Von Schmundt, Hilmar
Die erste Regel", sagt Rika Taylor gestreng, und lässt dabei den Blick über die 80 gespannten Gesichter im Seminar-Raum vor sich schweifen, "die erste Regel lautet: Wir glauben, dass die Menschen gut sind."
Das Publikum lauscht aufmerksam. Die meisten sind männlich, viele ergraut. Einige schreiben fleißig mit. Das Thema des Einführungsseminars klingt banal: Wie ersteigere ich Waren im Internet?
Wer allerdings glaubt, Internet-Auktionen erforderten nicht mehr als einen Mausklick, hat noch nicht fieberhaft im Netz nach dem günstigsten Angebot gefahndet; hat nicht stundenlang Preise verglichen, sich schließlich vorsichtig mit einem ersten Gebot an die Beute herangepirscht, um sich schließlich kurz vor Ablauf der Versteigerungsfrist bis in die Morgenstunden Bietergefechte mit Unbekannten zu liefern.
Netz-Auktionen sind ein interaktives Gesellschaftsspiel, das die Regeln der weltweit vernetzten Märkte ins Wohnzimmer der Netzkleinbürger trägt, was viele erst einmal überfordert. Deshalb sitzen die Anhänger dieses Volkssports hier im Media Park Köln und büffeln das kleine Einmaleins der Werbung, die Finessen des Fernabsatzgesetzes, das ABC des Globalkapitalismus von unten.
"EBay-University" nennt sich diese Alma Mater hochtrabend - eine eigenwillige Mischung aus Werbeverkaufsschau und Motivationslehrgang, angeboten von EBay, dem größten Internet-Auktionshaus der Welt. Wie ein Wanderzirkus wird die Show voraussichtlich noch durch München, Frankfurt, Hamburg, Halle (Saale), Köln, Stuttgart und Berlin tingeln.
Die hohe Schule der Tauschbörsianer dreht sich zunächst um die ganz billigen Tricks. "Angenommen, Sie wollen ein Cannondale-Fahrrad kaufen, was machen Sie?", fragt EBay-Trainerin Taylor im Grundseminar und beantwortet ihre Frage sofort selbst: "Sie suchen nach Dreckfuhlern! Zu Deutsch: Druckfehlern. Sie überlegen also, wie man Cannondale falsch schreiben könnte: Mit nur einem n in der Mitte, mit einem K am Anfang und so weiter. Falsch geschriebene Angebote sind nämlich billiger!"
Des einen Fehler ist des anderen Gewinn, denn die Nachfrage bestimmt die Höhe des Gebotes, und die Nachfrage nach falsch geschriebenen Waren ist gering. Im Lande von Buchpreisbindung und sozialer Marktwirtschaft können die Lehren der EBay-Paukerin eine weltbildumstürzende Erfahrung sein.
EBay ist mehr als ein Online-Flohmarkt, es ist ein veritables Wirtschaftswunder. Es mutet ironisch an, dass ausgerechnet eine Dotcom-Klitsche für Gebrauchtwaren sich als krisenfester entpuppt als so mancher etablierte Großkonzern, scheinbar völlig losgelöst von der derzeitigen Wirtschaftskrise. Der EBay-Jahresumsatz wird dieses Jahr voraussichtlich bei über einer Milliarde Dollar liegen, der Profit betrug allein im dritten Quartal 61 Millionen Dollar - im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 224 Prozent.
Rund 55 Millionen Kunden weltweit nutzen inzwischen EBay, allein in Deutschland sind es 6,4 Millionen. Waren im Wert von über einer Milliarde Euro pro Jahr werden im deutschen Teil des EBay-Reichs verhökert, Tendenz rapide ansteigend.
