21.06.1993

Recycling ist nur der zweitbeste Weg

Deutschland gilt als Weltmeister im Recycling. Doch der Grüne Punkt steht vor der Pleite. Die Wiederverwertung von Aluminium, Glas und Kunststoffen, so belegen neue Öko-Studien, bringt zusätzliche Umweltbelastungen. Ökologen fordern daher eine Abkehr vom „Recycling um jeden Preis“ und eine Hinwendung zu umweltfreundlichen Mehrwegsystemen und zur „Nullverpackung“.
Der gelbe Sack wird in Oggersheim alle 14 Tage abgeholt. Verpackungsmüll und Weinkisten beispielsweise aus der Marbacher Straße 11, wo die Familie Helmut Kohl wohnt, landen zunächst auf einer städtischen Umschlagstelle in Ludwigshafen.
Dort übernehmen Lastwagen der Entsorgungsfirma Allsan aus dem pfälzischen Edenkoben die Säcke mit den geleerten Verpackungen - Buchfolien und Milchtüten, Quarkbecher und Saumagendosen - aus der Kommune des Kanzlers und befördern den Müll nach Worms. An den Fließbändern der Entsorgungsfirma Becker aus dem pfälzischen Mehlingen sortieren Hilfskräfte mit Atemschutzmasken schließlich den Abfall nach "Fraktionen", wie es in der Branchensprache heißt.
Ein Teil der Plastik-Fraktion hat einen weiten Weg vor sich. Zu Ballen gepreßter Kunststoffmüll aus der Kanzler-Region gelangt über einen niederländischen Müllmakler und einen nordrheinwestfälischen Entsorger via Containerschiff bis nach Fernost (siehe Seite 40). Aus deutschem Plastikmüll, beispielsweise aus Oggersheimer Shampooflaschen, werden in indonesischen Aufarbeitungsbetrieben bunte Sandalen für Asiaten hergestellt.
Lokal konsumieren, global recyceln - in der Ära Kohl, so konnte es jahrelang scheinen, haben sich die Deutschen als erstes Volk darangemacht, ihre Müllprobleme zu lösen. Im internationalen Vergleich, urteilt gar schon das US-Magazin Time, seien die Bundesbürger zum "Recycling-Weltmeister" aufgerückt.
Keine deutsche Stadt ohne Sammel-Iglus für Flaschen, keine Straße ohne regelmäßige Altpapiersammlung, kaum ein Supermarkt ohne Rücknahmebehälter - die Bundesbürger seien, jubelte noch vor kurzem Andreas Fußer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), "ein Volk der Sammler und Verwerter" geworden.
Als eine Art Gütesiegel für umweltgerechtes Recycling von Verpackungsmaterial propagieren Staat und Industrie seit 1991 den "Grünen Punkt". Mit dessen Hilfe, hofften sie, könne ein Großteil der Abfallflut bewältigt werden.
Grundprinzip: Durch einen Aufschlag auf alle Produkte, die das grüne Öko-Emblem tragen, finanziert die Wirtschaft eine eigene parallele Müllabfuhr namens "Duales System Deutschland" (DSD), die Rücknahme und Verwertung von Verpackungen garantiert. "Was wir hier vorhaben", pries DSD-Sprecherin Petra Rob noch im Frühjahr das Großprojekt, "ist schon einmalig." _(* An einem McDonald''s-Stand auf dem ) _(CDU-Bundesparteitag 1989. )
Letzte Woche jedoch zerstob der schöne Schein - das DSD ist der Pleite nahe, das Müllkonzept geplatzt. Die grün-alternative Tageszeitung befand bereits: "Der Grüne Punkt wird zum Toten Punkt."
