19.04.2003

ZEITGESCHICHTE

Pakt zwischen Himmel und Hölle

Von Besier, Gerhard und Wiegrefe, Klaus

Trägt die katholische Kirche eine Mitschuld am Holocaust? Erstmals hat der Vatikan nun sein Geheimarchiv für unabhängige Forscher geöffnet, und die bisher gesichteten Dokumente zeigen: Allzu sehr hatten die Päpste damals nur das Wohl ihrer Gläubigen im Sinn.

Sie waren die Stellvertreter Gottes auf Erden und Nachfolger des heiligen Apostels Petrus, Väter aller Gläubigen und gewählt nach göttlichem Recht, um die Menschen auf das Himmelreich vorzubereiten - Pius XI. und Pius XII., zwischen 1922 und 1958 die geistlichen Oberhäupter der mehr als 400 Millionen katholischen Christen auf allen Kontinenten.

Der Führer der Deutschen hingegen beherrschte ein irdisches Reich, das sich zeitweise vom Atlantik bis zur Wolga erstreckte, erobert in einem Weltkrieg, der über 50 Millionen Menschen das Leben kostete - Adolf Hitler, der für die Ermordung von knapp sechs Millionen Juden verantwortlich war, wurde, wie sein Biograf Joachim Fest befand, zur "Verkörperung des Bösen".

Größer kann ein Gegensatz zwischen Akteuren auf der Weltbühne kaum sein, und doch lastet auf dem Verhältnis zwischen dem Kirchenstaat und Hitlers Regime der drückende Vorwurf einer skandalösen Nähe.

Kein Kapitel der 2000 Jahre währenden Geschichte der Christenheit ist so umstritten wie die Amtszeit dieser beiden Päpste. Seit der Dramatiker Rolf Hochhuth 1963 mit seinem Erstlingswerk "Der Stellvertreter" den bitteren Vorwurf erhob, Pius XII., bürgerlich Eugenio Pacelli, habe gleichgültig den Holocaust hingenommen, sind vehemente Angriffe und aufwühlende Fragen nicht verstummt.

Was vor 40 Jahren als anklagendes Insistieren begann - warum hat sich Pacelli nicht öffentlich gegen die Ermordung der Juden gestellt? -, ist inzwischen längst zum Generalvorwurf gegen den Vatikan geworden: Vom Nationalsozialismus fasziniert, mit dem Antisemitismus infiziert, habe der Heilige Stuhl von Beginn an mit Hitler gemeinsame Sache gemacht. Es vergeht kaum ein Jahr, in dem nicht eine neue dickleibige Klageschrift veröffentlicht wird, wie zuletzt aus der Feder des US-amerikanischen Politologen Daniel Jonah Goldhagen (SPIEGEL 41/2002). Darin stellt Goldhagen die überzogene Behauptung auf, die katholische Kirche habe den Juden "vorsätzlich, aktiv und konsequent Schaden zugefügt".

Der Vatikan hat manches unternommen, um die Vorwürfe zu entkräften. Schließlich soll Pius XII. sogar selig gesprochen werden - eine Ehre, die bisher nur zwei der neun Päpste des 20. Jahrhunderts zuteil wurde. Seit 1967 läuft das kirchenamtliche Vorbereitungsverfahren, und ein Mann, der moralisch versagt hat, kann nicht seliges Vorbild sein.

Zwischen 1965 und 1981 publizierte der Kirchenstaat deshalb rund 5000 Dokumente aus der Kriegszeit und ließ immer wieder ausgewählte Historiker einen Blick in die alten Akten werfen. Aber was immer die auch an Entlastendem oder Erklärendem zu Tage förderten - die Zweifel wucherten, weil der Vatikan, von jeher ein Ort des Geheimnisses, als einziger europäischer Staat freien Archivzugang verwehrt und auf einer Sperrfrist von 80 Jahren beharrt.

Doch nun hat Johannes Paul II. persönlich angeordnet, die Tore erheblich weiter zu öffnen als bisher. Die Versöhnung mit dem Judentum ist für den jetzigen Papst Teil seiner Mission. Er hat für die historische Mitschuld seiner Kirche am Schicksal der Juden um Vergebung gebeten, er ist nach Jerusalem zur Klagemauer gepilgert.

Der Pole strebt eine konservative Wertegemeinschaft unterschiedlicher Glaubensrichtungen an, die sich gegen die drohende Barbarei einer gottlosen Moderne stellt. Wie glaubwürdig aber wäre ein Dialogpartner, der den massiven Vorhaltungen zur NS-Verstrickung der Katholiken mit Schweigen und Vertuschen begegnete? "Die Kirche", so sein Credo, "muss aus eigenen Initiativen die dunklen Seiten ihrer Geschichte überprüfen und im Licht des Evangeliums bewerten."

