24.09.2001

Lieb, nett und niemals böse

Die Attentäter aus Hamburg waren offenbar führende Köpfe bei den Anschlägen in den USA - sie sollen drei der vier Maschinen gesteuert haben. Neue Hinweise führen jetzt zur Hamburg-Connection des Bin-Laden-Finanzchefs, die das BKA schon vergangenes Jahr aufklären wollte.
Die Legenden waren nicht einfach nur gut - gut genug, um Ausländerbehörden und Nachrichtendienste, Professoren und Freunde zu täuschen. Die Legenden waren derart perfekt, dass sogar Brüder, Schwestern, Väter und Mütter daran glaubten.
Beispielsweise Mohammed Atta, 33: Er kam noch 1999 nach Kairo, um sich eine Braut auszusuchen, und diese Braut wartet weiterhin auf seine Heimkehr. Alle paar Wochen rief der Junge von Hamburg aus zu Hause in Giseh bei Kairo an und erzählte seinem Vater, Mohammed Atta senior, dass er gute Zensuren habe. Und an jenem 11. September, daran glaubt der Vater noch immer ganz fest, war sein Sohn natürlich "in Deutschland, wohin er gegangen war, um sein Diplom und den Doktor zu machen".
Oder Siad Dscharrah, 26. Auch seine Eltern dachten immer, dass ihr Sohn brav in Hamburg studiere. Dscharrahs wohlhabender Vater im Libanon überwies jeden Monat 2000 Dollar nach Deutschland, und daheim hängten sich die Eltern stolz ein Schreiben an die Wohnzimmerwand, von dem sie glaubten, es sei ein wichtiges Zeugnis. Es war aber bloß die Immatrikulationsbestätigung.
Der Eifer, mit dem die angeblich so braven Studenten in Deutschland ihr Studium vorantrieben, war die perfekte Tarnung. Nun werden Atta und Dscharrah von der Welt verabscheut, sie werden verdächtigt, als Piloten der Terror-Flugzeuge von Amerika bei den unfassbarsten Anschlägen führende Rollen gespielt zu haben.
Zwar liefen die Ermittlungen Ende vergangener Woche noch auf Hochtouren. Doch offensichtlich ist schon jetzt, dass die grausigen Attentate auch auf deutschem Boden vorbereitet worden sein konnten - Terroristennest Deutschland.
Und immer deutlicher wird, dass die Hamburger Zelle dabei eine führende Rolle spielte: "Believed to be a pilot" (vermutlich ein Pilot), teilte das FBI vergangene Woche dem Bundeskriminalamt (BKA) zu Atta und Dscharrah mit. Die Hamburger Studenten sollen zwei der vier Todesmaschinen gesteuert haben. Und nicht nur die beiden eifrigen Studenten Atta und Dscharrah waren am Terror in den USA beteiligt. Mit Marwan Mohammed al-Schahi, 23, saß nach Vermutungen des FBI auch der dritte aus Deutschland rekrutierte Selbstmord-Attentäter am Steuerknüppel einer Todesmaschine.
Gegen zwei zuvor in Hamburg ansässige Muslime wird weltweit mit aller Macht gefahndet: Said Bahaji, 26, und Ramsi Bin al-Schib, 29, sollen den Attentätern bei der Vorbereitung der Tat geholfen haben.
Brisanter noch: Kontaktleute der Hamburger Terroristen tauchten schon 1998 im Umfeld des in München verhafteten mutmaßlichen Finanzchefs der Bin-Laden-Organisation, Mamduh Mahmud Salim, auf. Den Behörden waren sie seitdem bekannt.
Das BKA hatte der Bundesanwaltschaft deshalb schon im Frühjahr des vergangenen Jahres einen umfassenden Bericht über die Verbindungen der Bin-Laden-Gruppe nach Deutschland vorgelegt, an dem mehr als ein Jahr gearbeitet wurde. Das Amt mahnte, es könne als sicher gelten, dass es in Deutschland noch unbekannte Strukturen gebe, die Anschläge im Ausland verüben könnten. Aber die Bitte, ein Verfahren gegen die Gotteskrieger einzuleiten, lehnten die Strafverfolger aus juristischen Gründen ab, auch ausreichender Tatverdacht bestehe nicht. Zudem schien ihnen der Sachverhalt etwas dünn. Jetzt steht fest: Einer, der auch zu den Hamburgern Kontakt hielt, der Syrer Maun D., 43, wurde schon damals in dem Papier als Verdächtiger genannt.
