14.08.2015

VerbrechenDer Prinz des Darknet

Abgeschiedene Winkel des Internets schützen die Meinungsfreiheit, aber auch Kriminelle: Ein Leipziger Lehrling steuerte aus dem Kinderzimmer einen globalen Drogenhandel.
Als Dealer hat man es heute auch nicht leicht. Wenn Shiny nicht schnell genug lieferte, maulte die Kundschaft in den Onlineforen: Wo bleibt mein Koks? Ist Shiny mit dem Geld abgetaucht? Hat die Polizei ihn schon geschnappt?
Shiny flegelte zurück: Nervzwerge, Meckerkrähen, Pissbesteller! Einem lamentierenden Käufer schickte er eine Großpackung Taschentücher, damit er sich mal so richtig ausweinen könne.
Dem Geschäft schadete Shinys schlechtes Benehmen nicht, sein Stoff galt als exzellent, Kunden aus aller Welt bestellten bei "Shiny Flakes". So hieß der Laden im Internet, "glänzende Flocken". Der Name sprach sich rasch herum, offenbar steckte ein Profi dahinter.
Niemand wusste, dass Shiny, noch keine 20 Jahre alt, den globalen Drogenversand aus seinem Kinderzimmer steuerte.
Im Norden von Leipzig, an einer lauten Ausfallstraße, steht ein kahler Wohnblock aus den Fünfzigern. Ganz oben wohnt Shiny, bürgerlich Maximilian S., mit Mutter und Stiefvater. Was der Sohn in seinem Zimmer treibt, wissen die Eltern angeblich nicht. Die Tür ist immer verschlossen. Er kommt nicht mal zum Essen heraus.
Max scheiterte am Gymnasium, schaffte aber die mittlere Reife, die Kellnerlehre danach brach er ab, viele Freunde hat er nicht. Aber wenn der junge Mann durch die Tür seines Kinderzimmers geht und den Schlüssel hinter sich umdreht, empfängt ihn eine andere Welt. Hier ist er Shiny, der Drogenbaron.
Er kommt mit dem Versenden oft kaum nach: Die Ware – Kokain, Ecstasy, LSD – geht an Tausende Besteller in Deutschland und der ganzen Welt, nach Indonesien, Australien. Alles muss er abwiegen, verschweißen und auf den Weg bringen.
320 Kilogramm Rauschmittel hat Shiny wohlsortiert in seinem Zimmer gelagert. In den Regalen liegen auch rund 26 000 verschreibungspflichtige Tabletten von Alprazolam bis Zolpidem – beliebt bei Süchtigen und Kraftsportlern. Es sieht aus wie in der Asservatenkammer eines rührigen Drogendezernats.
Außerdem gibt es alles, was zum Betrieb eines Versandhauses nötig ist: Dutzende Faltkartons, Tausende Luftpolstertaschen, ein Vakuumverpackungsgerät, zwei Feinwaagen und einen Magnetkartenleser.
Der Jungunternehmer kommt auf gut 200 000 Euro Umsatz im Monat. Ein Kurier bringt einmal die Woche frische Ware aus den Niederlanden. Für die Absprachen mit ihm ist eines von insgesamt 14 Mobiltelefonen reserviert. Shiny nutzt sie abwechselnd, um seine Spuren zu verwischen.
Die Geschichte von Shiny Flakes wäre noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen. Sie kündet von einer neuen Ära des Verbrechens. Wenn ein einsamer Kellnerlehrling imstande ist, mal eben ein kriminelles Versandhaus aufzumachen – kann das dann nicht jeder?
Der kriminelle Onlinehandel erlebt gerade eine Gründerzeit. "Wir sehen da eine neue Generation von Tätern", sagt Carsten Meywirth, Leiter der Cybercrime-Bekämpfung im Bundeskriminalamt in Wiesbaden. "Früher kamen Drogenhändler aus dem Milieu. Heute sind das junge Leute, die sich mit Computern auskennen."
Im Milieu gehörten Drogen, Waffen und Prostitution zusammen. Der Verbrecher musste sein Handwerk von Grund auf erlernen: erst einmal kleinere Jobs erledigen, kaltes Blut beweisen, loyal zu den richtigen Leuten sein.
Die Täter neuen Typs überspringen die Kriminellenlaufbahn. Sie setzen sich an ihren Computer, und wenig später läuft ihr internationaler Drogenversandhandel. Sie ziehen ihr Geschäft auf wie ein Start-up.
