16.03.1992

Wie die Iranerin Soraya Manoutchehri zu Tode gesteinigt wurde

Im südöstlichen Iran, etwa 60 Kilometer von der Stadt Kerman entfernt, liegt die Ortschaft Kuhpayeh* mit ihren strohgedeckten Backsteinhäusern. Der Name bedeutet "am Fuß des Berges". Das Dörfchen klammert sich an einen kahlen Berghang und ist nur schwer zugänglich.
Hier wurde Soraya im Jahr 1951 geboren. Sie war dreizehn, schon beinahe eine junge Frau, als beschlossen wurde, sie dem zwanzigjährigen Ghorban-Ali gegen ein paar Stück Vieh, einen Flecken Land und einige Teppiche zur Frau zu geben.
Am Hochzeitsabend machten die Frauen unter dem Regiment von Zahra Khanum, Sorayas Tante, die Braut zurecht. Sie wurde gewaschen, enthaart und parfümiert. Zehn Monate später wurde Hossein-Ali geboren, dem ein totgeborenes Kind und zwei Jahre später Hassan-Ali folgten. Danach kamen zwei Töchter zur Welt, Maryam und Leila, dann wieder ein Totgeborenes, dann zwei weitere Kinder, die am Leben blieben. Als Soraya vierundzwanzig war, hatte sie schon neun Kinder geboren. Ihr letztes, die kleine Khojasteh, kam in dem Jahr zur Welt, als die islamische Revolution gegen den Schah ausbrach.
In dem kleinen Dorf änderte sich zunächst wenig, außer daß es hieß, die Behörden würden den Männern nun wieder erlauben, mehrere Frauen zu haben. Von da an wollte Ghorban-Ali von seiner Frau nichts mehr wissen. Er rührte sie nicht einmal mehr an.
Sie beklagte sich darüber nicht. Er verdrückte sich ins Tal und tauchte nur noch selten zu Hause auf. Soraya zog sich immer mehr zurück und wurde unscheinbar wie ein Schatten. Im Dorf hieß es, Ghorban-Ali treibe sich nur deshalb so oft in der Stadt herum, statt zu Hause bei seiner Familie zu bleiben, weil Soraya eine schlechte Ehefrau sei.
Soraya schämte sich, wenn sie über den Dorfplatz ging. Man grüßte sie nicht mehr, sprach kaum noch mit ihr, man ging ihr aus dem Weg. Was hatte man ihr vorzuwerfen, was hatte sie verbrochen? Sie hatte ihren Mann nicht zu halten vermocht wie die anderen Frauen in Kuhpayeh.
Im Winter starb Sorayas Jugendfreundin Firuzeh an Lungenentzündung. Sie hinterließ zwei Kinder und ihren Mann Hashem, der ein Vetter von Ghorban-Ali war, Schmied von Beruf, fleißig, solide. Wie schon sein Vater reparierte Hashem alles im Dorf: Karren, Fahrräder, Hacken, Küchengeräte, Zugwinden, Samoware. Da die Verstorbene ihre Freundin gewesen war und der Witwer allein nicht zurechtkam, beschloß Soraya, daß sie zweimal täglich zu Hashem gehen sollte, um ihm bei der Hausarbeit zu helfen.
Auf eine solche Gelegenheit hatte Ghorban-Ali, der sie loswerden wollte, nur gewartet. Immer wenn er ins Dorf kam, folgte er ihr, spionierte ihr nach, belauerte sie und wartete geduldig, daß sie in die Falle tappte, die er ihr gestellt hatte. _(* Orts- und Personennamen wurden aus ) _(Sicherheitsgründen vom Autor geändert. )
Nicht ahnend, daß ihre Tage gezählt waren, ging die junge Frau weiter bei dem Witwer ein und aus, um seine Kinder zu versorgen, ohne dabei jedoch ihren eigenen Haushalt und ihre eigene Familie zu vernachlässigen. Allmählich begannen im Dorf böse Gerüchte über Soraya umzugehen.
Ghorban-Ali gewann Hashem zum Komplizen. Der Witwer sollte Soraya beschuldigen, daß sie ihn belästige und ihm schändliche Anträge mache; desgleichen sollte er behaupten, sie habe wiederholt versucht, ihn zu verführen, ihn mit Zärtlichkeiten überschüttet und Worte zu ihm gesagt, die eine verheiratete Frau einzig und allein zu ihrem Ehemann sagt.
