03.11.1954

NATO / STREITKRÄFTESoldaten des ersten Tages

(s. Titel)
Der General Alfred Maximilian Gruenther, unter dessen Kommando 500 000 westdeutsche Männer zu Soldaten gedrillt werden und - notfalls - kämpfen sollen, ist kein rauhbeiniger Täter wie sein Vorgänger als europäischer Oberbefehlshaber der Streitkräfte des Atlantikpaktes, General Ridgway, der heute Stabschef der U.S.-Army ist. Er ist auch kein nachgiebiger Gefühlsmensch wie der erste Nato-Befehlshaber und jetzige Präsident der Vereinigten Staaten Dwight D. Eisenhower. Gruenther ist ein Rechner, er ist der Generalstäbler par excellence.
Das, was der General über die Aussichten der europäischen Verteidigung zu sagen hat, ist von derselben schonungslosen Offenheit wie seine Äußerung über die Auswirkungen eines dritten Weltkrieges überhaupt. Befragt, ob Westeuropa in einem globalen Krieg Aussichten auf die erfolgreiche Abwehr sowjetischer Angriffe habe, meinte er mit kühler Betroffenheit: "Zweifellos würden wir den Krieg gewinnen, aber für die Westeuropäer wäre das ein schwacher Trost."
Diese Antwort gab Gruenther vor rund zwei Jahren. Vor kurzem - in den Tagen der Londoner Konferenz - fiel sie nur um einen Hauch verbindlicher aus: "Wenn die Sowjets im Jahre 1954 einen totalen dritten Weltkrieg anfingen, dann bestände beträchtliche Gefahr, daß der Angreifer Anfangserfolge haben würde."
"Anfangserfolge" - das kann bei der räumlichen Enge Westeuropas kaum etwas anderes bedeuten als sowjetische Einbrüche über Westdeutschland hinweg tief nach Westeuropa hinein, atomaren Krieg zwischen Elbe, Rhein und Garonne und schließlich einen westlichen Sieg, der für die Europäer nur "ein schwacher Trost" sein würde.
Solche brutale Offenheit ist nur denkbar entweder als Ausdruck zynischer Bedenkenlosigkeit oder als Reflex eines hohen Verantwortungsbewußtseins, das über den tödlichen Ernst der Lage keine Mißverständnisse aufkommen lassen will. Für Gruenther ist - darüber lassen seine Äußerungen keinen Zweifel zu - die westeuropäische Aufrüstung (wie übrigens auch die amerikanische) in erster Linie ein politisches Instrument. Sie soll die Sowjets vor Angriffen abschrecken. Aber wenn er in öffentlichen Äußerungen bis zu diesem Punkt seiner Überlegungen gelangt, pflegt er zu sagen: "Das ist die Aufgabe der Staatsmänner."
Seine Aufgabe ist, das Fürchterliche - den atomaren Krieg - als eine mögliche Tatsache in Betracht zu ziehen und das Instrument der westeuropäischen Verteidigung so zu schaffen, daß es sich den Sowjets selbst für diesen schlimmsten aller denkbaren Zufälle als ein wirklicher Risikofaktor darstellt.
Zwar werden Westeuropas Soldaten die Sowjet-Union nicht unmittelbar bedrohen können. Gleichwohl sind sie ein potentielles Moment von vielleicht ausschlaggebender Bedeutung: Sie schützen mit ihrem Einsatz die Luftbasen der U. S. Air Force am Rande Westeuropas und im Mittelmeerraum - vielleicht in Kürze die letzten, die die Vereinigten Staaten auf dem eurasischen Landmassiv besitzen - vor der Walze roter Infanteristen. Von diesen Basen aus aber könnte die amerikanische Luftwaffe die wahrscheinlich entscheidenden atomaren Schläge gegen die Zentren und das Verkehrsnetz der Sowjet-Union führen.
Die Position Europas in diesem Kalkül ist zumindest auch die eines Vorfeldes der luftstrategischen amerikanischen Positionen auf den britischen Inseln, in Spanien, Nordafrika, Süditalien und Cypern. Diesem Vorfeld selbst aber droht das Schicksal der Wüste, der atomverseuchten Einöde.
Der Soldat der Zukunft muß deshalb ein Wüstenkrieger sein, ein selbstgenügsames Wesen, dessen Beduinen-Instinkte nur durch den Geigerzähler im Stiefelschaft verfeinert sind.