Binnen weniger Tage hatte die DSD-Manager gleich eine ganze Serie von Hiobsbotschaften ereilt: *___Bei Vertragsfirmen des DSD, die den Kunststoffmüll aus ____Deutschlands Haushalten entsorgen sollen, stauen sich ____in Zwischenlagern Tausende von Tonnen Plastikabfälle, ____die nicht mehr zu verarbeiten sind; *___aus diesem Grund drohte die Mainzer Umweltministerin ____Klaudia Martini (SPD) am Dienstag voriger Woche an, ____Rheinland-Pfalz werde zum Jahresende die Genehmigung ____auslaufen lassen, Plastikmüll per DSD zu entsorgen; *___die einstige Greenpeace-Kämpferin Monika Griefahn, ____Umweltministerin im rot-grünen Niedersachsen-Kabinett, ____schloß sich tags darauf dem Mainzer Vorstoß an; *___Bonns Umweltminister Klaus Töpfer kündigte daraufhin ____an, wenn das DSD scheitere, werde er umgehend eine ____"Rücknahmepflicht für Verpackungen im Laden" verordnen; *___wichtige Sponsoren des DSD, vor allem die ____Chemieindustrie, zögerten tagelang, Finanzlöcher zu ____stopfen, obwohl dem Unternehmen nach eigener ____Darstellung 300 Millionen Mark fehlen; erst in einer ____Krisenrunde am Freitag spendierten sie dem DSD ____wenigstens 160 Millionen Mark.
Müllstau, Genehmigungsentzug, Finanzprobleme - als sei das alles noch nicht genug, interessieren sich jetzt auch die Ermittlungsbehörden für das vor kurzem noch so hoch gepriesene Entsorgungssystem. Fahnder im Wiesbadener Bundeskriminalamt hegen den Verdacht, daß DSD-Partnerfirmen, die viel Geld für eine angeblich umweltgerechte Verwertung von Verpackungen kassieren, die Sekundärrohstoffe in Wahrheit einfach irgendwo im Ausland abkippen.
Schon läuft bei der Frankfurter Umweltstaatsanwaltschaft ein Verfahren gegen die Verwertungsgesellschaft gebrauchte Kunststoffverpackungen (VGK) in Bad Homburg. Vorgeworfen wird dem DSD-Partner "Betrug" am Auftraggeber, der chemischen Industrie.
In etlichen Fällen sei, argwöhnen die Ermittler, eine Verwertung im Ausland lediglich "vorgetäuscht" worden. Für den Frankfurter Staatsanwalt Manfred Stotz, 45, der in Sachen Öko-Schwindel ermittelt, gibt es nach der Durchsicht von beschlagnahmtem VGK-Material "eine Menge offener Fragen".
Viele Sozialdemokraten möchten das gesamte Entsorgungssystem am liebsten auf den Müll befördern. Am Mittwoch letzter Woche forderte der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Müller, Kohls Umweltminister Töpfer auf, das Duale System ganz abzuschaffen. Im SPIEGEL-Interview (siehe Seite 50) verspricht Hamburgs sozialdemokratischer Umweltsenator Fritz Vahrenholt ein mögliches Ende des Grünen Punktes "nach der Bundestagswahl 1994".
Dabei ist es noch gar nicht so lange her, daß Politiker Zuversicht verbreitet haben, Deutschland werde seine Umweltprobleme auf vorbildliche Weise lösen. Töpfer tönte: "Wir schaffen als erste den Ausstieg aus dem Ex-und-Hopp."
Um den Abschied von der Wegwerfgesellschaft zu beschleunigen, legte der Minister im Frühjahr die neueste Version eines lange angekündigten "Kreislaufgesetzes" vor. Darin wird "Abfall" erstmals als "Rohstoff" definiert.
Doch Experten melden Zweifel an, ob der Optimismus der Umweltpolitiker berechtigt ist, die Müllprobleme durch Wiederverwertung zu bewältigen. "Taschenspielertrick", urteilt etwa Bernhard Weßling, Geschäftsführer der Kunststoffirma Zipperling im schleswig-holsteinischen Ahrensburg, über die Bonner Ankündigungen.
Das Recycling beispielsweise von vermischten Kunststoffen sei, so Weßling, "ökologisch und ökonomisch unsinnig", weil jedes der heute bekannten Verfahren mehr Energie schlucke als die Herstellung neuer Kunststoffprodukte.
Solche Grundsatzkritik nagt, mehr noch als alle finanziellen und organisatorischen Defizite, an den Grundlagen des Dualen Systems: "Die Kreislaufwirtschaft", urteilt Weßling, "ist eine Fiktion." Damit benennt der Fachmann den Kern einer soeben heraufziehenden Öko-Diskussion, die viele bisherige Glaubenssätze radikal in Frage stellt.
Das seit Einführung der ersten "Rohstoffbörsen" durch den Deutschen Industrie- und Handelstag (DIHT) vor gut 20 Jahren angestrebte Recycling um jeden Preis erweist sich im Lichte neuer Erkenntnisse zunehmend als Unfug. Die Wiederverwertung vieler moderner Werkstoffe, so stellt sich mehr und mehr heraus, führt keineswegs zur Umweltentlastung, sondern - im Gegenteil - zu neuen Umweltbelastungen.
