27.09.1993

MedizinJEDE NARBE EIN FANAL

Noch einmal einer dieser Tage, die sich jeder vorbei wünscht am Institut für Schädel- und Gesichtschirurgie des Providence Hospital in Southfield. Einer dieser Tage, an denen die sonst so gelassene Freundlichkeit gezwungen und die Routine ungemütlich wird. Tage, da auf dem Operationsplan des Krankenhauses bei Detroit zweimal der Name Jackson steht.
Fall eins an diesem Dienstag morgen, eingeplant ab acht Uhr, drei Stunden Operationszeit, Vollnarkose: David Jackson, geboren am 26. Dezember 1974.
Vorgesehene Prozeduren: Verkürzung des Unterkiefers mit anschließender starrer Fixierung, Mobilisierung der Nasenhaut inklusive Hautausdehnung mittels Spezialkatheter, Knochenverpflanzung vom Schädel in die Nase und Überarbeitung alter Narben.
Zwei Ärzte sind für den Eingriff eingeteilt: der Mund- und Kieferchirurg Jeffrey Topf, 50, sowie Ian Jackson, 58, Plastischer Chirurg von Weltruf und Leiter des Instituts - der Mann, den David Jackson Vater nennt.
Es ist auch der Mann, dem der 18jährige den auffälligsten Teil seines Äußeren verdankt - jene Partie, mit der er die Blicke der Menschen auf sich zieht und dann oft von sich weist: sein Gesicht, Thema und Trauma seines Lebens.
Wenn David Jackson in den Spiegel schaut, erblickt er nicht das Ergebnis natürlicher Entwicklung, gewachsen nach dem Plan seiner Erbanlagen, Vermächtnis seiner leiblichen Eltern. Was von weitem wie die zerschlagene Visage eines Boxers aussieht, ist das Resultat ärztlicher Arbeit, entstanden in mehr als 80 Operationen, aus Versatzstücken zusammengesetzt, vernäht und vernarbt, lebendig, aber leblos, zwischen Kinn und Haaransatz eine Maske aus eigenem Fleisch.
Davids Antlitz ist ein Produkt der Wiederherstellungschirurgie. Dieser im Schatten der boomenden Schönheitsmedizin wenig beachtete Zweig der Plastischen Chirurgie befaßt sich insbesondere mit der Korrektur entstellender Deformationen, etwa angeborener Mißbildungen. Ian Jackson, darauf spezialisiert, verunstalteten Kindern buchstäblich wieder zu Ansehen zu verhelfen, nennt David "meinen schwersten Fall".
Wenn es stimmt, daß Gesichter Geschichten erzählen, dann ist dies die Geschichte eines Gesichtes, das sich selbst widerspricht. Als Fassade der Erinnerung, vom Leben geformt, klagt es unübersehbar an: jede Narbe Fanal von Verletzung und Schmerz, Kainsmal kosmetischer Verkrüppelung. Als sichtbarer Teil der Seele aber wirkt es stumm, von innerer Regung zum Ausdruck kaum zu bewegen, das Mienenspiel eingefroren wie das einer Wachsfigur.
Einzig die Augen, schwarze Seen in erstarrter Narbenlandschaft, sind halbwegs unverändert geblieben während des medizinischen Marathons - einmal davon abgesehen, daß sie jene Mischung aus Trauer, Überdruß und Skepsis ausstrahlen, wie sie Menschen nach langem Leiden eigen ist.
Mit Blicken allein schafft es David, seine Mehrfachbehinderung - verkrüppelt das Aussehen, verkümmert die mimische Artikulation - ein wenig auszugleichen: Einerseits ziehen sie das Augenmerk so unnachgiebig auf sich, daß sie manchmal sogar von den Verunstaltungen ablenken können. Auf der anderen Seite sind sie ausdrucksstark genug, die weitgehend verstummte Mimik zum Teil erstaunlich sicher zu ersetzen. Wer ihn kennt, kann in seinen Augen fast jede seiner Gemütsbewegungen ablesen. Wenn er sich aber allein wähnt, dann scheint er manchmal von innen sein Gesicht zu betrachten.
Rückt das Datum näher, an dem sein Name auf dem Operationsplan des Providence Hospital steht, verrät sein Blick nur, was sein Körper mit Haltung und Gang ohnehin ausdrückt: Panik. Die Nacht vor diesem Tag muß der Horror sein im Hause Jackson. Der Kindmann erbricht sich, bekommt Fieber, schläft kaum. Kein Wort mehr von den "Omelettewochen", wie er die Zeit ohne feste Nahrung nach der Operation scherzhaft genannt hat. Vergessen die Selbstironie, der bevorstehende Gewichtsverlust habe ja auch sein Gutes, "weil ich den Mädchen dann besser gefalle".
