25.03.2017

ChinaDer Osten ist rosa

Von Peking bis in die Provinz hat sich eine selbstbewusste Schwulen- und Lesbenszene etabliert, prüden Genossen und offizieller Diskriminierung zum Trotz. Ihre Mitglieder nutzen die neue Freiheit, die vor allem das Internet eröffnet. Von Bernhard Zand
Ein kalter Winterabend in Peking, eisgrauer Smog liegt über der Stadt. Da geht im Longjing, einer Bar im Partyviertel Sanlitun, die Sonne auf. Ma Fanlong, 26, betritt das Lokal. Ach was, betritt. Ma rauscht zur Tür herein, ein schlanker Mann in einem wehenden Daunenmantel, dessen Pelzkapuze wie ein Hermelin auf seinen Schultern liegt. Gerade hat er sich blonde Strähnchen in sein langes schwarzes Haar machen und die Nägel maniküren lassen, mit goldenen Spitzen. "Ganz dezent", sagt er, "ich bin heute schließlich der Gastgeber hier."
Ma Fanlong ist ein Star in der Schwulenszene von Peking. Sein Onlineprofil weist ihn als "freiberuflichen PR-Berater" aus, aber berühmt ist er als Partygast und Impresario, nominiert als bestangezogener Mann der Stadt, präsent in allen sozialen Netzwerken, gelikt, gefeiert als König – und als Königin der Nacht. Denn Ma war einer der Ersten, die in Peking öffentlich als Dragqueen auftraten.
Ab 22 Uhr beginnt sich das Longjing zu füllen, bald tanzen die ersten Paare, um Mitternacht läuft eine entspannte Discoparty, in deren Mitte Ma Fanlong rotiert und jeden zweiten Gast mit Küssen und Umarmungen empfängt: Chinesen, Ausländer, Geschäftsleute und Kreative, Männer in Anzug, in Bomberjacke und Pailetten-T-Shirt. Männer zwischen Mitte zwanzig und Mitte fünfzig, gut ausgebildet und gut angezogen, die nach einem harten Tag im Büro das Wochenende einläuten. Denn donnerstags ist "Glam Night", und Glam steht hier für Glamour, aber auch für: "Good Looking Asian Male".
"Peking hat 20 Millionen Einwohner, da ist jedes schwule Milieu vertreten", sagt Ma, als er sich unter die Raucher mischt, die vor der Tür im Smog stehen. "Heute mache ich die ,Glam Night' für die Businessleute, nächste Woche eine Poolparty für die Fitnessgemeinde, demnächst einen Bingoabend, vielleicht auch wieder eine Dragshow. Sonst noch jemand eine Idee?"
Wie alle Hochkulturen hat China eine reiche Tradition schwulen und lesbischen Lebens; Gedichte und Gemälde aus mehreren Dynastien zeugen davon. Wie alle autoritären Staaten hat das Land auch eine lange Geschichte der Ächtung und Ausgrenzung von Homosexuellen. Ihren Höhepunkt erreichte sie mit der Machtübernahme der Kommunistischen Partei; bis 1997 war gleichgeschlechtlicher Sex in China eine Straftat. Erst 2001 wurde Homosexualität von der Liste der Geisteskrankheiten gestrichen.
Heute verändert sich der Alltag von Homosexuellen in China schneller als je zuvor. Während Millionen von ihnen mit täglicher Diskriminierung leben, genießen Hunderttausende, vor allem in den Metropolen, eine Offenheit, um die sie Schwule und Lesben in Russland, vielen afrikanischen Staaten oder in der arabischen Welt nur beneiden können.
Einer der Gäste auf Ma Fanlongs "Glam Night" ist der libanesische Geschäftsmann Mohammed, der regelmäßig nach Peking kommt. Er stammt aus Beirut, einer der liberalsten Städte des Nahen Ostens. Aber die Schwulenszene in seiner Heimatstadt könne sich mit der in Peking nicht messen. Für homosexuelle Araber, Iraner und Pakistaner, die geschäftlich oft in China sind, sei Peking "eine moralische Herausforderung", sagt der Geschäftsmann.