Solche Kritik zielt nicht nur, aber vor allem auf das Grüne-Punkt-Konzept, das auf den ersten Blick schlüssig erschien: Alle mit dem Öko-Symbol markierten Verpackungen sollten per Sack oder Tonne gesammelt und in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden.
Konzipiert worden war das System am 24. August 1990 in einem Sitzungsraum des DIHT an der Bonner Adenauerallee von den Spitzenverbänden der deutschen Industrie. Um eine drohende Verpackungsverordnung aus Bonn abzuwenden, die eine Rücknahme von Altmaterial in den Verkaufsstellen vorsah, berieten die Industrievertreter über mögliche Alternativen.
Die Runde der Spitzenmanager einigte sich schließlich auf den Aufbau des Dualen Systems. Eine gleichnamige Privatfirma - Untertitel: Gesellschaft für Abfallvermeidung und Sekundärrohstoffgewinnung mbH - begann, die Entsorgung aller 542 deutschen Landkreise und Städte vorzubereiten.
Finanziert wird das DSD letztlich von den Konsumenten, die - zusätzlich zu den kommunalen Müllgebühren - über erhöhte Produktpreise für die Wiederverwertung der gekennzeichneten Verpackungen zahlen müssen, bislang pro Jahr und Haushalt schätzungsweise 200 bis 500 Mark. Die Lizenzabgabe für den Grünen Punkt muß der jeweilige Hersteller an das DSD abführen.
Das Duale System schloß seinerseits Entsorgungsverträge mit in- und ausländischen Spezialfirmen ab. Gleichzeitig gab das DSD auf der Basis von gesetzlich festgelegten Quoten "Garantien" für die Verwertung des Verpackungsmülls. Fachleute allerdings zweifeln schon seit langem an der Seriosität der Recycling-Versprechen.
"Für bestimmte Stoffe", urteilt Heinrich Freiherr von Lersner, Präsident des Berliner Umweltbundesamtes (UBA), "gibt es im Recycling natürlich Grenzen." Die Umweltschützer vom BUND hielten das Vorhaben gleich für einen Fall von "Etikettenschwindel".
So erfaßt das Duale System nur einen Bruchteil des Verpackungsmülls. Großzügige Übergangsregelungen sehen vor, daß bis Mitte 1995 je nach Müll-Fraktion lediglich zwischen 20 Gewichtsprozent (bei Verbundverpackungen wie Milch- und Safttüten) und 60 Prozent (Einwegflaschen) aller verkauften Verpackungen per gelbem Sack gesammelt werden müssen. Davon wiederum brauchen nur zwischen 30 Prozent (Verbundverpackungen) und 70 Prozent (Glas) als wiederverwertbar aussortiert zu werden.
Die vom Gesetzgeber so genannten Sammel- und Sortierquoten ergeben im Einzelfall geradezu lächerlich niedrige "Verwertungsquoten": Von sämtlichen Verbundtüten, etwa den Tetrapak-Milchkartons, müssen bis 1995 gerade mal 6 Prozent - 30 Prozent von 20 Prozent - wiederverwertet werden; der Rest darf weiterhin auf Müllkippen und in Müllverbrennungsanlagen wandern**.
Verbundverpackungen, hergestellt aus verschiedenartigen Materialien, sind extrem schwer zu verwerten. So kann aus den Getränkekartons die wertvolle Zellstoffaser zwar zur Herstellung von Toilettenpapier oder von Industrieputzlappen zurückgewonnen werden. Den Einsatz solcher Papierfasern in neuen Getränkeverpackungen aber verbietet das Lebensmittelrecht. Fachleute sprechen in solchen Fällen nicht von Recycling, sondern von "Downcycling".
Kaum wiederverwertbar sind auch die anderen Bestandteile von Getränkekartons. Die Innenwandbeschichtung aus Polyethylen und die Aluminiumhaut gehen, so weiß Heinz Scharrel von der nordrhein-westfälischen Papierfabrik Strepp, nach wie vor "auf die Deponie".
Überdies erhöht das vom DSD empfohlene "Ausspülen der Verpackungen" im Haushalt den täglichen Wasserverbrauch um fünf Liter. Bundesweit schluckt die Müllwäsche damit pro Jahr 60 Millionen Kubikmeter Trinkwasser - Horror für Umweltschützer.
