12.10.1981

„Was bleibt vom Hause Springer?“

Die Pressekonzerne Burda und Springer planen den Zusammenschluß Die Burdas, erfolgreiche Provinzverleger im badischen Offenburg, wollen sich mit einer halben Milliarde beim Springer-Konzern in Berlin einkaufen. Seinen Managern oder einer Bankengruppe mag Axel Springer sein Lebenswerk nicht anvertrauen. Der 69jährige Verleger sieht in Burda Garantie für konservative Kontinuität.
Die Konzernspitzen sind sich einig, die Verträge sind paraphiert, die Verflechtung der beiden Medienriesen ist beschlossene Sache -- in der Branche steht, so nennt es ihr Jargon, eine Elefantenhochzeit an.
Das Aufgebot haben, beim Bundeskartellamt in Berlin, bestellt:
* die "Axel Springer Gesellschaft für Publizistik KG", Berliner Holding des größten deutschen Zeitungsverlags mit "Bild" und "Welt", "Bild am Sonntag" und "Welt am Sonntag", "Berliner Morgenpost", "Hamburger Abendblatt", "BZ", den Programmzeitschriften "Hörzu" und "Funk Uhr" sowie den Buchverlagen Ullstein und Propyläen;
* die Offenburger Burda GmbH, drittgrößter Illustriertenverlag im Lande mit den Millionenblättern "Bunte" und "Freizeit Revue", "Das Haus" und "Bild + Funk".
Bis ins Detail haben die beiden Chefverhändler, Springers Generalbevollmächtigter Christian Kracht und Hubert Burda, Vertreter der badischen Verlegersippe, vor der Behörde unlängst ihre Pläne erläutert: Beteiligung Burdas an der Springer-Holding mit zunächst 26, später noch einmal weiteren 25 Prozent.
Das Bundeskartellamt, das solche Transaktionen zu genehmigen hat, wird noch in dieser, spätestens in der nächsten Woche seine Entscheidung fällen. Doch ob die Marktwächter das Geschäft nun billigen oder nicht -- die Fusion soll so oder so durchgezogen werden.
Stimmt die Behörde zu, werden die Verträge unverzüglich unterschrieben. Erhebt sie Einspruch, wollen die Vertragspartner gleich zweifach dagegen angehen: juristisch durch eine Klage beim Berliner Kammergericht, politisch durch eine Intervention bei Bundeswirtschaftsminister Graf Lambsdorff. Springer und Burda, das ist überdeutlich, wollen partout zueinander.
Doch wer drängt da zu wem? Wer macht die bessere Partie? Wer hat wen nötig?
Den Bilanzen nach wäre die Sache eindeutig: Hier die Burdas, tüchtige Provinzverleger, die es zu florierenden Illustrierten nebst hochmodernen Tiefdruckereien gebracht haben und um die 780 Millionen Mark jährlich umsetzen.
Da der Zeitungszar, von dem das amerikanische Wirtschaftsblatt "Business Week" einmal schrieb, er habe "ein Verlagsimperium geschaffen, wie es an Größe, Reichtum und Einfluß nie zuvor eins gegeben hat in Deutschland -- West oder Ost". Springer ist Herr der größten Tageszeitung Europas, "Bild" mit 4,7 Millionen Auflage, und der größten Wochenzeitschrift Europas, "Hörzu", mit rund vier Millionen Auflage. Der Umsatz der Springer-Unternehmungen ist mit über zwei Milliarden Mark fast dreimal so hoch wie der von Burda.
Nach der schieren Auflage gerechnet, ist Springer im Lande eh der größte: 80 Prozent der Boulevardpresse stammen aus seinen Verlagen ("Bild", "BZ", "tz"), knapp drei Viertel der Sonntagsblätter und fast ein Drittel der täglichen Zeitungsauflage -- einschließlich "Münchner Merkur" und "Lübecker Nachrichten", an denen er Minderheitsanteile hält.
Der jüngste Sproß der Burdas, Dr. phil. Hubert, 41, Chefredakteur der "Bunten", läßt sich schon mal, pausbäckig und salopp, für eine Kreditkartenreklame ("Ich habe mit ihr das Wohnmobil bezahlt") von American Express photographieren. Von Axel Springer ist, vorzugsweise in den eigenen Blättern, nur Bedeutendes zu lesen.
Springer für Israel und gegen "die unbarmherzigste Kolonialmacht dieser Welt", die Sowjet-Union. Springer für Berlin und gegen alle, die "von Liberalität sprechen und Servilität verlangen". Springer gegen "geistige Unterwanderung" und für "das Gute, das überall in der Welt zu finden ist".