Eines Morgens hielt sich Zahra Khanum in ihrer Küche auf, als sie plötzlich ein Geschrei vernahm. Sie trat ans Fenster und beugte sich hinaus. Unweit von ihrem Haus sah sie eine Menschenansammlung.
Die Alte begriff nicht sofort, wem die wütenden Zurufe galten. "Hure! . . . Du bist nur eine Hure! Du Hündin! Tochter einer Hündin!" Jetzt konnte sie die Stimme von Ghorban-Ali heraushören. Als sie sich der Menge näherte, wurde das Geschrei noch lauter: "Eine Dirne bist du! Schande über dich, schamloses Weib!" Mühsam bahnte sie sich einen Weg durch die Menge und bemerkte Soraya, umringt von einer Schar Männer und Frauen, die auf sie einschrien und sie tätlich angriffen.
Zahra fixierte Ghorban-Ali und sagte: "Was geht hier vor? Bist du verrückt geworden? Weißt du überhaupt, was du tust?"
"Sie hat es nicht anders verdient. Sie hat mich betrogen. Verstehen Sie, sie hat mich betrogen!"
"Was heißt das, sie hat dich betrogen? Wann hat sie dich betrogen, mit wem und wo?"
"Gerade eben, dort, mit Hashem, ich habe sie dabei ertappt!"
Als der Bürgermeister Mashdi Ebrahim eintraf, fragte er die Alte: "Was gibt es denn? Was geht hier vor?"
Bevor Zahra antworten konnte, brüllte Ghorban-Ali los: "Sie betrügt mich, sie hat mich mit Hashem betrogen. Ich wußte es schon vorher, und jetzt habe ich sie ertappt!"
Ebrahim wandte sich zu Soraya und fragte: "Ist das wahr, was dein Mann sagt? Hast du ihn betrogen?"
Soraya überwand sich zu sprechen: "Es ist nicht wahr, ich habe ihn nicht betrogen."
Zahra, die über das, was sie gehört hatte, sehr erregt war, fragte Sorayas Mann: "Du sagst, sie hätte dich gerade eben betrogen. Was hat sie denn getan?" "Das weiß sie selbst. Ich habe gesehen, wie sie sich zugelächelt haben, wie sie dicht beieinanderstanden und miteinander geflüstert haben. Ich hab'' sie dabei ertappt. Sie ist schuldig, sie betrügt mich."
Nun schaltete sich Ebrahim ein: "Soraya, sagt dein Mann die Wahrheit?"
Weinend versuchte die völlig verstörte Frau zu erklären: "Ich habe zu Hashem gesagt, daß ich ihm sein Essen gemacht und seine Wäsche gewaschen habe und daß ich heute abend bei mir zu Hause die Kinderkleider bügeln werde. Ja, wir haben uns zugelächelt. Ihr wißt doch alle, daß ich mich seit Firuzehs Tod um seine Familie kümmere, jeder weiß es."
"Und jeder weiß, daß du stundenlang bei ihm bleibst und daß du mit ihm schläfst. Es heißt sogar, daß du von ihm schwanger bist."
"Das ist eine Lüge! Ich habe Hashem nie angerührt, und er hat mich nie angerührt."
Der Bürgermeister sah ein wenig verlegen zu Zahra Khanum, hüstelte und ergriff wieder das Wort: "Hashem, hör mir gut zu, es ist sehr wichtig: Hat Soraya dir wirklich gesagt, sie wolle nach dem Essen kommen und sich bei dir ausruhen? Antworte!" Der Mann zögerte einen Augenblick und schielte, ohne den Kopf zu heben, verstohlen zu Ghorban-Ali hinüber: "Ja, ja . . . sie hat es gesagt."
Zahra wurde rasch klar, in welcher Gefahr Soraya schwebte. Sie wußte, daß Hassan Lajevardi, der Mullah, ihr Anträge gemacht hatte und abgewiesen worden war; sie wußte, daß Ghorban-Ali in der Stadt ein Verhältnis hatte und alles daransetzen würde, um seine Frau loszuwerden, ohne ihr die Mitgift zurückzahlen zu müssen.
"Soraya, sag mir die Wahrheit. Hat es zwischen dir und Hashem irgendwas gegeben?"
Die junge Frau hob die Augen zu ihrer Tante und sagte: "Tante Zahra, wie können Sie mir eine solche Frage stellen?"
"Ich stelle sie dir, weil ich eine Antwort will."