Unabhängige Forscher dürfen deshalb nun erstmals die Papiere sichten, die päpstliche Archivare in den dunklen Schachteln der Nuntiaturen München und Berlin oder in den grünen Mappen mit der Aufschrift "Sacra Congregazione degli Affari Ecclesiastici Straordinari" (AES) aufbewahren. AES war das kleine Außenministerium des Vatikans, geleitet von einem Kollegium aus knapp 20 Kardinälen sowie einer Hand voll Mitarbeiter.

Über hunderttausend Blatt liegen vor, fast alle aus der Zeit Pius'' XI., bürgerlich Dr. Dr. Dr. Achille Ratti. Der Sohn eines Seidenfabrikanten aus der Lombardei hatte in Philosophie, Theologie und Kirchenrecht promoviert und war ein angesehener Handschriftenexperte, ehe er 1922 zum Papst gewählt wurde. Der oft impulsive Mann, ein begeisterter Bergsteiger, starb hochbetagt 1939. Die Unterlagen seines Nachfolgers Pacelli, der sich Pius XII. nannte und bis 1958 amtierte, sollen, sobald sie aufbereitet sind, ebenfalls freigegeben werden.

Schon in den jetzt einsehbaren Dokumenten spielt Pacelli eine bestimmende Rolle. Der asketische, groß gewachsene Gottesmann aus einer in bescheidenen Verhältnissen lebenden römischen Beamtenfamilie war unter seinem Vorgänger stets dabei, wenn es um Deutschland ging. Zwölf Jahre lang, bis 1929, amtierte der studierte Kirchenrechtler als Botschafter des Vatikans in München und Berlin. Pius XI. ernannte ihn dann zu seinem Kardinalstaatssekretär, das heißt Chefdiplomat, in Rom.

Es wird Jahre dauern, die Papiere vollständig zu durchforsten, aber bereits jetzt zeichnet sich ab, dass der Vatikan von den schlimmsten Verdächtigungen entlastet wird. Weder sympathisierten die Päpste mit den Nazis, noch war der Kirchenstaat Hort eines mörderischen Antisemitismus.

So findet sich in den Unterlagen etwa ein Bericht vom April 1933. Der damalige Nuntius in Berlin, Erzbischof Cesare Orsenigo, bezeichnet darin kurz nach dem so genannten Juden-Boykott den Rassenwahn der neuen Herrscher als "Schandfleck auf den ersten Seiten der Geschichte ... die der Nationalsozialismus schreibt". Ausdrücklich weist Pius XI. seinen Diplomaten an, sich gegen den Boykott auszusprechen.

In der Folgezeit lässt der Papst aus dem Entwurf einer Rede, die sein Nuntius als Doyen des diplomatischen Korps zum Jahreswechsel 1936/37 in Berlin zu halten hat, lobende Passagen über Hitler streichen. Als Orsenigo zum 48. Geburtstag des Diktators 1937 an einer Ehrenveranstaltung teilnehmen will, untersagt dies das Kirchenoberhaupt.

Es sind solche und ähnliche, bislang unbekannte Archivalien, von denen sich der Vatikan Entlastung im Streit um seine Vergangenheit erhoffen kann.

Doch es gibt auch andere Funde, und sie werden dafür sorgen, dass am Ende der Debatte um die Verfehlungen des Vatikans kein Freispruch stehen wird.

Denn die Dokumente bezeugen einen fatalen Nichtangriffspakt zwischen Himmel und Hölle. Wie nun erstmals aus den Quellen hervorgeht, notierte Pietro Gasparri, Förderer Pacellis und dessen Vorgänger als Kardinalstaatssekretär, am 30. Juni 1933 zur Verhandlungsstrategie gegenüber dem braunen Diktator:

Solange Hitler dem Heiligen Stuhl und den katholischen Würdenträgern in Deutschland nicht den Krieg erklärt ... sollen der Heilige Stuhl und die katholischen Würdenträger in Deutschland darauf verzichten, die Hitlerpartei zu verurteilen.

Und dabei blieb es.

Durchdrungen von dem Bewusstsein, einer Institution vorzustehen, die - wie Pius XI. betonte - "alle Stürme überdauerte, die seit Jahrhunderten über die Welt dahinfegten", sahen die beiden Pius-Päpste ihre Hauptaufgabe darin, die Interessen der römischen Kirche zu schützen - um beinahe jeden Preis.

Der Lombarde Ratti hatte schon Jahre vor Hitlers Machtantritt offenherzig erklärt: "Wenn es sich darum handeln würde, eine einzige Seele zu retten, einen größeren Schaden von den Seelen abzuwenden, so würden wir den Mut haben, auch mit dem Teufel in Person zu verhandeln." Dass die gemeinten Seelen katholisch getauft sein mussten, verstand sich von selbst.

