24.03.2003

„Du musst das hochziehen“

Die Bomben auf Bagdad markieren eine Zäsur in den transatlantischen Beziehungen. Was mit dem Gelübde „uneingeschränkter Solidarität“ begann, mündete in einem Zerwürfnis. In den anderthalb Jahren vor dem Krieg hat sich das deutsch-amerikanische Verhältnis radikal verändert. Eine Chronik:
20. MÄRZ 2003, BERLIN
Um halb vier wird Bundeskanzler Gerhard Schröder in seiner Wohnung im Kanzleramt geweckt. Der Angriff auf den Irak habe begonnen, berichtet der außenpolitische Berater Bernd Mützelburg. Aus Bagdad würden erste Raketeneinschläge gemeldet. Schröder schaltet den Fernseher ein.
Zur gleichen Zeit wird auch Außenminister Joschka Fischer informiert. Er fliegt im Luftwaffen-Airbus "Theodor Heuss" entlang der kanadischen Küste über Neufundland Richtung Deutschland. In New York hatte er einen letzten Versuch gemacht, den Krieg zu verhindern. Fischer zieht sich in seine Schlafkabine zurück. Die aktuelle Rede des US-Präsidenten George W. Bush wird ihm per Telefon aus dem Lagezentrum des Auswärtigen Amtes übermittelt.
Der Krieg beginnt, die Diplomatie ist am Ende. Hinter dem Kanzler und seinem Außenminister liegen anderthalb Jahre, in denen sie versucht haben, den Frieden zu bewahren, Deutschlands Position in der Welt zu stärken und, nicht zuletzt, die eigene Macht zu sichern. Es gab viele Pannen, manche Peinlichkeiten, Niederlagen und wenige Erfolge.
Dabei wurde das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten strapaziert wie nie seit 1945, die Verbindung mit Frankreich hingegen gestärkt. Was im September 2001 mit dem engen Schulterschluss von Deutsch-
land und Amerika im Zeichen einer Katastrophe begann, mündete jetzt in dem vorläufigen Höhepunkt eines schweren, vielleicht irreparablen Zerwürfnisses.
11. SEPTEMBER 2001, BERLIN
Gerhard Schröder sitzt in seinem Amtszimmer, liest Akten. Seine Büroleiterin Sigrid Krampitz stürzt herein. "Schalt den Fernseher ein", ruft sie. Es ist kurz nach drei am Nachmittag. Auf dem Bildschirm sieht der Kanzler das brennende World Trade Center.
In einem Brief an Bush schreibt Schröder, er spreche dem Präsidenten und dem amerikanischen Volk seine "uneingeschränkte Solidarität" aus. Es beginnt eine Phase der deutsch-amerikanischen Harmonie.
16. NOVEMBER 2001, BERLIN
Im Bundestag stellt Schröder die Vertrauensfrage und riskiert damit ein vorzeitiges Ende seiner Kanzlerschaft. Es geht darum, ob die Bundeswehr zur Unterstützung der Amerikaner in Afghanistan eingesetzt werden kann. Erleichtert seufzen die Regierungsmitglieder, als die Kanzlermehrheit steht.
Kurz nach der Abstimmung ruft Schröder Wolfgang Ischinger an, seinen Botschafter in Washington. "Wissen die bei Ihnen überhaupt, was ich hier gerade gemacht habe?", fragt er. Er wird den Verdacht nicht los, dass die Amerikaner seinen Einsatz für die "uneingeschränkte Solidarität" nicht zu schätzen wissen.
29. JANUAR 2002, WASHINGTON
Vor dem Kongress spricht der amerikanische Präsident von einer "Achse des Bösen": Nordkorea, Iran und Irak. Der Feldzug gegen den Terror, sagt Bush, werde "unter unserer Führung zu Ende gebracht werden". Der Kongress applaudiert stehend. Schröder verdrängt erste Befürchtungen, den USA könne es um mehr gehen als die Jagd auf Terroristen. Die Rede sei "innenpolitisch motiviert", beruhigen ihn seine Berater.
31. JANUAR 2002, WASHINGTON
Im Weißen Haus sitzen sich Schröder und Bush bei einem feierlichen Dinner gegenüber. Es gibt Krabben aus Florida und gebratene Hirschlende. Vizepräsident Richard Cheney plaudert über seine Jagdleidenschaft.
Der Kanzler spricht über das besondere Verhältnis der Europäer zum Krieg. Er deutet an, dass er Bedenken hat, den Kampf gegen den Terror auszuweiten. Das Wort Irak vermeidet er, denn auch Bush hat beim Kerzenschein nur in allgemeiner Form gesprochen, über Staaten, die den Terror sponsern. So wird es in den nächsten Monaten bleiben: Es gibt keine Klarheit zwischen Bush und Schröder, keine Fragen, keine Antworten.
