26.10.1981

„Aufrecht gehen zu lernen ist nicht leicht“

Rudi Dutschke über sein Leben nach dem Attentat Das Attentat auf Rudi Dutschke im April 1968 beendete die politische Karriere des Apo-Führers. Wie Dutschke versuchte, die gesundheitlichen und politischen Folgen des Anschlags zu überwinden, wieder auf die Beine zu kommen, welche Probleme und Theorien ihn - vor seinem Tod im vergangenen Jahr - bedrängten, schildert er in einer fragmentarischen Autobiographie. Rudi Dutschke: „Aufrecht gehen“. Eine fragmentarische Autobiographie. Mit einem Vorwort von Gretchen Dutschke-Klotz und einer vollständigen Bibliographie aller Veröffentlichungen Dutschkes. Verlag Olle & Wolter, Berlin; 208 Seiten; 24,80 Mark. Sein Fazit: „An der ideologischen Front, ganz zu schweigen von der politischen, hatte ich viel einzustecken, ohne angemessen 'zurückschlagen' zu können.“ Auszug:
Dem Leser möge es erspart bleiben, eine Situation zu erleben, in der sich herausstellt: nicht mehr lesen, die Alltagssprache nur äußerst eingeschränkt handhaben zu können, die eigenen Erfahrungen, die eigene Begriffswelt und vieles mehr in einem langen und schmerzhaften Prozeß voller Fort- und Rückschritte zurückgewinnen zu müssen.
Wie kann man da noch "Sozialist" oder "Marxist" sein, oder wie kann man es wieder werden? Eins trieb mich zweifellos am meisten: die Lust zu leben und wieder arbeits- und kampffähig zu werden - ohne die Langwierigkeit und Kompliziertheit der Sache wirklich zu durchschauen.
Neben der Solidarität der Frau, mit der ich lebe, neben der pädagogischen Hilfe von Thomas Ehleiter, neben der finanziellen Absicherung durch Freunde und Bekannte aus verschiedenen Strömungen wurde mein eigenes Interesse und Bedürfnis stark durch ein Verhältnis gefördert, das die Sprache als Vermittlung der menschlichen Beziehung noch nicht entwickelt hatte. Es war dies die Beziehung zu unserem Sohn Hosea-Che.
Ich sah ihn jeden Tag, spielte mit ihm, sobald ich beim Lesetraining Pause machte. Er war noch kein halbes Jahr alt, und ich konnte direkt sehen und hören, wie er sich immer wieder an die Wirklichkeit heranmachte.
Bald versuchte er seine ersten Steh- und Gehversuche zu wiederholen, fiel x-fach hin, beileibe nicht immer angenehm. Kaum hörte das Weinen auf, tat die Beule nicht mehr weh, dann übte er von sich aus weiter.
Wir halfen, aber in letzter Konsequenz konnte ihm niemand seinen Lernprozeß in Richtung der ersten Stufe des aufrechten Gangs abnehmen. Eines wurde mir am Werden meines Sohnes grundlegend klar: Mein Weg kann da nicht anders sein.
Niemals stellte sich für mich die Frage des Selbstmordes, um mich vor dem verflucht schwierig gewordenen Leben davonzustehlen, mich der schwierigen Situation nicht mehr stellen zu wollen. Die Lust zum Leben und zur Arbeit, die Verantwortung mir selbst, dem Sohn, der Lebensgefährtin, den Genossinnen und Genossen gegenüber spielten dabei eine Rolle, doch auch die christliche Erbschaft und die Beziehung zu echten Christen wie Helmut und Brigitte Gollwitzer. Schließlich gab es auch noch das "Prinzip Hoffnung" ...
Das "Prinzip Hoffnung" kennt einen Ausweg für jede Situation. Jede Not trägt die Wendbarkeit dieser Not in sich. Anders gäbe es keinen Begriff der Notwendigkeit. Das war mir durch das Studium der Texte von Herbert Marcuse aus den dreißiger Jahren einsichtig geworden. Von all dem waren unzweideutige S.112 Spuren geblieben, an sie anzuknüpfen war die Aufgabe. Das Leben gesellschaftlich zu leben und die Frage des Todes nicht zu verdrängen zeigt wohl am ehesten die eigene Geschichtsbezogenheit an.