Noch ein zweiter alter Kunde der Staatsschützer spielt jetzt in den Ermittlungen eine Rolle: der ägyptische Prediger Osama A., 35, Vorsitzender des Islamischen Zentrums Münster e. V. Der Verdächtige, der den Verfassungsschützern als radikaler Prediger gilt, soll über Mittelsmänner Kontakte zu den Selbstmördern aus der Hansestadt gehabt haben.
Seit Mitte vergangener Woche geht die Bundesanwaltschaft der Frage nach, ob er vielleicht einer der geistigen Wegbereiter der Anschläge war.
Dass die deutsche Terrorzelle wirklich nur aus diesen fünf Männern bestand und förmlich aus dem Nichts kam, bezweifeln Ermittler inzwischen immer mehr. Bei einer Durchsuchung im Norden Hamburgs stellten die Fahnder ein Handbuch für einen Jumbojet sicher. Der Wohnungsinhaber, ein leibhaftiger Scheich, wartete schon mit zwei Anwälten auf den Besuch der Staatsmacht.
Teilweise benutzten die jetzt Beschuldigten bis zu fünf Aliasnamen, ohne dass es einer Behörde in Deutschland aufgefallen wäre. Mohamed Atta, der mutmaßliche Pilot der ersten Todesmaschine, besaß drei verschiedene Pässe.
Um die drei Entführer herum haben die Ermittler zudem ein Geflecht aus mehreren Dutzend Verbindungen aufgedeckt, das quer über Deutschland liegt. Unter ihnen sind auch Altbekannte, die in früheren Verfahren als Kontaktpersonen Salims festgestellt worden waren. Der wartet in den USA auf seinen Prozess. Eine weitere Spur führt von der Hamburger Zelle ins Münsterland zu Osama A.
Der Vorsitzende des Islamischen Zentrums Münster. Ihn lässt seit längerem das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beobachten, weil er zum Anhang radikalfundamentalistischer Gruppen aus Ägypten gehören soll, die wiederum enge Verbindungen zu Anhängern Bin Ladens unterhalten.
Die Bundesanwaltschaft, die gegen den Geistlichen in anderen Zusammenhängen wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ermittelt, will zu der neuen Spur nur so viel sagen: Man müsse auch den alten Sachverhalt jetzt "neu bewerten und überprüfen".
Der Arabischlehrer, der 1996 auf dem Frankfurter Flughafen Asyl begehrte und dessen Auslieferung Ägypten wegen eines Mordfalls beantragt hat, gilt nahöstlichen Geheimdienstlern als einer der Kontaktmänner zu Kreisen arabischer Mudschahidin. Ganz offen vertreten die Mitglieder des Islamischen Zentrums ihre Sympathie mit Afghanistan. Die Taliban machen "zu 95 Prozent gute Sachen", tönt etwa Marcel Kraß, nach Osama A. zweiter Vorsitzender des Vereins.
Seit den Anschlägen beobachten Ermittler das Münsteraner Zentrum deshalb mit erhöhter Aufmerksamkeit. Neben möglichen Verbindungen zum Umfeld der Hamburger Attentäter interessieren sich die Fahnder auch für die internationalen Kontakte: So lebte Osama A. laut eigenen Angaben nach seiner Flucht aus Ägypten als Prediger und Lehrer in Pakistan und Jemen - ausgerechnet in jenen Ländern, in denen auch Bin Laden starke Strukturen unterhält. Zeitweilig galt er den ägyptischen Behörden gar als einer der 14 meistgesuchten einheimischen Fundamentalisten. Sein Mandant habe mit der gesamten Szene "nichts zu tun", sagt sein deutscher Anwalt. A. selbst wollte sich nicht äußern.
Obwohl Osama A. als radikal-islamistisch gilt, genießt er den Schutz des deutschen Ausländerrechts: Wegen Mordes und Mordversuchs ist er laut ägyptischen Angaben zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Deutschland verweigert indes die Auslieferung des in erster Instanz anerkannten Asylberechtigten.
