12.03.1952

MONARCHIE

Zu bewundern

(s. Titel)

An einem Tag der vergangenen Woche entwischte Englands Thronfolger Prinz Charles, 3, seiner Gouvernante Helen Lightbody. Er tappte die feierlichen Treppen aus dem 2. Stock von Clarence House herunter und marschierte durch das Tor, das auf Londons St.-James-Park hinausführt. Seit einiger Zeit ist sein größtes Vergnügen, den stocksteifen Gardegrenadier vor der leuchtend-weißen Front des elterlichen Palais' präsentieren zu lassen.

Helen Lightbodys Alptraum ist seitdem, daß Charles einmal in die wöchentliche Zeremonie des Empfangs des Ministerpräsidenten Churchill durch die Königin Elizabeth hineinlaufen könnte.

Jeden Dienstag um 18.30 Uhr hat der britische Premier Audienz bei seiner jungen Königin. Letzten Dienstag unterrichtete er sie über die notwendig werdenden Preiserhöhungen für Stahl und Eisen, die durch den Rücktritt Maher Paschas in Kairo entstandene neue Lage und die bevorstehende Verteidigungsdebatte im Unterhaus.

Ernst und Würde ihres neuen Amtes überschatten von jetzt ab das Leben Elizabeths. Auch im Ansehen der Nation hat sich ihre Position geändert. An die Stelle

gefühlvoller Anteilnahme an ihrem pastellfarbenen Familienidyll mit Philip Mountbatten ist der reservierte Respekt vor der Krone auf ihrem Haupt getreten. Die englischen Könige gelten traditionsgemäß als "Feinde des Unterhauses".

Herz und Gemüt der britischen Nation sind in Clarence House eine Etage höher gezogen: aus dem türkisblauen Privatsalon der nunmehrigen Königin in die mit lustigen Figuren ausgemalten Räume des 2. Stocks, dem Reich der Königskinder Charles und seiner anderthalb Jahre alten Schwester Anne.

Auf sie konzentriert sich von nun an der reichliche Ueberschuß an Sentimentalität, den das englische Volk in seinem gefühlsarmen, oft bis zur Düsternis grauen Alltagsleben nicht unterbringen kann.

Kürzlich spöttelte die Plaudertante des Londoner Daily Expreß: daß Thronfolger Charles seit einiger Zeit nicht mehr "Quaak-quaak", sondern "Ente" sage, sei für die britische Presse Sensationsstoff.

Der Spott der Edwards ist durchaus nicht mehr zeitgemäß. Moderne Soziologen sind seit langem darauf gekommen, daß es kein besseres Mittel gegen die grassierende Oede und Langeweile der Völker gibt als pausbäckige Prinzen und Prinzessinnen. Englands und neuerlich auch Westdeutschlands Presse haben daraus praktische Schlüsse gezogen.

Manche Epigonen des Begründers der Massenpsychologie Gustave Le Bon empfehlen geradezu als Therapie gegen die Völkerkrankheiten unserer Zeit die Monarchie: gegen Totalitarismus und Diktatoren-Anbetung.

Teelöffelweise, in mäßigen konstitutionellen Dosen verabreicht, absorbiere das Königtum auf eine politisch ungefährliche Weise denjenigen Trieb der Völker, den seit Jean Jacques Rousseaus Zeiten alle Theoretiker der Demokratie übersehen haben: den Trieb, zu verehren und zu bewundern.

Winston Churchill bekennt in seinen Memoiren, daß die Alliierten während des ersten Weltkrieges einen Fehler machten, als sie mit ihrer "Hang the Kaiser"-Propaganda den Anstoß zur Ablösung der Hohenzollern durch Friedrich Ebert gaben.

Was der glanzlose Rationalismus der Weimarer Verfassung von Hugo Preuß an seelischen Kräften des deutschen Volkes nicht binden konnte, schöpfte später der Demagoge Hitler ab.

Englands pummeliger Prinz Charles - sein Vater nennt ihn "Plumpudding" - partizipiert an der Funktion der englischen Monarchie in nicht geringem Umfang. Sein bloßes drolliges Kinder-Dasein ist eine emotionelle Wärmequelle, deren Ausstrahlungen bis in die Politik reichen.

Vorläufig erfüllt Charles seinen "Auftrag" freiwillig. Er entspricht seinem freundlichen Naturell. Es ist Helen Lightbody nicht schwergefallen, ihrem Zögling beizubringen, daß er bei den Spazierfahrten auf den Wegen von St.-James-Park den Passanten zuzuwinken hat.