Gemäß dieser Devise verhandelte der Vatikan in den zwanziger Jahren mit dem Kreml-Herrscher Josef Stalin und später mit Hitler, er unterstützte den linksliberalen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt und arrangierte sich mit dem rechtsradikalen spanischen Diktator Francisco Franco - entscheidend waren die Interessen des Papstes und seiner Gläubigen.

Was diese Realpolitik für Nichtkatholiken bedeutete, interessierte die geweihten Lobbyisten wenig. Ob Liberale oder Sozialdemokraten, Juden oder Protestanten - den Diplomaten des Vatikans war ihr Schicksal nicht gleichgültig, aber von untergeordneter Bedeutung.

Dass der Papst sich heute auch für die Menschenrechte von Andersgläubigen einsetzt, ist das Ergebnis eines Lernprozesses, in dem die Erfahrungen von damals weiterwirken. Es waren die zwölf Jahre des Dritten Reiches, die nach den vielen Jahrhunderten des Christentums auf Erden zeigten, dass der Mann auf dem Stuhl des heiligen Petrus seine Rolle neu bestimmen musste: Als Oberhaupt einer Weltkirche mit höchsten moralischen Ansprüchen konnte er nicht länger nur wie ein kühl kalkulierender irdischer Machthaber auftreten, der sich hauptsächlich um das Schicksal der eigenen Gläubigen schert.

Dabei zeichnete sich schon 1933 ab, dass diese Strategie, die den Vatikanstaat und die europäischen Bistümer über den Weltkrieg rettete, Quelle erbitterter Auseinandersetzungen sein würde. Denn kaum hatte Hitler sein Regime etabliert, machten manche Laien deutlich, dass sie vom Pontifex maximus mehr erwarteten, als nur Interessenvertreter zu sein, wie aus nun vorliegenden Briefen an den Papst ersichtlich ist.

Mit einem aus Angst vor Verfolgung anonym verfassten Hilferuf wandte sich am 26. Juli 1933 eine "Frau der Gerechtigkeit" an den "Heiligen Vater":

Hier in Düsseldorf befindet sich in einem Stammlokal der Nationalsozialisten (Bismarckstraße, Getreidehaus) ein Keller, in dem die nachts aus dem Bett herausgeholten wehrlosen Menschen hineingeschleppt, gefesselt und verprügelt werden, bis das Blut ihnen am Körper herunterläuft, dann werden sie wieder auf einen Wagen geladen und an einen stillen Ort geworfen, wo sie meistens morgens besinnungslos oder tot aufgefunden werden.

In den Akten mit Briefen an den Vatikan findet sich auch der Bericht des Lufthansa-

Piloten Victor Hafner aus Paris vom 29. Juni 1933:

Es ist die größte Kulturschande der letzten Jahrhunderte, die wir deutsche Katholiken erleben müssen. Ich war in Schutzhaft in Spandau-Berlin. Habe dort einen 65 Jahre alten Justizrat angetroffen, der 6 Tage in einer so gen. SA-Kaserne lag. Dieser Mann, Jude, sah aus, dass ich mich abwenden musste. Ich habe den Krieg an der Front erlebt, doch solche Massacre sah ich nie! Viehisch, sadistisch!

Was, wenn der Papst sich solche Worte zu Eigen gemacht hätte? Wäre Hitler, der sich mit dem katholischen Bürgertum zunächst arrangierte, um es dann kaltzustellen, auf härteren Widerstand bei der Errichtung seiner Diktatur gestoßen? Hätte ein Fanal aus Rom ihn womöglich hinweggefegt, noch ehe sein Machtapparat sich in jedem Winkel der Gesellschaft festkrallen konnte? Spätestens ab 1935, darin stimmen fast alle Historiker überein, konnte Hitler nur durch ein Attentat oder einen Putsch der Wehrmacht gestürzt werden.

Die römischen Interessen waren andere. Dass Pius XI. es schon im März 1933 für nützlich befand, sich mit Hitler zu arrangieren, wird zu den bleibenden Schandflecken in der Geschichte der katholischen Kirche zählen.

Der Vatikan hatte den Aufstieg der Nazis genau verfolgt. In München, wo für Hitler alles begann, verfügte der Papst seit 1784 über eine Botschaft; 1917 bezog Eugenio Pacelli die prächtig ausgestattete Residenz in der Brienner Straße.

Wie die nun freigegebenen Akten zeigen, sah der spätere Pius XII. in Hitler und dessen frühem Mentor Erich Ludendorff, dem populären Generalstabschef aus dem Ersten Weltkrieg, von Beginn an Gegner. Ludendorff beschuldigte den Kirchenstaat, Deutschland auf Kosten des so genannten Erzfeindes Frankreich zu benachteiligen. Der päpstliche Diplomat hielt das für "absurde Vorwürfe". Der Nationalismus der Völkischen, so berichtete er hellsichtig nach Rom, sei die "vielleicht gefährlichste Ketzerei unserer Zeit".

