DER SPIEGEL



Journalist des Jahrhunderts

Von Bölsche, Jochen und Egleder, Heinz

Soldat, Verleger, Häftling, Parlamentarier, Publizist: Stationen im Leben Rudolf Augsteins

1923: Am 5. November wird Rudolf Karl Augstein in Hannover geboren. Seine Eltern sind Gertrude Maria Augstein und Friedrich Augstein, ein ehemaliger Kamerafabrikant und Fotokaufmann (Firma "Photo-Augstein"). In der gutbürgerlichkatholischen Familie wächst das Kind als jüngster Sohn unter insgesamt sieben Geschwistern auf.

1933: Augstein, der nach drei Schuljahren in einer katholischen Zwergschule auf das humanistische Kaiserin-Auguste-Victoria-Gymnasium in Hannover wechselt, erlebt als Neunjähriger die Machtübernahme der Nationalsozialisten. "Wenn man damals neun Jahre alt war, konnte man gar nicht leben, ohne Politik zu atmen", erinnert sich sein damaliger Schulfreund, der heutige israelische Politiker und Publizist Uri Avnery.

1938: Augsteins Vater, Anhänger der katholischen Zentrumspartei, erklärt seinem knapp 15-jährigen Sohn, Hitlers Politik bedeute Krieg und das Ende Deutschlands ("Finis Germaniae").

1941: In der Prima schreibt der katholisch erzogene Augstein religiöse Gedichte ("Oh Gott, ich habe Großes gewollt"). Nach dem Kriegsabitur am 23. April absolviert er ein Volontariat beim "Hannoverschen Anzeiger".

1942: Im April beginnt für Augstein der Kriegsdienst als Kanonier (Funker). Als die "FAZ" 1980 von ihm wissen will, welche militärischen Leistungen er am meisten bewundere, antwortet er: "Meinen Rückzug aus der Ukraine" (siehe Seite 146).

1945: Dem Leutnant der Reserve (Artilleriebeobachter) wird im April das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. "Unsereiner ist ja nicht dazu gemacht, Orden und Ehrenzeichen entgegenzunehmen", erklärt er später. "Ich habe das Eiserne Kreuz 2. Klasse nur auf dem Rückzug erhalten, und auch das noch unverdient."

1946: Nach Redakteursarbeit beim "Hannoverschen Nachrichtenblatt" und beim "Hannoverschen Anzeiger" übernimmt Augstein gemeinsam mit dem Fotografen Roman Stempka und dem Redakteur Gerhard R. Barsch von den Briten die Zeitschrift "Diese Woche", die nach dem Vorbild der britischen "News Review" und der amerikanischem "Time" entwickelt worden ist.

An das Auftreten des Lizenz-Bewerbers Augstein erinnert sich der britische Major John Chaloner 50 Jahre später: "Augstein saß da, blass, klein, in einem grauen Militärmantel ... Er war nicht im Geringsten unterwürfig wie die meisten Deutschen, die ich bis dahin kannte und die immer sehr schnell ,Jawoll, Herr Major, sehr richtig, Herr Major'' sagten."

"Wir wurden zensiert", berichtet Augstein später über den journalistischen Alltag 1946. "Alles wurde beanstandet. Ich tat auch alles, dass die Beanstandungen berechtigt waren ... Also das Ding war nicht zu halten, als British Paper nicht."

1947: Zum Jahresbeginn bekommt Augstein von den Besatzungsbehörden die vorläufige Genehmigung, den SPIEGEL herauszugeben, wie er den "Woche"-Nachfolger nennt. In der SPIEGEL-Erstausgabe am 4. Januar heißt es: "Die für die Herausgabe zuständigen britischen Behörden haben entschieden, dass die Zeitschrift nun unter unabhängiger deutscher Leitung herauskommen kann." Von Heft 1 an fungiert Augstein als Herausgeber und Chefredakteur. - Im selben Jahr schreibt der 23-Jährige das Theaterstück "Die Zeit ist nahe", das am 1. November 1947 in Hannover uraufgeführt und im SPIEGEL verrissen wird.

