15.11.1993

Cyber-Sex - Wollust mit dem Computer

Bindungslosigkeit, Libidoverlust, Hang zu Selbstbefriedigung und Pornographie - Sozialforscher beobachten eine „Onanisierung“ des menschlichen Trieblebens. Während die Ehe als Lebensform zerbröckelt, arbeitet die High-Tech-Industrie am partnerlosen Glückssurrogat: Cybersex - virtuelle Erotik mit dem Computer.
Nur 106 Zentimeter groß, mit schwarzen Augen, die Beckenknochen zum aufrechten Gang gerichtet, die Vulva unverdeckt, dazu ein schreiendes Kind im Arm - so stellen sich Anthropologen "Lucy" vor, jene frühe Hominidin, deren 3,6 Millionen Jahre alte Knochen in der äthiopischen Savanne gefunden wurden.
Ohne den Schutz des Urwalds durchstreifte Lucy offenes Grasland, und stets war sie vom Tod durch Hunger oder Raubtiere bedroht.
Besaß das hilfsbedürftige Geschöpf deshalb jenen Trieb im Übermaß, der Günstlinge und Freunde schafft, sie ködert und betört? Als erstes Säugetier der Welt hatte Lucy keinen Östrus. Ihr Geschlechtsverlangen war an keine biochemische Uhr gekettet, weder an Brunft noch an Eisprung. Sie besaß, wie die New Yorker Anthropologin Helen Fisher sagt, eine "ständige Bereitschaft zum Sex".
In einem neuen Buch hat Fisher eine faszinierende Erklärung für diese "sexuelle Revolution" der Natur gegeben*: Die zierliche Urfrau brauchte einen Partner, der ihr vier Jahre lang zur Seite stand (so lange wurde das Kind gesäugt und hing wie Ballast am Mutterkörper) - einen Kumpan, der für sie Beeren klaubte, Nüsse von Kaschubäumen sammelte und Nahrung heranschaffte. Wer wäre dazu besser geeignet als ein vom Geschlechtstrieb umnebelter Mann?
Doch die Wollust, einmal von der Evolution entfesselt, drängte nach multipler Befriedigung. Laut Fisher waren die "primitiven Hominidenehen" Verbindungen auf Zeit, durchsetzt von Seitensprüngen. Noch nicht gehemmt durch Sprache, Scham und Stolz, "stahlen sich die beiden Geschlechter, wenn sich eine Gelegenheit bot, mit anderen Partnern in die Büsche".
Ein ähnliches Bild der Zügellosigkeit entwarf der US-Forscher Mark Mansperger. Mit "fünf bis sechs Sexualkontakten" pro Tag, so seine These, hätten sich die grunzenden Urhorden zu engen sozialen _(* Helen Fisher: "Anatomie der Liebe". ) _(Verlag Droemer Knaur, München; 544 ) _(Seiten; 39,80 Mark. ) Verbänden zusammengeschmiedet. Geliebt wurde von Angesicht zu Angesicht, wie Lucys schräg nach vorn verlegter Vaginaleingang vermuten läßt.
Solch draufgängerisches Sexleben wie unter der Sonne des Pliozäns - wildes Beschlecken und Befummeln, umhüllt von einer stimulierenden Wolke aus Schweiß und Genitalsekreten - hat sich der Homo sapiens über die Jahrmillionen weitgehend abgewöhnt. Festgerammelt im monogamen Korsett, alle Wollust ängstlich mit Ekel, Scham und Moralität abwehrend - so schilderte Sigmund Freud den Menschen der Moderne, das "verdrängende Tier".
Das ist dem Erdenwurm schlecht bekommen. Gewaltige Verstümmelungen und Unterdrückungsleistungen mußte er sich auferlegen, ehe sein Leib ein Werkzeug war und sein Kopf beseelt vom Leistungsprinzip.
Erst vor rund 10 000 Jahren, mit der Seßhaftwerdung des Menschen, vermuten heute die Wissenschaftler, begann die maliziöse Geschichte der Einehe. Im Mittelalter schließlich, unter dem Diktat der Kirche, ging der Affektstau weiter: Rülpsen, Furzen, Schmatzen und andere schauerliche Verrichtungen wurden der Intimität zugeschlagen.
Nun, am Ende des Jahrtausends, steht der Homo sapiens wie ein zugepfropfter Homunkulus da. Vereinsamung, Ängste und ins Somatische implodierende Seelenleiden treiben den Psychotherapeuten enorme Kundschaft zu. 25 Prozent aller deutschen Großstädter sind nach Angaben des Bonner "Forschungsgutachtens zu Fragen eines Psychotherapeutengesetzes" neurotisch und beziehungsgestört.
Während die Medien wie gewaltige Illusionsmaschinen unentwegt Bilder des Glücks und der Sinnentrunkenheit auswerfen, steigt in der Bevölkerung der Frust. "Die sexuelle Aktivität", sagt der Frankfurter Sexualforscher Volkmar Sigusch, "ist nur scheinbar." Heute vermeide der Mensch alles, was an ein ungehemmtes Triebleben erinnert: "Spontaneität und Regellosigkeit, Hingabe und Ekstase".
