02.06.2001

--- S.63 SERIE - TEIL 5 z MISSION IN ENGLANDDER FLUG DES PALADINS

Was wollte Rudolf Heß in England? War es die Wahnsinnstat eines Psychopathen oder der Versuch, den Krieg zwischen den „germanischen Brudervölkern“ zu beenden? Immer noch ist die Rolle des britischen Secret Service undurchsichtig. / VON MANFRED GÖRTEMAKER
Gegen 17.45 Uhr hob die Me 110 vom Flugplatz Haunstetten bei Augsburg ab. Es war Samstag, der 10. Mai 1941. Der Flug führte am Rhein entlang zur holländischen Küste bei Harlingen, weiter über die offene See nach Norden, bis sich der Pilot auf einen aus dem dänischen Kalundborg kommenden Leitstrahl einpeilte, der ihn in westlicher Richtung direkt nach Schottland führte. Ziel: Dungavel House südlich von Glasgow, der Landsitz des Herzogs von Hamilton, eines prominenten Mitglieds des schottischen Hochadels.
Als die Maschine kurz nach 22 Uhr bei Holy Island die englische Ostküste erreichte, wurde sie in etwa 3000 Metern Höhe von den britischen Radarstationen erfasst, die dort wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht waren. Drei "Spitfire"-Jägern gelang es nicht, den Eindringling zu stellen, der sofort abtauchte und mit hoher Geschwindigkeit in Bodennähe landeinwärts entkam.
Allerdings verfehlte der Pilot bei einsetzender Dämmerung auch Dungavel House. Er flog bis zur Westküste, entging ein weiteres Mal einem Abfangjäger, kreuzte noch gut 20 Minuten orientierungslos über schottischem Gebiet, ehe er sich - inzwischen mit beinahe leeren Benzintanks - zum Absprung mit dem Fallschirm entschloss.
Um 23.09 Uhr schlug die Maschine im Bonnyton Moor auf dem Boden auf und explodierte. Eine halbe Stunde später wurde der Pilot, der sich als Hauptmann Alfred Horn ausgab, auf der Floors Farm nördlich des Dorfs Eaglesham von der schottischen Home Guard aufgestöbert und mit vorgehaltener Pistole festgenommen.
Der Flug, dessen Umstände und Hintergründe, blieb bis heute eines der letzten großen Rätsel des Zweiten Weltkrieges. Denn "Hauptmann Horn" war in Wirklichkeit kein Geringerer als Rudolf Heß, der "Stellvertreter des Führers".
Was hatte ihn dazu getrieben, mitten im Krieg in die Höhle des Löwen zu fliegen, wo er mit seiner sofortigen Festnahme zu rechnen hatte? Weshalb war Heß gerade in diesem Moment - sechs Wochen vor Beginn
des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion - zu seinem riskanten Unternehmen aufgebrochen? Welche Angebote hatte er im Gepäck, welche Ziele verfolgte er? Vor allem jedoch: Hatte er aus eigenem Antrieb gehandelt, oder war er im Auftrag Hitlers nach Großbritannien geflogen, um hier - auf welch ungewöhnlichem Weg auch immer - eine diplomatische Mission zu erfüllen?
Über 50 Jahre lang war es praktisch unmöglich, diese Fragen zu beantworten. Insbesondere britische Akten, die zur Wahrheitsfindung hätten beitragen können, waren nicht zugänglich. Manche von ihnen, wie die Unterlagen der britischen Geheimdienste für Spionageabwehr (MI 5) und Auslandsspionage (MI 6), sind immer noch "indefinitely closed". Doch ein Großteil der ursprünglich mit einem Sperrvermerk bis zum Jahre 2018 versehenen Quellen des War Office und des Foreign Office zum "Fall Heß" wurde in den neunziger Jahren von der britischen Regierung freigegeben.
Über 2000 Dokumente mit den Originalprotokollen der Unterredungen, die Heß mit britischen Offiziellen führte, sowie die von ihm selbst verfassten Manuskripte zu seinem Flug können seither im Public Record Office in London eingesehen werden. Lediglich zwei Schriftstücke aus diesem Bestand, die mit dem Fall Heß aber nur indirekt zu tun haben, befinden sich weiterhin unter Verschluss.