A. ist indes nicht der Einzige, um den sich die Sicherheitsbehörden kümmern müssen. Rund hundert in Pakistan oder Afghanistan ausgebildete Gotteskrieger sollen mittlerweile in Deutschland leben, schätzt das BfV. Aber auch die Staatsschützer wissen, dass dies nicht mehr als eine Annahme ist. Ihre vordringliche Aufgabe sehen die Staatsschützer nun darin, so genannte Sleeper aufzuspüren - islamistische Terroristen, die ihr Leben Allah geweiht haben und jederzeit zu Todeskommandos bereit sind. Ob allerdings die Todesflieger vom 11. September schon fanatische Gotteskrieger waren, als sie nach Deutschland kamen, oder ob sie hier für die Anschläge rekrutiert wurden, ist für die Ermittler eine der ungeklärten, doch zentralen Fragen.
Heinz Krisch, Dekan der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, "hat so seine Zweifel, dass Dscharrah zum Töten geschickt wurde". Dafür habe sein Student zu zügig studiert und "sehr hart gearbeitet". Im Winter 1997 fing Dscharrah im Fachbereich Fahrzeugbau und Flugzeugtechnik an, zur Zwischenprüfung fehlte ihm nur noch das Betriebspraktikum. Vorher hatte er im Studienkolleg in Greifswald fließend Deutsch gelernt. "Er hat so viel investiert, Tag und Nacht mit trockensten Formeln gearbeitet - der wollte Ingenieur werden", sagt Krisch.
Dscharrah sei "sehr religiös, aber gleichzeitig offen" gewesen - lange Zeit eine Art Musterexemplar jener Sorte junger Zuwanderer, die spielend zwei Kulturen vereinbaren können. Lieb und nett sei er gewesen, nie böse, und irgendwie passe es, "dass ausgerechnet sein Flugzeug aufs Feld gefallen und nicht angekommen ist". Dscharrah soll am 11. September das entführte Flugzeug gelenkt haben, das bei Pittsburgh abstürzte.
Seine Vermieterin im eher heimeligen Hamburg-Hummelsbüttel erzählt, dass der religiöse Wahn bei Dscharrah dreieinhalb Jahre vor dem Anschlag angefangen habe. Seine Freundin Aysel habe ihr anvertraut: "Der betet jetzt so viel." Zur selben Zeit, im Frühjahr 1998, ließ Dscharrah sich auch einen Bart wachsen.
1999 zog Dscharrah zu seiner Freundin, die inzwischen in Bochum Medizin studierte. Einige Zeit später erreichte die ehemalige Vermieterin ein Anruf: Er wolle sich in Amerika zum Piloten ausbilden lassen, teilte er der überraschten Frau mit.
In Bochum, wo er in einem Studentenwohnheim an der Stiepeler Straße wohnte, gab Dscharrah nun selbst seiner Freundin Aysel Rätsel auf. Einmal meldete Aysel ihren Freund bei der Polizei als vermisst, er sei einige Zeit spurlos verschwunden gewesen. Wo ihr Freund damals war, ist bis heute ungeklärt.
Zuletzt habe es öfter Streit mit Aysel gegegeben, erzählt eine Freundin: Dscharrah habe von ihr verlangt, dass sie nicht nur Schleier trage, sondern auch ihre Hände mit Handschuhen bedecke, damit niemand ihre nackte Haut sehen könne.
Mit seiner Vermieterin hat Dscharrah zuletzt vor einem Vierteljahr gesprochen. Aus Amerika habe er sie angerufen. Ob er jetzt auch ein großes Flugzeug fliegen könne, habe sie ihn gefragt. "Ja", habe er gesagt, "einen Airbus kann ich fliegen."
Hätten die Ermittler einen solchen Mann observiert, wenn die nun diskutierten neuen Fahndungsmethoden schon länger gegolten hätten? Mit Hilfe eines Rasters versucht die Hamburger Polizei seit der vergangenen Woche, weiteren islamistischen Terroristen auf die Spur zu kommen. Gesucht werden nach einem eilig erstellten Kriterienkatalog jetzt "Männer islamischer Religionszugehörigkeit, die stressresistent und mehrsprachig" sein müssen. Offen auftretende Radikale gelten als unverdächtig.
Doch auch wenn die Fahnder loslegen, bleibt fraglich, ob sie einen wie Marwan al-Schahi, 23, herausfiltern können. Der Mann, der in den zweiten World-Trade-Turm gejagt sein soll, kam wie einige hundert andere mit einem Stipendium der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) nach Deutschland. Schahi war nach Angaben der Bonner VAE-Botschaft "Stipendiat der Streitkräfte", die ein Interesse daran hätten, dass Fachleute in bestimmen Gebieten ausgebildet würden. Monatlich gingen auf einem Konto bei der Dresdner Bank 3000 Mark ein.
