29.04.2002

Mörderischer Abgang

Er war ein Einzelgänger, seine Welt bestand aus brutalen Computerspielen, Heavy Metal und Waffen: Am vergangenen Freitag drehte ein Erfurter Ex-Schüler durch, ermordete an seinem alten Gymnasium 16 Menschen und erschoss sich dann selbst.
Der Schriftsteller Georg Christoph Lichtenberg war ein weiser Mann. "Mehr als das Gold", sagte er, "hat das Blei die Welt verändert."
Dieser Satz war damals, vor über 200 Jahren, anders gemeint, weil er sich auf die Kunst des Buchdrucks bezog; der Satz sollte eine Hymne sein auf den Erfinder der Druckerpresse, Johannes Gutenberg.
Aber am vergangenen Freitag, gegen 11 Uhr, wurde er auf eine beängstigende, brutale, ja bestialische Weise wahr.
Um 11.00 Uhr stand ein Mädchen im Erdgeschoss des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums ziemlich verträumt im Flur herum. Die Kleine aus der sechsten Klasse sah, wie sich die Tür der Herrentoilette öffnete und wie ein Mann, ganz in Schwarz und mit einer Maske, herauskam. Sie sah, wie er eine Pistole hob und eine Lehrerin erschoss, einfach so.
Um 11.00 Uhr saß Hannes N., Schüler der 10 b, noch in Raum 301 des Gutenberg- Gymnasiums. Er wollte in die Pause, aber noch durfte er nicht; die 10 b schrieb diese verdammte Klassenarbeit in Biologie, Thema: die Evolution. Als er den ersten Knall hörte, dann den zweiten, schnell danach den dritten, habe er an einen "Presslufthammer gedacht oder an einen Bolzenstoß", sagt Hannes N.
Und wer rechnet auch mit Schüssen in einer deutschen Schule an einem ganz normalen Frühlingsmorgen?
Um 11.05 Uhr begann die Essenspause. Es gab Reis mit Huhn in der Kantine des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums, und Johanna S. aus der 7 c hatte im Speisesaal gerade ihren Teller vor sich abgestellt, da sah sie draußen Schüler davonrennen. Noch ehe sie begriff, was los war, hörte die 13-Jährige zwei Schüsse. Sie kamen von oben, aus dem dritten oder vierten Stockwerk. Panisch verbarrikadierten sich fünf Schüler und vier Bedienungen im Speiseraum.
Um 11.05 Uhr rief der Hausmeister des Gutenberg-Gymnasiums bei der Polizei an: "Schnell, hier wird geschossen."
Um 11.05 Uhr hörte der Biologielehrer Andreas Förster "irgendwelchen Lärm". Seine Tochter Katja saß in der Abiturprüfung für Mathematik. Beide verließen ihre Klassenzimmer, beide sahen Leichen im Treppenhaus, beide versteckten sich in der Aula.
Um 11.06 Uhr war oben in der dritten Etage auch Hannes N. auf dem Gang. Er dachte an die Bauarbeiten, irgendwo auf dem Schulgelände. Ja klar, sagte sich N., die Bauarbeiten erklärten den Lärm. Und dann sah er Robert Steinhäuser.
Sah, wie Robert Steinhäuser, in Schwarz und maskiert, durch den Flur ging.
Sah, dass er Waffen trug, eine kurze und eine lange.
Sah, dass er die Tür zum Klassenraum 303 öffnete. Und hineinschoss, einfach so, von der Tür in Richtung Lehrerpult.
Und dann sah Hannes N., wie Robert Steinhäuser zur Treppe ging und in Richtung Lehrerzimmer verschwand.
Höchste Zeit abzuhauen.
Robert Steinhäuser ging ins Sekretariat. Und mordete und mordete, bis der Rachefeldzug beendet war. Er hatte über Tod und Leben entschieden, und in ein paar Minuten würde er berühmt sein. Was noch fehlte, war der großartige Abgang: Robert Steinhäuser erschoss sich selbst.
Nun waren es, so die Bilanz der Polizei am Samstag, 17 Tote - eine Schülerin, ein Schüler, ein Polizist und 13 Lehrkräfte. Robert Steinhäuser tötete Heidrun B., Hans L., Helmut S., Peter W. und Gabriele K. Es starben der Lehrer H. und die Lehrerinnen D., W. und H., die allesamt am Erfurter Gymnasium unterrichteten.
Zu den Toten zählt auch die stellvertretende Direktorin des Gymnasiums, die Oberstudienrätin Rosemarie Hajna. Als Journalisten nach der Tat anriefen, meldete sich ihr Ehemann Karl-Heinz: "Meine Frau werden Sie nie wieder sprechen können. Sie ist heute ermordet worden."
Der Polizist Andreas Gorski starb, als er kurz nach 11 Uhr in die Schule stürmte. Der Streifenpolizist war allein. Gorski, dessen Tochter an diesem 26. April Geburtstag hatte, starb, weil niemand ahnen konnte, was an diesem Tag geschehen würde.
