24.10.1994

RÜCKSPIEGELDer SPIEGEL berichtete . . .

. . . in Nr. 42/1994 AUFSICHTSRÄTE - GERANGEL UM DEN VORSITZ BEI DAIM-LER über den Meinungswechsel von Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper, der den Aufsichtsratsvorsitz bei Daimler-Benz nicht, wie zuvor fest versprochen, an Edzard Reuter abgeben will.
In der vergangenen Woche trafen sich die Vertreter der Anteilseigner im Daimler-Aufsichtsrat, darunter Manager der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Dresdner Bank, und entschieden: Der bisherige Konzernchef Reuter soll nach Ende seiner Dienstzeit im Mai nächsten Jahres nicht den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen. Bankier Kopper begründete seine geänderte Meinung auch in dieser Runde nicht. Er hatte Reuter vor einem Jahr bereits den Posten angeboten und ihn seitdem nicht darüber informiert, daß er den Vorsitz doch selbst weiterführen will. Der Daimler-Manager betonte deshalb vor der Sitzung der Kontrolleure: "Ich vertraue auf das Wort von Herrn Kopper." *EINLEITUNG: . . . in Nr. 46/1993 RECHTSEXTREMI-STEN - LÄNDER FINANZIEREN PROPA-GANDAFILM ÜBER EINEN NEONAZI über den umstrittenen Film "Beruf Neonazi" von Winfried Bonengel, der den Neonazi-Führer Bela Ewald Althans porträtiert.
Nach einem längeren Prozeß entschied das Landgericht Berlin nun, daß der Film nicht mehr öffentlich aufgeführt werden darf. Bereits verliehene Kopien müßten sofort aus den Kinos zurückgerufen werden. Der Film, der nach Ansicht des Gerichts zu einem Propagandamittel geraten sei, dürfe unkommentiert nur noch an Schulen und Universitäten als Material zum staatsbürgerlichen Unterricht gezeigt werden. Die betroffene Filmverleihfirma Unidoc will gegen den Gerichtsbeschluß Beschwerde einlegen. Schließlich, so die Verleiher, sei "Beruf Neonazi" bereits in voller Länge im Fernsehen und auf etlichen internationalen Festivals gelaufen. *EINLEITUNG: . . . in Nr. 5/1994 PERSONALIEN über den Autor Henryk Broder, der von dem Journalisten Gert von Paczensky wegen der Bemerkung auf Unterlassung verklagt worden war: "Ich hatte einfach die Nase voll, mich mit linken Antisemiten . . . a la Paczensky herumzuschlagen."
Vor dem Oberlandesgericht Hamburg siegte Antragsteller Paczensky. Broder verpflichtet sich demnach, die Formulierung "linker Antisemit a la Paczensky" nicht mehr zu verwenden.

DER SPIEGEL 43/1994
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