Jeder darf bieten, und jedem wird etwas geboten - über 160 Millionen Artikel geraten pro Vierteljahr unter den virtuellen Hammer. Die Palette reichte in der Vergangenheit von der Lederjacke des Rocksängers Freddie Mercury über eine Privataudienz beim Papst bis hin zu einem Flug zur Raumstation ISS. Vom Haus, in dem Bob Dylan als Kind wohnte, über ein Gulfstream-Flugzeug für fünf Millionen Dollar über einen kompletten Schiffsfriedhof oder eine Ölraffinerie bis hin zu der Häftlingshose des legendären Gangsterbosses John Gotti, angeboten von einem ehemaligen Knastbruder. Sogar die Weltraumagentur Nasa sucht hier nach Ersatzteilen für das angejahrte Space Shuttle.
Bunte Ballons mit dem Firmenlogo zieren das Foyer, wo in den Pausen Apfelkuchen und Kaffee aus 10-Liter-Kannen locken. 30 Euro haben die "Studenten" der so genannten Universität gezahlt, um einen gemeinsamen Traum zu träumen: vom Internet-Trödler zum Millionär.
Dieser Karriereplan klingt abwegiger, als er ist. Allein in Deutschland leben bereits über tausend deutsche Online-Händler als "Powerseller" von ihren Versteigerungen auf EBay. In den USA ernährt die Jobmaschine EBay inzwischen 150 000 Profis.
Ungläubig und wissbegierig scharen sich die Seminarteilnehmer um Marion von Kuczkowski, die in Köln als Inkarnation eines Traumes herhalten muss. Mit sanfter Stimme schwärmt sie davon, wie sie vor zwei Jahren ihre Berliner Modeboutique aufgab, um von einem kahlen Lagerraum aus per Internet ihre Umsätze zu steigern.
Drei Mitarbeiter müssen ihr mittlerweile helfen, Röcke, Blusen, Kostüme mit einer Digitalkamera abzulichten, die Bilder auf die EBay-Site hochzuladen und täglich rund 50 Pakete für den Postversand zu packen. Und die Verluste, fragt ein Zauderer, setze man die steuerlich ab? "Überlegen Sie nicht, wie Sie Verluste geltend machen", säuselt von Kuczkowski. "Überlegen Sie lieber, wie Sie Ihren Profit ausgeben wollen ..."
Die technischen Voraussetzungen für den Traum vom großen Geld sind gering und in fast jedem zweiten deutschen Haushalt vorhanden: Rechner, Modem und Telefonleitung. Sonst bedarf es nur einer gehörigen Portion Bauernschläue.
"Wenn ich zum Beispiel für ein Auto 5000 Euro bekommen will und als Mindestpreis 3000 Euro festsetze, bleibe ich auf dem Auto sitzen", doziert von Kuczkowski über die alltägliche Massenpsychologie des Globalbasars. "Aber wenn ich dasselbe Auto zum Einstiegspreis von einem Euro anbiete, komme ich am Ende auf über 5000." Die Erfahrung gibt ihr Recht: Niedrige Einstiegspreise locken mehr Bieter an, und je mehr Interessenten es gibt, desto fieberhafter überbieten sie sich - bisweilen sogar weit über den Neupreis hinaus.
Der Homo oeconomicus ist eben kein rationales Wesen: Kaufentscheidungen beruhen weniger auf Mathematik als auf Psychologie. Neuerdings setzt sich diese Erkenntnis auch in den herkömmlichen Hochschulen durch: Der Wirtschafts-Nobelpreis wurde in diesem Jahr zwei Professoren zuerkannt, die diese Erkenntnis mit Hilfe der "Spieltheorie" erforschen. Bei EBay ist die Nobelpreis-Erkenntnis längst Alltagswissen.
Einen fast fabrikneuen Wagen für einen Euro feilzubieten setzt allerdings eine eiskalte Zockermentalität voraus - und eine Menge Vertrauen in den Markt. EBay ist ein Großexperiment mit 55 Millionen Probanden, die sich gemäß einer gewagten Annahme verhalten: "Wir glauben, dass die Menschen gut sind."
Mit diesem Satz beginnen die von der Firma formulierten "Grundsätze der Gemeinschaft", die das Miteinander regeln sollen. "Wir glauben, dass eine offene Gemeinschaft das Beste in den Menschen hervorbringt", heißt es weiter, "wir bauen eine neue Welt und eine Gemeinschaft im Internet."