"Nur jedes zehnte Paar ist wirklich glücklich im Bett", rechnete jüngst die Gesellschaft für Rationelle Psychologie in München vor. Auch der Hamburger Soziologe Werner Habermehl zieht in einer neuen Studie über das "Sexualverhalten der Deutschen" negative Bilanz: "Die sexuelle Zufriedenheit nimmt ab."
Der Publizist Ernest Borneman will gar Indizien für ein generelles "Sterben der Heterosexualität" gefunden haben. Seine Symptomsammlung, die Anfang nächsten Jahres in Buchform erscheint, reicht von der Volkskrankheit "Angst vor der Nähe" über die steigende Zahl impotenter Männer bis hin zu der von Sozialforschern ermittelten "zunehmenden Bindungsunfähigkeit" der Menschen.
Bornemans Fazit: In der letzten Dekade dieses Jahrtausends werde "wahrscheinlich weniger koitiert als zu irgendeiner anderen Zeit der Menschheitsgeschichte".
Gleichzeitig durchweht die Kultur ein neues Spaß-Ideal: Autoerotik. Chronisch nestelt der Popsänger Michael Jackson an seinem Hosenschlitz. Madonna rieb sich während eines Konzerts vorletzten Monat in London so anhaltend den Mons veneris, daß entrüstete CSU-Konservative für ein deutsches Auftrittsverbot der Sängerin plädierten.
Die politischen Sittenrichter kennen den Zeitgeist nicht. Selbststimulation ist hip, auch in Bayern. Der Münchner Szeneladen Babalu etwa unterhält seine Gäste mit einer "Fake Orgasm Show": Hinter Gazevorhängen müssen die Kandidaten Trieblaute ausstoßen. Wer am besten jodelt, erhält den meisten Applaus.
Zerfällt die Gesellschaft in einen Haufen masturbierender Monaden? Trendanalysen der Demographen legen diesen Verdacht nahe: Beinahe jede dritte Ehe in Deutschland zerbricht (im ersten Halbjahr 1993 stieg die Scheidungsquote erneut um 4,6 Prozent); 12 Millionen Bundesbürger leben als Singles. Der Berliner Soziologe Alexander Schuller prägte bereits das böse Wort von der "Onanisierung der Sexualität".
Der entschlossenste Vorstoß hin zur autistischen und partnerlosen Erotik wird derzeit in den USA angebahnt. Unter Hochdruck versuchen Computerspezialisten, das alte Rein- und Raus-Spiel in pure Simulation aufzulösen.
Zur realistischen Möglichkeit geworden ist diese Idee, seit 3-D-Brillen sowie Tasthandschuhe und Ganzkörperanzüge ("Datasuits") sich mit Grafikcomputern koppeln lassen und so ein umfassendes Eintauchen in die virtuelle Realität (VR) erlauben.
Aus Tausenden Bildpunkten bauen moderne VR-Simulatoren ihre Szenarien auf. Mit stereoskopischen Brillen bewehrt, steigen die Betrachter in eine Welt grenzenloser Sinnestäuschung: Umrauscht von digitalen Stimmen und Klängen aus Spezialkopfhörern, versinken sie in einen dreidimensionalen, wie gegenständlich wirkenden Illusionsraum, die Cyberwelt.
Militärs verwenden die neue Technologie bereits für Gefechtssimulationen (SPIEGEL 33/1993), Fluggesellschaften trainieren an den Scheinmaschinen ihre Piloten.
Doch der Cyberspace birgt größere Verlockungen. Entsprechend optimiert, könnten ihm chipgesteuerte Wunschpartner entsteigen: fühlbar, hörbar, betörend schön, immer willig und auf alle heimlichen Wünsche programmierbar.
Einen Vorgeschmack auf solche Zukunft lieferte das jüngste Treffen des traditionsreichen US-Berufsverbandes "Association for Computing Machinery". Hunderte von Computerfachleuten waren in den Sitzungssaal in Anaheim bei Los Angeles geströmt; mit einem digitalisierten Pornofilm wurden sie aufs Thema eingestimmt.
Sodann kamen die Experten umständlich zur Sache: Von "Teledildonics" und "Technosex", von elektronischen "Spezialgürteln" und "virtueller Verführung" war die Rede. Im Prinzip, das vermochten die geschraubten High-Tech-Formeln kaum zu kaschieren, ging es nur um das eine: Wann kommt der ganz persönliche Sexcomputer?
Erste Geräte zum Einstieg in die synthetische Lustwelt waren in Anaheim schon zu sehen. Auf der Sonderausstellung "Tomorrow''s Realities" präsentierte der Computerfachmann Henry See aus Montreal den Prototyp eines interaktiven Sexsystems. Titel: "B rbie''s Virtual Playhouse" (das a fehlte aus Rücksicht auf die Markenzeichenrechte an dem Spielzeugpüppchen).