Fest im Glauben, wünscht sich Axel Springer nichts sehnlicher als Menschen, die "den Stern von Bethlehem vom Sowjetstern zu unterscheiden" in der Lage sind. Auf den "Willen Gottes, unseres Schöpfers" beruft er sich, wenn er den Amerikanern zum zwanzigjährigen Bestehen der Berliner Mauer eine S.38 ganzseitige "Message from Berlin" sendet, inseriert in vier US-Zeitungen mit 4,2 Millionen Gesamtauflage: "Um der Sache des Friedens willen müssen wir nachrüsten."
"Auch Gottes Wille" sei es, Deutschlands "Einheit in Freiheit" zu erwirken, versichert er den Franzosen in einer Zeitschrift für die deutsch-französische Verständigung ("Documents"). "Mit Gottes Hilfe", verheißt er den Deutschen zum "Tag der Heimat", werde auch die europäische Anfechtung von "Neutralismus, ideologischem Pazifismus und Anti-Amerikanismus" vorübergehen.
"Axel Springer, what a man, what a son, what a father, what a citizen", rühmte der Präsident der Universtität Boston, in Abwesenheit des Geehrten, zur Verleihung eines Ehrendoktorhutes, und die "Welt am Sonntag" druckte es, auf deutsch, in siebenspaltiger Laudatio ab -- künftig auch in der "Bunten" von Burda?
Es wird alles ganz anders kommen.
Nicht der Große verleibt sich den Kleinen ein -- vielmehr läßt sich Springer von Burda schlucken. Es ist des Großverlegers Wille, daß sein Reich in der Provinz der Burdas aufgehe.
So können die Käufer, die schon eine ansehnliche Niederlassung mit bunten Blättern in München betreiben, zur führenden Pressemacht im Lande gelangen, von der badischen Kleinstadtidylle aus die Konzernzentrale des Großverlegers an der Berliner Mauer in Besitz nehmen.
Axel Cäsar Springer ist nun 69 Jahre alt und hat keinen Erben, jedenfalls keinen, dem er sein Lebenswerk anvertrauen möchte. Den drei Söhnen des Offenburger Firmengründers Franz Burda traut er zu, was einem Management unter seiner Leitung zunehmend schwerfällt: dem Konzern kaufmännisch wie publizistisch Linie zu geben.
Denn es kriselt bei Springer, und das hat nicht nur zu tun mit den Anfeindungen, denen sich der Verleger ausgesetzt sieht. Längst ist sein Unternehmen nicht mehr bevorzugt Reibungsfläche und erklärtes Angriffsziel für rebellische Jugend -- wie 1968, als Molotow-Cocktails in das Berliner Verlagsgebäude flogen und "Bild"-Lieferwagen in Brand gesteckt wurden. Springer ist nicht mehr der "meistangegriffene Mann der Bundesrepublik", auch wenn er es selber noch zu glauben scheint.
Während die Pressekonzentration, der Trend zu immer größeren Verlagskonzernen und immer weniger Zeitungen, sonst öffentliche Proteste bei der Ankündigung jeder neuen Fusion auslöst, beklagte bei Bekanntwerden der Springer-Burda-Absichten nur noch die Industriegewerkschaft Druck und Papier die "bedrohliche Verschärfung der Konzentration auf dem Medienmarkt".
Die Sozialdemokraten in Bonn haben längst andere Sorgen als jene, die zu Beginn der siebziger Jahre noch als existenziell empfunden wurden: daß Springer-Kampagnen gegen die Ostpolitik und die Reformen im Inneren die Wähler gegen die sozialliberale Koalition aufbringen könnten.
Die Mahnungen Springers, die er, mit Gott für die Rüstung, in seine Blätter rücken läßt, verhallen fast echolos. Nur Amerikaner sind noch dankbar, wenn er die USA auffordert, "bei der Herstellung militärischer Produkte noch einmal die Führungsrolle zu übernehmen". Nur betagte Vertriebene geben noch was drauf, wenn er von "wohlverstandener Revision bestehenden Unrechts" im Osten spricht.
Und manchmal klingt auch schon paradox, was er so sagt.
Axel Springer, November 1980: "Ich glaube, wir haben allzuoft nicht den Mut aufgebracht, nein zu sagen. Wir sind ... eine Gesellschaft der zu allem ja Sagenden geworden."
Axel Springer, Februar 1981: "Es tut gut, in einer Zeit des Negativismus Positives zu vollziehen und ja zu sagen zu einer Welt, die unter einer Inflation des Nein-Sagens leidet."
Eine publizistische Ära neigt sich dem Ende zu, und nichts macht dies deutlicher als der Umstand, daß führende Springer-Mitarbeiter davon reden. "Es geht nicht mehr nur um dies oder das Objekt", sagt einer von ihnen, "es geht um die Zukunft des Ganzen. Nehmen Sie an, wir müßten über kurz S.39 oder lang die ''Welt'' zumachen -- was bleibt dann vom Rang des Hauses Springer?"
