13.02.2016

MeinungsfreiheitDie Vertrauensfrage

Das Verhältnis zwischen der Presse und ihren Lesern, dem Fernsehen und seinen Zuschauern scheint gestört. Viele Deutsche misstrauen den Medien. Manche lassen ihrem Hass auf Journalisten freien Lauf. Wie konnte es so weit kommen?
Eigentlich kann man sich keine bessere Leserin wünschen als Isolde Beck. Sie hat die "Süddeutsche Zeitung" abonniert, die "Badischen Neuesten Nachrichten" und den SPIEGEL. Seit vielen Jahren. Und die Rentnerin nimmt sich Zeit, die Blätter gründlich zu studieren.
Doch in den letzten Wochen ist ihre Beziehung zu den Medien in eine Krise geraten. Sie hat das Gefühl, dass "Nachrichten unterdrückt" würden und "gewisse Dinge nicht ausgesprochen werden dürfen". Isolde Beck glaubt den Journalisten nicht mehr.
Dem SPIEGEL schickte sie deshalb Anfang Januar einen wütenden Leserbrief zur Titelgeschichte über die Übergriffe in Köln. "Von einer Demokratie oder gar einer Meinungsfreiheit ist in diesem Land nicht mehr auszugehen", schrieb sie, "und die Medien machen überwiegend mit, weil man ja seine Interviewpartner nicht verprellen will, und auch, weil es wohl ein tolles Gefühl zu geben scheint, die Leser zu manipulieren oder zu verarschen, wie man das auch nennen mag." Im Rückblick, sagt Beck, würde sie das nicht mehr so drastisch formulieren. Aber so kurz nach den Übergriffen sei ihre Wut auf die Täter und die Presse groß gewesen, die ihrer Ansicht nach zu spät berichtet hatte.
Beck sah sich in einem Verdacht bestätigt, den sie schon seit Monaten hegte: dass die Medien das Ausmaß der Flüchtlingskriminalität lange verschwiegen hätten. Bereits Ende vergangenen Jahres habe sie sich über Berichte gewundert, nach denen Flüchtlinge nicht krimineller seien als Deutsche. "Woher wollten die Medien das damals schon wissen?", fragt Beck. Für sie ist klar: "Die Medien haben manipuliert, um die Leute zu beruhigen."
Die SPIEGEL-Leserin reiht sich damit ein in eine Bewegung, die in den letzten Wochen an Stärke gewonnen zu haben scheint. Eine Bewegung, die den Journalisten mal mehr, mal weniger laut abspricht, unabhängig zu sein, unvoreingenommen zu berichten.
Es ist ein Phänomen, das sich jeder einfachen Beschreibung entzieht. Laut Umfrage finden 40 Prozent der Deutschen die Medien unglaubwürdig. Und die lautesten Schreier unter ihnen, Menschen wie die Pegida-Organisatorin Tatjana Festerling, fordern auch schon mal öffentlich, die Mistgabeln herauszuholen, um Journalisten aus den Zeitungshäusern zu jagen.
Die Kritik arbeitet sich vor allem an der Berichterstattung über die Flüchtlingskrise ab. Laut einer aktuellen Allensbach-Umfrage glaubt nur ein Viertel der Deutschen, dass die Medien ein korrektes Bild des Bildungsniveaus und des Anteils von Familien und Kindern unter den Flüchtlingen zeichnen.
Isolde Beck ist keine Radikale, sie lehnt die AfD ab. In den Neunzigerjahren brachte sie jugendlichen Zuwanderern Deutsch bei. Trotzdem haben die Tage nach Silvester etwas zerstört. Beck fühlt sich mit ihren Ängsten von den Medien übergangen und auch ein bisschen hilflos, weil ihre Zweifel ein diffuses Gefühl und keine Gewissheit sind. Abbestellen will sie ihre Blätter jedoch nicht. "Wieso?", fragt sie entsetzt. "Ich kann doch ohne die ,Süddeutsche' nicht leben."
Es ist ein Fall von enttäuschter, aber nicht von verlorener Liebe. Und es ist ein Fall, der nachdenklich macht. Wie kann eine Frau, die jahrelang den SPIEGEL, die "Süddeutsche" und die "Badischen Neuesten Nachrichten" liest, auf die Idee kommen, die Journalisten dieser Blätter würden sie, ihre Leserin, manipulieren?
Man muss unterscheiden. Zwischen denen, die das Unwort "Lügenpresse" skandieren und Journalisten angreifen, verbal und körperlich. Und denen, die kritisch bis misstrauisch gegenüber den Medien sind.
