14.04.1980

„Bratfisch hat wundervoll gepfiffen“

Das Drama in Mayerling (II) / Von Gerd Holler 1980 Verlag Fritz Molden, Wien.
Das Obersthofmeisteramt Kaiser Franz Josephs hatte es geschafft: Die Leiche der Mary Vetsera war vom Tatort Mayerling verschwunden, ihr Tod von einem kaiserlichen Leibarzt zum Selbstmord erklärt worden.
Millionen Untertanen sollten glauben, was der Hof verlautbarte: Erzherzog Rudolf, Österreich-Ungarns Kronprinz, habe sich am 30. Januar 1889 in seinem Jagdschloß Mayerling ohne erkennbaren Grund in "geistiger Verwirrung" erschossen.
Kein Wort, keine Andeutung über die Baronesse Vetsera, die an der Seite Rudolfs umgekommen war. Und die k. u. k. Polizei sorgte dafür, daß in die Presse Österreich-Ungarns kein Bericht gelangte, der die Umstände von Marys und Rudolfs Tod erhellte. Für die Offiziellen galt das Wort des Kaisers: "Alles ist besser als die Wahrheit."
Doch dann, am 3. Februar 1889, berichtete der "Berliner Börsencourier": "In Wien ist die Baronesse Vecera, die Braut des bekannten Sportsmanns Henri de Baltazzi, plötzlich gestorben. Der Todesfall erregt in Aristokratenkreisen tiefe Bestürzung."
Die "Münchner Neuesten Nachrichten" wußten mehr: "Eine Freiin von Vetsera, ein junges und schönes Mädchen", habe "ihrem Leben ein plötzliches Ende gemacht, und zwar an der Stelle, wo auch das Leben des Kronprinzen verglimmte".
Die Wiener Polizei beschlagnahmte sofort alle nach Österreich gelangten Exemplare des Münchner Blattes. Doch schon am 5. Februar meldete die Berliner "Freisinnige Zeitung": In Wien werde "jetzt der am Freitag ebenfalls in Mayerling erfolgte Selbstmord einer Freiin von Vetsera mit dem Tod des Kronprinzen Rudolf in Verbindung gebracht".
Die Wahrheit war heraus. Polizeiagent Milarow meldete dem Wiener Polizeipräsidenten: "Ein Skandal, was in den heutigen Zeitungen steht: ''Marie und Rudolf lagen in einem Bette]'' Gleichfalls taktlos ''Frankfurter Zeitung'', ''Figaro'' und andere. Noch nicht ins Volk gedrungen, doch zu befürchten."
Der Agent behielt recht. Immer mehr ausländische Zeitungen wurden nach Österreich geschmuggelt. Die Ausländer schienen über alles informiert zu sein: über die Liaison zwischen Rudolf und Mary, ihre letzte Fahrt nach Mayerling, das Verschwinden der toten Vetsera, ihre im Schloß zurückgelassenen Abschiedsbriefe.
Selbst dem Tatmotiv kamen die Journalisten schon damals auf die Spur.
Englands "Daily News" vermutete, das Verhältnis Rudolf -- Mary sei "nicht ohne Folgen geblieben", worauf "der Prinz nach seinen Begriffen von Ehre den Tod als einzigen Ausweg aus einem furchtbaren Dilemma gesucht" habe, und das "Berliner Tagblatt" ließ sich von einer "hochgestellten Persönlichkeit" erzählen, "daß der Kronprinz, S.209 als er nach Mayerling fuhr, noch nicht den Entschluß gefaßt hatte, dort freiwillig sein Leben zu beenden, sondern daß während des Aufenthaltes in Mayerling ein Ereignis eintrat, welches ihn zur entsetzlichen That drängte".
Das Blatt meldete sogar Zweifel an, ob Mary Vetsera tatsächlich -- wie der Wiener Hof glauben machen wollte -durch einen Revolverschuß umgekommen war, und wußte bereits, daß die Polizei die Kugel nicht gefunden hatte. "Berliner Tagblatt", 13. Februar 1889: "Wo ist die zweite Kugel? Die Kugel für die Vetsera?"
In solchen Presseberichten hätten die Historiker genügend Hinweise darauf finden können, daß der Schlüssel zum Mayerling-Rätsel bei Mary Vetsera liegt. Doch für sie war und ist noch heute die Rudolf-Geliebte nur eine Randfigur des Mayerling-Dramas.