Die Schattenseiten der Prinzen-Würde sind noch nicht seine Sorgen, sondern die eines Kammerherren und eines Detektivs. Letzterer begleitet den Prinzen auf all seinen Ausfahrten in dem ungetümen, altfränkischen Kinderwagen, in dem schon seine Mutter Elizabeth spazierengefahren wurde. Der Detektiv hat unter anderem streng darauf zu achten, daß Charles nicht geknipst wird. Es könnte passieren, daß Königliche Hoheit mit herausgestreckter Zunge auf die Platte kommt. Das ist nämlich seine Lieblingspose vor der Kamera.

Das Interesse, das England an seinem Königshaus nimmt, ist durchaus nicht nur

passiv. Als man erfuhr, daß die damalige Thronerbin Elizabeth vor der Geburt ihres ersten Kindes Bücher über Kinderpsychologie lese, fand man das höchst unpassend. Es gehört in England zum guten Ton, über Psychoanalytiker wie Siegmund Freud und Adler herzhaft zu lachen.

Dagegen findet man nichts dabei, daß Charles kurz nach seiner Geburt von dem Arzt Dr. Snoman beschnitten wurde. Snoman hat diese Operation in den letzten 50 Jahren fast an allen männlichen Angehörigen der britischen Dynastie durchgeführt. Man sagt, daß die Maßnahme hygienische Gründe und nichts mit der Legende zu tun habe, die Briten seien der 13. jüdische Stamm.

Elizabeth zog aus der Kritik an ihrer Lektüre die Konsequenz und ließ verlauten, sie halte von den modernen pädagogischen Experimenten nichts. Sie wolle ihren Kindern - Charles und Anne; ein drittes wurde letzte Woche angekündigt - ein ähnlich glückliches Heim bereiten, wie sie es selber genossen habe.

Tatsächlich ist die Lektüre von moderner pädagogischer Literatur Elizabeths einziger - und dazu noch mißglückter - Ausflug in die Extravaganz "revolutionierender" Neuerungen geblieben. Mit tiefer Genugtuung nimmt man in England davon Kenntnis, daß Elizabeth sich in allen Dingen an ein braves Mittelmaß hält,

* daß sie ihre Kinder gerne selber badet,

* daß sie täglich eine Stunde mit ihnen spielt,

* daß Strauß, Lehár und Sullivan ihre Lieblingskomponisten sind

* und daß ein so wenig aufregendes Lied wie "Die Leute werden sagen, daß wir verliebt sind" (aus der amerikanischen Operette "Oklahoma") seit dem Tage, an dem sie Philip das erste Mal traf, ihr bevorzugter Schlager ist.

Andererseits erhofft man sich von dem Beispiel glücklichen Familienlebens, das Elizabeth und Philip geben, einen heilsamen Einfluß auf die bedenklich nach oben weisende Scheidungskurve Großbritanniens.

Das Wechselspiel der gegenseitigen Beeinflussung und Begrenzung zwischen Volk und Königshaus gilt auch für Charles.

Die Engländer haben eine sehr feste Vorstellung davon, wie ein königlicher Prinz zu sein und sich zu betragen hat. Er hat jungenhaft-temperamentvoll zu sein, soll ruhig mal ein paar Hosen zerreißen oder einen Kopfstand machen (was er übrigens sehr gerne tut), aber all das muß im Rahmen jener lauwarmen "decency" bleiben, die erstes Gesetz des englischen Gesellschaftslebens ist.

"Decency" ist nicht nur Anstand und Wohlerzogenheit, sondern bedeutet darüber hinaus Sinn für das Angemessene, Mäßigung im Ausdruck, Wort und Gebärde bis zur Farblosigkeit.

Dieses Idealbild wird bei allen offiziellen und inoffiziellen Verlautbarungen über den Prinzen auf das strengste beachtet.

So versichert man, daß der Prinz ein Kind sei wie alle anderen Kinder auch, daß er gerne Lärm mache, Sandkuchen backe und in einem Spiel-Auto durch das Kinderzimmer und die Gänge von Clarence

House kurve. Mit besonderer Betonung wird hervorgehoben, daß Charles allabendlich den Lebertran einnimmt, den - seitdem Labour-Rebell Aneurin Bevan Gesundheitsminister war - alle englischen Kinder kostenlos vom staatlichen Gesundheitsamt geliefert bekommen.