Die einen bedrohen den Journalismus und die Pressefreiheit. Sie wollen keinen Dialog, keine Transparenz. Sie wollen, dass der Journalismus verschwindet.
Die anderen stellen die Leistungen von Journalisten infrage. Die Kritik mag manchmal hart ausfallen, ungerecht und unverständlich. Aber letztlich sind es Fragen, auf die der Journalismus eine Antwort finden muss.
Das Problem ist, dass die Grenzen zwischen beiden Gruppen zerfließen, dass es nicht mehr nur Minderheiten zu sein scheinen, die Journalisten bepöbeln, dass sich in den Foren des Internets und den Leserbriefen ein Ton ausbreitet, der gehässiger wird, aggressiver. Dass Wut in Hass umschlägt. Und Hass in Gewalt.
Da gibt es Leute wie Uwe Ostertag, der im Internet Journalisten als "kadavergehorsame Schmierfinken" beschimpft. Er nennt sie "Hunde", die "erschlagen", "in einen Sack gesteckt" und "in einem Weiher ersäuft" werden sollten. Er bezeichnet sie als "Ratten", "Zombies", "Kakerlaken", die "durch den Kammerjäger vernichtet" werden müssten.
Da gibt es Publikationen wie das deutschnationale Magazin "Compact". Es ruft dazu auf, "Deutschlands schlimmsten Lügenjournalisten" zu wählen. Für "Compact" ist "Panorama"-Moderatorin Anja Reschke eine "Multikulti-Sirene", ARD-Reporterin Golineh Atai eine "Kalte Kriegerin". Die SPIEGEL-Kolumnisten Jakob Augstein und Georg Diez sind "der Antideutsche" und "der Asyl-Prediger".
Die Wut, der Hass, die Feindseligkeit werden längst nicht mehr nur verbal ausgelebt. Journalisten werden bedrängt und beschimpft, sie werden mit Fahnenstangen geschlagen, mit Pfefferspray angegriffen (siehe Grafik).
Es sind ja nicht etwa Umgangsformen, die da zerfallen. Es ist ja nicht etwa so, dass da bloß der Ton verrutscht.
Es ist der Versuch, Angst zu machen. Es ist der Versuch, eine Jagdstimmung zu erzeugen, in der Journalisten zum Ziel werden, als Gruppe und einzeln. Es ist der Versuch, die demokratischen Medien mundtot zu machen.
Und der Versuch bleibt nicht ohne Wirkung.
Eine prominente Fernsehjournalistin zog es vor, mit dem SPIEGEL lieber nicht über die Claqueure der "Lügenpresse" zu reden, seit sie beobachtet hat, wie Kollegen, die sich öffentlich dazu äußern, mit Hassmails überzogen werden. Sie wolle sich nicht "an prominenter Stelle zu einer noch größeren Zielscheibe" machen.
Das mag überzogen klingen. Aber wer sich einmal in die Untiefen der Internetforen begeben hat, wer sich durch die Leserbriefe und Zuschauerpost arbeitet, mit denen in den vergangenen Monaten Redaktionen geradezu geflutet wurden, der kann verstehen, dass da jemand, der eigentlich nicht als besonders ängstlich gilt, Zurückhaltung übt.
Es macht sich zudem, auch das gehört dazu, unter Journalisten eine gewisse Ermüdung breit. Lohnt es sich überhaupt, mit den Lesern und Zuschauern, die den Journalisten ohnehin nicht mehr glauben, zu reden?
A uch Rolf Christoffer hat seinem Unmut über die Medien in einem Brief Luft gemacht. Er schrieb an seine Heimatzeitung, das "Mindener Tageblatt", dass er sie als "kleine aber feine regionale Zeitung geschätzt und gern gelesen" habe. Nun aber höre er, der Chefredakteur habe "im vorauseilenden Gehorsam gegenüber den Regierenden" einen "Maulkorbkodex" geduldet.
"Werden Sie von Parteien bezahlt oder von Ihren Lesern?", fragte Christoffer. Und drohte: Wenn es derartige Verabredungen mit dem Land Nordrhein-Westfalen oder dem Bund geben solle, "kündige ich meine bisher geachtete Tageszeitung, das ,Mindener Tageblatt' sofort und werde mich nur noch in den Foren des Internets informieren".
Das "Mindener Tageblatt", gegründet 1856, Auflage 31 000 Exemplare, ging mit dem Anwurf ungewöhnlich um. Chefredakteur Christoph Pepper beantwortete das Schreiben nicht nur ausführlich, er machte den Briefwechsel im redaktionseigenen Blog auch öffentlich.