Wo immer er im Ausland hinkomme, sagt Ma Fanlong, seien die Menschen überrascht, wenn er sich als schwuler Chinese oute und von den Partys in Peking und Shanghai erzähle. "Die Reaktion ist immer die gleiche: Machst du Witze?"
Ma wuchs in Henan auf, in einer der ärmsten und rückständigsten Provinzen Chinas. Einen Teil seiner Jugend hat er in den USA verbracht, seit fünf Jahren lebt er in Peking. Er fühlte sich von Anfang an wohl in der Stadt. "Das Besondere an China ist, dass uns hier niemand besonders mag, dass offener Schwulenhass aber sehr selten ist", sagt er. "Anders als im Westen hat mich noch nie jemand auf meinen Lebenswandel angesprochen. Die Leute sind gleichgültiger. Sie haben andere Sorgen, als einander dauernd die Meinung zu sagen."
Ma ist daher nie auf die Idee gekommen, sich zu verstellen. "Warum sollte ich das tun? In solchen Dingen ist China tolerant."
Dass aber noch nicht alle Chinesen so weit sind, zeigte sich vor zwei Jahren. Da trat Ma bei einer Gala als Dragqueen auf, in einem Fünfsternehotel nahe der Verbotenen Stadt. Das hatte es, auf so prominenter Bühne, in China noch nie gegeben. "Das Interesse war enorm", sagt Ma. "Wir waren überall in den Nachrichten, selbst die staatlichen Medien berichteten über die Show."
Enorm waren dann aber auch die Reaktionen in den sozialen Netzwerken: "Fast alle Kommentare waren negativ, selbst homosexuelle Männer aus der Provinz schrieben, dass sie abgestoßen seien. Ich war geschockt", sagt Ma.
Geschätzt 70 Millionen Homo-, Bi- und Transsexuelle leben in China, es ist die größte Gemeinde der Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen (LGBT) der Welt. Doch nur wenige von ihnen bekennen sich so offen wie Ma Fanlong zu ihrer sexuellen Identität. In China sind es vor allem familiäre und ökonomische Gründe, die das Coming-out erschweren: In der konfuzianischen Tradition haben Söhne und Töchter zu heiraten und Kinder zu bekommen; es wird erwartet, dass die Nachkommen ihre Eltern im Alter versorgen. Daher ist der Druck der Familien enorm, das gilt nicht nur für Homosexuelle.
Gleichzeitig ändert sich langsam, aber unübersehbar die öffentliche Meinung. So siegte 2014 ein schwuler Mann im Rechtsstreit gegen eine Klinik in Chongqing. Er hatte sich auf Druck seiner Eltern dort einweisen lassen und war mit Elektroschocks gegen seine sexuelle Orientierung "behandelt" worden. Die Klinik musste ihn für die erlittenen Schmerzen entschädigen und sich entschuldigen. Seither ist die angebliche Therapie mit Elektroschocks verpönt.
2016 dann ließ ein Gericht in der Provinz Hunan zum ersten Mal die Klage zweier Männer zu, die ihre Beziehung offiziell registrieren lassen wollten. Die Klage wurde abgewiesen, doch damit war das Thema plötzlich in der Öffentlichkeit. Selbst die Regierungspresse berichtet inzwischen regelmäßig über informelle Hochzeiten gleichgeschlechtlicher Paare.
Der Onlinehändler Alibaba kürte sogar die zehn romantischsten Schwulenpaare und flog sie in die USA, wo sie symbolisch heirateten. Auch andere Internetfirmen wie Chinas führende Suchmaschine, eine Taxi- und eine Karaoke-App werben offen um homosexuelle Kunden, die als besonders kaufkräftig gelten.
Die Widersprüche sind bezeichnend für den rasanten Wandel in der chinesischen Gesellschaft – und die Prüderie einer Verwaltung, die selbst die Darstellung händchenhaltender schwuler Paare im Fernsehen untersagt. Kein Kader der Kommunistischen Partei setzt sich für die Rechte von Homosexuellen ein, keines der fast 90 Millionen Parteimitglieder hat sich öffentlich geoutet – was nicht nur merkwürdig ist, sondern auch eine komische Note hat.
