21.09.2002

JUGENDLICHEDie unaufgeklärte Nation

Die von den 68ern ausgerufene sexuelle Revolution hat, so scheint es eine Generation später, in Wirklichkeit nicht stattgefunden. Eltern finden Gespräche über Sex und Verhütung noch immer peinlich. Weil Mädchen heute viel früher geschlechtsreif werden, zeigt solche Prüderie fatale Folgen.
Das Mädchen im bauchfreien Ringel-T-Shirt lächelt kokett. "In meinem Alter", sagt Michele und wirft den blonden Zopf in den Nacken, "in meinem Alter hat meine Mutter noch mit Puppen gespielt." Michele aus Berlin-Reinickendorf spielt nicht mehr mit Puppen. Michele ist 14. Sie war schwanger. Und hat im Mai abgetrieben.
Michele ist ein Kind aus soliden Verhältnissen. Papa leitender Angestellter einer mittelständischen Metallfirma, Mama Hausfrau. Fünfzimmerwohnung, Eichenschrankwand, Polstergarnitur. "Eine sehr harmonische Familie", sagt die Mutter, das Mädchen nickt.
Immer mehr Minderjährige in Deutschland werden ungewollt schwanger und entscheiden sich, meist nach schweren Konflikten, gegen das Kind. Während die Zahl der Teenager-Mütter in den vergangenen Jahren annähernd konstant blieb (4796 Geburten Minderjähriger im Jahr 2000), stieg die Zahl der Abtreibungen bei jungen Mädchen drastisch an: von 1996 bis 2001 - nach Daten des Statistischen Bundesamtes - bei den 15- bis 17-jährigen um 58,5 Prozent, bei den unter 15-jährigen sogar um 90,7 Prozent (siehe Grafik).
Zwar klingen die absoluten Zahlen der Abtreibungen bei Minderjährigen - sie stiegen von bundesweit offiziell 4724 Abbrüchen 1996 auf 7605 im vergangenen Jahr - nicht dramatisch, doch das Tempo der Zunahme ist Besorgnis erregend. Es wäre "unverantwortlich", sagt Norbert Kluge, Leiter der Forschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik der Universität Koblenz-Landau, einen "seit sechs Jahren andauernden Trend zu deutlich mehr ungewollten Schwangerschaften und Abtreibungen Minderjähriger weiter tatenlos zu beobachten". Politiker wie Niedersachsens Frauenministerin Gitta Trauernicht (SPD) fordern, es sei "höchste Zeit, das Problem politisch anzufassen".
Fragt sich nur, wie. Denn noch fehlen brauchbare Forschungserkenntnisse ebenso wie gesicherte Daten. So scheinen die Abbruchzahlen mitunter dann sprunghaft anzusteigen, wenn die amtlichen Zähler aus Wiesbaden mal wieder Ärzte und Beratungsstellen anmahnen, auch wirklich alle Abtreibungen zu melden - zum Beispiel zur Jahreswende 1999/2000. Das allerdings deuten Experten als Beleg für noch immer hohe Dunkelziffern von Abtreibungen bei ganz jungen Mädchen in Deutschland.
In einem Papier des Pro-Familia-Bundesverbandes heißt es, Kinder, die Kinder bekommen, seien häufig "arm" oder "vernachlässigt aufgewachsen". Das dürfte aber kaum als einzige Erklärung taugen.
Sexualforscher Kluge hat einen anderen Verdacht, der freilich Tausende Eltern, Erzieher und staatlich subventionierte Sexualberater in Erklärungsnöte bringt: Kinder und Jugendliche in Deutschland würden, so Kluge, "nicht ordentlich aufgeklärt - und vor allem nicht früh genug". Weil Kinder aus biologischen Gründen immer früher geschlechtsreif werden, müssten allerspätestens Viertklässler bestens Bescheid wissen - "aber da gibt es riesige Vorbehalte und Versäumnisse".