Nein, antwortete Pepper. Verabredungen gebe es nicht. Weder zwischen "der Presse" und "den Parteien" noch zwischen einzelnen Zeitungen und Parteien, "jedenfalls keine, die mir bekannt wären". Schon gar nicht gebe es eine Regierungsgewalt, die Medien über Gesetze oder Verordnungen in ihrem Veröffentlichungsverhalten steuern könnte.
Weiter schrieb Pepper: Das "Mindener Tageblatt" gehöre seit sechs Generationen einer ortsansässigen Verlegerfamilie, "deren Wahlverhalten mir – wie übrigens auch umgekehrt – unbekannt ist".
Peppers Antwort kam gut an, im Netz, aber auch beim Leserbriefschreiber Christoffer. Mit einer so ausführlichen Replik des Chefredakteurs habe er nicht gerechnet, sagt er. Doch konnte der Brief nichts daran ändern, dass der 70-Jährige unzufrieden ist. Mit den Medien. Mit den Politikern. Mit Deutschland. "Die Republik ist komplett auf links gestrickt", sagt Christoffer. Er zitiert Umfragen, denen zufolge weit mehr Journalisten der SPD oder den Grünen nahestünden als etwa der CDU. "Kein Wunder, dass der Konservatismus ausgelöscht wird."
Christoffer hat sich zu Weihnachten selbst ein Geschenk gemacht, das Buch "Gekaufte Journalisten" des ehemaligen "FAZ"-Redakteurs Udo Ulfkotte. Darin stehen Behauptungen wie: Die Pressefreiheit sei nur eine Illusion, die Alpha-Journalisten seien der verlängerte Arm der Nato-Pressestelle.
Ulfkottes Buch ist im Kopp-Verlag erschienen, einem Sammelbecken für Verschwörungstheoretiker. Kopp publiziert Werke von Ufologen, aber auch von Autoren, die behaupten, die Amerikaner selbst hätten 2001 die Türme des World Trade Center zerstört. Monatelang war Ulfkotte mit seinem Buch in den Bestsellerlisten zu finden. "Gekaufte Journalisten" ist die Bibel aller, die vom Glauben an die deutschen Medien abgefallen sind. Ulfkottes Kritiker sehen das Buch als Rachefeldzug gegen die "FAZ", aus deren Redaktion dieser im Unfrieden geschieden war.
Christoffer teilt die Einschätzung der Kritiker sogar. Trotzdem ist er wie Ulfkotte der Meinung, Journalisten hielten nicht genügend Abstand zu den Politikern, vor allem jene in Berlin. Ihm sei zu Ohren gekommen, zu Beginn der Flüchtlingskrise habe Angela Merkel Journalisten der großen Verlage ins Kanzleramt eingeladen und mit ihnen ausgemacht, wie über das Thema zu berichten sei. Nämlich dass die negativen Folgen der Flüchtlingspolitik kaschiert werden sollen. Die von der Einladung ins Kanzleramt gebauchpinselten Journalisten, so stellt Christoffer sich das vor, hätten sich dem gefügt.
Solche Runden gibt es nicht. Allerdings gibt es sogenannte Hintergrundgespräche, zu denen Minister und die Kanzlerin Journalisten einladen. Das ist ein normaler Vorgang. Diese Treffen dienen nicht dazu, sich Weisungen abzuholen, sondern Informationen zu erlangen. In diesem geschützten Kreis geben Politiker Dinge preis, die sie öffentlich nie sagen würden. Weil es sich nicht mit ihrem Amt verträgt. Oder mit der Parteiräson.
Journalisten dürfen aus diesen vertraulichen Gesprächen nicht direkt zitieren, so die Verabredung. Aber sie dürfen die Informationen für ihre Berichte verwenden. Wie sie mit dem jeweiligen Thema umgehen, liegt in ihrer eigenen Verantwortung.
S iegfried Vollmert, 57, ist Einkaufs- und Vertriebsleiter eines Stahlunternehmens in Essen. Er ist viel unterwegs, fährt 80 000 Kilometer im Jahr durch Europa. Er glaube nicht mehr, was die Zeitungen schreiben, sagt er. Er sehe sich die Dinge lieber selbst vor Ort an.
Im vergangenen Jahr habe er deshalb bei einer seiner Touren einen Zwischenstopp in Dresden gemacht – um sich anzuschauen, wer da eigentlich für Pegida auf die Straße gehe. Wenn er wissen wolle, wie es um die Kriminalität in Flüchtlingsunterkünften stehe, befrage er Polizisten in seinem Bekanntenkreis.
