24.09.2016

MedizinÄra des Faultiers

Von Natur aus liebt der Mensch es bequem, doch zum Couchpotato vorm Fernseher hat die Evolution ihn auch nicht gemacht – er muss sich bewegen. Der Körper dankt es: Wer aktiv ist, kann Dutzende Leiden vermeiden.
Nichts tun und dafür 15 000 Euro kassieren, das klang nach leicht verdientem Geld. Aber das war nicht der einzige Grund für Christian, sich für das Experiment zu interessieren. Den 43-jährigen Mann, früher einmal Westfalenmeister im Zehnkampf, hatte die Neugier gepackt. Er wollte wissen, was mit ihm passiert, wenn er 60 Tage und Nächte lang im Bett liegt.
Und so meldete er sich freiwillig für das ungewöhnliche Experiment. Es wurden zwei Monate, die er nicht mehr vergessen wird.
Die Forscher gaben Christian eine Flasche zum Reinpinkeln und eine Bettpfanne, sogar zum Waschen musste er sich nicht erheben. Man hob ihn auf eine wasserfeste Liege, die man in eine große Duschkabine rollte. Danach schob man ihn zurück: in sein Bett, das in einem weißen Raum im medizinischen Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln stand.
Die ersten Symptome kamen schon nach zwei, drei Tagen. "Der Kopf schmerzte. Der Rücken tat weh. Mir war übel", erzählt Christian heute, ein halbes Jahr danach. Im rechten Auge platzte ein Äderchen, es rötete sich. Normalerweise gehe so etwas bei ihm schnell wieder weg, doch diesmal habe er länger daran laboriert, sogar ein Antibiotikum habe er nehmen müssen. "Der Heilungsprozess war verlangsamt", sagt Christian, "ich hatte das Gefühl, der Körper hat mehr Probleme als sonst."
Anfangs habe er noch versucht, sich ein wenig zu bewegen. Den Rücken in verschiedenen Richtungen strecken, in Arme und Beine hineinfühlen. Doch Gymnastik unterm Plumeau war verboten. Eine Schulter musste immer Kontakt zur Matratze haben. So waren die Regeln des Experiments. Und deren Einhaltung wurde mit einer Kamera neben dem Bett überwacht.
Nach vier, fünf Tagen hatte sich Christian in sein Schicksal gefügt. Die Schmerzen verflogen. Die Verdauung arbeitete regelmäßig – wenn auch nur jeden zweiten Tag. Das Auge wurde auch wieder gut. Christian wollte gar nicht mehr aufstehen.
Insgesamt waren es 24 gesunde Männer, die an der Bettruhestudie teilnahmen. Den meisten erging es wie Christian. Zunächst machte ihnen das Nichtstun zu schaffen, aber sie gewöhnten sich erstaunlich schnell an die erzwungene Lethargie. Sie spürten gar nicht, wie sie körperlich abbauten.
Nach zwei Monaten waren sie blutarm und konnten ohne fremde Hilfe nicht aufstehen. Zwei Tage lang ging gar nichts ohne Rollstuhl. Die Beine waren wie Pudding. Und als die Probanden wieder laufen konnten, hatten sie noch wochenlang Muskelkater in den Füßen.
Der Geist war ebenfalls betroffen. Christian, der nach seinem Maschinenbaustudium eine Agentur für Kommunikation betreibt, hatte sich Material zum Arbeiten mitgebracht. Es lag auf der Ablage am Kopfende des Bettes, er hätte sie nur greifen müssen. Doch er hatte keine Lust. Im Rückblick sagt er: "Diese Inaktivität hat einen schon gelähmt, auch gedanklich."
Das Experiment in Köln ist ein eindrücklicher Beleg dafür, wie sehr der Mensch auf Bewegung gepolt ist. Er braucht regelmäßige Aktivität, um gesund leben zu können. Und die Studie wirft neue Fragen auf: Wenn die Bewegung so wichtig für den Menschen ist, warum liegt er dann so gern faul im Bett? Und was ist mit dem seltsamen Drang, sich zu strecken und zu dehnen? Ist Bewegung vielleicht für mehr gut, als von einem Ort zum anderen zu kommen?
Einer, der das glaubt, ist Martin Fischer, der das Institut für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie der Universität Jena leitet. Dort studiert der Anatom, was Hunde und Menschen tun, wenn sie sich nicht fortbewegen. Ergebnis: Sie halten so gut wie nie wirklich still. "Bewegung haben wir bisher immer nur als Lokomotion aufgefasst", erklärt Fischer, 62. "Aber genauso wichtig ist es, dass wir uns beugen, bücken, dehnen, strecken, rekeln, rühren."
