15.11.1999

DEUTSCHE BAHNSchneller nach Berlin?

Die Deutsche Bahn könnte die Fahrtzeiten zwischen Hamburg und Berlin unter zwei Stunden drücken, wenn die Züge von derzeit 160 bis auf 200 Kilometer pro Stunde beschleunigt würden, so das Fazit eines bahninternen Alternativ-Szenarios für den Fall, dass der Transrapid nicht gebaut wird. Bei einem Spitzentempo 230 wären sogar Rekordfahrten von rund 90 Minuten möglich. Doch dagegen steht das "Eisenbahnkreuzungsgesetz". Geschwindigkeiten über 160 Kilometer pro Stunde genehmigt das Eisenbahnbundesamt aus Sicherheitsgründen nur für kreuzungsfreie Trassen. Auf der Strecke gibt es jedoch fast 70 Bahnübergänge. Deshalb hoffen die Eisenbahner auf eine Ausnahmegenehmigung. Für rund 700 Millionen Mark sollten die Übergänge durch Vollschranken verstärkt und die Fernsteuerungstechnik LZB (Linienzugbeeinflussung) ausgebaut werden. Der Kompromiss ist halbherzig. Denn von Hamburg nach Hannover und von dort nach Berlin gibt es bereits schnelle Trassen. Durch einen Ausbau der Abkürzung von Uelzen nach Stendal könnten ICE-Züge auf einer reinen Hochgeschwindigkeitsstrecke in weniger als 90 Minuten von Hamburg bis zum Bahnhof Zoo fahren.

DER SPIEGEL 46/1999
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