Mein Gehirn war schwer angeschossen, der restliche Körper "leichter". Aber weder das eine noch das andere war zerstört. Darum allein konnte der in die Tiefe versunkene, aber nicht wirklich beseitigte Inhalt meiner Geschichts-, Lebens-, Kampf- und Denkerfahrung wieder durch tägliche Arbeit hochgeholt und prozeßhaft rekonstruiert, neu gefestigt und schließlich weiterentwickelt werden.
Die schwere Aphasie (Sprachstörung) war bis 1970 mit schweren epileptischen Anfällen verbunden, direktes Resultat der Schüsse und meines Kampfs gegen die mich behindernden und bedrückenden Sprachschwächen und Leseschwierigkeiten.
Ich rieche schon den Gestank der politischen Geier aus den verschiedenen Ecken, die im geeigneten Augenblick auf diese meine "Vergangenheit" verweisen werden. Mit Hilfe solcher Tricks glauben sie, sich in inhaltlich für sie gefährlichen Situationen davonstehlen zu können. Nur zu, kann ich den Politikastern zurufen: eure Betrügerei, eure Herrschaftsbesoffenheit und welche Trick- und Pillenkisten auch immer werden euch da schwerlich retten.
Aus dem realen politischen Prozeß geriet ich nach dem allerersten Wiederherstellungsprozeß in keinem Augenblick heraus. Wohl von zentraler Bedeutung für die Rekonstruktion der eigenen Geschichte des Werdens zum Sozialisten und "Marxisten". Das politische Neuerlernen begann im Krankenhaus, die Presse spielte hierbei wiederum eine wichtige Rolle.
Plötzlich - im Mai 1968 - war jemand in mein Krankenzimmer eingedrungen. Sein Gesicht war mir nicht unbekannt, konnte es aber nicht sofort einordnen. Er sprach mich wie üblich mit "Rudi" an, komme von einer Zeitschrift und wolle ein Bild machen usw. Ließ mich auf kein Gespräch ein, mein Gehirn, meine geschichtliche Erfahrung reagierte automatisch: wies ihm die Tür und klingelte.
Wenige Tage später kam dann einer der führenden SDS-Genossen und wollte mich überreden, der Bildermacherei zuzustimmen. Schließlich würden 80 000 Mark geboten, die "Bewegung" könne es doch gebrauchen. Ich wußte, was ich wollte, hatte allerdings extreme Schwierigkeiten, es ihm einfach mitzuteilen. Mich zu erniedrigen war ich nicht bereit: als Sozialist aus moralischen Gründen, und der nicht leicht angeschossene "Marxist" wußte noch immer etwas von der Kategorie der Ware und vom Warenfetischismus.
Nachdem wir uns getrennt hatten, frage ich mich: Hast du eigentlich für den S.113 SDS und die Apo, für die ganze Sache von uns allen in dieser Zeit nicht genug an Kraft und Energie gegeben? Die Geier des Pressemarkts - wie immer der einzelne Journalist sich geben mag und es subjektiv gut meint, ist dabei völlig unwichtig - wollten das Bild eines Geschlagenen, eines Ausgeschalteten, das Bild eines SDS-Wracks sehen.
Der Jugend sollte in letzter Konsequenz gezeigt werden: Geht bloß nicht solch einen Weg, es wird euch wie ihm ergehen. Die breite und verzweifelte Mobilisierung konnte die abschreckende Wirkung des Attentats doch nicht leugnen. Mit solchen Bildern aus dem Krankenhaus sollte diese Aussichtslosigkeit gefestigt werden - nein, nein, nein.
Mich bedankend bei dem großartigen Professor Schulze und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von ihm und anderen geschützt, niemandem aus dem engsten Freundeskreis die erste Adresse mitteilend, verschwanden wir in die Schweiz, um mit dem Training fortzufahren. Die Aufenthaltsgenehmigung jedoch war nicht langfristig. Dankenswerterweise konnten wir uns durch Vermittlung von Gaston Salvatore bei Hans Werner Henze, den ich in der Vietnam-Sache schätzen gelernt hatte, in der Nähe von Rom einnisten. Es waren dadurch ausgezeichnete Lebens- und Lernbedingungen gegeben. Doch leider änderten sich die Bedingungen nach einigen Wochen.
Pressegeier hatten uns aufgespürt. Beim Boccia-Spiel hörten wir plötzlich in S.115 der Nähe der durchschaubaren Zäune Lärm und Klicken - wir rannten los und die auch. Mein Freund riet mir allerdings haltzumachen - es hätte sich ja auch um politische Wahnsinnige handeln können.