Die "Welt" aber müßte eigentlich zugemacht werden. Denn das einst -- unter britischer Besatzungsregie -- überaus erfolgreiche und angesehene Blatt hat die von Springer immer wieder beschworene "Abstimmung am Kiosk" verloren. Jahr für Jahr macht die Zeitung um die 35 Millionen Mark Defizit. Springers Alleinvorstand in der Verlags-AG, Peter Tamm, sieht in der "Welt" denn auch "unser Sorgenkind".
Auch "Bild", wiewohl so schlimm wie früher, ist nicht mehr, was es einmal war. Das Boulevardblatt verlor innerhalb eines Jahres rund 170 000 Exemplare seiner täglichen Auflage und leidet unter einem spezifischen Rufschaden.
Wenn "Bild"-Redakteurin Helga Boddenberg-Schulte irgendwo klingelt und sagt: "Ich komme von der ''Bild-Zeitung''", wird sie "angeguckt von oben bis unten" und bekommt, bevor ihr die Tür vor der Nase zugeschlagen wird, zu hören: "Sie? Sie lügen, Sie klauen, Sie betrügen -- und außerdem: Was machen Sie sonst noch alles?"
"Gravierende Probleme" gibt es laut Tamm auch anderswo. Seit langem nagt eine Auflage-Erosion an zwei regionalen Säulen des Unternehmens, "Berliner Morgenpost" und "BZ". Beide verloren über die Jahre, trotz erheblicher Kraftakte beim Blättervertrieb und zeitweiliger Wende zum Besseren, Tausende tägliche Käufer, beide haben -- so Tamm -- "schwer zu kämpfen".
"Neue Objekte für interessante Zukunftsmärkte" aber, nach denen Tamm Ausschau hielt, brachte das Unternehmen kaum zuwege.
Die publizistische Innovationsfähigkeit hielt nicht Schritt mit der Technik, die bei Springer aufs trefflichste weiterentwickelt wurde: Die Druckhäuser in Kettwig (Zeitungsoffsetdruck), Ahrensburg und Darmstadt (Zeitschriftentiefdruck) bilden das größte Ensemble modernster Drucktechnik in Europa wie Amerika. Aber eine Stadtillustrierte für Hamburg, nach dem Vorbild von "Zitty" Berlin und "Szene Hamburg", vermochte der Konzern nicht in den Markt zu bringen.
Die Springer-Kreation "Hamburger Piste" kam vom Start weg ins Schleudern, weil ihre kostenlose Verteilung auf Proteste beim "Szene"-Verlag stieß -- unlauterer Wettbewerb. Das Blatt, das seine Herkunft aus dem Hause Springer zunächst zu verschleiern suchte, wurde gleich nach Erscheinen und Enttarnung wieder eingestellt.
( Als Herausgeber wurde der Kasseler ) ( Verlag Paul Dierichs KG & Co. ) ( angegeben, dessen Geschäftsführer ) ( Rainer Dierichs über die Verwendung des ) ( Verlagsnamens durch Springer nicht ) ( informiert worden war. Der ) ( Springer-Verlag entschuldigte sich mit ) ( einem "technischen Versehen". )
Als Mißgriff erwies sich vorletztes Jahr auch die Herausgabe von "Besser''s S.42 Gourmet Journal", in das die Verlagsstrategen -- trotz aller Warnungen des Erfinders Klaus Besser -- große Hoffnungen auf eine hohe Auflage gesetzt hatten. Als trotz enormer Werbung in den Konzernblättern, auch nach Bessers Abschied und einem Konzeptwandel, der Aufschwung ausblieb, wurde das Verlustobjekt im Mai an einen Reutlinger Verleger verkauft.
Grad so ging der schmale Abonnentenstamm von Springers teurem Liebhaberjournal "Galerie der Künste", nur zehn Monate nach der Eröffnung, an das Kunstmagazin "Art" des Verlages Gruner + Jahr über.
Mit dem verlustreichen "Journal für Haushalt und Familie", heute "Journal für die Frau", plagt sich der Verlag noch immer ab. Eine mit viel Prestige und Ehrgeiz befrachtete "Journal"-Beteiligung von Radio Luxemburg (24,9 Prozent) wurde letztes Jahr von den erfolggewohnten Kommerzfunkern im Großherzogtum sang- und klanglos aufgekündigt.
Enttäuschend verlief schließlich der Versuch, mit dem eigens dafür gegründeten Kristall-Verlag neue Vertriebswege fürs Vermarkten von Zeitungsstorys in Buchform (von den Nixon-Memoiren bis zur Muppets-Show) einzuschlagen.
"Mit wenigen Titeln", so hatte Tamm im November 1980 angekündigt, "werden wir bereits im ersten Jahr zwei Millionen Mark umsetzen." Was er dabei in den Sand setzte, veranlaßte Springer, das neue Unternehmen im Frühjahr 1981 schleunigst zu verkaufen, acht noch nicht erschienene Titel inklusive.