Denn ausgerechnet "Tongzhi", das chinesische Wort für "Genosse" und offizielle Anrede unter Parteimitgliedern, hat sich in der Alltagssprache als gängiger Begriff für "Schwuler" eingebürgert. Viele Chinesen scheuen sich daher inzwischen, jemanden als "Tongzhi" anzusprechen, aus Angst vor Missverständnissen.
Homosexuelle sind also durchaus sichtbar, sie sind ein Wirtschaftsfaktor, sie müssen keine Angst vor Angriffen haben – und doch ist die Kommunistische Partei im öffentlichen Leben Chinas noch immer so dominant, dass es eine wirkliche gesellschaftliche Öffnung nicht gibt, dafür ist ihr Widerstand zu groß. Was aber bereits möglich ist, das kann man nicht nur in Pekings Schwulenbars beobachten, sondern auch tief im Landesinnern, zwei Flugstunden von Ma Fanlong entfernt.
Yu Shi, 45, ist eine kleine Frau mit kurzem Haar und ernstem Gesicht, sie trägt festes Schuhwerk und ein Holzfällerhemd. Vor der "Mondblume", ihrem Café im zentralchinesischen Chengdu, flattert eine Regenbogenfahne, an den Wänden hängen Plakate von "Thelma & Louise", "Mulholland Drive" und "Carol" – Filmen, in denen es um starke Frauen geht.
Yu stammt aus der Stadt Yibin in der Provinz Sichuan. Als sie 16 war, lernte sie Xiaodi kennen, die beiden Frauen sind seit fast 30 Jahren ein Paar. Ganz am Anfang ihrer Beziehung, im Sommer 1989, stand eine Begebenheit, an die sich Yu noch immer genau erinnert.
Damals lasen die beiden Frauen in einer Wandzeitung einen Artikel über eine neue Krankheit namens Aids, die aus den Küstenstädten komme und durch "homosexuelles Verhalten" übertragen werde. "Wir waren elektrisiert", sagt Yu. "Wir spürten, dass das etwas mit uns zu tun haben könnte. Xiaodi fragte mich: ,Sind wir homosexuell?' So wenig wussten wir, so wenig wusste irgendjemand in der Provinz."
Es dauerte sechs Jahre, bis Yu den Mut fand, ihren Eltern zu sagen, dass sie lesbisch ist. "Sie hielten das für eine Krankheit und versuchten, mich mit jungen Männern zu verkuppeln." Yu verließ Yibin und zog mit ihrer Freundin nach Chengdu. "Für meine Eltern war das ein schwerer Schlag. Mit meiner Mutter sprach ich acht Jahre lang kein Wort mehr."
Die beiden Frauen wollten zusammen ein Café eröffnen, doch der erste Versuch scheiterte, der zweite auch, dann wurde den beiden die Wohnung gekündigt. Der Vermieter hatte mitbekommen, dass dort zwei Frauen als Liebespaar zusammenlebten. "Wir waren noch nicht ausgezogen, da fing er schon panisch an, die Wohnung zu desinfizieren. Er dachte wohl, wir hätten sie mit Aids verseucht."
Der dritte Versuch klappte, und heute ist das Café ein bekannter Treffpunkt für lesbische Frauen – und Yu Shi regelmäßig zu Gast in Talkshows.
"Es war paradoxerweise die Angst vor Aids, die dazu führte, dass hier in der Provinz erstmals über Schwule und Lesben geredet wurde", sagt sie. Die erste NGO, die sich in Sichuan für Homosexuelle einsetzte, ging auf das Büro für Öffentliche Sicherheit zurück, erzählt Yu. "Der Staat hat große Angst vor einer Epidemie." Leider beschränke sich das Interesse der Regierung bis heute auf die Aidsprävention. "Dabei wäre es schön, wenn wir auch über andere Dinge sprechen könnten – Diskriminierung, unseren rechtlichen Status, die gleichgeschlechtliche Ehe."
