10.06.2002

SALZIG SALZIG SALZIG SALZIG

Israel? Mit dem ersten Atemzug sei es offenbart: Ich kenne keinen Weg zum ewigen Frieden. Je mehr ich erfahre und je tiefer ich einsteige in diese Geschichte, umso untauglicher werde ich für nassforsche Ratschläge.
Abrahams Söhne
Blutwein der Vergelter
Tränen in der Kelter
Stahl und Steine fressen
und nie nicht mehr kein Brot
Selbstmordmörder sterben
Heillos ohne Scherben
Auf den Augenlidern
so schlafen sie sich tot
Gottesstreiter schlachten
Abrah''ms Söhne trachten
Nur danach, wie einer
den anderen verdirbt
Teufelskreis der Rache
Weinen in der Lache
Blutwein muss ich saufen
wo alle Hoffnung stirbt
Aber das breite Publikum in Deutschland sitzt in der Loge und glotzt mit dem kalten Glasauge selektiver Fernsehkameras ins heiße Getümmel da unten in der Arena. Die meisten von uns leben dabei rein emotional von der Hand in den Mund, vom tollen Schnappschuss direkt ins Herz. Im Kopf gähnt eine laue Wurschtigkeit.
Die Kenntnis wenigstens der wichtigsten historischen Fakten, die man braucht, um sich ein Urteil über geschichtliche Prozesse zu bilden, ist kaum da. Viele Deutsche wissen nur dumpf: Ja, ja! Wir waren im Tausendjährigen Reich nicht besonders nett zu den Juden, aber das ist blutiger Schnee vom vergangenen Jahr, wir wollen politically correct sein und es niemals vergessen - aber unter uns: Was geht''s uns an? So gut wie gar nichts wissen die meisten von der Geschichte des Judenstaates, der 1948 gegründet wurde, nachdem die Uno beschlossen hatte, das britische Mandatsgebiet Palästina, auf dem es niemals irgendeinen palästinensischen Staat gegeben hatte, in zwei souveräne kleine Staaten zu verwandeln, einen jüdischen und einen Staat der Palästinenser.
Heute weiß es jeder Israeli, vorausgesetzt, er lebt nicht gerade finanziell oder religiös davon, dass er nix wissen will. Jedermann kann es mit bloßem Auge sehen, dass d ie dauerhafte Besetzung von nun 35 Jahren noch schlimmer als ein Verbrechen, nämlich: ein fataler Fehler war, der jeden Tag alle Menschen auf beiden Seiten immer nur noch teurer zu stehen kommt. Ein Teufelskreis hat sich verfestigt, der kaum noch zu durchbrechen ist. Jeder israelische Rückzug, jedes Nachgeben, jedes Entgegenkommen wird von Arafat und seinen Leuten als Schwäche und als israelische Niederlage interpretiert und stachelt nur immer neue Vernichtungsphantasien an, die in die blutige Tat umgesetzt werden wollen.
Kein Besatzer kommt mit sauberen Händen davon. Warum? Allein schon, weil ja die allermeisten so genannten einfachen, die
normalen Menschen, auch auf Seiten der Palästinenser freundliche kleine Leute sind, die eigentlich nichts anderes wollen, als ihr kleines Menschenleben einigermaßen friedlich zu Ende zu leben wie wir alle.
So sieht es aus: Nicht der totalitäre Arafat mit seinem Terrorkrieg, sondern das demokratische Israel steht inzwischen am europäischen Pranger. Die Völker im Abendland haben eben alle ein geradezu intimes Schuld- und Schandeverhältnis zu den Juden. Irgendwann mal abgeschlachtet, ein bisschen ausgerottet, verjagt, ausgeraubt, diskriminiert und ausgeliefert haben sie ihre jüdischen Mitbürger ja fast alle. Bei näherem Hinsehen natürlich jedes Mal sehr verschieden. Aber der gemeinsame Nenner ist doch ein dumpfes Missbehagen, ein ordinär parfümiertes Gemisch aus schlechtem Gewissen, aus Verleugnung, intellektuellem Neid und gutmenschelndem Selbstmitleid. Und das macht alles noch heilloser - seit eh und je lastet nun mal dieser unentrinnbare Fluch auf all den verschiedenen Tätern: Was sie an ihnen verbrochen haben, das wollen und können sie ihren Opfern niemals verzeihen. Und schlimmer noch: An dieser schwelenden Schuld tragen dann auch noch die schuldlosen Kinder der Kindeskinder.
Egal: Dumpf oder luzide - sie bleiben den Juden treu verbunden im Hass. Die Moden wechseln dabei. Manchmal raufen die Antisemiten im zeitgeistlichen Auf und Ab der Generationen sich auch die Haare aus und tragen die Schuld ihrer Vorväter dann im härenen Gewand einer evangelisch gestylten Philosemitelei.