Es war einer dieser Tage, die keiner vergisst; für Deutschland war es ein wenig so wie der 11. September für Amerika. Denn einen solchen Amoklauf hatte es bis dahin nicht gegeben - nicht an einer Schule, nicht durch einen 19-jährigen jungen Mann, nicht mit so vielen Opfern. Robert Steinhäuser hat dafür gesorgt, dass das Märchen, Gewalt gebe es nur in amerikanischen Schulen, als Märchen enttarnt ist. Solche Gewalt hat es bisher noch nicht mal dort in Amerika gegeben.
"Deutschlands schlimmster Tag", schrieb "Bild" tags darauf. "Diese mörderischen Selbstmörder", sagte Außenminister Joschka Fischer, "das ist ein furchtbares Verbrechen." Und Doris Schröder-Köpf, Ehefrau des Bundeskanzlers, sprach aus, was wohl alle Eltern dachten: "Man stellt sich ja vor, dass das eigene Kind beteiligt wäre." Natürlich könne sie sich über den konkreten Fall und seine Hintergründe nicht äußern, aber eines sei ihr klar: "Wir müssen mehr als bisher auf die Seelen der Kinder aufpassen." Denn es gehe darum, "eine Überschwemmung durch Gewalt zu verhindern".
Aber wieso gerade in Erfurt? Wieso an diesem Tag, in diesem Gymnasium?
Der 94 Jahre alte Jugendstilbau, fünf Stockwerke hoch, hat etwas von einem Schloss. Seit 1909 wird hier unterrichtet, und nach der Wende richtete der Freistaat Thüringen das Gymnasium ein; "ein ruhiges Gymnasium", sagt Sylvia Kuplich, Mutter der 11-jährigen Christiane, "das Schulklima ist gut, die Lehrer geben sich Mühe."
Also warum?
Der Killer von Erfurt
Es war auch in Erfurt so, wie es meistens ist nach solchen Verbrechen: Es gibt Menschen, die schon immer geahnt haben wollen, dass es so kommen musste - und es gibt andere, die sich das alles nicht erklären können. Das hat damit zu tun, dass der Massenmörder Robert Steinhäuser Freunde und Feinde auf seiner Schule hatte; es führte dazu, dass Ende voriger Woche sehr unterschiedliche Bilder entworfen wurden von dem Jungen, den sie "Steini" nannten.
War Robert Steinhäuser also ein netter, fröhlicher Typ, ein junger Mann mit vielen Freunden, der nur die eine entscheidende Niederlage in seinem Leben nicht verkraften konnte? Oder war er ein Wahnsinniger, ein blutrünstiger Killer, dem nur ein Funke für sein grausiges Feuerwerk fehlte? Beide Geschichten werden in Erfurt erzählt, und in Wahrheit, das macht seinen Fall so irrwitzig, war Steinhäuser wohl beides ein bisschen: lange Jahre ein Clown seiner Klasse, ein netter Junge, der den Auftritt vor Publikum liebte - und am Ende ein Racheengel in eigener Sache, vor zwei Jahren schon von der Bahn abgekommen, gedemütigt, ein Waffennarr, kalt bis ins Herz.
Eine Lehrerin, natürlich geschockt und fassungslos, machte einen fatalen Fehler: Sie zeigte Steinhäuser den Vogel. Steinhäuser sagte kein Wort, ging auf sie zu, setzte die Waffen an ihren Kopf und drückte ab. Dann zog er weiter, ins nächste Klassenzimmer, und erschoss dort den nächsten Lehrer. Aus der Nähe, ohne ein Wort.
Um 18.05 Uhr fiel die Polizei in die Otto-Straße von Erfurt ein. Die so genannte Beweissicherungs-Festnahmeeinheit "Bison 16" hielt vor der Hausnummer 40. Die Polizeieinheiten stürmten in das dritte Stockwerk des gelben Jugendstilbaus. Dort wohnte Robert Steinhäuser, 19, bei seinen Eltern - ein ostdeutsches Idyll, überrollt von Nachrichten im Minutentakt, von 60 Beamten, die ins Haus stürmten, von Kamerateams, die die Straße belagerten.
"Ich möchte, dass mich einmal alle kennen und ich berühmt bin", hatte Steinhäuser neulich gesagt. Jetzt war er berühmt.
Eine ganz normale und vor allem intakte Familie waren die Steinhäusers. Der Vater arbeitet als Ingenieur bei Siemens, die Mutter als Krankenschwester in der Erfurter Hautklinik, und Bruder Peter studiert an der FH in Schmalkalden. Mit seiner Handball-Mannschaft Lokomotive Meiningen belegte Peter, ein ergeiziger Torwart, in der Oberliga Platz 4. Früher spielte er beim SSV Erfurt-Nord - und dort stand auch sein kleiner Bruder Robert bis zur A-Jugend im Kasten. Doch das Talent seines Bruders hatte Robert nicht, und so manch einer machte schon mal seine Witze über ihn.