Es sei nicht seine Sache, über neue Ziele im Kampf gegen den Terror zu spekulieren, sagt der Deutsche vor der Presse im Rosengarten des Weißen Hauses. Bush fasst ihn gut gelaunt am Arm und nennt ihn "my old friend Görard". Die Zeit der Illusionen beginnt. Wenig Kommunikation, viel Spekulation. Schröder und die Seinen glauben nicht an einen amerikanischen Masterplan zur Bekämpfung der "Achse des Bösen".
13. FEBRUAR 2002, BERLIN
Bislang war es ein Gefühl, jetzt ist es mehr. Fischer hat den Eindruck, die Amerikaner planten einen Krieg gegen den Irak. Im Kabinett trägt er seine Bedenken vor. Man müsse aufpassen, dass der Anti-Terror-Einsatz nicht zum globalen Militäreinsatz werde. Die Minister horchen auf. Es könne "der Tag kommen, wo die Europäer klar machen müssen: Das ist nicht mehr unsere Politik". Schröder beruhigt sich und seinen Außenminister: Bush habe ihm Konsultationen zugesagt. "Daran halte ich mich."
22./23. FEBRUAR 2002, STOCKHOLM
Beim "Progressive Summit" sozialdemokratischer Regierungschefs spricht Schröder mit dem Briten Tony Blair über gemeinsame europapolitische Initiativen und über den Irak. Abends beim Rotwein schmollt Schröder im kleinen Kreis, Bush informiere ihn später als Blair über seine Pläne.
29. APRIL 2002, WASHINGTON
Fischer reist in die USA, es geht hauptsächlich um den Nahen Osten. Der Irak spielt nur am Rande eine Rolle. Der Außenminister sagt zu seinem US-Kollegen Colin Powell: "Wir haben harte Wahlen vor uns: Wir hoffen, dass ihr nicht den Irak angreift." Powell schaut auf die Uhr und fragt gönnerhaft: "Lass mal sehen, wann sind diese Wahlen?"
21. MAI 2002, BERLIN
Der deutsche Botschafter in Washington ist im Kanzleramt, um den Besuch des amerikanischen Präsidenten in Berlin vorzubereiten. Werden die Amerikaner das Thema Irak hochziehen?, wird er gefragt. Ischinger hat tagelang in Washington sondiert, nun kann er melden: Bush wolle sein Cowboy-Image loswerden - und Rücksicht auf seinen Freund Gerhard nehmen. Der Kanzler ist beruhigt.
22. MAI 2002, BERLIN
Bush landet gegen 20.30 Uhr auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel. Er hat 19 Stunden Zeit für Deutschland und wird dabei streng abgeschirmt. Das Hotel Adlon neben dem Brandenburger Tor lässt die Kaffeetasse des Präsidenten eine Stunde lang auskochen. Die Coca-Cola hat man
eigens aus den USA eingeflogen. Im Restaurant Tucher am Pariser Platz bestellt Bush Eiscreme und Apfelstrudel, Schröder Currywurst.
Erneut spielt der Irak kaum eine Rolle. Stattdessen plaudern die beiden Regierungschefs über die Fußball-WM. Haben die Deutschen eine Chance?, will der Amerikaner wissen. Schröder ist pessimistisch: "Ich bin froh, wenn wir die Vorrunde überstehen."
"Was ich an Gerhard so mag, ist die Tatsache, dass er immer bereit ist, in ganz offener Weise Probleme anzugehen, und dass er jemand ist, der Probleme löst - genau wie ich", schwärmt Bush vor der Presse. Er wolle "dem deutschen Volk zeigen, wie stolz ich auf unser persönliches Verhältnis bin". Zum Thema Irak sagt er: "Ich habe keine Kriegspläne auf dem Tisch, und das ist die Wahrheit."
Während des Besuchs soll es einen Deal gegeben haben, streut später die amerikanische Administration: Bush werde von Schröder vor der Wahl nichts verlangen. Im Gegenzug werde der Deutsche die Amerikaner unterstützen und sich im Wahlkampf beim Thema Irak zurückhalten.
Der amerikanische Botschafter Daniel Coats berichtet Bundestagsabgeordneten, der Präsident habe ihm später gesagt: "That guy has been cheating on me" (Der Typ hat mich betrogen). Schröder erklärt, es habe einen solchen Deal nicht gegeben. Schon eine solche Annahme sei wirklichkeitsfremd.