Die Messegäste, manche kichernd, andere erschaudernd, befingerten zwei fleischfarbene Gummiknollen, die über Datenkabel mit zwei PC verbunden waren. Mit diesen weichen, hautähnlichen Joysticks mußten die Spieler auf dem Monitor ein junges Paar ins Bett bugsieren. Jeden Fortschritt beim PC-Petting kommentierte der Computer mit leisem Stöhnen.
Ein weiteres Gerät, "Blind Date" genannt, gab bereits einen Eindruck "elektronischen Fernfühlens". Auf dem Bildschirm wurde dem Besucher eine Hand gereicht. Wenn er sie berührte, reagierte der tastempfindliche Monitor mit wohligem Glucksen. "Die Maschine", sagt die Computerkünstlerin Hillary Kapan, "verführt den Benutzer."
Schon diese primitiven Formen von Technosex stießen in Anaheim auf reges Interesse. Verzückt, verwirrt, manche auch angewidert, erlebten die Messegänger erstmals, was ein von fantasiebegabten Softwarekünstlern getrimmter Computer allen anderen Lustsurrogaten voraus hat: Er kann reagieren, antworten, als wäre er ein Du, ein lebendiger Gegenpart.
Im Kalkül der Unterhaltungsindustrie sind solche - noch vergleichsweise tumben - Anmachversuche nur ein erster Schritt. Die Hoffnungen sind höher gespannt und zielen auf digitalisierte Ganzkörperreizung, vergleichbar jener Schüttelkur, die sich Woody Allen (in der Rolle des "Schläfers") in einem duschkabinenartigen "Orgasmatron" verpassen läßt.
Vom perfekten Technosex fabulierten schon viele. Die Film-Barbarella Jane Fonda ließ sich in einer Lusttonne durchkneten. In der US-Kinoschnulze "Der Rasenmähermann" (1990) kopuliert ein muskulöser Aushilfsgärtner mit _(* Gemälde von Gustav Adolph Spangenberg, ) _(1866. ) seiner Cyber-Traumfrau im Datenspeicher. Exzessiv zu Ende gedacht wurde die Maschinenerotik in dem Bilderbuch "Fornicon" von Tomi Ungerer. Hausfrauen kopulieren dort mit Staubsaugern und lassen sich von bedrohlich ausgestülpten, saugenden und knetenden Fickmaschinen stimulieren.
Der Verfall der Leidenschaft an tote Technik - diese schauerliche Idee hatte bereits der Dichter E. T. A. Hoffmann in seiner Erzählung "Der Sandmann" (1816) meisterlich durchgespielt: Ein junger Student verliebt sich rettungslos in ein tanzendes und makellos schönes Geschöpf, eine mechanische Puppe aus der Werkstatt eines Uhrmachers.
Der Fortschritt der Technik hat solche Literatur- und Filmträume inzwischen hart an den Rand der Machbarkeit geführt. Tasthandschuhe mit elektronisch gesteuerten stumpfen Mininadeln oder aufpumpbaren Luftpölsterchen wurden von dem britischen Unternehmen W Industries und der US-Firma Virtual Technologies vorgestellt. Die Fingerlinge vermitteln dem Cyberspacer ein "taktiles Feedback". Während er virtuelle Haut streichelt, hämmern und prickeln winzige Reizaktoren gegen seine Hand.
Ausgerechnet Sex, "dieser letzte Aspekt der Virtual Reality", bemerkt John Dvorak, Kolumnist der US-Zeitschrift PC Computing, "erregt all die kichernden Computertrottel und verdrucksten Eigenbrötler am meisten". Doch längst erlebt der Traum vom Technosex eine Renaissance auch außerhalb des Hackerghettos. Lustvoll ausdiskutiert werden die sexuellen High-Tech-Phantasien auf allen Kanälen des US-Fernsehens. In Talk-Shows wie "Geraldo", "Donahue" und der "Joan Rivers Show" wurden erregte Debatten darüber geführt, ob der Technosex nun verwerflich sei oder die ultimative Lösung allen Triebdrucks.
Die New York Times diskutierte die möglichen Vorzüge: Cybererotik erlaube "Sex ohne die verwickelten Komplikationen mühsamer Pflichtkonversation, ohne ansteckende Krankheiten und ohne das Frühstück danach". Im übrigen: "Was möglich ist, wird auch gemacht werden."
In Manhattan gibt es die ersten Ansätze schon zu besichtigen. Sinnenfrohe Cyberspacer können dort die Nachtbar "Light, Wisdom and Sound" anlaufen. Über 1000 Personen haben in dem neu eröffneten Szeneladen Platz. Die Gäste tanzen unter künstlichen Welträumen, umgeben von halluzinogenen Lichteffekten und Videoanimationen. Für erotische Gefühlskicks sorgt ein hochgerüsteter "VR Sex Room".
Auch das erste Fanmagazin ist auf dem Markt. Von San Francisco aus vertreibt die Philosophin und Postfeministin Lisa Palac das Hochglanzmagazin Future Sex. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Computerlabyrinthen im Silicon Valley verkündet die Herausgeberin ihre schrille Botschaft: Die höchste Form der Befriedigung sei der "taktile Datenfick".
Die alte Technik, Erotik über Schleimhautkontakte, kommt derweil zunehmend aus der Mode. Von der propagierten Lüsternheit der westlichen Industrienationen kann keine Rede sein.