Aus Sicht der Evolutionsmedizin ergibt das Sinn: Die vielfältigen Aktivitäten halten den Körper beweglich. Für diese Eigenbewegung hat Fischer einen Begriff geprägt: Idiomotion. Es scheint sich um ein angeborenes Verhalten zu handeln. Warum sonst würden sich Menschen aus freien Stücken verrenken? Wieso erfüllt es sie mit Glück, wenn sie beim Yoga ihre Gelenke und Muskeln spüren?
Und doch können sich die meisten Menschen nur schwer zu Leibesübungen aufraffen. Sie gehen ungern joggen; viel schöner finden sie es, stundenlang auf dem Sofa herumzulümmeln. Wieso ist das so?
Der Anthropologe Daniel Lieberman, 52, von der Harvard University versucht, den Grund dafür zu verstehen. Es stimme, sagt er, dass der Mensch von Natur aus an körperliche Aktivität angepasst sei. Aber es stimme eben auch, dass "wir daran angepasst sind, körperlich inaktiv zu sein".
Der Satz passt zum widersprüchlichen Verhalten, das viele Probanden der Kölner Bettruhestudie zeigten. Einerseits vermissten sie die Möglichkeit, sich einfach mal die Beine zu vertreten – andererseits fanden sie genau dies wunderbar.
Das Verhältnis des Menschen zur Bewegung ist paradox. Wer herausfinden will, warum das so ist, muss tief in die Stammesgeschichte des Homo sapiens schauen. Anthropologen haben den Menschen bislang nur als Bewegungstier gesehen. Nicht nur der aufrechte Gang, sondern auch die Fähigkeit, selbst in praller Sonne kilometerweit zu laufen, habe den Körper im Laufe der Evolution geprägt. Im Vergleich zum Schimpansen hat der Mensch viel mehr Schweißdrüsen (bis zu fünf Millionen) und kein Fell, sodass er mehr als einen Liter Flüssigkeit in einer Stunde abgeben kann. Wenn das Wasser auf der Haut verdunstet, dann wird das Blut und damit der Körper gekühlt.
Einst, als Pfeil und Bogen oder der Speer noch nicht erfunden waren, sicherte diese einzigartige Fähigkeit zum Dauerlauf das Überleben. Mitglieder der Gattung Homo hetzten in Afrikas heißen Savannen Antilopen so lange, bis diese überhitzt zusammenbrachen. Dann töteten sie die wehrlosen Beutetiere. Im südlichen Afrika jagen Buschleute bis heute auf diese Weise.
Neben den Schweißdrüsen und der nackten Haut weisen weitere anatomische Merkmale den Menschen als geborenen Läufer aus: Weil er ein Nackenband besitzt, kann er beim Laufen den Kopf aufrecht halten. Der Gluteus maximus, ein großer Muskel im Gesäß, verleiht beim Rennen die nötige Balance. Die lange Achillessehne, die kurzen Zehen und der Fußsohlenboden erleichtern das ausdauernde Laufen zusätzlich.
Hinzu kommen vielfältige Bewegungen, die nichts mit der Lokomotion zu tun haben. Martin Fischer in Jena hat solche Aktivitäten mit der Kamera aufgezeichnet. "Wie wichtig Idiomotion ist, das zeigt sich auch bei Vögeln", sagt der Forscher. "Wenn man die daran hindert, sich zu putzen, dann sterben sie, auch wenn sie gar keinen Parasitenbefall haben." Seine Hündin würde sich jeden Tag kratzen, obwohl sie weder Flöhe noch Läuse habe.
Genauso sei der menschliche Körper für ein Repertoire unterschiedlichster Aktivitäten ausgelegt, vermutet Fischer. Der Rat zur Bewegung müsse deshalb ergänzt werden, sagt er, und zwar so: "Mach 10 000 Schritte am Tag – und außerdem bück dich, dehn dich, streck dich!"
Auch Daniel Lieberman sieht den Menschen keineswegs als reinen Ausdauerathleten. Er drückt es so aus: "Obwohl das Gehen zweifellos die vorherrschende körperliche Aktivität war, muss das Rennen ebenfalls wichtig gewesen sein – wie auch das Tragen, Graben, Klettern und mehr."
Seltsam ist nur: Dieses zweifach bewegte Erbe – Idiomotion und Lokomotion – merkt man vielen Menschen überhaupt nicht an. Allein in Deutschland gilt ein Drittel der Bevölkerung im Erwachsenenalter als sportlich inaktiv. Junge, unversehrte Menschen warten geduldig vor einer überfüllten Rolltreppe und haben nicht die geringste Lust, die leeren Stufen daneben hochzusteigen.