Schahi stammte aus einer bekannten, sehr gut situierten Familie, die ihr Vermögen im Handel gemacht hat.
Vor der Aufnahme in ein Bonner Studienkolleg musste er eine schriftliche Aufnahmeprüfung in Deutsch bestehen. Al-Schahi schaffte sie erst im zweiten Anlauf. Für seine Vermieter war das nicht verwunderlich, sie fragten sich, wann er eigentlich lernte, da er doch immer bis mittags im Bett gelegen habe. Dennoch freundet sich al-Schahi mit seiner Vermieterin an.
Im März 1997 immatrikulierte sich der Stipendiat an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn unter dem Namen Marwan Lekrab.
Doch er kam nicht recht voran. Er ging nach Hamburg und schrieb sich an der TU Hamburg-Harburg ein. Dort wurde er aber nicht gesehen - wartete er nur auf seinen großen Einsatz?
Die Fahnder halten es inzwischen für sehr wahrscheinlich, dass Hamburg eine zentrale Rolle bei den Terroranschlägen spielte. Denn die Zelle wurde in den USA geteilt, auf drei der vier Maschinen, die als fliegende Bomben genutzt wurden, saß einer von ihnen.
War al-Schahi nur Scheinstudent? Verfolgte er von vornherein ganz andere Ziele in Deutschland? Immerhin gilt der mutmaßliche Todespilot als mögliches Bindeglied zu drei Hamburgern, denen Kontakte zu Osama Bin Ladens al-Quaida-Organisation nachgesagt wurden. Im Nachhinein fällt den Fahndern auch auf, dass alle drei Todespiloten Ende 1999 ihre Pässe als gestohlen gemeldet hatten. Stand da der Terrorplan schon fest? Mussten neue Pässe her, weil in den alten verdächtige Stempel aus Ländern waren, die als Terroristenbasen gelten?
Sicher ist jedenfalls, dass einer für die anderen beim Versteckspiel ein Vorbild und deshalb irgendwann auch ein Anführer war: Mohammed Atta, 33.
Der kam vor neun Jahren aus Kairo an die Technische Universität Hamburg-Harburg, um Stadtplanung zu studieren. Atta, geboren in Kafr al Scheich im Nildelta, aufgewachsen in der Wohnung seiner Eltern in Giseh, war um das Militär herumgekommen. Der einzige Sohn der Familie hatte auf der Cairo University sechs Semester Architektur studiert und als Bauzeichner gearbeitet. Dann ging er nach Deutschland.
"Er konnte gut zuhören", sagt sein Kommilitone Martin E., "er war ausgeglichen, ruhig, ernsthaft."
"Er war integer, streng, diszipliniert", sagt ein Freund jener frühen Jahre.
In der Moschee sprach Atta nicht mit, er sprach vor. Keiner also, der irgendeinem Prediger hinterherlaufen würde, das sagen inzwischen auch die amerikanischen Ermittler, die Atta zumindest für den Sprecher der 19 Selbstmordattentäter halten, vielleicht sogar für einen der Köpfe des ganzen grausigen Unternehmens.
Zunächst wohnte er wie seine Kommilitonen im Studentenwohnheim. Bett, Tisch und Schrank kamen vom Studentenwerk, nur den Schaukelstuhl hatte er sich gekauft, aber schnell hassen gelernt, weil er keinen Platz für den Gebetsteppich ließ.
Atta senior, ein Rechtsanwalt, glaubt bis heute nicht, dass sein Sohn mit Flug 011 in den nördlichen Turm des World Trade Center torpedierte. Es seien die Juden gewesen, sagt er. Der israelische Geheimdienst, der Mossad. Es habe nur so aussehen sollen, als steckten Muslime dahinter. "Mein Sohn hat mich 24 Stunden und 48 Stunden nach dem Unglück angerufen, für eine Minute nur. Er ist entführt worden."
Atta junior hat die Juden und ihre Schutzmacht Amerika gehasst wie sein Vater, und am Ende brachen die Hybris des Überzeugungstäters und die Grausamkeit des Massenmörders durch und ließen nichts übrig von dem freundlichen Gast in Hamburg-Harburg. Wieso sie von der Wandlung nichts bemerkt haben, das fragen sich nun viele, die Atta kannten.
