21.01.1980

Gold: Hysterie, Panik, ein Rausch

SPIEGEL-Report über das knappe Edelmetall und die weltweite Spekulation Reiche Spekulanten kaufen tonnenweise, kleine Sparer laufen von Bank zu Bank, um Münzen und Barren zu erstehen: Das Goldfieber hat die Menschen gepackt. Der Preis steigt unaufhaltsam, in Sprüngen, die selbst Fachleute nicht für möglich hielten. In der vergangenen Woche erreichte die Spekulation einen neuen Höhepunkt.
Drei Jahre lang stapelten sich in den Tresorräumen der Hypobank International Polstergarnituren und Schreibtische. Jetzt rücken die Möbelträger an: Der Keller wird gebraucht.
"Da können wir nicht mehr lange fackeln", meint Otto Quadbeck vom Luxemburger Ableger der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank. Die Bayern brauchen Platz für Goldbarren und -münzen.
Auch andere Institute in Luxemburg rüsten sich für den erwarteten Goldstrom. Die Westdeutsche Landesbank hat in ihrem vor wenigen Tagen eingeweihten Glas- und Kunststoffbau zwei ganze Kelleretagen für die Schätze ihrer Kundschaft vorgesehen.
Die Hysterie auf den Goldmärkten, an traditionellen Plätzen wie Zürich oder London, schwappt jetzt auch nach Luxemburg. "Jeden Tag", sagt Volker Burkhagen, Chef der Dresdner Bank International in Luxemburg, "rufen die Leute hier an und fragen, ob sie ihr Gold bei uns deponieren können."
Weltweit jagen die Menschen wieder dem gelben Metall hinterher, das jahrelang kaum als vollwertige Geldanlage angesehen wurde. Spekulanten an den Warenterminbörsen in New York und Chicago sind in Panik und treiben die Preise auf immer neue wahnwitzige Höhen. Kleine Sparer laufen von Bank zu Bank, um Werte zu kaufen, die sie sehen, anfassen und nach Hause tragen können -- Münzen und Barren.
An den letzten Tagen des vergangenen Jahres standen die Bundesdeutschen vor den Banken Schlange und räumten die letzten Goldvorräte ab. Selbst große Institute in Frankfurt und Düsseldorf mußten passen und konnten mit Gold nicht mehr dienen.
Obwohl die beliebtesten Goldmünzen -- der südafrikanische Krügerrand, der sowjetische Tscherwonez und der kanadische Maple Leaf -- seit Januar mit 13 Prozent Mehrwertsteuer belastet sind, waren die kaufwütigen Deutschen auch nach Jahresbeginn nicht zu bremsen. Die phantastischen Sprünge des Goldpreises -- seit Weihnachten stieg der Preis des Krügerrand von 930 auf 1492 Mark -- schienen sie eher noch zum Kauf zu ermuntern.
Jahrzehnte, bis 1968, lag der Goldpreis nach Übereinkunft der westlichen Industrienationen fest bei 35 Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm). Fünf Jahre nach der Freigabe des Preises kostete die Unze 100, nach weiteren fünf Jahren 200 Dollar.
Im Juli 1979 wurde die 300-Dollar-Marke erreicht -- für viele Händler bis dahin eine Traumgrenze. Nur wenige Monate später, am 27. Dezember, kostete Gold schließlich 500 und -- nach nur drei Börsentagen -- 600 Dollar.
Und die Jagd geht weiter. Ende vergangener Woche wurden in Zürich und London zeitweilig bereits 850 Dollar für die 31 Gramm Gold gezahlt.
Das ist keine Hausse im üblichen Sinne mehr, sondern Hysterie, Panik, ein Rausch. "Der Goldmarkt ist verrückt geworden", urteilt der amerikanische Ökonom Paul A. Samuelson. Die französische Zeitung "Le Monde Diplomatique" sprach vom "Goldfieber und der Krankheit des Kapitalismus", die "Financial Times" fand, ein "Mythos" sei wieder zum Leben erweckt.
