28.03.1983

„Eine Rasse von gewaltiger Überlegenheit“

Das Pferd als Kriegswerkzeug - ein Beispiel für die Barbarisierung des Menschen Über 3000 Jahre lang benutzte der Mensch das Pferd als Kriegswerkzeug, eine abgeschlossene historische Epoche. Die erste Kultursoziologie der Beziehung Mensch - Pferd zeigt: Rüstungswahn und elitäres Kastendenken klammerten sich noch an das Pferd, als diese Waffe längst unnatürlich und absurd geworden war.
Serenissimus hielt sich als Spielzeug ein Amazonencorps. Angeblich 60 sportliche Landestöchter dienten dem Markgrafen Karl Wilhelm von Baden im 18. Jahrhundert als Leibwache, und dazu gehörte, dem Herrn bei Tisch aufzuwarten wie auf der Schloßbühne zu tanzen. Um seine Leibgarde vor unerwünschten Amouren zu bewahren, ließ der Markgraf sie allabendlich im Schloßturm einsperren und die Treppen entfernen.
Tags aber wurden die Reiterinnen trainiert, "die Schenkel zu spreizen und gut zu Pferde zu sitzen", so hieß es - kurioseste aller Erscheinungsformen der 3000 Jahre alten Beziehung Mensch-Pferd, die auf Kampf und Krieg gerichtet war und viele Legenden schuf, die kritischer Nachprüfung nicht standhalten.
Sie reichen von einem Herzog von York, einer heute noch zitierten Autorität des Jagdreitens in England, der im 14. Jahrhundert befand: "Männer werden besser, wenn sie reiten", bis zum urigen Sowjetmarschall Budjonny, der behauptete: "Das Reiten erhält die Gesundheit."
Das Reiten zu Kriegszwecken erhielt vor allem eins: die widernatürliche Nutzung des Fluchttieres Pferd als Kampfinstrument noch zu Zeiten, als dies längst an Aberwitz grenzte - Rüstungsblindheit, lange bevor Rüstung Raketen hieß, aber so irrational wie heute: Die Problemerfassung war verstellt durch verbissenes Festhalten an speziell mit dem Reiterkrieg verbundenen romantischen Werten sowie durch die Angst der Ritterkaste, sie würde die Privilegien ihrer als höherstehend angesehenen Tätigkeit verlieren, wenn sie sich den Realitäten anpaßte.
Die Absurdität der Entwicklung auf diesem Geschichte gewordenen Rüstungssektor enthüllt der Aachener Soziologie- und Anthropologieprofessor Heinz Meyer, der über das Thema "Mensch-Pferd" promovierte und sich über die Mensch-Tier-Beziehung habilitierte, in der ersten Kultursoziologie der "Geschichte der Reiterkrieger".
( Heinz Meyer: "Geschichte der ) ( Reiterkrieger". Verlag W. Kohlhammer, ) ( Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1982; ) ( 256 Seiten, 69 Mark. )
Experte Meyer breitet wissenschaftliche Erkenntnisse aus, die unreflektierten Reit-Romantikern kaum gefallen können, etwa daß das wenig heroische "Bovidenreiten" (Reiten auf Rindern) dem "Equidenreiten" (Reiten auf Pferden) zeitlich "zumindest sporadisch" vorangegangen ist oder daß die angeblich enge Mensch-Tier-Beziehung den Menschen keineswegs in direktem Gang auf den Rücken der Rösser gebracht hat.
Dazwischen lag die Kriegstechnik der südosteuropäisch-nahöstlichen Streitwagenvölker. Seit der Mitte des zweiten vorchristlichen Jahrtausends konnten nur noch Länder zu Großmächten aufsteigen, die Krieger mit pferdebespannten Streitwagen unterhielten: Auf Streitwagen kamen die Italiker nach Italien, die Ionier und Achäer nach Griechenland, die Hethiter nach Kleinasien. Erst um 800 vor Christus löste der lanzen- oder bogentragende Reiter den Streitwagenkrieger ab, erstmals wahrscheinlich im ostturanischen Flachland.