Trotzdem sei sie zuversichtlich, sagt Yu, denn die LGBT-Gemeinde in China habe schnell die Möglichkeiten der Digitalisierung erkannt. Sie selbst habe 2001 ihre ersten Ausflüge ins Internet unternommen und begonnen, sich mit anderen lesbischen Frauen auszutauschen. "Die Reaktion war überwältigend. Heute lässt sich gar nicht mehr zählen, wie viele Foren es für Frauen wie mich in China gibt."
Fast zur gleichen Zeit entdeckte ein schwuler Polizeibeamter namens Ma Baoli in der Küstenstadt Qinhuangdao das Internet. Auch er wollte wissen, welche Antworten andere auf die Fragen haben, die ihn quälten. Heute führt Ma Baoli, 39, ein Unternehmen, das das Leben von Millionen schwulen Männern in China verändert hat: "Blued" ist eine mobile Dating-App für Homosexuelle, sie hat 27 Millionen registrierte User, allein 7 Millionen von ihnen nutzen die App täglich.
Anders als klassische Partnerbörsen listet "Blued" nicht nur die Profile kontaktsuchender Nutzer auf, sondern zeigt an, welche von ihnen in der Nähe sind, erlaubt Gruppenchats, bietet Onlinespiele, Livevideos und einen eigenen Bezahldienst. Die App, seit 2012 auf dem Markt, ist bereits in zehn Sprachen und elf Ländern erhältlich. In China hat sie einen Marktanteil von über 80 Prozent, ihr Wert wird auf rund 600 Millionen Dollar geschätzt.
Noch ungewöhnlicher als die Geschichte des Unternehmens ist die seines Gründers. Ma Baoli stammt aus einer Arbeiterfamilie, und da das Einkommen seiner Eltern für ein Studium nicht reichte, schickten sie ihn auf die Polizeischule. Dort entdeckte er mit Anfang zwanzig, dass er Männer liebt – und begann das in der chinesischen Provinz übliche Doppelleben: Er heiratete, stieg im Beruf rasch auf und brachte es zum Polizeioffizier, während er gleichzeitig Beziehungen mit Männern hatte.
Auch für ihn wurde das Internet zu dem Ort, an dem er entdeckte, dass er mit seiner Lebenslüge nicht allein ist. Unter Pseudonym gründete er das Ratgeberblog "Danlan", auf dem sich bald Tausende über ihre Selbstvorwürfe, die Angst vor Stigmatisierung und die wachsende Aidsgefahr austauschten.
Mehr als zehn beruflich erfolgreiche, aber privat miserable Jahre hielt Ma sein Doppelleben durch – bis ihn seine eigene Dienststelle 2012 als Betreiber von "Danlan" enttarnte. Ma kündigte, trennte sich von seiner Frau und zog nach Peking, um der Familie die Peinlichkeit seiner Gegenwart zu ersparen.
"Ich war beruflich und sozial ruiniert. Mir blieb nichts anderes übrig, als mit der Website weiterzumachen", sagt Ma heute. Er sitzt in einem modernen Büro am Rande des Pekinger Businessdistrikts, ein blasser, höflicher Mann mit der konzentrierten Neugier eines gelernten Ermittlers. Auf seinem Schreibtisch türmen sich Geschäftsberichte und Statistiken, der Blick aus seinem Eckzimmer geht durch eine Glaswand hinaus in ein riesiges Büro, wo 200 junge Männer und Frauen an ihren Computern sitzen und arbeiten. "Vor zwei Jahren waren wir 30 Leute", sagt Ma. "Inzwischen sind wir zweimal umgezogen und mussten zweimal das Büro erweitern."
"Blued" ist eines der erfolgreichsten Start-ups in Peking und ein globaler Trendsetter der sogenannten Pink Economy, der rosaroten Wirtschaft, die auf die Kaufkraft schwuler und lesbischer Konsumenten abzielt. Mas Geschäftsplan sieht vor, "Blued" in den kommenden zwei Jahren in den asiatischen Nachbarstaaten zu verbreiten und dann, 2019, an die Börse zu gehen.