1948: Augstein versteht den SPIEGEL, wie sich sein Gründungskollege und Biograf Leo Brawand erinnert, schon früh als "Sturmgeschütz der Demokratie" und schreibt an "gegen den Hochmut der demontagewütigen Besatzungsmächte, gegen korrupte Politiker und gegen die Arroganz der Ämter".

In Heft 40/1948 erscheint zum Thema Wiederbewaffnung der erste Augstein-Kommentar, der mit dem Pseudonym "Jens Daniel" gezeichnet ist (siehe Seite 134).

1949: Im Januar wird Augstein, zum ersten Mal vor Gericht, von der Anklage der Verbreitung erweislich falscher Nachrichten freigesprochen; der SPIEGEL hatte gemeldet, bei einer Hausdurchsuchung beim Kieler Ex-Agrarminister Erich Arp seien Fleischbüchsen gefunden worden.

1950: Der SPIEGEL deckt den so genannten Hauptstadt-Skandal auf: Die Industrie habe die Wahl der neuen Hauptstadt mit Bestechungsgeldern zu Ungunsten Frankfurts beeinflusst. Der Bundestag setzt einen "SPIEGEL-Ausschuss" ein. - Augstein ist von 1950 bis 1962 gemeinsam mit dem Verleger John Jahr, danach bis 1969 gemeinsam mit dem Verleger und Drucker Richard Gruner Gesellschafter des SPIEGEL.

1952: Am 10. Juli beschlagnahmt die Polizei auf Veranlassung Adenauers eine SPIEGEL-Ausgabe mit einem Bericht über Kontakte des Kanzlers zu dem französischen Geheimagenten Hans-Konrad Schmeißer. Adenauer bezeichnet den Bericht als verleumderisch, nimmt aber am zweiten Prozesstag seinen Strafantrag zurück.

1959: Die seit Jahren betriebene Berichterstattung des SPIEGEL über Bonner Korruptionsfälle - etwa die Affäre um Leihwagen für Kanzler-Mitarbeiter (1958) - gipfelt in Enthüllungen über Unregelmäßigkeiten bei der Beschaffung von "Starfighter"-Kampfflugzeugen.

1962: Gereizt reagiert Verteidigungsminister Franz Josef Strauß auf weitere SPIEGEL-Berichte über korruptionsverdächtige Geschäfte - etwa um ein Bauprojekt der US-Armee ("Fibag-Affäre") und um italienische Rüstungsgüter ("Deeg-Affäre") - und die Einstellung eines Strauß-Familienfreundes als Generalbevollmächtigten einer Firma, der das Strauß-Ministerium Bundeswehraufträge zuschanzt ("Onkel-Aloys-Affäre").

Eine kritische Titelgeschichte über die Bundeswehr ("Bedingt abwehrbereit") nimmt Strauß am 26. Oktober zum Anlass, um unter dem Vorwand des Landesverratsverdachts die SPIEGEL-Redaktion besetzen zu lassen; Augstein und sieben Mitarbeiter werden festgenommen oder verhaftet (siehe Seite 126).

Die SPIEGEL-Affäre löst eine Welle der Empörung aus. Der Publizist Sebastian Haffner prophezeit: "Adieu Pressefreiheit, adieu Rechtsstaat, adieu Demokratie." Das christliberale Kabinett muss umgebildet werden - Anfang vom Ende der Adenauer-Ära.

Strauß, der Lüge vor dem Bundestag überführt, zieht sich in die bayerische Landespolitik zurück. Augstein, so urteilt später Erich Böhme, SPIEGEL-Chefredakteur von 1973 bis 1989, könne sich "die Feder an den Hut stecken, verhindert zu haben, dass Strauß je Bundeskanzler geworden ist".

1963: Nach 103 Tagen wird Augstein im Februar aus der U-Haft entlassen. Ade-

nauer wird im Oktober vorzeitig als Kanzler verabschiedet.