Gleich drei neue Mammuterhebungen aus Frankreich (20 000 Befragte), England (19 000) und Deutschland (14 000) - allesamt von den nationalen Aids-Zentren der Länder angestellt - zeigen, wie weit sich der Mensch von den promisken Wurzeln der Vorzeit entfernt hat: *___Knapp 90 Prozent aller französischen Männer zwischen 18 ____und 69 Jahren lebten im letzten Jahr monogam oder ____enthaltsam; bei den Frauen waren es 95 Prozent. Selbst ____in der Gruppe der 25bis 29jährigen war die ____Enthaltsamkeit hoch. Jede elfte junge Französin gab an, ____sie lebe derzeit ohne jegliche erotische Betätigung ____(Männer: acht Prozent). *___Ähnlich flau ist die Situation bei den Briten. 27 ____Prozent der 16- bis 24jährigen Männer gaben an, derzeit ____überhaupt keinen Sex zu haben (Mädchen: 24 Prozent). ____Jede dritte Britin in der Altersgruppe der 25- bis ____35jährigen hatte bislang nur einen einzigen ____Geschlechtspartner.
Auch für Deutschland wird in den nächsten Wochen eine Untersuchung vorgelegt, die der (jetzt von Gesundheitsminister Seehofer hart angegangene) Chef des Aids-Zentrums beim Bundesgesundheitsamt, Meinrad Koch, durchführen ließ. Die befürchtete Aids-Epidemie in der heterosexuellen Bevölkerung, so Koch, sei nicht zu erwarten: "Die Promiskuitätsrate der Deutschen ist sehr gering."
Entschließen sich die Heranwachsenden erst einmal zur Heirat, sinkt die Seitensprungquote noch einmal gewaltig. Ulrich Clement, Sexualwissenschaftler an der Universität Heidelberg, kam nach Auswertung zahlreicher statistischer Erhebungen zu dem Ergebnis: "Bemerkenswert ist, daß die jüngeren Generationen über keine, wie man erwarten könnte, höheren außerehelichen Erfahrungen berichten."
Vom hohen Grad der Zufriedenheit in der Zweierbeziehung zeugt das nicht - im Gegenteil. Beim virtuellen Ehebruch sind die Gatten in Hochform. 90 Prozent aller Männer geben jetzt zu, daß sie onanieren. Mehr als die Hälfte stellt sich dabei Wunschpartnerinnen vor, nicht selten Filmstars. Bei den Amerikanern steht Cindy Crawford in der Gunst am höchsten, gefolgt von Madonna und Sharon Stone.
Wo das Gehirnkino nicht ausreicht, wird die Phantasie mit Bildern stimuliert. 70 Millionen im Leihgeschäft umlaufende Hardcorevideos, dazu jährlich 7 Millionen verkaufte Pornohefte in Deutschland zeugen von der Fähigkeit des Homo sapiens, sich selbst genüge zu sein - eine Leistung, die er im Tierreich mit dem Gorilla gemein hat.
In England haben Psychologen den "Pornojunkie" bereits zum therapiebedürftigen Kranken ausgerufen. Der klinische Forensiker Richard Beckett vergleicht die chronischen Wichser mit Spielsüchtigen. In beiden Fällen seien die angestrebten Symptome vergleichbar: "Emotionskick, erhöhter Blutdruck, Erregung".
Die einsame Verrichtung greift auch beim weiblichen Geschlecht um sich. "Frauen holen enorm auf", resümiert Götz Kockott, Psychiater an der Technischen Universität München. 72 Prozent aller jungen Studentinnen, so Kockotts Befund, masturbieren.
Gleichzeitig boomt der Telefonsex. Ein Heer von Tonbandmaschinen auf den Antillen und den Cayman-Islands lockt mit ohraler Befriedigung. Auf den Inseratseiten der Boulevard-Zeitungen füllen die Service-Damen ("Ich mache, was du willst", "30 Sekunden Vollgas") mittlerweile viele Spalten.
Es scheint, als könne sich der triebgestaute Mensch der Neuzeit nur noch in der Anonymität so richtig gehenlassen. Beim Pinkeln in öffentlichen Pissoirs klemmt vielen Männern der Schließmuskel, wie US-Wissenschaftler herausfanden. Bei Streß, Unsicherheit oder unbekannten Partnerinnen verläßt sie die Manneskraft (SPIEGEL 11/1993).
Selbst die biologische Basis des Fortpflanzungstriebs scheint zu bröckeln. Die Zahl der Spermien in der Samenflüssigkeit sank in den letzten 50 Jahren - Ursache unklar - von 113 auf 66 Millionen pro Milliliter herab.
Mutiert der Hodensack zum Windei? Arbeitet die Evolution womöglich schon an einer neuen Spezies Mensch, die ihre Geschlechtsorgane nur mehr als Soloinstrument nutzt und die Befruchtung im Reagenzglas vollziehen läßt?