Erfolge, ob im Beruf oder Studium, das wünschte sich Robert sehnlich. Er verehrte Pamela Anderson, aber er hatte keine Freundin; er hatte Selbstzweifel, und er wollte anerkannt werden. Doch dazu musste erst einmal das Abitur her. Als er im vergangenen Jahr von der 11. nicht in die 12. Klasse versetzt wurde, brach für ihn eine Welt zusammen.
Das war offenbar die entscheidende Wende in der Karriere des 19-jährigen Jungen, der sich seit Jahren intensiv mit Ballerspielen am Computer abreagierte und Gewaltvideos genoss - "aber auch nicht mehr als andere Jugendliche in dem Alter auch", sagt ein Freund von Robert.
Ein wenig mehr war es wohl doch. Eines seiner Lieblingsspiele war "Counterstrike", ein Killerspiel, bei dem zwei feindliche Terroristen-Einheiten sich bekriegen. Maskierte jagen da andere Maskierte durch Wüstenlandschaften und dunkelgraue Betonwelten, nehmen Dunkelmänner ins Fadenkreuz ihrer virtuellen Maschinenpistolen und feuern weiße Blitze - bis der gesamte Bildschirm rot zuckt: Das Opfer verblutet, das Ziel ist erreicht, der Spieler gewinnt. Für den Augsburger Medienexperten und Schulpädagogen Werner Glogauer ist der Zusammenhang zwischen der virtuellen Tötungssimulation und der kruden Realität des Amoklaufs eindeutig: "Sie üben die Morde in ihrer Phantasie immer und immer wieder ein, auch, wenn sie nicht am Monitor sitzen. Und irgendwann kommt das, was Kriminalisten den 'Realitätsdurchbruch' nennen. Dann wird aus der Mordphantasie blutige Wirklichkeit."
Wenn man denn die Waffen hat, aber die bekam Robert ja im Schützenverein.
Am Ende jedenfalls war aus dem fröhlichen Teenie von einst ein gescheiterter junger Mann geworden. Steinhäuser hockte zu Hause und hörte Musik der Band "Slipknot", Heavy Metal von jener Art, die nicht mehr wirklich Musik ist.
"People = Shit", "Menschen = Scheiße", so hei ßt das Eingangsstück einer der jüngsten CDs von Slipknot, dieser Brutalo-Band aus dem bibeltreuen US-Staat Iowa, einer Band, die auf der Bühne den Weltuntergang inszeniert. Neun Pseudo-Psychopathen mit grotesken Ledermasken, monströsen schwarzen Industrieoveralls und Nazi-Armbinden zersägen da ihre Heavy-Metal-Gitarren, trommeln und grölen ihren Fans, die sie "Maden" nennen, den Schlachtruf entgegen: "Wir werden euch zerstören!"
Und dabei kotzen und bluten die Schock-Rocker auf die Bühne, und dann verteilen sie ihre Exkremente auf sich und die Fan-Gemeinde.
Worauf sie wütend sind? "Wir sind alle zum Tode verurteilt. Wir haben das Leben gewonnen, aber wir müssen trotzdem sterben. Alle. Wir leben eine lebenslange Gefängnisstrafe ab", sagt "Clown", wie sich der Stratege der "härtesten Band der Welt" nennt.
Es gab keine Freunde mehr, mit denen Robert Steinhäuser sich diesen Irrsinn anhörte; er lag allein einfach da und hörte und hasste.
Der zweite Anlauf in der Schule gelang, scheinbar. Aber dann kam diese Sache mit dem Attest. Robert fehlte mal wieder in der Schule und fälschte zur Entschuldigung eine Krankenbescheinigung. Das flog auf, und er flog, im Februar, zwei Monate vor der Abiturprüfung, von der Schule.
Diese härteste Maßnahme, die eine Schule verhängen kann, wirkte für den strebsamen jungen Mann wie ein Todesurteil. Das Abitur war weg, unwiederbringlich, und das Studium damit auch. Und Robert stand bestenfalls mit einem Realschulabschluss da. Eine Blamage, die er vor allen geheim hielt. Auch vor der eigenen Familie - die ging Morgen für Morgen davon aus, dass Robert für das Abi büffelte.
Deshalb die Rache vom Freitag, diese Serie von Hinrichtungen und Bestrafungen.
Mörder in der Schule
Amokläufer, die in Schulen morden, sind meistens männlich. Sie haben Zugang zu Waffen, meistens durch ihre Väter. Sie haben Kränkungen erlebt. Und sie leben in der Provinz. Diese Muster ziehen sich durch fast alle ähnlichen Verbrechen.