Einer tantenhaft gerührten Aufnahme sind alle Histörchen trauten Familienlebens sicher. So wenn berichtet wird, daß Charles auf einem Kinderfest seiner Großmutter, der jetzigen Königinmutter Elizabeth, den angelutschten Sahnebonbon zur Aufbewahrung anvertraut habe. Oder daß Herzog Philip bei dem üblichen Hinweis auf die Aehnlichkeit zwischen ihm und seinem Sohn mit der in England so goutierten Selbstironie geantworte habe: "Ja, hoffentlich bessert sich das noch." In diesem Gartenlaube-Genre werden selbst die kleinen Frechheiten Prinzessin Margaret Roses hingenommen. So ihre Bemerkung, als in der königlichen Familie von der Kuß-Freudigkeit Charles' die Rede war: "Auch das hat er vom Vater."

An der Grenze von "decency" jedoch lag bereits, daß Charles vor kurzem einen Posten des Clarence-Hauses "beef-eater" schalt. "Beef-eater" - zu Deutsch: Rindfleischfresser - gilt als vulgär. Die Ligthtbody mußte einen Rüffel einstecken.

Dagegen findet man in England nichts dabei, daß Charles' Lieblingsspiel "Mord" ist. In dem düsteren Königsschloß Balmoral, das Königin Viktorias Gemahl Prinz-Konsort Albert erbauen ließ und das Georg V. eine "schottische Scheune mit tausend Zuglüften" nannte, war das schauerliche Spiel seit je beliebt. Es geht so: Die Teilnehmer ziehen aus einem Hut kleine Zettel Papier. Alle, außer zweien, sind Nieten. Auf einem steht "Mörder", auf dem anderen "Detektiv". Wer sie gezogen hat, wissen die anderen nicht. Das Licht geht aus. Dann muß der "Mörder" irgendeinem Mitspieler "den Hals umdrehen". Das Opfer kreischt, das Licht wird angezündet, und der "Detektiv" muß nun den "Mörder" finden.

Als ausgesprochen "shocking" dagegen wurde das kurz nach der Geburt des Prinzen am 14. November 1948 von britischen und amerikanischen Astrologen gestellte Horoskop empfunden. Es fanden sich darin so zudringliche Formulierungen wie: Charles sei "sinnlich" veranlagt und er werde Unglück in der Ehe haben.

Den Aberglauben des Insel-Volkes mobilisierte der Passus: "Gefahr am Wasser". Zu pessimistischen und leicht indignierten Betrachtungen hat auch der Name des Thronfolgers Anlaß gegeben. Der Prinz wird - vielleicht in 45 Jahreni; solange nämlich hat Elizabeth II. nach den Tabellen der britischen Versicherungsgesellschaften noch zu leben - dereinst den britischen Thron als Charles III. einnehmen.

Seine Vorgänger gleichen Namens waren schottische Stuarts. Dem ersten davon ließ Oliver Cromwell im Jahre 1649 den Kopf abschlagen. Die Stuarts waren katholisch und Karl wird neben seinem Königs-Titel den eines "Verteidigers des Glaubens" führen. Der Glauben, den er zu verteidigen haben wird, ist jedoch der der protestantischen Staatskirche von England.

Die Formel, mit der Charles III. bei seinem Regierungsantritt zum König proklamiert werden wird, kann man heute noch nicht voraussagen. Georg VI. wurde noch als "von Gottes Gnaden König von Großbritannien, Irland und den Dominien in Uebersee, Kaiser von Indien. Verteidiger des Glaubens" gekrönt. Als Elizabeth II. jetzt in London zur Königin ausgerufen wurde, lautete sie "Von Gottes Gnaden Königin dieses Reiches und all ihrer anderen Reiche und Territorien, Oberhaupt des Commonwealth, Verteidigerin des Glaubens"

Das Wort "Dominion" war gestrichen worden, weil Kanada heute an ihm Anstoß nimmt. Es wird sich vielleicht demnächst zum Königreich erklären. "Oberhaupt des Commonwealth", ein formell noch gar nicht anerkannter Titel, mußte wegen der Inder eingeschoben werden. Als Pandit Nehru im Jahre 1948 sein Land zur Republik erklärte, aber im Commonwealth verblieb, einigten sich alle Ministerpräsidenten des Commonwealth im Jahre 1949, daß der König "das Symbol der freien Assoziierung seiner unabhängigen Mitgliedsstaaten und als solches Oberhaupt des Commonwealth ist."