In Westdeutschland wird Gruenther - wenn die Pariser Verträge durch die Ratifikationsprozedur der Parlamente gegangen sind - die einmalige Chance haben, eine moderne Armee, ungehemmt von verstaubten Überlieferungen und ungehindert von widerwilligen, in veralteten Vorstellungen befangenen Offizierskorps, aufbauen zu können. Das, was man in Spanien seit langem, neuerlich aber auch in den Vereinigten Staaten, Frankreich und der Sowjet-Union gegen die Widerstände der Weltkrieg-I-
und Weltkrieg-II-Erfahrungen anstrebt, kann in der Bundesrepublik auf der durch den Untergang der Wehrmacht geschaffenen Tabula rasa nunmehr vollkommen neu aufgestellt werden: eine Armee von "Steinzeit-Soldaten" - so das Schlagwort, das die Generalstäbler des Washingtoner Pentagon für ihr neues soldatisches Wunschbild geprägt haben.
Allein schon diese und ähnliche Begriffe des modernen Generalstabs-Jargons - "Wüstenkrieger", "Steinzeit-Infanterie" - enthüllen etwas von der apokalyptischen Spannung, die heute dem Waffenhandwerk eigen ist. In den Berechnungen des atomaren Strategen nimmt zwangsläufig die "totale Katastrophe" - der Untergang der Weltzivilisation überhaupt - den Platz einer realen Möglichkeit ein. Umgekehrt wohnt aber dieser fürchterlichen Vision im dialektischen Gegenzug die Hoffnung auf einen ewigen Frieden, auf einen erdumspannenden Garten Eden inne. Je klarer die zerstörerische Gewalt des Atom-Krieges erkannt wird - und wem sollte sie sich unerbittlicher zu erkennen geben als dem Strategen? - , desto zwingender erweist sich die Notwendigkeit des Friedens.
Die Dialektik dieser Situation ist in jeder grundsätzlichen Äußerung General Gruenthers nachweisbar, und man kann sogar annehmen, daß er für ihre Erkenntnis durch Charakter und Begabung vorgebildet ist.
Es mag ein Zufall sein (aber wenn es einer war, so hat er gleichwohl symbolischen Rang), daß der junge Gruenther den Entschluß zum Soldatenberuf faßte, nachdem er zuvor mit einem pazifistischen Zeitungsaufsatz seinen Vater tief bekümmert hatte.
Damals - es war zu Beginn des ersten Weltkrieges, und Alfred Gruenther war eben 15 Jahre alt - gab Vater Gruenther in dem Örtchen Platte Center im Staate Nebraska das Wochenblättchen "Signal" heraus. Er machte sich darin um den Gedanken der amerikanischen Aufrüstung verdient. Wenn Gruenther senior auf Reisen war, pflegte Alfred das Blatt zu redigieren. Bei einer solchen Gelegenheit - der Vater machte eine Propaganda-Tour für den Eintritt der USA in den Krieg - schrieb der Junior einen begeisterten Artikel gegen die hohen Militärausgaben und für deren Verwendung zum Aufbau von Volksbibliotheken. Betroffen vom Affekt des väterlichen Kummers erklärte sich der Sohn bereit, Offizier zu werden.
Das war zu einer Zeit, zu der man noch den Wert eines Offiziers nach der Körperlänge und dem Sitz im Pferdesattel berechnete. Der mittelgroße, beinahe zierliche
junge Mann mit dem großen Schädel reüssierte darum zunächst nur mäßig. Zwar beendigte er seine Offiziersausbildung als Viertbester des Lehrganges, aber der Ausbildungschef der Militärakademie West Point schrieb ihm in das Abgangszeugnis: "Fähnrich Gruenther ist in der Theorie unumstrittener Erster, aber unfähig, sich auch nur auf einem Schaukelpferd im Sattel zu halten."
Sechzehn Jahre lang blieb Gruenther Leutnant. Seine viele Freizeit füllte er mit mathematischen Studien und mit Theorie und Praxis des Bridge-Spiels. Er wurde sogar Armee-Turnierleiter und schrieb ein 328 Seiten starkes Standardwerk über Bridge. Das brachte ihm die Zuneigung und das Ja-Wort der Sekretärin des Offizierskasinos in der Artillerieschule von Fort Knox und seine Verwendung als Mathematiklehrer in West Point ein.