Die Polizei staunt, wen sie da manchmal zu fassen kriegt. Verkrachte Lehrbuben wie Shiny aus Leipzig, der seit Februar in Untersuchungshaft sitzt. Oder arbeitslose Computerfreaks wie Sascha F., genannt "der Pfandleiher", der aus dem niederbayerischen Landkreis Deggendorf im Internet große Mengen Drogen verkaufte.
Der Pionier dieser Jungunternehmer war Ross Ulbricht, ein freundlicher Ingenieur aus Texas; Ende Mai wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. In den Medien kursierte ein Foto seines lächelnden Milchgesichts – es wurde zum Inbild der Generation Bürschchen, die sich im Internet mit krummen Geschäften etabliert.
Ulbricht entpuppte sich als gerissener Dealer, Deckname "Dread Pirate Roberts". Im Jahr 2011 brachte er die Handelsplattform "The Silk Road" ins Netz. Dort gab es mehr als 300 verschiedene Drogen zu kaufen, dazu Falschgeld und Handfeuerwaffen. Das Ladenzentrum bot ein verlässliches Bezahlsystem, es war übersichtlich eingerichtet, und unter den Produktbildern standen die Bewertungen der Kunden. Es sah fast aus wie bei Amazon.
Mit Silk Road hatte Ulbricht den kriminellen Onlinehandel professionalisiert: als kundenfreundliches Einkaufsparadies.
Nach diesem Prinzip arbeitete auch der Leipziger Jungdealer Shiny. Er wagte es sogar, Drogen im offenen Internet zu verhökern. Seine Shops ließ er im Königreich Tonga und auf den australischen Kokosinseln registrieren, wo die Behörden nicht ohne Weiteres mit deutschen Staatsanwälten zusammenarbeiten. Zusätzlich sorgte er für ein bisschen technische Maskerade. Damit sei er, so dachte der junge Mann, als Betreiber unauffindbar.
Einen Teil seines Geschäfts erledigte Shiny in einem speziellen Schlupfwinkel des Internets, genannt Darknet. Das ist eine abgeschiedene Welt, in die sich nur selten Laufpublikum verirrt. Wer Zutritt will, muss eine spezielle Software installieren, etwa den Tor-Browser. Damit ist jeder Nutzer anonym unterwegs, als verschwände er unter einer Tarnkappe.
In dieser Schattenwelt kann jeder tun, was er will – seine Identität ist auch vor der Polizei geschützt. Dafür sorgt ausgeklügelte Verschleierungstechnik. Wer keinen Fehler macht, ist für nichts zu belangen. Hatte es das Böse jemals so gut?
Kunden wie Händler dürfen sich rundum sicher fühlen. Bezahlt wird hier mit der kryptischen Währung der Bitcoins, die sich bei Onlinebörsen in herkömmliches Geld umtauschen lassen. Vorsichtig eingesetzt, erlauben Bitcoins keinerlei Rückschlüsse auf Sender oder Empfänger.
Diese Geschäftssicherheit befeuert den Gründungseifer. Der "Torsupermarket" für Elektronik zum Beispiel ("Proudly in business since August 2011") bietet iPhones und Spielkonsolen zu unschlagbaren Preisen – die Ware wurde ja auch, wie der Händler versichert, mit gestohlenen Kreditkartendaten gekauft.
Nebenan gibt es Pistolen mit Schalldämpfer, gefälschte Euronoten und Führerscheine. Tante-Emma-Läden bieten selbst gezogenes Marihuana. Unter "Rent-A-Hacker" prahlt ein Anonymus, er könne für 500 Euro das Leben jeder gewünschten Person ruinieren, etwa durch Verleumdung als Nutzer von Kinderpornografie.
Ross Ulbrichts Silk Road war zeitweise der größte Handelsplatz im Darknet; nach der Verhaftung des Betreibers im Oktober 2013 wurde er geschlossen. Sein Erbe hat eine Plattform angetreten, die benannt ist nach dem altgriechischen Wort für Marktplatz: Agora. Für umgerechnet 685 Dollar gibt es hier einen gefälschten deutschen Personalausweis, für vier Dollar kann man sich 100 Twitter-Follower kaufen. Das Hauptgeschäft aber macht der Drogenhandel aus. Auch Shiny aus Leipzig hat seinen Stoff über Agora verkauft.
Ungeniert präsentiert sich das Verbrechen in dieser Ecke des Internets. Das ist ein Angriff auf das landläufige Rechtsempfinden – wofür hat man denn die Polizei? "Das Tor-Netzwerk ist mit keiner uns verfügbaren Überwachungstechnik zu knacken", sagt Georg Ungefuk, Staatsanwalt bei der hessischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität in Gießen.