Sind die Menschen gut? Schon bei der zweiten Wiederholung dieses Mantras wird ein skeptisches Murren im Seminarraum hörbar. Haben nicht erst vor vier Monaten wieder einmal Trickbetrüger Stereoanlagen und Rechner versteigert, von den Bietern das Geld kassiert und sich dann aus dem Staube gemacht? Der Schaden belief sich auf über 200 000 Euro. Trotzdem blieb EBay wochenlang untätig. Die Geprellten organisierten sich im EBay-Forum. Doch eine Klage gegen den Internet-Basar hätte wenig Aussicht auf Erfolg. Denn juristisch übernimmt EBay keine Gewähr für die Lieferung der Waren.
"EBay ist nur ein Forum, wo sich Anbieter und Kunde treffen können", sagt Taylor, nun nicht mehr als Lehrerin, sondern als Anwältin ihrer Firma. "Das ist wie eine Kleinanzeige. Sie verklagen ja auch nicht die Zeitung, wenn der inserierte Gebrauchtwagen nichts taugt."
Ein Sturm der Entrüstung bricht ob dieser radikalen Laisser-faire-Attitüde los. "Aber EBay hat doch auch eine Verantwortung!", ruft ein schnauzbärtiger Mann mit Playboy-Kettchen und Lederhose. "Justicecop" steht als EBay-Spitzname auf seinem Namensschild, im Offline-Leben ist er Justizvollzugsbeamter und handelt in seiner Freizeit mit amerikanischen Sheriffsternen. Nun will er sein Hobby zum Beruf machen. "Viele Menschen sind gut", ruft Justicecop, "aber eben nicht alle."
"Ich liebe EBay", kontert Taylor, "aber wenn ich meinen Internet-Rechner einschalte, knipse ich doch nicht mein Gehirn aus." Dann preist sie wortreich den neuen Treuhand-Service an: eine Art Sonderkonto bei einer Partnerfirma, auf das der Käufer sein Geld überweist, aber erst zur Weitergabe an den Anbieter freischaltet, wenn er die Ware erhalten hat. Natürlich kostet der Service extra.
Kunde und Anbieter werden weitgehend sich selbst überlassen, aber das ist kein Fehler im System, sondern sein Erfolgsrezept. Denn das Abwälzen des Geschäftsrisikos hält EBay schlank - eine Milliardenfirma ohne Umtauschgarantie, ohne Schaufenster, ohne Lagerhallen, ohne Fuhrpark. Kassiert werden nur Grundgebühren und Provisionen von den Anbietern.
Genauso erstaunlich wie dieses Geschäftsprinzip klingt auch die Gründungsgeschichte der Börse: Nur sieben Jahre ist es her, dass der Informatiker Pierre Omidyar an einem Wochenende im September eine Tauschbörse für seine private Homepage bastelte. Es war ein Liebesdienst, so will es der Gründungsmythos: Seine Verlobte sammelte angeblich Pez-Figuren, Plastikspender für Bonbons, verziert mit den Gesichtern von Comicfiguren. Doch seit sie von der Ostküste ins Silicon Valley umgezogen war, vermisste sie ihre Clique von gleichgesinnten Sammlern.
Um seine Wochenend-Bastelei zu testen, bot Omidyar aus Neugier einen kaputten Laserpointer an, den er sonst weggeworfen hätte. Sagenhafte 14 Dollar wurden ihm für das Schrottgerät geboten. Schlagartig wurde ihm klar: Dies war mehr als nur ein Trödelladen, es war ein marktwirtschaftliches Experiment. Kein Ding hat einen "Wert an sich", denn was für den einen wertlos ist, bedeutet dem anderen viel, warum auch immer.