Niemals, Tante Zahra, niemals habe ich irgend etwas mit Hashem oder mit irgendeinem anderen Mann gehabt; das wissen Sie, und alle wissen es. Ich habe nie auch nur daran gedacht, denn mein Vater und meine Mutter haben mich nicht großgezogen, damit ich solche Gedanken haben soll."
Zahra wußte, daß ihre Nichte die Wahrheit sprach.
Doch die islamische Justiz würde ihr Werk tun, und nichts würde sie aufhalten können. Zu diesem Zeitpunkt hatte Zahra noch nicht die geringste Ahnung, daß ihre Nichte nur noch wenige Stunden zu leben hatte . . .
Wenig später ging ein Raunen durch die Menschenmenge vor dem Rathaus. Da und dort stieg haßerfülltes Geschrei auf, das von einem Beifallssturm übertönt wurde. Fast die gesamte Einwohnerschaft von Kuhpayeh hatte sich spontan versammelt. Ein ungeheurer Schrei erhob sich, eine Gewehrsalve ertönte. Die Männer applaudierten, schwenkten begeistert die Arme. "Schuldig! Sie ist schuldig gesprochen!"
Das Geschrei schwoll noch mehr an, als ein alter Mann mühsam die Treppen hinabstieg, die ihn von dem Mullah und dem Bürgermeister trennten. Diese eilten ihm zu Hilfe, und die Menge trat zur Seite. Morteza Ramazani, Sorayas Vater, hatte soeben das Urteil über seine eigene Tochter gesprochen.
Dann trat wieder Stille ein. In der Tür war Ghorban-Ali erschienen. Bedächtig hob er die rechte Hand und wartete eine Weile. Mit ruhiger Stimme sagte er: "Sangsar!" Ghorban-Ali hatte seine Frau zum Tod durch Steinigung verurteilt.
Die Prozession zog weiter. Mashdi Ebrahim bat um Ruhe. Die Luft war so schwül und heiß, daß man kaum atmen konnte. "Ruhe bitte! Meine Freunde, wir stehen nun vor dem Haus unseres teuren Morteza Ramazani, der tief gedemütigt wurde und heute der bedauernswerteste und einsamste Mensch auf der Erde ist. Die Ehre unseres Freundes Morteza ist schwer geschändet worden. Und nicht nur seine Ehre, sondern die Ehre unseres ganzen Dorfes, unserer Familien." Das ganze Dorf brüllte: "Ja, das ist wahr. Das ist wahr!"
"Aber das ist noch nicht das Schlimmste. Die Ehre von Morteza Rahmazani geht nur ihn und die Seinen etwas an. Aber ich sage euch, es gibt etwas, das noch schlimmer ist: Die Ehre Gottes und die Ehre des Imam sind verhöhnt worden!"
250 Menschen schrien, Frauen weinten, Männer schimpften, und die Kinder schlugen sich zum Zeichen der Reue an die Brust. Schluchzen und feindseliges Geschrei vermischten sich. "Diese Hure muß getötet werden. Tötet sie! Tötet sie!"
Endlich wurde es ruhiger. Dem Bürgermeister wurde klar, daß er schnell machen mußte: "Ich verlese jetzt das Urteil. Im Namen Gottes, des Barmherzigen und Gütigen. Am heutigen sechsten Tag des Monats Mordad im Jahr 1365* ist der Gemeinderat von Kuhpayeh unter meinem Vorsitz und in Anwesenheit meiner beiden Stellvertreter, Shokrollah Jalili und Mohammed Ghorbani, vollzählig zusammengetreten. Die Sitzung dauerte 40 Minuten. Die Entscheidung wurde einstimmig getroffen. Jedes Ratsmitglied konnte seinen Standpunkt darlegen. Keiner hat versucht, die Angeklagte zu verteidigen. Wir haben einstimmig beschlossen, daß die Schuldige, Soraya Manoutchehri, noch vor Ende dieses Tages gesteinigt werden soll, bis sie tot ist."
Die Schmährufe und das Freudengeschrei schwollen erneut an. "Tod der Hure . . . Tod der Hure!"
Mashdi Ebrahim gebot Stille: "In unserem Dorf hat es noch nie eine Steinigung gegeben. Hier haben immer alle ehrsam gelebt. Ich weiß aber, daß letztes Jahr nicht sehr weit von hier, in Khadjeh Asghar, eine Frau gesteinigt worden ist und eine andere im Jahr davor in Shahre Babak. Einer meiner Freunde in Kerman hat mir auch geschildert, wie es sich abgespielt hat. So werden wir es auch machen."