Über die Ursache seines Aufbegehrens, die bevorstehende "invasive Therapie", wird schon seit Tagen kein Wort mehr verloren. Das unbestrittene Familienoberhaupt findet noch weniger Schlaf als in anderen Nächten, reagiert gereizt. Morgens verläßt der Mann mit dem stets korrekt gezogenen Seitenscheitel, Chef daheim wie bei der Arbeit, als erster das Haus, tritt pünktlich wie immer um sieben seinen Dienst an. Erst ein paar Minuten später fährt seine Frau Marjorie mit David die wenigen Kilometer zum Krankenhaus.
Wenn der Junge, den Kopf leicht gesenkt, wie ein geprügelter Hund durch die Gänge der Klinik schleicht, kann er sich seine Worte sparen. Alle, die ihn kennen, wissen, was er durchmacht. "Ich habe so eine wahnsinnige Angst", jammert er leise. Das Zittern in seiner Stimme, das seine unscharfe, leicht lallende Aussprache noch weiter verwischt, erzählt den Rest.
In seinem Leid läßt er keinen Zweifel daran, daß er das Krankenhaus so bodenlos fürchtet, wie er es haßt. Es sind nicht nur Spritzen und Schmerzen, wovor es ihn graust. Ein wenig bangt er auch um sein Leben. "Er mag ja der beste Arzt der Welt sein", sagt er über den Operateur, mit dem er am Abend zuvor noch den Tisch geteilt hat, "aber auch ihm kann ja mal was schiefgehen."
Ian Jackson läßt sich vor der Operation nicht mehr bei ihm sehen. Zu dieser Stunde, da stillschweigende Einsamkeit, Angst vor dem anderen und der Wille, einander zu gefallen, ihre größten Gemeinsamkeiten sind, hat der Rollenwechsel bereits begonnen. Der Vater will nur noch Arzt, der Sohn darf nur noch Patient sein. Einzige Genugtuung für beide: Nach nunmehr gut 16 Jahren Kampfes um das Gesicht steht die letzte Großoperation bevor. Medizinisch gesehen hat David das Schlimmste hinter sich. Für ihn hat Leben von Anfang an Leiden bedeutet - und Verlust. Äußerlich völlig normal geboren, wurde er im Alter von drei Monaten vermutlich von einer Sandmücke in Wange oder Nase gestochen und dabei mit Leishmanien infiziert. Diese vor allem in Südamerika vorkommenden Krankheitserreger, Einzeller, können Körpergewebe unwiederbringlich vernichten.
Die Parasiten zerstörten einen Teil von Davids vorderem Kopf, unter anderem Oberkiefer und Gaumen, Nase und Oberlippe, bevor sein Organismus sie in den Griff bekam. Von seinen hilflosen Eltern, peruanischen IndIgenas, zu einer Missionsstation nahe der Hauptstadt Lima gebracht und allein gelassen, verlor er Familie und Zuhause.
Hoffnungslos verstümmelt, zwischen Unterlippe und Augen nichts als ein Schlund, Gebärden und urwüchsige Laute anstelle von Sprache, unfähig zu schmecken, riechen oder kauen, Nahrung verschlingend statt essend, in einem Kinderkrankenhaus versteckt, nicht behandelt, verlor er jegliche Aussicht auf menschenwürdiges Dasein. Seine einzige Perspektive, falls er überhaupt am Leben bliebe: als Bettler oder Zirkusmonster Mitleid und Grauen der Gaffer in Almosen umzusetzen.
Daß sich für David dennoch ein Ausweg aus seiner Zukunftslosigkeit eröffnete, hat vor allem damit zu tun, daß der in Schottland geborene Schädel- und Gesichtschirurg Ian Jackson nicht nein sagen kann, was wiederum damit zusammenhängt, daß sein Vater immerzu nein gesagt hat.