"as liest sich bei dem Mayerling-Autor Hellmut Andics so: Diesmal" " war Mary Vetsera da. Die exaltierte Geliebte. Die " " aufdringliche Gespielin, die er eigentlich schon los sein " " wollte. Jetzt holte er sie zum letzten Liebesdienst nach " " Mayerling. Dieses seltsame Geschöpf drängte sich an seine " " Seite und drängte sich in seinen Tod, berauscht von der " " Vorstellung, durch ihr Sterben an der Seite des Kronprinzen " " unsterblich zu werden. "
Hinter dieser Deutung steckt noch ein Rest jener Abneigung, mit der einst vor allem weibliche Mitglieder der Wiener Aristokratie den Aufstieg des S.211 Hauses Vetsera-Baltazzi verfolgten, dessen Frauen, wie Andics meint, "Allerhöchste Betten erklimmen wollten".
Besonders die 17jährige Mary Vetsera hatte die Neider und Spötter der Wiener Gesellschaft gegen sich. "Wer war schon die Vetsera? Eine von vielen", giftete Rudolfs Witwe, die Kronprinzessin Stephanie, und für die Gräfin Lori Hoyos war "das Mädel ja immer ein Greuel -von uns allen gemieden -- und noch so viel ärger, als wie alle glauben durften".
Vor allem verzieh man den Vetsera-Frauen nicht, daß sie attraktiv und zudem auch noch reich waren. Man hielt ihren Reichtum für etwas anrüchig, zumal er aus dem Orient kam.
Marys Mutter, die Baronin Helene Vetsera, stammte aus der Familie Baltazzi, die in der Türkei zu Geld und Einfluß gekommen war. Der Vater war Finanzberater des Türken-Sultans gewesen, seine Tochter hatte als das reichste Mädchen von Konstantinopel gegolten, ehe sie 1864 den Baron Albin Vetsera, einen k.u.k. Diplomaten und Abkömmling slowakischer Schuster, heiratete.
Helene zog nach Wien. Ihre Amouren waren in der faden Wiener Society der siebziger Jahre ebenso berühmt wie die Reitkünste ihrer Brüder, die auf allen Turfplätzen Europas brillierten.
Bei einem Besuch im böhmischen Pardubitz, wo ihr Bruder Alexander als Offizier stationiert war, lernte Helene auch eine Freundin der Brüder kennen, die später an dem Drama von Mayerling entscheidend mitwirken sollte: Gräfin Marie Larisch-Moennich, eine Nichte und Vertraute der Kaiserin Elisabeth.
Die Larisch litt darunter, daß sie die erst später legitimierte Tochter des bayrischen Herzogs Ludwig und einer Schauspielerin war. Zudem mißfiel ihr, in dem tristen Pardubitz an der Seite eines Mannes leben zu müssen, den sie nur auf Drängen ihrer kaiserlichen Tante geheiratet hatte.
Die Gräfin lebte geradezu auf, wenn sie nach Wien fahren durfte und in der engsten Umgebung der Kaiserin, mit der sie auch reiste und auf Treibjagden ging, bei den zahllosen Kabalen am Hof mitmischen konnte.
Sie war es auch, die der Helene Vetsera den Zugang zum Kaiserhof vermittelte.
Auch dem Kronprinzen Rudolf widmete Helene ihre Aufmerksamkeit, doch dabei übernahm sie sich. Eines Tages im Jahr 1877 schenkte sie ihm eine Zigarettentasche, der ein Fidibus beigelegt war. Als Rudolf ihn in Brand setzen wollte, sah er auf dem Papier die Einladung: "Morgen um 12 Uhr in meiner Wohnung]" Der Umworbene lehnte höflich ab.
Der Kaiser murrte: "Was die Frau mit Rudolf treibt, ist unglaublich. Reitet ihm auf Schritt und Tritt nach." Die Kaiserfamilie gab rasch zu verstehen, daß man die Avancen der Frau Baronin nicht goutiere.
Helene Vetsera ließ dennoch den Draht zum Hof nicht abreißen. Ihre vier Kinder überließ sie einem Hauslehrer und Erzieherinnen. Nur für Tochter Marie ("Mary") Alexandrine, geboren am 19. März 1871, scheint sie ein größeres Interesse bekundet zu haben: Das Mädchen sollte den Vetseras endlich den Durchbruch in die Hocharistokratie ermöglichen.