Bald darauf schlug jemand an Zahras Fensterscheibe: "Zahra Khanum, es ist Zeit, ihr müßt kommen." Die alte Frau nahm ihre Nichte am Arm und ging mit ihr zur Tür; fünf Klageweiber folgten ihnen. Während sie die Türklinke niederdrückte, sage Zahra leise zu Soraya: "Sei tapfer, mein Kind, du bist unschuldig, und Gott weiß es, Gott weiß es."
500 Augen blickten auf sie. Der Bürgermeister war auf einen Schemel gestiegen und ergriff das Wort. "Die Stunde ist gekommen . . . das Urteil muß vollstreckt werden!" Dann wandte er sich zu Zahra Khanum und sagte in theatralischem Ton: "Lassen Sie die Angeklagte bitte vortreten."
Auf ein Augenzeichen des Bürgermeisters ergriff Scheich Hassan das Wort: "Geht und holt Steine, geht und kommt gleich wieder. Wir fangen erst an, wenn sich alle mit einem Stein bewaffnet haben."
Man fischte sie aus dem Flußbett, brach Backsteine aus einer bröckelnden Mauer, Ziegel aus einem eingefallenen Dach. Einige Männer sah man sogar die Mauer eines im Bau befindlichen Häuschens demolieren, um nur ja nicht mit leeren Händen zurückzukehren.
Kaum zehn Minuten später war der Kreis wieder geschlossen. In der ersten Reihe befanden sich Zahra Khanum und die Klageweiber sowie der angeblich betrogene Ehemann Ghorban-Ali, der von seinen Söhnen, den zwei Stellvertretern des Bürgermeisters, Shokrollah Jalili und Mohammed Ghorbani, umringt war.
Die Zeremonie konnte beginnen. "Wer hat eine Hacke? Wer hat eine Schaufel?" Mashdi Ebrahim hielt nach Rassul, _(* 15. August 1986. ) dem Zimmermann, Ausschau. "Ich!" rief eine männliche Stimme aus der Menge. "Ich auch!" brüllte ein anderer.
Mashdi Ebrahim wies mit dem Finger auf eine Stelle am anderen Ende des Dorfplatzes. Der Boden war hart und steinig. Da und dort sprossen kümmerliche Grashalme hervor. "Dort! Grabt dort!" befahl er Rassul. Der Zimmermann spuckte in die Hände, ergriff seine Hacke, stieß ein lautes "Ya Allah!" hervor und legte mit aller Kraft los, zwanzig-, dreißigmal. Das Loch wurde rasch größer. Die Farbe der Erde änderte sich, wurde dunkler, in zwanzig Minuten hatte man eine tiefe Grube gegraben. "Noch ein bißchen" - endlich schien Mashdi Ebrahim zufrieden. "So ist es gut, legt euer Werkzeug weg."
Der Bürgermeister und seine Helfer kehrten in den Kreis der Dorfbewohner zurück. Scheich Hassan kletterte auf den Schemel und sprach: "Laßt uns beten, laßt uns Gott und unserem verehrten Imam Dank sagen. Im Namen Gottes, des Barmherzigen und Gütigen." Mit den Gläubigen deklamierte Hassan weiter: "Lob sei Gott, dem Herrn der Menschen in aller Welt, dem Barmherzigen und Gütigen, der am Tag des Gerichts regiert. Dir dienen wir und dich bitten wir um Hilfe. Führe uns den geraden Weg, den Weg derer, denen du Gnade erwiesen hast und die nicht dem Zorn verfallen sind und nicht irregehen."
Mashdi Ebrahim winkte Zahra Khanum: "Kommen Sie mit der Schuldigen hier nach vorn." Die Menge wich langsam zur Seite. Eine beklemmende Stille lag über dem Platz.
"Zahra Khanum, enthüllen Sie das Gesicht der Verurteilten!" Die alte Frau führte den Befehl mit äußerster Langsamkeit aus. Sie ließ den Arm ihrer unglücklichen Nichte los, stellte sich vor sie und hob das schwarze Tuch hoch, das Soraya vor den Blicken der anderen geschützt hatte.
Soraya hielt die Augen geschlossen. Der schwarze Tschador auf ihrem Kopf ließ ihr Gesicht noch bleicher wirken, ihre Lippen bebten kaum merklich. Aus der Menge kamen erneut Schmährufe: "Hure . . . Verworfene . . . Tochter einer Hündin!" Mashdi Ebrahim stellte sich zwischen die beiden Frauen und die Dorfbewohner. "Meine Freunde, es ist soweit: Das Urteil muß vollstreckt werden, so wie es Gott befohlen hat."