"Das ist nicht nur mein Ehrgeiz als Unternehmer. Ich will den Chinesen, aber auch den Schwulenfeinden auf der ganzen Welt zeigen: Seht her, so weit sind wir inzwischen. Wir schaffen das!"
Anders als die meisten Bürgerrechtler in China hat Ma Baoli ein entspanntes Verhältnis zur Regierung. In seinem Büro hängen zwei Bilder: Ma und seine engsten Mitarbeiter mit nacktem Oberkörper, daneben Ma mit Chinas Premier Li Keqiang. "Das war kurz nach der Gründung und hatte mit unserer Aidskampagne zu tun", sagt der Unternehmer. Alle drei Monate erinnert seine App die Nutzer daran, zum HIV-Test zu gehen. In Peking, Shanghai und einem Dutzend weiterer Städte finanziert "Blued" eigene Testzentren.
Wie alle chinesischen Onlineunternehmen arbeitet "Blued" auch direkt mit der Internetzensur zusammen – vor allem auf seiner profitabelsten Plattform, dem Live-Video-Kanal. Dort senden mehr als 200 000 Männer rund um die Uhr; sie singen, tanzen, führen Workouts vor oder erzählen aus ihrem Alltag. Die Zuschauer belohnen ihre Favoriten mit Onlinejetons, die sie von "Blued" kaufen; Stars verdienen auf diese Weise bis zu 15 000 Euro pro Monat.
"Die Regeln in unseren Livestreams sind streng", sagt Ma Baoli. "In den Videos darf nicht geraucht und geflucht werden – wir haben sogar eine Software entwickelt, die Alarm schlägt, wenn zu viel nackte Haut zu sehen ist."
Selbst das zensierte Internet, sagt Ma, sei für Chinas schwule Community ein Durchbruch. "Allein unsere App hat Millionen Menschen aus ihrer Angst und ihrer Isolation befreit. Als Ersten mich selbst."
Die Emanzipation habe gerade erst begonnen, sagt die Aktivistin Yu Shi. Am Ende werde die völlige Gleichstellung stehen. "Uns hat geholfen, was die LGBT-Bewegung im Westen erreicht hat. Doch unser Weg wird länger sein und anders verlaufen. Wenn wir mit Fahnen und Parolen durch die Straße ziehen und mehr Rechte fordern, kommen wir hier nicht weit."
"Du kannst die Lage der Homosexuellen in China als die Geschichte von der erdrückenden Macht der Verhältnisse beschreiben", sagt der Entertainer Ma Fanlong aus Peking, "aber genauso gut als die einer Minderheit, die von diesen Verhältnissen nicht mehr aufzuhalten ist. Es hängt davon ab, wo du dein schwules Leben lebst: in einer Metropole wie Peking, irgendwo tief in der Provinz – oder im Internet."
"In China", sagt der Unternehmer Ma Baoli, "ist nicht die Politik unser Problem, sondern die Trägheit der Gesellschaft, der Druck der Tradition." Aber auch Gesellschaften ließen sich verändern, und was die chinesische betreffe, sei nichts so überzeugend wie Selbstbewusstsein und wirtschaftlicher Erfolg. "Wir sind 70 Millionen Schwule und Lesben. Wir sind eine Macht." Twitter: @bzand

"Nicht die Politik ist unser Problem, sondern der Druck der Tradition."

Über den Autor

Bernhard Zand, Jahrgang 1967, ist seit 1997 beim SPIEGEL, er war Korrespondent in Istanbul, Kairo und Dubai. Seit 2012 berichtet er über die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderung Chinas. Er lebt mit seiner Familie in Peking, einer im Vergleich zur chinesischen Provinz modernen, toleranten Metropole. "Kaum eine soziale Gruppe spürt diesen Unterschied so deutlich wie Chinas Schwule und Lesben", sagt er. "Aber das Internet verändert zunehmend auch im Landesinnern die Haltung gegenüber Homosexuellen."
Twitter: @bzand
Von Bernhard Zand

DER SPIEGEL 13/2017
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