12.03.2001

RECHERCHEUREDer Nazi und die frisierte Wahrheit

Es war die Geschichte einer unmöglichen Verwandlung. Vom KZ-Mörder in Treblinka zum Juden nach dem Krieg. Doch alles spricht dafür, dass der unglaubliche Stoff, aus dem der Investigativ-Journalist Egmont R. Koch einen ARD-Film machte, auf einem Phantasiegebäude fußt.
Tolle Story: Ein KZ-Mörder tarnt sich nach Kriegsende als Jude, lässt sich beschneiden, heiratet als wohlhabender Geschäftsmann eine Jüdin und outet sich kurz vor seinem Tod - den Plot hatte sich Edgar Hilsenrath für sein Buch "Der Nazi & der Friseur" ausgedacht.
Eine noch tollere Story: KZ-Mörder tarnt sich nach Kriegsende als Jude, wird beschnitten, arbeitet als Spion für die Amerikaner, hat in der Bundesrepublik Kontakt zu einer Organisation von Altnazis, heiratet eine Jüdin, deren Angehörige in Auschwitz ermordet wurden - und outet sich kurz vor seinem Tod.
Hilsenraths fiktive, 1971 erschienene Geschichte von Max Schulz alias Itzig Finkelstein erfuhr Anfang dieses Jahres eine Art Remake. Der Filmemacher und Autor Egmont R. Koch, ein Recherche-Profi, bekannt durch Enthüllungen über Waffenschiebereien oder das Seveso-Gift, präsentierte in der ARD zu bester Sendezeit ein 45-minütiges Doku-Drama. Titel: "Wagners Geständnis - wie sich ein KZ-Mörder als Jude tarnte".
Schöner Erfolg, nicht nur im Fernsehen. Quer durch Europa, von der "Times" in London über die "Salzburger Nachrichten" bis zum Berliner "Tagesspiegel" berichteten Zeitungen. Koch selbst beschrieb den "falschen Juden" im Magazin der "Süddeutschen Zeitung" und erst am vorvergangenen Sonntag in der Wiener "Neuen Kronen Zeitung". "Eine schrecklich wahre Geschichte", resümierte die "Frankfurter Allgemeine" unter der Zeile "Eichmanns kleiner Bruder".
Eichmann? Schrecklich? Wahr? Kochs angeblicher KZ-Mörder, dem er nach eigener Aussage zwei Jahre lang hinterherermittelte, war ganz offensichtlich ein Phantast und Lügenbold. Dessen Leben, auf Tonband gesprochen und auch schriftlich in Kurzform zu Protokoll gegeben, schien so eindringlich, dass sich Koch von der unglaublichen Geschichte blenden ließ.
Wo Fakten nicht so recht passten, erging sich der Autor in Vermutungen - oder er unterließ es, das vorhandene, einschlägige Quellenmaterial zu sichten. Und wo ihm Zweifel hätten kommen müssen, entschied sich Koch für schaurige Darstellungen im Indikativ. Schließlich gebe es "kein plausibles Motiv", sich selbst so massiv zu belasten - es sei denn, der Mann sei wirklich ein Täter.
Doch es ist höchst unwahrscheinlich, dass der Mann, wie er behauptete, Aufseher im Vernichtungs- oder im Zwangsarbeiterlager Treblinka war, wo insgesamt fast eine Million Menschen ermordet wurden. In keinem Aktenstück der vier Treblinka-Verfahren in Düsseldorf und in Wien taucht sein Name auf. Er nannte Personen, die es nicht gab, und er schilderte Ereignisse, die so nie stattfanden.
Rückblende. Venezuelas Hauptstadt Caracas, August 1988. Hier lebt zusammen mit seiner jüdischen Ehefrau der deutschstämmige Hans-Georg Wagner, seinen Papieren zufolge am 1. März 1908 in Breslau geboren. Wagner, angeblich ein Halbjude, ist Mitglied der jüdischen Gemeinde in der Millionenstadt. Als Ingenieur berät er einen Rüstungsbetrieb, der auch Kontakte zu einem deutschen Unternehmen pflegt.
Als der Verdacht aufkommt, dass er die Firma um zehn Millionen US-Dollar betrügen wollte, greifen ihn sich Beamte der Geheimpolizei. Aus Frankfurt rücken umgehend zwei Privatdetektive an - ein Ex-Polizist und der frühere Nachrichtendienstler Klaus-Dieter Matschke.