Eine Beteiligung an der Stuttgarter "Hörzu-Buch Service GmbH & Co. KG", in der mittels Werbung in Springers Mammutblatt "Hörzu" eine Art Buchklub gemeinsam mit Georg von Holtzbrincks "Deutschem Bücherbund" aufgezogen werden sollte, gab Springer ebenfalls wieder auf -- beim Mitgliedsstand von 56 000, geradezu kläglich gegenüber den Holtzbrinck-Buchklubs mit 1,7 Millionen Mitgliedern.
Und wenn es nicht seine Manager waren, die mißglückte Unternehmungen wieder beendeten, dann stoppte oder bremste Springer selber. Alleinvorstand Tamm hatte, als Präsidiumsmitglied des Zeitungsverlegerverbandes, im Frühjahr 1981 die Teilnahme deutscher Zeitungsverleger am geplanten Satelliten-Fernsehen von Radio Luxemburg befürwortet und seinem Verleger den dicksten Brocken im deutschen TV-Paket reserviert, 25 Prozent.
Der Konzernherr aber wehrte vor Besuchern ab, von ihm werde nun wieder das meiste Geld erwartet. Zur Verblüffung der Projektmacher im Verlegerverband stellte Springer die Entscheidung zurück; sein Anteil an der auf weit über hundert Millionen Mark taxierten Investition ist bis heute noch nicht gezeichnet.
Der Blamierte war, wieder einmal, Tamm. Der Manager, einst Schiffahrtsredakteur beim "Hamburger Abendblatt", ist zwar zum Alleinvorstand von Springers Verlags-AG aufgestiegen, S.44 aber er herrscht nicht allein. Denn die AG ist nur ein Teil der Holding-Gesellschaft, wenn auch ihr weitaus größter, und in deren Geschäftsführung thront der Alleinaktionär Springer als Vorsitzender.
Dort, in der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik KG, ist Tamm nur einer neben anderen. Und neben der hierarchischen Macht, etwa für Springer-Stellvertreter Ernst J. Cramer oder den Generalbevollmächtigten Christian Kracht, spielen subtile Ansichtssachen, eine Art Gesinnungsmacht, eine Rolle.
Mit Springers Holding-Vertrauten gerät Tamm immer öfter über Kreuz. Und prompt übertragen sich Hadern und Zaudern der Führungsspitze ins Haus. "Wir bekommen zu späte oder halbherzige Entscheidungen", sagt ein leitender Springer-Redakteur, "das gezielte Gerücht wird zum Führungsinstrument."
Beispiel: Zu Jahresanfang beklagte sich der Betriebsratsvorsitzende Peter Jentsch von der "Welt" bei Geschäftsführung und Verlagsleitung darüber, man sei über drastische Sparpläne einschließlich angepeilter Entlassungen erst "durch Gerüchte ins Bild gesetzt" worden.
Ebenso sprach sich die Ablösung des "Welt"-Chefredakteurs Peter Boenisch zuerst als Gerücht in der Redaktion herum, bevor der Betroffene selbst davon erfuhr -- von seinen Redakteuren. Gerücht zum Gerücht: Die Kunde sei damals, als Tamm noch an Boenisch festhielt, aus Springers Verlagsbüro in Umlauf gesetzt worden.
Wie die Führungsspitzen miteinander umgehen, zeigte sich beim Tod von Heinrich V. Prinz Reuss, dem Generalbevollmächtigten bis Herbst 1980. Mögen jene im Haus, "die ihm das Leben schwermachten, von Gott die Vergebung erlangen", klagte Springer in einer Ansprache damals; dann, so der Branchendienst "Text intern", machte er "eine kleine Pause" und fuhr fort: "Aber ich fürchte, daß diese Leute nicht einmal wissen, was Gott ist." Nur einer konnte gemeint sein: Alleinvorstand Tamm.
Kurze Zeit später lamentierte Springer öffentlich über die "Bild-Zeitung". An der leide er "wie ein Hund", gestand der Verleger dem "Zeit"-Mitarbeiter Ben Witter. Aber anders als beim Tod von Reuss gab es kein Schweigen aus Gründen der Pietät. "Entmündigt Springer", motzten Springer-Redakteure, und in einem Protestbrief fragten 150 "Bild"-Journalisten: "Warum versuchen Sie, uns die Würde zu nehmen?"
Springer gab eine Art Ehrenerklärung, indem er "Zeit"-Witter ein feingesponnenes Dementi schickte ("Da müssen Sie mich mißverstanden haben"). Doch kaum war Ruhe bei S.47 "Bild" eingekehrt, nutzte der Verleger eine "''Bild''-Gala" zugunsten der Berliner Gedächtniskirche, um abermals von "Bild"-Fehlern zu reden, "worunter sicherlich auch schreckliche fallen". "Bild" druckte die Rede -- bis auf dieses Zitat.