Über seine Jugend redet der Chirurg nur zurückhaltend. Gute Zeiten sind in seinem Gedächtnis stets mit Abwesenheit des Vaters verknüpft. Wenn aber der Lastwagenfahrer daheim war, "gab es nichts zu lachen". Mehr Züchtiger denn Erzieher, verbot er Ian die höhere Schule. Als der Junge dennoch darauf bestand, mußte er, vom zwölften Lebensjahr an, nebenher arbeiten und Kostgeld abliefern. Die eigenmächtige Entscheidung, das Elternhaus zu verlassen und zu studieren, hat ihm sein Erzeuger nie verziehen: Bis zu seinem Tod hat er nicht einmal die vier leiblichen Kinder des Sohnes sehen wollen.
Jeder entwickelt eigene Mechanismen, biographischen Ballast zu tragen. Ian Jackson hat "leben" und "leisten" zu Synonymen gemacht. Er gehört zu jener Sorte Gönnt-sichnichts-Ärzten, für die Behandeln die höchste Form des Handelns ist. Er schuftet mit einer Pausenlosigkeit, als bliebe die Welt stehen, wenn er aufhörte, als müßte er dem längst verstorbenen Vater noch immer beweisen, was er fertigzubringen imstande ist.
Keiner seiner Kollegen kann sich erinnern, ihn je zu Mittag essen gesehen zu haben. "Zeitverschwendung" ist das für ihn "in diesem kleinen Leben".
"Ich weiß, daß meine Kerze auf beiden Seiten brennt", räumt er ein, "aber dadurch gibt sie mehr Licht." Wenn er sich wie zum Vorwurf ein ums andere Mal die immermüden Augen reibt, zeigt er unbewußt eines der typischen Symptome der Arbeitssüchtigen: der Umwelt als Beleg für erbrachte Leistung ständig Erschöpfung zu demonstrieren.
Workaholismus ist indes nur einer der Wesenszüge des Arztes, der sich selbst "besessen" nennt. Seinem Geltungsdrang - "Mein Werk soll wichtig sein, und es ist wichtig" - kommt eine weitere Sucht zupaß: das unbedingte Verlangen, anderen zu helfen. Ian Jackson ist ein Helpaholic.
Das Helfer-Syndrom ist selten aus Selbstlosigkeit geboren - wer anderen hilft, hilft immer auch sich selbst. "Da kommt", sagt Jackson, "mein Ego ins Spiel." Anerkennung, Dankbarkeit und das Gefühl, ein guter Mensch zu sein, sind Substrate der Helfsucht - Drogen, die kaum leichter zu bekommen sind als in einem weißen Kittel.
Wenn ein Suchtmittel an Wirkung verliert, versuchen Abhängige in der Regel die Dosis zu steigern. Das Höchste, was Ian Jackson seinen Süchten bieten konnte, fand er Ende 1976 in Peru, wo er als medizinischer Entwicklungshelfer ein paar Wochen lang deformierte Kindergesichter operierte: Damals traf er den gesichtslosen Indianerjungen David.
Als er den Kleinen mit dem Ungesicht erstmals in Augenschein nahm, war er außer sich. Die entsetzlichsten Formen von Entstellungen hatte er in seinen fast zwei Jahrzehnten als Chirurg schon gesehen und behandelt - von den Verschandelungen durch Hasenscharten über die Fratzen des Goldenhar-Syndroms, die grotesken Grimassen nach Verbrennungen und Tumoroperationen bis hin zu den monströsen Verwachsungen der "Elefanten-Menschen".
"Aber ein so massiver Verlust an Gewebe und Knochen", erinnert er sich, "war mir noch nie untergekommen. David konnte seine Unterlippe über die Stirn ziehen." Gleichwohl war "der Chirurg in mir augenblicklich fasziniert".
Welche Gedanken auch immer in seinem Kopf zusammengestürzt sein mögen, als Davids damalige Betreuerin ihn umschweiflos fragte: "Werden Sie ihm _(* Links: Tochter Susan. ) helfen?" - heraus kam ein klares "Ja". Der Reiz des chirurgischen Abenteuers hatte Zweifel an den medizinischen Möglichkeiten überstimmt, ärztliches Pflichtgefühl wog stärker als die Angst vor eigener Schwäche oder Versagen. Wenn, wie er sagt, "Gesichter die Fenster der Menschen zur Welt" sind, hatte er sich vorgenommen, Licht in einen dunklen Bunker zu bringen. Bereits in diesem Augenblick begann die verhängnisvolle Verkettung zweier Schicksale ohne Zurück.
David argumentierte damals auf seine Weise - mit seinen unvergleichlichen Blicken: "Sein Gesicht", berichtet Ian Jackson, "schien nur aus riesengroßen, dunkelbraunen Augen zu bestehen."