Pius XI. hatte seinen Nuntius damit beauftragt, Konkordate auszuhandeln, also völkerrechtlich verbindliche Verträge, mit denen der Heilige Stuhl seine Beziehungen zu anderen Staaten regelt. Deutschland war gerade Republik geworden, und es gab viel zu ordnen: Wer durfte die Bischöfe ernennen, wie viel Geld bekam der Klerus vom Staat? 1929 konnte sich Pacelli mit Preußen und später mit Baden einigen - und stets stimmten die Landtagsfraktionen der NSDAP dagegen.

Die Nazis hatten sich in ihrem Parteiprogramm einem "positiven Christentum" verschrieben. Schon Jesus Christus, behauptete Hitler, habe "gegen das jüdische Gift" gekämpft; von Saulus sei die christliche Idee dann leider verfälscht worden. Der Österreicher, am 22. April 1889 in der katholischen Pfarrkirche in Braunau am Inn auf den Namen Adolfus getauft, forderte deshalb eine "Reinigung" der Heiligen Schrift - für Katholiken eine Todsünde.

Der Nationalsozialismus, schrieb Pacelli wenige Tage nach Hitlers Putschversuch 1923, sei "eine antikatholische Bewegung", deren Anhänger "systematisch gegen den katholischen Klerus aufwiegeln" würden.

Über die Haltung der Kirche zum Aufstieg Hitlers findet sich in den Papieren des päpstlichen Geheimarchivs eine Fülle von Vermerken. Den meisten deutschen Bischöfen war die liberale Weimarer Republik fremd geblieben. Doch dem Triumphzug der Nazis stellten sich Rom und der deutsche Episkopat zum Teil offen entgegen.

Das Ordinariat Mainz verbot den Katholiken 1930 die NSDAP-Mitgliedschaft und erklärte, Nationalsozialisten dürften die heiligen Sakramente nicht empfangen. Die anderen Ordinariate schlossen sich an.

1931 begründete die Berliner Bistumsverwaltung gegenüber NSDAP-Gauleiter Joseph Goebbels die ablehnende Haltung in einem Brief, dessen Abschrift das Vatikanarchiv aufbewahrt: "Der deutsche Episkopat hat ... festgestellt, dass führende Vertreter des Nationalsozialismus die Ras-

se höher stellen als die Religion, dass sie die Offenbarungen des Alten Testaments ablehnen, dass sie den Primat des Papstes nicht gelten lassen."

Zwar wählte bis Ende 1932 nur jeder siebente Katholik Hitlers Partei, doch dem Heiligen Stuhl war auch das zu viel. Orsenigo rapportierte Anfang 1933: "Leider muss ich berichten, dass die Anweisungen des Episkopats nicht das Resultat zeigen, das man erwartet; vor allem die jungen Studenten widersetzen sich."

Zur fatalen Wende in der Politik des Kirchenstaats kam es bald nach Hitlers Machtantritt im Januar 1933. Anstatt für Demokratie und Menschenrechte einzutreten, ging der Papst mit großen Schritten auf den bis dahin so scharf abgelehnten NS-Führer zu.

Als Reichskanzler setzte Hitler umgehend den Rechtsstaat außer Kraft und ließ Tausende Kommunisten verhaften und teilweise foltern. Offenkundig war es gerade das brachiale Vorgehen gegen die KPD, das dem neuen Machthaber die Sympathien des Antikommunisten in Rom eintrug.

Er habe seine Meinung korrigiert, so erklärte der Papst Anfang März 1933 einem Gesprächspartner: "Der Hitler ist der erste und einzige Staatsmann, der öffentlich gegen die Bolschewisten spricht." Dem so Gelobten ließ er ausrichten, dass er dessen "entschiedenes Vorgehen" anerkenne.

Für Hitler ergab sich damit eine einmalige Chance. Die Katholiken im Reich fühlten sich dem Zentrum verbunden, einer konfessionellen Volkspartei, die bis 1932 in jeder Weimarer Regierung vertreten gewesen war.

Hitler wollte das Zentrum nun zerschlagen, um die katholischen Wähler für sich zu gewinnen, und das sei, wie er im Kabinett erklärte, nur möglich, wenn die Kurie die Partei "fallen lasse". Den Vatikan lockte er im März 1933 mit der Aussicht auf ein Reichskonkordat, für das es während der Weimarer Republik im Reichstag keine Mehrheit gegeben hatte.