Springers ganzer Jammer war kein Leiden an der "Bild-Zeitung"; denn die war so, wie er sie beklagte, schon seit Jahrzehnten. Ihn beschämte wohl eher, daß sie nun publizistisch blamiert war (durch Enthüllungsautor Günter Wallraff) und noch dazu gerichtlich entblättert (vom Bundesgerichtshof).
In seinem Bestseller "Der Aufmacher" schilderte Wallraff, der sich unter falschem Namen bei "Bild" in Hannover eingeschlichen hatte, die "professionelle Fälscherwerkstatt". Im Folgeband "Zeugen der Anklage" präsentierte er Opfer falscher "Bild"-Berichte, darunter einen Selbstmörder, der vor seinem Freitod "die ''Bild-Zeitung'' des Mordes" wegen einer erfundenen Story anklagte.
Und im Nachschlag-Band "Das ''Bild''-Handbuch", der diese Woche zur Buchmesse erscheint, läßt er der "Diagnose" die "Therapie" folgen: "In vielen Städten selbständig arbeitende Gegen-''Bild''-Stellen, der Rechtshilfefonds für ''Bild''-Geschädigte und Gewerkschaftsinitiativen".
( Günter Wallraff: Das "Bild"-Handbuch. ) ( Konkret Literatur Verlag, Hamburg; 240 ) ( Seiten; 15 Mark. )
Einem auch von Wallraff unterstützten Autorenboykott ("Wir arbeiten nicht für Springer-Zeitungen") haben sich über 500 Schreiber angeschlossen. Die Aktion wird von Sozialdemokraten und Gewerkschafter unterstützt, die Springer-Blättern keine Interviews mehr geben.
Der Deutsche Presserat, zehn Journalisten und zehn Verleger, untersuchte stichprobenartig eine Reihe gravierend erscheinender Vorwürfe aus dem zweiten Wallraff-Buch und stellte in einem Teil der Fälle einstimmig Verstöße gegen das journalistische Berufsethos ("Pressekodex") und die Richtlinien des Presserats fest: Falschberichterstattung, unterlassene Richtigstellung, unlautere Methoden bei der Nachrichtenbeschaffung, Verletzung des Privatlebens und der Intimsphäre.
Überaus peinliche Prozesse folgten. So bescheinigte der Bundesgerichtshof der "Bild-Zeitung" "gewichtige Mißstände" und billigte das Ausspähen der Redaktion durch Wallraff. Geldbußen verhängte das Kölner Schöffengericht gegen zwei "Bild"-Redakteure, die auf ungeklärte Weise bei Wallraff am Telephon mitgehört hatten.
Hohe Freiheitsstrafen und Geldbußen wurden Anfang des Jahres in Frankfurt gegen drei "Bild"-Mitarbeiter verhängt: wegen Hehlerei und Diebstahls; ein geständiger Photoreporter kam mit 4200 Mark Geldstrafe davon. Sie hatten einen Studenten fälschlich als mädchenblutsaugenden "Vampir" hingestellt. Springer zahlte 15 000 Mark Schmerzensgeld.
Der Wallraff-Effekt macht den "Bild"-Journalisten das Leben schwer. Auf innerbetriebliche Stellenausschreibungen meldet sich kaum noch ein Redakteur. So waren in Stuttgart zeitweise vierzehn Redakteursposten nicht besetzt, und in der Frankfurter S.50 "Bild"-Redaktion hatten sich 240 Tage Urlaubsanspruch für geleistete Überstunden aufgesummt.
In der Essener "Bild"-Redaktion werden Mitarbeiter, die es mit der Wahrheit "nicht so sehr genau nehmen", nicht etwa gleich gefeuert, beklagte sich "Bild"-Redakteurin Boddenberg-Schulte vor einer Springer-Betriebsräteversammlung in Berlin, man sei offenbar froh über jeden, der ausnahmsweise anheuert. Denn: "Man bekommt keine Leute mehr."
Zur geschäftlichen Logik des publizistischen Straßengewerbes gehört es freilich, daß sich auch ein schlechter Ruf verkauft. Wer es am Kiosk immer nur wie der hannoversche Kabarettist Dietrich Kittner macht und "das Lügenblatt, bitte", verlangt, bekommt prompt die "Bild"-Zeitung hingelegt.
Seit die Moral von "Bild" in aller Munde ist, mag Springer sie sich nicht mehr zu eigen machen. Die "Bilanzentwicklung seines Hauses" allerdings, spottete die "Süddeutsche Zeitung", sei "dank der Erträge von ''Bild'' nicht unerfreulich".
