27.05.2002

KONZERNE

Poker um Beiersdorf

Das Geschacher um den Hamburger Beiersdorf-Konzern mit seiner Weltmarke Nivea geht weiter. Zum Verkauf stehen 43,6 Prozent der 84 Millionen Aktien. Das Paket hält die Münchner Allianz. Zusammen mit Tchibo (30-Prozent-Inhaber) will der Versicherer angeblich versuchen, Beiersdorf vom MDax in den Dax zu bringen, was meist kräftige Kursgewinne zur Folge hat. Der Wechsel würde einen Verkauf an ausländische Konkurrenten wie Procter & Gamble oder L'Oréal ausschließen, über den vergangene Woche spekuliert wurde. Die derzeitige Marktkapitalisierung von rund elf Milliarden Euro würde Beiersdorf bereits für die Dax-Mitgliedschaft reichen. Nur müsste der frei handelbare Aktienteil noch steigen. Der Plan: Tchibo soll das Allianz-Paket übernehmen, damit den eigenen Anteil auf 50 Prozent aufstocken und den Rest, rund 20 Millionen Aktien, in den Handel bringen. Ein Insider: "Wenn Tchibo das macht, würde sich die Börse mächtig freuen."


DER SPIEGEL 22/2002
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