Andererseits ist das wohl auch gut so. Denn die Anonymisierung dient beileibe nicht nur schlechten Zwecken. Dissidenten in Syrien, Ägypten und anderswo wissen das am besten. Die Möglichkeit, sich unerkannt übers Internet auszutauschen, ist für sie oft lebenswichtig.
Auch Journalisten des SPIEGEL nutzen das Tor-Netzwerk regelmäßig, etwa zur Kommunikation mit Informanten. Andere Medien betreiben anonyme Briefkästen im Darknet. Es gibt sogar eine Whistleblower-Plattform eigens für den Artenschutz: Das Projekt WildLeaks nimmt Belege über die Umtriebe von Wilderern entgegen.
Für Leute, die Grund zur Vorsicht haben, ist die Anonymisierungstechnik ein normaler Bestandteil des Internets. Eines Tages könnte sie auch für andere alltäglich sein. Einen großen Schritt in die Richtung tat die Firma Facebook, selbst nicht frei von Ausspähgelüsten. Im vergangenen Herbst eröffnete sie einen klandestinen Zugang im Tor-Netzwerk. Hilfreich ist er für Mitglieder aus Ländern, in denen Zensur herrscht. Nun können sie sich unbemerkt von der Obrigkeit ins Freundesnetz einwählen.
Die Arbeit an der Tarnkappe für Surfer begann Mitte der Neunzigerjahre in einem Forschungslabor der US-Marine. Die Militärs wollten ihre Kommunikation im Internet gegen Spionage abschirmen. Aber schon bald wurde klar, dass da eine Technik von weit größerer Bedeutung entstand.
Seit 2006 betreibt eine gemeinnützige Organisation das Tor-Projekt. Mehr als die Hälfte des bescheidenen Budgets kommt aus verschiedenen Einrichtungen der US-Regierung, im vorvergangenen Jahr waren es insgesamt rund 3,5 Millionen Dollar.
Normalerweise kann alles, was ein Mensch im Internet tut, ausgespäht, rückverfolgt und ihm zugeordnet werden – nicht so im Tor-Netzwerk. Dort ist es möglich, unerkannt jede beliebige Adresse im Web aufzurufen. Das Prinzip der Tarnung ist so einfach wie raffiniert: Die Anfrage wird beim Absender mehrfach verschlüsselt, dann hüpft sie durch ein globales Verteilernetz von mehr als 6000 Tor-Servern zum Ziel (siehe Grafik rechts). Die Route verläuft jeweils über drei zufällig ausgewählte Zwischenstationen; obendrein wechselt sie alle zehn Minuten.
Ein Überwacher kann die Daten zwar unterwegs abfangen, aber nicht lesen. Und sie geben ihr Endziel nicht preis, auch nicht den ursprünglichen Absender. Gerade noch schien er sich aus Finnland einzuloggen, wenig später ist er in Australien. In Wahrheit sitzt er vielleicht in Frankfurt.
Bewegungsprofile kann also aus diesem Gaukelspiel niemand mehr erstellen. Verborgen bleibt vor allem, was Späher sonst noch so interessiert: wer wann wo unterwegs war – und mit wem er dabei zu tun hatte. Es gibt, technisch gesprochen, keine brauchbaren Verbindungsdaten. Damit wäre auch die umstrittene Vorratsdatenspeicherung obsolet.
Kein Wunder also, dass Aktivisten das Darknet verteidigen. Sie sehen darin das letzte Rückzugsgebiet für den freien Austausch. Im Schutz von Tor kann der Bürger sich noch durchs Netz bewegen, ohne dass Werbewirtschaft und Geheimdienste ihn an jeder Ecke röntgen.
Dieselbe Infrastruktur beschirmt freilich auch die Schurken vor dem Zugriff der Strafverfolger. Die Technik ist, wie immer, moralisch blind. Das ist das Dilemma.
Es gibt Dinge im Darknet, die sind abstoßender als Drogenhändler. Dorthin führen kryptische Links aus Zeichenketten, die auf .onion enden. Für Google ist dieser Teil der Netzwelt unsichtbar. Er umfasst etwa 40 000 Websites. Zur Orientierung dient eine Sammlung von Adressen, genannt Hidden Wiki. Wer ihnen folgt, gerät mitunter ins Schlucken. Bilder zerstückelter Leichen tauchen da auf; nebenan sammelt das Forum "Scream Bitch" Anschauungsmaterial zu den Themen Vergewaltigung, Folter und Tod – nur Beiträge über echte Taten würden geduldet, mahnt der Betreiber. Tiefer versteckt sind Plattformen der Pädosexuellen zum Missbrauch von Kindern.