Die US-Amerikaner sind da fein raus. Bei ihnen liegen andere Leichen im historischen Keller, jüdische aber nicht. Sogar die liberalen Engländer haben vor ein paar hundert Jahren sämtliche
Juden auf den britischen Inseln ausgerottet oder von dort verjagt. Die Spanier zwangen gerade vorgestern ihre Diaspora-Juden in die abermalige Diaspora, das war im Jahr des Kolumbus 1492. Spaniens Juden mussten unter Ferdinand von Aragón und Isabella von Kastilien zum Katholizismus konvertieren oder aber im Königreich alles stehen und liegen lassen auf der Flucht in andere Länder.
Viele sephardische Juden flohen damals in die Provence, nach Italien und sogar bis in die Türkei. Andere kamen über Frankreich nach Holland und etliche weiter hoch bis nach Hamburg-Altona. Immerhin: Nur 450 Jahre später überlebten einige solcher Juden auf der Flucht vor den Nazis ausgerechnet unter dem faschistischen General Franco in ebendiesem Spanien sicherer als etwa in der benachbarten Zone Libre unter dem Quislingregime des Generals Pétain im Süden Frankreichs.
Ach, und Hitlers Endlösung der Judenfrage kam etlichen der okkupierten slawischen Völker sogar gelegen. Viele der noblen Polen rechnen es noch heute den Nazis klammheimlich hoch an, dass Polen bei dieser günstigen Gelegenheit so gut wie judenfrei gemacht wurde. Länder wie Dänemark und Bulgarien bilden eine rühmliche Ausnahme von der Regel.
Was mit den Juden in der Sowjetunion unter Stalin geschah, ist eine grauenvolle Geschichte, die kaum einer auch nur vom Hörensagen kennt. Vorzugsweise verfolgt und diskriminiert und getötet wurden die Juden in der Sowjetunion, seit Stalin an die Macht kam. Aber wer weiß schon in Deutschland, dass dieser Josef Stalin kurz vor seinem Tode allen Ernstes die sowjetische Lösung der Judenfrage organisierte. Nur des Diktators Tod im Jahre 1953 rettete damals die Juden der Sowjetunion vor der realsozialistischen Deportation ins fernöstliche Berobidschan.
Wer all so was aber gar nicht weiß - wie soll er ermessen können, was die Gründung des Staates Israel für die Überlebenden der Schoah und der stalinistischen Verfolgungen bedeutet?
Und wie viele deutsche Nazis und deren um- und abermals umerzogene Nachkommen es unter uns gibt, die den Juden bis heute Auschwitz nicht verzeihen konnten, das sieht man anschaulich wie im Bilderbuch tagtäglich an unseren Medien. Auch ich beobachte dieser Tage die stimmenfängerischen Eskapaden im Wahlkampf der Parteien. Möllemann walsert, und Walser möllemännelt. Das eröffnet nach 60 Jahren nun eine schon zynisch zivilisierte Verwertungsphase: damals die Kleider, die Schuhe, die Haare und die Goldzähne - jetzt Wahlstimmenfang und Bücherpromotion.
Wir merken es seit dem 11. September und seit dem Afghanistan-Krieg ja auch an den eigenen Kindern, wenn sie am Küchentisch aus der Schule plaudern. Besonders seit Arafat die zweite Intifada in einen systematischen Terrorkrieg mit der hochmodernen Primitivwaffe der Selbstmordmörder weiterentwickelt hat, machen viele Lehrer, vornehmlich die Grauköpfe der 68er-Generation, aus ihrer antisemitischen Mördergrube kein alternaives Herz mehr.
In pazifistelnder Pose denunzieren viele dieser beamteten Friedensfreunde im Schulunterricht den jüdischen Staat als einen militaristischen Nazi-Staat: Mit tartüffischer Gebärde entlarven sie Scharon als Hitlers Wiedergänger. Motto: Die Juden haben immer noch nix gelernt aus der Lektion, die wir ihnen in Auschwitz erteilt haben! Das wäre eine modernere Endlösung der Judenfrage: Saddam Hussein befördert demnächst mit nordkoreanischen Raketen drei Sprengköpfe über die paar hundert Kilometerchen nach Israel, Atombomben, die ihm arbeitslos gewordene Kernphysiker aus der Sowjetunion in unterirdischen Fabriken im Irak gebaut haben.
Drei mittelstarke Bomben reichen für Tel Aviv und Haifa und Jerusalem. Nach solch einem Vernichtungsschlag hätte Israel womöglich in Deutschland eine etwas bessere Presse.