Die Stunde des Rechners Gruenther schlug am 1. August 1942. General Eisenhower holte ihn nach London als seinen
stellvertretenden Stabschef. Der damalige Oberst hatte seine Koffer nach einer von U-Booten bedrohten Atlantikreise noch nicht ausgepackt, als er schon den Auftrag hatte, innerhalb von fünf Tagen den Plan für die Landung von fünf Divisionen in Nordafrika auszuarbeiten. Am Morgen des vierten Tages brachte er den fertigen Plan ins Chef-Zimmer.
Stellvertreter- und Stabschefstellen wurden daraufhin sein berufliches Schicksal. Und als Anfang 1951 der erste europäische Nato-Oberbefehlshaber, General Eisenhower, im Pariser Hotel Astoria an den Champs-Elysées sich der Presse vorstellte, angelte er seinen Stabschef aus dem Gefolge mit den Worten: "And this is Al Gruenther, my right arm."
"Rechter Arm" des OB blieb Gruenther auch unter dem aus Korea kommenden Matthew Bunker Ridgway. Dann aber - am 12. Mai 1953 - wurde Gruenther zum erstenmal in seiner Offizierslaufbahn Chef. An diesem Tage ernannte ihn der
Nato-Rat zum Nachfolger Ridgways. Im Abkürzungs-Chinesisch der Atlantikpakt-Organisation (Nato) führt er seither den Namen "Saceur" - Supreme Allied Commander Europe.
Die Presse hatte schon vorher davon gemunkelt, aber Gruenther selbst hatte nicht daran glauben wollen. Einem Freunde hatte er wenige Tage vorher geschrieben: "Der Junge (damit meinte er sich selbst) taugt wirklich nicht dazu, das versichere ich Dir." Ein andermal zog er eine in ihrer Selbstkritik aufschlußreiche Bilanz seiner eigenen vorwiegend planend-berechnenden Begabung und der Erfordernisse des Feldherrn-Berufes. "Es gibt zwei Berufe", witzelte er, "in denen Amateure mehr leisten als Professionelle; das sind die Prostitution und die Kriegführung."
Gruenther besitzt den so häufig mit nüchterner Selbsterkenntnis verbundenen Humor. Manche seiner Freunde sagen ihm geradezu "koboldhafte" Züge nach. Zu seinen beliebtesten Scherzen gehört, mit fingierten
Telegrammen bei Bekannten Unruhe und Verwirrung zu stiften.
Es paßt durchaus in das Charakterbild dieses auf keine noch so unbequeme Kalkulation verzichtenden Rechners, daß er trotz seines Humors im amerikanischen Generalstab und nun auch unter seinen eigenen Mitarbeitern im Nato-Hauptquartier als Pessimist bekannt ist. So hänselt zum Beispiel sein Unter-Befehlshaber, Marschall Alphonse Juin (Nato-Oberbefehlshaber für Zentraleuropa): "Wenn man Gruenthers Schritte im Gang hört, so meint man, die Russen seien auf dem Vormarsch zum Rhein; wenn er eintritt, glaubt man von seinem Gesicht zu lesen, sie seien in Metz; und wenn er den Mund aufmacht, marschieren sie schon durch den Arc de Triomphe."
Es ist die naturwissenschaftliche Solidität Gruenthers, die seinen - wenigen - zuversichtlichen Äußerungen den Wert der Verläßlichkeit gibt und seinen Warnungen das Gewicht sachlich begründeter Arbeitsunterlagen für absolut notwendige Verbesserungen. Es ist keine politische Beruhigungspille, wenn Gruenther in diesem Jahr gesagt hat: "Wir haben jetzt eine Streitmacht, die mehr ist als das, was die Russen mit den Kräften, über die sie im besetzten Europa verfügen, bewältigen können."
Die sowjetischen Kräfte im "besetzten" Europa beziffert "Shape" - so lautet die Abkürzung von Gruenthers Hauptquartier in Marly-le-Roi bei Paris - auf 31 Divisionen, davon 20 bis 25 in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. 5000 sowjetische Panzer und Sturmgeschütze stehen vermutlich in Mittel- und Osteuropa, dazu etwa 1500 moderne sowjetische Schlacht- und Jagdflugzeuge. Die Zahl der Satellitendivisionen setzen Gruenthers Ostexperten mit etwa 80 an.