Das Darknet, so viel ist sicher, stellt die Gesellschaft auf eine harte Probe: Wird sie solche Umtriebe ertragen, zugunsten des Großen und Ganzen? Und: Ist die freie Kommunikation das wirklich wert?
Der britische Netzforscher Jamie Bartlett hat das Schattenreich im Internet erkundet; sein Buch "The Dark Net" erscheint im September auf Deutsch. Bei der Recherche stieß Bartlett auf einen absonderlichen Buchmacher. Dieser Anonymus bot Wetten an auf das Datum, an dem ein beliebiger Mitmensch stirbt. Wer dem tatsächlichen Ableben am nächsten kommt, sollte den Topf gewinnen.
Das makabre Wettbüro nannte sich "Assassination Market", auf Deutsch "Markt der Attentate". Präsentiert wurde es als neue Art der politischen Mitbestimmung: Ein Bürger, der sich über einen Politiker ärgert, zahlt einfach ein kleines Sümmchen auf dessen Todesdatum ein. Ärgern sich viele, ist bald ein erklecklicher Jackpot beisammen – Ben Bernanke, damals Chef der US-Notenbank, hatte Ende 2013 bereits Volkszorn im Gegenwert von etwa 90 000 Dollar auf sich gezogen.
Irgendwann, so das Kalkül, ist ein Betrag erreicht, der einen Killer anlockt. Der trägt dann einfach das Sterbedatum seines Opfers ein, das er ja exklusiv kennt, und kassiert das Geld. Das ist die perfide Erfindung der vollständig anonymen Attentatsverabredung – niemand hat einen Mord in Auftrag gegeben, keiner weiß, wer ihn verübt hat.
Die schauerliche Idee von der Politik mit den Mitteln der Kopfgeldjagd geht schon länger um. Hitler und Stalin, behaupten ihre Anhänger, hätten in einem solchen System nicht lange überlebt. "Natürlich ist so ein Markt bösartig und zynisch", sagt Netzforscher Bartlett. "Zugleich ist er sehr clever erdacht. Man kann ihn ja auch für gute Zwecke einsetzen."
Für Bartlett ist das Darknet "ein Versuchslabor für schräge Ideen", es erinnert ihn an das frühe Internet. "Das war damals auch ein wilder Ort", sagt er. "Man konnte alles Mögliche ausprobieren und jeden Tag ein anderer sein. Dann zogen die großen Firmen ein mit ihrem Marketing und den Cookies, und dann kam die NSA."
Nun ist nur noch das Darknet geblieben – der letzte Ort, an dem niemand weiß, dass du ein Hund bist. Und irgendwo, glaubt Bartlett, müsse der Mensch ja auch Absonderliches diskutieren dürfen.
Der Killermarkt ist heute nicht mehr auffindbar. Das ist typisch fürs Darknet. Vieles gibt es nur ein paar Monate lang. Auch so mancher Laden verschwindet bald wieder, oft genug ist dann auch das Geld der Kundschaft weg.
Nie kann man sicher sein, was hier echt ist, was Prahlerei und was Betrug. Jeder spukt hier anonym herum, niemand kann zur Rechenschaft gezogen werden, weit und breit keine Obrigkeit, die über Verträge wacht – warum raubt im Darknet nicht einfach jeder jeden aus? Und wie schaffte es ein Einzelgänger aus Leipzig, hier im wüsten Drogengeschäft Fuß zu fassen?
Vor der Verwandlung in den Drogenbaron Shiny machte Max eine Kellnerlehre in einem guten italienischen Restaurant der Stadt. Die Chefin erinnert sich genau an den jungen Mann. Max habe es geliebt, im Kellnerfrack durchs Lokal zu stolzieren, das weiße Hemd akkurat gebügelt. Den Gästen gegenüber verhielt er sich stocksteif. Er war schnell gekränkt, auch wenn er sich große Mühe gab, das zu verbergen. Wenn die Belegschaft feierte, ging er nach Hause.
Einmal kam ein Gast mit gleichem Nachnamen ins Lokal. Da fragte Max seine Kollegen, ob sie eine Ähnlichkeit erkennen könnten. Er suchte in ihm wohl seinen Vater, den er nie kennengelernt hat.