Jakob Pastötter, Präsidiumsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung, geht noch weiter: Deutschland sei eine "unaufgeklärte Nation". Fast 35 Jahre nach 1968, so Pastötter, sei die damals ausgerufene sexuelle Revolution in Wahrheit ausgeblieben - die Gesetzgebung sei eine Generation später zwar liberalisiert worden, die Gesellschaft aber nur "scheinaufgeklärt": "Das Wissen über Sex ist extrem gering, die Illusion, etwas zu wissen, dagegen groß - eine besonders gefährliche Mischung."
Trotz millionenschwerer Aufklärungskampagnen, trotz Schulaktionen und bunter Broschüren in Massenauflage seien die Veränderungen im Verhütungsverhalten Minderjähriger seit Anfang der achtziger Jahre "enttäuschend gering", konstatieren die Autoren der jüngsten Studie über Jugendsexualität der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Noch immer achtet nach dieser repräsentativen Befragung aus dem Jahr 2001 nur jeder fünfte Jugendliche "fast immer" auf Verhütung. Lediglich 13 Prozent der Jungen und 8 Prozent der Mädchen kümmern sich regelmäßig um Schutz vor Schwangerschaft; 7 Prozent der Jungen selten oder nie.
Bedenklich finden Experten wie Kluge vor allem das Zusammenspiel gleich mehrerer Entwicklungen: Die Sex-Anfänger werden immer jünger. 1980 Geborene hatten im Schnitt schon mit 13,7 Jahren das erste Mal Geschlechtsverkehr, beim Jahrgang 1977 lag das Durchschnittsalter dagegen noch bei 15,6 Jahren. Je jünger Mädchen und Jungen sind, desto spontaner kommt es zum ersten Mal. Und desto weniger denken sie an Verhütung.
Bei den in der BZgA-Studie befragten 14-Jährigen geschah für 59 Prozent der Jungen und 42 Prozent der Mädchen der erste Geschlechtsakt "völlig ungeplant und überraschend". Unter den 14- bis 17-Jährigen verhüten immerhin 16 Prozent der Mädchen und 21 Prozent der Jungen beim ersten Sex gar nicht oder völlig unzureichend. "Es ist reine Glückssache, wenn es da nicht zu ungewollten Teenie-Schwangerschaften kommt", warnt Kluge.
Mit der Qualität der Aufklärung scheint es ebenfalls zu hapern. Vier Fünftel der 14- bis 17-Jährigen halten sich nach eigenem Bekunden in sexuellen Fragen für bestens informiert - eine kühne Selbsteinschätzung. Denn bei wichtigen Detailfragen muss die Mehrheit passen. Nur 22 Prozent der Jungen und 43 Prozent der Mädchen wissen zum Beispiel, an welchen Tagen im Zyklus eine Frau besonders empfänglich ist. Auch die befragten Eltern waren da nicht viel klüger.
Die geben sich heute zwar fast durchweg lockerer und liberaler als im muffigen Nachkriegs-Deutschland. In beinahe jeder Stadt gibt es Beratungsstellen, allein aus der Bundeskasse wird Sexualaufklärung in diesem Jahr mit 5,1 Millionen Euro subventioniert. Und an den Schulen ist Aufklärungsunterricht laut Lehrplänen flächendeckend und fächerübergreifend Pflicht.
Doch die Realität sieht oft anders aus. "Zu biologielastig, zu technisch, zu punktuell" sei die Sexualerziehung an vielen deutschen Schulen, sagt Jutta Franz, 52, Schwangerenberaterin bei Pro Familia in Hettstedt nahe Halle: "Einmal erklären, wie ein Kondom funktioniert, reicht nicht." Was in Schulen verpasst wird, ist andernorts schwer nachzuholen: Nur zehn Prozent der Mädchen und zwölf Prozent der Jungen waren schon einmal in einer der mit flotten Broschüren und fachkundigem Personal ausgestatteten Beratungsstellen.
