01.08.2015

BergbauGiftmüll unter Tage wird untersucht

Auf den Bergbaukonzern RAG kommen möglicherweise milliardenschwere Kosten für die Sanierung seiner Schächte zu, die mit Hunderttausenden Tonnen Giftmüll und PCB verseucht sind. Der Grund: Das traditionell kohlefreundliche Land NRW hat vorige Woche nach fast zwei Jahren Streit zwischen SPD und Grünen ein neues Gutachten in Auftrag gegeben, das die Verantwortung der RAG klären soll. Das Aachener Beratungsunternehmen AHU soll untersuchen, ob das Gift in den Schächten sicher eingelagert ist, wie die RAG behauptet, oder ob durch das steigende Grubenwasser eine akute Gefahr für Mensch und Umwelt besteht, wie Umweltverbände und Grüne befürchten. Sollte die AHU auch zu dieser Auffassung gelangen, wird das für die RAG teuer. Die zum Teil tausend Meter tiefen Schächte müssten aufwendig geräumt und saniert werden. Recherchen hatten ergeben, dass die RAG in den Achtzigern und Neunzigern giftige Filterstäube aus Industrieanlagen und über 10 000 Tonnen PCB-haltige Hydrauliköle in ihren Bergwerken entsorgte.
Von Bs, und Fdo,

DER SPIEGEL 32/2015
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