Tatsächlich machte Mary Eindruck. Die Prinzessin Louise von Sachsen-Coburg-Gotha erinnerte sich: "Als ich das erstemal Gelegenheit hatte, ihre Schönheit zu bewundern, habe ich wirklich beinahe die Fassung verloren."
Marys Hauslehrer: "Ein verwöhntes Kind, etwas kokett, gehaßt von den anderen Frauen, die durch sie in den Schatten gestellt wurden." Ein anderer Beobachter: "Von der üppigen, früh erblühten Gestalt ... ging ein Hauch von Sinnlichkeit aus, welcher um so mehr auf die Männer wirkte, je sinnlicher ihre eigene Natur war."
Die Larisch sah es schärfer: "Kokett aus Instinkt, unbewußt unmoralisch in ihren Neigungen, fast Orientalin in ihrer Sinnlichkeit und dabei so süß und lieblich, daß jeder sie gern haben mußte. Marys Phantasien waren leider durch schlechte Bücher verdorben worden, die ihre Zofe Agnes ihr heimlich verschafft hatte, und manche ihrer Ideen über Liebe und Anbeter entsprangen unsittlichen französischen Romanen."
Männer und Mode standen denn auch im Mittelpunkt ihres Interesses, willig hatte sie sich mit dem Herzog Miguel von Braganza, einem portugiesischen Thronprätendenten, verloben lassen -- zur Freude ihrer Mutter.
Andere Interessen hatte Mary kaum. Sie galt als mäßig begabt und konnte einer anspruchsvolleren Konversation kaum folgen. Sie ging häufig, wie man es von ihr erwartete, in Theater und Oper, doch ohne viel Freude.
Wirklichen Spaß hatte sie nur am Pferdesport. Ihre Onkel nahmen Mary auf die Turfplätze mit; stets war sie umgeben von aristokratischen Verehrern.
Beim Wiener Frühjahrsrennen von 1888 lernte sie Rudolf kennen. Der S.213 charmante Kronprinz, dem "die Weiberherzen des weiten Österreichs nur so zuflogen" (der deutsche Diplomat Graf Monts), machte großen Eindruck auf Mary.
An ihre Freundin Hermine Tobis schrieb sie, ohne Rudolf könne sie nicht mehr leben, er sei "ihr Gott, ihr Alles".
Rudolf und Mary scheinen sich zunächst nur auf Soireen getroffen zu haben, zuweilen wohl auch einmal im Prater; sie wechselten Briefe miteinander, Rudolf schickte ein paar Geschenke.
Marys Hauslehrer war der erste, der merkte, wie sehr sie sich verändert hatte. Sie wollte plötzlich ihre argen Bildungslücken füllen, woraus der Pädagoge folgerte, sie müsse wohl einen Freund haben, der wissenschaftlich oder literarisch interessiert sei. Die Rudolf-Schwärmerei ging Mutter Vetsera am Ende so auf die Nerven, daß sie Mary im Juni 1888 einen Tapetenwechsel verordnete und mit ihr nach England reiste.
Die Entwöhnungskur schlug freilich nicht an. Mary: Da sich Rudolf unglücklich fühle, müsse sie ihm "ihre Liebe weihen, sie könne nicht anders, es möge kommen, was da wolle". An eine Freundin schrieb sie: "Glauben Sie ja nicht, daß ich Ihn vergessen habe, ich liebe Ihn nur noch inniger."
Nach der Rückkehr aus England versuchte Helene Vetsera, die Vergnügungen und Bekanntschaften ihrer Tochter schärfer zu überwachen. Ihr will dabei jedoch entgangen sein, daß sich Mary inzwischen fest mit dem Kronprinzen liiert hatte. Ende September oder Anfang Oktober 1888 hatte sie sich mit Rudolf in der Hofburg getroffen.
Davon erfuhr kurze Zeit darauf die Gräfin Larisch. Mary hatte sich ihr anvertraut, weil sie wußte, daß sich die Gräfin mit ihrem Vetter Rudolf gut stand (so gut, daß die Kaiserin es für opportun gehalten hatte, die Nichte möglichst rasch zu verheiraten).
Sie habe ihm eines Tages, erzählte Mary, einen Brief geschrieben. Mary: "Ich sagte ihm, daß ich ihn liebe, und daß ich nur den einen Wunsch hätte, ihn zu sprechen. Ob er mir eine Zusammenkunft bewilligen wolle. Ein postlagernder Brief unter der und der Nummer würde mich erreichen."