"Die Woche zwier" hatte noch Martin Luther seinen Zeitgenossen als durchschnittliche Koitusfrequenz angeraten. Umfragen unter 9000 US-Singles ergab, daß sie im Schnitt nur einmal im Monat zur Hochform auflaufen. Lendenstark waren die Leute nur beim Do-it-Yourself-Verfahren. 63 Prozent der befragten Männer betrieben dreimal und häufiger pro Woche Selbstbefriedigung.
20 Jahre nach den sexuellen Befreiungsversuchen der 68er Generation stehen die Apologeten der freien Liebe vor einem Scherbenhaufen. Der Rausch vom befreiten Eros, wie ihn etwa die Sex-Hippies der Berliner "Kommune I" vorlebten, ist verflogen.
Vom (laut Herbert Marcuse) "polymorph perversen Charakter" des Menschen war damals die Rede, von der "Resexualisierung des Körpers" und von der Hoffnung, den genital fixierten Leistungsmenschen in einen erotischen Faun zurückzuverwandeln. Die so freiwerdende Zärtlichkeit und Libidoenergie sollte sich in alle Lebensbereiche ergießen, sollte soziale Anonymität aufheben und ein neues Paradies schaffen.
Losgetreten wurde mit dem Liebesprotest allenfalls eine Liberalisierung der Rechtsnormen. 1969 wurden der Ehebruch und die Sodomie als Straftatbestände aufgehoben, 1973 die Pornographie freigegeben.
Gunter Schmidt, 55, Leiter der Sexualmedizinischen Abteilung an der Uni-Klinik in Hamburg, hat mittlerweile alle Hoffnungen fahrenlassen: "Niemand ist glücklich. Liebe ist etwas Utopisches." Auch Borneman ist desillusioniert: "Nicht Wilhelm Reich, der Apostel der sexuellen Befreiung, sondern Beate Uhse hat gesiegt."
Offensichtlich unterschätzte die Rabulistik der 68er das in Jahrtausenden antrainierte Schambewußtsein des Menschen, der Leidenschaft immer auch als Abgrund zu erfahren vermag, als zerknirschenden Ichverlust und Selbstaufgabe - alles Rasereien, die im spaßorientierten Fitneßzeitalter als höchst unangenehme Aggregatzustände der Seele gelten.
Der Zürcher Paartherapeut Jürg Willi hält die modischen Abschottungsstrategien indes für wenig zweckdienlich. "Unsere gegenwärtige Kultur hat ein schlechtes Verhältnis zum Sehnen", beklagt der Sozialmediziner. Gefühle wie Liebessehnsucht und Passion würde zunehmend pathologisiert, und das, obwohl die Hoffnung auf ein "fragloses Aufgehobensein" im anderen in jedem Menschen "zeitlebens vorhanden" sei.
Willi argumentiert als einer der letzten Romantiker im Geschlechterdschungel. Unter den Händen plappernder Sexberater und Bumsapostel hat sich die Liebe zur Lust und die Lust zur Turnübung verwandelt.
Mediziner beschreiben den Orgasmus als "Muskelkontraktion". Bei der Frau beginnt die sexuelle Erregung mit einer Befeuchtung der Scheide (Lubrikation); sie erfolgt als Durchtritt einer klaren Flüssigkeit aus den Blutgefäßnetzen, die sich als Tröpfchenfilm um die Scheidenhaut legt.
Beim Mann steigt derweil die Herzfrequenz auf bis zu 180 Schläge pro Minute, Blut drückt in den Penis, bis schließlich die Vorsteherdrüse kontrahiert und das Ejakulat stoßweise hervortreibt. Bei der Frau reagiert der vordere Scheideneingang ("orgastische Manschette") in Intervallen von 0,8 Sekunden mit 3 bis 15 Kontraktionen.
Orgasmusführer liefern Anleitungen, wie solche Konvulsionen am geschicktesten zu erreichen seien. Am erfolgreichsten läuft derzeit die Liebesfibel von Naura Hayden**. Jahrelang habe sie im Bett geschauspielert, verrät die Buchautorin. Nun ermuntert sie ihre (mittlerweile zwei Millionen) US-Leser: "Wenn die Technik stimmt, ist alles gut."
Dennoch: Irritation bleibt. Vielleicht ist der Orgasmus doch kein bloß anatomisches Geschehen, sondern ein Erlebnis im Großhirn; ein Ausbruch von Leidenschaft, der nicht allein Technik, sondern ein Aufbrechen der Ich-Schranken voraussetzt. Wie stark der sexuelle Höhepunkt mental bestimmt wird, zeigen Untersuchungen an Querschnittsgelähmten. Obwohl ihr Reflexbogen zu den Genitalorganen unterbrochen ist, können sie einen Klimax erleben.
Jede Öffnung bedeutet jedoch Verletzbarkeit, und das rührt an "wunde Punkte", wie der Frauenarzt Wolf Eicher aus Mannheim formuliert. Täglich pilgern Dutzende von Hilfesuchenden in seine Praxis, die ihren Partner als Störfaktor im Bett empfinden. Scheidenkrämpfe (Vaginismus), Orgasmus- und Erektionsstörungen, sagt der Experte, "spielen eine riesengroße Rolle".