Matschke hat bereits in Deutschland Wagners Daten überprüfen lassen, Ergeb-
nis: Sie sind gefälscht. Stundenlang befragen die beiden den Verdächtigen, Kochs Film stellt die Szenen Thrillerähnlich nach: verschwitzte Gesichter, Schwaden von Zigarettenrauch, ein Tonband, das sich bedeutungsschwanger dreht, die verzerrte Stimme eines alten, müden Mannes.
Wagner eiert herum, und Matschke platzt der Kragen. "Jetzt reicht''s, Name, Dienstgrad, PK-Nummer, letzte Truppenverwendung!"
Plötzlich, "ich wurde völlig überrascht" (Matschke), bricht Wagner ein. Er heiße gar nicht Wagner, sondern Reimer, Hans-Georg Friedrich Reimer, geboren am 1. März 1918 in Dresden. Und Reimer alias Wagner legt auf einmal Beichte ab über ein "bizarr verworrenes Schicksal" ("Berliner Zeitung").
Er sei Oberscharführer bei der SS gewesen und habe ab 1943 als Aufseher im KZ Treblinka gearbeitet, "1. Totenkopfdivision, 3. Kompanie, 2. Zug". Im "Februar/März 1944" habe es einen Aufstand im Lager gegeben, "vier Tage lang". Auf Befehl des SS-Gruppenführers Eicke seien nach der Revolte 630 Häftlinge erschossen worden, er selbst habe die Hinrichtung von 110 Menschen befehligt: "Zehn Mann in einer Reihe, bis sie alle weg waren."
Im November 1944 sei er aus Treblinka geflohen, "zunächst bis Breslau". Dort habe er sich einer Infantrieeinheit angeschlossen, welche die Order gehabt habe, "fahnenflüchtige Kameraden zu liquidieren" oder sie Standgerichten auszuliefern. Auch habe sie "Flüchtlinge aus Häusern geholt und der Gestapo übergeben".
Bewegt geht es weiter in Wagners Erzählungen. Kriegsgefangenschaft in den USA, Mitarbeit beim Geheimdienst unter neuer Identität als Jude ("Hans-Georg Wagner"), um "im Zuge der Entnazifizierung" Informationen "über untergetauchte Nazis zu sammeln", behauptet Koch in seinem Film. Als Honorar habe Wagner beim Abschied aus dem Geheimdienst 2000 US-Dollar kassiert - um die Währungsreform 1948 herum, als jeder Deutsche zuerst gerade mal 40 Mark in die Hand gedrückt bekam.
Bis in die siebziger Jahre hinein, komplettiert Wagner, habe er Kontakt zu zwei hochrangigen Altnazis gepflegt, den Drahtziehern der "Vereinigung ehemaliger SS-Angehöriger". Wagner meint wohl "Odessa", den mysteriös gebliebenen SS-Unterstützerverein.
Zwölf Stunden lang drehen sich die Tonbänder, am 28. August 1988 unterschreibt Reimer alias Wagner eine dreiseitige "Erklärung", die Zusammenfassung des Geständnisses. Die Privatdetektive schicken ihn nach Hause. Kurz danach ist der Mann tot - "er starb vermutlich von eigener Hand", so Autor Koch.
Schnitt. Wie viele SS-Angehörige den Namen Reimer trugen, ist nicht gesichert. Mindestens drei jedoch haben Spuren hinterlassen. Den einen erwähnt Eugen Kogon in seinem Klassiker "Der SS-Staat", aber dieser Reimer war in Buchenwald stationiert. Ein anderer gehörte, am 1. Dezember 1944, als niedrige Charge dem Berliner SS-Hauptamt an. Der dritte schließlich schob als ukrainischer Freiwilliger im SS-Ausbildungslager Trawniki Dienst und wanderte später in die USA aus. Derzeit ist ein Verfahren gegen ihn anhängig, möglicherweise wird er ausgewiesen.
Nach seiner Rückkehr suchte Matschke in den einschlägigen deutschen Archiven mit Wagners Angaben nach Reimer, erstes Ergebnis: Fehlanzeige. Als er aber das angegebene Geburtsdatum - 1. März 1918 - überprüfen ließ, landete Matschke einen Treffer: Hinter diesen Angaben verbarg sich ein Reinemer, Vorname Günter.
Reimer, Reinemer - im Koch-Film schildert der Augen- und Ohrenzeuge Matschke knapp das Coming-out des Deutschen, und ihm ist anzumerken, dass ihm die Worte nicht so leicht über die Lippen kommen: "Er sagte, ich heiße Reinemer."