James Douglas-Hamilton, der Sohn des Herzogs von Hamilton, den Heß damals aufsuchen wollte, von russischer Seite Walentin Falin sowie der Würzburger Historiker Rainer F. Schmidt haben inzwischen den Sachverhalt aus verschiedenen Perspektiven aufgehellt. Falin konnte dabei auch Unterlagen des sowjetischen Geheimdienstes zum Fall Heß mit dem Codenamen "Schwarze Berta" - der angeblichen Deckbezeichnung von Heß in Münchner und Berliner Homosexuellenkreisen - einsehen. Schmidt wertete nicht nur die neuen britischen Quellen aus, sondern forstete auch alle relevanten deutschen Archive noch einmal systematisch durch, um weitere Erkenntnisse über Heß und seine politischen Absichten zu gewinnen.
BOTSCHAFTER DES FRIEDENS?
Knapp eine Stunde nach seiner unsanften Landung, kurz nach Mitternacht, wurde Heß in das Hauptquartier der Home Guard nach Griffnoch geführt, wo es zu einem ersten improvisierten Verhör kam. Heß schilderte zunächst seinen Flug von Augsburg nach Eaglesham und verlangte dann, unverzüglich zum Herzog von Hamilton geleitet zu werden, den er 1936 während der Olympischen Spiele in Berlin getroffen habe und dem er nun eine wichtige Botschaft überbringen wolle.
Hamilton, seit Kriegsbeginn als Oberstleutnant bei der Royal Air Force in Turnhouse westlich von Edinburgh, erhielt die Nachricht gegen zwei Uhr morgens. Acht Stunden später saß er Heß in den Maryhill Barracks im Nordwesten Glasgows gegenüber, wohin der Stellvertreter des "Führers" gebracht worden war. Zuvor hatte der Herzog kurz die Gegenstände inspiziert, die Heß bei seinem Flug mit sich geführt hatte: eine Leica-Kamera, eine Landkarte mit der genauen Lage von Dungavel, medizinische Präparate, Fotos von ihm und seinem Sohn sowie Visitenkarten von Karl und Albrecht Haushofer. Die Unterredung unter vier Augen dauerte knapp eine Stunde.
Dem Bericht zufolge, den Hamilton anschließend verfasste, erklärte Heß während des Gesprächs, er befinde sich auf einer "Mission der Humanität". Der "Führer" wolle England nicht besiegen und wünsche ein Ende des Kampfes. Zwar sei er überzeugt, dass Deutschland den Krieg gewinnen werde, aber er wolle unnötiges Blutvergießen vermeiden. Die Tatsache, dass er persönlich nach England gekommen sei, so Heß, beweise die Ernsthaftigkeit der deutschen Bereitschaft zum Frieden. Hamilton möge die führenden Mitglieder seiner Partei zusammenrufen, "um Friedensvorschläge zu unterbreiten".
Wie es schien, befand sich Heß im sicheren Glauben, der Herzog habe nur auf das Signal seiner Ankunft gewartet, um als Vertreter der Appeasement-Fraktion der Konservativen Partei sofort in Friedensverhandlungen mit Deutschland einzutreten. Vielleicht hoffte Heß sogar, selbst die Verhandlungen an Ort und Stelle führen zu können. Doch Hamilton wandte sich nach seinem Gespräch mit Heß nicht an Lord Halifax oder Neville Chamberlain, sondern reiste nach Ditchley Hall in Oxfordshire, dem Aufenthaltsort Winston Churchills.
Drei Stunden lang erörterte er mit dem Premierminister die Einzelheiten des seltsamen Ankömmlings und seiner Aussagen. Am Ende war man sich zwar einig, dass der Anlass für den Flug die Unterbreitung eines Friedensangebots sei. Aber Churchill wie auch Außenminister Anthony Eden und der zuständige Unterstaatssekretär Sir Alexander Cadogan erkannten darin zugleich einen Beweis für das deutsche Unvermögen, England zu besiegen. Sie beschlossen daher, Heß für die britische Politik zu nutzen, auch wenn ihnen zunächst unklar war, wie dies geschehen könne.
Als das Kommuniqué über die Ankunft von Heß in Schottland am 12. Mai gegen 23.20 Uhr vor in- und ausländischen Vertretern von Presse und Rundfunk verkündet wurde, suchte man darin jedenfalls vergebens einen Hinweis auf die Beweggründe von Heß oder die Inhalte seiner Initiative. Die Öffentlichkeit wurde bewusst im Dunkeln gelassen.