So bin ich reingeraten in den Schlamassel mit diesem Gelobten Land: Vor zehn, elf Jahren, direkt nach dem Golf-Krieg, als ich Israel so gut wie gar nicht kannte, da hatte ich noch gut reden. Ich besuchte bei Gelegenheit meiner ersten Konzerte die drei großen Städte des heiligen Ländchens. Der flüchtige Besucher kriegt dort erst mal diese Faustregel verpasst: In Haifa wird gearbeitet, in Tel Aviv gelebt, und gebetet wird in Jerusalem.
Ich lieferte damals auch Konzerte in dem avantgardistischen Khan-Theater, mitten in der umstrittenen Hauptstadt. Danach lud der Romancier Amos Oz mich ein. Ich besuchte den populären Schriftsteller und Aktivisten der Friedensbewegung in der kleinen Wüstenstadt Arad, nur eine halbe Autostunde westlich des Toten Meeres. Ich bewunderte sein blühendes Gärtchen am Haus, bestaunte seine elektronisch geregelte und schön sparsame Bewässerungsanlage. Ich inspizierte den massiven Festungsbau seiner hohen Bücherwände. Ich beobachtete, wenn ich schon nichts verstehen konnte, des Mannes Körpersprache, wenn er mit seiner schönen Frau Nili über irgendwelchen weltlichen Alltagskram in der uralten Hochsprache des jüdischen Gottes redete.
Als wir dann zu zweit bei einem Spaziergang am Rande von Arad in die endlose Wüste gerieten, lieferte Amos Oz mir einen ersten Schnellkurs für Anfänger über den Staat Israel: Ein schreckliches Land! Unregierbar! You know: Andere Demokratien haben einen Regierungschef. Wir verrückten Juden in Israel aber, wir haben hier vielleicht drei Millionen von der Sorte. Wir haben, egal wie die Wahlen ausfallen, immerzu und überall diese selbst ernannten Ministerpräsidenten. Das sind nervige Eiferer, die alles besser wissen, Nörgler, die alles anders haben wollen, Angeber, die natürlich vernünftiger regieren könnten als jede Regierung. So klagte mir Amos Oz. Und nicht ohne selbstironischen Stolz fügte er hinzu: Unter all diesen Klugscheißern gebe es wiederum anstrengend viele, die alles andere als Dummbeutel sind.
Aber wir Israelis schmeißen uns unsere Klugheiten gegenseitig rechthaberisch vor die Füße. Wir sind eben das grobe Gegenteil vom Typ des ängstlichen Ghetto-Juden aus dem galizischen Schtetl. Wir sind hier so aufgeregt, so stolz, so jung, so bedroht. Alles in Israel riecht nach brennender Ungeduld und stinkt nach Intoleranz.
Solch ein Land sei unregierbar. Kurz: Jeder Jude mischt sich ein in alles.
Ich wollte natürlich mithalten beim patriotischen Klagen über das eigene Land und hielt dagegen: In meinem wiedervereinigten Deutschland sei es noch schlimmer! Ausgerechnet viele der befreiten Untertanen der SED-Diktatur sehnen sich zurück nach den Fleischtöpfen Ägyptens. Katzenjammer in der unbequemen Freiheit. Keiner mischt sich leidenschaftlich ein.
Ausgerechnet in der Ex-DDR gehen immer weniger zur Wahl. Es wimmelt von wohlgenährten Sauertöpfen im privaten Mauseloch! Kein Hunger nach Veränderung. Kein Aas interessiert sich fürs Ganze. Wir Deutschen kümmern uns nur noch ums Wetter und um die Vorruhestandsrente! Amos Oz schüttelte den Kopf. Und ich dachte: In der Fremde vor staunenden Fremden kann man solche trefflichen Pauschalurteile übers eigene Vaterland angenehm unwidersprochen raushauen.
So hatte also jeder mit geübter Gebärde erst mal sein Leiden am eigenen Vaterland vorgezeigt: Wunden wie Orden. Dann aber redeten wir endlich, wie die Juden sagen, Tacheles, und das heißt, wir kamen zur Sache: Wir schwiegen. Stillschweigen in solch einer biblischen Landschaft - da kommen aus der tiefsten Tiefe die archaischen Geschichten hoch.
Nun zeigte mir Amos Oz den Trick, wie man in solcher Lautlosigkeit auf die stark abgeschwächten Echos der Echos der Echos lauscht. Wir lauschten dem Nachklang vom Gebrüll und Gezeter aus biblischen Urzeiten. Mir wuchsen riesige Elefantenohren. Und so hörte ich das 3000 Jahre alte Echo vom Familienstreit, wie er im Buch der Bücher geschildert wird: Abraham hört auf seine Frau Sara, die nicht will, dass ihr Sohn Isaak um sein Erbe gebracht wird. Der Alte verstößt daraufhin sein Kebsweib, die ägyptische Magd Hagar und ihren Sohn Ismael, der dann Erzvater aller Araber wurde, also auch Urahne dieser Palästinenser.
