17.12.1952

Margrit Prinzessin von Sachsen

Margrit Prinzessin von Sachsen, 20, (l.) dementierte in Frankfurt/M. die Gerüchte, nach denen sie sich von Georg Timo Michael Nikolaus Maria Prinz von Sachsen, Herzog zu Sachsen, 29, (r.) scheiden lassen wolle. Wenn ihr Gatte aus der Heilanstalt entlassen werde, in die er als Morphinist eingeliefert worden ist, brauche er jemand, an den er sich halten könne. Die Prinzessin, eine geborene Metzgermeisterstochter Margrit Lucas, hatte den Prinzen erst im August geheiratet. Ihren Plan, mit dem Gemahl nach Peru auszuwandern, hat sie inzwischen aufgegeben. Ihre Mutter hinter dem Fleischertresen in Mülheim-Saar erklärte dazu, der Prinz habe an die Auswanderung nach Peru selber nie geglaubt. "Wer hier nicht arbeiten will, kann sich auch im Ausland nicht durchsetzen." Daß der Prinz nicht arbeiten wolle, habe sich gezeigt, als er das Ruhrgebiet fluchtartig via Frankfurt verließ, obwohl er von zwei Seiten Angebote erhielt, recht gut gehende Tankstellen zu übernehmen. In Frankfurt am Main warb die Königliche Hoheit jedoch zwei Monate lang für ein Schuhpflegemittel. Meinte Frau Lucas: "Hoffentlich legt unsere Tochter den fürstlichen Namen wieder ab."


DER SPIEGEL 51/1952
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