Der Tag von Erfurt ist ein Tag, an dem selbst Forscher nichts mehr erklären können, die schon 300-Seiten-Bücher über Gewalt in der Schule geschrieben haben. "Ich bin vollkommen fertig, so was habe ich in Deutschland nicht für möglich gehalten", stammelt der Dresdner Erziehungswissenschaftler Wolfgang Melzer, der 1995/96 mit Kollegen für eine Studie über 3000 Schüler interviewt hat.
Da ging es noch um Prügeleien, um schmutzige Wörter, genauso wie bei seinem Bielefelder Kollegen Klaus-Jürgen Tillmann; es ging nicht um Massenmord. "Ich bin schlicht und einfach sprachlos", sagt Tillmann konsterniert; für den Exzess von Erfurt habe er keine wissenschaftlichen Erklärungsmuster mehr parat. Zwar war der Wille zur Gewalt an deutschen Schulen schon vor dem Erfurter Blutbad unübersehbar. Melzer hat in seiner Studie 175 000 Schüler der Sekundarstufe I als gewalttätig eingestuft, drei bis vier Prozent aller dieser Schüler in Deutschland. Außerdem kam er auf einen Anteil von zehn Prozent, die schlechte Noten schrieben, sozial auffällig waren, ein schwaches Selbstvertrauen hatten - mit jedem dieser Merkmale steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schüler irgendwann ausrastet.
Nach der Schülerbefragung 2000 des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen gaben immerhin drei Prozent der Interviewten an, in den zurückliegenden zwölf Monaten zu einer Waffe gegriffen zu haben. Fast immer wollten sie Geld oder das Goldkettchen ihres Mitschülers; sie wollten nicht den Berufsstand der Lehrer mit einer Pumpgun auslöschen.
Experten der klinischen Psychiatrie in Deutschland warnen vor einer Spirale blutiger Amoktaten: "Erfurt ist zwar einzigartig, was die Exzessivität angeht. Doch die Tat steht in einer Linie, die 1999 mit dem Amoklauf von Littleton in den USA begonnen hat und die sich in Deutschland mit den Amokläufen von Bad Reichenhall oder Freising fortgesetzt hat", sagt der Münchner Jugendpsychiater Franz Joseph Freisleder. Freisleder, der als Gerichtsgutachter häufig mit gewalttätigen Jugendlichen zu tun hat, hält diese Gewaltexzesse für Nachahmungstaten: "Die Fernsehbilder haben den Tätern erst die Idee geliefert, ihrem Leben auf solch spektakuläre Weise ein Ende zu setzen."
Nach jeder derartigen Amoktat, das hat außerdem der Villinger Kriminalpsychologe Adolf Gallwitz beobachtet, beginnt in einschlägigen Internetforen ein makabrer Gedankenaustausch. "Da geht es dann um die Frage, was der Täter wohl hätte besser machen können." Bei einigen falle dies auf fruchtbaren Boden.
Robert Steinhäuser muss so einer gewesen sein. "Entweder wollte der Mörder einmal einen Tötungsakt zelebrieren, dafür spricht etwa die Pumpgun, oder er wollte in das Buch der Rekorde", glaubt Niedersachsens Justizminister Christian Pfeiffer.
Amokläufer müssen nicht unbedingt durch Gewalttätigkeiten auffallen. So wie Robert Steinhäuser - der sich erst aus dem Handballteam des SSV Erfurt-Nord zurückzog, dann in den virtuellen Welten der Computerspiele abtauchte - sind die Täter häufig introvertiert und kontaktscheu, beobachtet etwa die Eschweger Kinder- und Jugendanalytikerin Marieanne Simon.
Die Videospiele liefern dann oft die Vorlage für die Choreografie der Tat. "Sie sind regelrechte Ideengeber", warnt Freisleder.
Der Täter von Erfurt hat nach Einschätzung der Kölner Psychologin Angelika Kallwass eine schwere narzisstische Störung, den Rauswurf aus dem Gymnasium habe er wohl als "massive und ungerechte Tat gegen seine eigene Person erlebt".
In einem funktionierenden sozialen Umfeld, meint Kallwass, bleibe der Rückzug eines späteren Täters nicht verborgen. Er wirke meist merkwürdig gespannt. In dieser Zeit können auch Gewaltvideos eine große Rolle spielen: Outlaws und Kriegshelden werden zu seinen Idolen.
Obwohl sie eigentlich stille Typen sind, kündigen viele Amokläufer ihrer Umgebung das Massaker an. "Die Schulhof-Täter haben ein unglaubliches Bedürfnis, andere in die Pläne für ihren grandiosen Untergang einzuweihen", sagt Kriminalpsychologe Gallwitz, der als Professor an der Polizeihochschule in Villingen-Schwenningen lehrt.