29. JULI 2002, WASHINGTON
Im Senat beginnen Anhörungen zur Irak-Frage. Bis hin zum CIA-Direktor sind alle Experten aufmarschiert. Joseph Biden, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Senat, sagt: "Wahrscheinlich wird es Krieg gegen den Irak geben." Die Zeit der Illusionen ist zu Ende, jedenfalls für die Deutschen. Fischer staunt über die offene Diskussion in den USA. "Ein großartiges Land", sagt er.
30. JULI 2002, BERLIN
In aller Frühe eilt Fischer zu Schröder ins Kanzleramt. Das Wetter ist gut, sie stehen auf der Terrasse eine Etage über Schröders Büro. "Du musst das hochziehen", drängt der Grüne seinen Chef, den Irak zum Thema im Wahlkampf zu machen. Erstens gingen die Amerikaner ganz sicher auf Kriegskurs, und "wir müssen uns aufstellen, bevor wir aufgestellt werden". Zweitens könne eine skeptische Haltung helfen, die Wahl zu gewinnen. Schröder zögert. Die Umfragen sehen ihn als sicheren Wahlverlierer. Ein hektischer Themenwechsel scheint ihm schädlich.
1. AUGUST 2002, BERLIN
Im fünften Stock des Willy-Brandt-Hauses kommt das Präsidium der SPD am Abend zu einer Sondersitzung zusammen. "Was macht der Bush da?", will Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul wissen. Auch andere fragen nach der Haltung der Bundesregierung zu einem möglichen Krieg.
Schröder gibt dem Drängen nach. Er unterbricht die Sitzung, spricht mit Journalisten, die vor der Tür warten. Nach zehn Minuten kommt er wieder herein. Er habe der Presse erklärt, die Regierung sei bereit zu Solidarität, nicht aber zu Abenteuern. Damit ist die Position der SPD entschieden: Nein zum Krieg im Irak. Die Präsidiumsmitglieder sind sich einig, es gibt keinen Widerspruch.
SPD-Generalsekretär Franz Müntefering präsentiert den Genossen den neuesten Slogan für den Wahlkampf, den er kurz zuvor zusammen mit Demoskopen ausgeheckt hat: "Der deutsche Weg". Im Präsidium sind alle begeistert.
2. AUGUST 2002, BERLIN
Müntefering erläutert vor der Presse, wie die SPD unter dem Stichwort "deutscher Weg" im Wahlkampf Innen- und Außenpolitik verbinden wird: "Die Menschen wollen im Wandel Sicherheit haben, und dazu gehört auch die Sicherheit vor Krieg."
Als Fischer vom "deutschen Weg" hört, tobt er. Auch er ist für Konfrontation, will aber Maß halten, um sich und seinen Diplomaten nicht den Rückweg zu versperren.
Der Außenminister telefoniert in der SPD herum, versucht den Erfinder der missglückten Wortschöpfung herauszubekommen. In der Wahlkampfzentrale Kampa werden eilig alle Texte, in denen der Begriff "deutscher Weg" auftaucht, aus dem Verkehr gezogen. In Telefonaten und Hintergrundkreisen versuchen die Strippenzieher der SPD, den Journalisten den deutschen Weg als Fortentwicklung von Willy Brandts Idee des europäischen Sozialstaatsmodells zu verkaufen. "Das war natürlich kompletter Bullshit", sagt einer von ihnen heute.
5. AUGUST 2002, HANNOVER
Schröder eröffnet den Wahlkampf vor 5000 Menschen auf dem Opernplatz. Die Sonne scheint, der Kanzler, rote Krawatte, braun gebrannt, erklimmt die Bühne, wischt sich den Schweiß von der Stirn.
Nach 23 Minuten kommt er auf das Thema Irak. "Wir sind zur Solidarität bereit, aber dieses Land wird unter meiner Führung für Abenteuer nicht zur Verfügung stehen." Druck auf Saddam Hussein, das schon, "aber Spielerei mit Krieg und militärischer Intervention - davor kann ich nur warnen. Das ist mit uns nicht zu machen". Er werde fortfahren, sagt Schröder, in "der großartigen Tradition der Friedenspolitik von Willy Brandt und Helmut Schmidt". Bisher hatte das Publikum in der Sommersonne träge vor sich hin gedöst, jetzt applaudiert es begeistert. Schröder hat den Nerv getroffen. "Na Gott sei Dank", sagt Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye. Die SPD hat endlich wieder ein großes Thema, Feindbild, Moral und Werte inbegriffen.
10. AUGUST 2002, WASHINGTON
Die US-Regierung merkt auf. Aus Zweifel wird Misstrauen. "Wer ist denn nun der Böse für Deutschland?", fragt Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice den deutschen Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan, "Bush oder Saddam?"