Die nächste Nummer der Zeitschrift zeigte uns, wer sich da in unserer Umgebung herumgetrieben hatte. Ein Krankenhauswrack war ihnen nicht gelungen - sie hatten schließlich ziemlich "wetzen" müssen, um davonzukommen. Genossen in Berlin mochten sich über die "verlorengegangenen" 80 000 Mark geärgert haben, ich jedenfalls nicht. Doch wir waren stinksauer auf die Schwätzer und noch saurer auf die Zeitschrift - denn nun begann die italienische Welle der Journaille. Die großartigen Bedingungen wurden einfach verschlechtert; natürlich arbeiteten wir dennoch intensiv weiter ...
Die allerersten Bücher, die von mir zusammen mit meinem Freund und Lehrer gelesen wurden, waren Lenins "Staat und Revolution" und "Der eindimensionale Mensch" von Herbert Marcuse. Es galt ja, die alte Schnur der geschichtlichen und gegenwärtigen Spur wiederaufzunehmen, um sich an ihr abzuarbeiten.
Daß die erweiterte Kontaktaufnahme mit Genossen und Genossinnen aus verschiedenen Ländern mir behilflich war, ist klar, aber die nächste Reise mußte nach London gehen, um einen Spezialisten für Aphasie und schwere Gehirnverletzungen aufzusuchen. Denn nach einem Prozeß des Aufschwungs waren erste Rückfälle aufgetreten. Mein ungarischer Freund hatte mir die Grundschritte der geistigen Arbeit mitgeholfen zu erlernen. Jetzt begann die schwierige Etappe des auf mich allein verwiesenen Lernprozesses.
Hier kam es zu den einfachsten und elementarsten Fehlern: Statt beispielsweise nach dem ersten Verlassen Englands in Irland die Gelegenheit zu nutzen, den physischen Zustand zu festigen, die Luft zu genießen und meine sportliche Seite zu ihrem Recht kommen zu lassen, saß ich jeden Tag wie besessen am Schreibtisch, um die Zeitschrift "Kommunismus" (Wien, unter Leitung von Georg Lukacs) zu studieren und zu versuchen, aus eigener Kraft einen Strategie-Entwurf als Beitrag für ein Buch beim Verlag Feltrinelli zu entwerfen. Ich quälte mich, nichts kam angemessen heraus.
Es mangelte nicht an gewissen Ideen - aber der entscheidende Umschlag der inneren Organisierung der Ideen kam nicht zustande. Es dauerte lange, bis mir in etwa klar wurde, daß eine permanente Disziplinierung und Konzentrierung auf die Gehirn-Seite meiner Existenz im Wiederherstellungsprozeß nicht unbedingt Fortschritt und Erweiterung mit sich bringen mußte. Wieder nach England zurückgekehrt, neue Aufenthaltsgenehmigungen in Monatsabständen erhaltend, landeten wir schließlich in Cambridge.
"Jenseits des Kapitalismus" von Paul Sering wurde dort als erstes gelesen; ein erstes neues Studieren setzte ein. Die Aufnahmefähigkeit des Gehirns und die Lesefähigkeit kamen einander weiter näher. Meine Schwierigkeit bestand darin, mit der englischen Sprache umgehen zu müssen, ohne die eigene schon wirklich voll gefestigt zu haben. Gerade die Fremdsprachen wie Spanisch und Russisch, die ich einigermaßen beherrschte, waren zunächst beinahe ganz weg. Englisch, wie sich bald zeigte, etwas weniger. S.117 Infolge der schweren Aphasie fiel mir das Erlernen der Fremdsprachen dennoch äußerst schwer.
Einen gewissen englischen Sprachschatz des Alltags und der Politischen Ökonomie und Philosophie eignete ich mir an, um wenigstens etwas von Joan Robinson lernen und mit ihr unter anderem diskutieren zu können. Bezeichnenderweise schloß ich in Cambridge mit einem ungarischen "Exilanten" Freundschaft, einem, der die Menschen der Lukacs-Schule in Budapest und die ganze philosophische Dimension der dortigen Entwicklung genauestens kannte.