Genau umgekehrt bei der "Welt". Ihr -- auf deren konservative Gesinnung der Verleger stets ohne Rücksicht auf Verluste pochte -- ging es geschäftlich immer schlechter. Dahin schwanden Glanz und Geltung des einstigen liberalen Musterblatts, als der Verleger den Kurs immer weiter nach rechts auslegte und sein Kopfblatt schließlich zum "Kampfblatt" (Springer) gegen die Bonner Regierung umkrempeln ließ. Die sprichwörtliche Zuverlässigkeit (Slogan: "Es stand in der ''Welt''") kam abhanden, andere Blätter erbten unwillige Leser. Heute liegt die "Welt" um jeweils über hunderttausend Exemplare hinter "FAZ" und "Süddeutsche Zeitung" zurück.
Weicht einer vom "überdrehten Rechtsdrall" ("Capital") ab, muß er, wie Boenisch, "auf Wunsch des Verlegers Axel Springer -- gegen meinen Willen" gehen. Springer selber versteht die Einsetzung einer neuen Blattspitze -- mit dem Altchefredakteur Herbert Kremp, Wilfried Hertz-Eichenrode und Leitartikler Matthias Walden als Herausgeber neben sich -- als Teil einer Neuformierung der Unternehmensspitze. Ihm geht es darum, wie er dem "Zeit"-Journalisten Ben Witter im Dezember anvertraute, "die große Ordnung des Hauses nach einer großen Lebenskrise" zu schaffen.
Die Lebenskrise: der Selbstmord seines Sohnes Axel junior, an einem Wintertag Anfang 1980. Springers Ältester, der sich als Pressephotograph unter dem Pseudonym Sven Simon einen Namen gemacht hatte und sich gerade fürs Verlagsgeschäft zu interessieren begann, wäre aus der Sicht des Konzerneigners wohl der richtige Nachfolger gewesen.
So aber sah er sich nach Wahlerben um und reformierte erst mal, längst S.51 überfällig, die Spitze des Konzerns. Er berief eine neue Geschäftsführung für seine Holding. Mitglieder, unter Vorsitz des Inhabers: die gelernten Journalisten Ernst J. Cramer, Verlagsvorstand Tamm, "Welt"-Mitherausgeber Walden und "Bild"-Chefredakteur Günter Prinz (jetzt Redaktionsdirektor).
Er reaktivierte aus dem Ruhestand in der Schweiz seinen einstigen Generalbevollmächtigten Christian Kracht, nun 60, als Nachfolger für Prinz Reuss. Kracht war es auch, den Springer mit den Verkaufsverhandlungen betraute. Den Kontakt zu den Burdas hatte der Verleger schon am Grabe des Sohnes geknüpft, als der älteste Sohn des Offenburger Springer-Freundes, Franz Burda junior, zum Kondolenzbesuch erschienen war.
Was Axel Springer sich vom badischen Schlag der Burdas erhofft, ist vor allem die Fortführung seines Lebenswerks durch rechtschaffene Eigentümer-Unternehmer. Der "Alpaka-Engländer" (Springer über Springer) in Berlin mißtraut dem wendigen Wirtschaftsliberalismus von geschäftlich nur Bevollmächtigten -- von Kaufleuten, Managern und Bankiers.
Dies, und nicht nur die reichlich niedrig bemessene Offerte von 175 Millionen Mark, ließ ihn vor Jahren vom Verkauf eines Konzern-Viertels an eine Bankengruppe zurückschrecken. Als damals, Indiz für die Stimmung, die mehrheitlich von einer Industriellenstiftung gehaltene "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sozialliberale Regierungspolitik in Bonn vorübergehend mal moderat kommentierte, setzte es im Hause Springer sogleich Kritik am vermeintlichen Wankelmut des "reinen Unternehmerblattes, auch in seiner Anpasserei" -- so Springer-Chefredakteur Claus Jacobi ("Welt am Sonntag").
Als sich im April dieses Jahres Vorstandssprecher Friedrich Wilhelm Christians von der Deutschen Bank bei Springer ansagte, um ihm für die notleidende "Welt" die Übernahme in eine wirtschaftsgestützte Stiftung anzubieten, sprach sich im Konzern die Reaktion des Verlegers herum: Deutsche Bank? Das seien doch die mit den Ostgeschäften. Christians blitzte mit seiner "Welt"-Hilfe ab.
Nicht einmal einem erfolgreichen Unternehmer wie Bertelsmann-Chef Reinhard Mohn mochte Springer vor elf Jahren sein Verlagshaus anvertrauen. Die innerbetriebliche Meinungsvielfalt, in Bertelsmanns Hausstatuten verankert, legte Springer dem Kollegen als gesinnungslosen Medienkapitalismus aus. Einen schon verkauften Drittelanteil (Preis: 313 Millionen Mark) erwarb er wieder zurück.
Bei den Burdas meint er dergleichen nicht befürchten zu müssen. Die konservative Vitalität der Burda-Sippe ist es vor allem, was die Offenburger für Springer zu anziehend macht.