Schon im Dezember 1992 stellte das Stadtplanungsbüro "Plankontor" in Hamburg-Altona Atta als Zeichner ein. Mehr als vier Jahre lang arbeitete er dort, 19 Stunden die Woche, für 1700 Mark im Monat. 1994 redete Atta mit Professor Dittmar Machule über seine Diplomarbeit; es sollte um die syrische Stadt Aleppo gehen. Dann bewarb er sich um ein Stipendium der renommierten Carl Duisberg Gesellschaft (CDG). Er wurde ausgewählt und fuhr 1995 mit zwei Kommilitonen nach Kairo, bekam 2625 Mark dafür, wohnte bei seinen Eltern, gab dem Vater, der 500 Mark im Monat verdiente, die Hälfte ab. Sein Abschlussbericht über die "Stadt- und Verkehrsplanung in der fatimidischen Altstadt von Kairo" sei "brillant" gewesen, sagt CDG-Geschäftsführer Bernd Schleich.
Von Kairo pilgerte Atta nach Mekka, und von dort schickte er seinen Kollegen in Altona eine Postkarte. Ende 1995 kehrte er in seinen alten Job zurück. Dies war die Zeit, als sich erste Lücken, erste Veränderungen in seiner Biografie zeigten. Irgendwann danach verschwand der Elitestudent für fast zwei Jahre von der Universität, sagt ein Professor. Atta hatte andere Dinge im Kopf. Als er plötzlich wieder auftauchte, um seine Diplomarbeit fertig zu stellen, trug er einen langen Bart. "Der Koran ist nichts, was man deuten kann", sagte er, "der Koran ist absolut."
Dass dieser Student in Wahrheit wohl ein gehetzter, ein heimatloser Mann gewesen sein muss, ahnen nur die beiden Kommilitonen, die mit ihm in Syrien beziehungsweise in Ägypten unterwegs waren. Dort war er anders, komisch, ein Clown. Aber auch dort sorgte er sich, weil seine Familie nicht zu den "fetten Katzen", jenen amerikafreundlichen Anhängern des Präsidenten Husni Mubarak gehöre, weil sie wertkonservative Muslime seien und damit bedroht im Polizeistaat Ägypten.
Im Westen wiederum, das gestand er nur, wenn er weit weg war, widerte ihn eine Menge an, die Globalisierung vor allem und was sie mit sich brachte: das Englische, Touristen, die McDonald's-Architektur. Atta verstand das ebenso als Beleidigung von Heiligtümern wie den Besuch von Israels Ariel Scharon auf dem Tempelberg.
Und so kam es, dass sich der kluge, höfliche Student in einen "menschlichen Roboter verwandelte, der auf Knopfdruck explodiert", wie sein Professor Dittmar Machule sagt.
Atta hatte das Zeug dazu, andere als Helfershelfer für sich und seine Sache zu benutzen. So einer kann Said Bahaji, 26, gewesen sein, er soll Wohnungen und Pässe besorgt haben.
Wie die anderen mutmaßlichen Täter war der Sohn eines Marokkaners und einer Deutschen Student der Technischen Universität Harburg, Fachrichtung Elektrotechnik. Er war streng gläubig, und wie die anderen war er zeitweise in der als "Terror- Nest" ("Bild") apostrophierten Wohnung Marienstraße 54 in Hamburg-Harburg gemeldet.
Nur etwas unterscheidet ihn: Said Bahaji, der teils in Deutschland, teils in Marokko aufwuchs, ist womöglich noch am Leben. Denn anders als seine früheren Mitbewohner lenkte er nach bisherigem Kenntnisstand keine der vier Todes-Maschinen, angeblich ist er vor dem Attentat nach Pakistan geflohen. In seiner Wohnung fanden die Fahnder Schriften Bin Ladens. "Extreme islamische und antisemitische Ansichten", so die Bundesanwaltschaft, soll er nach Angaben von Zeugen gehabt haben. Saids Mutter ist überzeugt, dass er in dem Land nur ein Praktikum bei einer Computerfirma macht, "weil es dort eine bessere Ausbildung gibt".
Nicht nur durch seine vermutete Funktion als Logistiker der Gruppe fällt Said, bei allen Gemeinsamkeiten, aus dem Raster. Als Einziger ist er schon Vater eines sechs Monate alten Sohns. Als Einziger hat er eine deutsche Mutter und diente trotz allergischen Hautausschlags an beiden Händen fünf Monate beim Panzergrenadier-Bataillon 72 der Bundeswehr. Und als Einziger stellt sich der Mann, der Deutsch, Arabisch, Englisch und Französisch spricht, auf einer Homepage selbst öffentlich dar.