John Feketi, jener ungarische Kanadier, und ich waren eigentlich voller Hoffnung, längere Zeit in Cambridge an unserem "Marxismus"-Verständnis weiterarbeiten zu können. Gretchen fühlte sich dort wohler denn je; endlich war sie als Amerikanerin wieder einmal in einer Sprach- und Kultursphäre, die ihr näher stand als die deutsche, meine Therapie ging ganz nach Plan weiter, Hosea-Che und die in London geborene Polly-Nicole machten unter entsprechenden Pädagogen neue Entwicklungsprozesse durch.
Doch die Herren von der Spitze der herrschenden Klasse, ihr Geheimdienst und das konservative Innenministerium waren da anderer Meinung. Kaum waren wir in Cambridge angekommen, begann die große Welle der Vorbereitung der Ausweisung. Unser bester Freund in London, Erich Fried, riet uns, und auch Georg Lukacs hatte aus Budapest über Freunde ausrichten lassen: Jetzt nicht mehr raus aus England, die Auseinandersetzung voll durchstehen.
Der englische und amerikanische Geheimdienst hatten offensichtlich alle meine Kontakte genauestens verfolgt. Aus Belgien war ich nach zwei Wochen bei Ernest und Gisela Mandel ausgewiesen und zur "Persona non grata" erklärt worden; ich war schon an der französischen Küste festgenommen und nach England, woher ich kam, um Genossen zu treffen, zurückgeschickt worden. Nach Amerika zu fahren keine Chance usw. usw.
In der Urteilsbegründung über die Ausweisung hieß es, mein Gehirn arbeite wieder "ausgezeichnet", insofern sei ein "Risikofaktor" gegeben, besonders was die Universitäten betreffe. Ob noch andere Geheimdienst-Spinnereien und Denunziationen vorlagen, wußten wir nicht.
In dieser Konfrontation ist das Erlernen der neuen Stufe des aufrechten Gangs, des "Marxismus" und Sozialismus, zweifellos gefördert worden. Nur von Freunden unterstützt zu werden, in welcher Hinsicht sei egal, reicht nie aus, um den sozialistischen Klassenstandpunkt einzunehmen. Dieser Standpunkt lebt allein über Auseinandersetzungen mit der Bourgeoisie, über Vorrechtskämpfe im eigenen Lager in verschiedenster Form, ob nun an der ideologischtheoretischen Front oder direkt und unmittelbar.
In jeder Hinsicht bedarf es des Kampfes, des Klassenstandpunktes, des immer wieder neuen Herantastens an das historisch sich verändernde, vielleicht sogar in manchen Perioden sich scheinbar völlig auflösende, aber im Klassenkampf erneut sich konstituierende Klassenbewußtsein der Ausgebeuteten, Beleidigten und Erniedrigten.
Meiner Meinung nach hatte sich die Lese- und Arbeitsfähigkeit tatsächlich gebessert, begannen die Gehirnwellen nach Einschätzung der Ärzte einen gewissen Normalisierungsprozeß. Sicher war ich mir noch nicht im geringsten.
Allein aus diesem Grund nahm ich das Angebot, an der Aarhuser Universität Seminare zu machen, gern an. Finanziell brachte es sehr wenig, aber ich war durch die Heinrich-Heine-Stiftung gesichert.
Die geldliche Absicherung durch Freunde über Jahre hinweg hatte mir ja allein die Chance gegeben, wieder zu mir zu kommen, ohne permanent von dieser Sorge geplagt zu werden. Vom BRD-Staat eine Ewigkeitsrente zu fordern, lehnte ich prinzipiell ab, gerade weil ich Sozialist bin.
In Dänemark machte ich zwei Semester lang nur Universitätsarbeit: ein Seminar über "Staat und Revolution", ein weiteres über die "Pariser Kommune". Der Leser wird die Kontinuität bemerken, nun allerdings mit einem großen Unterschied: Denk-, Lese- und Sprachfähigkeit waren, wie mir die Seminare zeigten, einander wirklich nähergekommen.
Bei weitem noch nicht echt genug, aber schon völlig ausreichend, um die in der Mitte der sechziger Jahre begonnene Lukacs-Studie endlich neu in die Hand zu nehmen; zu studieren, um die durch die Okkupation der CSSR von den Armeen des Warschauer Pakts geschaffene Lage nicht nur politisch scharf verurteilen zu können, sondern um diese Lage "marxistisch"-analytisch genauestens zu durchdringen. Mit welchem Ziel? Um daraus strategische Konsequenzen für die Realität der Klassenkämpfe in Ost- und Westeuropa zu ziehen.