Auch zu Hause herrscht vielerorts Prüderie vor, sind Gespräche über Sex und Verhütung offenbar oft noch eine peinliche Pflichtübung: Fast ein Viertel der Eltern geben offen zu, dass ihnen die Aufklärung ihrer Kinder schwer gefallen ist. "Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass gute Aufklärung wirklich stattfindet", sagt Sexualforscher Kluge, "nur weil sie inzwischen als selbstverständlich gilt."
Was in Schulen an Sexualerziehung tatsächlich läuft, hängt häufig vom Einsatz einzelner Lehrer ab. Und von der Offenheit der Eltern. Mitte August musste etwa in Wiesbaden die Lehrerin einer vierten Grundschulklasse einen geplanten Unterrichtsbesuch bei Pro Familia absagen, weil empörte Eltern am Vortag bei der Direktorin interveniert hatten.
Es gebe zudem "nur wenig brauchbares Unterrichtsmaterial", klagt etwa Hennes Weiß, 50, Deutschlehrer an einem Gymnasium bei Darmstadt. Und: An keiner deutschen Uni lernen Lehrer, wie man mit Kindern über Sex spricht - von wenigen freiwilligen Aufbaukursen abgesehen. Beratungsstellen wie das Familienplanungszentrum Rüsselsheim bieten deshalb für verunsicherte Pädagogen Aufklärungskurse an. Und für Eltern ebenfalls.
Eltern in Deutschland, so die Frankfurter Sexualpädagogin Ina Graff, 36, möchten ihre Kleinen oft möglichst lange vor dem Thema Sex bewahren. Denn sie fürchten, "dass die Theorie Lust auf die Praxis weckt" - und müssten erst mal selber über Sinn und Zweck früher Sexualerziehung belehrt werden.
Allein die biologischen Tatsachen sprechen für frühzeitige Aufklärung - denn Mädchen können theoretisch immer eher schwanger werden. Bekamen vor rund 140 Jahren junge Frauen in Deutschland im Schnitt mit 16,6 Jahren ihre erste Menstruation, so lag das Durchschnittsalter 1994 bereits bei 12,2 Jahren, Tendenz sinkend. In Prognosen für 2010 gehen Sexualwissenschaftler davon aus, dass Mädchen schon mit durchschnittlich 10,3 Jahren ihre erste Periode bekommen werden - damit hätte sich die Geschlechtsreife in 150 Jahren um mehr als sechs Jahre vorverlagert (siehe Grafik Seite 70).
Als Grund führen Forscher das beschleunigte Körperwachstum in Industrieländern an: Die Geschlechtsreife setze meist ein, wenn Mädchen annähernd ihre Erwachsenengröße und mindestens 45 Kilogramm Körpergewicht erreicht hätten. Schon im vergangenen Jahr zählten die Statistiker in Deutschland immerhin 9 Abtreibungen bei Zehnjährigen - neben 4 bei 11-Jährigen, 18 bei 12-Jährigen, 113 bei 13-Jährigen und 552 bei 14-Jährigen.
Der "schwerste Erziehungsfehler", warnt Sexualforscher Kluge angesichts solcher Daten, sei es, erst in dem Alter mit seinem Kind über Sexualität zu reden, "in dem sich die Eltern selbst für das andere Geschlecht interessiert haben".
Eine Intensivbefragung von 20 minderjährigen Schwangeren und einer gleichaltrigen Vergleichsgruppe hat gezeigt, dass die schwangeren Teenies "deutlich später und seltener" (Kluge) in ihren Familien über Sex, Liebe und Partnerschaft gesprochen hatten.
Auch in Akademikerkreisen geht's beim Thema Sex oft krampfig zu. Die "typische Mittelklasse-Aufklärung", spottet Adele Stolz, 39, Sozialpädagogin in einem Kölner Mutter-Kind-Wohnheim und Mutter zweier Teenie-Töchter, komme meist zu spät: "Da sagt die Mutter zur 15-jährigen Tochter, die längst seit zwei Jahren Sex hat: ,Du, ich glaube, wir müssen mal essen gehen.'" Und die Tochter blocke "natürlich sofort ab".