Ungewiß ist auch der dynastische Name, unter dem Charles den Thron besteigen wird. Es ist davon die Rede, daß Elizabeth ihm gern den Namen des Hauses Windsor verleihen möchte. Das Haus der Windsor ist knappe 35 Jahre alt. Es wurde durch Georg V. begründet, als er im Jahre 1917 seinen bisherigen deutschen dynastischen

Namen der Sachsen-Koburg-Gothas ablegte. Zur Zeit führt Charles jedoch den dynastischen Namen seines Vaters: Mountbatten.

Geneaologisch entstammt Vater Philip dem griechischen Königshaus, das zugleich das dänische ist. Er ist also ursprünglich ein Prinz von Griechenland aus dem Hause Sonderburg-Glücksburg. Diesen Titel legte er jedoch ab, als er sich 1947 in Großbritannien naturalisieren ließ. Er nahm den Namen seines Onkels mütterlicherseits, Admiral Lord Louis Mountbattens, des letzten britischen Vizekönigs von Indien, an. Die Mountbattens hießen ursprünglich Battenberg. Die Anglisierung ihres Namens stammt aus dem ersten Weltkrieg.

Die beiden Mountbattens verbindet neben der verwandtschaftlichen Beziehung enge Freundschaft. Im britischen Unterhaus sieht man das ungern. Man sagt dem ehrgeizigen Lord nach, daß er seinen Neffen gern zum König-Konsort machen und auf dem Umweg über ihn Einfluß auf die Königin und die Führung der Regierungsgeschäfte nehmen möchte.

Philips Chancen, demnächst als Königs-Konsort Anspruch auf die Anrede "Majestät" zu haben, werden deshalb zur Zeit geringer bewertet, als die seines Sohnes Charles, in einigen Jahren "Prince of Wales" zu sein.

Dieser Titel fällt ihm nicht automatisch zu. Zur Zeit ist Charles nur "heir apparent". "Augenscheinlicher Erbe" lautet die Uebersetzung dieser vorsichtigen, allen Zufällen des Lebens gerecht werdenden Formulierung.

Wenn Charles sterben oder aus sonstigen Gründen nicht die Erbfolge antreten sollte, warten hinter ihm 11 weitere Thron-Prätendenten des Hauses Windsor. An erster Stelle seine Schwester Anne und an letzter und elfter Stelle sein Vetter 2. Grades, der zur Zeit 1 Jahr alte, zukünftige 8. Graf von Harewood David. Er ist aus der Ehe des 7. Grafen von Harewood Georg mit der Wiener Pianistin, Marion Stein hervorgegangen.

Der offizielle englische Kronprinzentitei - der eines Prinzen von Wales - muß verliehen werden. Charles' Großonkel, der spätere Eduard VIII., jetziger Herzog von Windsor, wurde erst mit 16 Jahren dem Volke von Wales in den mächtigen Ruinen von Caernarvon Castle als Prince of Wales

vorgestellt. Es heißt jedoch, daß der zeremonienfreudige Churchill den Staatsakt der Ausrufung Charles zum Prince of Wales noch gerne selber durchführen möchte.

Bis dahin führt Charles nur die Titel eines königlichen Prinzen und die des Duke of Cornwall, Duke of Rothesay, Earl of Carrick, Baron of Renfrew, Lord of the Isles und Great Steward of Scotland.

Der Prinzentitel wurde Charles durch seinen Großvater Georg VI. verliehen. Als Sohn Philip Mountbattens hatte er darauf keinen Anspruch. Ebensowenig wie sein Vater bei seiner Naturalisierung in England eine fürstliche Anrede beanspruchen konnte. Er war nach seinem Verzicht auf den griechischen Prinzentitel in den Augen der Engländer der bürgerliche Philip Mountbatten. Georg VI. erhob ihn nach seiner Heirat mit Elizabeth zum Herzog von Edinburgh.

Als Anfang der letzten Woche der Wortlaut des Gebetes veröffentlicht wurde, das von nun an jeden Sonntag in allen Kirchen Englands für die königliche Familie gesprochen werden wird, fiel auf, daß darin Charles nicht mit seinem Prinzen-Titel, sondern mit dem des Herzogs von Cornwall erwähnt ist. Das hat zu Spekulationen Anlaß gegeben.