In Deutschland meldete der Rundfunk das Verschwinden von Heß am 12. Mai gegen 21 Uhr, mehr als 48 Stunden nach dessen Start. Er habe sich, hieß es lakonisch, trotz "einer seit Jahren fortschreitenden Krankheit", auf Grund deren es ihm vom "Führer" verboten worden sei, sich noch fliegerisch zu betätigen, in den Besitz eines Flugzeugs gebracht und sei zu einem Flug gestartet, "von dem er bis zum heutigen Tage nicht mehr zurückgekehrt ist". Ein zurückgelassener Brief zeige "in seiner Verworrenheit leider die Spuren einer geistigen Zerrüttung, die befürchten lässt, dass Parteigenosse Heß das Opfer von Wahnvorstellungen wurde".
Die Tatsache, dass die deutsche Führung zwei Tage verstreichen ließ, ehe sie sich in dieser Form vom Stellvertreter des "Führers" distanzierte, ist immer wieder als Beleg angeführt worden, Hitler habe von der Aktion gewusst, sie womöglich selbst angeordnet. Doch in Wirklichkeit war die verspätete öffentliche Reaktion ein Zeichen schierer Hilflosigkeit.
Hitler hatte von dem Flug erst um die Mittagszeit des 11. Mai durch ein Schreiben von Heß erfahren, das ihm im Empfangszimmer des Berghofs von Fliegergeneral Karl-Heinz Pintsch übergeben wurde. Es begann mit den Worten: "Mein Führer, wenn Sie diesen Brief erhalten, bin ich in England." Hitler war entsetzt: "Um Gottes willen! Um Gottes willen! Der ist da rübergeflogen!" Danach rief er Hermann Göring an, den er in der Nähe von Nürnberg erreichte: "Kommen Sie sofort hierher. Es ist etwas Furchtbares geschehen."
In seinem Brief, der nicht im Original erhalten blieb, sondern aus der Erinnerung aus dem Heß-Umfeld rekonstruiert wurde, schilderte Heß in allen Einzelheiten die Vorbereitung des Unternehmens und legte seine Motive dar. Nicht der Gedanke an
Flucht oder gar ein Gefühl der Feigheit oder
Schwäche hätte ihn dazu gebracht, das Un-
ternehmen zu wagen, sondern der "ernsthafte Versuch ... auf dem Verhandlungswege den Krieg zu beenden". Da alle Versuche, mit den Mitteln der traditionellen Diplomatie eine deutsch-britische Allianz zu Stande zu bringen, gescheitert seien, könne ein Bündnis nur durch die "außerordentliche persönliche Initiative eines Einzelnen" erreicht werden. Ein solches Bündnis aber sei notwendig, um den Krieg der "germanischen Brudervölker" zu beenden, der in England wie in Deutschland die "beste Volkssubstanz" vernichte und dem "Weltbolschewismus" zum Sieg verhelfe.
Am Nachmittag des 13. Mai wurde der Brief von Parteikanzleichef Martin Bormann vor den versammelten Gau- und Reichsleitern der NSDAP auf dem Berghof verlesen. Joseph Goebbels notierte danach in sein Tagebuch: "... ein wirres Durcheinander, primanerhafter Dilettantismus, er wolle nach England, ihm seine aussichtslose Lage klarmachen, durch Lord Hamilton in Schottland die Regierung Churchill stürzen und dann Frieden machen ... Dass Churchill ihn gleich verhaften lassen würde, hat er dabei leider übersehen. Es ist zu blödsinnig. So ein Narr war der nächste Mann nach dem Führer."
Hitler tobte, dieser Tag sei einer der schwärzesten seines politischen Lebens, und sprach von einem "beispiellosen Vertrauensbruch". Sein eigener Stellvertreter habe "in der Stunde schwerster Entscheidungen seinen Platz verlassen, um, einer romantischen Idee folgend, eigene Politik zu machen". Wie solle die Wehrmacht "härtestem Gesetz Folge leisten, wenn die politische Führung in ihrer Spitze Insubordination vorexerziert".
Freilich hatten die Nazis zunächst noch gehofft, Heß habe England gar nicht erreicht, sei dort von der britischen Luftverteidigung abgeschossen worden oder spätestens beim Landungsversuch im Dunkeln verunglückt. Doch wenn Heß wirklich hinkomme, hatte Hitler am Nachmittag des 11. Mai - umringt von Ernst Udet, Göring, Ribbentrop, Martin Bormann und Karl Heinrich Bodenschatz - erklärt, "ganz gleich, was er dort sagt, stellen Sie sich vor, Churchill hat Heß in der Hand. Was für ein Wahnsinn ist das, was Heß hier gemacht hat, ein politischer Wahnsinn!"
