14.05.2001

FILMGESCHÄFT

Fehlende Millionen

Vor knapp zwei Jahren stieg der niederländische Erfolgsautor Leon de Winter ("Leo Kaplan") so wagemutig wie frohgemut ins Filmgeschäft ein. Jetzt ist die Finanzierung für vier Filme geplatzt. "Das war ein Schock", sagt de Winter, 47, "wir müssen uns nun nach anderen Geldgebern umsehen." Vorerst ist, für Freitag dieser Woche, ein Gerichtstermin anberaumt: Die Delta Lloyd Bank in Amsterdam, die Ende vorigen Jahres die Zusammenarbeit aufgekündigt hatte, will von de Winter rund 13,5 Millionen Gulden (etwa 12 Millionen Mark) einklagen - dessen Firma wiederum fordert von den Bankern knapp 60 Millionen Gulden. "Das Geld für die Filme war schon zusammen, doch die Bank hat es den Investoren zurückgezahlt", ärgert sich der Schriftsteller und Filmboss. Zusammen mit dem alten Hollywood-Produzenten Eric Pleskow hatte er die europäische Produktionsfirma Pleswin gegründet (SPIEGEL 30/1999). Zwei Filme sind inzwischen produziert worden und sollen im Herbst in die Kinos kommen: "The Hollywood Sign" (nach einem Roman von de Winter, Regie: Sönke Wortmann) und "Men Are Dogs". De Winter denkt schon darüber nach, eine TV-Serie daraus zu machen. "Es ist eine negative Erfahrung, aber eben eine Erfahrung."


DER SPIEGEL 20/2001
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