Eine negative Öko-Bilanz ergibt sich auch aus dem energieaufwendigen Transport des Recyclingmaterials. Per Schiff, Schute oder Lastwagen wird Altpapier oder Plastikschrott mittlerweile um den halben Globus transportiert.
Mit Töpfers Billigung läßt das Duale System auch fragwürdige Verwertungsanlagen im Ausland vom TÜV abnehmen. Sowohl im bulgarischen Assenowgrad als auch im israelischen Tel Aviv oder in der südchinesischen Provinz Kanton landen die "Wertstoffe" mit dem Grünen Punkt meist auf Lagerplätzen von Uraltanlagen. Greenpeace-Experte Andreas Bernstorff, 47, sieht in den DSD-Praktiken einen Fall von "heimlichem Müllexport".
Würde das Zeugs mit hohem Aufwand wiederverwertet, wäre der Umwelt nicht unbedingt gedient. In neueren Studien des Berliner Instituts für ökologisches Recycling (Iför) ist die grundsätzlich "positive Bewertung" der Wiederverwendung relativiert worden - ganz gleich, ob es sich um Papier, Glas, Eisen, Aluminium oder Plastik handelt. ** Am 1. Juli 1995 soll für _(Verbundverpackungen die Sammel- und die ) _(Sortierquote auf jeweils 80 Prozent ) _(steigen; daraus ergibt sich eine ) _(Verwertungsquote von 64 Prozent. * 1990 ) _(auf der Frankfurter Ausstellung "Das ) _(Prinzip Wegwerf". )
Beispiel Papier: Pro Tonne aufgearbeiteten Altpapiers aus Haushaltssammlungen muß fast eine halbe Tonne schwermetallhaltiger Klärschlämme beseitigt werden.
Beispiel Glas: Beim Recycling von Flaschen und Gläsern müssen für den Schmelzprozeß vergleichsweise große Mengen Stromenergie eingesetzt werden, deren Erzeugung die Umwelt belastet. Kleinste Aluminium-, Blei- oder Zinn-Rückstände aus den Flaschendeckeln beschädigen die Schmelzwannen und reduzieren die Wirtschaftlichkeit der Glasaufarbeitung; Reste von Porzellan oder Keramik im Scherbenberg machen die neuen Flaschen bruchanfällig.
Beispiel Eisenschrott: Beim Recycling entstehen giftige Abgase aus den eingeschmolzenen Materialien wie Blei, Kadmium, Kupfer, Schwefel und Zink. Allein aus dem deutschen Autoschrott werden jährlich über 50 000 Tonnen Schadstoffe freigesetzt; hinzu kommen Luftbelastungen aus Farbaufdrucken und Ölresten.
Beispiel Aluminium: Beim Recycling entstehen pro Tonne zurückgewonnenem Sekundäraluminium jeweils 500 Kilogramm Salzschlacke. Das Zeug, verunreinigt mit Dioxinen und Metallen, muß als Sondermüll entsorgt oder aufwendig aufbereitet werden.
Beispiel Plastikmüll: Besonders haltbare Materialien wie Polyvinylchlorid (PVC) führen bei der Verbrennung zu Schadstoffen. Eine Wiederverwertung aber, etwa zur Produktion von Abwasserrohren oder Waschmittelbehältern, ist nur bei einem Bruchteil der jährlich rund eine Million Tonnen PVC-Produkte möglich.
"Insgesamt", resümiert Iför-Forscher Norbert Kopytziok, 38, "verursacht die Abfallverwertung große Umweltbelastungen." Bei keiner der untersuchten Abfall-Fraktionen brachte die Wiederverwertung eine "Verringerung des Ressourcenverbrauchs" mit sich. "Recycling", folgert Kopytziok, "wird als umweltpolitisches Alibi mißbraucht."
Ein schwaches Alibi. Denn nach Erhebungen des Berliner UBA sinken die Recyclingquoten.
Zwar konnte die Menge des wiederverwerteten Altpapiers binnen zehn Jahren gegenüber 1980 nahezu verdoppelt werden - auf 5,7 Millionen Tonnen.
Im gleichen Zeitraum stieg der Papierverbrauch jedoch von 9,7 auf fast 15 Millionen Tonnen. "Der jährliche Abfallberg aus Papier ist", so das UBA, "sogar noch gewachsen." Die Folge sind massive Exporte von Altpapier ins europäische Ausland.