Als die Nachricht von Heß'' Festnahme eintraf, herrschte auf dem Berghof regelrechte Panik. "Welch ein Anblick für die Welt: ein geistig Zerrütteter zweiter Mann nach dem Führer", hatte Goebbels in böser Vorahnung vermerkt: "Grauenhaft und
unausdenkbar. Jetzt heißt es, Zähne zusammenbeißen." Außenminister Joachim
von Ribbentrop erklärte, es sei "höchste Zeit, etwas zu machen", um die Initiative zurückzugewinnen. In den Berichten des Sicherheitsdienstes (SD) war von "großer Bestürzung" und "tiefer Niedergeschlagenheit" in der Bevölkerung die Rede.
Offenbar ließ sich die deutsche Öffentlichkeit nur schwer überzeugen, dass der Stellvertreter des "Führers" plötzlich geisteskrank geworden sei. Eine Vertrauenskrise des Regimes deutete sich an. Wilde Gerüchte kursierten: Von einem möglichen Selbstmord war die Rede, um Heß'' Verschwinden zu erklären, auch von einer raffiniert inszenierten "deutschen Falle", in die Hitler die Engländer tappen lassen wolle und für die der "Führer" seinen "Hagen der Partei", wie Heß sich selbst gern nannte, bedenkenlos geopfert habe.
KANÄLE NACH ENGLAND
In Wirklichkeit war Heß weder ein "Sendbote" des "Führers" noch ein verräterischer Schurke, als er nach Schottland flog. Er war aber auch nicht geistig verwirrt, sondern allenfalls naiv. Seinen Flug jedenfalls hatte er sorgfältig geplant und lange vorbereitet.
Dessen Vorgeschichte begann, als Hitler - wie Heß sich während seiner Nachkriegshaft in Nürnberg erinnerte - schon im Lauf des Feldzugs gegen Frankreich 1940 an eine "echte Verständigung" mit England dachte. Sie sollte auf zwei Bedingungen basieren: einer genauen Festlegung der beiderseitigen Einflusssphären, um weitere Konflikte zu vermeiden, und der Rückgabe der Kolonien an Deutschland, die nach dem Ersten Weltkrieg verloren gegangen waren.
Doch wie ließ sich ein solcher Ausgleich einfädeln? Heß selbst besaß kaum genügend außenpolitische Erfahrung. Der Unterstaatssekretär im amerikanischen State Department, Sumner Welles, der im Frühjahr 1940 in Berlin mit ihm zusammentraf, beschrieb ihn als Mann mit "äußerst geringer Intelligenz", der Hitler gegenüber eine "hündische Verehrung" an den Tag legte.
Allerdings wurde Heß über einen Angestellten der US-Botschaft in London, der offenbar im Sold deutscher Geheimdienstler stand, bis zum Frühjahr 1940 regelmäßig mit Informationen über alle von Botschafter Joseph Kennedy an Präsident Franklin D. Roosevelt übermittelten Depeschen zur britischen Politik versorgt. Außerdem besaß er seit 1934 auf Grund einer Vermittlung durch den Chef des Außenpolitischen Amtes der NSDAP, Alfred Rosenberg, Verbindung zu konservativen und angeblich deutschfreundlichen Kreisen im britischen Luftwaffenministerium.
Die Informationen, die Heß über diese Kanäle empfing, bestärkten ihn in der Hoffnung, dass es eine bedeutende innerbritische Opposition gegen Churchill gab. Es bedurfte nur noch auf deutscher Seite einer Persönlichkeit, die genügend außenpolitisches Format besaß, um auf eine mögliche britische Friedensbereitschaft angemessen reagieren, sie vielleicht sogar selbst befördern zu können.
Dieser Mann, meinte Heß, sei Albrecht Haushofer, der anglophile älteste Sohn von Karl Haushofer, dem renommierten Professor für Geopolitik an der Münchner Universität, den Heß im April 1919 kennen gelernt hatte und der seither für ihn nicht nur geistiger Mentor, sondern auch eine Art "Vater-Ersatz" war. Albrecht Haushofer galt zwar als "jüdischer Mischling zweiten Grades", da sein Großvater mütterlicherseits, Georg Ludwig Mayer-Doss, ein "Volljude" war. Das hinderte Heß jedoch nicht, seine schützende Hand über die Haushofers zu halten und für Albrecht im August 1933 einen Schutzbrief auszustellen, der ihm zu einer Dozentenstelle für politische Geografie an der Berliner Hochschule für Politik verhalf.