Für den Jungen begann ein zweiter Leidensweg unter umgekehrten Vorzeichen: Statt Verlust ging es nun um Gewinn - um chirurgischen Geländegewinn zwischen Stirn und Kinn sowie um emotionale Eroberung der Familie. Ein paar Wochen nach Rückkehr des Ehepaares aus Peru traf der kleine Junge, von einer Hilfsorganisation geschickt, tatsächlich in Glasgow ein.
Mutter Marjorie, die ihre eigene Karriere als Lehrerin aufgegeben hatte und für ihren Mann als Bürokraft arbeitete, nahm das fremde Kind unter ihre Fittiche. Seither stellt sie sich vor ihn und beschützt ihn, wenn Leute auf ihn zeigen oder im Restaurant um einen anderen Tisch bitten, wenn sie ihm "Pinocchio" nachrufen, "Monster" oder "Frankensteins Sohn".
David läßt sich in solchen Situationen nichts anmerken hinter seinem zusammengenähten Pokerface. Mit keiner Regung reagiert er auf die oft unausgesprochene Ablehnung seines Äußeren, registriert ausdruckslos die grausamen Formen von Freundlichkeit, für die Behinderte ein feines Gespür entwickeln.
Im Jahr 1977 unternahm Ian Jackson eine erste kleine Operation. Das Ergebnis war in mehrfacher Hinsicht niederschmetternd: David wehrte sich gegen die Injektion wie gegen seine eigene Hinrichtung. Nachher wurde er schwer krank und erholte sich erst allmählich wieder. Außerdem wuchs das kleine Stück Haut, vom Bein ins Gesicht verpflanzt, nicht richtig an.
"Doktor Jackson war am Boden zerstört", erinnert sich seine Frau, die mittlerweile seine Institutsmanagerin ist und über ihn gelegentlich mit akademischem Titel spricht. Nicht nur, daß der Doktor angesichts der selbstgestellten Aufgabe nahe daran war aufzugeben. Den ersten Schnitt ins Fleisch des Kindes, wiewohl alltäglich Handwerk, beschreibt er als einen der unangenehmsten Momente seines Lebens. Auch wenn es ihm zu diesem Zeitpunkt nicht klar gewesen sei, sagt Marjorie Jackson, "ich bin sicher, das war der Tag, an dem der Vater-Arzt-Konflikt erst begann".
Das Seelische ist wie in allen traditionellen Familien Sache der Mutter. Sie ist es, die Davids Hand hält und ihm Mut zuspricht, wenn er in der Operationsvorbereitung liegt. Behutsam nimmt sie ihm die Brille ab - an diesen Tagen kann er seine Kontaktlinsen nicht tragen - und verstaut sie in ihrer Handtasche. Wenn er sich endlich beruhigt hat und sich auf sein zerschundenes Antlitz so etwas wie friedliche Starre legt, fährt sie heim und lenkt sich mit Hausarbeit ab.
Ihr Mann ist - zumindest unter dem Hospitaldach - ausschließlich für Davids Körper zuständig. Der Meister betritt seine Werkstatt erst, wenn auf dem Tisch nur mehr ein Fall liegt, ein mit Elektroden, Tropf und Beatmungsmaschine verbundener, bis zum Hals mit grünen Steriltüchern bedeckter Körper, dessen Lebensäußerungen auf die Geräusche der Überwachungsapparate reduziert sind. Davids bloßes Gesicht aber, das einzig sichtbare unter all den Maskierten, wirkt nun noch verletzlicher als sonst.
Nie wieder will Ian Jackson erleben, was ihm 1980 in der Mayo Klinik widerfahren ist. Er war als Chefarzt an die berühmte Forschungsklinik im amerikanischen Rochester berufen worden. Als er, für den ersten Eingriff bei David in Amerika, den Operationssaal betrat, war der Junge noch hellwach. Anders als im heimischen Schottland herrscht hier die grausame Sitte, Patienten bei vollem Bewußtsein in den bereits mit allen Gerätschaften bestückten Raum gehen zu lassen. Sobald der Kleine seinen Ziehvater erkannte, brüllte er: "Daddy, Daddy, tu mir das nicht an!"