Vollmert hat die "Süddeutsche Zeitung", den "Iserlohner Kreisanzeiger" und den "Focus" abonniert. Jeden Samstag kauft er am Kiosk den SPIEGEL. "Dass die Medien an Auflage verlieren, muss einen Grund haben", sagt er, "Otto Normalverbraucher hat ein feines Gespür dafür, wenn er verschaukelt wird." Er wirft den Medien vor, den Blick für die Interessen und Nöte ihres Publikums verloren zu haben. Lehrermangel, schlechte Hygiene in Krankenhäusern, die Zunahme von Wohnungseinbrüchen – all das würden Journalisten ignorieren, weil sie sich in ihren Elfenbeintürmen verschanzten. "Sie horchen nicht, was unten passiert."
Vollmert war nach eigenen Angaben CDU-Mitglied. Später habe er einmal Flyer für die AfD verteilt, weil er einem Freund helfen wollte, der sich zur Wahl gestellt habe. Mit den Inhalten der Partei könne er sich aber nicht identifizieren. Der Zulauf, den die AfD aktuell erfährt, mache ihm vielmehr Angst. Die Medien trügen daran jedoch eine Mitschuld. Sie hätten migrantische Parallelgesellschaften nicht entschieden genug angeprangert, und das habe rechten Stimmungsmachern genutzt. "Die Presse hat sich von der Politik und ihrer Mission der politischen Korrektheit missbrauchen lassen."
Wenn man ein wenig recherchiert, stößt man darauf, dass Vollmert bei der Iserlohner Ratswahl 2014 als einer der Kandidaten der AfD erscheint. Er sagt, er könne sich nicht erklären, wie er auf die Liste gekommen sei. Beim Wahlamt der Stadt heißt es, jede Kandidatur werde geprüft. Vollmert habe seiner Aufstellung schriftlich zugestimmt. Es gebe keine Zweifel an der Echtheit der Unterschrift. Vollmert bleibt bei seiner Darstellung: Er habe davon bis dato nichts gewusst.
In einer Umfrage im Auftrag des WDR Ende Oktober bejahten mehr als 40 Prozent die Aussage, dass Staat und Regierung Einfluss auf die Berichterstattung nähmen. Und jeder Fünfte hielt den Begriff "Lügenpresse" für gerechtfertigt.
Ein weniger alarmierendes Bild ergibt sich, wenn man den Blick weitet. Aus den Daten des Allensbach-Instituts lässt sich rekonstruieren, wie sich das Vertrauen der Deutschen in die Medien in den letzten 25 Jahren verändert hat. Das Ergebnis: erstaunlich wenig. In regelmäßigen Umfragen gaben in den zwei Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung stets zwischen 30 und 40 Prozent der Befragten an, "den Zeitungen" ziemlich oder sehr viel Vertrauen entgegenzubringen. Der Wert ist über die Jahre verhältnismäßig konstant geblieben, seit 2012 stieg er sogar auf mehr als 45 Prozent.
Dass im Umkehrschluss mehr als die Hälfte der Deutschen der Presse wenig oder gar nicht vertraut, klingt dennoch beunruhigend. Es heißt aber nicht, dass diese Gruppe Journalisten grundsätzlich für manipulativ und tendenziös hält.
"Ich würde vermuten, dass die Mehrheit davon den Medien eher eine gesunde Skepsis entgegenbringt", sagt der Münchner Kommunikationswissenschaftler Carsten Reinemann, der mehrere Statistiken ausgewertet hat. Hinzu kommt: Anderen Institutionen wie Parteien, Kirchen oder der Bundesregierung misstrauen die Deutschen vergleichbaren Umfragen zufolge ebenso stark – oder noch stärker.
Reinemann hat in einer nichtrepräsentativen Vorstudie die Motive und Ansichten extremer Medienkritiker untersucht. Dafür suchten seine Studenten über einschlägige Facebook-Gruppen Kontakt zu Menschen, die den Medien kein Wort glauben. Mit rund tausend kamen sie ins Gespräch – aus allen politischen Lagern.
Unabhängig von ihrer politischen Haltung neigten die Befragten dazu, die Eliten des Landes abzulehnen. Außerdem fühlten sie sich häufig von den Medien nicht vertreten und sogar bedroht. Als Reaktion wandten sie sich oftmals sogenannten alternativen Medien zu – und kommentierten in Onlineforen. Dass so viele extreme Medienkritiker aus dem bürgerlichen Milieu stammen, nicht etwa aus der Unterschicht, wundert Reinemann nicht: "Geringes Vertrauen in Institutionen hat nicht viel mit dem Bildungsniveau zu tun."