12. AUGUST 2002, BERLIN
Der amerikanische Botschafter marschiert erbost ins Kanzleramt. Es gehöre sich nicht, den US-Präsidenten in die Nähe von Abenteurern zu rücken, sagt Coats zu Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier. Im Übrigen habe Bush in Sachen Irak noch keine Entscheidung gefällt. Steinmeier belehrt den Amerikaner über das Wesen der deutschen Sozialdemokratie: In seiner Partei spielten "Fragen von Krieg und Frieden" eben eine stärkere Rolle als etwa in der Union. Deshalb könne Schröder als Parteivorsitzender im Wahlkampf "Diskussionen nicht wegdrücken". Dass manche Botschaft "etwas zugespitzt" rüberkomme, sei unvermeidbar, leider.
21. AUGUST 2002, BERLIN
Beim Treffen des Bundeskanzlers mit dem Verein der Auslandspresse fragen die Korrespondenten, ob die USA den Deutschen Daumenschrauben angelegt hätten. Schröder hält grinsend die Hände hoch: "Vollkommen unversehrt." Vollmundig fügt er hinzu: "Wir reagieren nicht auf Druck. Das hat mit unserem Selbstbewusstsein zu tun."
26. AUGUST 2002, NASHVILLE
Bei der "103. Nationalen Versammlung der Veteranen Ausländischer Kriege" sagt Vizepräsident Cheney: "Ein Regimewechsel im Irak würde eine Menge Vorteile für die Region bringen." Es gebe "keinen Zweifel, dass Saddam jetzt Massenvernichtungswaffen besitzt. Viele von uns sind überzeugt, dass er sich ziemlich bald Atomwaffen beschaffen wird". Deshalb müsse man die Schlacht nun "zum Feind tragen".
Schröder liest die Rede nach, aufmerksam registriert er den Begründungswechsel, vor dem so viele gewarnt hatten: Regimewechsel statt Kampf gegen den Terror.
4. SEPTEMBER 2002, HANNOVER
Im Garten seines Privathauses in Hannover gibt Schröder Steven Erlanger von der "New York Times" ein Interview. Deutschland, sagt er, werde bei einem Krieg gegen den Irak nicht mitmachen, egal, was die
Uno entscheide. Der Regierungschef wirkt entschlossen und mit sich im Reinen. Das Gespräch wird ohne Autorisierung gedruckt. Die Spielräume des Kanzlers haben sich dadurch dramatisch verengt, die SPD-Linke jubelt, nur wenige außenpolitische Experten verspüren Unbehagen.
5. SEPTEMBER 2002, BERLIN
Ludwig Stiegler, der neue Vorsitzende der SPD-Fraktion, betritt die weltpolitische Bühne und vergleicht Coats mit dem früheren sowjetischen Botschafter Pjotr Abrassimow in der DDR. Tags drauf sagt Stiegler im "Münchner Merkur", Amerika verstehe sich als "das neue Rom" und betrachte die Bündnispartner als "Verfügungsmasse". Bush benehme sich wie Caesar Augustus.
Karsten Voigt, Koordinator für deutschamerikanische Beziehungen im Auswärtigen Amt, deutet in einer Sonntagszeitung an, dass die Position der Bundesregierung nicht für alle Zeiten feststehe: "Ich glaube, das kann nach den Wahlen repariert werden."
9. SEPTEMBER 2002, BERLIN
In einer SPD-Präsidiumssitzung wird Stiegler vom Parteichef gerüffelt: "Lass das endlich!"
12. SEPTEMBER 2002, NEW YORK
Am Morgen informiert Powell seinen Kollegen Fischer über den Text der Rede, die Bush vor der Generalversammlung der Uno halten will. Der Amerikaner fragt in scherzhaftem Ton, ob der Präsident die deutsche Regierung mit einer "harten" Rede unterstützen würde? Fischer bejaht. Powell: "Okay, es wird eine sehr harte Rede werden."
Tatsächlich greift Bush Saddam Hussein scharf an. Der Uno wirft er vor, es stelle ihre Autorität in Frage, dass sie seit zwölf Jahren von dem Diktator ignoriert werde. Sie habe eine letzte Chance, die Entwaffnung Saddams selbst in die Hand zu nehmen.
Beim Mittagessen im Gebäude der Uno winkt Bush den deutschen Außenminister an seinen Tisch. "Wann ist diese verdammte Wahl vorbei?", will er augenzwinkernd wissen. Fischer ist verlegen: Als reine Wahlkampagne will er das deutsche Auftreten nicht verstanden wissen, gleichzeitig ist er gottfroh, von dem Amerikaner nicht verstoßen zu sein. Er spielt das Spiel mit. Man müsse nach der Wahl reden.