Deutschlands Katholiken, ungefähr ein Drittel der Bevölkerung, unterhielten ihre eigenen Verbände und Gewerkschaften, Verlage und Vereine. Der Papst wünschte sehnlichst, diese mit einem Reichskonkordat vor dem Zugriff des Staates zu schützen und den Einfluss seiner Kirche, insbesondere auf die Erziehung, zu wahren.

Für ein solches Vorgehen gab es einen Präzedenzfall. 1929 hatte Pius XI. von Italiens Diktator Benito Mussolini eine Bestandsgarantie für den Einfluss der Kirche in gesellschaftlichen und religiösen Fragen erhalten. Der Vatikan stimmte dafür dem Verbot aller politischen Tätigkeiten für Geistliche in Italien ausdrücklich zu; Mussolini löste den Partito popolare, eine dem Zentrum vergleichbare Partei, auf.

Diesen Deal mit Hitler zu wiederholen - dazu waren Pius XI. und Pacelli bereit. Allerdings mussten vorher die deutschen Bischöfe ihr Verdikt gegen den Nationalsozialismus zurücknehmen.

Wie aus den jetzt freigegebenen Dokumenten hervorgeht, liefen damals in Rom beunruhigende Berichte aus Berlin ein.

Am 22. März meldete der Nuntius: "Es lässt sich leider nicht bestreiten, dass die Katholiken, bis auf wenige Ausnahmen, sich dem neuen Regime mit Enthusiasmus zugewandt haben." Kurz darauf schrieb er: "Es ist schon jetzt äußerst schwierig, die Masse der Sympathisanten davon abzuhalten, Mitglied der NSDAP zu werden. Es besteht bereits die Gefahr, dass die katholischen Vereine geschlossen NSDAP-Mitgliedsausweise beantragen."

Einige Wochen danach heißt es:

Für uns Ausländer kommt vor allem die Geschwindigkeit überraschend, mit der dieses Volk, das doch als kühl und schwer zu beeindrucken gilt, sich bis an den Rand des Mystizismus für das neue Regime begeistert. Die Regierung Hitler hat die Massen in der Hand und kann mit ihnen machen, was sie will.

Heute weiß man, dass Orsenigo, der zeitweise mit den Nazis sympathisierte, zum Teil übertrieb. Deutschlands Katholiken waren für den Nationalsozialismus deutlich weniger empfänglich als die Protestanten.

Damals freilich müssen die Nachrichten aus Berlin die Kompromissbereitschaft im Kirchenstaat noch erhöht haben. Die Laien liefen angeblich in Scharen zu den Nazis über, zugleich signalisierte das Regime Entgegenkommen - mit "ein bisschen gutem Willen", folgerte Nuntius Orsenigo, müssten doch die deutschen Oberhirten ihre "bedauerlichen Streitigkeiten" mit den Nazis beilegen können.

Und das taten sie dann auch. Am 28. März nahm die Fuldaer Bischofskonferenz ihre "allgemeinen Verbote und Warnungen" in puncto NSDAP zurück und ermahnte die Katholiken zu Treue gegenüber der "rechtmäßigen Obrigkeit". Anfang April begannen die Konkordatsverhandlungen zwischen Hitler und dem Papst.

Mit peinlichen Ergebenheitsadressen huldigten schon bald deutsche Bischöfe dem "Führer". Nur der spätere Berliner Oberhirte Konrad von Preysing und wenige andere erkannten hellsichtig, dass Hitlers Weg nicht in den autoritären christlichen Staat, sondern in Krieg und Völkermord führte (siehe Kasten Seite 70).

Welche Rolle spielte in jenen entscheidenden Tagen der Mann, der viele Jahre in Deutschland gelebt hatte und nun in Rom auf einer Schlüsselposition saß? Pacellis Verteidiger behaupten bis heute, der spätere Papst habe mit der Selbstgleichschaltung seiner Glaubensbrüder nichts zu tun gehabt. Privatsekretär Robert Leiber etwa erklärte nach dem Krieg, sein Chef sei von der Wende des Episkopats "buchstäblich aus der Presse überrascht worden".

Die nun zugänglichen Akten bieten ein anderes Bild. Sie erlauben es, die geschichtliche Entwicklung wie unter einem Mikroskop nachzuvollziehen.

Die erste Nachricht an Pacelli über den sich abzeichnenden Kurswechsel der deutschen Bischöfe leitete Orsenigo am 26. März mit dem Hinweis ein, er glaube, dem Kardinalstaatssekretär "eine Freude machen" zu können; offenkundig wünschte der vatikanische Chefdiplomat den Schwenk.