Auch in den Familien von Katrin Lichtenstern und Andy Schulz aus Köln waren "Sex, Liebe und Verhütung nie ein Thema" (Katrin). An einem Freitag im September 2001 lernte sich das junge Paar in der Disco "A 4" in Köln-Poll kennen, sonntags trafen sie sich wieder, zwei Wochen später schliefen sie zum ersten Mal miteinander. "Und da ist es dann auch schon passiert", sagt Katrin.
Im Juli brachte das Mädchen mit den blondierten Haaren und der Schlaghose Söhnchen Max zur Welt - mit 17, Papa Andy, Schüler und selbst noch Kindergeld-Bezieher, war 16. "Wenn wir besser aufgeklärt gewesen wären", sagt Katrin, "wäre Max ein paar Jahre später geboren."
Katrins Kenntnisse über Verhütung stammten, erzählt sie, "vor allem aus ,Bravo'". Das reichte zwar, um selbständig die Pille zu besorgen, "aber über wichtige Details wusste ich einfach nicht Bescheid". Katrin nahm wegen einer Grippe Antibiotika - ohne zu ahnen, dass das die Wirkung der Pille beeinträchtigen kann. Und wurde ungewollt schwanger. So wie insgesamt fünf Minderjährige aus ihrem Freundeskreis: "Die haben zwar irgendwie verhütet, kannten sich aber auch nicht mit allem richtig aus."
Die Eltern fragte sie nicht - obwohl Katrin das Verhältnis zu ihnen als "wirklich okay, ohne größere Probleme" beschreibt. Der Frauenarzt half auch wenig: "Eine Verhütungsberatung gab's da praktisch nicht, der hat in einem Fünf-Minuten-Gespräch die Pille verschrieben und wohl gedacht, ich wüsste alles."
Dass in normalen Frauenarzt-Praxen oft zu wenig Zeit für Gespräche mit Jugendlichen bleibt, weiß auch Sabine Müller, 40, Leiterin des Fachbereichs Medizin beim Familienplanungszentrum "Balance" in Berlin. Deshalb nimmt sie sich mindestens eine halbe Stunde für jede Verhütungsberatung.
Von den Wissenslücken ihrer Sprösslinge hören Eltern manchmal erst, wenn es zu spät ist. Als Andys Eltern erfuhren, dass ihr Sohn ein Kind gezeugt hatte, seien sie "aus allen Wolken gefallen", sagt der Schüler. Die Familie - Vater Bahnangestellter, Mutter gelernte Postmitarbeiterin - "hatte wohl überhaupt nicht gedacht, dass wir Sex haben", meint er. Über eine Abtreibung haben Katrin und Andy lange nachgedacht. Doch Katrin brachte es "einfach nicht übers Herz, das Kind wegzumachen".
Jetzt wohnen sie zu dritt in einer 50-Quadratmeter-Wohnung mit Einbauküche und Bären-Püppchen an der Kinderzimmer-Lampe. Die Miete zahlt das Jugendamt, demnächst das Sozialamt. Sie leben von 307 Euro Erziehungsgeld, Kindergeld - und etwas Unterstützung von Verwandten.
Doch auch wenn Eltern alles richtig machen, schützt das die Tochter oder die Freundin des Sohnes nicht unbedingt vor einer ungewollten Teenie-Schwangerschaft. Das mussten die Eltern der 14-jährigen Michele erfahren.
Seit ihre Tochter sieben Jahre alt ist, sagt Mutter Anja, 34, die selbst gerade ein Kind erwartet, habe sie mit ihr über Sexualität gesprochen. Mit 13 lernte Michele im Schwimmbad ihren ersten Freund kennen. Die Mutter empfahl den beiden Kondome und Pille, rechnete mit ihr gemeinsam die fruchtbaren Tage aus. "Jedes Problem", lobt Michele, könne sie zu Hause "ganz offen besprechen".
