01.11.1982

„Cassiber“ mit Sprengkraft

Sie schleudern klirrendes Metall auf die Bühne, trümmern mit dem Hammer auf Stahlplatten ein, entlocken ihren Instrumenten Schreie wie die gequälter Tiere. Bei ihrem spektakulären Auftritt während des 18. Deutschen Jazzfestivals in Frankfurt schreckte das Quartett "Cassiber" einen Teil des Publikums aus dem Saal der Alten Oper, riß den anderen Teil zu Begeisterungsstürmen hin. Seit der "Cassiber"-Gründung im August lösen das deutsche Jazz-Duo Heiner Goebbels und Alfred Harth, der englische Schlagzeuger Chris Cutler und der Frankfurter Punkmusiker Christoph Anders ("Toto Lotto") konsequent musikalische Strukturen auf und zerstören Harmonien. Die vier Multi-Instrumentalisten greifen zu Zitatfetzen aus Jazz, Punk, Rock und Neuer Musik und bemühen sich, alle diese Richtungen im Kern zu sprengen. Als Plattendebüt von "Cassiber" ist jetzt "Man Or Monkey" (Eigelstein-Musikproduktion in Köln, Vertrieb Teldec) erschienen.

DER SPIEGEL 44/1982
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