Umso überraschter war seine Ehefrau Nese, als die Polizei 34 Stunden nach dem Attentat in ihre Wohnung stürmte. Die Ermittler nahmen Nese, versteckt hinter Laken, mit zur Vernehmung. Bis zum Tag, an dem ihr Mann verschwand, lebten Nese und Said Bahaji unauffällig in der Zwei-Zimmer-Wohnung an der Harburger Bunatwiete 23.
Wie streng die beiden den Koran auslegen, bekamen allerdings selbst enge Verwandte zu spüren. Als Said Nese gegen Brautgeld von 3000 Mark heiratete, brachte Neses Bruder einen Freund mit in die Hamburger Al-Quds-Moschee. Doch der sonst so freundliche Said ließ den Gast nicht herein: Nur Familienmitglieder durften nach seinem Koran-Verständnis der Hochzeit beiwohnen, die Männer und Frauen feierten strikt getrennt.
Auch Neses Vater Osman Kul, ein gebürtiger Türke mit deutschem Pass, wunderte sich über das Paar.
Zu Nese hatte der Vater in den Jahren nach der Scheidung von seiner Frau für längere Zeit den Kontakt verloren. Erst nach der Hochzeit seiner Tochter traf er sie wieder. "Sie war wie verwandelt. Früher war sie ein lustiges, ganz normales Mädchen." Plötzlich trug sie Mäntel bis über die Knie und einen Schleier, der nur einen Schlitz für die Augen frei ließ.
Weil Kul dennoch den Eindruck hatte, dass Nese eine glückliche Ehe führte, beschränkte er seine Bekehrungsversuche. Die endeten ohnehin jedes Mal im Streit.
Erst als Said einige Zeit vor dem Attentat ankündigte, wochenlang für ein Praktikum nach Pakistan zu verschwinden, gab es wieder Auseinandersetzungen. Wie konnte der Mann seiner Tochter auf die Idee kommen, sie mit dem Baby allein zu lassen? Kul stellte Said zur Rede. Vieldeutig und "mit einem frechen Grinsen", erinnert sich Kul, habe Said seinen möglichen Tod angekündigt: "Wenn Allah es will, bleibe ich für immer fort." Seitdem habe er nichts mehr von Said gehört.
Bahajis Frau Nese und seiner Mutter geht es offenbar nicht anders. Die ältere Frau schwört Stein und Bein, bislang nur eine Nachricht ihres Sohnes gelesen zu haben. In einer E-Mail schreibe Said, er sei - wo genau auch immer - gut angekommen.
Wenn schon die Mutter und die Ehefrau den Aufenthaltsort nicht kennen, wollen es wenigstens die Fahnder der "Soko USA" herausfinden. Von Hamburg aus nahmen sie Bahajis Spur auf - ob sie dabei auch schon auf die Al-Quds-Moschee am Steindamm gestoßen sind, wollen sie nicht sagen. Sie gilt den Hamburger Verfassungsschützern als einer von drei Treffpunkten radikal-islamistischer Muslime. Dort will man die Attentäter und ihre Helfer angeblich nicht gekannt haben. Erst als ihm der SPIEGEL Mitgliederlisten der Muslimgemeinde vorlegt, räumt ein Sprecher ein, dass die mutmaßlichen Attentäter in der Moschee gebetet haben.
Nicht nur Said Bahaji, der nach den Worten seines Schwiegervaters "wie vor 1000 Jahren lebt", ging hier ein und aus. Auch die Terrorpiloten Mohammed Atta und Marwan Schahi wurden hier gesehen.
Durch Bahajis E-Mail-Adresse stoßen die Ermittler auf eine Verbindung zu Bin Laden. Der junge Familienvater war Bezieher eines Newsletters, der auch unter militanten Extremisten in Europa kursiert und beschreibt, wie man sich mit Worten und Waffen auf den "Heiligen Krieg" vorzubereiten hat. Der Newsletter geht auf einen Verlag aus London zurück, der den Namen des Scheichs Abdullah-Azzam trägt, des wichtigsten Weggefährten Bin Ladens.