Verdrängen und vergessen, Patienten ohne Ansehen der Person zum Werkstück zu machen ist die zweite Kunst erfolgreicher Chirurgen. Nur wer sie beherrscht, kann in der ersten Kunst dieser Zunft zur höchsten Fertigkeit gelangen. Ian Jackson gelingt es bei aller Professionalität nicht immer, seine Skrupel völlig zu vergraben. Ansonsten ruhig und routiniert, sogar bei schwierigen Operationen zu Scherzen schwärzester britischer Art aufgelegt, wirkt er an diesem Morgen eher ungeduldig und fahrig. Seine Befehle sind knapper, die blauen Augen über der Maske rastloser, sogar die Hände, sonst Verkörperung von Eleganz, unruhiger.
Doch spätestens als er über Davids Nasenwurzel einen kleinen Schnitt ansetzt und eine Schere von oben in die Nase schiebt, um die Nasenhaut vom Gewebe darunter zu lösen, findet der Chef seine lebenslang antrainierte Linie wieder, erreicht das Auf und Nieder, Vor und Zurück des Edelstahls in seinen Händen die gewohnte Artistik. Und jeder spürt seine Botschaft: Hier geht es um Ergebnisse, nicht um Emotionen.
Am Leuchtkasten hängen die jüngsten Röntgenaufnahmen, kurze Chronik der bereits geleisteten Chirurgie. Um einen derartig massiven Gesichtsverlust wettzumachen, mußte der Arzt die Konstruktion des Ersatzgesichtes strategisch planen. Wie und wann würde er Haut, Knorpel und Knochen von welchem Körperteil wohin verpflanzen? Haut steht fast unbegrenzt zur Verfügung, läßt sie sich doch mit vorübergehend implantierten "Expandern" schier endlos dehnen.
Davids Gesicht mußte zunächst verlängert werden, um Platz für den Ausbau zu schaffen. Aus Haut über den Augenbrauen wurden Wangen. Davids neues Munddach, als Gaumenersatz wichtig für Aussprache und getrennte Atemwege, entstand aus einem Stück Stirnhaut - eine Technik, die Ian Jackson erst entwickeln mußte, da in der Literatur nichts Vergleichbares zu finden war.
Das gesichtschirurgische Großprojekt zwang ihn mehrfach dazu, sich in medizinisches Neuland zu wagen. Auch deshalb hat er sich vorhalten lassen müssen, David aus reinem Eigennutz nach Schottland geholt zu haben, ihn als Versuchsobjekt und Karrierehilfsmittel zu mißbrauchen. Ian Jackson weist solche Vorwürfe als "billige Nörgelei von Neidern" zurück.
Gemäß seinem Leitsatz "Nichts ist unmöglich" begann er, Davids größten Wunsch zu erfüllen - ihm eine eigene Nase zu geben. Dazu nähte er ihm an das Handgelenk einen "Rundstiellappen" aus der Lendengegend. Dann heftete er Hand und Hautstück vorübergehend an den Kopf, bis das Transplantat dort angewachsen war; erst im Laufe der Jahre gab er ihm die Nasenform.
Als nächstes machte er sich in dem ihm eigenen Zusammenwirken von Wahn und Wagemut daran, dem Jungen ein Gesichtsskelett zu bauen - Kontur für das heikle Hautstück auf der Vorderseite des Kopfes und Ankerplatz für Zähne. Als "Material" verwendete er drei von Davids Rippen.
Die komplizierte Anatomie eines zerstörten Gesichtes läßt sich nicht naturgetreu nachbilden; bei der Reparatur stehen Funktionen wie Atmung und Sprache im Vordergrund. Wie ein guter Bildhauer, der Formen und Proportionen schon im rohen Werkstück konzipiert, muß der Gesichtsbauer das Ganze als Summe seiner Teile vorausahnen. Anders als der Künstler bei seiner statischen Skulptur hat der Chirurg jedoch bei jeder fleischlichen Struktur zu berücksichtigen, ob sie sich bewegen wird und ob sie noch wächst.
Unzählige Male hat Ian Jackson Davids Gesicht vermessen, mit Lineal oder einfach seinem Taschentuch als Vergleichsmaß Längen und Flächen ermittelt und in Gedanken Gewebestücke verlegt, bevor er tatsächlich das Skalpell zur Hand nahm.
Fast am ganzen Körper trägt David mehr oder weniger ausgedehnte Narben. Gaumen und Oberkiefer erforderten Nachbesserungen - die Knochenstücke stammten aus der Hüfte. Die notwendig gewordene Nasenverlängerung: ein Stück Kopfhaut, hinter einem Ohr herausgetrennt. Ein Segment der Unterlippe wurde Teil der neugestalteten Oberlippe.