Hier entstand der erste Archetyp von Kampfreitern, zugleich der einzig natürliche der ganzen nachfolgenden Reitereigeschichte. Der zentralasiatische Pferdehirtennomade entdeckte das Zu-Pferde-Steigen, dressierte das Pferd als Spiel- und Sportgerät wie als Kriegsmittel - er mußte reiten können, und zwar gut: Das Bogenschießen von Pferdesrücken erforderte freihändiges Reiten. Etwas Unerhörtes war geschehen: "Der Reiter erscheint auf dem Schauplatz der Geschichte sozusagen als neue Menschenrasse S.218 von gewaltiger Überlegenheit", urteilt der Soziologe Alexander Rüstow.
Damit war jene Überlegenheit der zentralasiatischen Reiterheere über europäisch-orientalische Krieger begründet, die das Abendland in späteren Jahrhunderten bis zur Existenzbedrohung durch Hunnen und Mongolen, Araber und Türken zu spüren bekam, aber nie richtig begriff: "Der Bogen, die charakteristische Fernwaffe der offensiven Völker der weiträumigen Steppen, war der agonalen griechischen Kampfauffassung ebenso zuwider wie den germanischen Helden", schreibt Meyer.
Denn die "Fernwaffe" einzusetzen, um den ehrenvollen Kampf Mann gegen Mann bewußt zu vermeiden und sodann die hohe Mobilität des Reittiers eventuell sogar zur Flucht zu nutzen, schien den Europäern feige und tückisch.
Dabei wurden die Leistungen dieser Pferdenomaden gern übersehen: Kurierritte von 500 Kilometern pro Tag waren nicht ungewöhnlich, und der Mongolenfeldherr Ssubotai legte mit seinen Scharen 1241 beim Einfall in Ungarn 480 Kilometer in drei Tagen zurück.
Von den Griechen und Römern im Westen bis zu den Chinesen im Osten bemächtigten sich schließlich alle Staaten des Kriegspferdes, es wurde laut Meyer "eine integrale Waffe, in ihrer Bedeutung im Kreis der übrigen Waffengattungen auf weite Strecken dominierend".
Das mittelalterliche Rittertum, für Meyer zweiter Archetyp in der Geschichte der Reiterkrieger, brachte schon die Wende zum Unnatürlichen: Der Reiterkrieger war Angehöriger einer Kaste von Privilegierten, die offensive Waffe Pferd wurde vor allem Mittel zur Selbsterhaltung des privilegierten Inhabers, der sich und Pferd immer stärker panzerte, bis die schwere Rüstung ein unentrinnbares Gefängnis war - aufgesetzt auf das Fluchttier Pferd.
Im 11. Jahrhundert bereits hatte das Gewicht der Rüstung so zugenommen, daß der Ritter ohne die Hilfe mehrerer Knechte nicht mehr kriegsfähig war. Im 12. Jahrhundert trug das Streitroß 340 Pfund (Mensch plus Rüstung), im 16. Jahrhundert sogar an die 440 Pfund.
Was Wunder, daß diese Bastion aus Stahl kaum noch galoppieren konnte - weder zum Angriff noch zur Flucht, sondern nur noch starrer Defensive diente. In gestrecktem Galopp etwa eine geschlossene Angriffslinie zu halten, wäre den Rittern kaum möglich gewesen - die Rüstung erlaubte nicht mal das dafür nötige reiterliche Training.
Die Panzerreiter, unfähig, sich der Waffe Pferd sinnvoll zu bedienen, sahen sich im 14. Jahrhundert oft durch geschickte Fußkämpfer, etwa der Flamen und Schweizer, von ihrer das Schlachtfeld beherrschenden Aussichtsplattform in rund zwei Meter Bodenhöhe herabgezerrt und schmählich eingefangen - auf Erden waren sie erst recht unbeweglich. S.219
Schon damals schmälerte außerdem der Faktor Wirtschaftlichkeit den ungehemmten Rüstungsgenuß: Die schwer belasteten Streitrösser wurden aus Kostengründen vorwiegend mit kaum kräftigendem Grünfutter und weniger mit Hafer genährt, Schonung tat deshalb not - ein Umstand, der die teure Kavallerie der Neuzeit, dritten Reiter-Archetypus, um den Sinn ihrer Existenz brachte.