Fred Feuerstein würde es nicht anders machen. Jene Jäger und Sammler, die heute noch wie in der Steinzeit leben, sitzen viel und bewegen sich nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Traditionell lebende Buschleute in der Kalahari sind nur vier bis sechs Stunden am Tag körperlich aktiv. Die meiste Zeit machen sie Pause.
Lieberman erklärt das so: Ein Organismus verbrauche seine Energie für verschiedene Zwecke – um groß und stark zu werden, um den Körper zu erhalten (in diese Kategorie fallen Lokomotion und Idiomotion), um möglichst viele Nachkommen großzuziehen.
Und weil in der Evolution immer jene Anpassungen am wichtigsten sind, die den Erfolg in der Reproduktion erhöhen, wurde das Verhalten des Menschen entsprechend geprägt: Wann immer es einem Mann oder einer Frau möglich ist, erhöht er oder sie den Energieanteil für die Fortpflanzung. Umgekehrt investiert ein Individuum überschüssige Kalorien nicht in Aktivitäten, die die Zahl der Nachkommen gar nicht erhöhen würden. Und sollte es jemand doch einmal tun, wäre dies vergeudete Energie – also ein Nachteil in der Reproduktion.
Der Anthropologe Lieberman vermutet deshalb: "Es ist natürlich und normal, körperlich träge zu sein."
Bis vor wenigen Generationen konnten Menschen der körperlichen Aktivität allerdings niemals so umfänglich ausweichen, wie es dem Durchschnittsbewohner der westlichen Länder heute möglich ist. Viele Arbeiter der Moderne verbringen das Berufsleben am Schreibtisch und müssen sich so gut wie gar nicht mehr bewegen.
So viel Trägheit war in Fred Feuersteins Berufswelt nicht möglich. Das heutige Zeitalter der Inaktivität macht nur einen Wimpernschlag der Evolutionsgeschichte des Menschen aus. Ihm fehlte die Zeit, Strategien gegen die Folgen des Bewegungsmangels zu entwickeln.
"Viele chronische, nicht ansteckende Krankheiten sind häufiger geworden und verlaufen schwerer, weil Menschen sich in der Evolution nicht daran anpassen konnten, fast immer körperlich inaktiv zu sein", sagt Lieberman.
Die Lebenserwartung ist zwar seit der Industrialisierung in Deutschland und anderen westlichen Gesellschaften deutlich gestiegen und liegt derzeit für Männer bei mehr als 78 Jahren und für Frauen bei mehr als 83 Jahren. Die Gründe dafür sind: die dramatisch verringerte Kindersterblichkeit, Antibiotika, die Erfindung der Zentralheizung und andere Segnungen der Zivilisation. Das alles kommt dem Bürger auch dann zugute, wenn er träge ist. Wenn er dazu jeden Tag noch eine Stunde flott spazieren ginge, wäre er viel seltener krank und würde – statistisch gesehen – sieben Jahre länger leben.
An einer besonderen Form von mangelnder körperlicher Belastung leiden Menschen im Weltraum. Weil dort der Zustand der Fast-Schwerelosigkeit ("Mikrogravitation") herrscht, fehlen dem Leib die mechanischen Reize. In der Internationalen Raumstation ISS trainieren Besatzungsmitglieder jeden Tag zwei Stunden – und doch schrumpfen Muskel- und Knochenmasse. In Bettruhestudien wie jener in Köln suchen Forscher nach effektiveren Trainingsmethoden. Die könnten Menschen dereinst in die Lage versetzen, eine Reise zum Mars zu überstehen.
Ob es jemals so weit kommt, weiß niemand. Bis dahin bringen die Ergebnisse von Bettruhestudien die irdische Medizin voran: Sie zeigen die Malaisen, die den Menschen zu plagen beginnen, wenn man ihn zur Ruhe verdammt. Weil Christian und die anderen Probanden in einer Kopftieflage von sechs Grad lagen, floss das Blut vermehrt in den Kopf und gaukelte den Rezeptoren im Körper vor, dass ihn mehr Blut durchströme.
Der Körper antwortete darauf mit starkem Harndrang in den ersten Tagen: Die Probanden füllten eine Urinflasche nach der anderen und verringerten auf diese Weise das Blutvolumen im Körper um ungefähr 600 Milliliter. Sie hätten ihr Bett nicht mehr ohne Weiteres verlassen können. Beim Aufrichten wäre das Blut nach unten gesackt und hätte im Gehirn gefehlt – sie wären ohnmächtig geworden.
Damit die Probanden durch Inaktivität nicht dick und rund werden, war der Kaloriengehalt der Nahrung dem jeweiligen Grundumsatz genau angepasst. Die Portionen waren bis aufs Gramm abgewogen und mussten bis auf den letzten Krümel verspeist werden. Tatsächlich nahmen die Probanden nicht zu, sondern verloren ein, zwei Kilogramm.