Solche ollen Kamellen zu wissen, wird uns wenig nützen bei der Suche nach einem Weg zum Frieden heute. Aber das Samenkörnchen, aus dem dann dieser mächtige Menschheitsbaum in Jahrtausenden heraufwuchs, an dessen starken Ästen so viele Leichen baumeln, soll uns daran erinnern, dass die Geschichte länger ist als unsere paar Jahrzehnte hier auf Erden.
So erlebte ich vor zwölf Jahren meine erste romantische Begegnung mit dem Land der Bibel.
Seitdem lockte es mich jedes Jahr zurück in den Judenstaat, zum Singen auf der Bühne, zum Reden in Stadtwohnungen und Kibbuzim. Und wenn ich das Glück hatte, geriet ich gelegentlich mit Amos Oz ins wortreiche Schweigen am Rande der Wüste. Inzwischen begreife ich das Gelobte Land schon besser und merke: Je mehr ich da sah und lernte und begriff, umso zögerlicher und zager werde ich in meiner Urteilskraft. Aber das spüre ich deutlich genug: Die menschliche Atmosphäre in Israel hat sich in dieser kurzen Zeitspanne seit dem Golf-Krieg radikal geändert.
In den ersten Jahren hatte der Friedensprozess bei den Israelis große Erwartungen zum Blühen gebracht. Den übertriebenen Hoffnungen folgte bald die vielleicht übertriebene Hoffnungslosigkeit. Der Grund ist klar: Je besser es an den Verhandlungstischen in den USA, in Scharm al-Scheich oder in Oslo voranging, desto schlechter wurde alles im tagtäglichen Leben.
Die Terroranschläge gegen die Juden häuften sich. Je näher den familiären Todfeinden ein Friedensvertrag kam, desto brutaler eskalierte der Bruderkrieg. Die jüdischen Mütter mussten immer größere Ängste haben, ihre Kinder in den Schulbus zu setzen. Die so genannten einfachen Leute, quer durch alle sozialen Schichten und politischen Blöcke sagten dasselbe: Wenn immer mehr Juden in diesem falschen Friedensprozess ermordet werden, dann wollen wir lieber einen richtigen Krieg ertragen als diesen faulen Frieden. Also wie das deutsche Sprichwort wissen will: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!
So ging es Schlag auf Schlag. Rabin, der Mann der Versöhnung, war umgebracht worden, weil er den Palästinensern die Preisgabe jüdischer Siedlungen im Westjordanland angeboten hatte. Der coole Hardliner Netanjahu wurde daraufhin zum Ministerpräsidenten gewählt. Als auch der nur immer tiefer in den mörderischen Schlamassel führte, wählten die Israelis gegen ihn einen Mann der Versöhnung: Barak. Als dann aber dessen Angebot auf dem Verhandlungstisch lag, fast das ganze Westjordanland zu räumen, jüdische Siedlungen aufzulösen und die arabischen Außenbezirke Jerusalems den Palästinensern zurückzugeben - und zwar als Hauptstadt eines souveränen Staates Palästina -, da lehnte Arafat dieses Angebot schroff ab, aus begründeter Todesangst vor seinen eigenen Leuten.
Die jüdischen Siedler im Westjordanland machten grauenhafte Freudentänze. So verstärkten sich abermals die Terroranschläge. Daraufhin wählten dann die brutal desillusionierten Israelis - nun schon im panischen Reflex - scharf rechts: den General Scharon.
Und seit der nun mit Panzern und Flugzeugen gegen die verschiedenen konkurrierenden Terrorgruppen vorgeht, wurden die Selbstmördermorde ein totalitär demokratischer Volkssport, und alles wird nur noch immer schlimmer.
Abermals steht nun das Land an einem Scheidewege. Das nächste Mal werden die Wähler in Israel zu entscheiden haben, ob der Judenstaat demnächst lieber den Fehler machen soll, starke Schwäche zu zeigen oder den passenden Gegenfehler: schwache Stärke.
Und weil in solch einer Tragödie ja jede Entscheidung nur falsch sein kann, herrscht in dem Gelobten Winz-Land inzwischen eine irrationale Ratlosigkeit quer durch die ganze jüdische Bevölkerung. Auch diese Schraube dreht sich noch immer weiter ins auserlesene Fleisch des Judenvolkes: Eine lähmende Hoffnungslosigkeit hat die Menschen überwältigt. Gab es vor ein paar Jahren noch drei Millionen - so gibt es heute gar keinen Ministerpräsidenten mehr in diesem kleinen Judenstaat. Es gibt wirklich keinen einzigen, denn der offizielle Mann in der Funktion des Regierungschefs ist nur ein erprobter Militär. Doch leider, so kommt es mir vor, ist Scharon kein Mensch mit schöpferischen politischen Visionen.