In der gleichen Akte findet sich ein handschriftlicher Entwurf Pacellis, den dieser verfasst hatte, bevor ihn Orsenigo von der Wende des Episkopats informierte. Darin wies der Römer den Botschafter an, die deutschen Bischöfe "vertraulich und mündlich" daran "zu erinnern, dass es vernünftig ist, neue Direktiven auszugeben". Pacelli muss den Kirchenfürsten nördlich der Alpen also schon zuvor signalisiert haben, dass er einen neuen Kurs befürworte.

Er hätte Hitler kaum einen größeren Gefallen tun können. Wohl keinem Vertrag widmete der Diktator so viel Zeit wie der Vereinbarung mit dem Heiligen Stuhl: Sie sollte den "kleinen Gefreiten" des Ersten Weltkriegs auch im Ausland salonfähig machen; und das gelang.

Das Konkordat habe "eine Vertrauenssphäre geschaffen, die bei dem vordringlichen Kampf gegen das internationale Judentum besonders bedeutungsvoll" sei, jubilierte Hitler in der Kabinettssitzung am 14. Juli 1933, sechs Tage nach der Paraphierung des Vertrags und neun Tage nachdem sich das Zentrum unter dem Druck der Nazis selbst aufgelöst hatte.

Dass der Pontifex mit dem braunen Führer verhandelte, aber gleichzeitig dessen Hetze gegen die Juden ablehnte, bezeugt die eigentümliche Ambivalenz der vatikanischen Diplomatie. Der Schlingerkurs führte unweigerlich in eine Mitverantwortung für die dauerhafte Etablierung der Hitler-Diktatur.

Ansätze, dem Treiben der Nazis klar entgegenzutreten, waren immerhin vorhanden. Pius XI. hatte schon 1928 den "Hass gegen das vor Zeiten von Gott erwählte Volk, den man Antisemitismus nennt", öffentlich "besonders verurteilt". Im August 1933 bezeichnete er die Judenverfolgung durch die Nazis als eine "Beleidigung nicht nur der Moral, sondern auch der Kultur".

Nach dem Boykott von Geschäften deutscher Juden am 1. April schrieb Kardinalstaatssekretär Pacelli dem Berliner Nuntius, es sei in der Tradition des Heiligen Stuhls, seine "universale Botschaft des Friedens und der Barmherzigkeit allen Menschen zuzuwenden, aus welchen sozialen Verhältnissen sie auch kommen mögen und welcher Religion sie auch angehören". Orsenigo möge sich in diesem Sinne einsetzen. Der Nuntius gab den Appell an die deutschen Bischöfe weiter, und einige von ihnen protestierten dann auch.

Vor allem aber ging es dem Vatikan um die eigenen Leute. Noch ehe das Abkommen mit Berlin unterschrieben war, gingen im Kirchenstaat Berichte über Attacken auf katholische Geistliche ein. Er

habe genug davon, schimpfte der Papst,

dass in Rom mit den Nazis "verhandelt" werde und in Deutschland seine Priester "misshandelt" würden. Das Reichskonkordat sollte auch als Schutzwall wirken. Eine Pistole, erklärte Pacelli, sei "gegen meinen Kopf gerichtet worden" - da habe er für das Wohl seiner Klientel keine Alternative gesehen.

Es war das Gefühl von Schwäche und Erpressbarkeit, gepaart mit der Hoffnung, Hitler werde vielleicht doch noch auf die Interessen der römischen Kirche ähnlich Rücksicht nehmen wie Mussolini, das den Vatikan fortan schweigen ließ.

Zwar schickte Pacelli fast jeden Monat Briefe, Memoranden, Noten an Hitlers Diplomaten, in denen er gegen Angriffe auf die katholische Kirche und gelegentlich gegen den Antisemitismus protestierte. Die "Verabsolutierung des Rassegedankens" sei "ein Irrweg, dessen Unheilsfrüchte nicht auf sich warten lassen werden", mahnte er etwa in einem Promemoria an die Reichsregierung vom 14. Mai 1934. Aber: Nach außen drang davon nichts.

Als die Nazis 1935 mit den Nürnberger Rassegesetzen jüdische Deutsche zu Bürgern zweiter Klasse machten, prophezeite Nuntius Orsenigo: "Wenn, wie es scheint, die nationalsozialistische Regierung noch lange an der Macht bleibt, ist es den Juden vorherbestimmt, aus dieser Nation zu verschwinden." Doch selbst da mochte Pius XI. nicht öffentlich seine Stimme erheben.

Zum lauten Protest des Vatikans gegen das Regime kam es bezeichnenderweise erst, als endgültig deutlich wurde, dass Hitler nicht bereit war, die Rechte der katholischen Kirche zu respektieren. 1936 bot Pius XI. den deutschen Bischöfen an, gegen den Diktator öffentlich Stellung zu beziehen, und die Oberhirten rangen sich dazu durch.