Die Kontaktarmut nimmt zu - auch bei der jungen Generation. Auch bei den Unter-Dreißigjährigen sind die Balzrituale weitgehend verkümmert. Nach intensiven Diskussionen mit Hamburger Studenten gewann der Soziologe Habermehl den Eindruck: "An der Uni herrscht tote Hose."
Mehr als die Hälfte aller männlichen Uniabsolventen haben noch nie einen Aufriß gewagt. Thorsten, 26, Hauptfach Informatik, lamentiert: "Es gibt keine Regeln. Was man auch macht, es ist verkehrt." Hartmut, 28, weiß immerhin: "Die Zahl der Frauen, die nur auf dem Rücken liegen und gefickt werden wollen, ist sehr niedrig."
Zugleich stieß Habermehl auf jene verwirrende Liebessyntax, aus der Tragödiendichter früherer Epochen ihre Katastrophen schürzten. "Wenn mir einer noch so gut gefällt, das darf ich ihm auf keinen Fall zeigen" (Jurastudentin Bettina, 25). Bei aufkeimender Zuneigung "gleich auszuflippen, das wäre doch peinlich" (Birte, 20). Lars, 24, Hauptfach Jura, hat daraus Konsequenzen gezogen: "Ich kann ganz gut ohne."
Ähnliche Phänomene ermittelte der Soziologe Clement. Das Begehren werde zunehmend "versprachlicht" und in eine "Vielfalt von sexuellen Bedeutungsqualitäten" aufgefächert. Im Klartext: Anstatt zur Sache zu kommen, ** Naura Hayden: "Wie man eine Frau befrie- _(digt". Heyne-Verlag, München; 116 ) _(Seiten; 16,90 Mark. * Auf der ) _(Computer-Verbandstagung in Anaheim. ) wird herumgelabert, bis der letzte Funken Erotik verflogen ist.
Die Schule um den Philosophen Norbert Elias hat für solches Zaudertum eine plausible Antwort parat: Die "Macht der Scham", so ihre These, wachse unentwegt. Als Indiz für diese Entwicklung nennen die Elias-Schüler die um sich greifende Nacktheit im öffentlichen Raum. Sie errege nicht mehr unmittelbar und könne deshalb "überall erlaubt werden".
Zugleich aber mit der Lockerung der Tabus hat sich ein betörendes Glücksversprechen in die Köpfe geschlichen. Kein Männerduschgel, das nicht auf makellosen Muskeln perlt, keine Schokoriegel-Werbung, die ihr Produkt nicht in einen fiebrigen Flirt einbettet.
Anstatt den schönen Körper zu bekommen, darf der Konsument aber nur die Schokolade essen. Das zerrüttet auf Dauer. Der Gegenwartsbürger sei einem unentwegten Teufelskreis von Verlockung und Enttäuschung ausgesetzt, sagt der Hamburger Psychosomatiker Adolf-Ernst Meyer, "da steigt der Level an Unzufriedenheit".
Um die Wollust des Bürgers überhaupt noch aus der Reserve zu locken, fahren die Medienmacher immer größere Kanonen auf. Teresa Orlowski, Pornoproduzentin aus Hannover, sendet von England aus per Satellit Hardcorefilme in deutsche Schlafzimmer. Derzeit streitet sie mit der Landesregierung vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht über die Rechtmäßigkeit ihres Tuns.
Die Richter sollten sich die Entscheidung reiflich überlegen. Schon die Sexfilme von RTL und Sat 1 haben schwere Verwerfungen im Ehebett ausgelöst. Anstatt zu stimulieren, wirken die Streifen lusttötend. Nach gemeinsamem Betrachten von TV-Softpornos, fanden Demoskopen heraus, verbreitere sich "die Kluft der Geschlechter".
Das Ergebnis solcher Frustrationen können die Gesellschaftsforscher deutlich in ihren Statistiken ablesen. Immer zögernder treten die Leute in die Zwangsanstalt Ehe ein, immer mehr verlassen den Lebensbund fluchtartig.
Kein Wunder: Das klerikale Konzept von der ewigen Treue widerspricht offenbar tiefsten Bedürfnissen. Im Menschen, sagt die US-Anthropologin Fisher, gäre nach wie vor der Triebdrang der Urhorden: "Eine innere Stimme sagt uns: Während unserer fortpflanzungsfähigen Jahre sind wir dazu geschaffen, uns immer wieder zu paaren."
Neue Erkenntnisse zur Biochemie der Liebe geben der Forscherin recht. Die Gefühlschemie des Homo sapiens ist auf Abwechslung angelegt. Zuerst beginnt alles wie ein Rausch. Im Zustand der Verliebtheit setzt der Organismus glückstimulierende Substanzen frei, darunter das Phenylethylenamin. Ergebnis: Die Verblendeten packt Euphorie, sie verfallen permanenter Lust.
Doch die Chemodusche ist nicht von Dauer. Höchstens drei Jahre hält die Hochstimmung an. Dann beginnt der Körper Hürden gegen die Raserei aufzubauen. Als Ersatz wird die Endorphin-Produktion angekurbelt. Diese Substanzen schaffen ein Gefühl von Fürsorge und Freundschaft.