Goldfieber ist eine ansteckende Krankheit. Warum es so verheerend um sich greift, weiß niemand plausibel zu begründen -- bestenfalls läßt sich erklären, wie es ausgelöst wurde.
Gute Nachrichten, so eine alte Banker-Erfahrung, sind schlecht für Gold; schlechte Nachrichten sind gut. Und an schlechten Nachrichten mangelt es derzeit nicht. S.85
Die unruhige Lage im Iran, das dreiste Auftreten der Sowjets in Afghanistan, die absehbare Ölverknappung -das alles verstärkt das Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit und scheinbar stabilen Werten. Wer Gold kauft, hat Angst. Oder er weiß, daß andere Angst haben.
Es sind nicht die Herrscher der reichen Ölstaaten, die Gold in Massen kaufen und den Preis in die Höhe treiben. Tonnenweise wird das gelbe Metall bereits seit Monaten von wohlhabenden Privatpersonen in aller Welt gehortet; viele kommen aus den Ölförderländern des Nahen Ostens, ein großer Teil jedoch auch aus Westeuropa. Franzosen und Italiener sind als Goldfetischisten bekannt.
Die Hausse nährt sich selbst. Durch steigende Preise und das chaotische Theater an den Warenbörsen nervös gemacht, glaubt plötzlich auch der kleine Sparer wieder, nur Münzen und Barren könnten ihn vor den Unbilden der Zukunft schützen.
Die vernachlässigten Aktien und Anleihen sacken im Kurs, obwohl vielleicht -- wie in der Bundesrepublik -die Konjunktur passabel ist. Das Mißtrauen gegenüber dem Papiergeld nimmt schlagartig zu, auch dort, wo die Inflation kaum schneller als sonst trabt.
Hysterie, hier wie überall, ist mit kühlem Kopf nicht nachzufühlen. "Die Welt", meint der New Yorker Warenspezialist George Clarke düster, "sieht sich dem dritten Weltkrieg gegenüber."
Selbst sonst eher besonnene Fachleute bauen inzwischen auf Gold. Staatliche Notenbanken achten darauf, daß ihre Goldreserven nicht weiter zusammenschmelzen. Einige Banken des Nahen Ostens -- von der Dubai Islamic Bank über die Riyad Bank bis zur National Bank of Abu Dhabi -- sowie Notenbanken in Fernost machen sogar beim Run mit: Sie kaufen verstärkt Gold in Zürich oder London, den wichtigsten Handelsplätzen in Europa.
Gold wird, wie der Dollar, rund um die Uhr und rund um den Erdball gehandelt. Wenn die Metallmakler im kanadischen Goldhandelszentrum Winnipeg oder in San Francisco ihre Videomaster, mit denen sie die Kurse in aller Welt verfolgen, abschalten, dann gehen Profis und Spekulanten am heißesten Handelsplatz Asiens, in Hongkong, ans Werk.
Die ehemalige britische Kronkolonie ist heute nach Zürich der wichtigste Goldumschlagplatz der Welt. Fast zweihundert Händler und Rohstoffbroker setzten zu Beginn der neuen Hausse -- im Herbst letzten Jahres -- schon Gold für 600 bis 700 Millionen Dollar pro Tag um. In den ersten zehn Tagen des neuen Jahres war es fast doppelt soviel.
Gleich tonnenweise deckten sich die ältesten Goldhorter Asiens, die Inder, an der Börse von Hongkong mit Gold ein. Im Hungerland Indien liegt nach Expertenmeinung der größte Goldschatz der Welt -- vielleicht 10 000 Tonnen.
Wenn die Händler in Fernost ihre Büros schließen, werden ihre Kollegen in Europa munter. In Zürich, Luxemburg und London melden die Bildschirme der Broker die neuen Vorgabe-Preise aus Fernost. Und die Europäer beginnen den Handel dann oft damit, daß sie die Hitzköpfe in Asien ein wenig korrigieren.