Besucher waren verboten, aber die Probanden konnten sich in ihrem Bett in einen Gemeinschaftsraum schieben lassen und gemeinsam fernsehen oder sich unterhalten. Sie konnten auch die Zimmertür schließen lassen und lesen, telefonieren oder im Internet surfen. Nachtruhe war von 23 Uhr bis 6.30 Uhr.
Mehr als 40 Messungen und Einzelexperimente wurden an jedem Probanden durchgeführt. Forscher nahmen Blutproben, maßen die Sauerstoffaufnahme, protokollierten den Augeninnendruck, erfassten die elektrische Aktivität des Gehirns während des Schlafs, bestimmten den Testosterongehalt im Speichel und nahmen winzige Proben aus dem Muskelgewebe.
"Vom Kreislauf bis zu den Knochen – alle Systeme sind betroffen, wenn man inaktiv wird", sagt der Sportwissenschaftler Edwin Mulder, 41, der die Bettruhestudie in Köln koordiniert hat. Die Daten sind noch nicht vollständig ausgewertet. Doch sie werden das Dokument eines körperlichen Verfalls sein.
Die Muskeln in den Beinen der Probanden verkümmerten, allein der Wadenmuskel büßte ein Viertel seiner Größe ein. Der Herzmuskel schrumpfte und hatte ein verringertes Schlagvolumen. Die Rückenmuskulatur schließlich baute ebenfalls ab, was bei dem einen oder anderen Probanden zu Kreuzschmerzen führte.
Andere Bettruhestudien haben offenbart: An einem einzigen Tag im Bett können einige Gramm Protein aus den Muskeln verloren gehen. Das Abbauprodukt Stickstoff wird im Harn ausgespült. Darin findet sich auch ungewöhnlich viel Kalzium, es stammt aus den Knochen. Wenn diese nicht beansprucht werden, dünnen sie aus und werden anfällig für Brüche. Die Dichte der Oberschenkel- und Hüftknochen etwa sinkt nach zwei Monaten im Bett um zwei bis vier Prozent.
Die beweglichen Teile des Körpers, Bänder, Gelenke, Muskeln und Sehnen, verkürzen sich, wenn man die Idiomotion nicht mehr auslebt. Die Schrumpfungen machen steif und ungelenk. Auch der Darm macht schlapp. Die peristaltischen Muskelkontraktionen, mit deren Hilfe der Speisebrei durch den Darm gedrückt wird, werden schwächer, wenn ein Mensch sich kaum bewegt. Deshalb leiden träge Leute oft unter Verstopfung.
Das Phlegma hinterlässt sogar Spuren in den Zellkernen. Die Gruppe um den Biologen Dieter Blottner am Institut für Vegetative Anatomie der Berliner Charité hat Muskelbiopsien von Männern genommen, die acht Wochen im Bett lagen. Die Dauerruhe veränderte die Funktion von mehr als 300 Genen. Inwiefern das schädlich ist, untersuchen die Forscher derzeit.
Der Niedergang, der einen Menschen nach wenigen Wochen Bettruhe erfasst, spiegelt im Zeitraffer jenen Verfall, der sich nach jahrelangem Minimalgebrauch der Muskeln einstellt. Im mittleren Alter gleiten viele Menschen in einen passiven Lebensstil. Und wie die Probanden in Köln gewöhnen sie sich daran. Irgendwann vermissen sie die Bewegung nicht mehr und finden ihre Untätigkeit normal.
Unmerklich verlieren sie mehr und mehr Kalzium und Protein, sie bekommen dünne Knochen, und sie ersetzen Muskelmasse durch Speck. Schlimm ergeht es dem untrainierten Herzen. Der frühere deutsche Meister über 100 Meter und Sportmediziner Harald Mellerowicz (1919 bis 1996) nannte es das "kleine, funktionell minderwertige Herz des modernen, domestizierten Großstadtmenschen".
Der allgemeine Mangel an Muskelfleisch, die Sarkopenie, lässt einen vor der Zeit vergreisen. Die Betroffenen haben einen schwächer werdenden Händedruck, sie gehen immer langsamer und fallen häufig hin.
Der Zustand von "Immobilität und Übergewicht" manifestiere sich häufig zwischen dem 18. und dem 50. Lebensjahr, sagt der Arzt Michael Fritz, Sportmediziner in Viersen am Niederrhein. "In dieser Phase erscheint der Patient jedoch nur selten in meiner Sprechstunde. Er kommt regelmäßiger, wenn seine chronischen Krankheiten ab dem 60. Lebensjahr ausgebrochen sind."