Gut 200 Jahre nachdem Adam Smith von einem Paradies des freien Marktes geschwärmt hatte, auf dem einzig das ungestörte Spiel von Angebot und Nachfrage wie eine "unsichtbare Hand" das Gemeinwohl steigert, schien es nun, als könne seine Vision in aller Radikalität Wirklichkeit werden. Bietet nicht das weltumspannende Netz die einzigartige Möglichkeit, den Markt von allen Verzerrungen zu befreien? Ist das Netz nicht die perfekte Preisfindungsmaschine?
Omidyar feierte den Online-Flohmarkt als eine Art Unabhängigkeitserklärung vom Großkonzern-Kapitalismus. "Von einem demokratischen, libertären Standpunkt aus", doziert er, "ist es nicht witzig, wenn dir eine Firma immer mehr und mehr Produkte reinwürgt." Sein Gegenprogramm: "Ich wollte es anders machen und dem Individuum die Möglichkeit eröffnen, nicht nur Verbraucher, sondern auch Produzent zu sein."
Rasch sprach sich die Kunde von der freakigen Tauschbörse herum. Nach ein paar Monaten führte Omidyar Transaktionsgebühren ein. Die meisten Händler bezahlten, indem sie ein paar Dollarnoten in Kuverts steckten. Bald musste Omidyar einen Mitarbeiter anstellen, eigens um Berge von Geldpost zu öffnen und die Einnahmen zu verbuchen. Noch bevor ein Jahr um war, setzte er mit dem Flohmarktdienst bereits über 10 000 Dollar im Monat um und kündigte seinen Programmierjob.
Schnell expandierte sein Experiment. Es entstand eine anonyme Gemeinschaft, zusammengehalten durch den Glauben an den Markt und an das Gute im Menschen. Diese kalifornische Ideologie lässt sich auch an der deutschen Niederlassung ablesen, einem Zweckbau im Europarc Dreilinden an der Autobahn südwestlich von Berlin - ausgerechnet auf dem Gelände einer ehemaligen Grenzabfertigungsstation. Wo früher die Kontrolleure der Kommandowirtschaft Kofferräume durchkramten, thronen heute die Apostel der Online-Liberalisierung.
Doch die "offene Gemeinschaft" droht Opfer ihres eigenen Erfolgs zu werden. Denn auf dem Siegeszug um den Globus ist das EBay-Imperium unübersichtlich geworden - was Neulinge oft überfordert.
"Immer wenn ich etwas ersteigern will, wird mir das in allerletzter Sekunde noch weggeschnappt", beschwert sich Karen Tobias alias "lottilustig", eine Grafikerin mit hennarotem Haar und Latzhose, die gerade ihren Job beim Fernsehen verloren hat.
Was lottilustig nicht weiß: Ausgebuffte EBay-Profis lassen automatische Bietprogramme im Internet für sich arbeiten, die fast sekundengenau das Höchstgebot an den EBay-Server senden. "Sniper" heißen diese Präzisionsbieter - Scharfschützen. Scharfschützenhelfer wie die Firma Esnipe.com verdienen, indem sie meist ein Prozent des Höchstgebotes kassieren. Die Firma wechselte sogar selbst einmal per Auktion den Besitzer - durch Sniping. In Deutschland allerdings geht EBay inzwischen mit einstweiligen Verfügungen gegen die Scharfschützen vor - mit wechselndem Erfolg.
Wer sich heute als Neuling ins EBay-Imperium verirrt, findet weniger eine "neue Welt" und eine "offene Gemeinschaft" als ein babylonisches Gewirr von Tarifen, Tricks und technischen Finessen. Je weiter das Trödel-Imperium seinen Siegeszug ausdehnt, desto mehr nähert es sich eben jenen wirren, ungerechten Methoden herkömmlicher Märkte an, gegen die es ursprünglich angetreten war.