Beim gesunden Gesicht überspannt die Haut als bewegliche Hülle Muskelgeflecht und starres Skelett. Von einer Vielzahl an Nerven gesteuert, manchmal untermalt von Erröten oder Blässe, dem Durchschein der Durchblutung, spricht es still die zweite Sprache des Menschen: Im feinen Wechselspiel der Mimik, im Ausdruck von Schmerz oder Zweifel, Neugier oder Freude, durch Stirnrunzeln, Lippenspitzen und Naserümpfen teilen wir uns unablässig mit.
Nicht zuletzt im Zusammengehen von innerem und äußerem Gesicht offenbart sich das Wesen einer Person - die vielen Gesichter eines Individuums sind Teil seiner Einmaligkeit. Diese individuelle Vielschichtigkeit aber können Plastische Chirurgen um so weniger wiederherstellen, je größer die Zerstörung war. Da verpflanztes Gewebe vor allem durchblutet sein muß, fällt das komplizierte Ineinander von Gesichtsnerven und -muskeln beim Bau lebendiger Masken mehr oder weniger unter den Operationstisch.
Die vielleicht schlimmste dauerhafte Behinderung von Entstellten ist das Versteinerte, Statuenhafte ihrer Gesichter. Im Extremfall wirken sie, im Film verewigt durch die Geschöpfe Doktor Frankensteins, wie der zu Leben erweckte Tod.
Davids Unterkiefer ist bis zu eben diesem Tag vom Stahl der Chirurgen unberührt geblieben. Das wuchtige Kinn läßt kaum ahnen, wie der Junge sich ohne Leishmaniose entwickelt, wie sein "eigentliches" Gesicht ausgesehen hätte. Da sein unterer Kieferknochen aber proportional größer gewachsen ist als das restliche Stückwerk, soll der gesamte Gesichtsteil nach hinten versetzt werden - Aufgabe des Kieferchirurgen Jeffrey Topf.
Institutschef Jackson schießt, indem er den Gummi fest über den Daumen spannt und losschnellen läßt, seine Handschuhe zielsicher wie immer in den Mülleimer - und verläßt eiligen Schrittes den Raum.
Vielleicht ist er froh, der Schizophrenie seiner Doppelrolle für eine Weile entweichen zu können. Seine durchorganisierte Effektivmedizin ließe es jedenfalls nicht zu, hier nur assistierend darauf zu warten, bis er an Davids Nase weiterarbeiten kann. Er baut zwischendurch einer jungen Frau einen neuen Wangenknochen.
Kollege Topf durchtrennt zunächst mit einer Stichsäge beidseitig Davids Unterkieferknochen, so daß der Kiefer, nur durch Haut und Muskeln festgehalten, frei beweglich am Obergesicht hängt. Sind Vorder- und Hinterteil gut justiert, bohrt er Löcher durch die aufeinanderliegenden Knochen und befestigt sie aneinander mit Schrauben aus Titan, dem Gold der Chirurgen. Da auch noch das Kinn absurd hervorsteht wie auf einer Karikatur, sägt Topf einen Teil des Kinnknochens heraus.
Chirurgie, die Königsdisziplin der Medizin, und Plastische Chirurgie allzumal verdanken ihre Erfolge vor allem einem evolutionären Erbe: Das hochkomplizierte und äußerst effektive System der Wundheilung hat nicht nur die Menschen in vormedizinischen Zeiten vor Unbill bewahrt. Ärzten im Altertum verhalf es zu Heilungen selbst schlimmer äußerer Verletzungen und sogar schon zu spektakulären Korrekturen von Mißbildungen.
Unproblematische "autologe Transplantationen" (Verpflanzungen von Haut und Knochen bei ein und derselben Person), moderne Narkosetechnik und immer raffiniertere Metallbauteile haben Plastische Chirurgen zu hochspezialisierten Kunst-Handwerkern gemacht. Der Mensch als reparaturtaugliche Biomaschine verleitet die Götter in Grün zu immer neuen Abenteuern - bis hin zu den Auswüchsen der kosmetischen Chirurgie. Der Glaube an die Macht der Messer, ärztliches Geschick gegen menschliches Mißgeschick, hat dem "Mythos Schönheit" ein fatales Motto gegeben: Häßlichkeit ist heilbar.
Solange Mißgebildete, wenngleich oft nur insgeheim, verhaßt und gefürchtet sind, als ob in ihnen Dämonen hausten, so lange treiben in Operationssälen moderne Exorzisten auch böse Geister aus: Helden versuchen Häßliche vor dem Haß der Mitmenschen zu bewahren.
