20.12.1999

FERNSEHENPro Sieben baut um

Die Fernsehgruppe Pro Sieben Media AG baut um - und will von neuen Kooperationen zwischen den Firmen des Hauptaktionärs KirchMedia profitieren. Jüngst wurden die Verträge der Nachrichtenredakteure von Pro Sieben auf den im Januar startenden News-Sender N24 umgewidmet, der innerhalb der großen TV-Familie des Unternehmers Leo Kirch zentrale Dienstleistungen übernehmen soll. Voraussichtlich vom 1. Juli 2000 an sind die Münchner zudem für die Sendeabwicklung des Schwestersenders Sat 1 zuständig, der so Millionen einspart. In Arbeitsgesprächen erörterten Kirchs TV-Manager des Weiteren, dass die Zahl von Eigenproduktionen bei Pro Sieben aus Kostengründen künftig sinken soll. Bei Serien wie "Mallorca" oder auch teuren TV-Movies wie "Die Straßen von Berlin" hatte der Kanal viel Geld ausgegeben, künftig soll er vorwiegend als Abspielstätte für amerikanische Serien und Filme sowie für Live-Talkshows vor allem Jüngere ansprechen; der Familiensender Sat 1 bietet verstärkt Fernsehpremieren. Für den geplanten Verbund aus fünf Sendern (Sat 1, Pro Sieben, Kabel 1, N24, DSF) planen Kirch-Manager eine Doppelspitze mit dem Sat-1-Chef Fred Kogel (Programm) und dem designierten Pro-Sieben-Boss Urs Rohner (Verwaltung), sickerte aus den Gesprächen durch. Das könne er "nicht bestätigen", erklärt ein Pro-Sieben-Sprecher, bisher sei es um "Synergiepotenziale primär im technischen Bereich" gegangen.

DER SPIEGEL 51/1999
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