Zwischen 1971 und 1974 näherte ich mich des öfteren der West-Berliner Szenerie, nicht nur, um im Westend-Krankenhaus meine Gehirnwunden und anderes untersuchen zu lassen und das Studium voranzutreiben. Wie sich doch die Bedingungen und besonders das Verhalten von ehemaligen SDS-Mitgliedern S.119 geändert hatten! Natürlich war kein "Verhaltens"-Problem entstanden, vielmehr war da realiter kein gemeinsames Ziel mehr gegeben.
Die Wege schieden sich, die Weisen des Lebens und Denkens gleichermaßen. Was nicht heißt, sich leicht davon trennen zu können, besonders nicht für diejenigen, für die die Geschichte der Apo und des SDS nicht eine "Kleinbürger"-Etappe war, der nun die "proletarische" der Pekinger und Moskauer oder die "revolutionäre" des Illegalitätsfetischismus der RAFianer zu folgen hatte.
Man konnte mich noch ignorieren und denunzieren, beleidigen und als "Ausgeschiedenen" hinstellen, kritische Briefe abtun usw. Einflußlos in einem vollständigen Sinne vollzog sich für mich die Zeit zwischen 1968 und 1973. An der ideologischen Front, ganz zu schweigen von der politischen, hatte ich viel einzustecken, ohne angemessen "zurückschlagen" zu können ...
Welche Bücher und Artikel las ich zwischen 1970 und 1974 neben den Lukacs-Sachen, und warum? Sorgen machte mir etwa die Notwendigkeit des Lenin-Lukacs-Buchs; ich konnte meine innere Not nicht anders wenden.
Moralisch fiel es mir schwer, diese Studie,
( Rudi Dutschke: "Versuch, Lenin auf die ) ( Füße zu stellen". Wagenbach-Verlag, ) ( Berlin; 348 Seiten; 13,50 Mark. )
an der ich jahrelang gearbeitet hatte, dazu zu gebrauchen, den Titel eines "Dr. phil." zu erwerben. Mein inneres Selbstverständnis sprach dagegen, S.122 Freunde, Genossinnen und Genossen und auch Gretchen sagten übereinstimmend: "Vergiß nicht, die Bourgeoisie und viele andere wollen dich als ''Ausgeschiedenen'', als ''Arbeitsunfähigen'' exemplarisch denunzieren. Zeig denen nicht nur ein Buch, das vielleicht erst nach Jahren in der sozialistischen Diskussion anerkannt sein wird, absolviere damit gleich auch noch die Prüfungen an der Freien Universität!"
Finanziell ging es uns im Frühjahr 1974 ziemlich mager, wir mußten vom Wagenbach-Verlag schon Vorschüsse "herausholen", ohne ein wirklich fertiges Manuskript vorgelegt zu haben. Nach x-facher Umarbeitung und Korrektur kam es Mitte 1974 heraus, wirkte in Richtung Osten wie eine Bombe und stieß auf viel "Mißverständnis", auf reale Geschichtslosigkeit.
Die "Welt" wie die "UZ" schossen aus allen Rohren, die "Zeitschrift für Philosophie" der DDR ließ nicht lange mit dem Versuch auf sich warten, sich mit allen Tricks aus alter Tradition von der Sache davonzustehlen.
Wohl fühlte ich mich in dieser Zeit wirklich nicht. Von vielen Seiten angegriffen zu werden, von nur wenigen kritisch im sachlichen Sinne des jeweiligen Klassenstandpunktes rezensiert worden zu sein - trotz ungeheuer vieler Rezensionen -, verweist auf ein schwer rezipierbares Problem, verweist auf eine subversive Substanz und meine pädagogischen Schwächen der Darlegung.
Eine historische Rechtfertigung der Arbeit gab mir inzwischen der schärfste und widersprüchlichste theoretisch-politische Sprengstoff aus der DDR - "Die Alternative", das Buch von Rudolf Bahro. 1976 zirkulierte der Bahro-Text schon in bestimmten Kreisen in Ost-Berlin, ohne allerdings den Namen des Autors aufzuweisen. Freunde und ich konnten in diesen Text hineinschnuppern und erkannten so manche Sachen von mir in der Lenin-Rezeption wieder.
