antworten dieser katholischsten aller Katholiken gehören zu den überraschendsten Resultaten der Umfrage.
In zwei zentralen katholischen Glaubensfragen wechselte die Mehrheit:
Vor 25 Jahren glaubten noch 54 Prozent der sonntäglichen Meßbesucher an die Unfehlbarkeit des Papstes, heute sind es nur noch 36 Prozent. Und das Dogma vom Vorrang (Primat) des Papstes vor allen Bischöfen bejahten damals noch 61, jetzt nur 40 Prozent.
Von 73 auf 55 Prozent zurückgegangen ist die Mehrheit der Kirchgänger, die noch an die Jungfrauengeburt glauben. Bei den weniger kirchenverbundenen Katholiken ist der Glaubensschwund gerade in diesem Punkt weit größer. Die Gesamtzahlen:
Die Zahl der Katholiken, die an die Jungfrauengeburt glauben, ist seit 1967 von 58 auf 32 Prozent gesunken. Mithin sind 26 Prozent der deutschen Katholiken gleich 5,7 Millionen in dieser Kernfrage katholischen Glaubens anderen Sinnes geworden als der Papst. Das sind mehr Katholiken als in den Diözesen Aachen, Köln und Paderborn leben.
Würden die deutschen Katholiken sich in ihrem Glauben nach Johannes Paul II. richten, so hätte die Entwicklung umgekehrt verlaufen müssen.
Stärker noch als seine Vorgänger forciert der polnische Papst die Verehrung der Gottesmutter Maria, die auf den Dogmen von ihrer Jungfräulichkeit und ihrer leiblichen Himmelfahrt fußt. Er tut es mit immer neuen Reisen in Marienorte, mit immer neuen Marienandachten, mit immer neuem Marienlob in nahezu allen längeren Äußerungen.
Setzt sich der gegenläufige Trend unter den deutschen Katholiken fort, den Marienglauben zu mindern, so wird es schon in wenigen Jahrzehnten sogar in diesem umstrittenen Punkt keine großen Unterschiede mehr zwischen Protestanten und Katholiken geben.
Hätte sich vor einem Vierteljahrhundert ein solcher Streit ereignet wie in den letzten Jahren zwischen Degenhardt und Drewermann, so hätten die meisten Katholiken auf der Seite des Bischofs gestanden. Heute aber entsprechen die Vorstellungen Drewermanns nahezu Punkt für Punkt denen der meisten Katholiken. Einzige Ausnahme: Eine knappe Mehrheit der Katholiken ist - anders als Drewermann - von den Wundern Jesu überzeugt.
Emnid fragte auch nach dem Streitpunkt, der sowohl Drewermann als auch Degenhardt so wichtig ist, daß sich beide auf Gott berufen.
Drewermann hält es für eine "widergöttliche Anmaßung", daß die Bischöfe meinen, es sei ihres Amtes, "die Wahrheit des Glaubens zu formulieren und zu sichern". Degenhardt ist davon überzeugt, diese Aufgabe sei göttlichen Ursprungs, sind doch die Bischöfe nach katholischer Lehre Nachfolger der Apostel. Eine klare Mehrheit der Befragten insgesamt, aber auch eine knappe Mehrheit der allsonntäglichen katholischen Kirchgänger (75 und 51 Prozent) meint im Sinne Drewermanns:
"Der Glaube ist Sache des einzelnen. Die Kirchen können nicht über den Glauben entscheiden."
Minderheiten der Befragten insgesamt und der katholischen Kirchgänger (23 und 47 Prozent) meinen im Sinne Degenhardts: "Der Glaube ist die persönliche Hinwendung zu Gott. Aber Recht und Pflicht der Kirchen ist es, über Glaubenswahrheiten zu entscheiden."
Deutliches Zeichen starken Wandels ist eine völlig andere Einstellung der Deutschen zum Papst. Er ist von einer positiven zu einer negativen Figur geworden.
1980 betrug sein Sympathiewert noch +1.9, seither ist er auf nunmehr -0.2 abgesackt. Auch bei den eng mit der Kirche verbundenen Katholiken hat Johannes Paul II. viel Sympathie eingebüßt.
Vor seinem ersten Deutschlandbesuch, zwei Jahre nach seinem Amtsantritt, himmelten sie ihn geradezu an. Damals wurden +4.3 von 5 Punkten gemessen. Das war ein Wert, den Brandt, Schmidt und Genscher - die populärsten Bonner Politiker der letzten Jahrzehnte - nie erreicht haben. Nun aber, 12 Jahre später, bringt es der Papst auch bei den eigenen Kirchgängern nur noch auf 2.5 Punkte. Das schafft Kohl bei den CDU/CSU-Wählern auch.
Mit seiner rigorosen Moraldoktrin hat sich dieser Papst von der Welt und - wie die SPIEGEL-Umfrage zum erstenmal belegt - auch von seinem eigenen Kirchenvolk isoliert.