Rudolf habe umgehend geantwortet: "Er teilt mir mit, daß jede Nacht um zwölf Uhr ein Fiaker eine Stunde lang warten würde. Wenn ich also entschlüpfen könne, würde ich wissen, was ich zu tun hätte."
An dieser Stelle des Berichts will die Gräfin, so behauptet sie jedenfalls in ihren Memoiren, die Vetsera heftig ausgescholten und noch gehofft haben, Mary sei wenigstens der Einladung zum nächtlichen Rendezvous nicht gefolgt. Doch Mary war in die Hofburg gefahren.
Um Mitternacht war sie aus dem Palais Vetsera-Baltazzi in der Salesianergasse geschlichen. Nur mit Nachthemd, Schlafrock und Mantel bekleidet, lief sie in die benachbarte Marokkanergasse zu dem Fiaker, auf dessen Kutschbock ein bärtiger, untersetzter Mann saß: Josef Bratfisch, Heurigensänger, Kutscher und ständiger Begleiter Rudolfs auf dessen amourösen Abenteuern.
Bratfisch fuhr Mary vermutlich zum Josefsplatz, unmittelbar vor der Hofburg, in deren zweitem Stock das Appartement Rudolfs lag, das von Stephanies Wohnung getrennt war. Offizielle Besucher gelangten vom Schweizerhof aus über die Säulenstiege oder über die Kapellenstiege in die Gemächer des Kronprinzen.
Nicht so Mary. Ein Diener brachte sie vom Josefsplatz über Stiegen und durch zahllose Zimmer und Gänge in das Garderobenzimmer des Kronprinzenpaars im dritten Stock, von wo eine steile Holztreppe in das Vorzimmer der Rudolf-Wohnung führte. Im Widmungsbuch der Burghauptmannschaft ist die Treppe noch heute unter der Nummer XXXIII als "Vetsera-Stiege" eingetragen.
Mary über ihren ersten Besuch in der Burg: "Ich wurde fast ohnmächtig vor Freude, als ich ihn an meiner Seite wußte. Ich fühlte mich wie im Himmel. Wir sprachen von tausend Dingen. Er war gerade so anbetungswürdig, wie ich ihn mir vorgestellt habe."
Rudolf machte Mary aufwendige Geschenke, und er schenkte ihr schließlich einen eisernen Ehering, in den die Buchstaben "I.L.V.B.I.D.T." eingraviert waren: In Liebe vereint bis in den Tod. Die 17jährige Vetsera war zur Geliebten des Mannes geworden, auf den sich die Hoffnungen aller richteten, die sich von einem liberalen Umbau die Rettung der altersschwachen Donaumonarchie erwarteten.
Das war nun freilich nicht der kranke Rudolf, den die Literatur zeichnet, S.215 um die Tat von Mayerling etwas plausibler zu machen: der degenerierte, erblich belastete, alkohol- und morphiumsüchtige, geschlechtskranke Thronerbe, der -- weil ihn Papa noch nicht regieren ließ -- Schluß machen wollte und nur noch eine Partnerin für den längst beschlossenen Selbstmord suchte.
Enttäuscht war er gewiß, zuweilen sicherlich auch verbittert, manchmal wollte er sogar alles hinwerfen, doch er besaß noch immer genug Elan und Zuversicht, um an eine gute Zukunft für sich und die Monarchie glauben zu können.
Gerade einen Monat vor dem ersten Zusammensein mit Mary Vetsera in der Hofburg hatte Rudolf einem Freund geschrieben, es müsse "bald eine große, für uns glückliche, kriegerische Zeit kommen", und noch zu Silvester 1888 hegte er ehrgeizige Pläne für eine Machtausweitung Österreich-Ungarns auf dem Balkan, darunter auch den "Wunsch, den großen Waffengang mit den Heeren des Zaren auszutragen", wie der Rudolf-Biograph Oscar von Mitis feststellt. Rudolf war also keineswegs am Ende.
Er hatte längst gelernt, mit den Schwierigkeiten seiner Stellung fertig zu werden. Leicht war es ihm nicht gefallen: 1858 geboren, Sohn disharmonischer Eltern, war Rudolf zuerst von militärischen Grobianen, dann von meist liberalen Professoren erzogen worden.