Dabei halte ich ihn keineswegs für das blutrünstige Militärmaschinenmonster, als das ihn die falschen und echten Feinde Israels gern karikieren.
Fast alle meine sehr verschiedenen Freunde in Israel eint, dass sie diesen chronischen Kriegshelden zum Kotzen finden. Aber um so deutlicher will ich sagen, dass sie alle etwas wissen, was heute im freien Westeuropa nur wenige wahrhaben wollen: Dieser gutgehasste verfettete alte Haudegen ist eine demokratisch kontrollierte, eine moralische Lichtgestalt im Vergleich zu seinem Kontrahenten Arafat und anderen arabischen Selbstherrschern.
Jeder könnte es wissen: Die Israelis haben 1967 die arabischen Gebiete okkupiert, damit sie endlich ein Faustpfand haben, das sie bei Verhandlungen für einen soliden Friedensvertrag wieder rausrücken können. Dieses Faustpfand explodiert ihnen jetzt in der nackten Faust. Also wollen sie es so schnell wie nur irgend möglich loswerden. Die Finger der jüdischen Faust sind zusammengekrampft und blutig.
Nur eine Minderheit verbohrter Groß-Israel-Fanatiker und ein paar verbrannte religiöse Extremisten in Erez Israel brauchen womöglich solch eine Ermahnung, dass die Juden endlich, wie mir eine Pastorin aus der früheren DDR schrieb, "... nun endlich mal einen demokratischen palästinensischen Staat tolerieren ...".
Wenn ich so was lese, muss ich böse lachen. Die Israelis würden sich schon dankbar bescheiden mit einer stinknormalen palästinensischen Militärdiktatur, wenn diese in Ruhe ihr eigenes Volk brutal unterdrückt, aber wenigstens das Existenzrecht des Judenstaates respektiert.
Trotz all der Rückschläge und leeren Versprechungen und der immer massiver werdenden Mordanschläge sind sogar heute noch 54 Prozent der Israelis für die sofortige Gründung eines palästinensischen Staates ohne Wenn und Aber. Sie können aber nur die Existenz eines Palästinenserstaates hinnehmen, der das Existenzrecht Israels in Worten und Taten, in Verträgen und gleichberechtigten Beziehungen - hoffnungsfroh oder zähneknirschend, egal! - anerkennt. Es geht nicht um eine rührselige Verbrüderung, schon gar nicht um Liebe, es geht um ein Mindestmaß an hassvernünftiger Toleranz unter tief verfeindeten Brüdern. Frieden kann man - logisch auch für gewiefte Dialektiker! - nun mal nur mit Feinden schließen, nicht mit Freunden. Genau solch einen bitteren Frieden aber kann der sieche Arafat am Tropf seiner arabischen Geldgeber und Machtgeber und aus Angst vor den Un-Geistern, die er rief, offenbar nicht schließen.
Sobald aber Arafat seinen souveränen Staat haben wird, werden die reichen arabischen Staaten, von den Militärdiktatoren à la Saddam Hussein in Bagdad und von Assads Söhnchen in Damaskus, von den reaktionären Feudalscheichs in Saudi-Arabien bis zu den muslimischen Fundamentalisten in Iran ihn alimentieren. Und mit den Dollarmassen, die er seinem verelendeten Volk vorenthält, würde ein Machtmensch wie Arafat direkt oder indirekt all die A- und B- und C- Waffensysteme besorgen, die nötig sind, um die Eliminierung der Juden im Nahen Osten endlich zu vollenden.
Dabei haben palästinensische Kampforganisationen wie Hamas und Islamischer Dschihad, bezahlt und instrumentalisiert von Iran, von Syrien und vom Irak, dem Friedensnobelpreisträger Arafat längst schon mehr als die Hälfte seines Einflusses entrissen. Das kenne ich aus der deutschen Geschichte: In einer Demokratie kann man mit einer Stimme Mehrheit im Parlament regieren.
Das Leben in der DDR aber hat mich gelehrt: Totalitäre Macht, die nicht mehr total ist, zerbröselt und schlägt dabei umso brutaler um sich.
So steht es in der Bibel: "Alles hat seine Zeit ...", doch Arafat hat in den Jahren, als Rabin noch am Ruder des jüdischen Staates stand, den Zeitpunkt verpasst. Damals war seine reaktionäre Macht wenigstens noch Allmacht. Damals hätte er mit dem despotischen Mittel uneingeschränkter Willkür von oben herab seinem Volk einen Frieden mit Israel verordnen können.