Die Chefin weiß auch noch, wie Max sich eines Tages von seinem Trinkgeld Designerschuhe kaufte. Den leeren Karton trug er von da an mit sich durch die Stadt, als wollte er sich als Mann von Welt zeigen. Ein Jahr vor dem Ende seiner Ausbildung kündigte Max überraschend. Die Lässigkeit der südländischen Kollegen, erklärte er, sei nicht sein Stil.
Stattdessen machte er im Internet sein Drogenversandhaus auf.
Noch heute ist der Onlineladen im Webmuseum Archive.org zu besichtigen, wo abgeschaltete Webseiten gespeichert sind: professionell aufgemacht, reich bebildert. "Hochwertiges Kokain aus Kolumbien" steht da für 80 Euro zum Verkauf, "sauberes Meth" für 70 Euro, marokkanisches "Super Polm Hash" für 12 Euro, Ecstasy in Form von Goldbarren und Glücksklee.
Dazu klare Anweisungen für die Kundschaft: "Bestellen, bezahlen, empfangen. Es gibt keinen Grund zur Kommunikation. Informiere Dich anderweitig bzw. übe Dich in Geduld."
Auch als Shiny Flakes zeigte der schroffe, hochfahrende Max kein Talent, sich Freunde zu machen. Wenn seine Kunden muckten, beleidigte er sie als "Schwachköpfe" und "Trolle". Hinter kritischen Stimmen vermutete er wahlweise die "Konkurrenz, Geisteskranke und die Missgunst im 21. Jahrhundert".
Aber auch der grimmige Prinz des Darknet beugte sich den Regeln des Systems. Das heißt: Er musste zügig liefern, und die Ware musste ihr Geld wert sein. Andernfalls gab es schlechte Zensuren. In den Shops des Darknet ist es üblich, dass die Kunden ihre Händler bewerten. Sie vergeben Sternchen, sie kommentieren die Güte der Ware, den Service. Gestreckter Stoff? Saumseliger Versand? Das wird nicht verziehen, es verdirbt den Punkteschnitt.
Shiny rackerte tagein, tagaus in seinem Kinderzimmer, aber auch er schaffte es nicht immer. Ein Kunde lamentierte über "Lieferprobleme", prompt gab es nur eines von fünf Sternchen: "Leider sehr schlächter kontackt 16 tage aus dem inland". Solange der Jungdealer sich sputete, war alles gut: "Schnelle Lieferung. Wunderschöne Kristalle", schrieb ein begeisterter Abnehmer. "Shiny is the Man!!!"
Ein Kunde, der auf den Märkten des Darknet nicht bestens bedient wird, kauft eben nebenan. Deshalb überbieten die Händler einander mit Aufmerksamkeiten: Es gibt Probepäckchen, Rabatte und kostenlosen Versand für treue Besteller. Selbst Shiny kam nicht umhin, seinen Sendungen Gummibärchen beizulegen.
Die Reputation regelt hier den Geschäftsbetrieb. Die Dealer geben brav die eilfertigen Dienstleister. Manche Fachleute halten das für eine nützliche Entwicklung: Da Menschen nun einmal kaum von Rauschmitteln lassen werden – wäre ein vernünftiger Onlinehandel nicht die beste Art, sie zu versorgen?
Der Frankfurter Suchtforscher Heino Stöver muss nicht lange überlegen: "Wenn es da wirklich sauber, preiswert und transparent zugeht", sagt er, "dann ist das besser als der Zustand, den wir haben." Der übliche Straßenhandel ist meist in der Hand lokaler Kartelle. Stets muss der Kunde damit rechnen, dass der Stoff gestreckt oder sonst von minderer Güte ist. Weil der Süchtige nicht um die Konzentration weiß, kann er gerade bei Heroin auch eine tödliche Überdosis erwischen.
Warum dann der Furor gegen die Onlineplattformen? Es sei eine Provokation, glaubt der Forscher, wenn ein Dealer so offen mit Koks und Crystal Meth handelt wie Amazon mit Büchern und Tafelgeschirr. "Die Gesellschaft zieht es vor, dass Drogen auf die schmutzige Tour vertrieben werden." In den neuen Shops steckt für Stöver auch ein politisches Votum: Sie befördern die Legalisierung quasi von unten.
Im Forum von Silk Road hatte sich sogar ein Arzt niedergelassen. Ein Doctor X beriet dort im sicheren Gebrauch von Rauschmitteln. Im Offline-Leben heißt der Mann Fernando Caudevilla, er ist Hausarzt in Madrid, Schwerpunkt Suchthilfe. Caudevilla ist geachtet in seinem Fach, und er sieht keinen Grund, sich zu schämen, nur weil er ein paar Leute davor bewahrt hat, sich versehentlich zu vergiften.