Der Einsatz
Es war genau 11.05 Uhr am Freitag vergangener Woche, als der Notruf bei der Polizei in Erfurt einging. Am Telefon war der Hausmeister des Gutenberg-Gymnasiums. Die Beamten reagierten sofort und schickten eine Funkstreife der Polizei-Inspektion Mitte auf den Weg. Die Kollegen sollten klären, was dem Hausmeister nicht so genau zu entlocken war: Was war eigentlich los in dem trutzigen alten Bau?
Fünf Minuten später waren die zwei Streifenpolizisten da. Einer stieg aus - ein Fehler, den er mit dem Leben bezahlte, denn die Beamten wurden sofort beschossen.
11.20 Uhr kamen dann die schwer bewaffneten Spezialisten des Sondereinsatzkommandos (SEK) an. Erst meldeten sie vier Tote. Dann pirschten sich die SEK-Beamten in die Schule hinein und sahen das ganze Ausmaß des Blutbades: Auf den Gängen, der Toilette, im Sekretariat und in der Nähe des Eingangs - überall lagen Tote. Später meldeten sie 17 Opfer plus den Täter, am Samstag korrigierten sie: 13 Lehrer waren im Kugelhagel gestorben, eine Schülerin, ein Schüler, der Polizist. Einige der Opfer wurden regelrecht hingerichtet, aus kurzer Distanz erschossen.
Im Erfurter Lokal "Anger Maier" lief um 12 Uhr mittags das Radio: So bekam die Krankenschwester Heide Krambehr mit, dass am Gutenberg-Gymnasium irgendwie die Hölle los sein müsse. Krambehr rannte los, denn sie wusste, dass die Freundin ihrer Tochter dort jetzt gerade ihre Matheprüfung hatte.
Als sie ankam, hatten Polizisten bereits die Straßen um die Schule abgeriegelt. Krambehr begann sofort, sich um völlig verstörte Schüler zu kümmern. Einige weinten, andere rangen um Fassung. Die Jugendlichen erzählten der Krankenschwester, dass sie die ersten Schüsse noch für Tisch- oder Bänkerücken gehalten hatten. Zunächst hatten sie sich nur über den Krawall gewundert, wo sie doch gerade ihre Abitur-Prüfung absolvierten. Als der Lärm immer näher kam, sei ihnen aufgegangen, dass dort etwas Furchtbares passiert sein musste. Erst da seien sie geflohen.
Dass der Ex-Schüler Steinhäuser ausgerechnet am Gutenberg-Gymnasium Amok lief, will dem Erfurter Kultusstaatssekretär Hermann Ströbel nicht in den Kopf. Gerade an dieser Schule sei die "Gewaltprävention vorbildlich". Es habe so genannte Mediationsprogramme gegeben, Schüler wurden sogar als Streitschlichter ausgebildet. So seien Konflikte zwischen Schülern und Schülern, aber auch zwischen Schülern und Lehrern "behoben" worden.
Die Vorbilder
Am 20. April 1999 stiegen Dylan Klebold, 17, und Eric Harris, 18, auf dem Parkplatz der Columbine High School in Littleton aus einem schwarzen BMW und machten sich auf den Weg ins Schulgebäude. Und auf den Weg in die Geschichtsbücher. Im Gepäck hatten sie zwei abgesägte Schrotflinten, eine halbautomatische Neun-Millimeter-Pistole, einen Karabiner und über 30 selbstgebaute Sprengsätze.
Als Klebold und Harris die Schule betraten, trugen sie Skimasken und ihr Erkennungszeichen: lange schwarze Trenchcoats. Sie deponierten ihre Bomben in der Schule und machten sich auf den Weg in die Cafeteria.
Was dann geschah, wird in den amerikanischen Medien als "das tödlichste Schulmassaker der US-Geschichte" bezeichnet. Klebold und Harris erschossen zwölf Schüler, einen Lehrer, und dann töteten sie sich selbst mit Kopfschüssen.
Klebold und Harris hörten nachts die Songs der Schockrocker Marilyn Manson und Rammstein, sie spielten "Doom" und "Quake" auf ihren Computern und wünschten sich, so Furcht erregend zu sein wie ihre Helden. Aber wenn sie in der Schule erschienen in ihren langen Mänteln, mit einer Armbinde, auf der stand: "I hate people" ("Ich hasse die Menschen"), fürchtete sich niemand vor ihnen. Die anderen lachten.
Es war nicht das erste Mal, dass in den USA Schüler auf Schüler und Lehrer schossen. In den zwei Jahren vor dem Amoklauf in Littleton gab es mehrere Attentate, ausgeführt von Teenagern in kleinen, vermeintlich friedlichen Provinznestern wie Jonesboro, Arkansas, wo zwei Jungs vier Klassenkameradinnen und eine Lehrerin töteten. Oder Springfield, Oregon, wo ein 15-Jähriger mit einem Gewehr in die Schul-Cafeteria marschierte, zwei Mitschüler erschoss und 22 verwundete. "Es ist nie South Central oder Harlem", bemerkte der CNN-Moderator Larry King ratlos, "es ist immer die Vorstadt."