Ich halte den Mann übrigens für noch viel schlimmer als korrupt, er ist im schäbigsten Sinne ein Idealist. Korrupt sind Arafats Hofschranzen, mit denen lässt sich womöglich handeln.
Sich einen historischen Namen machen und Machtgier - das ist sein lebenslängliches Elixier.
Und sogar wenn er es plötzlich aus schlaudummer Altersweisheit wollte - er würde bei einem radikalen Neuanfang zu Gunsten eines wirklichen Friedens wahrscheinlich keinen Tag unter seinesgleichen überleben.
Ist es in Deutschland bekannt, dass Arafat in der PLO und in seinem kleinen palästinensischen Fast-schon-Staat mehr als ein Dutzend verschiedene Geheimdienste eingerichtet hat? Den logistischen und militärtechnischen Grundstein dazu legte ihm auch das MfS zu DDR-Zeiten, in brüderlicher Hilfe. Giftgaskurse, Sprengstofflehre, Umgang mit chemischen und bakteriologischen Waffen, die Methode von verdeckten Morden und trickreichen Anschlägen mit simpler Technik. Die palästinensischen Kader wurden in der DDR trainiert. Und sie haben dann ihrerseits die RAF-Kämpfer im Nahen Osten ausgebildet.
Der militante Jassir Arafat trägt seine Uniform wie eine zweite Haut. Er ist ein morgenländischer Apparatschik, ein Schwadroneur, der schon sein Leben lang mit anderer Leute Arsch durchs Feuer reitet. Jetzt, als früh gealterter Tattergreis, schickt er gesunde junge Männer und aufblühende Mädchen bombenumgürtet in den eingebildeten Märtyrertod.
Er forciert diese Methode des Menschenopfers, während seine eigene hübsche blonde Ehegattin mit ihrer entzückenden Tochter ein feudales und parasitäres Luxusleben in Frankreich führt.
Ich würde diese private Nebensache mit keinem Wort erwähnen, wenn ebendiese Madame Suha Arafat in Paris nicht vor kurzem ein Statement der Weltpresse geliefert hätte, in dem sie heldenmütterlich bedauert, dass sie von Arafat keinen Sohn hat, den sie mit einer Bauchbombe in den Dschihad, den Heiligen Krieg, gegen Israel schicken kann.
Wir haben eine Freundin in Tel Aviv, Ilana B. Sie wütete vor ein paar Tagen am Telefon: Man muss dieser Frau von Arafat in Paris unbedingt verklickern, dass neuerdings auch Mädchen als Selbstmordmörder großzügig akzeptiert werden. Soll Frau Arafat doch ihre eigene Tochter schicken, nein, besser: Soll sie selbst doch sich den Bombengürtel umschnallen und aus Schusseligkeit schon zu Haus im Salon zünden!
Junge Frauen kommen mit ihrem tödlichen Sprengstoffgürtel leichter in Autobusse und trotz der Kontrollen in israelische Supermärkte rein.
Der echte Wahnsinn in diesem sehr weltlichen Religionskrieg wird immer noch surrealer: Die einzige Stimme gegen den Einsatz der weiblichen Todesengel kam aus dem Mund eines besonders strengen Muslim-Geistlichen im Gaza-Streifen, Scheich Jassin.
Dieser fundamentalistische Hamas-Prediger wetterte mit seiner wohl bekannten Fistelstimme: Es sei nicht vereinbar mit dem Koran, dass ein jungfräuliches Dschihad-Mädchen bei solch einem gottgefälligen Terrorattentat dermaßen unsittlich ohne männliche Begleitung ihres Vaters oder Bruders auf die Straße in Haifa oder Tel Aviv oder Jerusalem geht. Immerhin tadelte er nun den Mord an israelischen Zivilisten als Verbrechen, auch nach den Regeln des Islam.
Wie könnte es anders sein - es gibt hinter den Kulissen natürlich auch andere Akteure, bessere Leute. Ich Hamburger Fischkopf kenne sogar ein paar solcher Palästinenser, kluge und tapfere Menschen, souveräne Charaktere, autarke Köpfe, wie es sie in jedem Volk gibt. Aber solche menschlich-allzumenschlichen Exemplare finden in all den muslimischen Staaten kaum eine Chance. Sie haben Ängste, und die sind begründet.