1965: Der SPIEGEL veröffentlicht ein Gespräch Augsteins mit dem Philosophen Karl Jaspers unter anderem zur Frage der Verjährung von NS-Verbrechen (siehe Seite 124); es ist eines von insgesamt mehr als 70 Gesprächen, die Augstein mit Politikern und anderen Personen der Zeitgeschichte führt. Jaspers beurteilt den SPIEGEL-Herausgeber als "ganz unscheinbaren kleinen Mann mit scharfer Intelligenz und enormem präsentem Wissen ... völlig unabhängig, auch seinem SPIEGEL gegenüber".

1967: Kurz vor seinem Tod empfängt Konrad Adenauer den SPIEGEL-Herausgeber, der ihn jahrelang heftig befehdete (siehe Seite 128). Lange Zeit hatte der Kanzler behauptet: "Das Schmutzblatt lese ich überhaupt nicht, das macht sich ja selbst kaputt."

Im Audimax der Hamburger Universität streitet Augstein mit dem Apo-Führer Rudi Dutschke. Wer das System umstoßen wolle, müsse sagen, "welches andere an die Stelle kommt", fordert Augstein. Dutschke droht: "Augstein soll sich nicht einbilden, dass er wegen der lumpigen 5000 Mark, die wir von ihm erhielten, von uns Rücksichten zu erwarten hat."

1968: Mit seinem Buch "Preußens Friedrich und die Deutschen" begibt sich der Journalist Augstein, wie die "Zeit" urteilt, unter die Historiker und Biografen, "um eine der wirksamsten und folgenreichsten Legenden deutscher Geschichte zu töten, ausgerüstet mit nichts als seinem scharfen Intellekt und einer spitzen Feder".

1969: Augstein wird Alleineigentümer des SPIEGEL.

1971: Der Verlag Gruner + Jahr beteiligt sich mit 25 Prozent am SPIEGEL.

1972: Augsteins Buch "Jesus Menschensohn" erscheint. Der katholische Theologe und Konzil-Berater Professor Karl Rahner verurteilt das Werk als "frontalen und totalen Angriff auf den, den alle christlichen Kirchen als Begründer ihres Glaubens bekennen". Heinrich Böll schreibt: "Immerhin beschäftigt sich hier noch jemand ernsthaft mit Jesus und der Kirche, bei weitem nicht so unfair, wie man ihm unterstellt hat."

Im traditionellen CDU-Wahlkreis Paderborn kandidiert Augstein für die FDP. Der Außenseiter rückt über einen Listenplatz in den Bundestag ein, verzichtet aber nach zwei Monaten auf sein Mandat, um sich wieder verstärkt dem SPIEGEL widmen zu können.

Nach internen Auseinandersetzungen um ein Redaktionsstatut trennt sich Augstein von linken Redakteuren, die ihm vorwerfen, er beherrsche den SPIEGEL "nach Art eines Sonnenkönigs". Er habe, sagt Augstein später, "die Anführer mit großem Bedauern rausschmeißen" müssen, "damit ich überhaupt wieder geschäftsfähig wurde".

1974: Augstein schenkt 50 Prozent des Unternehmens den SPIEGEL-Mitarbeitern.

Der SPD-Fraktionsgeschäftsführer Karl Wienand muss zurücktreten - der SPIEGEL hatte berichtet, der Sozialdemokrat habe Geld von der Fluggesellschaft Pan-International entgegengenommen; trotz Sicherheitsmängeln hatte die Regierung der Gesellschaft die Lizenz immer wieder verlängert.

1976: Nach dem Tod Martin Heideggers druckt der SPIEGEL ein Gespräch, das der

Philosoph bereits 1966 mit Augstein geführt hatte - unter der Bedingung, der Text dürfe erst posthum veröffentlicht werden (siehe Seite 136).

