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Wer kennt das Problem nicht: Geldbündel zugesteckt bekommen und den Einzahlungsbeleg verlegt, Raffinerie verkauft, aber keine Ahnung mehr, warum? Die Traditionsmarke Leitz, deren Name so manchen verschollenen Aktenordner ziert, schafft Abhilfe: ein Klebe-Etikett mit Antennenspule und "Transponder"-Chip. Sind die Dienstzimmer einer Behörde erst mit den nötigen Funkstationen ausgerüstet, reduziert sich die Aktensuche auf einen Knopfdruck. Die intelligenten Schreibtische senden ein Signal aus, alle Chips in der Umgebung antworten, ebenfalls per Funk, mit ihrer individuellen Identifikationsnummer. Eine Datenbank verknüpft Chipnummer mit Akteninhalt und Installationsort der Funkstation, und schon erscheint auf dem Bildschirm etwa: "Leuna-Akte im Altpapierlager neben dem Schredder."


DER SPIEGEL 5/2000
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