Der Zerstörung ihres Paradieses begegneten die Einwohner von Littleton mit absurden Klagen gegen die Schule, den Sheriff, den Bezirk und mit ausufernder Religiosität. Die "New York Times" bot unmittelbar nach dem Blutbad eine andere Erklärung: Die Amerikaner seien süchtig nach Gewalt. "Wir machen sie aufregend. Wir feiern sie. Wir romantisieren sie. Wir erotisieren sie."
Das mag stimmen in Amerika. Aber in Meißen in Sachsen? Und doch begrüßte Andreas S. am Morgen des 9. November 1999 einen Schulkameraden, der mit in die Bahn stieg, mit dem Satz: "Heute bringe ich eine Lehrerin um."
Andreas S. weihte in den nächsten Minuten wohl noch weitere Schulkameraden in seinen Plan ein. Und auch sie nahmen ihn nicht ernst. Vor dem Landgericht hieß es später, Mitschüler hätten um insgesamt 1000 Mark gewettet, dass Andreas S. sich ja doch nicht traue. "Das waren nur Sprüche", wiegelte ein Freund später ab.
Erste Stunde, Geschichte: Bismarcks Innenpolitik. Die Lehrerin war Sigrun L., 44 Jahre alt. Sie galt als sehr streng.
Eine Viertelstunde nach Unterrichtsbeginn betrat Andreas S. den Klassenraum. Er trug - wie vergangenen Freitag Robert Steinhäuser - eine Maske über dem Gesicht, dazu links und rechts je ein Küchenmesser.
22-mal stach er zu. Sigrun L. hatte noch die Kraft, auf den Flur zu fliehen. Dort starb sie. Ihr Schüler und Mörder, Andreas S. , floh, verlor aber seinen Rucksack mit seinen Ausweisen. Noch mittags nahm die Polizei ihn fest.
Das Motiv? "Ich habe sie einfach gehasst", sagte er im Verhör. Er galt als unauffällig, umgänglich, seine schulischen Leistungen waren ordentlich. Nie zuvor war er durch Gewalttaten aufgefallen.
Hass sei nicht sein einziges Motiv gewesen, befand später das Gericht. Unter anderem habe Andreas eine Entwicklungsstörung seiner Persönlichkeit gehabt. Als ob das irgend etwas erklären würde.
Andreas S. wurde wegen heimtückischen Mordes zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Es braucht Waffen für diesen Krieg, und oft sind es Söhne von Waffennarren, die sich die Mittel für ihre Morde zu Hause beim Vater besorgen. So war es in Bad Reichenhall, im November 1999, als der 16jährige Martin P. vier Menschen, darunter seine Schwester, und sich selbst erschoss. So war es etwa auch im Schloss-Internat im bayerischen Brannenburg, im März 2000, als der 16-jährige Schüler Michael F. seinen 57-jährigen Internatsleiter erschoss, bevor er sich selbst eine Kugel in den Kopf jagte - vermutlich aus Rache, weil er von der Schule verwiesen worden war.
Zwei Handfeuerwaffen, einen Colt Kaliber .45 und eine Tanfoglio-Pistole Kaliber neun Millimeter, hatte der Täter dabei. Zu Hause in Bad Aibling, im Keller der Familie, fand die Polizei insgesamt 70 Waffen, darunter zwei Maschinengewehre, eine Pumpgun und 6500 Schuss Munition. Bis auf die Maschinengewehre und ein Sturmgewehr waren die Waffen alle legal im Besitz des Vaters.
Der Sohn hatte die Wut, die Gelegenheit, die Waffen. Er galt als aggressiv. Er war gewalttätig gegen jüngere Schüler. Aber "dass er zu einer solchen verhängnisvollen Tat bereit war", schrieben seine Mitschüler damals in einem offenen Brief voller Selbstvorwürfe, "das konnte keiner von uns ahnen".
Vor Gericht stand ein Jahr später der Vater des Schützen, und vorgeworfen wurden ihm nicht nur unerlaubter Waffenbesitz, sondern auch fahrlässige Tötung. Er sei mitschuldig, argumentierten die Witwe des ermordeten Lehrers und der Staatsanwalt. Er habe sein Kind früh an Waffen herangeführt und außerdem alle Hinweise darauf ignoriert, dass der Junge gewaltbereit sei und gefährlich für andere.
Doch die Richter entschieden, dass den Vätern kein Vorwurf zu machen sei. Im Fall Martin P. stellte schon die Staatsanwaltschaft in Bad Reichenhall die Ermittlungen ein. Im Fall Michael F. entschied das Traunsteiner Landgericht, der Vater habe "individuell nicht erkennen können", dass sein Sohn eine Bluttat plane. Er bekam zwei Jahre auf Bewährung, wegen unerlaubten Waffenbesitzes.