Eine ähnliche Entwicklung vollzog sich beim Glas. Zwar konnte sich die umweltfreundliche Mehrwegflasche am Markt halten. Aber die Produktion von Behälterglas stieg von 1980 bis 1990 um knapp die Hälfte, und der Großteil des Zuwachses geht auf Neuglas aus den Rohstoffen Sand, Soda und Kalk zurück, nur ein Viertel auf Recyclingglas.
Von den jährlich gesammelten rund drei Millionen Tonnen Altglas sind lediglich zwei Drittel verwendbar. Die DSD-Firma Interseroh AG plant deshalb in diesem Jahr für 350 000 Tonnen eine "Vermarktung im Ausland".
Öko-Experten sind darüber empört, daß der Grüne Punkt ausgerechnet die umweltfeindlichen Einwegflaschen ziert und den Käufern "ökologische Unbedenklichkeit" vorgaukelt, während die "bewährte abfallarme und umweltschonende Mehrwegflasche" ohne das vermeintliche Öko-Gütesiegel in den Regalen stehenbleibt. Auf diese Weise, so der BUND, werde das DSD-Emblem zum "grünen Scheinheiligenschein".
Auch bei den über vier Milliarden geleerten Getränkedosen pro Jahr ist echtes Recycling nicht machbar. Zwar spart der Einsatz des Altmaterials in Stahlhütten bis zu 60 Prozent Energie. Doch das mit diversen Materialien, vor allem Zinn, beschichtete Blech läßt sich nicht wieder zu neuen Verpackungen für Lebensmittel recyceln, sondern nur zu minder wertvollen Produkten downcyceln. Korrekterweise wirbt das Düsseldorfer Informationszentrum Weißblech in seinen Anzeigen ("Ich war eine Dose") mit Spielzeugenten oder Blechkrokodilen aus Altmaterial.
Auch in der Dortmunder Hoesch-Stahlhütte, einer der modernsten Anlagen Europas, muß frisches Roheisen oder hochwertiger Schrott eingesetzt werden, um den Rohstoff für neue Dosen zu gewinnen. "Aus der Cola-Dose", schreibt das Fachblatt Öko-Test, "wird nie mehr eine Dose."
Entsprechendes gilt für die jährlich mehr als acht Milliarden in Deutschland verbrauchten Milchtüten, Saftkartons und sonstigen Verbundbehälter. Die schwedische Firma Tetra Pak wirbt deshalb neuerdings zutreffend mit relativ simplen Recycling-Produkten wie Bauplatten, Eierkartons oder Packpapieren.
Noch vergangenes Jahr allerdings hatte der Verpackungsmulti behauptet, der aluminium- und kunststoffbeschichtete Karton mit dem Grünen Punkt könne in einem perfekten Kreislauf verwertet werden. Greenpeace nahm daraufhin die Tetra-Pak-Aussage in die "Top Ten der Öko-Lügen" auf.
Nachdem die Verbraucherzentrale Niedersachsen und der BUND in einem Faltblatt eine ökologische Verwertung der Getränkekartons angezweifelt hatten, klagte die Tüten-Lobby. Vor dem Landgericht Hannover jedoch unterlag der Wiesbadener Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel. Bislang seien, so die Richter, noch keine "gebrauchten, aus den Haushalten zurückgeführten Verpackungen" aufbereitet worden.
Der Vorsitzende des Bonner Umweltausschusses, Wolfgang von Geldern, 48, lobte gleichwohl die "hervorragende Öko-Bilanz" der Einwegbehälter. In einem Plädoyer für die Verbundverpackung bezog sich der ehemalige Bonner Agrar-Staatssekretär vor der Bundespressekonferenz auf "Zwischenergebnisse" einer unveröffentlichten Verpackungsstudie. Es sei Zeit, so der Unionspolitiker, die Wegwerfpackung neu zu bewerten.
Peinlich für von Geldern: Sowohl das Münchner Fraunhofer-Institut für Lebensmitteltechnologie und Verpackung als auch das Umweltbundesamt und das Umweltministerium dementierten die von ihm verbreiteten Zahlen. Tatsächlich kann von den jährlich verwendeten rund 170 000 Tonnen Verbundkarton für Getränke nur ein Viertel derzeit vom DSD wiederverwertet werden.