In den dreißiger Jahren reiste Albrecht Haushofer allein 14-mal auf Bitten von Heß und Ribbentrop nach England und übernahm wiederholt in geheimem Auftrag heikle diplomatische Missionen, etwa in Polen, Danzig, im Sudetenland und in Prag. Bei der Formulierung des Münchner Abkommens vom September 1938 wurde er als geografischer Sachverständiger hinzugezogen. Gegenüber dem nationalsozialistischen Regime bewahrte er sich dennoch - anders als sein Vater - kritische Distanz. Am Ende landete er sogar beim Widerstand gegen Hitler und wurde dafür noch in den letzten Kriegstagen, am 23. April 1945, von einem SS-Kommando in der Nähe des Gefängnisses Moabit ermordet.
Von Heß trennten ihn somit Welten, aber er besaß in England genau jene Verbindungen, die der benötigte, darunter zu manchen Appeasement-Politikern, die einen Ausgleich mit Deutschland anstrebten, um England den kostspieligen Krieg zu ersparen. Neben Lord Halifax zählten dazu vor allem der britische Botschafter in Madrid, Sir Samuel Hoare, sowie Douglas Douglas-Hamilton, der Marquess von Douglas und Clydesdale, der 1940 nach dem Tode seines Vaters als 14. Herzog von Hamilton und 11. Herzog von Brandon seinen Sitz im Oberhaus einnahm.
"Douglo", wie Albrecht Haushofer ihn freundschaftlich nannte, besuchte den Deutschen in München und auf dem Hartschimmelhof, dem Anwesen der Haushofers; umgekehrt war Albrecht Haushofer mehrfach zu Gast in Dungavel. Am 6. Oktober 1939, als Hitler nach dem Ende des Polen-Feldzugs den Westmächten ein erstes Friedensangebot unterbreitete, veröffentlichte die Londoner "Times" einen offenen Brief Hamiltons, in dem es hieß, der Krieg gegen Deutschland werde "falsch und bedeutungslos", sobald "die Bedrohung (Englands) durch eine Aggression wegfällt und das Vertrauen wiederhergestellt ist". Man müsse bereit sein, nach einem "gerechten Ausgleich" zu suchen.
Abschließend prophezeite Hamilton wörtlich: "Wir werden, darauf vertraue ich, den Tag erleben, wenn solch ein versöhnlicher Friede zwischen ehrenhaften Leuten ausgehandelt wird."
Die Worte des schottischen Adligen blieben auch in Deutschland nicht unbemerkt. Sie wurden noch am selben Abend im deutschen Rundfunk verlesen und dürften für Heß wie für Albrecht Haushofer ein wichtiger Grund gewesen sein, Hamilton in ihre Friedensplanungen einzubeziehen.
Nachdem Rudolf Heß sich im Frühsommer 1940 beim Mittagstisch in der Berliner Reichskanzlei von Hitler noch einmal hatte bestätigen lassen, dass dieser an seinen alten Ausgleichs- und Verständigungsideen mit England festhielt, schritt er zur Tat. Am 2. August bat er Albrecht Haushofer in sein Berliner Büro zu einem Gespräch unter vier Augen und stellte ihm die Frage, "ob nicht in England verantwortliche Leute mit genug Weitsicht zu finden" seien. Der Termin war kein Zufall: Einen Tag zuvor hatte Heß vom Auftrag Hitlers an die Militärs erfahren, nicht nur den Luftkrieg gegen England zu verschärfen, sondern auch den Angriff gegen die Sowjetunion vorzubereiten. Die Zeit drängte.
Auch Karl Haushofer gegenüber betonte Heß am 31. August die Notwendigkeit einer unverzüglichen Kontaktaufnahme mit friedensbereiten Kreisen in England und brachte dabei wieder den Herzog von Hamilton ins Gespräch. Haushofer schlug deshalb vor, sich an Mrs. Violet Roberts zu wenden, eine alte Freundin der Familie, die auch Verbindungen zu Hamilton unterhielt. Mrs. Roberts, eine 76-jährige Dame aus Cambridge, hatte sich kurz zuvor brieflich aus Lissabon gemeldet und um ein Rückschreiben an ein Postfach in der portugiesischen Hauptstadt ersucht. Diesen "Schicksalswink", so Karl Haushofer, solle man nutzen, um den Kontakt zu Hamilton herzustellen, den man jetzt - mitten im Krieg - als Offizier der Royal Air Force schließlich nicht einfach aus Feindesland direkt anschreiben konnte, ohne ihn zu gefährden.