Um mit diesen Kräften fertig zu werden, glaubt General Gruenther Verstärkungen nicht nötig zu haben, also auch nicht die zukünftigen deutschen Truppen, zumal ein großer Teil der Satellitendivisionen durch die 25 allerdings recht primitiv ausgerüsteten jugoslawischen und zehn griechischen sowie die drei balkanischen Divisionen der Türkei absorbiert werden würde.
In Mitteleuropa könnte General Gruenther gegen einen sowjetischen Angriff zur
Zeit 22,5 europäische und sechs US-Divisionen einsetzen. In der Luft verfügt er über 154 Luft-Schwadronen, das sind etwa 5000 Kampfmaschinen, von denen allerdings ein sehr großer Teil veraltet ist.
Gruenthers Überlegenheitsgefühl gilt aber keineswegs in bezug auf das, was er einen sowjetischen "all-out-attack" nennt, einen Angriff also, der nicht von den im besetzten Europa stationierten sowjetischen Streitkräften vorgetragen wird, sondern aus der Tiefe des russischen Raumes kommt, mit vielleicht 200 sowjetischen und Satelliten-Divisionen.
Gegen die Gewalt des Ansturms von sechs bis acht Millionen Russen, Tschechen und Polen ist Westeuropa praktisch nicht zu halten. Gruenther am 10. März 1954: "Wir haben immer noch nicht die ausreichende Stärke, um einen sowjetischen all-out-attack aufzuhalten." Alfred Gruenther spricht nicht gern davon, ob diese ausreichende Stärke je erreicht werden kann.
Immerhin gewährt nach Ansicht Gruenthers schon der jetzt erreichte Rüstungsstand dem Westen ein paar Vorteile. Der Gegner kann nicht mehr, wie etwa noch vor drei Jahren, aus dem Stand zum Angriff antreten und in Schützenlinie formiert nach Westeuropa einmarschieren. Er muß sich heute lange vor Angriffsbeginn in der Tiefe des osteuropäischen Raumes bereitstellen, und er muß - wenn er angreift - seine Truppen zu Stoßkeilen massieren.
Das bedeutet für den Westen, daß die sowjetische Angriffsabsicht vor dem Tag X erkannt werden kann. Es bedeutet darüber hinaus, daß der sowjetische Angriff nun aus der Luft verletzbar ist. Die langen Versorgungslinien und die massierten Stoßkeile werden lohnende Ziele für Atombomben-Angriffe bieten.
Das vielleicht schwerste Handikap des Westens aber ist - laut Gruenther - , daß die Nato-Streitkräfte im Augenblick diese Vorteile nicht ausnützen könnten. Sie würden bei dem gegenwärtigen Rüstungsstand zu Kriegsbeginn nicht die Luftherrschaft über dem europäischen Kriegsschauplatz besitzen. Gruenther: "Unsere kritischste Schwäche ist der Zustand unserer Luftstreitkräfte ... Die Sowjets haben eine Luftwaffe von einigen 20 000 Flugzeugen für operativen Einsatz, von denen ein großer
Teil aus Düsenflugzeugen besteht. Um diese Bedrohung aus der Luft abzuwehren, müssen unsere Luftstreitkräfte verstärkt werden."
Die Luftherrschaft ist der Schlüssel und die unabdingbare Voraussetzung für eine Nato-Strategie, die um die Begriffe "Schild", "Zeitpolster", "Atomkompensator" und "Atomhammer" kreist.
Der "Schild" - bestehend aus den zwölf westdeutschen, den fünf amerikanischen, fünf französischen und vier britischen in Deutschland stehenden Divisionen - ist die Sperre, die den ersten sowjetischen Stoß auffangen, abnutzen und "elastisch" zurückstauen soll, wobei man unter "elastisch" versteht, daß der Gegner im deutschen Mittelabschnitt etwa bis an den Rhein vorstößt.
Diese Funktion soll der "Schild" 30 Tage lang erfüllen. Das nennt Shape das "Zeitpolster". Es soll Westeuropa gestatten, zu mobilisieren und seine Reserven zum Gegenstoß bereitzustellen.