Ein typischer Patient hat krankhaftes Übergewicht, Herzschwäche, Depressionen, Bluthochdruck, Verkalkung der Gefäße, Diabetes mellitus Typ 2, Gelenkschmerzen, Rückenweh, Schlaflosigkeit. Und vielleicht noch einen "Handynacken", vom Starren aufs Smartphone. Gegen jedes einzelne Symptom hält die pharmazeutische Industrie Medikamente vor – die nur allzu bereitwillig geschluckt werden.
Doch genauso gut, wenn nicht oftmals sogar besser, würde Bewegung gegen diese Krankheitsanzeichen helfen. Wer Leib und Seele wieder in Schwung bringt, stellt im Grunde nur den Urzustand her, auf den er von Natur aus geeicht ist. Deshalb wirkt Bewegung wie Medizin. Sie löst in den Körperzellen eine Fülle von physiologischen Veränderungen aus, die heilsam sind. Aus diesem Grund beugt körperliche Aktivität nicht nur vielen Leiden vor, sondern kann sogar bereits ausgebrochene Erkrankungen verlangsamen oder umkehren.
Nur hat sich das immer noch nicht überall herumgesprochen. Beispiel Orthopädie: In Deutschland verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen, noch vor seelischen Störungen und Erkältungen, die meisten Fehltage in Deutschland. Die anfälligen Bandscheiben und Kniegelenke halten viele Menschen für eine Fehlkonstruktion der Evolution. Doch seitdem ein Vorfahr des Menschen, vermutlich vor rund sechs Millionen Jahren, den aufrechten Gang erlernt hat, haben sich diese in Wahrheit bewährt und wurden in der Evolution niemals verändert.
Dennoch sahen viele Ärzte malade Wirbelsäulen und kaputte Knorpel bisher eher als Verschleißerkrankung. Womöglich ist in vielen Fällen das Gegenteil der Fall: Das Kreuz und die Gelenke schmerzen, weil die Leute sich zu wenig bewegen.
Tatsächlich schwindet der Rückenschmerz, sobald man die untere Wirbelsäule durch gezieltes Muskeltraining stärkt. Und Knieschmerz kann man womöglich ebenso wegbewegen. Der Orthopäde Wolfgang Ertel von der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Charité in Berlin sucht gerade gemeinsam mit Kollegen nach 300 Menschen, die von Arthrose im Knie geplagt werden. Jeweils ein Jahr lang sollen die Probanden das malade Knie trainieren.
Durch Bewegung geben Zellen der Gelenkinnenhaut die schleimige Synovia ab, die das Gelenk gleichsam schmiert und den Knorpel mit Nährstoffen versorgt. Nun hoffen die Ärzte um Ertel: Mit der Gelenkschmiere wandern womöglich auch körpereigene Stammzellen in den Knorpel und werden diesen ein Stück weit regenerieren.
Wenn das stimmt, würde Bewegung auch bei Meniskusbeschwerden helfen. Menisken bestehen ebenfalls aus Knorpel und liegen im Kniegelenk zwischen den Gelenkflächen des Oberschenkelknochens und des Schienbeins. Insbesondere durch Sportunfälle und Fehlbelastungen kann das Material Risse bekommen – Ärzte greifen dann gern zur Operation. Sie schieben röhrenförmige Instrumente ins Knie und entfernen eingerissene oder kaputte Anteile des Meniskus. Ungefähr 300 von 100 000 Einwohnern in den Industrienationen lassen sich jedes Jahr operieren – diese Variante der Arthroskopie zählt damit zu den häufigsten Eingriffen überhaupt.
Doch offenbar lohnen sich viele dieser endoskopischen Eingriffe für die Orthopäden mehr als für die Patienten. Das legt eine Studie nahe, an der 140 Patienten aus Norwegen teilnahmen. Sie hatten einen beschädigten Meniskus in einem Knie. Ein Teil von ihnen wurde arthroskopisch behandelt, die anderen trainierten das Knie zwölf Wochen lang. Nach zwei Jahren fragten die Studienärzte die Probanden nach deren Befinden und fanden heraus: Die Bewegungstherapie half genauso gut gegen die Schmerzen wie die Arthroskopie.
Sich regen bringt Segen – das gilt augenscheinlich fürs Herz. Es ist durchzogen von einem Geflecht sehr dünner Blutgefäße, den sogenannten Kollateralen. Sie liegen in einer Art Dornröschenschlaf, doch wenn in ihrer Nähe eine große Arterie, ein Koronarast, allmählich verkalkt und verengt, dann können sie spontan dicker werden, einen Umgehungskreislauf ausbilden und das betreffende Areal wieder ausreichend mit Sauerstoff versorgen.