A ls sich ZDF-Moderatorin Dunja Hayali, 41, am vergangenen Samstag für die Goldene Kamera bedankte, war es, als breche alles aus ihr heraus, was sie in den vergangenen Monaten in sich hineinfressen musste. Hayali hatte sich immer wieder journalistisch mit Pegida beschäftigt, hatte den direkten Dialog mit genau jenen Menschen gesucht, die den Medien vorwerfen zu lügen. Mitunter war ihr dabei blanker Hass entgegengeschlagen.
Erst wenige Tage vor der Preisverleihung hielt ein Mann mitten in Berlin-Kreuzberg mit seinem Fahrrad vor ihr an und schrie ihr ins Gesicht: "Lügenpresse, Lügenfresse!" Die Journalistin war geschockt. Sie fürchtete, dass sie körperlich angegriffen werden würde. Aber der Mann setzte sich wieder aufs Rad und brüllte im Fahren weiter seine Parole.
Hayali erzählte am Samstagabend von diesem Vorfall. Und sie sagte Dinge, die eigentlich selbstverständlich sind. Sie verurteilte Hass und Rassismus, gestand ein, dass Journalisten auch nur Menschen seien, die selbstverständlich Fehler machten. Und fragte: "Glaubt eigentlich irgendjemand, dass das irgendwas bringt, dieser ganze Hass?"
Die Zuschauer im Saal applaudierten stehend. Hayali bekam Hunderte Mails und Facebook-Kommentare, fast alle waren voller Anerkennung. Eine Frau schrieb: "Danke; hatte Tränen in den Augen!" Eine andere nannte Hayali "ein Vorbild für die gesamte Menschheit!".
Im Januar hatte Hayali zwei Zuschauer besucht, die über Facebook die Berichterstattung des Senders kritisiert hatten. Über ihre Treffen drehte sie einen Beitrag für das "Morgenmagazin".
Der eine Zuschauer, ein Tourismusmanager aus Bayern, bemängelte, die Medien würden sich immer an einem Thema festbeißen. Erst sei es die Ukraine gewesen, dann Griechenland, aktuell die Flüchtlinge. Auf die Probleme des Einzelhandels oder die Arbeitslosigkeit hingegen schaue niemand. Der andere, Geschäftsführer einer Firma in Brandenburg, warf Hayali vor, das ZDF lüge und werde gesteuert, von wem auch immer. Hayali versicherte ihm, ihr habe noch nie irgendwer reingeredet, sie könne ihre Fragen frei formulieren. Trotzdem glaube er vieles nicht, sagte der Mann, etwa die ZDF-Berichte über Flüchtlinge an der ungarischen Grenze. Lieber schaue er zu dem Thema Beiträge von Hobbyfilmern auf YouTube an. Hayali wollte wissen, warum. "Weil das so viele verschiedene sind."
Ihre Redaktion habe 110 kritische Zuschauer bei der Vorbereitung des Beitrags angesprochen, sagt Hayali. Viele seien nicht zu einem Treffen bereit gewesen. Andere seien beim Vorgespräch rausgefallen, etwa weil sie den Holocaust leugneten. Oder weil sie einer Auseinandersetzung argumentativ nicht gewachsen wären. Am Ende sei nur noch eine Handvoll übrig geblieben.
Mit dem Ergebnis ist Hayali zufrieden. Beide Männer hätten ihr zum Abschied die Rückmeldung gegeben: Sie würden zwar ihre Einstellung nicht teilen, fänden es aber gut, dass sie auf sie zugegangen sei. "Wenn wir unsere Glaubwürdigkeit zurückgewinnen wollen, müssen wir mit unseren Kritikern ins Gespräch kommen. Wir müssen ihnen erklären, wie wir arbeiten", sagt Hayali. "Vielleicht ist das unsere neue Aufgabe im Jahr 2016. Dazu gehört es auch, Fehler zuzugeben. Aber Fehler sind keine Lügen."
Hayali, deren Familie aus dem Irak stammt, hat sich nach der Kölner Silvesternacht gefragt: Haben wir grundsätzlich etwas falsch gemacht? Waren wir blind, als im August die Willkommenskultur gefeiert wurde? Haben wir Dinge übersehen? "Offensichtlich gab es Tabus in der Diskussion über den Umgang mit Flüchtlingen. Aber für mich gab es die nicht. Wir haben im ,ZDF-Morgenmagazin' ziemlich früh auch über Schlägereien in Flüchtlingsheimen berichtet. Ich konnte die Dinge immer beim Namen nennen, und ich glaube nicht, dass das an meinem Migrationshintergrund liegt."