"Wir haben lange genug gewartet!" brüllte eine Stimme. "Jawohl, wir haben genug gewartet, wir haben auch noch andere Dinge zu tun!" bekräftigte eine andere.
Der Bürgermeister hob erneut die Hand. "Alles wird so gemacht, wie es Gott beschlossen hat. Daran wird nichts geändert. Ein wenig Geduld! Den ersten Stein wird unser verehrungswürdiger Freund Morteza Ramazani werfen. Verfehlt er sein Ziel, geben wir ihm einen zweiten Stein, bis er die Schuldige trifft; nach ihm kommt Ghorban-Ali, ihr Mann, an die Reihe. Danach ist Hassan dran, als Stellvertreter Gottes und des Imam in unserer Stadt. Nach ihm kommen die ältesten Söhne der Verurteilten an die Reihe, Hossein-Ali und Hassan-Ali. Durch diese Handlung werden sie ihre Ehre wiedererlangen." Er ließ seinen Blick über die Dorfbewohner wandern: "Und schließlich kommt unsere kleine Gemeinde dran. Jeder von euch darf einen Stein auf diese Unwürdige werfen, die uns alle beschmutzt hat."
Mashdi Ebrahim stieg von seinem Hocker und wandte sich erneut an Zahra: "Zahra Khanum, nehmen Sie der Verurteilten den Tschador ab." Die alte Frau wußte, daß Sorayas Schicksal nunmehr besiegelt war. Langsam öffnete sie vor aller Augen den langen schwarzen Schleier von Soraya, die nun in ihrem weißen Kleid dastand, die Augen immer noch fest geschlossen. Zahra faßte sie sanft am Arm und führte sie mit kleinen Schritten zu dem klaffenden Loch.
Auf ein Zeichen von Mashdi Ebrahim traten Shokrollah und Mohammed aus der ersten Reihe nach vorn und postierten sich rechts und links neben Soraya, die der stillgewordenen Menge das Gesicht zuwandte. Auf ein zweites Zeichen des Bürgermeisters packten die beiden Männer die junge Frau an den Armen, schleppten sie zu der Grube und ließen sie hineinsteigen. Ein Murmeln erhob sich unter den Zuschauern. Nun würde das Schauspiel wahrhaftig beginnen. Aufgeregt blickten sie auf die wehrlose Frau.
Die Männer mit Schaufeln und Spaten begannen, die Grube, in der Soraya stand, wieder zuzuschütten. Bei jeder Schaufelvoll sangen sie ihr "Ya Allah". Soraya war nun bis zu den Schultern eingegraben. Ihre Arme steckten in der Grube, ihr Haar lag um sie herum ausgebreitet. Sie wirkte völlig abwesend: Ihre Augen blickten ins Leere, sie schien die leisen murmelnden Stimmen um sie herum nicht zu hören.
Mashdi Ebrahim begann wieder zu sprechen: "Soraya Manoutchehri, hast du in diesem Augenblick, da Gottes Urteil vollstreckt werden soll und du für deine Verfehlungen büßen wirst, irgend etwas zu sagen?"
Die Verurteilte gab keine Antwort, sie sah den Bürgermeister nicht einmal an, in sich versunken, wie betäubt, schien sie überhaupt nichts wahrzunehmen.
"Wenn du etwas zu sagen hast, dann sag'' es jetzt, nachher ist es zu spät."
Die Stille wurde immer drückender. Gebannt lauerte die Menge auf die geringste Regung, auf ein noch so leises Wort der Verurteilten. Doch Zahra wußte, daß ihre Freundin nichts mehr sagen würde.
Der Singsang der Klageweiber setzte wieder ein. "Zum letztenmal fordere ich dich auf zu sprechen: Wenn du etwas zu sagen hast, dann sage es jetzt, denn nachher ist es zu spät."
Der Bürgermeister wartete noch einige Augenblicke, dann wandte er sich zu Morteza Ramazani um, beugte sich ein wenig zu ihm herab und fragte ihn mit höchster Ehrerbietung: "Herr Ramazani, haben Sie, als Vater der Ehebrecherin, etwas zu sagen?"