1989 wurde Azzam in Pakistan Opfer eines Attentats, dessen Urheber bis heute unbekannt sind. Sein gewaltsamer Tod machte ihn zum Märtyrer, sein Aufruf zum panislamischen Kampf gegen alle Ungläubigen blieb für radikale Muslime ein Befehl.
Dass die glühenden Worte auch in Deutschland weit verbreitet sind, ist sicher. Seit Jahren rufen in einzelnen Moscheen und Islamischen Zentren fanatische Prediger zum "Dschihad" auf.
Wie leicht die Saat aufgehen kann, wissen die Fachleute spätestens seit Weihnachten 2000. Damals sammelten sich Iraker und Algerier in der Frankfurter Meliani-Gruppe, die einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Straßburg geplant haben soll. Sie gehörten offenbar früher der GSPC an, einer radikalen algerischen Terrorgruppe.
Auch ein versuchter Mord an zwei Polizisten in der Frankfurter City am 29. Juni 1999 wird mittlerweile von den Ermittlungsbehörden in Zusammenhang mit den arabischen Mudschahidin-Kämpfern gebracht. Ein 21-jähriger abgelehnter Asylbewerber, vermutlich Mitglied der radikal-islamischen algerischen Organisation GIA, hatte von der Rückbank eines Mietwagens aus ohne Vorwarnung geschossen, als Polizisten den Wagen kontrollieren wollten. Zwei Beamte wurden schwer, zwei weitere leicht verletzt.
Mittlerweile gilt als gesichert, dass mindestens zwei der in dem Auto sitzenden Algerier in einem von Bin Ladens Lagern ausgebildet wurden. Bei einem fand die Polizei einen Zettel mit der Handy-Nummer des Bin-Laden-Führungskaders Abou Zoubada.
Womöglich war Straßburg nicht der erste Versuch: Im Januar 1999 wurde an der bosnisch-kroatischen Grenze eine Tasche mit Sprengzündern beschlagnahmt, die ein Kommandant eines bosnischen Mujahidin-Bataillons auf die Reise geschickt hatte. Damit stellte sich eine frühere Warnung an die deutschen Behörden offenkundig als wahr heraus, in der berichtet worden war, dass diese an einen Araber in Baden-Württemberg gehen sollte. In der vergangenen Woche ging eine erneute Warnung ein. Plastiksprengstoff solle von Bosnien nach Deutschland transportiert werden.
Auch das bayerische Freising gilt als Zentrum extremer Muslime, seitdem die Polizei Bin Ladens Finanzchef Salim vor drei Jahren in Grüneck bei Freising festgenommen hatte. Salim wurde an die USA ausgeliefert, wo er bereits länger wegen der "Verschwörung gegen das amerikanische Volk" gesucht wurde.
Was die Fahnder über die Bin-Laden-Anhänger in Deutschland wussten, verknüpften sie in den letzten Tagen immer wieder mit den Namen der Verdächtigen des World-Trade-Center-Attentats. Die in Hamburg lebenden Syrer Maun D. und Mohammed Heidar Z., 30, waren schon 1999 im Verfahren gegen Bin Ladens Finanzchef Salim aufgefallen.
Und siehe da: Wie sich jetzt herausstellt, hatte der Hamburger D., der eine Vollmacht für ein von Salim am 6. März 1995 bei der Deutschen Bank in Hamburg eröffnetes Konto hatte, Kontakt zum World-Trade-Bomber Schahi. Diese Spur gilt als besonders interessant: D. war 1994 auch an dem Kauf eines Schiffes in Deutschland beteiligt, das angeblich für die Terror-Organisation bestimmt war. Die 800 000-Mark-Operation wurde von einer weiteren Person abgewickelt, die enge Kontakte zu Wahid al-Hage unterhielt, der in diesem Jahr von einem New Yorker Gericht wegen seiner Beteiligung an den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam verurteilt wurde. Auch D. soll enge Verbindungen zu ihm gehabt haben.
Die US-Behörden haben D. darüber hinaus mit jenen Personen in Verbindung gebracht, die im Verdacht stehen, versucht zu haben, für die Bin-Laden-Gruppe Massenvernichtungswaffen zu beschaffen.
Z. wiederum, so steht es im Ehevertrag Registernummer 1/90, war sogar Trauzeuge bei der Heirat von Bahaji und seiner Frau Nese. In den Wohnungen der beiden Syrer D. und Z. sind noch die Spuren der jüngsten Hausdurchsuchungen zu sehen, gegenüber dem SPIEGEL wollten sie sich nicht über ihre Kontakte zu den mutmaßlichen Attentätern äußern. Z. bat allerdings, man möge doch die deutsche Regierung warnen, sich nicht an Vergeltungsschlägen zu beteiligen. Er fürchte sonst Schlimmes.