Die liberalen Ideen machten den hochintelligenten Kronprinzen, dessen naturwissenschaftliche Kenntnisse am Kaiserhof unübertroffen waren, zu einem Gegner von Klerikalismus, Aristokraten-Arroganz und sterilem Traditionalismus. Ohne eine liberale Erneuerung konnte er sich die Zukunft des Habsburger Reiches nicht vorstellen.
Schon früh malte sich Rudolf eine Welt des Fortschritts unter österreichischer Führung aus, ohne die Zöpfe der alten Zeit, aber auch ohne die Sprengkraft des modernen Nationalismus und der Massendemokratie. Er wollte den Staat reformieren, damit sich nicht mehr, wie Rudolf formulierte, "Pfaffen und hohe Trotteln im Dr(eck) ihrer eigenen Dummheiten herumwälzen".
Das hörte der Kaiser nicht gerne, die vagen Reformideen seines Sohnes waren ihm unheimlich: "Der Rudolf plauscht wieder."
Ungnädig aber wurde Franz Joseph, als sich Rudolf in die Politik der Wiener Regierung einschalten wollte. Der Kronprinz kritisierte wiederholt den konservativ-klerikalen Kurs des Ministerpräsidenten Eduard Graf Taaffe, eines intimen Kaiser-Freundes, und noch leidenschaftlicher stellte er sich gegen die Bündnispolitik Wiens mit den Deutschen, die er nicht ausstehen konnte.
Der Kaiser überließ es Taaffe, dem Kronprinzen den Zugang zu allen amtlichen Informationen und Unterlagen zu verweigern. Rudolf geriet in die Isolation. Von Hof und Öffentlichkeit gemieden, wurde er immer mehr zum politischen Einzelgänger.
Doch war das mehr als das übliche Schicksal von Thronfolgern, die allzulange auf ihre Stunde warten mußten? "Bertie", dem Sohn der Queen Victoria, erging es nicht anders, und auch im Wilhelminischen Deutschland erschöpfte Friedrich Wilhelm, der spätere Kaiser Friedrich III., seine besten Kräfte im Warten.
Einen Augenblick aber sah es aus, als wolle sich Rudolf nicht mit dem traditionellen Kronprinzen-Los abfinden und den alten Mächten öffentlich den Krieg ansagen. 1881 lernte er den linksdemokratischen Zeitungsherausgeber Moritz Szeps kennen, dessen "Neues Wiener Tagblatt" er zu heftigen Angriffen gegen die Regierungspolitik benutzte.
Rudolf polemisierte -- natürlich anonym -- gegen Kardinäle und Minister, er veralberte Vorgesetzte und Verwandte, er lieferte Informationen über Hofinterna und schrieb oft so gallig, daß Szeps Rudolfs Manuskripte nicht ohne abmildernde Korrekturen in Druck zu geben wagte.
Aber auch die schärfsten Attacken im "Tagblatt" konnten den Kronprinzen nicht aus seiner Isolierung befreien, zumal er sich "in einer unglaublichen Weise überwacht und ausspioniert" (Rudolf) fühlte. Rudolf an Szeps: "Man muß irgendwelche Spuren meiner Verbindung zu Ihnen haben."
Je mehr sich Rudolf politisch ausgeschaltet sah, desto eifriger widmete er sich der Armee, die ihm bald zur "eigentlichen Heimat" (Rudolf) wurde. Nichts prägte den späteren Rudolf mehr als das Offizierskorps der Armee; dessen Denkkategorien, Ehrauffassungen und Rituale bestimmten sein Leben. Rudolf: "Ich gehöre mit Leib und Seele der Armee an."
Modernen Historikern fällt es heute schwer, nachzuvollziehen, was das damals für einen Mann bedeutete: den Rock des Kaisers zu tragen, das goldene Portepee, das wie eine Reliquie behütet wurde. Rudolf-Biographin Brigitte Hamann meint, man möge doch die Vorliebe des Kronprinzen für das Militär S.217 nicht überbewerten: "Was er durfte, wollte er nicht: Soldat sein."
Doch das dürfte ein Mißverständnis sein. Für Rudolf war die Armee eine ihm gemäße Welt, war die Verkörperung der Idee eines übernationalen Österreichs die einzige Klammer, die den Vielvölkerstaat zusammenhielt. "Das Offizierkorps bei uns", schrieb Rudolf, "ist fast ausschließlich bürgerlich, liberal, kaiserlich und für einen mächtigen Staatsgedanken begeistert."