Hongkong, meint der Welt wichtigster Goldhändler, Walter Frey vom Schweizerischen Bankverein, sei "ein überaus spekulativer Platz, der zu Exzessen neigt" (siehe Interview Seite 87).
Die Schweiz ist unbestritten die Nummer eins im Handel mit Gold. Denn mehr als die Hälfte des realen Goldumsatzes der Welt wird hier abgewickelt.
Die größten Banken des Landes, der Schweizerische Bankverein, die Schweizerische Kreditanstalt und die Schweizerische Bankgesellschaft, bilden den Zürcher Goldpool; sie bringen gut zwei Drittel der südafrikanischen Jahresproduktion von rund 700 Tonnen auf den Markt. Der zweitgrößte Produzent, die Sowjet-Union, lieferte im vergangenen Jahr rund 250 Tonnen, davon einen großen Teil nach Zürich.
Fast täglich landen auf dem Zürcher Flughafen Kloten Düsenjets der South African Airways (SAA) mit einer Ladung von zwei bis vier Tonnen Gold. Die in Plastikhüllen verpackten Barren vom Kap der Guten Hoffnung wandern sofort über ein Transportband in gepanzerte Wagen, die das Gold zunächst in ein Zollager bringen.
Auch die Sowjets schaffen ihr Edelmetall per Flugzeug nach Zürich. Die Holzkisten mit der feinen Russenware (999,9 Gramm Gold pro Kilo) gehen dann direkt in die Tresore der Goldpool-Banken oder werden bei der sowjetischen "Wozchod Handelsbank AG" eingelagert.
Die Schweizer Pool-Partner besitzen eigene Metallschmelzen, in denen sie das Rohgold in gängige Handelsware verwandeln. Die Barren werden auf Standardmaße, vom Kilostück bis zum Zehn-Gramm-Plättchen, umgeschmolzen.
Die hektischen und gefährlichsten Handelsplätze für Gold liegen jenseits des Atlantiks, in Chicago und New York. An der New Yorker Warenterminbörse Commodity Exchange (Comex) sitzen nach Ansicht der eher konservativen Schweizer "die eigentlichen Spekulanten", wie Goldexperte Frey vom Bankverein meint.
Wenn die Preise in Bewegung kommen, gleicht die Comex einem Tollhaus. Damit die Boten und Telephonistinnen ihre Händler im Chaos überhaupt wiederfinden, tragen die Jobber helle Popeline- und Leinensakkos mit auffällig gefärbten Außentaschen. Das Maklergeschrei ist häufig so laut, daß S.86 die Besucher auf der Comex-Galerie selbst hinter zentimeterdickem Panzerglas sich kaum verständigen können.
Die Hysterie der Comex-Spekulanten ist verständlich: Bei ihren gewagten Geschäften, die oft nur auf vagen Gerüchten basieren, riskieren sie Kopf und Kragen. So hatten noch zum Jahreswechsel einige schlaue New Yorker Goldhändler darauf spekuliert, daß der Sturm auf das Gold in den ersten Wochen des neuen Jahres wieder abflauen werde. Und entsprechend gehandelt.
In den Wochen vor Weihnachten, bei Preisen um 460 Dollar die Feinunze, verkauften die Baisse-Spekulanten an den US-Börsen leer. Das heißt: Sie verpflichteten sich beispielsweise, 5000 Unzen Gold bis spätestens Ende Februar zum Preis vom 14. Dezember (464 Dollar) zu liefern.
Die Spekulanten setzten darauf, daß sie Ende Februar Gold bereits wieder billiger kaufen könnten, um es dann mit Gewinn zum alten Preis zu liefern. Doch die Rechnung ging nicht auf.
Als die Preise vier Tage vor Silvester erstmals über 500 Dollar schossen, gerieten die Baisse-Spekulanten in Panik. Hastig kauften sie, was zu kaufen war, um ihre Verluste zu begrenzen. Aber es war zu wenig Gold da -- die Preise explodierten.
