29.05.2000

FERNSEHENTrend zur Familie

Leo Kirch macht Druck: Bereits in den nächsten vier Wochen will der Münchner Unternehmer die Fernsehsender Pro Sieben, Kabel 1, N24 und Sat 1, an denen er beteiligt ist, zu einer schlagkräftigen TV-Familie zusammenfassen. Die so erzielbaren wirtschaftlichen Spareffekte sollen im Herbst zum Tragen kommen. Letztes Hindernis: Eine Einigung mit der Verlegerin Friede Springer über den gemeinsamen Kanal Sat 1 steht aus. Die Bewertung des Senders ist in groben Zügen bereits abgeschlossen, dabei taxieren die Wirtschaftsprüfer von Arthur Andersen den Firmenwert auf rund 3 Milliarden Mark. Springers 41-Prozent-Anteil an Sat 1 wäre somit rund 1,2 Milliarden Mark wert. Kirch drängt auf eine Entscheidung: Springer soll entweder aussteigen oder den Sat-1-Besitz gegen ein Aktienpaket von rund 20 Prozent an der Pro Sieben Media AG eintauschen. Die von Vorstandschef Urs Rohner gelenkte Börsenfirma soll zur Holding des Free-TV-Verbundes werden. Das Kölner Handelshaus Rewe, Mitaktionär bei Pro Sieben, hat bereits signalisiert, dass es mitmachen will.

DER SPIEGEL 22/2000
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FERNSEHEN:
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