Natürlich war ich extrem überrascht und äußerst mißtrauisch, ein ganzes Kapitel über das Verhältnis zwischen Rußland und der asiatischen Produktionsweise vorzufinden. Niemand konnte oder wollte den Namen des Autors sagen. Unter DDR-Verhältnissen auf ein solches Buch zu stoßen erzeugte bei mir den Verdacht, ein Stasi-Dokument in die Hand bekommen zu haben. Zum anderen war in Ost-Berlin wenig Zeit, die zwei getippten Buch-Texte wirklich zu studieren.
Die Geschichte hat in dieser Sache ihr Urteil gesprochen, Rudolf Bahro ist seit Monaten im Gefängnis. Hoffentlich ist es möglich, ihn irgendwie herauszubekommen. In seinem "Selbstinterview" - um das "uch pädagogisch verständlicher zu machen - sagt er: 1975 " " schließlich habe ich die erste Fassung so gründlich, wie es " " mir möglich war bei der verfügbaren Zeit, überarbeitet, da " " bekam ich Rudi Dutschkes Schrift "Versuch, Lenin auf die Füße " " zu stellen" in die Hände. Er hat seine Arbeit zu genau der " " gleichen Zeit geschrieben wie ich diese vier Kapitel. " " Besonders mein drittes und viertes beziehen sich auf die " " gleichen Quellen, bei Lenin sogar auf die gleichen Zitate, " " teilweise. Aber Rudi Dutschke gelangt zu einer recht " " verschiedenen Einschätzung. Nun wollte ich vermeiden, daß der " " sicherlich interessante Kontrast der Positionen durch " " weitläufige Polemik verwischt wird, und habe deshalb alles so " " gelassen, wie es schon dastand. "
Es ist auf jeden Fall nicht uninteressant, daß sich deutsche Wissenschaftler in der Tradition von Marx nach der Okkupation der CSSR an ein äußerst ähnliches Thema heranmachten. Ihre verschiedene Daseins- und Geschichtslage in der DDR und BRD führt zu großen Differenzen, aber ein Grundproblem der Erkenntnis der russischen Produktions- und Herrschaftsbedingungen zieht sich durch:
Der europäische Weg der Arbeiterklasse steht den asiatischen Knechtschaftsverhältnissen fundamental entgegen. In der Einschätzung der Februar- und Oktoberrevolution beginnen die analytischen Unterschiede: Der eine hat eine kurze FDJ-Geschichte, der andere eine lange FDJ- und Parteigeschichte hinter sich.
Was für ein Genuß wäre es politisch gewesen, wenn unsere Texte in der DDR und in der BRD zur gleichen Zeit erschienen wären, ob nun auf der legalen oder der "illegalen" Ebene. Aber so weit sind die Beziehungen zwischen den deutschen Sozialisten und Kommunisten demokratischen Typs noch nicht. All die objektiven Voraussetzungen dafür sind bisher zweifellos extrem beschränkt ...
Doch wie ging es 1974/75 mit mir in der BRD und West-Berlin? Mehr als die Hälfte des Jahres blieb ich in Dänemark, um nicht jene Distanz zu verlieren, die es mir ermöglicht, am Tisch sitzen zu können und nicht von der geschätzten, fast S.124 geliebten Unmittelbarkeit des politischen Alltags aufgesogen zu werden ...
Der relativ isolierte "Einzelkämpfer", nicht unmittelbar verankert, was oft fälschlicherweise als Vorwurf gehandhabt wird, hat das Bedürfnis, seiner Lebens- und Kampfgeschichte gemäß weiterzuleben und die Isolation immer wieder zu durchbrechen.
Das heißt: sich keinen Illusionen hingeben, veralteten Träumen und Umständen nicht nachzurennen. Vielmehr geht es darum, sich nicht vor der eigenen Geschichte davonzustehlen. Das Prinzip der Klassenkampfhoffnung und eigene Kampfbereitschaft, den gesellschaftlich aufrechten Gang immer wieder zu erlernen, steht im Mittelpunkt.
War das Attentat auf mich für viele Jugendliche kurzfristig mobilisierend und langfristig abschreckend, so wird erst recht die Wirkung des grauenhaften Todes von Holger Meins es noch viel mehr gewesen sein. Die RAF hatte sich und wurde durch andere entgesellschaftet, sie war zum Objekt der Revanche des Staates geworden.