Die numerische Unterlegenheit des "Schildes" wie überhaupt der Nato-Verbände gegenüber den sowjetischen Truppen soll kompensiert werden durch Atomwaffen, das heißt Atom-Bomben, -Raketen und -Granaten. Das ist der "Atom-Kompensator".
Der "Schild" zwingt allein durch seine Existenz den Gegner zum weiten Ausholen und zum Massieren. Dadurch erhält der Nato-"Atomhammer" seine Chance, das heißt die taktische und strategische Luftwaffe.
Mit einem Beitrag von zwölf deutschen Divisionen (etwa 350 000 Mann Feldtruppen*))
wird der Schild etwa 32 bis 35 Divisionen stark sein. Wenn Frankreich neun weitere Divisionen (die bislang der Nato nicht unterstehen**)) für Marschall Alphonse Juins zentraleuropäisches Kommando bereitstellt, werden es 44 aktive gegenüber jetzt 2,5 Divisionen sein.
Aber auch diese verstärkte Landverteidigung ist nach Gruenthers Urteil nicht ausreichend, wenn die Nato nicht ihre Luftstreitkräfte erheblich verstärkt: "Ohne eine ausreichende Luftwaffe ist unsere Lage hoffnungslos."
An diesem Punkt - aber letztlich von viel weitergehenden Überlegungen ausgehend - setzt nun eine revolutionäre Richtung des militärischen Denkens an, die in Ost und West in den letzten Jahren fast alle Generalstäbe erfaßt hat und jetzt auch bei der Ausbildung der neuen deutschen Streitkräfte berücksichtigt werden soll.
Gruenther nimmt an, daß die elastische Verteidigung des "Schildes" sich in einem Raum vollzieht, der - von der westdeutschen Zonengrenze westwärts gerechnet - eine Tiefe von etwa 200 Kilometern haben wird.
Der "Schild" hätte einen wesentlichen Teil seiner Funktion erfüllt, wenn er die Sowjets etwa 30 Tage lang aufhalten und damit die Mobilisierung der westeuropäischen Reserven ermöglichen würde. Der Gegner würde dann in einen mit Stacheln bewehrten Trichter - das sich nach Südwesten immer mehr zuspitzende Europa - hineinrutschen.
Er würde in das atomare Kreuzfeuer der von den britischen Inseln, Spanien, Nordafrika und Italien startenden Nato-Bomberflotten geraten, im Inneren des Festlandes von kleinen Kampfverbänden gezwickt werden und von der Peripherie her der Zermürbung durch schnell geführte Angriffe ausgesetzt sein.
Für diese letzte Aufgabe sind an der atlantischen Küste und im Mittelmeerraum Brückenköpfe geschaffen worden, wie die holländische "Festung" Zeeland, der Festungsbereich der Halbinsel Cotentin in der französischen Normandie und das sogenannte "Pyrenäen-Reduit" hinter der Garonne. Die Liste dieser stationären Brückenköpfe könnte durch kleine Landungsunternehmen der auf den britischen Inseln, auf der Iberischen Halbinsel, in Nordafrika und in Süditalien stehenden Nato-Eingreifverbände vervollständigt werden. So bestünde Aussicht, daß die Sowjets an der Erreichung des im Rahmen der planetarischen Strategie der Ost-West-Auseinandersetzung wichtigsten Zieles ihrer Europa-Offensive gehindert würden: der Zerstörung und Besetzung der amerikanischen Luftbasen an der europäischen Peripherie.
Für die Ausbildung und Ausrüstung der Nato-Heere aber - und damit auch für das deutsche Kontingent - ist es unerheblich, ob der Kampf öst- oder westlich des Rheins geführt wird. Feststeht und belangvoll ist, daß der Krieg auf jeden Fall in einer Wüste stattfindet, in der es weder brauchbare Straßen noch funktionierende Eisenbahnverbindungen noch solche Städte gibt, die als Versorgungszentren in Frage kommen.
Der moderne Soldat muß deshalb ein ausdauernder Marschierer sein und viel schleppen können. Seine Waffen müssen möglichst leicht und möglichst in jedem noch so unwegsamen Gelände beweglich sein. Um Kraftstoff zu sparen, soll ein Teil seiner schweren Waffen pferdebespannt werden. Aus demselben Grunde - aber auch um der besseren Geländegängigkeit willen - sollen die Panzer möglichst leicht sein.