Nicht selten bleibt der Nachbrenner jedoch aus. Dann kommt unerbittlich Frust auf, sexuelle Abstumpfung tritt ein.
Experten der Psychosomatischen Klinik der Universität Gießen konnten diesen Verödungsprozeß jetzt mit Zahlen untermauern. Befragt wurden Ehefrauen (Durchschnittsalter: 59 Jahre), die 30 und mehr Jahre verheiratet waren. Das Ergebnis bestätigt Gottfried Benns Verdikt: "Die Ehe ist eine Institution zur Lähmung des Sexualtriebes": *___Drei Viertel der Frauen in der Gießener Untersuchung ____nahmen eine starke "Abnahme des sexuellen Interesses ____ihres Partners" wahr. *___Nur zwölf Prozent der Ehepaare hielten Sexualität noch ____für "mittelwichtig" bis "wichtig". *___Vier von zehn Paaren hatten den koitalen Verkehr ____gänzlich eingestellt.
Doch es kommt noch schlimmer: Die Sex-Uhr der Geschlechter dreht sich im Verlauf der Zweierbeziehung gegenläufig. Während der Kopulationsdrang der _(* Montage aus der Zeitschrift Future ) _(Sex. ) Ehemänner schon nach dem 30. Lebensjahr stetig abfällt, erreichen die Frauen den Höhepunkt ihrer Fleischeslust erst mit Ende 30, um auf diesem hohen Plateau "bis zum Alter von 50 bis 60 Jahren zu verbleiben", wie die Gießener Studie ausführt.
Nicht zuletzt aus dieser Malaise könnte auch der Cybersex seine Anziehungskraft gewinnen. Frust und gegenseitiges Mißverstehen blieben in Grenzen, falls sich die unterschiedlichen Liebesbegehren der Geschlechter softwaretechnisch lösen ließen.
Frauen könnten sich mit streichelorientierten Latin Lovers vergnügen, etwa in Form gutgebauter Super-Marios. Männer entschieden sich vielleicht für penisfixierte Pin-up-Frauen, kurvenreich und schnell bei der Sache.
"Die Konsequenz von Cybersex", sagt der Hamburger Medienexperte Benjamin Heidersberger, "ist Sex mit Marilyn Monroe." Wie weit die Perfektionierung der chipgestützten Wollustmaschinen vorangeschritten ist, zeigt eine Design-Studie von Mike Saenz, 33, dem Chef der Softwarefirma "Reactor" in Chicago (Illinois). Der kregle Sexanimator hatte bereits mit dem PC-Playmate "Virtual Valerie" einen Bestseller gelandet.
In der Zeitschrift Future Sex führte Saenz nun seinen Prototyp "Cyber Sex Duo System" vor. Das genital fixierte Konzept (auf einen alle erogenen Zonen umfassenden Ganzkörperanzug wurde verzichtet) nennt der Computerfachmann "Nintendo für Erwachsene".
Zu dem Equipment, das bis 1995 verkaufsreif sein soll, gehören Komponenten, die allesamt bereits auf dem VR-Markt angeboten werden: *___Ein leichtgewichtiger Datenhelm (Sicht- und Hörgerät), ____der zum Cybersexgang ____über den Kopf gestülpt wird. *___Mit dem Rechner verkabelte Datenhandschuhe, die mit ____winzigen Tastsensoren ausgestattet sind. Sie sollen ____Druck-Impulse bis zu vier Kilogramm vermitteln und ____dabei Empfindungen auslösen, die vom "feinsten ____Streicheln mit der Fingerkuppe bis zum Schlag mit der ____Lederpeitsche" reichen. *___Die Frauen streifen "Magic Hands" über, eine Art ____Büstenhalter mit integrierten Kunstfingern zur ____Brustwarzenstimulation. *___Als Unterbau und Hauptsache erhalten die Datenreisenden ____zwei "Genital Units", "stoßfest und waschbar". Je nach ____Geschlechtsanatomie handelt es dabei um einen sich ____kolbenartig bewegenden Vibrator ("Cyberdildo") für die ____Frau beziehungsweise eine röhrenartige Tube mit Saug- ____und Knetwirkung für den Mann.
Um vollwertigen Ersatz zu bieten, müßten die Wonnemaschinen der Zukunft allerdings hard- und softwareergonomisch noch erheblich verbessert werden - bis sie am Ende kaum noch Ähnlichkeit mit einem herkömmlichen PC hätten. Vor allem das taktile Feedback bereitet den VR-Konstrukteuren einstweilen Schwierigkeiten.
Immerhin, auch der hydraulischmechanische Zweig der Ersatz-Erotik macht immense Fortschritte. Im Anzeigenteil von Future Sex bieten Firmen "Erototronics" und "Penisatoren" an. Zu den innovativsten Geräten gehören "Robosuck", ein Männerspielzeug mit prozessorgesteuerter Pneumatik, und "Ecstasy", eine High-Tech-Maschine, auf der die Frau wie auf einem Pferdesattel Platz nimmt.
