07.06.1993

Frühere DG-Banker sollen haften

Das ehemalige Führungstrio der DG Bank soll für die Schieflage des Genossenschaftsinstituts öffentlich zur Rechenschaft gezogen werden. Auf der Hauptversammlung am Dienstag dieser Woche will die Mehrheit der Bankeigentümer die vormaligen Spitzenmanager Helmut Guthardt und Karl Fehrenbach wegen der Verluste von insgesamt vier Milliarden Mark nicht entlasten. Der neue DG-Bank-Chef Bernd Thiemann wollte das leidige Thema lieber leise erledigen und die Altmanager schonen. Der Dritte der alten Bankspitze, Karl-Herbert Schneider-Gädicke, soll sogar eine Art Schadensersatz zahlen - wenn auch wenig. Ein Vergleichsvorschlag sieht vor, daß Schneider-Gädicke in sechs Jahren 600 000 Mark, ein Fünftel seiner Pension, an das Institut überweist. Dafür verzichten die Banker dann auf eine Klage.


DER SPIEGEL 23/1993
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