Das sind Erkenntnisse, die durch die diesjährigen Nato-Manöver in Westdeutschland eine letztmalige Bestätigung erfahren haben. Man hatte dabei den Einsatz gegnerischer Atomwaffen - Artillerie und Bomben - angenommen und unterstellt, daß Westdeutschlands Straßen und Eisenbahnen für den Nachschub ausgefallen seien. Die Manöverkritik - teilweise durch die Marschälle Alphonse Juin (Frankreich) und Lord Montgomery (England) vorgenommen - konstatierte, daß von den Nato-Divisionen nur etwa 15 Prozent imstande
gewesen seien, sich im Gelände zu bewegen, daß die restlichen 85 Prozent infolge Nachschubmangels und Bewegungsunfähigkeit nicht zum Kampf eingesetzt werden konnten.
Nach Ansicht der Ost-Experten in Gruenthers Hauptquartier (Shape) sind dagegen die sowjetischen Erdverbände (wie auch die der Satelliten) zur Zeit zu 40 Prozent "geländegängig" und nur zu 60 Prozent straßen- und eisenbahngebunden. Man rechnet damit, daß die Sowjets sich anstrengen, dieses Verhältnis weiter zu korrigieren, so daß sie bis Mitte 1955 die absolute Geländegängigkeit von etwa 50 Prozent ihrer Truppen erreicht haben dürften.
Diese Erkenntnis ist folgenschwer: Die zahlenmäßige Überlegenheit des Ostens über den Westen in Europa wird heute mit etwa 5:1 angesetzt. Bei dem gegenwärtigen Stand der Ausrüstung und Ausbildung aber - bei dem unter den Bedingungen des atomaren Wüstenkrieges der Westen nur 15 Prozent und der Osten 50 Prozent seiner Truppen bewegen kann - erhöht sich die Überlegenheit des Ostens auf das ungefähr 13fache.
Der französische Generalstab und die Spanier sind längst auf dieses Mißverhältnis aufmerksam geworden. Die Franzosen versuchten bereits vor drei Jahren klarzumachen, daß es keineswegs wichtig ist, ein 12,5 Tonnen schweres 15,5-cm-Geschütz mit einer Geschwindigkeit von 40 Kilometern in der Stunde über die Autobahn rollen zu können. Der Chef des französischen Waffenamtes, General Salmon, führte damals auf dem Truppenübungsplatz Baumholder ein französisches Geschütz mit 6,5 Tonnen Gewicht vor, das zwar auf der Straße weniger schnell, dafür aber in jedem Gelände zu bewegen war. Die Amerikaner haben es damals als Ausrüstung für die Nato-Verbände abgelehnt.
Die einzige westeuropäische Nato-Einheit, die den Bedingungen des atomaren Wüstenkrieges entspricht, ist die französische "Modell"-Brigade Javelot unter dem Obersten Huel. Diese von den Franzosen vor zwei Jahren geplante, in diesem Jahr erstmalig vorgeführte Kampfgruppe kann sich zu mehr als 50 Prozent nachschubunabhängig in jedem Gelände bewegen. Sie ist mit leichten AMX-Panzern (14 Tonnen) und Panhard-Spähwagen (8 Tonnen) ausgestattet, während man sonst in der Nato die amerikanischen mittelschweren Panzer (zum Beispiel den veralteten "Patton") oder gar die britischen schweren Panzer (zum Beispiel den 48-Tonner "Centurion") bevorzugt.
An diesem Punkt - bei der Waffen-Ausstattung - wird die Aufgabe Gruenthers dramatisch. Die Frage, mit welchen Waffen die 500 000 zukünftigen westdeutschen Soldaten ausgerüstet werden sollen, ist ein Schlüsselproblem. Die Rüstungsplanung legt die operative Führung zwingend auf zukünftige Strategie und Taktik fest. Schwere, straßengebundene Geschütze und schwere Panzer mit ihrem hohen Werkstatt- und Nachschubbedarf drängen die zukünftige Kampfführung in die Richtung der veralteten und wahrscheinlich unter den Bedingungen des atomaren Wüstenkrieges gar nicht mehr zu verwirklichenden linearen Strategie. Leichte Panzer, leichte Geschütze ermöglichen die wahrscheinlich jetzt allein mögliche bewegliche Kampfführung.