Wut, Verzweiflung, Undurchschaubarkeit der Realität und Tendenz, Verinnerlichung ohne geschichtliche Aufarbeitung mußten die Folge sein für jene Generationen, denen der Himmel versprochen wurde, die in der kapitalistischen Rekonstruktionsperiode des Wirtschaftswunders aufgewachsen waren und nun Elemente der Hölle zu spüren bekamen: S.126 unsicherer Arbeitsplatz, nicht die geringste Sicherheit für große Teile der Studentenschaft, nach einem erfolgreichen Abschluß des Studiums überhaupt von der "Gesellschaft" gebraucht zu werden, große Wahrscheinlichkeit, vom staatlichen Arbeitgeber x-fach überprüft zu werden und unter "Berufsverbot"-Verdacht zu geraten usw.
"Holger, der Kampf geht weiter", dieser Satz am Grabe in Hamburg hatte einen doppelten Zusammenhang: Er sollte gegen die Resignation gerichtet sein, die sich unvermeidlich ausbreitet, wenn es von Niederlage zu Niederlage, von Sektiererei zu Sektiererei geht, wenn es zu Ohnmacht, zu irrationaler Verzweiflung kommt.
Der Satz in seiner Verkürzung - und darum Mißbrauchbarkeit - war aber auch für mich öffentlich gesagt worden: Da mögen sich die herrschenden Kreise in der BRD noch soviel Mühe geben, mich von der sozialistischen Front, vom politischen Klassenkampf wegzureißen, es wird ihnen nie gelingen. Mußte aber dieser Satz gerade zu dieser Zeit und diesen Umständen gesagt werden? Drückte sich nicht auch eigene Schwäche in diesem Satz am Grabe aus?
Wo aber war die "sozialistische Front" in der BRD und West-Berlin? Seit 1968 gab es keine gesellschaftlich relevante politische Einheit der Linksströmungen mehr. Die SDS- und Apo-Niederlage hinterließ und hinterläßt von Jahr zu Jahr bittere Spuren. In schwierigen Zeiten einen Klassenstandpunkt zu gewinnen und aufrecht stehen und gehen zu lernen ist nicht leicht - wohl nie.
Wachsen meine Kampfbereitschaft und das Klassenbewußtsein aber dadurch, daß ich ein Parteibuch besitze? Wohl nur, wenn Parteimitgliedschaft die Entfaltung der Klassenindividualität nicht behindert, sondern fördert.
Die Worte am Grabe von Holger Meins wurden mir von vielen Seiten weggerissen, ihrem unmittelbaren Herrschafts- und Sektenbewußtsein gemäß umfunktionalisiert. Ich konnte schreiben, was ich wollte, immer wieder erfolgte mir gegenüber ein "Vorwurf", die einen so, die anderen so: Ich wäre nicht davon losgekommen beziehungsweise hätte diesen Standpunkt verlassen ...
Ich gehörte 1976 zu den Genossinnen und Genossen, die die Frage einer sozialistischen Partei für historisch fällig und überfällig hielten und erst recht noch halten. Warum? Meine Antwort war und ist: Die BRD ist in der EG das einzige Land, in dem es keine sozialistische Partei gibt; eine sozialdemokratische Partei ist keine sozialistische, der Verwirrung und Zerstörung von Begriffen muß entgegengewirkt werden.
Solange Strauß/Dregger etc. die SPD als "sozialistische" Partei hinstellen können, sich die SPD als eine Partei des "demokratischen Sozialismus" ausgeben kann, ohne sich im geringsten in der Spannung von Demokratie und Sozialismus, in der Dialektik von Nah- und Fernziel zu bewegen, wird es im Lande keinen Block der demokratisch-christlich-sozialistischen, sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Strömungen, des Angriffs gegen die Grundlagen der immer wieder auftretenden Rechtswendungen in den herrschenden Parteien geben können.
Allein eine sozialistische Partei auf der theoretischen Grundlage des kritischen Materialismus ist fähig, die westeuropäische Klassenkampf-Zone von der osteuropäischen zu unterscheiden und gerade deswegen in der Kritik der Verhältnisse in den Comecon-Ländern eine Schärfe und Deutlichkeit zu erreichen wie keine der anderen Richtungen.