Nach Feierabend setzte er sich an den Computer und beantwortete Anfragen. "Mehr als tausend waren es in zwei Jahren", sagt er. Die Leute wollten wissen, wie man Ecstasy dosiert; ob sich Alkohol und LSD vertragen, ob Diabetiker Meth schlucken dürfen. Alles Probleme, die man ungern der Praxis um die Ecke anvertraut.
Solche Plattformen werde es auch weiterhin geben, glaubt der Arzt, auch wenn das Urteil gegen Ross Ulbricht, den Betreiber von Silk Road, hart ausgefallen ist.
Der hatte sich, seinem Geschäftssinn zum Trotz, gern als Systemfeind und Pionier einer libertären Bewegung gegen den Staat inszeniert. "Wir sind KEINE Lastesel, die sich besteuern, kontrollieren und regulieren lassen", schrieb "Dread Pirate Roberts" im April 2012. In Zukunft könne der menschliche Geist erblühen wie nie: "schrankenlos, wild und frei!"
Die rebellische Anarchistenpose ist im Darknet verbreitet. Nicht wenige überhöhen ihr Geschäft zu einem Gegenentwurf: Seht her, wir bauen eine Wirtschaft auf, die ohne Staatsgewalt auskommt.
Einiges gelang. Silk Road machte zum Beispiel eine recht sichere Methode fürs anonyme Bezahlen populär. Der Kunde überweist dabei im Voraus; sein Geld aber wird zunächst beim Betreiber der Plattform geparkt. Erst wenn die Ware eintrifft, gibt der Käufer die Summe frei.
Das Darknet bringt viel Erfindergeist auf, wenn es um wohlorganisierte Gesetzlosigkeit geht. Binnen wenigen Jahren entstand hier eine Parallelwelt, die wie eine Karikatur ihres Gegenbilds anmutet. Reisebüros etwa bieten Flüge zum Drittel des regulären Preises, bezahlt mit gekaperten Meilen oder Kreditkarten. Geldwaschsalons wie "Bitcoin Fog" stückeln den eingezahlten Betrag vollautomatisch und verschieben ihn über andere Konten, bis die Summe wieder beim Einzahler ankommt – befreit von den Spuren ihrer Herkunft.
Es gibt sogar eigene Suchmaschinen. Bei der bekanntesten, genannt Grams, können Dealer wie bei Google Werbeplätze für bestimmte Suchwörter wie "Meth" oder "Mescaline" ersteigern. Das Logo von Grams ist, wie zum Spott, den bunten Buchstaben von Google nachgebildet.
Bei aller Rebellenpose: Das Darknet ist nicht nur eine Freihandelszone für Dealer. Es bietet auch Zuflucht für Leute, deren Treiben noch schwerer erträglich ist.
"Die Foren für Kinderpornografie haben sich inzwischen weitgehend ins Darknet verlagert", sagt der Staatsanwalt Andreas May, der die Gießener Zentralstelle Internetkriminalität leitet. "Die Betreiber fühlen sich dort sicherer."
In diesen Foren werden vor allem Links ausgetauscht und Geschäfte abgeschlossen. "Mit Darstellungen missbrauchter Kinder ist heute viel Geld zu machen", sagt May. "Wir hatten einen Fall, da zahlten die Leute 100 Dollar im Monat für die Mitgliedschaft in einem Forum."
Auch diese Szene testet neue Geschäftsmodelle. Mays Kollege Georg Ungefuk stieß auf eine Art Crowdfunding-Plattform: Da standen Filme zur "Finanzierung" durch anonyme Einzahler bereit. Verheißen wurde etwa der Missbrauch eines Kindes vor laufender Kamera – gezeigt werden sollten die Aufnahmen erst, wenn eine festgelegte Summe im Topf erreicht war.
Die Bilder und Videos sind zumeist im offenen Internet abrufbar; in der Regel lagern sie verpackt und verschlüsselt bei einem der vielen Anbieter von Speicherplatz. Zugang hat nur, wer Link und Passwort kennt. Für das Herunterladen großer Datenmengen ist die Tor-Infrastruktur zu langsam. Das BKA hat 2013 insgesamt 4317 Hinweise zu kinderpornografischem Material erfasst. Nur in neun Fällen führte der Link ins Darknet.