Die Palästinenser werden kalt lächelnd von ihren diversen Obrigkeiten in den einigenden Terrorkrieg gegen das kleine starke Israel gehetzt. Der Diktator Saddam Hussein zahlt jeder arabischen Familie in Palästina, die einen so genannten Märtyrer aufgezogen hat, pro Leiche einen Stückpreis von 25 000 Dollar. Und Arafat zahlt, wie aus einer Privatschatulle, die ihm die Europäer zur Beschwichtigung füllen, solchen tragisch missbrauchten Heldeneltern monatlich eine Ehrenrente von durchschnittlich 1000 Dollar. So sind die Preise in diesem Laden.
Es ist leider wahr: Die arabischen Staatsbürger Israels wurden jahrelang von der israelischen Obrigkeit als Menschen zweiter Klasse diskriminiert. Zugleich aber gibt es kein einziges arabisches Land, in dem Araber solche demokratischen Rechte und Freiheiten genießen wie im gehassten Israel. Kein arabischer Israeli käme auf die Idee, lieber in irgendeinem der arabischen Bruder-Länder zu leben, die den Staat Israel vernichten möchten.
In Syrien wurden im Jahre 1982 auf einen Schlag 20 000 Bewohner der Stadt Hama von syrischen Sicherheitskräften abgeschlachtet, weil es dort zu islamistischen Protesten gegen den mit der Sowjetunion verbündeten Militärdiktator Assad in Damaskus gekommen war. Die Familie des Diktators von Syrien gehört der Alawiten-Konfession an, die nicht einmal 10 Prozent der syrischen Bevölkerung ausmacht, aber fast 100 Prozent der Machtpositionen im Staat, in der Armee und in der herrschenden Baath-Partei besetzt hält. Unbotmäßige Landeskinder schmachten auch heute noch unter Assads Sohn, einem in London ausgebildeten Arzt, in syrischen Internierungslagern.
Der Vater des jungen Königs von Jordanien hat im Jahre 1970 mit Hilfe seiner Beduinen-Soldaten über Hunderte, die Arafat-Leute behaupten: 30 000 Palästinenser abgeschlachtet, weil sie einen Staatsstreich versucht hatten. 60 Prozent seiner Untertanen sind aber heute trotz alledem Palästinenser. Nach diesen Massakern des "Schwarzen September" flohen Tausende Kämpfer der PLO in den Libanon, von wo sie dann zwölf Jahre später General Scharon vertrieb. So schließt sich ein blutiger Kreis.
Solange das Volk von Palästina nur mit der Zunge von Arafat öffentlich redet, kann es keinen Frieden im Nahen Osten geben. Die Auslöschung des jüdischen Lebens im Nahen Osten war und blieb das eigentliche und sogar das einzige Ziel aller Angriffskriege von Arafat & Co. Der General Ariel Scharon ist die rein militärische Antwort des Judenstaates auf diese arabische Politik ohne Politik.
Insofern passen Arafat und Scharon ideal zusammen, sie sind zwei Seiten einer Münze. Beide müssen weg. Der entscheidende Unterschied ist nur: In Israel gibt es alle paar Jahre demokratische Wahlen.
Es ist ja so viel leichter, eine Bombe zu basteln und halbe Kinder damit ins Paradies abzukommandieren, als am Leben zu bleiben und die kommunale Müllabfuhr zu organisieren.
Es ist für einen jungen Märtyrer bequemer, im Paradies Allahs die versprochenen 70 Jungfrauen zu deflorieren, als eine einzige richtige junge Frau hier auf Erden glücklich zu machen und mit ihr drei gesunde und kluge und friedensfähige Kinder aufzuziehen.
Vielleicht gibt es solche hoffnungsvollen und wirklich tapferen Menschen im palästinensischen Untergrund, die eines Tages den Streit gegen ihre wirklichen Unterdrücker und Ausbeuter und Verderber wagen. Ja, in meinem hoffenden Herzen denke ich unbeirrt, dass es nicht nur diverse Terroristen wie Bin Ladens Qaida-Schläfer in Hamburg-Harburg gibt, sondern auch ein paar arabische Freiheitskämpfer, die für ein demokratisches Palästina als Schläfer in Hebron auf ihre Stunde warten.
Es scheint keine Rebellen zu geben, keine kühne Frau, keinen tapferen Mann. Mag sein, es gibt sie, aber ich kenne leider kein Symbol der Hoffnung unter den Palästinensern, nicht mal irgendeinen populären Schriftsteller, keinen Künstler, Wissenschaftler oder gar einen Rivalen von Arafat. Nicht mal irgendeine Art Protestsänger kann ich erkennen, keinen arabischen Bob Dylan oder Mikis Theodorakis oder Bulat Okudschawa oder Wladimir Wyssozki oder Daniel Viglietti oder Violeta Parra oder Victor Jara, der für Frieden, Demokratie und Menschlichkeit seine Stimme erhebt.
