21.05.2001

PRESSE„Ich gebe mein Bestes“

„Playboy“-Gründer Hugh Hefner, 75, über seine Freundinnen und andere PR-Gags
SPIEGEL: Ihr Unternehmen Playboy Enterprises hat in den USA im vergangenen Jahr 47 Millionen Dollar Verlust gemacht. Sie aber gehen auf Europa-Tour, halten sich sieben Freundinnen und machen München unsicher. Interessiert Sie das Geschäft mit dem Häschen nicht mehr?
Hefner: Ganz im Gegenteil. Was meinen Sie, warum ich das alles mache?
SPIEGEL: Ihr Viagragestütztes Sexualleben ist nur ein PR-Gag?
Hefner: In meinem Fall ist es unmöglich, mein persönliches Leben vom beruflichen zu trennen. Das Unternehmen Playboy war von Anfang an eine Projektion meiner Träume und Phantasien. Irgendwann bin ich dann zur lebenden Verkörperung dieser Idee geworden. Und ich gebe mein Bestes, diese Rolle auszufüllen.
SPIEGEL: Warum schreibt Playboy Enterprises dann Verluste?
Hefner: Ich habe mich in den vergangenen drei Jahren auf die Revitalisierung der Marke konzentriert, heute ist sie heißer denn je. Das Unternehmen, das von meiner Tochter Christie geführt wird, hat das nur noch nicht umgesetzt.
SPIEGEL: Und wie soll die Marke nun wieder Geld verdienen?
Hefner: Wir verbinden das Bunny-Symbol mit neuen Produkten, etwa mit Mode. Gerade haben wir ein Sportwettensystem im Internet gestartet, nächstes Jahr wollen wir in London ein Spielkasino eröffnen.
SPIEGEL: Was sagt Ihre Tochter dazu, dass ihr alter Daddy den Laden noch mal richtig aufmischt, findet sie das gut?
Hefner: Es bleibt ihr nichts anderes übrig. So ist das nun mal. Ich war nie so gut für die Zahlen, für das tägliche Geschäft. Meine Stärke ist das Marketing.

DER SPIEGEL 21/2001
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