So engte etwa Preußens Soldatennarr Friedrich Wilhelm I., der sich die "langen Kerls" seiner Potsdamer Wachparade viel Geld kosten ließ, die Bewegungsfreiheit seiner Reiter aus Sparsamkeitsgründen ein: Das Reglement der Königlich Preußischen Kavallerie von 1727 kannte die Attacke im Galopp nicht mehr, weil sie ein Training erforderte, dem die Pferde nur durch kostspielige Zusatzfütterung gewachsen waren - die aber wollte der König sparen.
So hochgerüstet das Heer auch war, das Friedrich II. von seinem Vater übernahm, die Kavallerie leistete so wenig, daß sie gleich in der ersten Schlacht des Ersten Schlesischen Krieges, 1741 bei Mollwitz, durch die Österreicher von der Walstatt verjagt wurde.
Der Sohn wollte es auch in dieser Hinsicht anders haben als der Vater. Sein genialer Reiterführer Friedrich Wilhelm von Seydlitz machte ihm die Kavallerie so geländegängig, daß Friedrich der Große von den 22 Schlachten seiner Kriege 15 vor allem dank der Reiterei gewann - sofern die objektiven Umstände die Verwendung des Kampfwerkzeugs Pferd nicht unverhältnismäßig erschwerten, wie 1759 bei Kunersdorf, der wohl schlimmsten preußischen Niederlage: Friedrichs 13 000 Pferde starke Kavallerie konnte ihre Dynamik in dem zerschnittenen Gelände nicht zu der vom Gegner gefürchteten, alles niederreitenden Attacke entwickeln.
Und selbst der Kavallerie-Fan Friedrich der Große mußte schließlich sparen: Während 1755 über 31 000 Mann, mehr als ein Viertel des gesamten friderizianischen Heeres, zu Pferde saßen, zwang die desolate Kassenlage Preußen am Ende des Siebenjährigen Krieges, die Zahl der Rösser drastisch zu reduzieren.
1763 wurde die Fütterung pro Tier und Tag von drei auf zwei Metzen (13,7 Kilo) gesenkt. Drei Monate des Jahres mußten die Pferde auf die Weide, weil sie dort praktisch nichts kosteten, während die Kavalleristen zu Fuß exerzierten. Die Galopp-Reprisen wurden verkürzt, kräftesparende Schulreiterei trat an die Stelle der verschleißträchtigen Geländeritte.
Kavallerist zu sein wurde Standesprivileg, wie es im Mittelalter bei den Rittern gewesen war, und die Inhaber der Privilegien verschlossen bereitwillig die Augen vor den großen Wandlungen der Waffentechnik im 19. Jahrhundert: Die Kanone mit gezogenem Lauf und erheblich ausgedehnter Schußweite und die Hinterlader der Infanterie mit schnellerer Schußgeschwindigkeit signalisierten um die Jahrhundertmitte im Grunde S.222 schon das Ende der Kriegsreiterei: "Die Kavallerie, noch bei Waterloo eine schlachtentscheidende Waffe, war jetzt in den blutigen Dramen der Geschichte nichts mehr als ein retardierendes Moment."
Die Militärmacht Preußen sah, ähnlich der Militärmacht USA heute, einen stupiden Ausweg in mehr Rüstung: Sie stockte die Kavallerie von 152 auf 200 Eskadrons auf, und der deutsch-französische Krieg von 1870/71 schien die Richtigkeit dieses Rezepts sogar zu bestätigen: Deutsche (wie auch französische) Kavalleristen ritten, unter damals schon unverhältnismäßig hohen Verlusten, glorreiche Attacken, etwa bei Vionville und Mars-la-Tour - in Wahrheit nur mehr günstige Einzelaktionen zur Unterstützung der Infanterie.