Solche Lusthobel mit der VR-Welt zu vermählen scheint nur eine Frage der Zeit. Der PC-Fachmann John Dvorak rechnet damit, daß schon bald "irgendein Versandhandel" Cybersexanzüge "für alle Größen" anbieten werde.
Endet so die Welt? Kehrt der Mensch - nunmehr virtuell fortpflanzungsfrei und selig selbstversunken - in jene fröhlichen Urständ zurück, in der Lucy und ihre Liebhaber lebten? Der Science-fiction-Autor C. Clark ist sicher: "Sex, wie wir ihn jetzt kennen, gibt es höchstens noch 70 Jahre."
Die Techno-Prophetin und Future Sex-Herausgeberin Lisa Palac, in deren Büro lebensgroß eine aufblasbare männliche Gummipuppe prangt, hegt noch Zweifel. Solange der menschliche Sexualtrieb so unterentwickelt sei "wie das bulgarische Raumfahrtprogramm", sei die Welt vielleicht noch nicht reif für die Segnungen der Cyberwelt.
Skeptiker halten dagegen: Gerade deshalb könnte aus dem von Palac erhofften "Multimilliardengeschäft" was werden. Y
Fingerlinge vermitteln dem Cyberspacer ein "taktiles Feedback"
Anstatt zur Sache zu kommen, wird herumgelabert
"Eine innere Stimme sagt uns: Wir sollen uns paaren"
Kehrt der Mensch in die fröhlichen Urständ des Pliozäns zurück?
* Helen Fisher: "Anatomie der Liebe". Verlag Droemer Knaur, München; 544 Seiten; 39,80 Mark. * Gemälde von Gustav Adolph Spangenberg, 1866. ** Naura Hayden: "Wie man eine Frau befriedigt". Heyne-Verlag, München; 116 Seiten; 16,90 Mark. * Auf der Computer-Verbandstagung in Anaheim. * Montage aus der Zeitschrift Future Sex.

DER SPIEGEL 46/1993
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.


DER SPIEGEL 46/1993
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Cyber-Sex - Wollust mit dem Computer

Video 01:07

Schadenfreude bei Sprengung 3,2,1 und - plötzlich kommt ein Bus ins Bild

  • Video "Dashcam-Video: Bruchlandung auf US-Highway" Video 00:57
    Dashcam-Video: Bruchlandung auf US-Highway
  • Video "Überfall: Vier Frauen verjagen muskelbepackten Räuber" Video 00:58
    Überfall: Vier Frauen verjagen muskelbepackten Räuber
  • Video "Die Akteure im Jamaika-Drama: Spalter, Verweigerer, Gescheiterte" Video 02:25
    Die Akteure im Jamaika-Drama: Spalter, Verweigerer, Gescheiterte
  • Video "Die Nacht der Entscheidung: Das war eine absurde Situation" Video 03:32
    Die Nacht der Entscheidung: "Das war eine absurde Situation"
  • Video "Zerstörung in 15 Sekunden: Legendäres US-Sportstation gesprengt" Video 00:47
    Zerstörung in 15 Sekunden: Legendäres US-Sportstation gesprengt
  • Video "Größtes Luftschiff der Welt: Airlander 10 in England abgestürzt" Video 00:59
    Größtes Luftschiff der Welt: "Airlander 10" in England abgestürzt
  • Video "Geplatzte Jamaika-Sondierungen: Ich bin ziemlich schockiert" Video 01:58
    Geplatzte Jamaika-Sondierungen: "Ich bin ziemlich schockiert"
  • Video "Keine Road to Jamaika: Lindner wollte offensichtlich nicht regieren" Video 02:53
    Keine Road to "Jamaika": "Lindner wollte offensichtlich nicht regieren"
  • Video "Gescheiterte Jamaika-Verhandlungen: Christian Lindner nennt Grund" Video 00:47
    Gescheiterte Jamaika-Verhandlungen: Christian Lindner nennt Grund
  • Video "Argentinien: Suche nach verschollenem U-Boot ausgeweitet" Video 01:15
    Argentinien: Suche nach verschollenem U-Boot ausgeweitet
  • Video "Merkel zu Jamaika: Tag mindestens des tiefen Nachdenkens" Video 01:28
    Merkel zu Jamaika: "Tag mindestens des tiefen Nachdenkens"
  • Video "Sondierung gescheitert: Liberale brechen Jamaika-Verhandlungen ab" Video 01:36
    Sondierung gescheitert: Liberale brechen Jamaika-Verhandlungen ab
  • Video "Aus für Jamaika: Parteichefs geben sich gegenseitig die Schuld" Video 03:58
    Aus für Jamaika: Parteichefs geben sich gegenseitig die Schuld
  • Video "Virales Musikvideo: Coole Riffs auf der Dreihals-Gitarre" Video 02:35
    Virales Musikvideo: Coole Riffs auf der Dreihals-Gitarre
  • Video "Schadenfreude bei Sprengung: 3,2,1 und - plötzlich kommt ein Bus ins Bild" Video 01:07
    Schadenfreude bei Sprengung: 3,2,1 und - plötzlich kommt ein Bus ins Bild