So schrieb Albrecht Haushofer am 23. September via Mrs. Roberts an den Herzog von Hamilton ("My Dear Douglo") und bat ihn um eine Begegnung "irgendwo am Rande Europas, vielleicht in Portugal". Dieses Vorgehen hatte er zuvor sorgfältig mit Heß abgestimmt, die Ergebnisse des Gesprächs hielt er in einem geheimen Memorandum mit dem Titel "Gibt es noch Möglichkeiten eines deutsch-englischen Friedens?" unter dem Datum des 15. September fest - wohl auch, um sich gegen jeden Verdacht von Landesverrat abzusichern.
Sein Brief an Hamilton wurde ganz offiziell, über die Kanäle der Auslandsorganisation der NSDAP, nach Lissabon befördert, wo auch die Antwort eingehen sollte. Die Firma, deren Adresse Haushofer angegeben hatte - Minero Silricola Ltd., Rua do Cais de Santarem 32/I, Lisbon, Portugal -, gehörte einem Mitglied der NSDAP-Auslandsorganisation.
EIN BRIEF AN MRS. ROBERTS
Haushofers Brief traf jedoch nie bei Mrs. Roberts ein und erreichte auch Hamilton zunächst nicht. Stattdessen lag er am 2. November auf dem Schreibtisch eines Beamten im Hauptquartier der britischen Zensurbehörde in London. Hamilton erhielt erst am 26. Februar 1941 Kenntnis von der Existenz des Schreibens. Dafür wanderten unverzüglich Kopien an das Foreign Office und die für Spionageabwehr und Gegenspionage zuständige Abteilung MI 5 des britischen Geheimdienstes.
Danach geschah augenscheinlich längere Zeit nichts. Hinweise auf weitere Kontakte in einem Dossier des sowjetischen Geheimdienstes, die 1995 auch von Walentin Falin in seinem Buch "Zweite Front - Die Interessenkonflikte in der Anti-Hitler-Koalition" kolportiert wurden, sind nicht belegt. Eine unmittelbare Verwicklung des Secret Service in die Planung und Durchführung des Heß-Fluges ist deshalb nicht nachweisbar.
Dies hinderte Falin allerdings nicht, die von sowjetischer Seite nach dem Zweiten Weltkrieg immer wieder aufgestellte Behauptung zu wiederholen, Heß habe nicht mit Hamilton, sondern mit dem Secret Service korrespondiert und sei dadurch "nach allen Regeln der Kunst ausmanövriert und nach Schottland gelockt" worden: ein deutsch-britisches Komplott also, um der Sowjetunion zu schaden.
Den britischen Quellen zufolge, die auch von James Douglas-Hamilton in seinem Buch "The Truth About Rudolf Hess" wiedergegeben werden, hörte Haushofer - von Heß konnte in diesem Zusammenhang ohnehin keine Rede sein - aus Lissabon nichts ("Aus L nichts. Es wird wohl auch nichts kommen"). Das war verständlich. Denn in London wurde der seltsame Brief Haushofers vom 23. September, der ohne Absenderangabe und nur mit dem Kürzel "A" unterzeichnet war, mehrfach zwischen der Zensurbehörde, dem MI 5 und dem Foreign Office hin- und hergeschoben.
Je länger die Angelegenheit sich verzögerte, desto schwieriger wurde es, den Brief doch noch zuzustellen. Nicht ohne Humor bemerkte ein Beamter des Außenministeriums in einer Notiz vom 4. Dezember 1940 an das MI 5, der Herzog von Hamilton werde sich "totlachen, wenn er im Dezember einen Brief erhält, der am 23. September an ihn adressiert war". So blieb der Brief liegen, bis Hamilton in das Luftwaffenministerium im Houghton House gebeten wurde, wo man ihm Mitte März 1941 zu seiner größten Überraschung den Brief Haushofers über den Tisch zuschob.
Eine Erörterung der Frage, ob ein Treffen Hamiltons mit Haushofer in Portugal aus britischer Sicht vielleicht doch sinnvoll sein könne, führte zu nichts: Hamilton hegte berechtigte Bedenken, dass ein Eingehen auf den Vorschlag Haushofers mehr als fünf Monate nach Absendung des Briefes aus Deutschland noch glaubwürdig sein könne. Außerdem war ihm nicht wohl bei dem Gedanken, sich gegenüber Albrecht Haushofer als Agent zu verdingen.