Allerdings habe sie gemerkt, wie schnell man als Journalistin abstumpfen könne. Seit September, als die Kanzlerin Flüchtlinge aus Ungarn einreisen ließ, melden sich immer wieder Facebook-Nutzer bei Hayali mit Hinweisen auf Flüchtlinge, die angeblich deutsche Frauen vergewaltigt oder massenhaft Diebstahl begangen hätten. "Anfangs bin ich noch allem nachgegangen. Aber nichts davon hat gestimmt."
P hilipp Karger ist 33 Jahre alt, Ingenieur, und er informiert sich kaum noch über die klassischen Medien. "Ihr bekommt eure Informationen von oben, das ist eindeutig", glaubt er. Köln habe das gezeigt. Dass die Medien erst mit Verzögerung auch über die Herkunft der mutmaßlichen Täter berichteten, sei eine Anweisung der Bundesregierung gewesen oder einer anderen zumindest regierungsnahen Institution. Er ist sich so sicher, dass er ganz verwundert reagiert, wenn man den Vorwurf zurückweist. "Ich dachte, das wäre schon offiziell bestätigt", sagt er. Die Medien müssten so handeln, damit Merkels Flüchtlingspolitik nicht untergraben werde.
Zuletzt hielt Karger die "Tagesschau" noch für neutral, aber seit den Silvesterereignissen in Köln nicht mehr, als einige Medien erst spät darüber berichteten. Er bekommt seine Informationen aus dem Netz, über seine Facebook-Timeline. Dort hat er Seiten abonniert wie: "Heute sind Wir tolerant – Morgen fremd im eigenen Land", "Schweinfurt WEHRT SICH – Asylmissbrauch nein Danke", dazu die Facebook-Auftritte der Burschenschaft Germania Würzburg und der AfD.
Ihm sei klar, dass durch die Facebook-Seiten auch "viel Schrott" verbreitet werde, sagt Karger. Den Medien glaube er aber schon seit vielen Jahren nicht mehr. Sie würden einzelnen Parteien zuarbeiten, um dann nach einer gelungenen Wahl belohnt zu werden, etwa durch Spenden oder exklusive Informationen, glaubt Karger. "Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber ich glaube schon, dass wir ganz schön verarscht werden", sagt er.
Das Mittel, mit dem der Vorwurf der "Lügenpresse" seine eigentliche Wucht bekommt, ist das Gerücht. Dinge, die "man" irgendwo gehört hat, die aber nirgends in den Medien auftauchen.
Ob ein Gerücht wahr ist oder falsch, ist nicht entscheidend. Seine Kraft bezieht es aus einer "Steigerung der Emotionen", schrieb der russische Soziologe L. A. Bysow schon 1928, "die mit dem Gerücht verbunden sind, wenn man sich gegenseitig ansteckt". Ein Blick in die Kommentarspalten im Internet, die sich dem Thema Flüchtlinge widmen, genügt, um das zu begreifen. "Ist der Ton in eine Richtung gesetzt, dann gibt es selten einen Stimmungswechsel", sagt "Hart aber fair"-Redaktionsleiter Georg Diedenhofen. Im Onlinegästebuch der Plasberg-Sendung vom 18. Januar kann man das gut sehen. Da ging es um "frisierte Polizeiberichte, bevormundete Bürger – darf man bei uns noch alles sagen?".
Die Mehrzahl der Zuschauer, die dort diskutieren, glaubt nicht an eine freie Presse oder kritische Berichterstattung. Manche vermuten eine direkte Telefonleitung ins Kanzleramt. Es ist eine gruselig-wohlige Gemeinschaft, in der einer dem anderen bestätigt, was der woanders aufgeschnappt hat. Eine Echokammer des Hörensagens.
Nun hat es diese Spiralen des Weitererzählens von Gerüchten schon immer gegeben. Kriegsparteien bedienten sich schon immer des Gerüchts. Jede Unternehmensintrige spielt damit. Doch das Internet gibt dem Gerücht eine besondere Dynamik. Und die stellt den Journalismus vor Probleme.
"Die Leser und Nutzer verlangen eine immer schnellere Einordnung und Bewertung von Ereignissen", sagt die Chefredakteurin der "Berliner Zeitung", Brigitte Fehrle. "Sie wollen schnelle Wahrheiten. Das ist absurd. Wir als Journalisten müssen uns an Fakten halten. Ein Journalist muss eine Vermutung Vermutung nennen und ein Gerücht Gerücht. Anders geht es nicht." Ihr fällt auf, dass die Reaktion je nach Kanal unterschiedlich sei. Die Leser der gedruckten Zeitung seien auch empört. "Aber für dieselben Texte haben Kollegen aggressive, beleidigende Posts bekommen und immer wieder Androhungen von Gewalt bis hin zu Morddrohungen, wenn die Artikel online veröffentlicht wurden."