Dies nun hatte Wagner nicht gesagt. Nachlässigkeit? Eher nicht. Fauxpas? Wohl kaum. Manipulation? Fest steht: Hätte Matschke den Namen Reimer erwähnt, wäre die Geschichte kaum noch zu erzählen gewesen - weil es mehr Fragen als Antworten gegeben hätte.
Dass sich hinter Wagner jener Reinemer verbarg, steht für Koch "außer Frage". Tatsächlich spricht dafür, dass sowohl das von ihm genannte Geburtsdatum als auch die Angaben zu den Eltern stimmten - sogar der Mädchenname seiner Mutter.
Schnitt. Reinemer, der Tischler lernte, war von 1932 bis 1936 Mitglied der Hitlerjugend in Dresden, fast zeitgleich amtierte er als Ortsjugendverwalter der Deutschen Arbeitsfront. Mit 18 verdingte er sich als Staffelanwärter bei der SS - erste Verwendung: der Totenkopf-Sturmbann "Elbe", der damals die Wachmannschaft des Konzentrationslagers Lichtenburg zwischen Torgau und Wittenberg stellte.
Mit Datum vom 19. Mai 1937 wird er förmlich in die SS aufgenommen. Aber noch im gleichen Monat ist Schluss. "Mit Schande" wurde Reinemer entlassen, "Grund: Abgabe einer falschen Schuldenerklärung".
Mehr geben die einschlägigen Dokumente über eine SS-Laufbahn Reinemers nicht her. Aktenkundig wird er erst wieder im Frühjahr 1941 - diesmal als einfacher Soldat eines Infanterieersatzbataillons, der im Lazarett gepflegt wurde. Diagnosen: Ekzem am Fuß, "Lymphdrüsenentzündung a. d. li. Leiste". Viermal noch lag er 1941 darnieder, zuletzt Ende des Jahres in Prag. Befund hier, unter anderem: Bruch eines Mittelfußknochens, "Epilepsie", "Herzneurose".
Nach Prag blieb das "Chamäleon" (Koch) erst einmal ein Aktenphantom - bis zum 26. Februar 1943. An jenem Tag meldete er sich, zugezogen aus Gorden in der Niederlausitz, wo er mit einer Hildegard verheiratet war und zwei Kinder hatte, ohne Familie in Hamburg an, Anschrift Alstertwiete 32 E. Ende August verzog er "unbekannt",
seine neue Adresse ab dem 4. Oktober 1943 lautete: Harburg, Eißendorfer Straße 57.
Vom 25. Januar bis zum 19. März 1944, so belegt es ein im Hamburger Staatsarchiv aufbewahrtes Dokument, war er offiziell im Lager Dammtor zwischen Alster und St. Pauli gemeldet - ob als Insasse, Aufseher oder Arbeiter ist nicht zu klären. Danach, vom 19. März bis zum 1. November, lebte er in einem Wohnheim der Deutschen Arbeitsfront am Mittelweg.
Über das auf dem heutigen Messegelände gelegene Lager Dammtor, das zeitweise Tausende Menschen aus mindestens neun Nationen aufnahm, ist nur wenig bekannt. Doch dass Kriegs-Reinemer dort gemeldet war, entlarvt in einem ganz entscheidenden Punkt Nachkriegs-Wagner als Lügner. Reinemer hat sich - laut Staatsarchivakte - genau in jenen Monaten hier aufgehalten, die Wagner als Tatzeitraum für den KZ-Gräuel nannte - nämlich zur Winterzeit "Februar/März 1944".
Autor Koch sagt, Reinemer habe sich schlichtweg vertan. Es sei doch bekannt, dass der Treblinka-Aufstand Anfang August 1943 stattgefunden habe. Richtig. Die Todgeweihten revoltierten am 2. August, an einem Tag, als die "Sonne unerbittlich" brannte, wie sich der Treblinka-Überlebende Richard Glazar in seinem Buch "Die Falle mit dem grünen Zaun" erinnert. Schon die unterschiedlichen Angaben zur Jahreszeit hätten zu denken geben müssen. Entscheidender jedoch ist, dass Reinemer auch Anfang August keinesfalls in Treblinka gewesen sein konnte - weil er an der Alstertwiete 32 E wohnte.
Privatdetektiv Matschke hatte seine Erkenntnisse schon 1989 SPIEGEL-TV offeriert, freilich erfolglos. Die Fernsehredakteure recherchierten im Hamburger Staatsarchiv und entdeckten dabei jenes Dokument, mit dem nachgewiesen werden konnte, dass Reinemer zur fraglichen Zeit in Hamburg gewohnt hatte. Grund genug für eine Absage. Aber auch ohne dieses Schlüsseldokument hätte Wagners Geständnis schon anhand anderer Tatsachen als falsch entlarvt werden können.