Der tief gebeugte alte Mann versuchte sich aufzurichten und stieß voller Wut hervor: "Gottes Wille geschehe. Sie ist nicht mehr meine Tochter. Ich bin nicht mehr ihr Vater. Sie ist eine Fremde für mich. Laßt es uns rasch zu Ende bringen!"
Daraufhin wandte sich der Bürgermeister zu Scheich Hassan, der schon eine ganze Zeitlang geschwiegen hatte, und richtete die Frage an ihn: "Herr Lajevardi, möchten Sie als Stellvertreter unseres verehrten Imam in diesem Dorf noch etwas hinzufügen?"
Scheich Hassan streckte pathetisch die Hände hoch, in denen er seinen Koran hielt, und rief: "Möge der Wille des Allmächtigen geschehen und das islamische Gesetz angewandt werden."
Mit ausgebreiteten Armen bedeutete Mashdi Ebrahim dem Publikum, einige Schritte zurückzutreten, und zog eine Schnur aus seiner Tasche. Er maß fünfzehn Ellen ab, nahm ein Messer und durchtrennte die Schnur mit sicherer Hand. Dann reichte er sie Shokrollah. "Das sind sieben, acht Meter. Geh und zeichne mit einem Stück Kreide einen Kreis um die Grube."
Shokrollah malte einen Kreis um den Boden, dessen Mittelpunkt Sorayas Kopf bildete. Die Zielscheibe, die die Teilnehmer an diesem makabren Spiel zu treffen hatten, war für alle sichtbar.
Der Bürgermeister nahm einen Stein und reichte ihn Morteza. "Ihnen, Herr Ramazani, gebührt die Ehre, den ersten Stein zu werfen . . . Bitte sehr . . ."
Der Alte legte seinen Stock auf den Boden nieder und ergriff den Stein. Er sagte Gott Dank, streckte den Arm und schleuderte den Stein mit aller Kraft in Richtung auf seine Tochter. Dabei brüllte er: "Ya Allah! Da hast du''s, Hure!"
Er verfehlte sein Ziel. Ebrahim reichte ihm einen anderen Stein, und der Alte warf, seinen Haß hinausschreiend, ein zweites Mal auf seine Tochter. Viermal versuchte er sie zu treffen, ohne Erfolg. Rasend vor Wut, schrie er: "Gebt mir noch einen Stein, ich will ihr den Kopf einschlagen!"
Der Bürgermeister gab ihm zu verstehen, daß er die Kreidelinie auf keinen Fall überschreiten dürfe, denn das sei gegen das Gesetz Gottes.
Nun kam Ghorban-Ali an die Reihe. Er hatte die Ärmel hochgekrempelt und vier Steine zu seinen Füßen aufgereiht. Der "betrogene" Ehemann straffte seinen Arm und ließ ihn nach vorn schnellen. Der Stein flog zwanzig Zentimeter am Gesicht der Frau vorbei. Sie hatte nicht die geringste Schreckbewegung gemacht.
"Weiter, Ghorban-Ali, nur zu, das war gut . . . gleich hast du sie, die Hündin . . .", brüllten die Männer in der ersten Reihe.
Sorayas Mann griff nach dem zweiten Stein, wog ihn in der Hand und blickte auf das Publikum. Er sah aus wie ein Athlet im Stadion, der eine Bestleistung anstrebt. Erneut spannte sich sein Arm, und der Stein streifte den Kopf der Frau.
Die Menge stieß ein enttäuschtes "Oh" aus, doch bevor sie Atem holen konnte, war schon der dritte Stein geworfen und traf die rechte Schulter der Verurteilten. Ein kaum hörbarer Laut entwich ihrem Mund.
Das Geschrei schwoll an, und die Männer applaudierten. Ghorban-Ali deutete ein Lächeln an, nahm den nächsten Stein, zielte noch sorgfältiger und warf. Diesmal traf er seine Frau am Haaransatz. Sorayas Kopf wurde nach hinten gerissen, die Stirn platzte auf, Blut strömte hervor.
Ein Jubeln ging durch die Menge. "Geschafft! Ein Hoch auf Ghorban-Ali! Er hat sie getroffen, noch einmal, gib''s ihr, dieser Nutte!"
Nun nahmen die beiden Söhne des Opfers ihre Steine und warfen beide gleichzeitig. Nur ein einziger traf die bis zum Oberkörper eingegrabene Frau. Sie schluchzte auf, und ihr Kopf knickte hintenüber.