Das dramatische Moment dieser Alternative zwischen veralteter und moderner Waffenausstattung für die zukünftigen deutschen Verbände liegt bei dem Faktor "Zeit". General Gruenther deutete kürzlich an, daß die deutschen Verbände bis Mitte 1956 stehen könnten. Das aber ist
nur möglich, wenn man auf die Riesenbestände an veralteten Waffen in den USA und England zurückgreift.
Die Versuchung ist um so verführerischer, als die von General Ridgway geforderte Umrüstung der amerikanischen Armee große Mengen alter Waffen frei machen würde. Die Lockung, Westdeutschlands 500 000 Soldaten schnell, aber veraltet, statt langsam, aber modern aufzurüsten, dürfte bei den künftigen Verhandlungen zwischen den deutschen Militärs und dem Nato-Hauptquartier zu dem schwierigsten Problem führen.
Dieser Tage - beim Besuch des spanischen Eichenlaubträgers General Muñoz Grandes, eines besonders eifrigen Verfechters der beweglichen Kampfgruppe - gab der amerikanische Generalstab bekannt, daß die 47. US-Infanteriedivision in mehrere "Atomic combat teams" umformiert und umgerüstet werden soll. Unter anderem sind diesen "atomaren Kampfgruppen" 70 Prozent aller 2,5-Tonnen-Lkw und sämtliche schweren gestrichen worden. Auch der amerikanische Soldat soll das Marschieren lernen.
Der damit begonnene Umbau der amerikanischen Armee wird insbesondere von dem Stellvertreter General Ridgways als Stabschef der US Army, Generalmajor James Gavin, befürwortet. Er sagte kürzlich:
"Eine Front in einem Atomkrieg wird nicht 20 oder 50 Kilometer lang und 8 bis 20 Kilometer tief sein. Sie wird vielmehr vielleicht 200 Kilometer lang und 200 Kilometer tief sein. In dieser Gefechtszone wird die Verteidigung zellenförmig sein, getragen von einigen Dutzend oder auch einigen Hundert kleinen Kampfgruppen, die über große Beweglichkeit verfügen.
"Jede Kampfgruppe wird eine selbstgenügsame Einheit sein. In ihr werden Infanterie, leichte und schnelle Panzer und Artillerie, die konventionelle und Atom-Geschosse feuern können, zusammengefaßt sein. Sie wird über größere Strecken durch die Luft transportiert und aus der Luft versorgt werden, denn die weiträumige Verstreuung von vielen Einheiten über eine Kampfzone verbietet konventionelle Versorgungsmethoden.
"Allein in ihrem Operationsbereich, ohne direkten Kontakt mit Einheiten rechts und links, wie der weit umherschweifende Reiter früherer Kriege oder der Fallschirmjäger des zweiten Weltkrieges, muß sie stets bereit sein, eingekesselt zu kämpfen."
Der Wert, den Gavin auf leichte und schnelle Waffen legt, zeigt, welche Revolution sich in der modernen Waffentechnik eben jetzt vollzieht. Das unterstreicht aber auch die Fragwürdigkeit einer überstürzten Waffenausstattung der westdeutschen Verbände. Bei dem sich plötzlich meldenden Bedarf des amerikanischen Heimat-Heeres für leichte, schnelle und geländegängige Geschütze und Panzer kann eine übereilte Ausrüstung der deutschen Streitkräfte nur bedeuten, daß die Deutschen veraltete und für den modernen Wüstenkrieg ungeeignete Waffen bekommen.
Die Weiträumigkeit der atomaren Gefechtszone und die daraus sich ergebende Aufgliederung der Streitkräfte in isolierte Kampfgruppen macht zwangsläufig jedes nationalistisch deutsche Ressentiment gegen die Unterstellung deutscher Verbände unter Kommandostellen jenseits des Rheins sachlich wertlos. Selbst ein im linksrheinischen Gebiet sitzender deutscher Generalstab wäre nicht in der Lage, die deutschen Kampfgruppen operativ sinnvoll zu steuern und zu koordinieren. Westeuropa bildet bei den Maßstäben des atomaren Krieges einen zusammenhängenden Kriegsschauplatz,
und es ist sachlich zwingend, daß die Verbände aus der Tiefe des westeuropäischen Raumes gesteuert werden.