Schwanger wurde sie - welch Pech -, weil ein Kondom riss, das sie wegen Antibiotika-Einnahme zusätzlich zur Pille benutzt hatte. "Über die Pille danach als Notfall-Medikament wusste ich Bescheid", sagt sie, "aber in dieser Situation war es mir einfach zu kompliziert, sie zu besorgen." Der Kondom-Unfall geschah zudem an einem Wochenende, die Frauenarzt-Praxis war geschlossen: "Wenn es die Pille danach ohne Rezept in Apotheken geben würde", sagt Michele, "dann hätte ich sie sicher genommen - und die Abtreibung wäre nicht nötig gewesen."
Was Sexualberater schon lange fordern, hat in der Debatte über Teenie-Schwangerschaften neue Aktualität bekommen. Die rezeptfreie Abgabe der Pille danach - sie könnte mithelfen, auch ganz jungen Frauen Abtreibungen zu ersparen. Ministerin Trauernicht spricht sich für einen Modellversuch aus. Gedacht wird an eine rezeptfreie Abgabe der Pille in Krankenhäusern oder Apotheken, nicht aber - wie zum Beispiel in England - auf Schulhöfen.
Wer ungewollte Teenie-Schwangerschaften verhindern will, müsste freilich auch die jungen Erzeuger schlauer machen. Noch immer finden Eltern die Aufklärung ihrer Söhne nicht so wichtig. Fast die Hälfte aller Jungen zwischen 14 und 17 Jahren bekommt laut BZgA zu Hause keine konkrete Verhütungsberatung.
Als wichtigste Zielgruppe für eine neue Aufklärungsoffensive haben Sexualexperten daher 12- bis 14-jährige Jungen ausgemacht. "Denn die", sagt Pro-Familia-Beraterin Franz, "wissen gar nichts." Evelyn Hupertz, 16, allein erziehende Mutter des fünf Monate alten Niclas Felix aus Köln, formuliert es noch drastischer: "Jungs finden Kondome lästig, wissen über andere Verhütungsmittel nicht Bescheid - und wenn die Freundin schwanger wird, verschwinden sie."
Praktiker berichten noch von ganz anderen Verhütungsproblemen: Einige Antikonzeptiva seien "der Lebenswirklichkeit der jungen Leute im Wortsinn nicht angepasst", so Beraterin Franz - manche Kondome seien für die immer jüngeren Sex-Anfänger einfach zu groß.
Auch Stefanie Freidank, 17, aus Dortmund hat nie einer gefragt, ob und wie sie verhütet. Mit 12 Jahren hatte sie ihren ersten Freund, mit 15 wurde sie schwanger - "weil ich zu schlecht aufgeklärt war, nicht wusste, dass eine Operationsnarkose die Wirkung der Pille beeinträchtigen kann".
Das Mädchen mit dem Raspel-Haarschnitt, Nasenring und Augenbrauen-Piercing lebt mit Sohn Eaton, 17 Monate, in einem Mutter-Kind-Wohnheim des Sozialdienstes katholischer Frauen. In der Mini-Küche ihres 30-Quadratmeter-Apartments kocht Stefanie Nudeln für Eaton - und erzählt, wie unangenehm es ihren Verwandten und Bekannten sei, über Sexualität zu reden, "selbst in den lockersten Kreisen".
Stefanie will mithelfen, dass das anders wird. Deshalb kommen manchmal Schulklassen zu ihr, und sie berichtet 15-Jährigen, wie das so war mit ihrer ungeplanten Schwangerschaft - "damit denen das nicht auch passiert".
Stefanie hat sich auch schon erkundigt, ob es Kinderbücher gibt, die vom Körper handeln. Denn spätestens wenn Eaton in die Grundschule kommt, will sie mit ihm "sehr offen und genau" über Sexualität sprechen. "Mein Sohn", sagt sie, "soll später besser Bescheid wissen als ich."
ANDREA STUPPE
Von Andrea Stuppe

DER SPIEGEL 39/2002
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