Kurz nach der Rede telefoniert Verteidigungsminister Peter Struck mit Fischer in New York. Das Duo ist sich einig: "Die Bush-Rede nutzt uns." Die Außenpolitik ist zum wirkungsvollsten Instrument des Wahlkampfs geworden.
13. SEPTEMBER 2002, BERLIN
Der Bundestag debattiert über den Irak. Der Kanzler bekräftigt, dass für ihn - wie für den US-Präsidenten - die nationalen Interessen an erster Stelle stünden: "Über die existenziellen Fragen der deutschen Nation wird in Berlin entschieden und nirgendwo anders." Doch Schröder vermeidet persönliche Angriffe gegen Bush. Er weiß, dass er nicht überziehen darf. Die Meinungsforscher verzeichnen einen deutlichen Umschwung in den Umfragen zu Gunsten der SPD.
18. SEPTEMBER 2002, TÜBINGEN/WASHINGTON
Justizministerin Herta Däubler-Gmelin tritt vormittags in der Sportgaststätte des TV Derendingen vor Betriebsräten und Vertrauensleuten zweier Firmen aus Tübingen auf. "Bush will von seinen innenpolitischen Schwierigkeiten ablenken. Das ist eine beliebte Methode. Das hat auch Hitler schon gemacht", wird sie tags drauf im "Schwäbischen Tagblatt" zitiert.
Bushs Leute im Weißen Haus schäumen. Ein Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats ruft in der deutschen Botschaft an: "Jetzt ist das Fass übergelaufen."
Bush, sonst eher lesefaul, lässt sich Agenturmeldungen zur Affäre Däubler-Gmelin vorlegen. Die Amerikaner sind sicher, dass der Kanzler seine Ministerin sofort feuern wird. Doch nichts geschieht. "Was wäre das für ein Wahlkampfabschluss gewesen?", grummelt einer aus dem Kanzlerteam.
Schröder will Bush wenigstens anrufen und sich entschuldigen. Doch der Präsident lässt sich nicht sprechen. Schröder ist darüber seinerseits verärgert. Schließlich schreibt er einen Brief an Bush, in dem er die "angeblichen Äußerungen" bedauert. Seither seien die Beziehungen "vergiftet", sagt Condoleezza Rice später gegenüber der "Financial Times".
22. SEPTEMBER 2002, BERLIN
Schröder gewinnt knapp die Wahl. Das verdankt er vor allem der Stärke der Grünen, der Flut und dem Thema Irak. Bush gratuliert nicht, entgegen allen protokollarischen Gepflogenheiten.
23. SEPTEMBER 2002, BERLIN
Bei einem Treffen Schröders mit der Parlamentarischen Linken der SPD im Kanzleramt fragt der Außenpolitiker Gernot Erler zum Thema Irak: "Wie sieht es aus nach der Wahl?" Erler hat Sorge, der Kanzler könne nun zurückrudern. Schröder ist in Gönnerlaune, versichert: "Das ist eine Grundsatzentscheidung. Die werden sich noch wundern. An meiner Position wird sich überhaupt nichts ändern." Mit seiner Glaubwürdigkeit, darin ist sich der Kanzler mit Fischer einig, steht und fällt die rotgrüne Regierung. Später wird Schröder sagen, er habe "kein Mandat" für einen Politikwechsel gehabt.
Die Hoffnungen der Amerikaner auf eine veränderte Haltung der Bundesregierung werden damit enttäuscht. Es gibt nun kaum mehr Aussichten, dass beide Seiten bald wieder zueinander finden.
24./25. SEPTEMBER 2002, WARSCHAU
Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ignoriert seinen Kollegen Struck beim Nato-Treffen und spottet über die Deutschen: "Wer in der Grube sitzt, sollte nicht noch tiefer buddeln." Vergebens bemüht sich Struck um einen Einzeltermin. Beim Abendessen der Minister verlässt Rumsfeld den Raum, bevor der Deutsche das Wort ergreift - "Termingründe".
3. OKTOBER 2002, BERLIN
Powell ruft Fischer an, der versucht, die Wogen zu glätten. Der deutsche Außenminister lässt verbreiten, anders als Bush und Schröder hätten er und sein US-Kollege ein gutes Verhältnis. Doch das stimmt längst nicht mehr, wie Mitarbeiter einräumen. Die Atmosphäre sei deutlich abgekühlt, die Telefonate würden kürzer.
30. OKTOBER 2002, WASHINGTON
Fischer jettet über den Atlantik, um ein Telefonat zwischen Bush und Schröder anzubahnen. Der Zeitpunkt ist ungünstig, denn die Kongresswahlen stehen an. "Das Wichtigste an der Reise war, dass sie stattgefunden hat", bilanziert Fischer schon auf dem Hinflug.