Die Gier nach Gold trieb Menschen zu allen Zeiten in Abenteuer, für Gold schlugen sie sich die Köpfe ein, für Gold wurden ganze Kulturen, wie die der Azteken und Inkas, zerstört.
Das Metall der Götter und Könige, seit je begehrt als Schmuck, als blendendes Kultgerät, als Macht verkörpernder Wert, hat immer die unangenehmsten Eigenschaften des Menschen hervorgelockt. Ein edles Metall ist Gold nur im streng physikalisch-chemischen Sinn.
Gold hat in der Tat -- und das ist faszinierender als jedes gelbliche Glitzern -- phantastische Eigenschaften. Es rostet und verwittert nicht, wird von Säuren kaum angegriffen, hält Temperaturen bis zu 1063 Celsius aus, ehe es schmilzt. Gold läßt sich platthämmern, bis es so dünn ist (0,0001 Millimeter), daß Licht durchscheint; es läßt sich zu Drähten ziehen, die feiner sind (0,003 Millimeter) als Menschenhaar.
So ist Gold mehr als ein Mittel gegen die Angst, mehr als ein Rohstoff der Eitelkeit. Schaltkreise in der Mikroelektronik werden mit Gold gefertigt, in Düsentriebwerken steckt Gold, Tiefseekabel werden vom Meerwasser nicht angegriffen, weil sie mit goldhaltigen Isolierstoffen umkleidet sind. Amerikanische Astronauten hingen an einer goldbeschichteten Nabelschnur, wenn sie ihr Raumschiff im All verließen, Gold auf ihren Helmen reflektierte das Sonnenlicht.
Edel, unentbehrlich und immer knapp. Alles Gold auf dieser Erde -gesamte bisherige Weltproduktion schätzungsweise 80 000 Tonnen, davon mehr als die Hälfte in privatem Besitz -- füllt gerade einen Würfel von 16 Meter Kantenlänge.
Aber ansonsten ist das Metall -- wie der britische Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes verächtlich meinte -- ein "barbarisches Relikt", ein Überbleibsel aus den Zeiten gottgleicher Könige und raffgieriger Raubritter.
Man könnte sich keine absurdere Verschwendung menschlicher Ressourcen vorstellen, fand auch der amerikanische Keynes-Kollege Robert Triffin, "als in den abgelegensten Winkeln der Erde nach Gold zu graben, nur um es wegzuschaffen und umgehend wieder in tiefen Löchern zu beerdigen", in den Tresoren der Banken.
Für 40 Dollar die Woche holen schwarze Bergleute den Stoff in Südafrika aus den Minen, in fast vier Kilometer Tiefe, bei Temperaturen von über dreißig Grad. Aber die Plackerei lohnt immer nur für die Leute über Tage und oft für die Spekulanten in aller Welt.
Gold schafft, wenn es erst einmal verkauft ist, keine Arbeitsplätze. Es bringt dem Anleger keine Zinsen, wenn es im Schließfach liegt, und Gewinn nur, wenn es im rechten Augenblick wieder verkauft wird. Aber welcher Goldhamster, der sich für schlechte Zeiten rüsten will, tut das schon?
Und Sicherheit? Soll der kleine Mann beim Atomschlag, flach auf dem Boden liegend, seinen Kopf mit einem Münzalbum schützen?
Gold ist in der Tat vor allem ein Mythos, es ist immer soviel wert, wie die Menschen meinen, daß es wert sei. Auch als Basis nationaler Währungen hat der knappe Stoff seine Funktion nur minderwertig erfüllt.
Entwertung des Papiergeldes jedenfalls, das in nationalen Währungssystemen jahrzehntelang angeblich an den Goldwert gebunden war, konnte auch das Edelmetall im Ernstfall -- wie in Deutschland 1923 -- nicht verhindern. Und als der Goldstandard des Geldes den Regierungen zu lästig wurde, schafften sie ihn ohnehin kurzerhand ab.