So wird bei Tetra Pak zwar mit der Herstellung von Recycling-Bausteinen experimentiert. Doch ob es für solche Produkte überhaupt Abnehmer gibt, ist auch für die Betreiber völlig ungesichert. "Wer will sich schon Möbel aus Müll in die Wohnung stellen", sinniert ein Vertriebsleiter.
Auch Blumenkübel, Lärmschutzwälle oder Zaunpfähle aus eingeschmolzenen Kunststoffen lassen sich nur schlecht verkaufen. "In meinem Garten will ich das Plastikzeug nicht stehen haben", sagt selbst Klaus Gerber, Chef der Mittelbadischen Entsorgungs- und Recyclingbetriebe im baden-württembergischen Achern.
Zwar gibt es durchaus einige sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für Recycling-Kunststoffe - etwa bei der Herstellung von nahezu unverrottbaren Spundwänden für den Wasserbau, robusten Straßenbegrenzungen oder hochbelastbaren Bodenplatten. Doch dieser "werkstofflichen Verwertung" kann nur ein Bruchteil der jährlich 900 000 Tonnen Plastikverpackungen zugeführt werden.
In vielen anderen Fällen kann nach dem Urteil des BUND von einem Kreislauf der Wertstoffe keine Rede sein. Die einmalige Verwertung von vermischten oder verschmutzten Plastikabfällen stelle lediglich eine "Warteschleife vor der Deponierung" dar.
Eine chemische Rückgewinnung der Erdölprodukte aus dem Kunststoffmüll ist derzeit kaum praktikabel. Eine Versuchsanlage im nordrhein-westfälischen Bottrop schafft täglich gerade mal 20 Tonnen, eine Großanlage im sachsen-anhaltinischen Leuna ist erst in der Planung.
Umweltverbänden wie dem BUND drängt sich der Verdacht auf, daß gerade Kunststoffmaterialien mehr und mehr "als sogenanntes ,Wirtschaftsgut'' ins Ausland verschoben und dort verbrannt werden". Deutschlands Abfallprobleme würden mit Hilfe des Grünen Punktes mithin in Wahrheit "nicht gelöst", sondern *___entweder "räumlich verlagert" - durch Abfallexport auf ____ausländische Müllkippen, *___oder aber "zeitlich verlagert" - etwa durch die ____Herstellung minderwertiger Produkte, die später auf ____traditionelle Weise entsorgt werden müssen.
So wächst die Einsicht, daß das einst so hochgelobte Recycling "immer nur die zweitbeste Lösung" (BUND) ist. Die beste wäre Müllvermeidung - durch "Nullverpackung" oder durch Mehrwegprodukte von _(* Im nordrhein-westfälischen Kerpen. ) der Pfandflasche über wiederaufladbare Akkus bis hin zum wiederbefüllbaren Waschmittelbehälter.
Schon seit Jahren kämpfen Ingenieure in den Labors der Verpackungsindustrie um jeden Millimeter. Und die Suche nach immer dünneren und gleichwohl robusten Materialien für Verpackungen beginnt bereits sich auszuzahlen - für die Industrie wie für die Umwelt.
Mußten für eine Tonne Waschmittel beim Düsseldorfer Henkel-Konzern 1984 noch 96,1 Kilogramm Verpackungsmaterial eingesetzt werden, reichen heute 81,7 Kilogramm. In der Weißblechindustrie ist der Materialeinsatz für Konservendosen sogar um nahezu die Hälfte reduziert worden.
Noch vor anderthalb Jahrzehnten hätte kaum ein Ökologe von dem neuen Bündnis zu träumen gewagt, das derzeit an der Entlastung der Umwelt arbeitet: Innovationsfreudige Industriemanager und ressourcenbewußte Naturschützer drängen gemeinsam auf Einsparung umweltbelastender Verpackungsstoffe.
Allerorten propagieren mittlerweile auch Umweltpolitiker die Verwendung von Mehrwegprodukten und den Verzicht auf Verpackungen. Einwegfeuerzeuge, Getränkedosen, Wegwerfgeschirr und Plastikfolien für den Blumenstrauß seien "out", verkündet derzeit die Hamburger Stadtreinigung in einer zwei Millionen Mark teuren Werbeaktion. "In" dagegen seien das wiederauffüllbare Gasfeuerzeug, die Mehrwegflasche, der Porzellanteller und unverpackte Blumen.