Fischer spricht 45 Minuten mit Powell unter vier Augen. Der Amerikaner weist seinen deutschen Kollegen zunächst in höflicher Form zurecht, dann sprechen beide über das Telefonat der Chefs. Powell sagt, es gebe "rough spots" zwischen beiden.
8. NOVEMBER 2002, NEW YORK
Der Uno-Sicherheitsrat beschließt die Resolution 1441, die dem Irak mit "ernsten Konsequenzen" bei "schwer wiegenden Verstößen" gegen die Abrüstungsauflagen droht.
8. NOVEMBER 2002, BERLIN/WASHINGTON
Schröder ruft Bush an und gratuliert zum Sieg der Republikaner bei den Kongresswahlen. Amerikanische Diplomaten streuen, Bush habe Schröder in dem zehnminütigen Telefonat zunächst angeschwiegen und dann gesagt, normalerweise herrsche zwischen Verbündeten "Vertrauen und Verlässlichkeit". Er hoffe, "wir können dies im Laufe der Zeit wieder aufbauen".
21./22. NOVEMBER 2002, PRAG
Tagelang haben die Berater des Kanzlers vor dem Nato-Gipfel sondiert, doch die Amerikaner bleiben stur, Bush will Schröder nicht treffen. Einen Fototermin werde es aber geben, beruhigen Bushs Leute. Beim Gruppenbild auf dem Podest wendet sich der Präsident unvermittelt Schröder zu, der eine Stufe herabsteigen muss, um Bushs Hand zu erwischen.
Fischer und Schröder sagen nun nicht mehr, es werde keine Beteiligung an einem Irak-Feldzug geben, sondern: "Eine aktive Beteiligung Deutschlands wird es nicht geben."
27. NOVEMBER 2002, BAGDAD
Inspektoren der Uno-Kontrollkommission und der Internationalen Atomenergiebehörde beginnen im Irak mit der Suche nach möglichen atomaren, biologischen und chemischen Waffen.
5. DEZEMBER 2002, NORFOLK
Der amerikanische Flugzeugträger "Harry S. Truman" läuft mit acht Begleitschiffen in Richtung Mittelmeer und Persischer Golf aus.
16. DEZEMBER 2002, BERLIN
Im Flugzeug von Berlin nach Cloppenburg reden Schröder und Ministerpräsident Sigmar Gabriel über den Wahlkampf in Niedersachsen. Klar ist, dass die SPD im Land kaum noch Chancen hat. Anders als die SPD in Hessen, die ihre zeitgleich stattfindende Wahl zur Kriegsabstimmung macht, verspricht sich Gabriel nicht viel davon. Die internen Umfragen zeigen, dass das Thema Irak nicht mehr genug zieht. Trotzdem ist er sich mit dem Kanzler einig, dass allenfalls das Kriegsszenario die Regierungsmacht in Hannover retten kann. Wieder wird Außenpolitik im Zeichen eines Wahlkampfs gemacht.
23. DEZEMBER 2002, BERLIN
Nach mehreren Absagen gibt Fischer dem SPIEGEL kurzfristig ein Interview. Er erscheint eine halbe Stunde zu spät, in Wollpulli und Lederjacke. Es geht um die Frage, wie Deutschland sich im Sicherheitsrat verhalten würde. Der Außenminister will testen, was geht - aber nur moderat. Er sagt: "Deutschland wird sich auf der klaren Grundlage einer deutschen Nichtbeteiligung und der Erfüllung seiner Bündnispflichten verantwortungsvoll verhalten." Fischer will sich nicht auf ein klares Nein im Sicherheitsrat festlegen, weil er anders als der Kanzler noch mit dem Gedanken an eine Enthaltung spielt. Er unterschätzt, dass sein diplomatischer Hochseilakt im Wahlkampf als Kurskorrektur verstanden wird.
24. DEZEMBER 2002, WASHINGTON
Rumsfeld erteilt den ersten Marschbefehl für 25 000 Soldaten in die Golfregion.
28. DEZEMBER 2002, BERLIN
Im Flugzeug nach Shanghai bekommt Schröder die Vorabmeldung über das SPIEGEL-Interview mit Fischer. Er kocht. Eine "üble Situation" sei das, schimpft er später, er habe von nichts gewusst.
Wahlkämpfer Gabriel fürchtet, die Regierung bereite nun die Wende in der Irak-Politik vor. In Telefonaten beschwichtigt der Kanzler ihn und andere besorgte Genossen. Er könne aber Fischer nicht offen widersprechen. Der Vorstoß sei nicht abgestimmt, eine Wende nicht geplant.