Entsprechend galt ihm der Soldatenstand als der erste und vornehmste im Reich. Es gab kaum einen härteren Wahrer militärischer Ehr- und Pflichtbegriffe als den Feldmarschalleutnant Erzherzog Rudolf.
Pflicht, Treue, Gehorsam -- das waren die Begriffe, die ihn immer mehr beherrschten. Mit einem Eifer ohnegleichen widmete er sich der militärischen Arbeit, von morgens bis abends saß er am Schreibtisch, hielt Konferenzen ab oder inspizierte Truppen.
Auf den Soireen und Festen war Rudolf nur noch selten zu sehen, nicht einmal mehr am Hofball nahm er teil. "Ich habe Papa gesagt", so begründete er einmal sein Fernbleiben vom Hofball, "daß es mir viel lieber ist, am Orte meiner Bestimmung, wohin mich meine Pflicht ruft, zu sein, als mich in Wien zu unterhalten."
Franz Joseph ließ den Sohn denn auch gern militärische Karriere machen: Erst war Rudolf Kommandeur des Infanterieregiments Nr. 36 in Prag, dann übernahm er das Kommando über die 25. Infanterie-Truppen-Division in Wien, und endlich erhielt er den Posten des General-Infanterie-Inspektors, den der Kaiser eigens für ihn geschaffen hatte.
Es gab freilich einiges, was den Kronprinzen zunehmend ärgerte: der ewige Streit mit dem ultrakonservativen Erzherzog Albrecht, dem Generalinspektor der Armee, der dem liberalen Freigeist in der Generalsuniform nicht traute, die fachidiotische Arroganz des Generalstabschefs von Beck, die Geheimniskrämerei des Kriegsministeriums, das meist "vergaß", Rudolf zu wichtigen Besprechungen einzuladen.
Zudem beschuldigte der deutsche Kaiser Wilhelm II. (Rudolf: "Dieser hartgesottene Junker und Reaktionär") den österreichischen Vetter militärischer Unfähigkeit, weil der angeblich für die Unzulänglichkeit des neuen Repetiergewehrs verantwortlich sei -was gar nicht zutraf.
Bei so viel Ärger verlor Rudolf jetzt häufiger die Beherrschung, und da mag er, ohnehin zur Melancholie neigend, schon einmal gedroht haben, sich zu erschießen -- wie in dem Gespräch mit der Freundin Mizzi im Herbst 1888, in dem er ihr vorgeschlagen haben soll, sich gemeinsam am Husarentempel in Mödling, einem Kriegerdenkmal bei Wien, zu töten.
Lange währten jedoch solche Stimmungen nicht, er fing sich rasch wieder. Allerdings war er in letzter Zeit oft deprimiert, wozu die Krise seiner Ehe mit der belgischen Königstochter Stephanie beigetragen haben wird.
Seit 1886 gingen die Ehepartner getrennte Wege. Sie sprachen kaum noch miteinander, obwohl die eifersüchtige S.220 Kronprinzessin gelegentlich den amourösen Extratouren Rudolfs nachspürte.
Denn inzwischen hatte sich Rudolf wieder stärker Mizzi Caspar zugewandt, einer dunkelhaarigen Edel-Prostituierten, die zum Etablissement der Wiener Kupplerin Wolf gehörte und den Kronprinzen seit 1883 kannte. Die Grazerin, sechs Jahre jünger als Rudolf, wußte ihn zu trösten.
Oft besuchten Rudolf und Mizzi abends Bratfisch in seiner Wohnung und aßen dort deftige Hausmannskost. Zu dritt brachen sie dann zu einem Heurigenlokal am Stadtrand auf, wo Bratfisch Volkslieder sang oder pfiff, zuweilen auch ein Couplet, das Rudolf für Mizzi "eschrieben hatte: Das hat kan Göthe gschriebn, das hat ka Schill"r " dicht, S''ist von kein Claßiker, von kan Genie. Das ist ein " " Wiener, der zu einer Wienerin spricht, Und''s klingt halt doch " " so voller Poesie. "
Doch der Bruch zwischen Rudolf und Stephanie war keineswegs endgültig. Die Nachforschungen der Stephanie-Biographin Irmgard Schiel haben ergeben, daß die Ehe Rudolfs und Stephanies nicht schlechter und nicht besser war als die meisten Ehen jener Zeit.