Das amerikanische Schatzamt hatte noch 1934 versprochen, jederzeit Gold für Dollars herauszugeben, um das Vertrauen in die internationale Leitwährung zu festigen. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die Amerikaner dieses Versprechen nicht mehr halten.
Als Frankreichs goldgläubiger Staatspräsident Charles de Gaulle jeden Dollar, den seine Notenbank übrig hatte, gegen Gold aus den Tresoren im amerikanischen Fort Knox tauschte, nahmen die Amerikaner schließlich 1971 ihr Goldeinlösungsversprechen zurück.
Ganz allerdings mochte wohl niemand das Gold aus den Währungssystemen und aus dem Welthandel verbannen. Zwar beglückwünschen sich die Notenbankiers der Welt seit Jahren dazu, daß es ihnen gelungen sei, das Gold zu "demonetisieren"; der Dollar und andere Währungen seien von der Edelmetallfessel befreit. Aber in Wirklichkeit sind die Zentralbanken die S.87 größten Nutznießer der gegenwärtigen Goldeuphorie.
Denn der Wert der Goldbarren, die in den Zentralbanktresoren liegen, hat sich in wenigen Jahren vervielfacht. Noch 1968, als der Goldpreis freigegeben wurde, hatten die westlichen Notenbanken im Schnitt nur 14 Prozent Gold in ihren Reserven. Heute sind es -- zu Tagespreisen gerechnet -- fast 75 Prozent.
Allein die Amerikaner können eine hübsche Rechnung aufmachen: Steigt der Goldpreis um 100 Dollar die Unze, dann werden die Goldbestände in Fort Knox um 26 Milliarden Dollar aufgewertet. Bei einem Preis von über 600 Dollar sind die Gold- und Währungsreserven der USA größer als die Dollar-Reserven aller Zentralbanken der Welt.
So wird begreiflich, warum das amerikanische Schatzamt, das in regelmäßigen Abständen Gold aus Fort Knox versteigern wollte, seit Anfang November vergangenen Jahres keine Unze mehr abgibt. "Die Amerikaner", findet der Edelmetall-Chef der Schweizerischen Bankgesellschaft, Hans Schnyder, "haben sich auf elegante Weise aus dem Markt davongeschlichen."
Am Dienstag vergangener Woche überraschte der amerikanische Finanzminister William Miller die Goldhändler in aller Welt mit einer lapidaren Mitteilung. Das Schatzamt halte es gegenwärtig nicht für opportun, weitere Goldauktionen zu veranstalten.
In New York und Chicago gab es kein Halten mehr, die Spekulanten sahen die letzte Hürde fallen: Gold kostete in der letzten Börsen-Viertelstunde erstmals mehr als 700 Dollar.
Für die Experten ist endgültig klar: Der Goldpreis kann vorerst nur noch in eine Richtung gehen, nach oben. "Sowie der Preis auch nur um 100 Dollar sinkt", verkündet Goldprofi Burkhagen von der Dresdner Bank in Luxemburg, "kaufen wir alles, was wir kriegen können."
Goldene Zeiten für Spekulanten -- und silberne. Denn längst hat der Edelmetallwahn auch auf Silber übergegriffen: Das Angebot ist noch knapper, die Preise steigen noch rascher.
Wo die Grenzen erreicht sind, wagt niemand mehr vorherzusagen. Eine Unze Gold, meinen Schweizer Bankiers, kann sehr bald schon 1000 Dollar und mehr kosten.
So reiste Goldexperte Frey in der vergangenen Woche von Zürich nach Nahost, um auch die letzten Zweifler zu bekehren. Die saudische Notenbank Sama hat bislang nur unbedeutende Mengen Gold in den Tresoren -- jetzt sei, meint der Schweizer, auch für die reichen Saudis der Punkt erreicht, nun endlich das edle Metall in die Reserven zu nehmen.
Ein neues Beispiel für die alte Erkenntnis: Im Wahnwitz steckt meist Methode.

DER SPIEGEL 4/1980
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