20. JANUAR 2003, NEW YORK
Das Katz-und-Maus-Spiel im Sicherheitsrat beginnt. Fischer ist nervös, es ist seine erste Rede vor dem Gremium, das in diesem Monat von Frankreich geleitet wird. Obwohl auf der Tagesordnung der Kampf gegen den Terror steht, lenken Fischer und der französische Außenminister Dominique de Villepin die Debatte auf den Irak und die Bedeutung der Inspektionen. Powell ist sichtlich überrascht und wütend. Der Amerikaner kontert und plädiert dafür, die Kriegsoption offen zu halten: "Wir dürfen nicht zurückschrecken, weil wir Angst vor den Konsequenzen haben."
In einer Pressekonferenz droht de Villepin mit einem Veto. Powell ist empört, fühlt sich an der Nase herumgeführt. Fischer ist mit seinem Debüt zufrieden.
21. JANUAR 2003, GOSLAR
Am späten Nachmittag eilt der Kanzler von Berlin ins Odeon-Theater nach Goslar, um Ministerpräsident Gabriel im Wahlkampf zu helfen. Er wolle jetzt etwas zu Deutschlands Rolle anmerken, sagt er mit ernstem Gesicht: "Ich sage das hier jetzt ein Stück weitergehend als das, was ich in dieser Frage sonst formuliert habe: Rechnet nicht damit, dass Deutschland einer den Krieg legitimierenden Resolution zustimmt." Das Publikum applaudiert heftig.
Schröder hat seine Worte vorher mit niemandem abgestimmt. In der SPD ist man beruhigt: Schröder habe alle Unklarheiten beseitigt. Fischer dagegen ist sauer auf seinen Chef. Der Wahlkampf sei keine Gelegenheit für außenpolitische Festlegungen. Zudem fühlt er sich übergangen.
22. JANUAR 2003, VERSAILLES
Schröder und Frankreichs Präsident Jacques Chirac feiern 40 Jahre deutsch-französische Freundschaft. Sie verkünden, ihre Länder seien einig, dass über Krieg und Frieden allein der Uno-Sicherheitsrat zu entscheiden habe und dass Krieg immer die schlechteste Lösung sei. Der Kanzler ist beflügelt. Auf dem Rückflug sagt er zu seinen Mitarbeitern: "Na seht ihr, auf die Franzosen kann man sich eben doch verlassen."
Seit längerem schon kommt er mit dem Konservativen besser klar als mit manchem Sozialisten. Sogar über afrikanische Kunst haben die beiden schon geplaudert. "Der ist angenehm", findet Schröder.
Zur gleichen Zeit sagt Rumsfeld in Washington vor Journalisten: "Sie denken bei Europa an Frankreich und Deutschland. Ich nicht, das ist das alte Europa." Der Schwerpunkt habe sich nach Osten verlagert. Wie üblich trägt Rumsfeld seine Attacke in freundlichem Ton vor, er grinst übermütig. "Deutschland ist ein Problem gewesen, und Frankreich ist ein Problem gewesen. Aber schauen Sie sich doch die anderen an. Die stehen nicht auf der Seite Deutschlands und Frankreichs, sondern auf der Seite der USA."
30. JANUAR 2003
In einem Dutzend europäischer Zeitungen veröffentlichen acht Staats- und Regierungschefs eine Art Gegenerklärung zu Versailles. Blair, der Spanier José María Aznar und der Italiener Silvio Berlusconi haben hinter dem Rücken von Schröder und Chirac die proamerikanischen Länder Europas für eine Ergebenheitsadresse gewonnen. Berlin und Paris sind empört und rücken noch enger zusammen.
2. FEBRUAR 2003, BERLIN
Tiefpunkt für den Kanzler. Die SPD hat die Wahlen in Niedersachsen und Hessen katastrophal verloren, das Verhältnis zu den USA ist zerrüttet, die wirtschaftliche Lage miserabel. Schröder könnte als schlechtester Bundeskanzler seit dem Zweiten Weltkrieg in die Geschichte eingehen, schreibt daraufhin der britische "Economist".
5. FEBRUAR 2003, NEW YORK
Powell will Beweise gegen den Irak im Sicherheitsrat vorlegen. Fischer wirkt fahrig, er fürchtet, die USA würden nun ihren großen Coup landen, der ein Nein zum Krieg schwierig macht. Dann legt Powell Zeichnungen vor, Luftbildaufnahmen, auf denen kaum etwas zu erkennen ist, und den Mitschnitt eines Gesprächs, das irakischen Offizieren zugeschrieben wird. Die Teilnehmer der Sitzung schauen skeptisch. Später stellen sich die Beweise zum Teil als veraltet oder nicht überprüfbar heraus.