Erst dann kam Scheich Hassan an die Reihe. Er nahm seinen Koran in die linke Hand und ergriff mit der Rechten einen großen Stein. Doch ehe er ihn warf, wandte er sich zu der Menge und sagte salbungsvoll: "Nicht ich werfe diesen Stein. Gott ist es, der meinen Arm lenkt. Er gibt mir seine Befehle, und ich räche unseren Imam für das schändliche Verbrechen, das dieses Weib begangen hat. Ich werde so oft werfen, wie es nötig ist, um diese Hündin zu töten. Nach mir dürft ihr eure Steine auf sie werfen."
Im Mittelpunkt des Kreidekreises hauchte Soraya ihr Leben aus. Kopf und Oberkörper waren nur noch ein Haufen blutigen Fleisches. Ihre Kopfhaut war eine einzige klaffende Wunde, Augen und Nase waren zerschmettert, der Kiefer gebrochen. Der Kopf baumelte wie eine groteske Karnevalsmaske an den Resten der rechten Schulter.
Scheich Hassan, der mit blutbespritztem Gewand ganz vorne stand, hob die Hand und forderte Ruhe. "Meine lieben Freunde, hört mir doch einen Augenblick zu. Ich glaube, Gott hat sein Werk vollendet. Ich glaube, sein Wille ist vollzogen. Möchte jemand den Tod dieser Hündin feststellen?"
Zehn Arme fuhren in die Höhe. Hassan erwählte Said, den Brunnengräber; der Mann beugte sich zu dem Opfer hinab und näherte sein Ohr dem geöffneten Mund von Soraya: "Sie lebt noch. Die Hündin ist immer noch nicht krepiert."
Ein Mann ging langsam auf Soraya zu und schlug ihr mit aller Kraft mehrmals auf die Schädeldecke. Seinem Beispiel folgend, hob ein zweiter einen Ziegelstein auf, der neben dem Opfer lag, und versetzte ihr damit wie rasend ein halbes Dutzend Schläge. Der Schädel zersprang, und das Gehirn spritzte auf die Erde.
Da erhob sich ein ungeheures Jubelgeschrei: "Allaho akbar! Allaho akbar! Gott ist am größten! Gelobt sei Gott!"
Scheich Hassan hob mit Siegermiene seinen Koran in die Höhe und befahl den Dorfbewohnern, sich um ihn zu scharen. "Laßt uns dem Allmächtigen Dank sagen." Im Nu herrschte absolute Stille. Und nach einem Augenblick der Sammlung begann die Menge zusammen mit dem Mullah zu singen: "Im Namen Gottes, des Barmherzigen und Gütigen."
Die Sonne war hinter den Bäumen verschwunden. Drei streunende Hunde umkreisten, vom Blutgeruch angelockt, Sorayas sterbliche Überreste. Die Dorfbewohner waren an ihre Arbeit zurückgekehrt. Die Leiche der Gemarterten hatte man, wie das Gesetz es verlangte, als warnendes Beispiel auf dem Dorfplatz liegenlassen.
Immer enger zogen die Hunde ihre Kreise um die Tote. Einer von ihnen schnappte nach Sorayas Kopf und zerrte gierig daran, um ihn vom Rumpf abzureißen. Dorfbewohner verscheuchten die drei Hunde. "Bringt mir eine Decke, macht schnell . . . Oder ein Bettlaken, irgendwas!" befahl Zahra. Die Leiche der Gesteinigten wurde zugedeckt.
In Scheich Hassans Haus hatte sich der Dorfrat versammelt. Mashdi Ebrahim ergriff das Wort: "Nun geht es darum, Soraya zu begraben, und ich denke, daß Herr Lajevardi zu diesem Punkt etwas sagen möchte."
Alle Blicke richteten sich jetzt auf den Mullah, der an dieses Problem gar nicht gedacht hatte. "Ja, in der Tat. Wir müssen uns der Leiche dieser Frau noch vor heute abend entledigen. Ich finde jedoch, und ihr werdet darin mit mir übereinstimmen, daß sie nicht auf unserem Friedhof ruhen soll. Das ist nicht der richtige Platz für sie."
Und: "Ihr seid euch einig, daß sie das Wort unseres Propheten nicht geachtet hat?" Die Versammlung stimmte ihm zu. "Und daß sie gegen die Lehren unseres vielgeliebten Imam verstoßen hat?" "Ja, sie hat dagegen verstoßen!"
