27.09.1982

Tempo 30 in den Städten

in Großversuchen zu erproben - das ist die brisanteste Empfehlung der von der Bundesregierung eingesetzten "Höcherl-Kommission", die unter Vorsitz des ehemaligen Innenministers Hermann Höcherl (CSU) ein umfassendes Verkehrssicherheitskonzept erarbeiten sollte. In dem "etzte Woche abgeschlossenen Maßnahmenkatalog heißt es: Die " " Kommission regt ... an, für einen Zeitraum von fünf Jahren in " " bestimmten ausgewählten Gebieten zunächst Versuche " " durchzuführen. Dabei sollten neben einer ortsbezogenen " " generellen Einführung von Tempo 30 (mit Ausnahme der " " Hauptverkehrsadern) auch lediglich quartierbezogene " " Beschränkungen oder nur tageszeitabhängige oder " " nutzerspezifische Regelungen getestet werden. "
Außerdem erwägt die Höcherl-Kommission eine "generelle "eschwindigkeitsbeschränkung auch auf Autobahnen": In der " " Bundesrepublik wurde eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h " " eingeführt, während in allen vergleichbaren Ländern nicht nur " " aus Gründen der Sicherheit, sondern auch aus " " energiewirtschaftlichen Aspekten eine Höchstgeschwindigkeit " " gilt. Die Kommission ... sieht auch auf diesem Gebiet weitere " " Maßnahmen als unerläßlich an, wenn in den nächsten Jahren " " nicht insgesamt ein erheblicher Rückgang der Unfälle " " eintritt. "
Weitere Empfehlungen der Kommission:
Führerschein auf Probe, Anschnallpflicht auch auf Rücksitzen und ein Drei-Milliarden-Mark-Programm zur Entschärfung von örtlichen Unfallschwerpunkten, das durch Erhöhung der Mineralölsteuer finanziert werden soll.
S.116
Die Kommission regt ... an, für einen Zeitraum von fünf Jahren in
bestimmten ausgewählten Gebieten zunächst Versuche durchzuführen.
Dabei sollten neben einer ortsbezogenen generellen Einführung von
Tempo 30 (mit Ausnahme der Hauptverkehrsadern) auch lediglich
quartierbezogene Beschränkungen oder nur tageszeitabhängige oder
nutzerspezifische Regelungen getestet werden.
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In der Bundesrepublik wurde eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h
eingeführt, während in allen vergleichbaren Ländern nicht nur aus
Gründen der Sicherheit, sondern auch aus energiewirtschaftlichen
Aspekten eine Höchstgeschwindigkeit gilt. Die Kommission ... sieht
auch auf diesem Gebiet weitere Maßnahmen als unerläßlich an, wenn in
den nächsten Jahren nicht insgesamt ein erheblicher Rückgang der
Unfälle eintritt.
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DER SPIEGEL 39/1982
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