Auch sonst beschränkt sich die Unterwelt keineswegs auf das klandestine Darknet. "Dort zählen wir etwa 50 illegale Marktplätze", sagt BKA-Experte Carsten Meywirth, "im offenen Internet sind es fünfmal so viele." In Internetforen wie crimenetwork.biz werden etwa gehackte Kreditkarten und Online-Accounts angepriesen. "Die Händler nutzen eine Gesetzeslücke", sagt der Ermittler. "Datenhehlerei ist noch kein Straftatbestand."
Das Darknet eignet sich eher für die strafbewehrten Geschäfte mit Drogen oder Waffen. Aber klare Grenzen gibt es nicht. "Der Übergang ist eher graduell", sagt Meywirth. Die Kriminellen wechseln, je nach Bedarf, zwischen den Sphären.
Der Informatiker Moritz Bartl hält das Darknet trotzdem für eine große Errungenschaft. Er hat den Verein "Zwiebelfreunde" gegründet, der viele Tor-Server im Netz betreibt. Natürlich gefällt auch dem Aktivisten nicht, wie viel Gelichter sich in den versteckten Diensten angesiedelt hat. "Aber Kriminelle sind nun mal oft die Ersten, die sich eine neue Technik zunutze machen", sagt Bartl. "Unser Netzwerk ist noch langsam, und es ist umständlich zu bedienen. Das nehmen vor allem Leute in Kauf, die es dringend nötig haben."
Bislang nutzen etwa zwei Millionen Menschen am Tag die Tor-Infrastruktur – die meisten allerdings nur, um geschützt vor der Neugier Dritter im offenen Internet zu surfen. Nicht einmal vier Prozent des Datenverkehrs betreffen die oft anstößigen versteckten Dienste.
Für Bartl verkörpert das Darknet die Idee vom Internet, wie es eigentlich hätte werden sollen: von Grund auf überwachungssicher. Aber in der Anfangszeit kümmerte sich niemand darum, und dann war es zu spät. Das Tor-Projekt, sagt Bartl, sei nur der Versuch, diesen Defekt im Nachhinein halbwegs zu reparieren.
Ähnlich sieht das der britische Netzforscher Jamie Bartlett. "Sein Ruf dürfte sich bessern in dem Maß, in dem wir lernen, Hacker und Späher zu fürchten", sagt er. "Das Darknet ist der Ort, an dem wir sicher sind. Wer weiß, vielleicht nutzen wir es bald alle."
Die Mozilla Foundation erwägt bereits, die Tor-Technik in ihren Firefox-Browser einzubauen. Dann stünde die Tarnkappe allen Surfern bereit. Eines Tages könnte die Anonymisierung sogar im Betriebssystem des Computers verankert werden. Dann müsste der Nutzer nur noch bei Bedarf einen Schalter umlegen, und alle Kommunikation – von E-Mail bis Skype – wäre fortan dem Zugriff Dritter entzogen.
Den Kriminellen würde das mehr schaden als nützen, glaubt der amerikanische Sicherheitsexperte Bruce Schneier: Gerade sie profitieren bislang davon, dass Passwörter und Identitäten sich so leicht ausspionieren lassen. Die totale Verschlüsselung würde das erschweren, schreibt Schneier: "Damit wäre das Internet für uns alle viel sicherer."
Die Polizei glaubt das nicht. Das FBI klagt, bald könne sich das Verbrechen dem Zugriff komplett entziehen – "going dark" lautet das Schlagwort.
In Wahrheit erzielen die Ermittler immer wieder spektakuläre Erfolge. Der erste Schlag traf die Plattform Silk Road. Damals tönte die Szene noch, so leicht sei sie nicht zu erschüttern. Wenig später ging "Silk Road 2.0" ans Netz. Der Nachfolger hielt sich bis zum vergangenen November. Dann gelang es der Polizei in einer internationalen Operation, gleich mehrere Drogenmärkte abzuschalten.
Der Sicherheitsberater Gwern Branwen hat ermittelt, dass seit 2011 mehr als 300 Personen wegen ihres Treibens im Darknet festgenommen worden sind. Und das sind nur die Fälle, die in die Medien kamen. Die meisten Erfolge verdanken sich dabei klassischer Polizeiarbeit. Nicht großflächige Datenüberwachung führte zum Ziel – es waren Ermittler, die sich verdeckt in innere Zirkel einschlichen und geduldig Verdächtige observierten.
Zuletzt hat es auch Shiny in Leipzig erwischt.
Schon Anfang 2014, kurz nach dem Start der Onlineshops, tauchten falsch frankierte Briefe und Pakete mit Drogen bei der Leipziger Polizei auf – die angeblichen Absender gab es nicht. Der ansonsten gut organisierte Jungunternehmer hatte sich in der Hektik mit dem Porto vertan.