1977: Der SPIEGEL berichtet über einen illegalen Lauschangriff auf die Wohnung des Atommanagers Klaus Traube; die Abhöraffäre trägt dazu bei, dass Innenminister Werner Maihofer (FDP) 1978 zurücktritt. - Augstein wird (bis 1985) Mehrheitsgesellschafter des Filmverlags der Autoren und damit zum "Vater der deutschen Filmkultur" (so der Regisseur und Mitinhaber Hark Bohm).

1978: Der Stuttgarter Ministerpräsident Hans Filbinger bestreitet Vorwürfe des Schriftstellers Rolf Hochhuth, er habe als Marinerichter noch in den letzten Tagen des Dritten Reichs Kriegsurteile gefällt, und stellt sich als heimlicher Widerstandskämpfer dar. Als der SPIEGEL von Filbinger unterschriebene Todesurteile zu Tage fördert, muss der CDU-Ministerpräsident zurücktreten.

1980: Augstein gibt das Buch "Überlebensgroß Herr Strauß. Ein Spiegelbild" heraus.

1981: Im November löst der SPIEGEL die Parteispenden-Affäre aus, in deren Verlauf publik wird, dass der Flick-Konzern Politikern wie Kohl und Graf Lambsdorff von 1969 bis 1980 verdeckte Spenden in Höhe von mehr als 25 Millionen Mark zugeleitet hat. Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch wird 1987 wegen "Steuerhinterziehung durch Spenden" verurteilt.

1982: Der SPIEGEL enthüllt in drei Titelgeschichten, wie sich Neue-Heimat-Chef Albert Vietor und andere Manager auf Kosten des Gewerkschaftsunternehmens jahrelang bereichert haben.

1983: Die britische Universität Bath ernennt Augstein zum Ehrendoktor.

1987: Augstein wird Ehrendoktor der Universität Wuppertal. - Der SPIEGEL berichtet über Wahlkampfmachenschaften des christdemokratischen Kieler Ministerpräsidenten Uwe Barschel, der versucht hatte, seinen Herausforderer bei der Landtagswahl, Björn Engholm, bespitzeln und diffamieren zu lassen. Nach seinem Rücktritt wird Barschel in einem Genfer Hotel tot aufgefunden. 1988: Augstein führt im Kreml ein SPIEGEL-Gespräch mit Michail Gorbatschow über dessen Politik der Perestroika (Titel: "Wir haben uns in stürmische Fluten gewagt"). Der SPIEGEL wählt Gorbatschow zum "Mann des Jahres". - Die Universität Hamburg ernennt Augstein zum Ehrensenator. Der SPIEGEL deckt den Transnuklear-Skandal auf: Hunderte deutscher Atom-Manager sind von der gleichnamigen Atommüll-Firma bestochen worden.

1989: Kurz vor der Maueröffnung, am 30. Oktober, erklärt Chefredakteur Erich Böhme im SPIEGEL-Kommentar, warum "ich nicht wieder vereinigt werden möchte". Augstein distanziert sich eine Woche später von Böhmes Position (siehe Seite 132).

1990: Über ihre kontroversen Auffassungen zur Wiedervereinigung veröffentlichen Augstein und Günter Grass ein gemeinsames Buch ("Deutschland, einig Vaterland?"). Augstein argumentiert, der "Zug in Richtung Einheit" sei nicht aufzuhalten; Grass sieht ein "Zugunglück" programmiert.

Ein Augstein-Kommentar über den "Vereinigungskanzler" Kohl endet am 23. Juli mit den Worten "Glückwunsch, Kanzler!" Nach jahrelangen SPIEGEL-Attacken auf den CDU-Politiker sehen Beobachter wie Frank Schirrmacher ("FAZ") in den "zwei minimalistischen Worten, die banaler nicht sein könnten ... nichts weniger als eine Revolution". Nach SPIEGEL-Berichten über

Stasi-Verstrickungen legt Ibrahim Böhme sein Amt als Ost-SPD-Vorsitzender nieder, Lothar de Maizière (CDU) tritt als Bundesminister für besondere Aufgaben zurück.