Als Emnid nach dem Zölibat, der Pille und der kirchlichen Trauung Geschiedener fragte, zeigte sich: In keiner dieser Fragen hat der Papst irgendeine Mehrheit auf seiner Seite - weder der Deutschen insgesamt, noch der Protestanten, noch der Katholiken, noch der katholischen Kirchgänger.
Weitaus die meisten Katholiken sind nicht nur dafür, daß die Priester heiraten dürfen; sie wünschen überdies, daß der Priesterberuf auch für Frauen geöffnet wird.
Wenn alle diese Wünsche wahr würden, entstünde eine ganz andere katholische Kirche. Es gäbe einen Papst, der nicht mehr als unfehlbar gilt und nicht mehr als einsame Spitze mit absoluter Macht über seiner Kirche thront. Die Bischöfe würden den Glauben nicht mehr abgrenzen und überwachen. In den Pfarrhäusern würden verheiratete Priester und Priesterinnen leben.
Eine solche Kirche würde es unter einem Papst Johannes Paul II. auch dann nicht geben, wenn er jünger wäre und noch 30 oder 40 Jahre amtierte.
Und es ist auch nicht gerade wahrscheinlich, daß sich eine solche Kirche unter den nächsten Wojtyla-Nachfolgern entwickelt.
Die deutschen Bischöfe sind noch gehorsamere Gefolgsleute des Papstes als ihre Amtsbrüder in anderen Ländern, wohl aus Tradition und weil sie das Dogma vom Primat des Papstes gegenüber den Bischöfen allzu buchstäblich nehmen. Kein einziger deutscher Bischof hat beispielsweise den Zölibat für überholt erklärt; die brasilianischen Bischöfe hingegen forderten, man solle bald beginnen, ihn abzuschaffen.
Weil die deutschen Bischöfe keinen Schritt vom Kurs des Papstes abweichen, nehmen sie in Kauf, sich dem eigenen Kirchenvolk zu entfremden und dessen Vorstellungen zu ignorieren.
In dieser Situation wird Eugen Drewermann zu einem Gegenspieler nicht nur des Paderborner Erzbischofs und der deutschen Bischöfe insgesamt, sondern auch und vor allem des Papstes.
Auf den Paderborner Kirchenkritiker konzentrieren sich die Hoffnungen jener Katholiken, die eine Reform der Kirche und eine Erneuerung des Glaubens wünschen.
Kein größerer Kontrast ist denkbar: Hier der Paderborner Einzelkämpfer, der in einer Etagenwohnung ohne Telefon und Kühlschrank lebt, kein Auto besitzt, lediglich stundenweise eine Schreibkraft beschäftigt und nur mit Worten die katholische Welt verändern will.
Dort der "Heilige Vater", Herr über fast eine Milliarde Katholiken, der in den Palästen des Vatikans von Hofstaat und Kurienverwaltung umgeben ist, mit Alitalia in alle Welt fliegt und für sich in Anspruch nimmt, mehr Macht zu haben als alle 4000 katholischen Bischöfe zusammen.
Die meisten der 400 000 Priester des Papstes predigen sonntags in ziemlich leeren Kirchen. Drewermann spricht in überfüllten Sälen, wo immer er auftritt.
Der Westfale ist des frommen Wortes mächtig wie kaum jemand sonst. Es gibt nur wenige, die sich der Wirkung seiner scheinbar eintönig dahinfließenden Sätze zu entziehen vermögen. Und er spricht, wieviel Leidenschaft in seinen Reden auch steckt, stundenlang mit der Präzision einer Maschine: ohne Skript, ohne Pause, ohne Versprecher.
Erzbischof Degenhardt und die anderen Oberhirten irrten, als sie glaubten, den Streit mit dem Lehr- und Berufsverbot administrativ beenden zu können. Die Worte des gemaßregelten Theologen dringen auch ins Kirchenvolk, wenn sie nicht auf Kanzeln und Kathedern gesprochen werden dürfen.
Aber dieser Kampf wird Drewermann wohl überfordern. Viele Katholiken sind dem Glauben und der Kirche so fern, daß sie niemand mehr zurückholen kann. Und den anhaltenden neuheidnischen Trend zu stoppen ist viel schwerer, als dem Papst und den Bischöfen zu widerstehen.
In einer für beide Kirchen geradezu lebensgefährlichen Meinung sind sich die Deutschen neuerdings nahezu allesamt einig, vom erklärten Atheisten bis zum dogmengläubigen Katholiken: Man kann Christ sein, ohne der Kirche anzugehören.
Mit der Meinung, man brauche zum Christsein die Kirche nicht, können skrupulöse Katholiken und Protestanten jenen Schritt vor sich und vor anderen rechtfertigen, den viele schon getan haben: aus der Kirche auszutreten. Ein Leben ohne Kirche führen die meisten schon lange, dann wäre es ein Leben auch ohne Kirchensteuer.