Fehrle ist nicht technikfeindlich, sie lobt die Reichweite, die ihr Blatt dank des Internets hat. Doch sie beobachtet, dass im Digitalen bei manchen Leuten die Tendenz zur kommunikativen Verrohung befördert werde. "Vor 20 Jahren saßen die Leute zu fünft am Stammtisch, haben wilde Thesen diskutiert und womöglich auch Drohungen ausgesprochen. Damit hatte es sich dann." Heute hätten diese Leute im Netz einen "unbegrenzten Echoraum, der sie offenbar zu immer radikaleren Ausfällen ermutigt".
Das führt zu einer Frage, die nicht nur den Journalismus berührt, sondern die grundsätzlich ist: Wie internetkompatibel ist die Demokratie? Oder eben: Wie verändert das Internet die Demokratie?
Die Demokratie, so wie sie bisher in Deutschland geregelt ist, ist eine repräsentative. Wähler wählen, Abgeordnete entscheiden. Das Gegenstück dazu ist die direkte Demokratie. Im Idealfall entscheiden hier alle alles.
Bei der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 hat man sich gegen die direkte Demokratie entschieden – auch aus Angst davor, was der direkte Volkswille anrichten kann.
Wenn man so will, sind auch die Medien in Deutschland repräsentativ. Ausgebildete Journalisten haben es zu ihrem Beruf gemacht, die Nachrichten zu gewichten und zu entscheiden, was wichtig und was nicht so wichtig ist.
Nicht die einzelnen Journalisten haben die Macht, sondern die Institution, für die sie arbeiten, etwa Zeitungen oder Magazine. Sie müssen sich am Markt behaupten und können ihre Haltungen frei wählen. Von der konservativen "FAZ" bis zur linken "taz" war das ein über Jahrzehnte eingeübter gesellschaftlicher Prozess, der mehr oder weniger gut lief.
Das Internet hat all das durcheinandergebracht. Es fördert den antiinstitutionellen Impuls der Menschen. Das Antielitäre. Das Autonome.
Im Grunde ist das nicht schlecht. Im Gegenteil: Am Anfang war das Internet mit der Hoffnung behaftet, es könne den Prozess der Information und Meinungsbildung entscheidend demokratisieren. Das Wissen sollte befreit werden, die Kontrolle über Wissen, über Nachrichten, über Informationen sollte aufgehoben werden. Das Internet war das Versprechen einer radikal anderen Öffentlichkeit.
Und in vielem erfüllt sich dieser Traum: Man kann heute mit einem Klick so viel wissen, lernen, diskutieren wie nie zuvor. Die Menschheit ist potenziell klüger als je zuvor.
Gleichzeitig hat aber die übergroße Freiheit, die das Internet brachte, auch ihre negative Seite: Wer jederzeit alles wissen kann, der verliert irgendwann die Übersicht. Das Problem ist, dass das Internet dauernde Verfügbarkeit und damit letztlich auch dauernde Kontrolle suggeriert: Wenn alles gewusst werden kann, dann gibt es auch auf alles Antworten.
Das hat viele Menschen misstrauischer gemacht. Sie halten die Widersprüche nicht mehr aus, die sie vorher so nicht kannten. Sie protestieren gegen eine komplexe Wirklichkeit und reduzieren sie auf Schwarz und Weiß, Lüge und Wahrheit.
Je mehr die Menschen zu wissen glauben, desto weniger können sie damit umgehen. Einerseits glauben sie niemandem mehr, andererseits glauben sie oft fanatisch das Falsche. Das ist das Paradox des digitalen Zeitalters.
D och wie geht man damit um? Wie gehen Journalisten überhaupt mit den Vorwürfen um, den Unterstellungen und dem offenen Hass?
Vielleicht muss man zur Beantwortung dieser Frage zurückgehen bis zum letzten Sommer, als Deutschland, wenn auch nur für wenige Tage, fasziniert davon war, in den Spiegel zu schauen und ein völlig anderes Deutschland zu sehen. Die ersten Tage der heute bei manchen so verhassten Willkommenskultur.
Es waren Tage, in denen das Land von sich selbst überrascht war, von seiner Beliebtheit im Ausland, davon, dass Deutsche nicht nur Flüchtlingsheime anzünden, wenn Fremde kommen, sondern millionenfach helfen.
Dieses andere Deutschland war in jenen Tagen die große Nachricht. Und wie jede große Nachricht überstrahlte sie alles. In diese Situation sofort mit der kritischen Frage hineinzugrätschen, ob das alles überhaupt funktionieren kann, könnte vielleicht etwas viel verlangt sein. Auch Journalisten leben nicht außerhalb der Zeit. Nicht außerhalb von Stimmungen. Auch Journalisten haben Erwartungen und Ängste, politische Überzeugungen, ethische Werte.