Ian Jackson therapiert Verunstaltungen, als könnte er mit chirurgischen Mitteln das Unheil aus der Welt operieren. Als ihn das Providence Hospital in Southfield 1988 ersuchte, die Mayo Klinik zu verlassen, um ein eigenes Institut für Gesichts- und Schädelchirurgie aufzubauen, knüpfte er seine Zusage an eine Bedingung: eine gewisse Zahl von Kindern, deren Eltern sich die teuren Operationen nicht leisten können, auf Kosten der Klinik behandeln zu dürfen. Etwa 20 solcher Fälle, meist aus der Dritten Welt, profitieren nun Jahr für Jahr von diesem Engagement.
Kein Bedürftiger hat jedoch je soviel gebraucht und soviel bekommen wie David. Für Marjorie Jackson stand bald fest, daß dem Jungen nur als vollwertiges Mitglied der Familie die Zukunft beschieden war, die sie ihm wünschte. Adoptionsversuche scheiterten lange an behördlichen Hürden, besonders am Fehlen von Geburtsurkunde und Einverständniserklärung der leiblichen Eltern.
Die Jacksons reisten erneut nach Peru und machten sich auf die mühevolle Suche nach Davids Herkunft. Es gelang ihnen tatsächlich, _(* Bei der Begutachtung des Ergebnisses ) _(nach der letzten Operation. ) die Familie in den Weiten der Anden ausfindig zu machen. Noch heute erzählt Marjorie, wie sich die Indios vom Stamm der Campa wortlos die Fotos des Verschollenen ansahen und das fremde Narbengesicht bestaunten. Der Junge, beschied sein leiblicher Vater, sei kein Campa mehr, er solle nicht zurückkehren. David Lopez, den eine Adoptionsurkunde am 14. November 1984 schließlich zu David Jackson machte, hat seine biologischen Eltern bis heute nicht wiedergesehen.
Seit fast drei Stunden liegt der Adoptivpatient nun schon auf dem Operationstisch des Providence Hospital, durchlebt besinnungslos den letzten Großeingriff in sein Gesicht. Keine Minute zu früh ist Ian Jackson zurückgekehrt. Zunächst schneidet er die Kopfhaut von einem Ohr zum anderen auf, ein Standardschnitt der Plastischen Chirurgie. Dann beginnt er mit der Transplantation eines Knochenstücks vom Schädel ins Gesicht, eine von ihm entwickelte Technik.
Mit einem messerscharfen Meißel, flach angesetzt und geschlagen von einem Stahlhammer, arbeitet er sich vorsichtig in den Kopfknochen vor. Ein falscher Schlag - und das Gehirn wäre womöglich verletzt. Trotz des notwendigen Krafteinsatzes wirken seine Bewegungen behutsam. Geduldig hämmernd - es klingt, als klopfe er auf eine Kokosnuß - hebt er schließlich ein flaches Stück Knochen vom Schädel ab.
Mit Bohrern und Schleifscheiben formt Jackson das Knochenstück zu Davids innerer Nasenstütze. Immer wieder probiert er, prüft die Symmetrie, bessert nach, bewegt dabei die obere Gesichtshaut wie einen Skalp vor und zurück, bis er das Stück fest mit dem Unterrand des Stirnknochens verschraubt. Für die Überarbeitung alter Narben bleibt keine Zeit mehr. Die auf drei Stunden geplante Operation dauert nun schon fast doppelt so lange.
Als die Schnitte vernäht sind, Davids Körper gereinigt und sein Kopf verbunden ist, verläßt sein Vater den Saal. Die Rückverwandlung des leblosen Patienten in eine reagierende Person, sein taumelndes Erwachen, erzwungen durch Rufe des Anästhesisten - David, es ist vorbei, wach auf, David, es ist alles gut -, bekommt er nicht mit. Während der Junge zu sich kommt, wäscht sich der Operateur schon wieder Hände und Arme für den nächsten Fall.
David sitzt, noch benommen von der Narkose, im Aufwachzimmer und bittet um Stift und Papier. Etwas unbeholfen schreibt er "cool" auf den Block: Er wünscht sich Kühlung für seinen von innen glühenden Kopf, der so aufgequollen erscheint, als könnte er die dicken Verbände sprengen.
Als er in sein Zimmer geschoben wird, wartet dort die Mutter, auf einem Stuhl sitzend, ein Buch auf dem Schoß. Wie automatisch übernimmt sie die Rolle einer Krankenschwester, tupft ihm Schleim vom Mund, überspielt Gefühlsregungen mit sachlicher Geschäftigkeit.