Noch vor zwölf Jahren erklärten die meisten Protestanten und Katholiken, sie würden sich lieber Kirchensteuer vom Lohn oder Gehalt abziehen lassen, als freiwillige Zahlungen an die Kirche zu leisten. Nun aber ist es umgekehrt. Die Mehrheit ist dafür, die Kirchensteuer abzuschaffen.
Weder in der evangelischen noch in der katholischen Kirche gibt es in der Hierarchie irgend jemanden, der auf das heutige Finanzsystem verzichten möchte. Im Gegenteil: Die Bischöfe beider Kirchen haben in der Ex-DDR das System freiwilliger Zahlungen abgeschafft, obwohl dort viele Pfarrer, vor allem evangelische, gern dabei geblieben wären.
Die Kirchensteuer hat aus der Sicht der Kirchen einen unschätzbaren Vorteil: Die Einnahmen richten sich nach den relativ hohen Löhnen und Gehältern. Müßten die Kirchen von freiwilligen Zahlungen leben, so entspräche deren Höhe der Verbundenheit der Protestanten und Katholiken mit ihren Kirchen und wäre dementsprechend gering.
Für "viel zu hoch" erklären derzeit 42 Prozent der westdeutschen Bundesbürger die Kirchensteuer, insbesondere deshalb, weil sie in letzter Zeit mit weiteren Abgaben zusätzlich geschröpft werden. Die Kirchensteuer ist unter all den alten und neuen Abgaben die einzige, die jeder mit einem Federstrich auf Null herabsetzen kann, wenn er beim Standesamt oder Amtsgericht seinen Austritt erklärt.
14 Prozent der befragten Protestanten und Katholiken erklärten, sie würden demnächst "wahrscheinlich" oder sogar "bestimmt" aus der Kirche austreten.
So viele werden es am Ende sicher nicht sein, aber so groß ist die Risikogruppe der Kirchen. Die Bereitschaft, sie zu verlassen, ist um so größer, je höher das Einkommen ist, und dort am größten, wo sich höchstes Einkommen mit geringster Kirchenverbundenheit paart.
Viele würden lieber nicht austreten, sondern zeitweilig weniger an die Kirche zahlen, solange der Staat soviel mehr verlangt als früher. Aber darüber lassen die Kirchen nicht mit sich reden.
Daß es zwischen Kirchensteuer und Austritt keinen dritten Weg gibt, mußte auch Kirchenkritiker Drewermann erfahren. Er wollte nicht sparen, sondern verlangte lediglich, seine Kirchensteuer solle nur noch zweckgebunden an die Aktion Misereor und den World Wildlife Fund überwiesen werden. Jede anderweitige Verfügung betrachte er als "schwere Veruntreuung".
Das schrieb er dem Paderborner Erzbischof, aber Degenhardt könnte den Wunsch nicht erfüllen, selbst wenn er es wollte. Schon beim Finanzamt in Paderborn kommt die Kirchensteuer Drewermanns, Degenhardts und aller anderen, die auf ihren Steuerkarten als "rk" registriert sind, auf ein einziges Konto.
Drewermann wollte mit der Zweckbestimmung seiner Kirchensteuer ein Beispiel geben, dem auch andere folgen sollten.
Wenn viele Katholiken der Kirche den Geldhahn zudrehten (und ihn statt dessen für die Caritas oder Misereor öffneten), würden die Bischöfe "handfest begreifen, daß nicht das ,Volk'' von ihnen lebt, sondern sie vom Volke leben".
Drewermann wird weiter zahlen müssen, denn er will die Kirche nicht verlassen.
[Grafiktext]
__37_ SPIEGEL-Umfrage: Glaubensfragen: Aussagen der Bibel
__41_ SPIEGEL-Umfrage: Auferstehung Jesu - wörtlich zu nehmen?
__44_ SPIEGEL-Umfrage: Gibt es einen Gott?
__47_ Meinungsforschung: Drewermann oder Degenhardt?
_____ Meinungsforschung: Jungfräuliche Empfängnis?
__50_ Meinungsforschung: Dogmen des Papstes: Meinung der Katholiken
_____ Meinungsforschung: Sympathieskala Papst Johannes Paul
_____ II/Drewermann
__53b Meinungsforschung:
_____ / Protestanten über Katholiken/Katholiken über Protestanten
__55_ Meinungsforschung: 218: Völlige Straffreiheit oder
_____ Fristenlösung: / Katholiken/Protestanten
__57_ Meinungsforschung: Kirchenaustritt: Katholiken/Protestanten
_____ Meinungsforschung: Kirchensteuer: Zu hoch?
_____ Meinungsforschung: Kirchensteuer: Freiwillige Zahlungen?
[GrafiktextEnde]
* In der Hamburg-Barmbeker Heiligengeistkirche. * In einem Hamburger Freibad. * Tabellen mit den wichtigsten Ergebnissen stehen Interessenten auf Wunsch zur Verfügung: SPIEGEL-Dokumentation, Postfach 11 04 20, D-2000 Hamburg 11. * Holzstich nach Dore: "Die Erschaffung der Eva".

DER SPIEGEL 25/1992
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