Nicht nur neues Öko-Bewußtsein, sondern auch der teure Grüne Punkt, dessen _(* Persiflage des BUND auf den ) _(Werbeslogan "Ich war eine Dose" des ) _(Düsseldorfer Informationszentrums ) _(Weißblech. ) Lizenzgebühren nach dem jeweiligen Recycling-Aufwand gestaffelt sind, hat den Abmagerungstrend in der Verpackungsindustrie beschleunigt. "Die große Pralinenpackung", sagt DSD-Sprecherin Rob, früher selber beim Süßwarenverband tätig, "wird zur Seltenheit."
Statt dessen experimentieren mittelständische Firmen wie die Schokoladenfabrik Wissoll im nordrhein-westfälischen Mülheim nun mit abbaubarer Stärke und Zucker als Verpackungsstoff. Aus einer Art wasserundurchlässiger Waffel besteht auch der erste eßbare Joghurtbecher der Welt, den ein schwäbischer Tüftler entwickelt hat.
Daß "Einweg ein Holzweg" ist, wie Umweltschützer predigen, erkennen auch mehr und mehr Manager von Großkonzernen. Die Lebensmittelkette Tengelmann (Jahresumsatz: 22 Milliarden Mark) hat bereits ein "Einweg-Verbot" für ihre Geschirr- und Besteckeinkäufer erlassen.
Erivan Haupt, 60, umwelt- und umsatzbewußter Chef des Handelsriesen, läßt seinen Konzern derzeit gemeinsam mit dem Münchner Verpackungsexperten Schoeller International tablettartige "klappbare Mehrwegkisten" entwickeln, die sich für den Transport weniger aufwendig verpackter Artikel von den Zulieferern zu den Märkten eignen sollen. Ob Schuhcreme oder Schimmelkäse - für jeden Zweck soll ein "Chip-Paletten-Pool" die richtigen Module bereithalten.
Auf zehn Testmärkten im Rhein-Main-Gebiet wird zugleich ein Mehrwegbehälter für Waschpulver erprobt. Gegen eine Pfandgebühr von einer Mark erhält der Tengelmann-Kunde ein Gefäß, das nach Firmenangaben "25 Waschpulver-Einwegkartons" ersetzen kann. Die verpackungsparende Initiative des Konzerns hat "bei der Industrie Verwunderung" (Lebensmittelzeitung) ausgelöst.
Im niedersächsischen Delmenhorst hat ein Waschmittelhersteller eine Zapfsäule für Flüssigwaschmittel entwickelt. Nach "acht bis neun Stößen", so der Firmenchef, quillt das zähflüssige Produkt "Afix" aus dem Hahn.
Für Tankstellen favorisiert Eckhard Willing, Abfallexperte des Berliner UBA, Zapfsysteme für Motorenöle. Wenn sich die Verkaufsmethode durchsetzt, würde die problematische Entsorgung der ausgeleerten Kunststoff-Ölkanister entfallen.
Das Prinzip Mehrweg hat sich bei einer ganzen Reihe von Produkten schon bewährt. So wurde eine wiederverwendbare Transportverpackung für Fahrräder ("Colli Bike") bei einem Wettbewerb "Design und Ökologie" preisgekrönt. Jährlich können damit, bei maximal 30fachem Umlauf, mehr als 200 Tonnen Kartonmaterialien eingespart werden.
Und in Niedersachsen feiert zur Zeit ein Artikel aus den fünfziger Jahren ein Comeback. Kultusminister Rolf Wernstedt (SPD) und die Verbraucherzentrale propagieren an den Schulen die Rückkehr zum Füller und zum Tintenfaß - um der Umwelt Millionen von Einwegpatronen aus Plastik zu ersparen.
Doch all diese Einzelinitiativen haben den Trend nicht umkehren können: Der Verpackungsmüllberg wächst weiter, nur in der Statistik sinkt der Müllanfall, seit Abfall schlicht als Wertstoff deklariert wird.
Doch nicht nur durch die Zunahme der Verpackungsmittel ist das Duale System in die Klemme geraten, sondern auch, weil die DSD-Experten die Umweltfreundlichkeit und die Sammelleidenschaft der Deutschen unterschätzt haben. Statt, wie erwartet, 100 000 Tonnen fallen in diesem Jahr wahrscheinlich 400 000 Tonnen eingesammelter Kunststoffverpackungen zur Verwertung an.