Die Chirurgie, das Reich ihres Gatten, hat sie sich zur Tabuzone erklärt - als fürchtete sie, ihm in den Arm zu fallen, wenn ihr bewußt wird, wie er David behandelt. "Ich würde nicht ertragen, zu sehen, was er dort tut", sagt sie. David schreibt, als erste Botschaft an sie, auf seinen Block: "Hast du meine Brille mitgebracht?"
Nach nur einer Nacht im Krankenhaus darf der Frischoperierte nach Hause, wo ihn Mutter und Schwester pflegen, ihn mit flüssiger Nahrung versorgen. Anfangs kaum fähig zu sprechen, macht er sich mit Gebärden und Zetteln verständlich. "Ich bin frustriert", schreibt er einmal, "all das nur wegen einer Sandmücke."
Am achten Tag, die Schwellungen sind abgeklungen, David fährt schon wieder mit seinem Auto Freunde besuchen, sollen ihm die letzten Verbände abgenommen werden. Leise weist er den Vater zuerst zurück, als wollte er ihn daran erinnern, daß der daheim kein Arzt sein darf.
Nur der Mutter erlaubt er, die Fäden zu ziehen. Vater Arzt hält Patient Sohn schließlich den Spiegel vor. Neugierig, ansonsten ohne große Anzeichen innerer Bewegung sieht David sich das Ergebnis der Tortur an, begutachtet Nase und verändertes Profil. "Schön", sagt er emotionslos, "aber nicht meine Nase."
"Das sieht doch alles gut aus", ruft der Antlitz-Architekt, "schon wieder ein bißchen weniger Neandertaler." David, der den Adoptivvater immer zugleich als Helfenden und Strafenden erlebt hat, kennt dessen schwarzen Humor und entgegnet nichts.
Er weiß längst, daß der Gesichtschirurg bei ihm an Grenzen gestoßen ist: Das anatomisch komplizierte Areal zwischen Nase und Mund läßt sich nicht rekonstruieren - statt wohlgeformter und von feinen Muskeln durchsetzter Oberlippe ein taubes, zerklüftetes Stück Fleisch. Später soll ein behaartes Hautstück dorthin, ein Schnauzbart den Makel bedecken. Ob David, davon träumt er, je richtig wird küssen können, ein Vorgang, der eigentlich alle 34 Gesichtsmuskeln erfordert, kann ihm sein Vater nicht sagen.
Der Mann, der hemmungslos weinen kann, wenn er ein todkrankes Kind aufgeben muß, der vor Schamesfreude rot wird, wenn ein kleines Mädchen zur Nachuntersuchung ein T-Shirt mit der Aufschrift "I love Dr. Jackson" trägt, er weiß genau, daß die Operationswunden zwar verheilen, die Verletzungen aber nie enden werden. "Das Schlimmste", sagt er, "hat David noch vor sich."
Noch den ganzen Abend wird der junge Mann sich wieder und wieder an die wohl auf Dauer gefühllose Nase fassen - wie an einen Fremdkörper im Ersatzgesicht. Das Werk aus der Hand des Vaters, seinerzeit sein größter Wunsch, hat ihn ein wenig mehr zu dessen Kind gemacht: Da Plastische Chirurgen eigene "Handschriften" entwickeln, werden manche Kollegen auf Anhieb die typische Jackson-Nase wiedererkennen. Y
*VITA-KASTEN-1 *ÜBERSCHRIFT:
Über 80 Operationen *
waren nötig, bis Ian Jackson, Plastischer Chirurg am Providence Hospital in Southfield (Michigan), seinem Adoptivsohn David ein neues Gesicht geschaffen hatte. Im Alter von drei Monaten hatte sich der in Peru geborene David mit einer Tropenkrankheit infiziert. Die vor allem in Südamerika vorkommenden Krankheitserreger zerstörten einen Großteil seines vorderen Kopfes. Nach gut 16 Jahren des chirurgischen Kampfes um sein Gesicht war im Sommer 1993 die letzte Großoperation angesetzt. Dabei erhielt das Ersatzgesicht seine endgültige Form. Was die seelischen Verletzungen anlangt, weiß Chirurg/Vater Jackson: "Das Schlimmste hat David noch vor sich."
* Links: Tochter Susan. * Bei der Begutachtung des Ergebnisses nach der letzten Operation.
Von Jürgen Neffe

DER SPIEGEL 39/1993
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