Wichtig ist nur, dass Journalisten sich das immer wieder bewusst machen. Nur dann können sie dafür sorgen, dass es ihre Sicht auf die Realität nicht verstellt, dass es ihre Berichte nicht einseitig färbt. Nur dann können sie sehen, dass am Anfang vielleicht zu wenige kritische Fragen gestellt wurden, um sich dann – wie geschehen – diesen Fragen zuzuwenden.
Vor allem müssen Journalisten sich und ihre eigene Arbeit immer wieder infrage stellen lassen. Von sich, von Kollegen, von Lesern. Sie sollten sich nur nicht von den Feinden der Presse in einen Kampf hineinziehen lassen, in dem sich eben diese Feinde als Opfer darstellen können.
Der Chefredakteur des Mitteldeutschen Rundfunks, Stefan Raue, sagt deshalb über sein Verhältnis zu allen Gruppen, die den Vorwurf des "Lügenmediums" erheben: "Wir nehmen die Kriegserklärung nicht an."
Der MDR berichtet kritisch über die AfD und Pegida. Aber Raue hat es immer abgelehnt, etwa Partner von Benefizveranstaltungen gegen Pegida zu sein. Raue redet mit den Landtagsfraktionen der AfD. MDR-Journalisten laden Pegida-Anhänger in die Redaktion ein, damit sie sich die Arbeit dort ansehen können.
Sich selbst immer infrage zu stellen, aber nicht provozieren zu lassen, heißt auch, nicht hysterisch zu reagieren. Die eigenen Maßstäbe, was eine Nachricht ist und was nicht, nicht verbiegen zu lassen, aus Angst, sonst als Unterdrücker der Wahrheit am Pranger zu stehen.
Raue sieht diesen Punkt erreicht: "Die AfD und ihre Themen sind in den Medien überpräsent. Die Medien reagieren hysterisch." Es werde in einem Ausmaß über die Risiken der Zuwanderung berichtet, dass es nicht mehr verhältnismäßig sei. "Plötzlich wird eine Grapscherei im Schwimmbad zur zweiten Meldung in den Nachrichten."
Und was ist mit dem Misstrauen in die Presse? Was ist mit den vielen, die nicht mehr so recht wissen, wem sie glauben sollen, warum sie Journalisten vertrauen können?
Der österreichische Fernsehmoderator Armin Wolf, eine journalistische Institution im Nachbarland, hat darauf eine ganz einfache Antwort: "Erklären, erklären, erklären." Wie Journalisten arbeiten, wie sie sich ihre Meinung bilden, wie sie Fakten prüfen. "Natürlich machen Journalisten Fehler", sagt er. "Aber ich kenne keinen einzigen Journalisten, der seine Fehler mit Absicht macht."
Wolf hat den Aufstieg der rechtspopulistischen FPÖ und ihres einstigen Frontmanns Jörg Haider begleitet. Eigentlich ist Österreich also ein mahnendes Beispiel dafür, was geschehen kann. Wolf empfiehlt den deutschen Medien dennoch mehr Gelassenheit. "Wir dürfen unsere Mittel nicht überschätzen", sagt er.
Als Moderator bekomme man immer die Empfehlung, die Rechten bei ihrer inhaltlichen Leere zu packen. "Aber so simpel ist das nicht. Die meisten sind so gut geschult, dass sie auch zehn Minuten hartes Interview durchhalten." Gegen Gerüchte und Gerüchtemacher helfe nur Recherche, Faktencheck, Sorgfalt. Und die brauchten eben Zeit.
Einen Punkt allerdings macht er in der Kritik der Leser und Zuschauer an den Medien aus, den er zumindest ansatzweise teilt. Dass Journalisten den Alltag vieler Milieus kaum noch kennen würden, dass sie soziale Konflikte am unteren Rand der Gesellschaft nicht mehr direkt wahrnähmen.
"Die Akademisierung unseres Berufs ist auch ein Problem", meint Wolf. "Dass Journalisten oft nicht mehr da präsent sind, wo es wehtut – da ist etwas dran."
Wir würden gern Ihre Meinung wissen über die deutschen Medien, die Arbeit von Journalisten und die Berichterstattung des SPIEGEL.
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Von Markus Brauck, Georg Diez, Alexander Kühn, Martin U. Müller, Ann-Kathrin Nezik und Vanessa Steinmetz

DER SPIEGEL 7/2016
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Meinungsfreiheit:
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