Und auch in drei anderen Punkten hat sich das DSD verkalkuliert: *___Viele Unternehmen haben, wie das Bonner ____Umweltministerium feststellte, zwar "den Grünen Punkt ____auf ihre Verpackungen gedruckt, aber die Gebühren nicht ____gezahlt". Der Molkerei-Multi Müller-Milch zahlt einen ____Teil seiner DSD-Abgaben auf ein Sperrkonto; die ____Handelshäuser Tengelmann und Rewe verweigerten ____zeitweise weitere Beiträge an das Duale System. *___Die Preise für das Kunststoff-Recycling waren zunächst, ____so ein DSD-Sprecher, nach der Formel "Pi mal Daumen" ____berechnet worden - mit der Folge, daß die ____Lizenzgebühren für Grüne-Punkt-Produkte im Herbst bis ____zu einem Drittel erhöht werden müssen (siehe Schaubild ____Seite 45); frühestens dann kann das DSD kostendeckend ____arbeiten. *___Seit Bonn letzten Sommer nach etlichen Müllskandalen in ____Frankreich der Chemieindustrie die kostenaufwendige ____Aufgabe entzogen hat, den Plastikmüll selber zu ____verwerten, ist das Duale System auch dafür zuständig, ____die notwendigen Verarbeitungskapazitäten ____bereitzustellen - ohne daß dem DSD bislang die ____notwendigen Finanzmittel bewilligt worden wären.
Selbst wenn sich die Finanzprobleme des DSD mit Hilfe der Bundesregierung, des Handels und der Industrie bewältigen lassen - kaum absehbar sind die Folgen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, die derzeit auf die Entsorgungspraktiken des DSD zielen.
So wurden bei dem lothringischen Müllmakler Daniel Thiel kistenweise Unterlagen aus illegalen Geschäften mit dem DSD beschlagnahmt. In der Frankfurter Staatsanwaltschaft wertet eine deutschfranzösische Arbeitsgruppe den Fund aus. Geprüft wird von den Fahndern ebenfalls der Export von Plastikmüll nach Bulgarien und Osteuropa. "Da könnte es bald", urteilt ein Staatsanwalt, "zum Crash für den Grünen Punkt kommen."
Auch in den Geschäftsräumen der Bad Homburger Verwertungsgesellschaft gebrauchte Kunststoffverpackungen beschlagnahmten Ermittler Geschäftspost. Zusammen mit dem DSD will die ins Zwielicht geratene VGK jetzt eine neue Firma, die Deutsche Kunststoff Recycling, gründen.
Wenn das Duale System sich künftig außerstande sieht, den Plastikmüll mit dem Grünen Punkt sachgerecht zu lagern und zu verwerten, drohen weitreichende Folgen. Sobald die Landesregierungen in Mainz, Hannover und anderswo ihre Drohung wahr machen, den Pakt mit dem DSD zu kündigen, greift die Bonner Verpackungsverordnung - und der Handel müßte alle leeren Joghurtbecher und Plastikdosen in den Läden zurücknehmen und überdies für Getränkeflaschen und Waschmittelpackungen Pfand erheben.
"Das fürchtet der Handel wie der Teufel das Weihwasser", weiß ein Töpfer-Mitarbeiter. Aber auch die Hersteller bekämen die Folgen zu spüren: Viele Händler würden sich weigern, plastikverpackte Waren zu ordern - zum Leidwesen der Kunststoffindustrie, zur Freude aller Umweltschützer.
[Grafiktext]
__36_ Verwertungskreislauf von Material mit dem Grünen Punkt
__43_ Verwertungskapazität bei Verpackungen
__45_ Erhöhung der Lizenzgebühren für den Grünen Punkt am 01.10.93
[GrafiktextEnde]
* An einem McDonald''s-Stand auf dem CDU-Bundesparteitag 1989. ** Am 1. Juli 1995 soll für Verbundverpackungen die Sammel- und die Sortierquote auf jeweils 80 Prozent steigen; daraus ergibt sich eine Verwertungsquote von 64 Prozent. * 1990 auf der Frankfurter Ausstellung "Das Prinzip Wegwerf". * Im nordrhein-westfälischen Kerpen. * Persiflage des BUND auf den Werbeslogan "Ich war eine Dose" des Düsseldorfer Informationszentrums Weißblech.

DER SPIEGEL 25/1993
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