Es ist nicht uninteressant, daß ich von einem aus dem SPD-Parteivorstand zu einem Gespräch eingeladen wurde. Er machte mich und die von mir mitgebrachten Freunde im Lauf des langen Gesprächs auf eins unzweideutig aufmerksam: Wenn ihr eine Partei aufbaut, habt ihr mit einer "Kriminalisierung" zu rechnen. Die vom "Kanal" in der Partei und andere werden schon dafür sorgen, und die können nicht aufgehalten werden. Diese Warnung, halbe Drohung, war unmißverständlich: Wenn ihr euch auf der außerparlamentarischen Kampf- und Kooperationsebene bewegt und damit behilflich seid, im Parlament zu bestimmten Sachen Druck ausüben zu können, seid ihr angenehm - sonst aber "gnade euch Gott".
Er wußte wahrscheinlich wie ich von der das Parlament unterlaufenden, nicht wirklich unter Kontrolle stehenden Staatsbürokratie und deren sozialer Bezogenheit auf Kapitalfraktionen und Herrschaftsabsicherungsinstitutionen wie innere und äußere Geheimdienste, Nato-Gesetzlichkeiten etc. Dennoch gab er in seiner Warnung für mich wichtigen Punkten Ausdruck - erstens: in der Parteizentrale wachsen die Sorgen über eine Lage, in der politische Kräfte sich im Rahmen einer sozialen Bewegung als sozialistische Partei konstituieren; zweitens war uns von anderer Seite von einer speziellen Studie berichtet worden, daß eine sozialistische Partei in der Tradition der Neuen Linken mit fünf bis sieben Prozent rechnen könne.
Nicht Inkonsequenz und Kriminalisierungsdruck hielten uns 1976 davon ab, in der ganzen Sache konkreter und konsequenter zu werden. Vielmehr zeigte sich in der ganzen Kurz-Diskussion die Misere, die labile, widersprüchliche und so hemmende Sektiererei.
Wie kann schon nach etwa acht Jahren eine reale Hoffnung aus dem Boden gestampft werden? Kurz in die Höhe und schwere Bauchlandung müßte das Resultat sein. Weshalb und besonders wie wären welche sozialen Kräfte bereit, sich auf eine sozialistische Partei einzulassen? Darüber konnte noch nicht die geringste Klarheit herrschen.
Ein anderer Widerspruch war ebenfalls nicht durchdiskutiert worden: Wie können diejenigen, die in den sechziger Jahren die Parteien strikt zu entlarven versuchten und ihnen die Räteorganisation als grundsätzliche Alternative entgegenstellten, nun dazu übergehen, von einer "sozialistischen Partei neuen Typs" zu reden? Welche inhaltlichen Korrekturen haben sich da unter welchen Umständen vollzogen? Oder will man etwa doch irgendwie in den zu Recht theoretisch und politisch bekämpften "Marxismus-Leninismus" mit seinem Avantgarde-Betrug zurückfallen?
S.122
1975 schließlich habe ich die erste Fassung so gründlich, wie es mir
möglich war bei der verfügbaren Zeit, überarbeitet, da bekam ich
Rudi Dutschkes Schrift "Versuch, Lenin auf die Füße zu stellen" in
die Hände. Er hat seine Arbeit zu genau der gleichen Zeit
geschrieben wie ich diese vier Kapitel. Besonders mein drittes und
viertes beziehen sich auf die gleichen Quellen, bei Lenin sogar auf
die gleichen Zitate, teilweise. Aber Rudi Dutschke gelangt zu einer
recht verschiedenen Einschätzung. Nun wollte ich vermeiden, daß der
sicherlich interessante Kontrast der Positionen durch weitläufige
Polemik verwischt wird, und habe deshalb alles so gelassen, wie es
schon dastand.
*
S.110 Rudi Dutschke: "Aufrecht gehen". Eine fragmentarische Autobiographie. Mit einem Vorwort von Gretchen Dutschke-Klotz und einer vollständigen Bibliographie aller Veröffentlichungen Dutschkes. Verlag Olle & Wolter, Berlin; 208 Seiten; 24,80 Mark. * S.113 Am 11. April 1968 auf dem Berliner Kurfürstendamm; am Boden liegend: Dutschkes Fahrrad. * S.115 Aus dem "Stern" vom 4. August 1968. * S.119 Rudi Dutschke: "Versuch, Lenin auf die Füße zu stellen". Wagenbach-Verlag, Berlin; 348 Seiten; 13,50 Mark. * Oben: nach der Anhörung vor dem britischen Appellationsausschuß für Einwanderungsfragen am 22. Dezember 1970 in London; * unten: bei einer Pressekonferenz am 22. Februar 1971 in Aarhus. *

DER SPIEGEL 44/1981
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