05.02.2001

MAZEDONIEN

Watergate auf dem Balkan

Eine Abhöraffäre bringt die Regierung Georgievski in Bedrängnis. Hunderte von Personen sollen bei ihren Privatgesprächen bespitzelt worden sein - darunter Journalisten, Richter, Geschäftsleute, Politiker und sogar Präsident Boris Trajkovski. Ein Teil des Abhörmaterials wurde der Opposition zugespielt. Diese beschuldigt nun Premier Ljubco Georgievski, bei den Wahlen im November 1998 nur dank der Lauschangriffe gewonnen zu haben. Die Ermittlungen offenbarten bislang unbekannte Details: Neben der Polizei besitzen auch Armee und Opposition hochmoderne Abhörsysteme israelischer Herkunft. Sie sind ein Geschenk der CIA und des kroatischen Geheimdienstes und sollten westlichen Geheimdiensten Zusatzinformationen über die Vorgänge in Albanien, Kosovo und Serbien liefern. Eine Verbindung mit dem israelischen Geheimdienst Mossad, so vermutet die mazedonische Presse, sollte wohl die Aktivitäten islamischer Extremisten in der Region aufdecken.


DER SPIEGEL 6/2001
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