Die Burda-Söhne sind allesamt als geschäftsführende Gesellschafter tätig, S.54 sorgsam hat Burda senior die Aufgaben verteilt: für Franz junior den Druckbetrieb, für Frieder die Finanzen, für Hubert das Verlagswesen. Die Mutter, Aenne, strickt neunstellige Umsätze mit den "Burda Moden" und ein paar kleineren Blättern in ihrem eigenen Verlag.
Der nunmehr 78jährige Gründervater ist, wiewohl robuster als der Norddeutsche, ein Unternehmer nach Springers Herzen. "Senator" Franz Burda -so läßt er sich als Ehrensenator der Technischen Hochschule Karlsruhe gern titulieren -- leitete jahrzehntelang die von ihm gegründete "Bunte" selber, bevor er die Chefredaktion seinem Jüngsten überließ, und hielt mit patriarchalischem Befehlston die Redakteure in Schwung. Devise: "Ich bin autoritär, aber ich mach''s lustig."
Das bekamen vor allem seine Blattmacher zu spüren. Als Helmut Markwort, Chefredakteur von "Bild + Funk" (heute Chef von "Gong" in der Nürnberger Sebaldus-Gruppe), ein Redaktionsstatut verlangte, bekam er die Kündigung. Als Sigfried Dinser, Chefredakteur von Burdas "Freundin", den Reichtum des Verlegers durch Abdruck eines Sexromans zu mehren suchte, wurde er gefeuert. Burda senior: "Jetzt fehlt nur noch, daß wir uns volle Nachttöpfe ins Gesicht schütten und Scheiße fressen."
Sein Weltbild schrieb der Verleger, bis zum seinem Ausscheiden als Chefredakteur der "Bunten", in seine Kolumnen fürs Bilderblatt hinein. "Uns Älteren", sinnierte er da, falle "das Bescheiden weniger schwer" als den Jungen, denn man habe "nicht umsonst zwei Weltkriege miterlebt, dann weitere Hungerjahre". Das sei auch, neben dem Fluch, der "Segen der Arbeitslosigkeit", daß "die Arbeitsmoral in den Betrieben wieder zunimmt". Die Zeiten, "wo man Arbeitskräfte um jeden Preis zu bekommen versuchte, die sind hoffentlich für immer und ewig vorbei" -- auch das "etwas Segensreiches": "Die Autorität im Betrieb nimmt zu."
Sein Vater habe eben, versicherte Neu-Chefredakteur Hubert Burda in der "Bunten", stets "auf das Gute im Menschen" gesetzt, "er ist nicht der ''Geist, der stets verneint''". Das tun denn auch die drei Burda-Söhne nicht -- "so schwer ist es gar nicht", hat der Vater den Erben erzählt, "Erfolg zu haben".
Das kerngesunde Familienunternehmen baute Burda um die "Bunte" herum auf, der er mal die "Münchner", mal die "Frankfurter Illustrierte" einverleibte. Das Blatt (1,35 Millionen Auflage) liegt hinter dem "Stern" an zweiter Stelle in der bunten Branche. Hinzu gesellten sich ertragreiche Titel wie "Das Haus" (2,7 Millionen), "Freizeit Revue" (1,3 Millionen) und "Bild + Funk" (1,07 Millionen) sowie die "Freundin", "Meine Familie & ich", "Pan".
Wie Springer legte auch Burda, gelernter Buchdrucker, Wert auf den Ausbau seiner Technik. "Er hat", renommierte Sohn Hubert nach Art der Familie, "aus den deutschen Druckern die besten der Welt gemacht." Wahr daran ist, daß Burdas Tiefdruckbetriebe in Offenburg und Darmstadt hohen Standard haben. Burda-Druckereien in USA und Frankreich profitieren davon -- keine Frage, die Familie ist bei Kasse.
400 bis 500 Millionen Mark dürfte Springers Konzernhälfte wert sein, und S.55 Springers Manager wüßten auch schon, was sich mit dem Geld machen ließe.
Den Bau einer riesigen neuen Zeitungsdruckerei nahe den konzerneigenen Tiefdruckhallen für Zeitschriften im schleswig-holsteinischen Ahrensburg haben sie schon 1979 auf zweihundert Millionen Mark kalkuliert; inzwischen mußten sie den Voranschlag inflationsbedingt auf 270 Millionen hochrechnen -- Baubeginn ist frühestens im nächsten Jahr. Hinzu kommen 130 Millionen Mark für neue Medien wie Videotechnik, Kabel- und Bildschirmtext -- und vielleicht doch noch das Luxemburger Satellitenfernsehen.
Mit solchen Zukunftsperspektiven hat sich das Berliner Kartellamt allerdings nur am Rande befaßt. Die Wettbewerbshüter interessierte in erster Linie, was an schon vorhandener Marktmacht sich bei der Fusion Springer/ Burda bündeln, wenn nicht gar potenzieren würde.
