05.05.2003

INSOLVENZEN

Einmal Pleite - und wieder zurück

In den USA können insolvente Unternehmen Gläubigerschutz beantragen. Die Folge: Der Aktienkurs stürzt in solchen Fällen ins Bodenlose. Doch die Firmen können ihre Sanierung immerhin unbehelligt von der Forderungen der Geldgeber in Angriff nehmen. Oft schaffen sie es, die nötigen Weichen zu stellen - und das Schutzprogramm wieder zu verlassen. Die Luftfahrtgesellschaft US Airways beispielsweise flüchtete nach dem 11. September als erste Airline unter die so genannte Chapter-11-Regelung. Seit Anfang April hat sie das Programm wieder verlassen. Auch die Optikerkette National Vision, der Lebensmittelexporteur Chiquita oder das Gesundheitsunternehmen Sun Healthcare haben in den vergangenen Jahren den Ausweg aus der Pleite geschafft. Die Anleger hatten jedoch kaum etwas davon. Oft werden die Aktien vom Kurszettel gestrichen, oder die Kurse dümpeln auch nach Beendigung des Gläubigerschutzes auf dem Niveau, das sie nach der Zahlungsunfähigkeit erreicht hatten. Nur selten schafft es eines dieser Unternehmen, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Wie zum Beispiel der Einzelhändler Stage Stores: Nach der Radikalsanierung setzte das Papier zu einem wahren Höhenflug an.


DER SPIEGEL 19/2003
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