Immer noch galt die Attacke, der "Choc", als die eigentliche Kampfform der Kavallerie - und dieser Mythos war besonders langlebig. Denn die ungeheure Wucht zweier gegeneinander anrasender Reitermassen ist zwar oft literarisch gefeiert, aber auf dem Schlachtfeld so gut wie nie ausgeführt worden: Die dabei freiwerdenden Kräfte würden zur Vernichtung von Pferden und Reitern beider Seiten geführt haben.
Der Zusammenprall auch nur zweier Eskadrons in voller Karriere läßt sich daher nicht belegen - Pferde zum Galoppieren gegen eine anbrandende geschlossene Linie zu bringen, vor der sie ausweichen oder flüchten möchten, ist schon reittechnisch sehr schwierig, und ebenso, sie nach bewußt herbeigeführtem Durchgehen wieder zum Stehen zu bringen.
Mithin ging es bei der Attacke eigentlich nur darum, den Gegner durch den Eindruck von Überlegenheit und Entschlossenheit zum Abdrehen zu bewegen, bevor der alles vernichtende Zusammenprall stattfand - eine der mit kriegerischem Gehabe auftretenden Fronten öffnete sich rechtzeitig, wich aus oder wendete sich schlicht zur Flucht.
So richtig herzhaft attackieren mochten die Berittenen immer nur den Fußsoldaten, dem sie vor allem dank der Größe des Pferdes turmhoch überlegen waren. Dabei bediente sich der Reiter vor allem der blanken Waffe, die dem Leitbild des heldischen Kampfes Mann gegen Mann am klarsten entsprach - Schußwaffen mit ihrer angeblich unmännlichen "Fernwirkung" wurden als fremdartig abgelehnt und nur hilfsweise eingesetzt.
Um so schutzloser waren die Reiter angesichts der modernen Feuerwaffen, die es den Fußsoldaten ermöglichten, die bis dahin gefürchteten Pferdekrieger gar nicht mehr an sich herankommen zu lassen. Gerade wegen ihres bisherigen Vorzugs, der weithin sichtbaren Größe, konnten die Reiter nunmehr in Ruhe abgeschossen werden "wie fliehendes Wild" (Meyer).
So geschah der Aberwitz, daß sogar noch das deutsche Kavalleriereglement von 1909, das letzte vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, die Attacke als vornehmste Form kavalleristischer Kriegstechnik pries und der Kavallerietheoretiker Tzschirner in seinem "Handbuch für verantwortliche Befehlshaber" von 1914 die Attacke selbst gegen Maschinengewehre und Artillerie als erfolgversprechend hinstellte.
Das geschah fast zur selben Zeit, als der "Leitfaden für den Unterricht in der Taktik auf den Königlichen Kriegsschulen" Preußens schon zu Recht erkannt hatte: "Der einzelne Infanterist muß sich bewußt sein, daß er auch in freiem offenen Gelände dem einzelnen Reiter überlegen ist, wenn er ihm feuerbereit entgegentritt. Selbst gegen mehrere braucht er den Kampf nicht zu scheuen."
Doch Konsequenzen aus solchen Erkenntnissen zu ziehen war offenbar nicht möglich - was laut Pferdeforscher Meyer symptomatisch ist "für die Schwierigkeiten, die Eliten haben, Änderungen, die ihre privilegierte Person betreffen, wahrzunehmen und wirklichkeitsgetreu S.224 einzugestehen". Das zeigte sich nochmals Jahrzehnte später, als die Marine-Elite an ihren dicken Schiffen festhielt, obwohl diese schon durch vergleichsweise einfache Kriegsmittel kostengünstig ausgeschaltet werden konnten.
Im Ersten Weltkrieg galoppierten dann in der Tat die Kavallerien aller Länder, deren Führer das elitäre Standesbewußtsein einte, gegen die Maschinengewehre ihrer jeweiligen Gegner an - mit katastrophalen Ergebnissen, aus denen heilsame Erkenntnisse aber wiederum nur zögernd gezogen wurden. Noch 1934, auf dem 17. Kongreß der KPdSU, verkündete der Kriegskommissar und spätere Marschall Woroschilow programmatisch: "Es ist notwendig, ein für allemal der Theorie der Ersetzung des Pferdes durch die Maschine ein Ende zu machen."