Das letzte Schriftstück in dieser Frage, in dem der Herzog in einem Schreiben an Group Captain D. L. Blackford vom Luftwaffenministerium noch einmal seine Bedenken darlegte, datiert vom 10. Mai 1941. Es wurde gerade zu dem Zeitpunkt verfasst, als Heß mit den letzten Vorbereitungen für seinen Flug beschäftigt war oder sich bereits in der Luft befand.
Folgt man den bisher verfügbaren Quellen, hatte der Secret Service demnach gar keine Zeit mehr, sich über Hamilton und Haushofer mit Heß über dessen Flug zu verständigen. Was allerdings im Winter 1940/41 auf geheimdienstlicher Ebene genau geschah und ob es tatsächlich einen umfangreicheren Briefwechsel gab, ist nicht zu klären, solange die Akten des MI 5 und des MI 6 gesperrt sind.
Unstrittig ist dagegen, dass der Secret Service insbesondere über die Agentendrehscheibe Lissabon schon seit 1940 eine systematische Desinformationskampagne betrieb, um bei den Deutschen den Eindruck zu erwecken, dass sich in Großbritannien eine wachsende "Opposition gegen Churchill" herausbilde. Über die deutsche Abwehr und das Reichssicherheitshauptamt sowie den SD erfuhr auch Heß regelmäßig von diesen Gerüchten. Ein Agent in Spanien wusste sogar zu berichten, dass London "noch vor einer deutschen Landung um Frieden bitten" werde.
So lange mochte Heß allerdings nicht warten. Nachdem der Hamilton-Kanal aus seiner Sicht kein Ergebnis gebracht hatte, bat er deshalb Albrecht Haushofer, weitere Möglichkeiten zu erkunden, mit England ins Gespräch zu kommen. Haushofer wandte sich daraufhin an Herbert W. Stahmer, einen seiner ehemaligen Schüler, der inzwischen als Legationssekretär an der deutschen Botschaft in Madrid tätig war. Stahmer vermittelte eine Verbindung zum britischen Botschafter in Spanien, Sir Samuel Hoare, dem Haushofer anbot, eine deutsch-englische Friedenskonferenz auf der Basis des Status quo von 1939 abzuhalten und ein Projekt zur "Neuregelung der Beziehungen zwischen den europäischen Völkern" durchzuführen.
Haushofer spielte dabei zumindest teilweise auch sein eigenes Spiel, indem er - scheinbar im Auftrag von Heß - die Vorstellungen des deutschen Widerstandes bei den Briten bekannt zu machen suchte. Botschafter Hoare ließ sich auf den Kontakt ein und führte - ohne Autorisierung des Foreign Office, aber mit Billigung Churchills - Scheinverhandlungen, die allerdings keine greifbaren Resultate erbrachten, sondern nur dem Ziel dienten, Informationen über die deutschen Absichten zu erhalten.
Auch der dritte diplomatische Friedensfühler, den Heß im Frühjahr 1941 über Albrecht Haushofer ausstreckte, erbrachte nicht das gewünschte Ergebnis. Diesmal führten die verschlungenen Pfade Haushofers in die Schweiz zu Carl Jacob Burckhardt, dem Präsidenten des Internationalen Roten Kreuzes und früheren Hohen Kommissar des Völkerbunds in Danzig. Am 28. April 1941 trafen sie sich zu einem persönlichen Gespräch in Genf. Einer Aufzeichnung Haushofers zufolge deutete Burckhardt, der dies später allerdings stets bestritt, bei der Unterredung immerhin ein "englisches Sachinteresse an den ost- und südosteuropäischen Gebieten (mit Ausnahme Griechenlands)" und an einer "Wiederherstellung der westeuropäischen Staatenwelt" an. Zugleich machte er jedoch deutlich, dass für England ein Frieden mit Hitler unter gar keinen Umständen in Frage komme.
Damit waren die Möglichkeiten Haushofers erschöpft, die gewünschte Verständigung zwischen Deutschland und England zu vermitteln.
Nachdem Hitler am 30. April 1941 den Beginn des Russland-Feldzugs auf den 22. Juni festgesetzt hatte, sah Heß keine andere Möglichkeit mehr, als selbst zu handeln. Mit Hilfe einer Münchner Astrologin, die ihm für eine Auslandsreise im Frühjahr ein günstiges Datum benennen sollte, bestimmte er den 10. Mai als Termin für seinen Flug.