Ausgerechnet die guten alten Festpreise sind neuerdings besonders beliebt, fast jeder fünfte Artikel wird derzeit per "Sofortkauf" erworben, ohne zu steigern. Auch Firmen wie Audi bieten bei EBay ihre Produkte an - dieselben Unternehmen, die den Kunden mit Werbung "immer mehr und mehr Produkte reinwürgen", wie Omidyar jammern würde. Und die "Content Task Force" macht als eine Art EBay-Polizei Jagd auf unmoralische Angebote: Organspenden, Wahlstimmen, Raubkopien oder Elfenbein.
Auch von der Gleichheit der Nutzer bleibt nicht viel. Wer es sich leisten kann, lässt sich per Handy über den Auktionsverlauf informieren und bietet von unterwegs aus mit. Das globale Dorf differenziert sich aus in Klickvieh und professionelle "Powerseller", die auf Grund ihrer hohen Umsätze besonders intensiv betreut werden von EBay. Um diese Online-Profis sozial abzusichern, die ihren regulären Beruf oft aufgegeben haben, führt EBay in den USA sogar eine spezielle Krankenversicherung ein - fast wie ein herkömmlicher Arbeitgeber.
Es scheint paradox: Nirgendwo können die Kräfte des Marktes so unumschränkt walten wie im Netz. Doch der freieste Markt der Welt sehnt sich anscheinend nach Festpreisen und Privilegien, sozialer Absicherung und Autorität. Das wird auch bei der Schlussdiskussion der EBay-University deutlich.
"Ich finde es einen Skandal, dass EBay einfach seine Nutzer bevormundet", sagt Axel Gronen alias "axelg", Betreiber der Protest-Site www.wortfilter.de. "Wenn ich zum Beispiel nach einem ,Cafétisch' suche, werden mir keine Angebote angezeigt, weil in dem Suchbegriff der Wortbestandteil ,fetisch' auftaucht."
Tatsächlich ist der "Wortfilter" von EBay eine mitunter bizarre Spielart der politischen Korrektheit: "Reise-Führer" monierte er bis vor kurzem als rechtsradikal, "Idiot" zensiert er als beleidigend. Doch Anfragen nach "Arschloch", "Titten" oder gefährlichen "Springmessern" dagegen lässt er gelten. Unter seinen Mitstudenten indes schlägt "axelg" vor allem überwältigendes Desinteresse entgegen. "Mich interessiert nicht Zensur", ruft einer, "sondern Umsatz!" Damit ist das Thema abgehakt.
Heiß her geht es dagegen beim Thema "Kundenbewertungen" - einem Herzstück der Online-Börse. Nach jeder Transaktion können Käufer und Verkäufer gegenseitig bewerten, ob die Ware gut war und ob das Geld pünktlich überwiesen wurde - eine Art immaterielle Währung: Ein gutes Bewertungsprofil lockt Kunden und bedeutet einen geldwerten Vorteil. Immer wieder müssen inzwischen sogar Scheidungsrichter darüber befinden, wer nach der Trennung die gemeinsam erworbenen EBay-Bewertungen zugesprochen bekommt.
Viele Händler beschweren sich über so genannte Rachebewertungen, die leichtfertig vergeben werden - und nur schwer rückgängig zu machen sind. "Gegen Rachebewerter müsste es ein virtuelles Hausverbot geben", fordert einer. "EBay brauchte eine Art Gerichtshof."
Forderungen nach mehr Gleichheit, mehr Verantwortung, mehr Ordnung werden laut. Eigentlich sollte ja die EBay-University das EBay-Universum nur erklären. Doch ihren Studenten geht es darum, es zu verändern.
Die Regelstudienzeit beträgt acht Stunden, gegen 17 Uhr bekommen die Absolventen ein "Zertifikat" ausgehändigt: "... hat erfolgreich an der EBay-University teilgenommen", steht auf dem bunt bedruckten Papier.
Aber Erfolg ist relativ. "Neues gelernt habe ich eigentlich nicht", sagt ein Auktions-Alumnus zufrieden. "Aber ich konnte den EBay-Leuten endlich mal so richtig meine Meinung sagen, ohne mit einer Standard-Mail abgefertigt zu werden." HILMAR SCHMUNDT
DER SPIEGEL 1/2003
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