Um diesem wundersamen Wachstum, der Arteriogenese, auf die Sprünge zu helfen, scheint Aktivität das Mittel der Wahl zu sein. Untersuchungen an Mäusen und Kaninchen haben gezeigt: Wenn das Blut kräftig durch die Gefäße rauscht, dann erhöht sich die Schubkraft in den Kollateralen. Diese spüren den biophysikalischen Reiz gleichsam und antworten darauf: Sie wachsen und werden zu biologischen Bypässen.
Aber funktioniert das auch beim Menschen? Madlen Uhlemann, Gerhard Schuler und andere Ärzte vom Herzzentrum der Universität Leipzig glauben das. Sie ließen 40 Männer und Frauen, die unter schmerzhafter Herzenge litten, vier Wochen lang trainieren. Das Ergebnis haben die Ärzte unlängst im renommierten Fachblatt "Circulation" vermeldet: Die Probanden waren leistungsfähiger, sie nahmen mehr Sauerstoff auf, und ihr Herz wurde besser durchblutet. Die Existenz biologischer Bypässe sei damit bewiesen, sagt Schuler. Wenn Patienten trainierten, verbessere sich die Leistungsfähigkeit dieser Eigenbau-Arterien: "Das ist quasi eine Selbstreparatur des Herzens."
Allerdings sollten herzkranke Menschen nicht auf eigene Faust den Stepper entern, sondern sich die Bewegung auf Rezept verschreiben lassen, warnt Schuler, 69, der das Leipziger Herzzentrum leitet. "Man muss jene Patienten heraussuchen, die vom Training profitieren, ohne sie einem Infarktrisiko auszusetzen." Gesunde dagegen sollten idealerweise jeden Tag 30 bis 60 Minuten aktiv sein, empfiehlt der Kardiologe. Er selbst fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit, hin und zurück 40 Kilometer.
Den verheerenden Einfluss von Zigarettenqualm auf die Gefäße kann die Bewegung indes nicht ausgleichen. Der Gärtner und Jäger Volker Konietzko, 58, aus Lehnin (Brandenburg) hat mehr als 30 Jahre körperlich hart gearbeitet – und zog sich jeden Tag rund 15 Zigaretten ("Cabinet") rein. Der Mann sagt: "Ich fühlte mich unkaputtbar."
Das änderte sich an einem kalten Februartag 2014. Als er eine Pappel fällen wollte, konnte er gerade noch die Motorsäge ablegen, ehe er in Ohnmacht fiel. Diagnose: Arterienverkalkung. Konietzko bekam fünf Bypässe im Herzen und im rechten Bein. Er gab das Rauchen auf und wurde an den Angiologen Ivo Buschmann an der Medizinischen Hochschule Brandenburg überwiesen. Hier schälte der Arzt eine verstopfte Oberschenkelarterie frei und verschrieb sodann eine Bewegungstherapie. Durch tägliches Gehtraining konnte Konietzko das Wachstum neuer Blutgefäße in seinen Beinen anregen und Amputationen vermeiden.
Bewegung ist für einen normalen Zuckerstoffwechsel wichtig, auch das ist eine Folge der Evolution. Der Körper hält in der Leber und in den Muskeln einen Vorrat an Zucker (Glykogen) vor, der das Gehirn bei Nahrungsmangel und die Muskeln bei Bewegung mit Energie versorgen kann. Bei Inaktivität dagegen soll diese Zuckerreserve nicht von den Muskeln angetastet werden – deshalb können passive Muskeln, deren Glykogenspeicher voll ist, dem Blut keinen Zucker in nennenswertem Umfang entziehen.
In der Wohlstandsgesellschaft wird der Mechanismus zum Bumerang. Viele Bürger sind träge und nehmen große Mengen Zucker auf. Der Zuckerspiegel im Blut steigt und steigt. Die Bauchspeicheldrüse produziert größere Mengen des Hormons Insulin, damit etwa Leberzellen Glukose aus dem Blut aufnehmen. Nur: Die Zellen können resistent gegen Insulin werden. Die Betroffenen sind überzuckert und trinken große Mengen. Und sie scheiden ungewöhnlich große Mengen Harn aus, der Zucker enthält.
Sie haben "honigsüßen Durchfluss" – Diabetes mellitus Typ 2. Der viele Zucker schädigt die Nerven und die Gefäße. Das kann zu Erblindung, Nierenversagen und Amputationen von Zehen, Füßen oder Beinen führen.
Damit es nicht so weit kommt, wäre es klug, Haushaltszucker zu meiden und sich regelmäßig zu bewegen. Denn sobald die Muskeln aktiv sind, beginnen sie, den Zucker gleichsam aus dem Blut zu saugen und zu verbrennen. Moderates Training reicht aus, um diesen Mechanismus in Gang zu setzen, das hat kürzlich eine Studie der Duke University School of Medicine herausgefunden. Wer jede Woche rund 18 Kilometer weit spazieren ging, der konnte seinen Blutzuckerspiegel merklich senken. Besonders wirksam scheint es zu sein, vor den Mahlzeiten einmal um den Block zu laufen. Die Zellen können dann den Zucker aus der Nahrung besonders gut aufnehmen.