Sind Eltern verantwortlich für das, was ihre Kinder treiben? Können Erziehungsfehler justiziabel sein?
Tatort Pausenhof
Der große Abgang, das ist wohl die Vorstellung, die in den Köpfen der Massenmörder spukt. Es ist eine fürchterliche Berühmtheit, nach der diese Jungs sich sehnen, das berauschende Gefühl von Macht: Ich bestimme, von mir allein hängt es ab, wer lebt und wer nicht.
Die Psychologen, die sich nun zu Wort melden, sagen, der Mörder von Erfurt sei ein Nachahmer gewesen, einer, der seine Idee aus dem Fernsehen oder aus der Zeitung hatte. Und sein Vorbild könne Meißen gewesen sein.
Der Mord von Meißen hat bundesweit eine Welle von Gewalttaten an Schulen produziert - Kopien, misslungene oder perfide geplante, und nun diese Steigerung, die in Deutschland kaum vorstellbar war.
Die Zahl von Angriffen auf Pädagogen ist in die Höhe geschossen, aber auch Beleidigungen und Bedrohungen nahmen seit Meißen stark zu. Alleine 41 Lehrer wurden in Berlin im vergangenen Schuljahr Opfer einer Attacke.
Ein Lehrer einer Berliner Grundschule wurde beispielsweise nach der Schule von drei jungen Männern in einem Einkaufszentrum abgefangen und zusammengeschlagen. Der Unterricht des Mannes, der einen Kollegen vertreten sollte, hatte einer elfjährigen Schülerin schlicht und einfach nicht gefallen. Das Mädchen hatte daraufhin ihre Freunde mobilisiert und die Schlägerei in Auftrag gegeben.
Die Analyse solcher Fälle habe gezeigt, sagt die Gewaltbeauftragte der Berliner Schulverwaltung, Bettina Schubert, dass es an fast jeder Schule eine kleine Gruppe höchst schwieriger Kinder gebe, die Mitschüler und Lehrer regelrecht "in Angst und Schrecken versetzen". Darunter seien genauso hoch intelligente wie besonders leistungsschwache Schüler. Bis heute sind die Pädagogen ziemlich ratlos darüber, wie mit diesen Kindern umzugehen ist.
Immer wieder registrieren die Psychologen, dass unter den Tätern viele ehemalige Schüler sind, die alte Rechnungen mit Gewalt begleichen wollen - so wie damals in Meißen und jetzt in Erfurt.
Bei einer Schülerbefragung 1999 an der Oststadtschule I in Ludwigsburg gaben 60 Prozent der Mädchen und 80 Prozent der Jungen an, selbst schon gewalttätig geworden zu sein. Drei von vier Schülern haben bereits Erfahrungen als Opfer von Gewalt gesammelt. Und etwa jeder dritte Hamburger Schüler besitzt nach eigenen Angaben eine Waffe zum Selbstschutz.
Jedes siebte Kind werde ein- oder mehrmals pro Woche von anderen schikaniert, sagt Mechthild Schäfer, Psychologin am Institut für empirische Pädagogik und pädagogische Psychologie der Uni München. "Die Kinder haben maßlos Angst, in die Schule zu gehen, sie sind weniger leistungsbereit, leiden an Magenschmerzen, Kopfschmerzen oder Übelkeit", sagt der hessische Pädagoge und Schul-Mobbing-Experte Karl Dambach.
In der Werner-Stephan-Schule, einer typischen Brennpunkt-Hauptschule in Berlin-Tempelhof erarbeiten die Klassensprecher jedes Jahr ein Versprechen an die Schulgemeinschaft, das jeder Neuankömmling ablegen muss: "Ich wende keine Gewalt an", heißt es da unter Punkt 5, und Punkt 6 lautet: "Ich bringe weder Waffen noch Drogen mit und erpresse meine Mitschüler nicht."
Und im Ruhrgebiet knüpft die Psychotherapeutin und Pädagogin Dagmar Kaplan seit 1996 ein Netzwerk gegen Gewalt an Schulen: Jugendamt und Schulverwaltung, Eltern, Jugendeinrichtungen, Politiker, Pädagogen und die Regionalstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien arbeiten mit. Langsam beginnen auch die offiziellen Berufsvertreter, sich auf die veränderte Sicherheitslage an deutschen Schulen einzustellen. Vor zwei Jahren war eine Delegation der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in den USA, um sich den von Gewalt beherrschten Alltag an amerikanischen Innenstadt-Schulen anzusehen.
"Wie im Hochsicherheitstrakt" fühlte sich etwa Gewerkschafterin Marianne Demmer beim Besuch einer Grundschule in New York. Das Gebäude sicherte ein meterhoher Metallzaun, Privatpolizisten patrouillierten auf dem Pausenhof, eine Sicherheitsschleuse am Eingang leuchtete jeden Besucher nach Waffen ab. Weder Schüler noch Pädagogen, so beobachtete die ehemalige Grundschullehrerin, konnten sich noch frei bewegen.