6. FEBRUAR 2003, WASHINGTON
Rumsfeld nennt Deutschland in einem Atemzug mit Libyen und Kuba als Staaten, die in Sachen Irak "gar nichts" tun wollten.
8. FEBRUAR 2003, MÜNCHEN
Auf der Sicherheitskonferenz beherrscht eine SPIEGEL-Meldung über einen deutschfranzösischen Alternativ-Plan zur Abrüstung des Irak die Diskussion. Fischer und Rumsfeld liefern sich vor 300 Zuschauern ein Rededuell. "Es ist schwer zu glauben, dass vernünftige Menschen noch Zweifel haben können, wenn die Fakten doch vor ihnen liegen", sagt Rumsfeld. Fischer hält erregt dagegen: "Excuse me, I am not convinced." Er könne der Öffentlichkeit nicht sagen "Jetzt ''n Krieg, auch wenn ich selbst nicht überzeugt bin", zetert der Deutsche.
Er ist auch verärgert, dass der Kanzler ihn über den Vorstoß nicht näher informiert hat. Fischer ruft Schröder an und schimpft, das sei mit ihm nicht zu machen.
9. FEBRUAR 2003, BERLIN
Der russische Präsident Wladimir Putin schließt sich der deutsch-französischen Initiative an. Die Amerikaner können es nicht fassen. Bisher waren die Deutschen nur anderer Meinung, nun arbeiten sie offenbar gegen die Vereinigten Staaten. In einem Telefonat mit Chirac hatte Schröder zuvor gesagt: "Ich bringe Putin mit. Da können wir eine trilaterale Beziehung daraus machen."
Eine neue Phase beginnt. Deutschland kämpft nicht mehr gegen Isolierung, sondern schmiedet an einem Bündnis mit.
14. FEBRUAR 2003, NEW YORK
Dritte Runde im Sicherheitsrat. Vor der Sitzung, beim Frühstück im Beekman Tower Hotel, liest Fischer feixend deutsche Zeitungen. Das Glück hat sich gewendet. Nicht Deutschland ist von vielen Freunden verlassen, sondern die USA. Vor drei Tagen sei Zeitunglesen noch "wie ein Besuch im Dominastudio" gewesen, findet Fischer, jetzt genießt er jede Seite.
24. FEBRUAR 2003, NEW YORK
Die USA, Großbritannien und Spanien bringen einen gemeinsamen Resolutionsentwurf in den Sicherheitsrat ein, der den endgültigen Bruch der Uno-Auflagen durch den Irak feststellt. Saddam habe seine "letzte Chance" vertan.
Frankreich legt ein "Memorandum" vor, das von Deutschland und Russland gestützt wird: Mehr Zeit für Inspektoren mit konkreten Fristen für bestimmte Auflagen.
7. MÄRZ 2003, NEW YORK
Vierte Runde im Sicherheitsrat. Die Fronten sind unverändert. Die Amerikaner registrieren, dass sie kaum noch Chancen auf eine Mehrheit haben. Doch auch die Deutschen haben keine Hoffnung, dass ein Krieg noch zu verhindern ist. "Was wir hier tun", seufzt einer von Fischers Männern, "hat keinen realen Hintergrund mehr."
18./19. MÄRZ 2003, NEW YORK/ BAGDAD
Letzte Runde im Sicherheitsrat. Ein "trauriger Tag", sagt Uno-Generalsekretär Kofi Annan. Nur Russland, Frankreich, Deutschland, Guinea und Syrien schicken ihre Außenminister nach New York. Fischer hat schon beim Frühstück Kopfschmerzen, ist erschöpft von der nächtlichen Anreise. Im großen Ratssaal hält er die vehementeste Gegenrede zu den Amerikanern: "Deutschland lehnt den drohenden Krieg nachdrücklich ab."
20. MÄRZ 2003
Das Ultimatum läuft ab, gegen 3.30 Uhr (MEZ) beginnen die USA mit der Bombardierung Bagdads. Die Nachrichtenagenturen berichten über erste Tote.
RALF BESTE, MATTHIAS GEYER,
TINA HILDEBRANDT, HORAND KNAUP, ALEXANDER SZANDAR
* Links: vergangenen Freitag beim EU-Frühjahrsgipfel in Brüssel; rechts: Anfang Januar vor Soldaten im texanischen Fort Hood. * Am 23. Mai 2002, im Hintergrund US-Außenminister Colin Powell. * Im August 2002 in Berlin. * Ende Januar beim deutsch-französischen Festakt im Schloss von Versailles.
Von Ralf Beste, Matthias Geyer, Tina Hildebrandt, Horand Knaup und Alexander Szandar

DER SPIEGEL 13/2003
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