Der 1977 geplante Verkauf des Springer-Drittels an Bertelsmann hätte damals rechtlich glatt abgewickelt werden können; die Transaktion war nicht einmal anmeldepflichtig gewesen -anders als nun der Deal mit Burda; inzwischen sind die Kartellrechtsbestimmungen für die Presse erheblich verschärft worden.
"Es wird vermutet", so heißt es klipp und klar im Kartellgesetz, "daß ein Unternehmen marktbeherrschend ... ist, wenn es für eine bestimmte Art von Waren oder gewerblichen Leistungen einen Marktanteil von mindestens einem Drittel hat."
Bei Springer/Burda stünden vor allem die Programmzeitschriften in Rede: In einer Hand wären Springers Millionenblätter "Hörzu" und "Funk Uhr" sowie Burdas "Bild + Funk". Kaum weniger problematisch wäre die Anhäufung von Tiefdruckkapazität im neuen Unternehmensverbund. Auch beim Pressevertrieb und beim Anzeigengeschäft könnten kartellrechtlich kritische Größenordnungen entstehen.
Bei Springer und Burda rechnet denn auch keiner damit, daß die Fusion auf Anhieb und im glatten Gang kartellrechtlich sanktioniert wird. Ein ablehnender Beschluß des Kartellamts liegt auch deshalb nahe, weil es, laut Gesetz, beim Käufer Burda "außer seinem Marktanteil insbesondere seine Finanzkraft" mit berücksichtigen muß; und die ist, wie die Kartellbeamten aus den vorgelegten Bilanzen ersehen konnten, beträchtlich.
Umgekehrt machen Kartellrechtsexperten aber auch keinen Hehl daraus, daß rechtsverträgliche Konstruktionen ausgetüftelt werden könnten -- und sei es, wie ein Anwalt scherzte, "daß Axel Springer den Hubert Burda adoptiert".
Bei den Verhandlungen vor dem Kartellamt zeigte sich Burda bisher jedenfalls nur bereit, für den Fall einer S.58 Fusion das Programmblatt "Bild + Funk" abzustoßen. In allen anderen Punkten, etwa bei Vertrieb, Anzeigen oder Druck, wollen die Partner, in der Branche bereits "Springda" genannt, im Zweifel klagen und zugleich den Bundeswirtschaftsminister einschalten. Der hat nach dem Gesetz das Recht auf Ausnahmebewilligung, wenn "gesamtwirtschaftliche Vorteile des Zusammenschlusses" überwiegen.
Durch eine Kartellrechtsnovelle wurde die Befugnis des Ministers vorletztes Jahr allerdings eingeengt. War es bis dahin in sein Ermessen gestellt, die sachverständige, unabhängige Monopolkommission anzurufen oder nicht, so muß er seither deren gutachterliche Stellungnahme im Einzelfall einholen.
Im Hinblick auf die Bonner Entscheidung wird offenkundig schon jetzt taktiert. So werden beispielsweise Informationen über vielfach bekundetes ausländisches Interesse am Springer-Konzern gestreut.
Sicher ist, daß im Berliner Verlagshaus englische Beauftragte der Londoner Lonrho-Gruppe ("Observer") vorgesprochen haben. Bevor der größte deutsche Zeitungskonzern in ausländische Hände übergeht, so kalkulieren offenbar Springer und Burda, dürfte Lambsdorff und den Monopolkommissaren an einer Transaktion unter Deutschen gelegen sein.
Ob jedoch bei soviel Taktiererei und kartellrechtlichen Problemen Axel Springer, wie schon beim Teilverkauf an Bertelsmann, sich nicht eines Tages eines anderen besinnt und alles, aber auch alles wieder rückgängig macht -wer weiß.
Bei seinem jüngsten öffentlichen Auftritt, auf der Tagung der deutschen Presse-Grossisten in Lindau am Bodensee, tat der Verleger jedenfalls so, als bliebe auch nach einem Pakt mit Burda alles beim alten.
"Solange Gott mich läßt", sprach der Verleger, "will ich, so wie ich mich in der Vergangenheit um die Gestaltung meiner Blätter gekümmert habe, es auch in Zukunft tun." Denn: "Springer-Blätter bleiben Springer-Blätter."
S.39 Als Herausgeber wurde der Kasseler Verlag Paul Dierichs KG & Co. angegeben, dessen Geschäftsführer Rainer Dierichs über die Verwendung des Verlagsnamens durch Springer nicht informiert worden war. Der Springer-Verlag entschuldigte sich mit einem "technischen Versehen". * S.42 1970 in der DDR, beim Treffen des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt mit dem Ministerratsvorsitzenden Willi Stoph in Erfurt. * S.44 Mit einem Aufruf zum Autorenboykott gegen Springer-Zeitungen. * S.47 Günter Wallraff: Das "Bild"-Handbuch. Konkret Literatur Verlag, Hamburg; 240 Seiten; 15 Mark. * In Essen; Studenten verbrennen "Welt"-Exemplare. *

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