Die Ermittler verfolgten die Sendungsnummern der Pakete, sie fanden E-Mail-Adressen, mit denen sich der unbekannte Täter zum Onlinefrankieren angemeldet hatte. Schließlich stießen die Beamten auf die Packstation 145 in der Leipziger Dantestraße, die der Verdächtige bevorzugt nutzte. Sie befindet sich an der Seitenwand eines Konsum-Supermarkts, nur zwei Kilometer vom Kinderzimmer des Maximilian S. entfernt. Sein Verteidiger, der Leipziger Rechtsanwalt Stefan Costabel, sagt, S. sei wohl "hochintelligent, aber faul".
Ab da wurde die Packstation per Video überwacht. Im Januar zeigte Max sich zweimal. Die Beamten verfolgten ihn bis zu seinem Wohnhaus. Ende Februar beobachtete die Polizei, wie der junge Mann drei Pakete in eine Paketbox legte. Die Vorbereitung für den Zugriff begann.
Inzwischen wussten die Beamten auch, dass jeden Donnerstag der Kurier aus Holland mit dem Stoff kam. Am 26. Februar um 14.24 Uhr hielt er in einem Opel Astra mit Stuttgarter Kennzeichen auf einem Parkplatz in der Nähe der Wohnung. Während Max sieben Kartons in sein Kinderzimmer trug, überwältigte ein Mobiles Einsatzkommando den bulgarischen Kurier einige Straßen weiter. Knapp 60 Kilogramm Drogen hatte er geliefert. Kurz darauf brach ein Spezialkommando des Landeskriminalamts die Tür zur Wohnung von S. auf.
Bei ihm sei alles sicher, hatte Shiny vor seinen Kunden geprahlt. Zweimal am Tag lösche er die Personendaten. In Wahrheit war vieles noch da. Die Polizei fand eine Datei mit dem Namen "wichtige_logins. txt". Sie enthielt die Zugangsdaten für die Händlerkonten bei Agora und Evolution, für Onlinebanken und Bitcoin-Börsen. Es gab sogar eine Datei mit der Bestell- und Lieferliste, 13 873 Datensätze. Kunden in ganz Deutschland müssen seither mit einem Hausbesuch der Polizei rechnen.
Für Maximilian S. war es offenbar undenkbar, dass er auffliegen könnte. Ein halbes Jahr sitzt er in Untersuchungshaft, übernächste Woche soll der Prozess gegen ihn beginnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mit 914 Kilogramm Rauschgift gehandelt zu haben. Wird er wie ein Erwachsener behandelt, drohen ihm 15 Jahre Gefängnis.
Der illegale Handel blüht weiterhin, den Ermittlungserfolgen zum Trotz. Agora, die größte Plattform, bietet mit gut 17 000 Drogenangeboten ein reicheres Sortiment, als Silk Road es je hatte. Der Betreiber agiert umsichtiger als seine prahlerischen Vorgänger. Kürzlich gab er bekannt, der Waffenhandel auf Agora werde beendet – in diesem Geschäft seien zu viele verdeckte Ermittler unterwegs.
Die Szene sammelt sich unterdessen zur Gegenoffensive. Eine Gruppe freisinniger Entwickler arbeitet an einer Handelsplattform der nächsten Generation. Der Name: OpenBazaar. Geplant ist ein anonymer Markt für jedermann. Wer auch immer etwas kaufen oder verkaufen will, kann das hier umstandslos tun – ohne Gebühren, ohne Vermittler, ohne Rechtsaufsicht.
Amerikanische Investoren, darunter der Internetpionier Marc Andreessen, haben kürzlich eine Million Dollar Startkapital beigesteuert. Der neue Marktplatz ist geschaffen nach dem Bilde von Ebay. Mit einem Unterschied: Händler und Kunden werden direkt miteinander verkuppelt. Es gibt weder Zentrale noch Betreiber. Damit hat das Gesetz keinen Angriffspunkt.
Ganz gleich also, was auf diesem globalen Markt künftig alles gehandelt wird: Man wird ihn, wie es aussieht, nicht mehr schließen können.
In dieser Schattenwelt ist keiner für seine Taten zu belangen – hatte das Böse es jemals so gut?
Aktivisten träumen vom Darknet für alle – von einem Ort, wo der Mensch sicher vor Hackern und Spähern ist.
Von Manfred Dworschak und Steffen Winter

DER SPIEGEL 34/2015
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