"Dann will ich es euch sagen. Ich mache euch folgenden Vorschlag: Sie wird überhaupt nicht beerdigt! Soraya Manoutchehri hat ein unehrenhaftes und verwerfliches Leben geführt. Sie hat das Vertrauen Gottes, seines Propheten und unseres Imam mißbraucht. Sie hat ihre Familie, ihren Mann und ihre Kinder belogen. Sie hat das ganze Dorf betrogen, und sie hat versucht, unseren Freund Hashem, der noch um seine allzufrüh dahingeschiedene Frau trauert, vom rechten Weg abzubringen. Sie hat gelebt wie eine Hündin. Sie ist gestorben wie eine Hündin. Deshalb soll ihre Leiche den wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen werden."
Als Sorayas Oberkörper freigelegt worden war, fiel der Kopf wie eine geplatzte Wassermelone zur Seite. Die Männer hörten auf zu graben und wandten die Augen ab.
Als das Loch groß genug war, stiegen Said und Rassul hinein. Sie umfaßten den Leib der Toten und zerrten ihn heraus. Dann wurde er auf einen Karren gelegt, den die Frauen mit Mühe zogen, gefolgt von den immer drohender knurrenden Hunden.
Einen Kilometer außerhalb des Dorfes mühten sich Zahra Khanum und ihre Gefährtinnen mit dem schwankenden Karren ab. Schließlich machte der kleine Leichenzug halt. Die Frauen verknoteten ihre Tschadors um die Taille und hoben den in den braunen, rauhen Stoff eingeschlagenen Leichnam behutsam vom Wagen. Am Flußufer, unterhalb der Straße, legten sie ihn zwischen zwei Dornenbüschen nieder.
Zahra achtete darauf, daß Sorayas Leiche sorgfältig eingehüllt und die Tücher fest eingeschlagen wurden. Rings um die Leiche legte sie große Steine und deckte alles mit Zweigen und trockenem Laub zu. Die Frauen blieben lange schweigend stehen. Dann stiegen sie die Böschung hinauf und kehrten mit dem leeren, blutbefleckten Karren ins Dorf zurück.
Am nächsten Tag verließ Zahra in aller Frühe das Haus. Wie ein Dieb strich sie dicht an den Häuserwänden entlang, um unbemerkt zu bleiben. Als sie sich dem Flußufer näherte, entfuhr ihr ein Schreckensschrei. Drei Schritte vor ihr lagen schlafend die drei streunenden Hunde, satt und vollgefressen. An ihren Schnauzen und ihrem Fell klebte geronnenes Blut. Da und dort waren menschliche Knochen verstreut, ein paar Fetzen der braunen Decke; ein Stück weiter lag das, was von Sorayas Kopf geblieben war . . .
Die alte Frau lehnte sich gegen einen Baum und übergab sich; die Kräfte versagten ihr. Eine Stunde blieb sie erschöpft liegen. Dann stand sie auf und ergriff mit der letzten Energie, die ihr geblieben war, den größten Stein, den sie finden konnte, und schleuderte ihn mit der Kraft der Verzweiflung auf einen der schlafenden Hunde. Das Tier jaulte vor Schmerz auf und floh ins Unterholz. o *VITA-KASTEN-1 *ÜBERSCHRIFT:
Soraya Manoutchehri *
ist das Pseudonym für eine Frau, die am 15. August 1986 im Iran hingerichtet wurde. Die angebliche Ehebrecherin, 35, die neun Kinder geboren hatte, endete unter den Steinwürfen ihres Vaters, ihres Mannes, ihrer Söhne und dann der Männer des Dorfes. Den Hergang rekonstruierte der iranisch-stämmige französische Journalist Freidoune Sahebjam, 59, der heimlich in seiner Heimat recherchierte, in einem soeben im Rowohlt Verlag Reinbek unter dem Titel "Die gesteinigte Frau" (160 Seiten; 29,80 Mark) erschienenen Bericht. Der SPIEGEL veröffentlicht Auszüge.
Steinigung einer Ehebrecherin (historische Darstellung): "Gott hat es befohlen"
Soraya Manoutchehri als Kind Nach dem Tod Hunden zum Fraß vorgeworfen
"Jeder von euch darf einen Stein auf diese Unwürdige werfen"
"Sie ist nicht mehr meine Tochter. Laßt es uns rasch zu Ende bringen"
* Orts- und Personennamen wurden aus Sicherheitsgründen vom Autor geändert. * 15. August 1986.
Von Freidoune Sahebjam

DER SPIEGEL 12/1992
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Wie die Iranerin Soraya Manoutchehri zu Tode gesteinigt wurde

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