Im übrigen hatte auch Stephanie seit 1887 ihren "Hamlet", wie sie den Grafen Arthur Potocki in ihren Briefen und Notizen nannte. Stephanie: "Meine Sehnsucht nach ihm ist unsagbar] Io l''amo tanto]" (Ich liebe ihn sehr]).
Irmgard Schiel fand jedoch einen Rudolf-Brief, den später die beleidigte Witwe Stephanie bei der Veröffentlichung ihrer Memoiren um jeden Preis verschweigen wollte.
"Ich finde", schrieb Rudolf am 31. März 1888 an Stephanie, "wir könnten diese eine Nacht in Abbazia zusammen schlafen; es macht sich gut, dann geht man ohnehin wegen dem Beichten und Kommunizieren früh schlafen, und es wäre auch recht hübsch, wieder einmal im Bett herumzunutscherln." Unterschrift: "Dein Dich innigst liebender Coco."
Doch spätestens seit dem Herbst 1888 hatte Rudolf an seiner Ehe nicht mehr das geringste Interesse. Ihm reichten die nächtlichen Zusammenkünfte mit der Vetsera in der Hofburg nicht, auch am Tage wollte er sie sehen.
Das brachte freilich Schwierigkeiten mit sich, denn die Baronin Vetsera paßte auf, daß ihre Tochter nicht unbeaufsichtigt das Palais verließ.
Doch die Gräfin Larisch, immer für eine Liebesintrige zu haben, half Mary. Unter dem Vorwand, Mary zu einem Einkaufsbummel mitnehmen zu wollen, holte die Larisch das Mädchen ab und fuhr mit ihm in die Innenstadt.
"Heute bekommen Sie einen glückseligen Brief, denn ich war bei Ihm", schrieb Mary an Hermine Tobis. "Marie Larisch nahm mich mit, Commissionen zu besorgen, dann gingen wir zu ''Adele'', um uns photographieren zu lassen, für Ihn natürlich, und dann gingen wir hinter das Grand Hotel, wo uns Bratfisch erwartete."
Später fand die Baronin Vetsera in Marys Zimmer ein Tagebuch und zahlreiche Briefe, die ihr die Beziehung zwischen ihrer Tochter und Rudolf enthüllten.
Darüber schrieb die Baronin später in einer Rechtfertigungsschrift: "Wie aus den Briefen der Baronesse an ihre Freundin zu ersehen war, kam sie öfter mit dem Kronprinzen zusammen, immer zwischen elf und ein Uhr, oder zwei bis fünf Uhr nachmittags, wobei sie immer angab, mit der Gräfin Larisch Commissionen zu machen. Manchmal war Mary auch von sieben bis neun Uhr abends in der Burg."
Am Hof hatte sich bereits herumgesprochen, daß der Kronprinz ein Verhältnis mit der Baronesse Vetsera habe. Noch im November, so wußte der "Berliner Börsencourier", intervenierte der Kaiser: Er verlangte von Rudolf, die Beziehungen zur Vetsera sofort abzubrechen und seine ehelichen Verhältnisse wieder in Ordnung zu bringen.
Der "Börsencourier" über Rudolfs Reaktion: "Er erklärte sofort, er werde dies unter keinen Umständen thun, und notorisch ist, daß er nun erst seiner Umgebung gegenüber von der Baronesse in exaltirten Ausdrücken zu sprechen begann, während er bis dahin zwar mit Wärme, aber nicht ohne Unbefangenheit über sie geurtheilt."
Offenbar war Rudolf entschlossen, sich von Stephanie zu trennen. Für Louise von Sachsen-Coburg-Gotha, Stephanies Schwester, war es zumindest "kein Geheimniß, daß er die Ehe mit Stephanie zu lösen strebte und sich zu diesem Zwecke an den Papst wandte".
Ob Rudolf damit -- falls diese Version zutrifft -- auch zugleich eine Heirat mit Mary beabsichtigte, läßt sich nicht mehr klären. Vielleicht hoffte er, die Entscheidung noch hinauszögern zu können. Doch er hatte keine Zeit mehr. Spätestens Mitte Januar 1889 muß er es gewußt haben: Mary war schwanger.