Blass, ausgemergelt und mit halb geschlossen Augen empfing der herzkranke 79-jährige Achille Ratti im Januar 1937 eine Bischofsdelegation aus dem braunen Reich. Zum Abschied erklärte er: "Der Nationalsozialismus ist nach seinem Ziel und seiner Methode nichts anderes als der Bolschewismus. Ich würde das dem Herrn Hitler sagen."

In einer Enzyklika, einem öffentlichen, für alle Katholiken verbindlichen Sendschreiben, prangerte Ratti nun den Nationalsozialismus "mit brennender Sorge" an; am Palmsonntag 1937 wurde die Botschaft in fast allen 11 500 Pfarreien des Reiches verlesen. Der Rassismus der Nazis war nur ein untergeordneter Kritikpunkt.

Möglich scheint es immerhin, dass der Vatikan sich neu orientiert hätte, wenn Pius XI. nicht 1939 gestorben wäre. Denn als der NS-Terror sich immer blutiger auf die jüdischen Deutschen und Österreicher konzentrierte, begann der Papst deutlicher Stellung zu beziehen.

Ergreifende Briefe gingen damals im Kirchenstaat ein und liegen heute im Geheimarchiv, etwa von einer Berliner Katholikin, die nach den perversen Kriterien der Nazis Halbjüdin war. Sie schrieb an Pius XI.: "Christen, wo seid ihr! Christlich katholische Kirche, was tust du für deine von Gott dir anvertrauten Seelen. Ich weiß, dass Eure Heiligkeit hier auf Erden der stellvertretende Vater Gottes ist aller Katholiken, und deshalb bitte ich um Hilfe im Namen vieler Tausender."

Im April 1938 ließ der Papst die katholischen Universitäten und Fakultäten anweisen, sich mit dem Rassismus als "Irrtum" zu beschäftigen. "Wie frech doch diese Pfaffen" seien, notierte Hitlers Propagandaminister Goebbels empört in seinem Tagebuch.

Als Achille Ratti am 10. Februar 1939 starb, lag auf seinem Schreibtisch der Entwurf für eine neue Enzyklika gegen Rassismus und Antisemitismus. Zwar war die Vorlage nicht frei von den im Katholizismus verbreiteten Verurteilungen des Judentums ("das unglückliche Volk, dessen verstockte Führer den göttlichen Fluch auf ihre eigenen Häupter herabbeschworen"), aber in nie gekannter Klarheit wurde auch die Diskriminierung angeprangert: Die "eklatante Verweigerung elementarer Rechte gegenüber den Juden treibt Millionen völlig mittellos über diese Erde".

Warum Rattis Nachfolger Eugenio Pacelli, der doch als Nuntius in Deutschland und langjähriger Chefdiplomat des Vatikans die Nationalsozialisten so gut kennen gelernt hatte, den Entwurf nicht veröffentlichte, gehört noch zu den Geheimnissen der päpstlichen Diplomatie.

Nähe zum Berliner Terrorregime kann nicht das Motiv gewesen sein. 1940 vermittelte Pius XII. in geheimer Mission zwischen Widerständlern in den Reihen der Wehrmacht und der britischen Regierung unter Neville Chamberlain.

Eine der Bedingungen für einen Friedensschluss war, darin stimmten alle Beteiligten überein, eine "verhandlungsfähige Regierung" in Berlin - und das bedeutete, wie der neue Papst erklärte, "eine Regierung ohne Hitler".

Von den Gräueltaten der Nazis hatte Pacelli ausreichend Kenntnis. Im Mai 1943 erwähnte etwa ein internes Papier des Vatikans "spezielle Todeslager in der Nähe von Lublin (Treblinka) und bei Brest-Litowsk"; vom Mord an über vier Millionen Juden in Polen war die Rede. Doch Pius XII. schwieg.

Aus Sicht des Papstes befanden sich in Hitlers Hand Millionen Geiseln: der katholische Klerus, die Gläubigen, Hunderttausende Katholiken jüdischer Abstammung. "Ad maiora mala vitanda" - es gelte, Schlimmeres zu verhindern, so begründete das Kirchenoberhaupt seine Zurückhaltung.

Dass die Sorge um die eigenen Schäfchen nicht grundlos war, zeigt etwa das tragische Ende der 1998 heilig gesprochenen Nonne Edith Stein. Die zeitweilige Assistentin des Philosophen Edmund Husserl war 1922 vom Judentum zum Katholizismus konvertiert.

Wie andere hatte sie Anfang April 1933 in einem flammenden Appell den Papst aufgefordert, die Stimme gegen Hitler zu erheben. 1938 floh die ehemalige Dozentin für wissenschaftliche Pädagogik der Universität Münster in die Niederlande.