So ist es unmöglich, dass der SS-Obergruppenführer Eicke den Befehl gegeben hat, die KZ-Insassen zu ermorden, egal ob im August 1943 oder Februar/März 1944. Theodor Eicke kam bereits am 16. Februar 1943 bei einem Flugzeugabsturz an der Ostfront ums Leben.
Eine 1. Totenkopfdivision hat 1943 nicht existiert, wohl die SS-Panzer-Grenadier-Division "Totenkopf", die als Kampfverband erst an der West- und dann an der Ostfront eingesetzt war. Jene beiden früheren Odessa-Leute, die Wagner in den siebziger Jahren getroffen haben will und von denen einer der "Verbindungsmann ist, der den ganzen Haufen zusammenhält", sind Phantasiefiguren. In den überlieferten "Dienstalterslisten" der SS, für höhere Ränge so gut wie vollständig, findet sich für ihre Namen jedenfalls kein Eintrag.
Damit nicht genug: Kochs Hauptdarsteller will kurzzeitig Kriegsgefangener in einem Camp auf amerikanischem Boden gewesen sein, wie Hunderttausende anderer deutscher Männer auch. Die Wehrmachts-Auskunftsstelle in Berlin, heute Deutsche Dienststelle, ist seit vielen Jahren im Besitz der Gefangenenlisten - ein Reinemer jedoch fehlt.
Die angebliche Prämie von 2000 US-Dollar ist eine Mondsumme. Allan Ryan, der Anfang der achtziger Jahre als Chef des "Office of Special Investigations" Untersuchungen über die Frühzeit der Geheimdienstler im Nachkriegsdeutschland durchführte, kann nur von kleinen Zuwendungen berichten. Die deutschen Spitzel, so Ryan, hätten höchstens ein paar Zigaretten bekommen.
Wagner alias Reinemer hat sein preisgegebenes Wissen irgendwo zusammengeklaubt. Als Autor Koch dessen Witwe Klara in Caracas aufsuchte, präsentierte die ihm allerhand Schund- und Trivialliteratur, auch über die Kriegszeit; und sie sagte über ihren Mann zum Rabbi, er habe in einer "Traumwelt" gelebt und eine "wilde Phantasie" gehabt.
Über sich selbst schrieb Wagner in einem Brief an seine Geliebte, er "lüge mehr", als die Wahrheit zu sagen. Vielleicht hat er Hilsenraths Werk "Der Nazi & der Friseur" gelesen und für sich selbst die Wahrheit nach diesem Muster frisiert. Vielleicht hat ihm auch Aron C., einer der ganz wenigen Treblinka-Überlebenden, von seinem Schicksal erzählt; beide wohnten in San Bernardino, einem jüdisch geprägten Viertel von Caracas, und haben sich wahrscheinlich gekannt.
Koch ist "nach umfangreicher Überprüfung aller ... Fakten" überzeugt davon, dass Wagner alias Reinemer "in allen wesentlichen Punkten die Wahrheit" sagte. Er habe "sehr viele korrekte Angaben" gemacht, deshalb komme dem Geständnis "eine hohe Glaubwürdigkeit" zu. Dies klingt schon nicht mehr ganz so apodiktisch.
In einem hat der Autor Recht. Ein "plausibles Motiv" für die Selbstbezichtigung liegt nicht auf der Hand. Oder doch? Einem Freund hatte Wagner anvertraut, dass er eigentlich die "ganze polnische Mischpoke" leid war, seine Frau, deren Freunde und Glaubensgenossen. Vielleicht hasste er seine Ehefrau, vielleicht wollte er sie mit dem falschen Geständnis zerstören, jahrelang neben einem KZ-Mörder gelebt zu haben. Vielleicht.
Sicher ist nur eines: Wagner war ein Bigamist, der immer die Enttarnung fürchten musste. Klara, die er 1973 heiratete, hat ihn auf dem jüdischen Friedhof in Caracas beerdigen lassen. Seine Frau Hildegard, von der er nie geschieden wurde, ließ seinen Namen in Gorden auf einen Gedenkstein meißeln - als "Vermissten des Zweiten Weltkriegs".
GEORG BÖNISCH, FELIX KURZ,
MARTIN STAUDINGER, WOLFGANG TIETZE
* Im ARD-Film vom 4. Januar. * Um 1980 in Caracas.
Von Georg Bönisch, Felix Kurz, Martin Staudinger und Wolfgang Tietze

DER SPIEGEL 11/2001
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