Mitte Januar kaufte Mary bei der Firma Rodeck am Wiener Kohlmarkt für Rudolf ein goldenes Zigarettenetui, in das sie eingravieren ließ: "13. Jänner 1889. Dank dem Schicksal." Und ihrer S.222 Freundin Hermine schrieb sie: "Wir haben beide den Kopf verloren. Jetzt gehören wir uns mit Leib und Seele an]"
Dieser 13. Januar 1889 hat später den Historikern einige Schwierigkeiten bereitet. Sie meinten, an diesem Tag sei es zum ersten Intimverkehr zwischen Rudolf und Mary gekommen. Die Mayerling-Forscher können freilich nicht erklären, daß Mary zwei Wochen später schon im dritten Monat schwanger war.
Die Historiker haben auch den 5. November 1888 falsch interpretiert, den Mary neben dem 13. Januar 1889 in ihrem Tagebuch besonders markiert hatte. Sie hielten den 5. November für den Tag, an dem Mary zum erstenmal bei Rudolf in der Hofburg gewesen war.
Das aber widerspricht der Aussage der Gräfin Larisch, Mary habe Rudolf erstmals Ende September oder Anfang Oktober 1888 aufgesucht. Eher könnte die Markierung des 5. November 1888 bedeuten, daß es damals zum ersten Intimverkehr gekommen ist.
Daraus ließe sich schließen, daß Mary vermutlich am 13. Januar 1889 definitiv von ihrer Schwangerschaft erfuhr. Das entspräche auch dem damaligen Stand der medizinischen Wissenschaft. Da es in jener Zeit weder biologische noch chemische Nachweismethoden gab, konnte eine Schwangerschaft erst nach etwa zweieinhalb Monaten festgestellt werden.
Mary und Rudolf gerieten in Zeitnot. Am 27. Januar würde das Ende der 12. Schwangerschaftswoche erreicht sein -- es blieben also nur noch zwei Wochen, in denen entschieden werden mußte, ob das Kind ausgetragen oder die Schwangerschaft abgebrochen werden sollte.
Eine Legalisierung ihres Verhältnisses schien unmöglich. Rudolf mußte den härtesten Widerstand des Kaisers befürchten, ganz zu schweigen von der Haltung des Papstes, der kaum einer Auflösung der Ehe mit Stephanie zustimmen würde, obwohl Rudolf zeitweilig glaubte, "daß man auch beim Papst mit Geld alles richten kann".
Ein anderer Ausweg: Mary das Kind irgendwo in der Provinz austragen zu lassen, es vielleicht später einmal anzuerkennen. Doch Mary wollte sich nicht abschieben lassen.
Schließlich war da auch noch der Herzog von Braganza, der Verlobte von Mary Vetsera und Freund Rudolfs. Er hatte das Verhältnis zwischen seiner Braut und dem österreichischen Kronprinzen bislang geduldet, wohl um sich durch sein Schweigen die Unterstützung für seine politischen Ambitionen zu erkaufen: Er machte sich Hoffnungen auf den portugiesischen Thron.
Doch es bestand ein großer Unterschied zwischen einem "Pantscherl", wie man in Wien zu sagen pflegte, und einem Verhältnis mit Folgen. Eine Baronesse Vetsera mit einem unehelichen Kind -- da würde der Herzog nicht mitspielen.
Rudolf hat dies alles sicher realistischer gesehen als Mary. Er wußte, daß er sie in eine Situation gebracht hatte, in der alle ihre Pläne, ihr ganzes Leben zerstört worden wären. Es gab nur noch einen Ausweg: Abtreibung.
Im nächsten Heft
Rudolf zur Larisch: "Wenn du mir nicht hilfst, ist alles verloren]"
S.209
Diesmal war Mary Vetsera da. Die exaltierte Geliebte. Die
aufdringliche Gespielin, die er eigentlich schon los sein wollte.
Jetzt holte er sie zum letzten Liebesdienst nach Mayerling. Dieses
seltsame Geschöpf drängte sich an seine Seite und drängte sich in
seinen Tod, berauscht von der Vorstellung, durch ihr Sterben an der
Seite des Kronprinzen unsterblich zu werden.
*
S.220
Das hat kan Göthe gschriebn, das hat ka Schiller dicht, S''ist von
kein Claßiker, von kan Genie. Das ist ein Wiener, der zu einer
Wienerin spricht, Und''s klingt halt doch so voller Poesie.
*
S.217 In österreichischer Uniform. *
Von Gerd Holler

DER SPIEGEL 16/1980
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