Aktive Muskelzellen können der normalen Alterung ein Stück weit widerstehen, sie bleiben lange groß und kräftig. Das erklärt auch das Rätsel, warum manche Menschen Erkrankungen besonders gut überwinden, obwohl sie nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation als "adipös", sprich fettleibig, gelten.
Es kommt weniger aufs Gewicht an, sondern auf die Zusammensetzung des Körpers. Das hat die Gruppe um die Ärztin Preethi Srikanthan von der University of California herausgefunden. Von 6451 Menschen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden lebten jene besonders lang, deren Muskeln am kräftigsten waren, ganz gleich, ob sie viel Speck auf den Hüften hatten oder nicht. Die Probanden mit spärlicher Muskulatur dagegen hatten eine höhere Sterblichkeit, auch wenn sie schön schlank waren.
Muskeln formen auch den Geist. Denn sie stellen bestimmte Botenstoffe her, die ins Gehirn gelangen und es verändern: Im Hippocampus werden neue Nervenzellen gebildet; bereits vorhandene Nervenzellen stellen untereinander zusätzliche Verbindungen her; der Spiegel an Neurotransmittern steigt. Dadurch wird das Denkorgan wehrhafter gegen Alzheimer und Depressionen.
Diese Verkoppelung von Muskel- und Nervenzellen habe einen evolutionären Ursprung, vermutet der Arzt Gerd Kempermann vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Dresden. Das Gehirn eines aktiven Menschen sei deshalb besonders plastisch und aufnahmebereit, damit es die vielfältigen Eindrücke auf Streifzügen und Erkundungen verarbeiten könne. Und dadurch bleibe es jung. "Wer aktiv lebt", sagt Kempermann, "der erhält sich ein flexibles Gehirn, das mit den Herausforderungen des Alterns besser umgehen kann."
Bei Krebs kann Bewegung ebenfalls wie ein Arzneimittel wirken. Forscher des National Cancer Institute in Bethesda im US-Bundesstaat Maryland haben die Daten von mehr als 1,4 Millionen Menschen, die an verschiedenen Bewegungsstudien teilgenommen hatten, über einen Zeitraum von elf Jahren ausgewertet. Wer jede Woche mindestens zweieinhalb Stunden spazieren ging oder joggte, der hatte ein um sieben Prozent geringeres Krebsrisiko als träge Menschen. Der Schutzeffekt zeigte sich für 13 verschiedene Arten von Tumorerkrankungen, darunter Darm-, Brust-, Lungen-, Nieren-, Blasen- und Gebärmutterkrebs.
Sogar bereits an Krebs erkrankte Patienten sollten versuchen, aktiv zu bleiben. Wer nach einer Brust- oder Darmkrebsdiagnose das Training aufnimmt, der verlängert epidemiologischen Studien zufolge sein Leben. Versuche an Tieren offenbaren, warum das so ist: Mäuse, die sich auf dem Laufrad austoben können, haben fünfmal mehr natürliche Killerzellen als träge Artgenossen. Offenbar helfen die Killerzellen, die zum Immunsystem gehören, Tumorzellen zu erkennen und abzutöten. Jedenfalls konnten sie experimentell herbeigeführte Krebsherde besonders gut bekämpfen.
Alles in allem haben Ärzte mittlerweile 26 verschiedene chronische Krankheiten ausgemacht, die man mit körperlicher Aktivität wirksam behandeln kann. Die Liste reicht von Angststörungen über Depressionen und Demenz bis zum Rheuma.
Doch merkwürdig: Es gebe in der medizinischen Literatur erstaunlich wenige Studien, so der Epidemiologe John Ioannidis von der Stanford University in Kalifornien, in denen die Wirkung von Medikamenten und Bewegung miteinander verglichen werden. Diese Unterlassung ist nicht verwunderlich: Pharmazeutische Firmen verdienen ihr Geld schließlich mit Pillen, nicht mit Turnschuhen.
Die Vorteile der "Bewegung bei nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Rückenschmerzen und Arthrose sind erheblich", konstatierten unlängst Forscher im "Canadian Medical Association Journal". "Dennoch wird die Bewegung zu selten verschrieben und häufig übersehen, oftmals zugunsten pharmakologischer und chirurgischer Interventionen."