1991: Der Stuttgarter Ministerpräsident Lothar Späth muss zurücktreten, nachdem der SPIEGEL die Finanzierung von Privat- und Dienstreisen durch baden-württembergische Unternehmen ("Traumschiff-Affäre") nachgewiesen hat.

1992: Nach einer SPIEGEL-Veröffentlichung stürzt Jürgen Möllemann (FDP) als Bundeswirtschaftsminister; er hatte in Schreiben an Handelsketten für einen Einkaufswagen-Chip geworben, den ein angeheirateter Vetter vertrieb.

1993: Im Mai legt der Kieler Ministerpräsident und SPD-Kanzlerkandidat Björn Engholm seine Ämter nieder - Reaktion auf SPIEGEL-Berichte, er sei früher als zuvor zugegeben über die Vorwürfe gegen Barschel informiert worden. Max Streibl (CSU) tritt nach der so genannten Amigo-Affäre - Urlaubsreise auf Kosten eines Unternehmers - als bayerischer Ministerpräsident zurück.

Franz Steinkühler (SPD) stürzt als Chef der IG Metall über den Verdacht, durch Insiderwissen Spekulationsgewinne verbucht zu haben.

1994: Für die Stadt Hamburg verleiht Bürgermeister Henning Voscherau Augstein die Ehrenbürgerwürde; er habe "als distanzierter, skeptischer Kommentator, ehrfurchtslos, aber nicht ohne Achtung, die demokratische Kultur in unserem Lande nachhaltig gefördert".

Im Dezember berufen die SPIEGEL-Gesellschafter auf Betreiben Rudolf Augsteins mehrheitlich den bisherigen SPIEGEL-TV-Chefredakteur Stefan Aust zum Nachfolger des SPIEGEL-Chefredakteurs Hans Werner Kilz.

1995: Augstein verteidigt sich in einem Editorial für SPIEGEL special gegen den Vorwurf, "zu negativ zu sein": "Wir haben eine parlamentarische Demokratie, deren Stärken wir kennen, und wir Journalisten sollten ohne Selbstüberschätzung dazu da sein, ihre Schwächen aufzudecken."

1997: Augstein nimmt das Große Bundesverdienstkreuz entgegen.

1998: Für das Jahr 2003 kündigt Augstein, gesundheitlich angeschlagen, seinen Rückzug aus dem SPIEGEL an: "Mit 80 ist Schluss. Wenn nicht schon vorher Schluss ist."

1999: Die Moskauer Hochschule für Auswärtige Beziehungen ernennt Augstein zum Ehrendoktor.

2000: Das International Press Institute in Boston verleiht Augstein den Titel "World Press Freedom Hero". Hundert namhafte Journalisten wählen Augstein zum "Journalisten des Jahrhunderts"; er sei zum "Gewissen der Nation" geworden.

2001: Im Mai wird dem SPIEGEL-Herausgeber für sein publizistisches Lebenswerk in der Frankfurter Paulskirche der Ludwig-Börne-Preis zuerkannt. "Börne war ein Beobachter seiner Zeit, hat sie kritisch begleitet", erklärt Augstein in seiner Festrede: "Ich sehe mich schon ein bisschen in dieser Tradition."

2002: Am 26. August kritisiert Augstein in seinem letzten SPIEGEL-Kommentar unter dem Titel "Die Präventiv-Kriegstreiber" die Washingtoner Irak-Politik. "Nur eine Form des Krieges", schreibt er, "ist Einzelstaaten erlaubt: die Selbstverteidigung gegen eine tatsächliche Bedrohung. Bedroht Bagdad die USA?"

JOCHEN BÖLSCHE, HEINZ EGLEDER

* Beim dritten Haftprüfungstermin am 8. Januar 1963 in Karlsruhe. * Mit Walter Scheel und Hans-Dietrich Genscher bei der konstituierenden Sitzung des siebten Deutschen Bundestags am 13. Dezember 1972. * Mit Moderator Joachim Wagner, im Februar 1990.

DER SPIEGEL 46/2002
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