So fügt sich langsam Teil um Teil das Puzzle der Hamburger Szene zusammen - wenngleich die Ermittler immer noch vor großen Rätseln stehen. Untergetaucht ist etwa der gesuchte Jemenit Ramsi Bin al-Schib, 29, der gute Beziehungen zu Atta und Bahaji gehabt haben soll.
Offensichtlich hat er am 15. August 2000 eine größere Summe auf sein Konto 0105721089 bei der Hamburger Citibank eingezahlt, von wo das Geld an die West Coast Bank in Florida gegangen ist. Es war offenbar die erste Rate für seine geplante Pilotenausbildung - aus den Flugstunden wurde aber nichts - die US-Botschaft verweigerte ihm im September 2000 ein Visum. So kam mutmaßlich wenigstens ein Pilot aus Deutschland nicht ans Ziel.
Von fünfstelligen Summen, die auf Konten eingezahlt und oft bar wieder abgehoben wurden, ist die Rede. Bin al-Schib bleibt trotzdem für die Fahnder noch das große Rätsel: Seit er 1997 aus dem Jemen kam, war er in vier verschiedenen Hamburger Wohnungen gemeldet, darunter in der Harburger Marienstraße 54. Sein jetziger Vermieter behauptet, Bin al-Schib nur pro forma angemeldet zu haben, obwohl er ihn kaum gekannt habe. Nachbarn wollen Bin al-Schib aber noch bis kurz vor dem Attentat gesehen haben. Bei den Behörden benutzte er insgesamt fünf unterschiedliche Namen. Und auch, woher er das Geld auf dem Konto hatte, ist bisher nicht bekannt.
Sicher dagegen ist, dass die drei mutmaßlichen Hamburger Attentäter in den USA - anders als noch in der deutschen Heimat - einen teuren Lebenswandel führen konnten, ganz so, als wären aus ihnen Beachboys der amerikanischen Spaßgesellschaft geworden: Rudi Dekkers, 45, Chef der Flugschule Hufman Aviation in Venice, in der sich die Muslime das Knowhow fürs Kidnappen der Boeings holten, registrierte erfreut, dass Atta dafür mühelos 18 700, al-Schahi sogar 20 900 Dollar zahlen konnten.
Nur über den unterschiedlichen Ehrgeiz seiner Schüler machte sich Dekkers so seine Gedanken. Denn während al-Schahi - "der Gemütliche mit dem kleinen runden Bauch" (Dekkers) - über die Männerwitze der Fluglehrer lachte, wäre Atta beinahe rausgeflogen. "Er führte sich auf wie ein Kapitän", sagt der Fluglehrer, "er widersetzte sich den Anweisungen der Ausbilder". Erst nach einer letzten Ermahnung habe der Mann sein Verhalten geändert.
Ziad dagegen hielt seine Tarnung bis zuletzt durch. Thorsten Biermann, 23, aus Neu Wulmstorf bei Hamburg, der sich in Florida für einen Berufspilotenschein vorbereitet, wunderte sich, wie gelassen sein Mitschüler die Ausbildung anging. An einigen Tagen surfte der lieber im Internet, statt zu fliegen. Häufig bestellte Dscharrah mit seinem neuen schicken Handy, mit dem er regelmäßig telefonierte, beim Pizza-Service. Sogar einen zweisitzigen roten Sportwagen habe er sich angeschafft.
Nur, woher der Kumpel das Geld für den aufwendigen Lebenswandel hatte, erzählte er niemandem. Das bleibt bis heute ein Rätsel. KLAUS BRINKBÄUMER,
DOMINIK CZIESCHE, CARSTEN HOLM, UDO LUDWIG, GEORG MASCOLO, CORDULA MEYER, SVEN RÖBEL, BARBARA SCHMID, CAROLINE SCHMIDT, HOLGER STARK, ANDREAS ULRICH
Von Klaus Brinkbäumer, Dominik Cziesche, Carsten Holm, Udo Ludwig, Georg Mascolo, Cordula Meyer, Sven Röbel, Barbara Schmid, Caroline Schmidt, Holger Stark und Andreas Ulrich

DER SPIEGEL 39/2001
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