Das ist doch längst klar, es ist auch oft genug gesagt worden und unbestreitbar: Beide Völker, also die Nachkommen von Abrahams Söhnen Ismael und Isaak, haben ihr gleiches Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in diesem kleinen Land. So habe ich es scharf im Kopf. Aber das Herz schlägt und zittert in einer solchen tragischen Konstellation natürlich für die Menschen, die man persönlich besser kennt. Hätte ich einen geliebten Freund in Nablus, würde ich dort jeden zweiten Tag anrufen, um gewiss zu sein, dass er noch lebt.
So aber vertelefonieren meine Frau und ich Unsummen für manchmal verzweifelte Angstgespräche mit Freunden in Tel Aviv oder zum Kibbuz Schefaim, wo die große Familie des Dichters Jizchak Katzenelson wohnt: Rochele, Jizchak, Jaél, Chaim und Judithi - alles Menschen mit einem Gesicht, das mir lebendig vor Augen steht. Bei meinem Fellow Professor Gabi Warburg, dem Islamwissenschaftler in Haifa, rufe ich schon gar nicht mehr an, wie auch bei meinen Freund Schmuel "Tommy" Huppert, dem Radioliteraten von Kol Israel. Wir wählen hilflos und ratlos die Nummer vom Kibbuz Hazorea im Emek Jeesrael, wo die alt ge-
wordene deutsche Jekke-Jüdin Elisheva Tamir sich tief grämt über ihren verdüsterten Lebensabend im Gelobten Land. Besorgt wähle ich die Nummer meiner Freundin Naomi Kaplanski, die den Kongress "Heine in Jerusalem" im Mischkenot Schaananim so einfallsreich organisierte. Ich maile in den Kibbuz der Warschauer Ghetto-Kämpfer Lochamej Hagetaot zu meinem alten Freund Uri Aloni. Ich habe Scheu, nach Revivim im südlichen Negev anzurufen, wenn ich wissen will, ob Jonath Sened noch am Leben ist, die als Kind im Keller des Warschauer Ghettos beim Dichter Katzenelson deutsche Gedichte von Heine lernte. Ich quassel eine Stunde lang mit meinem Freund Nathan Zach am Rabin-Platz in Tel Aviv, der als Sechsjähriger mit seinen Eltern aus Berlin floh und ein großer Dichter in der hebräischen Sprache wurde.
Wenn die Sonne eine Stunde
später zu mir kommt am Morgen
westwärts bis nach Altona
Auf dem Weg von Israel, dann
Lieg ich wach und warte schon auf
ihre News und Totenklagen
Steine, Pizzeria, Panzer
In Jerushalajm Al-Aksa
Hamas, Libanon, Hisbolla
Sederabend in Netanya
Tel Aviv. Tod in der Disco
Haifa, Bethlehem und Jaffa
Siehste: Ick brauch jar keene Zeitung
Tagesschau, die doppelt quält
meine Sonne hat mir schon alles
hier in Deutschland über alles
viel wahrhaftiger erzählt
Und blutjunge Juden stiefeln
Angstvoll, von der Welt geächtet
als Besatzer durch die Westbank da
Rache wird gerächt mit Rache
Keiner kommt mit saubren Händen
aus dem Bruderkrieg am Jordan
Ob die Palästina-Fahne
Überm Sarg liegt, ob der blaue
Davidstern auf weißem Laken
Ach! bei dem Begräbnis sind auf
Beiden Seiten Müttertränen
salzig salzig salzig salzig
Und warum male ich das so schwarz, wie es leider ist, an die Wand? Na, weil ich hinter dem eigenen Rücken doch hoffe, dass die M enschen findig genug sind, mit dem Mut der Verzweiflung und ihr eigenes Verderben klar vor Augen, eine doch irgendwie lebbare Lösung zu finden. Aber sogar wenn das gelänge, dann gilt immer noch die alles übergreifende Grundwahrheit: Solche tiefen Konflikte der Menschheit können niemals eine endgültige Lösung haben, sie haben immer nur - eine Geschichte.
* Gemälde von Julius Schnorr von Carolsfeld, 1860: Auf Wunsch seiner Frau Sara (r., mit Sohn Isaak) schickt Abraham seine Zweitfrau Hagar (l., mit Sohn Ismael) in die Wüste. Ismael gilt als Urahn der Araber, Isaak als derjenige der Juden. * Nahost-Politiker Jürgen Möllemann, Solidaritätsdemonstration in Berlin, Synagoge unter Polizeischutz in Düsseldorf, Nazi-Schmierereien in Schwäbisch-Hall. * 1980 in der irakischen Hauptstadt Bagdad. * Im Dezember 2001 in einem libanesischen Flüchtlingslager.
Von Wolf Biermann

DER SPIEGEL 24/2002
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