Es gibt im Unterhaus Abgeordnete, die meinen, daß Elizabeth II. - sie ist die Verfasserin des Gebetes - damit für ihren Erstgeborenen den Anspruch auf die Einkünfte der 50 000 Hektar großen Domäne erhoben hat, deren über ganz Südengland verteilten Liegenschaften die historische Bezeichnung "Herzogtum Cornwall" führen. Das sind pro Jahr rund 1,2 Millionen DM.

Ueber diese wichtige finanzielle Frage wird noch im Verlaufe des ersten Halbjahres 1952 ein geheim beratendes Unterhauskomitee von 21 Mitgliedern aller Parteien zu entscheiden haben. Am 6. August nämlich läuft die Gültigkeit der jetzigen "Zivilliste" des Hofes ab.

Sie sah für die Mitglieder des Königshauses folgende Jahreseinkünfte vor:

* König Georg VI. rund 5 Mill. DM.,

* seine Mutter, Königin Mary, 840 000 DM,

* Prinzessin Elizabeth 480 000 DM,

* Prinz Philip 120 000 DM,

* den Bruder des Königs, Herzog von Gloucester, 420 000 DM,

* die Schwester des Königs Princess Royal 72 000 DM und

* Prinzessin Margaret Rose 72 000 DM.

Wahrscheinlich wird das Komitee der 21 für Prinz Charles - solange er minderjährig ist - eine Apanage in Höhe von 300 000 D-Mark bestimmen. Das ist der Betrag, der 1937 von Georg VI. bei seinem Regierungsantritt für einen etwaigen Königssohn vorgesehen worden war.

Ein großer Teil der Zivillisten wird allerdings durch die Erfüllung der Repräsentationspflichten des Königshauses verschlungen. Dazu gehört auch die kostspielige Instandhaltung der königlichen Schlösser, die als architektonisches Geschmeide einen wesentlichen Teil der Funktion der englischen Monarchie bilden: Gegenstand der Bewunderung und Verehrung zu sein.

Die spöttische Plaudertante Anne Edwards entdeckte den sentimentalen Aspekt, den die Pflichten einer Monarchie einst für den Prinzen Charles haben werden: "Er wird es schwer haben, sich an der Heirat mit einer jener stumpfsinnigen und verschlafenen Schönheiten vorbeizudrücken, die in britischen Landschlössern geboren werden."

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PHILIP
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Herzog von Edinburgh<
Haus Mounfbatten<
geb. 10. 6. 1921<
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ELIZABETH II.
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Alexandra Mary<
Königin von England<
Haus Windsor<
geb. 21. 4. 1926<
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CHARLES
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Philip Arthur Georg<
Prinz von England<
Haus Mountbatten<
geb. 14. 11. 1948<
ANDREAS
><
Prinz von Griechenland<
Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg<
1882 - 1941<
ALICE VIKTORIA
><
geb. Prinzessin v. Battenberg<
geb. 1885<
ELIZABETH<
BOWES-LYON
><
aus dem Hause der Earls<
of Strathmore<
geb. 1900<
GEORG VI.
><
König von England<
Haus Sachsen-Coburg-Gothe,<
1917 umbenannt in<
Haus Windsor 1895 - 1952<
GEORG I.
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König von Griechenland<
Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg<
1845 - 1913<
OLGA
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geborene Großfürstin von<
Rußland, aus dem Hause<
Romanow<
1851 - 1926<
VIKTORIA MARY
><
geb. Fürsfin von Teck<
geb. 1867<
GEORG V.
><
König von England<
Haus Sachsen-Coburg-Gotha<
1866 - 1936<
CHRISTIAN IX.
><
König von Dänemark<
Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg<
1818 - 1900<
LOUISE
><
geborene Prinzessin von<
Hessen-Kassel<
ALEXANDRA
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geb. Prinzessin von<
Schleswig-Holstein-Sanderburg-Glücksburg<
1844 - 1925<
EDUARD VIII.
><
König von England<
Haus Sachsen-Coburg-Gotha<
1841 - 1910<
WILHELM
><
Herzog von Schl.-Holst.-Sonderburg-Glüchksburg<
1785 - 1831<
LOUISE CAROLINE
><
Prinzessin von<
Hessen-Kassel<
VIKTORIA
><
Königin von England<
Haus Braunschweig-Lüneburg<
(Welfen)<
1819 - 1901<
ALBERT<
PRINZGEMAHL
><
Haus Sachsen-Coburg-Gotha<
1819 - 1861<

DER SPIEGEL 11/1952
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