Dort geschah im Sommer 1942, was Kritiker des Papstes heute vermissen: Katholische Geistliche protestierten öffentlich gegen bevorstehende Judendeportationen - mit schrecklichen Folgen. Um ein Exempel zu statuieren, so der NS-Experte Gerhard Hirschfeld, transportierten die deutschen Besatzungsbehörden am 1. und 2. August knapp hundert Katholiken jüdischer Herkunft nach Auschwitz. Unter den Opfern waren Edith Stein und ihre Schwester.

Und dennoch kann dieses Schicksal die Strategie des Papstes nur begrenzt rechtfertigen - denn Hitler hatte keineswegs vor, in Holland die Katholiken jüdischer Herkunft zu schonen. Sie sollten nach seinen Plänen nur später ermordet werden.

Anfang November 1943 sprach Nuntius Orsenigo im Auftrag des Papstes den Diktator auf die Judenverfolgung an. Der Abgesandte berichtete hinterher einem Journalisten von dem Treffen:

Ich wurde vom Führer und Kanzler Hitler empfangen, aber sobald ich das Thema Juden und Judentum, Milde und Menschlichkeit der Behandlung angeschnitten hatte, drehte sich Hitler ab, ging ans Fenster und trommelte mit den Fingern gegen die Scheibe. Sie können sich vorstellen, wie peinlich es mir war, im Rücken meines Gesprächspartners mein Vorhaben vorzutragen. Ich tat es trotzdem. Dann drehte sich plötzlich Hitler um, ging an einen Tisch, wo ein Glas Wasser stand, fasste es und schleuderte es wütend auf den Boden.

Verteidiger von Pius XII. sehen in diesem Gespräch einen Beleg für das Engagement des Papstes. Aber: Hätte ihm nicht spätestens jetzt klar sein müssen, dass jede Rücksichtnahme den potenziellen Opfern nur einen vorübergehenden Zeitgewinn bringen konnte und dass nichts und niemand Hitlers Vernichtungsmaschinerie stoppen würde - ausgenommen ein Sieg der Alliierten oder ein Attentat? Die deutschen Katholiken jüdischer Herkunft wurden denn auch deportiert, trotz der vermeintlich klugen Zurückhaltung des Vatikans.

Über die Motive des christlichen Oberhaupts war Hitler gut im Bilde: Der Papst fürchte, der Führer könne zu einem "Generalangriff gegen die römische Kirche übergehen", beobachtete 1943 der deutsche Botschafter beim Heiligen Stuhl, Diego von Bergen. Nach einem offenen Aufruf zum Widerstand - der schärfsten Waffe des Papstes - wären wohl wirklich zahlreiche Katholiken ums Leben gekommen.

In einem ähnlichen Dilemma sahen sich die Offiziere, die am 20. Juli 1944 das Attentat auf den Diktator verübten. Durften sie während des Krieges gegen ihren Staatschef putschen, wenn dies ein Zusammenbrechen der Front und den Tod eigener Leute, nämlich deutscher Soldaten, nach sich zu ziehen drohte?

Der Generalstabsoffizier Henning von Tresckow gelangte bei seinen Erwägungen zu dem Schluss, dass Widerstand um jeden Preis geleistet werden musste, wie er 1944 schrieb: "Das Attentat muss erfolgen, coûte que coûte. Denn es kommt nicht mehr auf den praktischen Zweck an, sondern darauf, dass die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der Geschichte den entscheidenden Wurf gewagt hat. Alles andere ist daneben gleichgültig."

Tresckow wird für diese Haltung heute verehrt. Zu einem vergleichbaren, grundsätzlichen Standpunkt hat sich Pius XII., Stellvertreter Gottes auf Erden und Nachfolger des heiligen Apostels Petrus, selbst am Ende des Kriegs nicht durchringen können.

Er ist deshalb nicht jener "Verbrecher", zu den ihn der Moralist und Dramatiker Hochhuth abstempelt. Aber in den Kreis der Seligen sollte er auch nicht aufgenommen werden. Denn dazu hätte er nach dem kanonischen Recht der Kirche, deren Oberhaupt er gut 19 Jahre lang war, durch Vergießen seines Blutes "oder durch heroische Tugendübung ein vorzügliches Zeugnis für das Himmelreich ablegen" müssen.

Und das hat Eugenio Pac e lli versäumt.

GERHARD BESIER, KLAUS WIEGREFE

* Mit Außenminister Joachim von Ribbentrop (r.) und Hitler (3. v. r.) in den dreißiger Jahren in Berlin. * Mit Rabbiner Israel Lau im Jahr 2000. * Links: nach einem Besuch bei Reichspräsident Paul von Hindenburg 1927; rechts: vor dem Prozess wegen Hochverrats 1924. * Abbildung auf einem Fahnentuch anlässlich ihrer Heiligsprechung 1998. * In Rom 1942.

DER SPIEGEL 17/2003
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