DER MYTHOS HESS
Als Heß unmittelbar nach seiner Ankunft in Schottland festgenommen und inhaftiert wurde, war nicht nur seine Mission bereits im Ansatz gescheitert. Mit dem dramatischen Ende seines Fluges und der anschließenden 46-jährigen Haftzeit, die bis zu seinem Tod am 17. August 1987 im Gefängnis von Spandau andauern sollte, setzte sofort auch die Legendenbildung ein. Was Churchill die "abstruse Tat eines in Wahnideen befangenen Idealisten" nannte, beflügelt noch Generationen später die Phantasie der Menschen auf beiden Seiten des englischen Kanals.
Mochte Oberst Dr. John Rawlings Rees, der nach dem Nürnberger Kriegsverbre-
cherprozess die Berichte und Beobachtungen der mit der Betreuung von Heß befassten britischen Mediziner und Psychiater herausgab, in Heß auch einen paranoiden Charakter erkennen, sahen andere, vor allem nationalistische und rechtskonservative Kreise, in ihm einen "deutschen Märtyrer" oder gar einen "Märtyrer für den Frieden".
Doch Heß taugt weder zum "Märtyrer" noch zum "guten Nationalsozialisten". So sieht es auch Eugene K. Bird, der langjährige amerikanische Kommandant des Gefängnisses von Spandau. Nach unzähligen persönlichen Gesprächen unter vier Augen kommt er zu dem Ergebnis, dass Heß - ein "durchaus intelligenter Mann" mit "einer ungewöhnlichen Selbstdisziplin" - aus rationalem Entschluss nach England geflogen sei: ein Mann, der mitgeholfen habe, den Krieg vorzubereiten, und der vergebens versuchte, durch einen Separatfrieden mit England Hitler den Rücken für seinen Angriff gegen die Sowjetunion frei zu machen und damit den Grundstein für eine dauerhafte Beherrschung des europäischen Kontinents durch die nationalsozialistische Diktatur zu legen.
Nicht Idealismus, sondern berechnendes, wenn auch emotional getrübtes Kalkül bestimmte sein Handeln. Als willfähriges Instrument und Paladin eines Verbrechers wurde er damit selbst zum schuldigen Täter.
Das Leben des Rudolf Heß
26. April 1894
geboren in Alexandria (Ägypten) als Sohn eines dort lebenden deutschen Importkaufmanns
1920
Eintritt in die NSDAP, Mitgliedsnummer 16
8./9. November 1923
Teilnahme an Hitlers Marsch auf die Feldherrnhalle in München, Haft in Landsberg bis Ende 1924
15. Dezember 1932
Leiter der "Politischen Zentralkommission" der NSDAP
21. April 1933
Ernennung zum "Stellvertreter des Führers"
10. Mai 1941
Flug nach Schottland, Gefangennahme
1. Oktober 1946
Verurteilung zu lebenslanger Freiheitsstrafe im Hauptkriegsverbrecherprozess in Nürnberg
18. Juli 1947
Unterbringung im alliierten Militärgefängnis in Berlin-Spandau
17. August 1987
Selbstmord in der Haft
24. August 1987
Beisetzung unter Geheimhaltung, um Demonstrationen von Alt- und Neonazis zu verhindern
"Heß oder nicht Heß - ich sehe mir jetzt die Marx Brothers an."
Winston Churchill in der Nacht zum 12. Mai 1941
"Er hat das Märtyrergewand angezogen und sieht in allem nur einen gegen seine Person gerichteten Angriff."
Generalfeldmarschall Erhard Milch über Heß, 1947
"Nach sowjetischer Meinung sollte es Todesurteile für alle geben. So war es bei uns üblich."
Michail S. Woslenski, sowjetischer Übersetzer beim Nürnberger Prozess, 1946
* Gemälde von 1940. * Im Mai 1941 bei Eaglesham (Schottland). * Bei der Ankunft zur Münchner Konferenz im September 1938, mit Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop (Mitte), Reichsstatthalter Franz von Epp (links, mit Orden), Botschafter Neville Henderson (vorn rechts). * Bei Bauarbeiten zum "Führerhaus" in München (1935). * Mit Hermann Göring, Joachim von Ribbentrop, Wilhelm Keitel (vordere Reihe), Karl Dönitz, Erich Raeder, Baldur von Schirach (hintere Reihe).
Von Manfred Görtemaker

DER SPIEGEL 23/2001
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