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges führten deutsche und polnische Kavalleristen noch regelrechte Reitergefechte - bis die schneidigen polnischen Ulanen in das Feuer deutscher Panzerkanonen gerieten. Planmäßige Attacken aber gegen deutsche Panzer, von denen die Kriegslegende berichtet, ritten auch die polnischen Kavalleristen nicht, und sie stachen auch keineswegs mit ihren langen Lanzen auf die Panzer ein, weil sie meinten, diese seien aus Pappe.
Noch 1941 kam es in Rußland zu einer ähnlichen Kampflage: Das sowjetische 4. Kavalleriekorps, bestehend vor allem aus Kosaken, Kirgisen und Turkmenen, ritt der starken, soeben aus Frankreich herangeführten deutschen 6. Panzerdivision vor die Rohre und erlitt schwerste Verluste.
Sowjet-General Malinowski von der 2. Gardearmee sagte zu diesem Einsatz von Kavallerie gegen Panzer später: "Kavallerie ist ein schöner Bestandteil der Armee, aber im gegenwärtigen Krieg spielt sie eine nutzlose Rolle. Das Pferd kann mit dem Motor nicht Schritt halten."
Im übrigen ersetzte das Pferd aber tatsächlich die Maschine - befremdlicher Epilog auf die kultursoziologische Entwicklung Mensch-Pferd: Die Nachschubkolonnen der deutschen Infanteriedivisionen, später auch der vollmotorisierten Truppen, wurden überwiegend von Pferden bewegt - 2,75 Millionen Einhufer zogen für Großdeutschland in den Krieg. Verlustquote: 60 bis 63 Prozent. Erst im Polen-Krieg verzichteten die deutschen Reiter ganz auf den Säbel, das jahrhundertelange Symbol des Zweikampfs.
Immerhin, die "Lebensdauer" eines Kriegspferdes lag bei vier Jahren, die eines Kraftfahrzeuges erreichte kaum ein Jahr - später Triumph des Lebewesens über die Maschine im Sinn des Marschalls Woroschilow.
Am Ende der 3000 Jahre Kulturgeschichte Pferd-Mensch bleibt nur die niederdrückende Erkenntnis, daß die im Menschen angelegte Tendenz zur Zivilisierung zwar auch in seiner Reitfähigkeit zum Ausdruck kam, das Gegenteil von Zivilisierung jedoch ebenso - was Pferdeliebhaber, Sportreiter und Kavalleristen aller Arten und Zeiten nicht gern wahrhaben.
Fazit des Forschers Meyer: "Die Geschichte des Reiterkriegertums liefert auch aufschlußreiches Belegmaterial für die Barbarisierungsbereitschaft des Menschen. Der erfolgreiche wie der glücklose Umgang mit dem Pferd prägten den psychischen Habitus und das äußere Verhalten des Menschen unter anderem in einer Weise, die man kurz mit dem Begriff der Verrohung oder Barbarisierung umreißen kann."
Als Fortschritt erscheint dennoch nicht, daß das Reiterkriegertum heute gänzlich der Geschichte angehört. Denn Lehren aus solcherart historischer Erfahrung pflegt der Kulturträger Mensch nicht zu ziehen, seine "Barbarisierungsbereitschaft" scheint eine vorgegebene Größe, unwandelbar mit und ohne Reiterei.
S.216 Heinz Meyer: "Geschichte der Reiterkrieger". Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1982; 256 Seiten, 69 Mark. * Bei Mars-la-Tour. * S.222 Stich aus dem 19. Jahrhundert. * Stich aus dem 19. Jahrhundert. *

DER SPIEGEL 13/1983
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.


DER SPIEGEL 13/1983
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

„Eine Rasse von gewaltiger Überlegenheit“

  • Hambacher Forst: Aktivistin Norah über das Leben im Wald
  • Während Terror-Einsatz in Straßburg: Eingeschlossene Sportfans singen Nationalhymne
  • Eklat im britischen Parlament: Politiker entfernt royalen Zeremonienstab
  • Steigender Meeresspiegel: Indiens versinkende Inseln