Solch eine "gefängnismäßige Situation" müsse in Deutschland möglichst vermieden werden, sagt Demmer. Sonst sei kein "ungezwungenes Lernumfeld" mehr möglich. Die Gewerkschafterin ist überzeugt: "Gegen einen solchen Amoklauf wie den in Erfurt hilft auch eine rundum gesicherte Schule nichts mehr."
Die Waffen
Eine Waffe in Deutschland auf dem Schwarzmarkt zu besorgen ist so schwer nicht. Eine Makarow-Pistole kostet in der Szene rund 500 Euro, eine Magnum von Smith&Wesson 1800 Euro, und manche Pistolen sind auf Flohmärkten schon für 75 Euro zu haben.
Ausgerechnet am vergangenen Freitag beschloss der Bundestag gegen die Stimmen der FDP und PDS eine Verschärfung des Waffengesetzes. Es war kein großer Schritt, aber es war immerhin ein Schritt. "Das Problem", sagte Otto Schily, "sind nicht die legalen, das Problem sind die illegalen Waffen."
Das ist nicht ganz so sicher. Denn Robert Steinhäuser hat sich, wenn bewiesen wird, was sich Ende voriger Woche andeutete, seine Pistole und seine Pumpgun ganz legal besorgt.
Die Pumpgun, 1893 erstmals gebaut und 300 bis 1000 Euro teuer, ist ein traditionelles Jagdgewehr, das etwa zum Töten von Fasanen und Rebhühnern verwendet wurde. Ihre verheerende Wirkung fasziniert auch die Filmindustrie, die sie zur Modewaffe machte.
Kenner wie der hessische Waffenexperte Fridolin Jacobs schätzen, dass in Deutschland allein etwa 20 Millionen so genannter Altwaffen illegal im Umlauf sind. Seit Jahren, sagt Konrad Freiberg, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), würden seine Kollegen vor diesem "zunehmenden Bürgerkrieg in Deutschland" warnen.
Immerhin 7,2 Millionen Waffen besitzen die Deutschen ganz legal. Die starke Waffenlobby, sagt Sachsen-Anhalts Innenminister Manfred Püchel, habe bisher alle Bemühungen um ein schärferes Waffenrecht verhindert. Und auch die gerade erst verabschiedete Reform ist nach Ansicht von Fachleuten nur halbherzig. Die Länder hätten sich gegen eine zentrale Erfassung aller Waffen in Deutschland gesperrt, kritisiert die GdP.
Der Abschied
Am Abend legten Jugendliche und Erwachsene Blumen vor dem Gutenberg-Gymnasium nieder. Die Polizei ließ sie dafür durch die Absperrung schlüpfen; aber noch immer hielt sie Ausschau nach dem mysteriösen zweiten Mann, dem Mittäter, von dem Schüler gesprochen hatten. Gibt es ihn? Oder hatten sie doch alle nur Robert Steinhäuser gesehen, scheinbar überall zur selben Zeit?
Um 20 Uhr fand in der überfüllten Andreaskirche ein Trauergottesdienst statt; viele Menschen standen mit weißen und roten Rosen vor der Kirche und weinten.
Es war diese Mischung aus Trauer und Aggressivität, die es immer nach solchen Ereignissen gibt, die keiner fassen und verstehen kann. Das bekamen besonders die Kamerateams zu spüren. "Haut ab mit eurer kapitalistischen Meinungsmache", schrie jemand. Eine Erfurterin bat um Verständnis: "Ma chen Sie die Kamera aus, heute sind wir alle genug gestorben."
Um 21 Uhr läuteten alle Kirchenglocken Erfurts. Um 23.11 Uhr transportierten vier Wagen die Leichen aus der Schule ab.
Zuvor hatte der Pastor Psalm 22 vortragen lassen: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"
KLAUS BRINKBÄUMER,
ANNETTE BRUHNS, UWE BUSE, JÜRGEN DAHLKAMP, CARSTEN HOLM, ULRICH JAEGER,
ANSBERT KNEIP, FELIX KURZ, BEATE LAKOTTA, JÜRGEN LEINEMANN, UDO LUDWIG,
CORDULA MEYER,
SVEN RÖBEL, ANDREA STUPPE, BARBARA SUPP,
ANDREAS WASSERMANN, STEFFEN WINTER
Von Klaus Brinkbäumer, Annette Bruhns, Uwe Buse, Jürgen Dahlkamp, Carsten Holm, Ulrich Jaeger, Ansbert Kneip, Felix Kurz, Beate Lakotta, Jürgen Leinemann, Udo Ludwig, Cordula Meyer, Sven Röbel, Andrea Stuppe, Barbara Supp und Wasser

DER SPIEGEL 18/2002
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