Es ist, als hielten es viele Ärzte mit dem Hofrat Behrens aus Thomas Manns "Zauberberg". Im Internationalen Sanatorium Berghof schickt Behrens seinen Patienten Hans Castorp ins Bett: "Als ob Stillgelegen nicht ein ebenso gutes Kommando wäre wie Stillgestanden!"
Matthias Hillemacher, 69, aus Viersen wurden im März in zwei Eingriffen insgesamt acht Stents ins Herz eingesetzt, um Engstellen in den Blutgefäßen zu überbrücken. Danach hätte er eigentlich mit leichtem Training anfangen können. Doch ein Arzt befahl ihm: "Sie müssen sich schonen und dürfen sich nicht belasten!"
Und Karin, 65, eine ehemalige Sachbearbeiterin aus Mönchengladbach, bekam gegen ihre Fibromyalgie, ein Schmerzsyndrom der Weichteile, ein Psychopharmakon und den Rat zur Ruhe. "Im Bett tat alles weh. Aber kein Arzt hat mir gesagt: Du musst was tun!"
Beide Patienten hatten das Glück, dass sie zum Sportarzt Michael Fritz kamen, der schon länger Rezepte für Bewegung ausstellt. Matthias zieht im Freibad seine Bahnen (4500 Meter) und fühlt sich pudelwohl. Karin geht an drei, vier Tagen in der Woche zum Lauftreff und spürt so gut wie keine Schmerzen mehr.
Auch die Probanden in Köln haben die körperlichen Folgen der Bettruhe überwunden, manche von ihnen treiben nun sogar mehr Sport als früher. Ihre Erfahrung mit dem Nichtstun half ihnen, den Hang zum Faulenzen häufiger als vor der Studie zu überwinden.
Nur schlanker wird nicht automatisch, wer sich viel bewegt. Sport steigert den Appetit, außerdem macht er müde, sodass man sich außerhalb der Trainingszeiten tendenziell weniger bewegt und weniger Kalorien verbrennt. Daniel Lieberman bezeichnet den Homo sapiens als "ziemlich dicken" Ausdauerathleten.
Damit ist er einzigartig. Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans bleiben nämlich rank und schlank, wenn sie in einem Gehege gehalten werden, wo sie sich nur wenig bewegen und viel futtern können. Affen hätten einen verblüffend geringen Fettanteil, berichtete Herman Pontzer vom Hunter College in New York im Fachmagazin "Nature". Der liegt beim Gorillamännchen demnach durchschnittlich bei 15 Prozent, beim Weibchen einen Prozentpunkt drunter – während träge Männer zu 23 und träge Frauen zu 42 Prozent aus Fett bestehen.
Eine Erklärung für den Unterschied hat Pontzer mit anderen Forschern in einem ungewöhnlichen Experiment gefunden. Sie maßen den Energieumsatz von 56 in Gehegen lebenden Affen und von 141 körperlich wenig aktiven Menschen aus fünf verschiedenen Ländern. Nachdem sie das unterschiedliche Körpergewicht berücksichtigt hatten, fanden sie heraus: Ein Mensch verbraucht jeden Tag ungefähr 400 Kilokalorien mehr als ein Schimpanse, 635 mehr als ein Gorilla und 820 mehr als ein Orang-Utan.
Im Vergleich zu den Menschenaffen läuft der Stoffwechsel des Homo sapiens auf höheren Touren und versorgt ihn mit besonders viel Energie – womöglich konnte er nur deshalb sein riesiges Gehirn entwickeln. Es ist mit einem durchschnittlichen Volumen von knapp 1400 Millilitern rund dreimal so groß wie ein Menschenaffenhirn.
Allerdings war der menschliche Stoffwechsel auf eine zuverlässige Versorgung mit Brennstoff angewiesen. Aus diesem Grund hatten jene Individuen einen Überlebensvorteil, die besonders viel Speck ansetzten. "Das Fett ist der Reservetank für den Stoffwechselmotor, den wir im Vergleich zu anderen Affen aufheulen lassen", sagt Pontzer.
Darum hängt des Menschen Körper so am Fett. Das mag alle trösten, die mit ihrer Figur hadern. Der Speck ist der Preis für das große Gehirn des klügsten Affen der Welt.

joerg.blech@spiegel.de

Über den Autor

Jörg Blech, geboren 1966, ist Diplom-Biologe und Absolvent der Henri-Nannen-Schule. Nach Stationen beim "Stern" und der "Zeit" kam er 1999 zum SPIEGEL. Von 2005 bis 2009 war er Korrespondent in Boston (USA), heute arbeitet er als Autor im Berliner Hauptstadtbüro. Er hat verschiedene Sachbuchbestseller verfasst.


Twitter: @joergblech
Die Fotos sind Bewegungsstudien von Sportlern und stammen vom Fotografen Howard Schatz.
Von Jörg Blech

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