Die Einschnürung des Gebietes der Bundesrepublik im Raum von Frankfurt am Main teilt zudem die vorderste Kampflinie in zwei Abschnitte - den norddeutschen und den süddeutschen. Dementsprechend müssen die deutschen Streitkräfte auf zwei verschiedene Nato-Kommandostellen aufgeteilt werden.
Der zukünftige deutsche Generalstabschef wird keinen Einfluß auf die Führung der deutschen Streitkräfte haben, es sei denn auf dem weiten Umweg über das "Militärkomitee" der Nato. Das Komitee - ein Ausschuß sämtlicher nationaler Generalstabschefs - tritt aber nur zu einigen Sitzungen im Jahr zusammen und ist kaum mehr als ein Rhabarber-Rhabarber-Chor für das oberste strategische Gremium der Nato, die sogenannte "Standing Group" mit Sitz in Washington. In dieser Drei-Mann-Gruppe sitzen aber nur die Amerikaner, die Briten und die Franzosen.
Die Nato-Gliederung, in die die deutschen Kampfgruppen eingefügt werden sollen, sieht so aus:
Unter Juin rangieren die Waffen-Chefs für Armee, Luftwaffe und Marine und unter diesen wiederum die Befehlshaber der "Armee-Gruppen" (AG). Befehlshaber der "AG Nord" - sie steht in Norddeutschland - ist der englische General Sir Richard Gale. Er hat seinen Sitz in Mönchen Gladbach. Seine Gruppe setzt sich zur Zeit aus vier britischen Divisionen, einer kanadischen Brigade, den drei belgischen Nato-Divisionen und der holländischen Division zusammen. Der "AG Nord" wird ein Teil - vielleicht ein Drittel, vielleicht aber auch die Hälfte - der deutschen Streitkräfte unterstellt werden.
Wenn die europäische Integration auf Grund besonderer Vereinbarungen der kontinentalen Partner des Brüsseler Paktes eingeführt wird, dann werden die belgischen und die nördlichen deutschen Einheiten
mit der holländischen Division gemischt und zu zwei europäischen Armeekorps deutsch-belgisch-holländischer Zusammensetzung im Rahmen der "AG Nord" umgruppiert werden.
Ein deutscher und ein belgischer General werden kommandieren, und deutsch-belgisch-holländisch integrierte Kommandostäbe werden gebildet werden.
Die "AG Mitte", zu der die restlichen deutschen Kampfgruppen gehören werden, besteht jetzt aus der 7. U.S. Army (sechs Divisionen) und der 1. französischen Armee (fünf Divisionen). Ihr Befehlshaber ist der amerikanische General William N. Hogue mit Sitz in Heidelberg. Ob die deutschen Streitkräfte im Rahmen der "AG Mitte" in eine Feldarmee oder in zwei Armeekorps gegliedert werden, steht zur Zeit noch nicht fest. Zur Wahl steht
* entweder die Aufstellung von zwei deutsch-französischen Armeen mit gemischt deutsch-französischen Armeekorps
* oder die Formierung von zwei deutschen Armeekorps und einem französischen, die dann unter einem französischen Befehlshaber zu einer Feldarmee zusammengefaßt würden*).
Ob allerdings diese komplizierte Befehlsstruktur sich unter Atom-Beschuß als feuerfest erweisen wird, gilt selbst in Shape als fraglich. Auf der anderen Seite macht man sich im Stabe Alfred Gruenthers über dieses Problem nicht allzuviel Gedanken.
Die Entscheidung im atomaren Krieg wird viel weniger als bisher von den Qualitäten der höheren Führer abhängen. Ausschlaggebend - und zwar viel ausschlaggebender als im letzten Krieg - dürften die Qualitäten der Kampfgruppen-Kommandeure und des einzelnen Soldaten sein, dessen Härte und Ausdauer, dessen Fähigkeit zu marschieren, zu schleppen, zu improvisieren und zu kämpfen.
General Gruenther: "Wir brauchen deshalb eine harte, konzentrierte und sorgfältige Ausbildung von zwei Jahren."
Besonders gilt das, wie kürzlich Gruenthers Stellvertreter, Feldmarschall Lord Montgomery, sagte, für die Truppen, die den "Schild" bilden sollen, also für die Deutschen. "Denn" - so sagte Monty - "sie sind die Soldaten des ersten Tages".

DAS HANDIKAP DER SOWJET-UNION
in einem planetarischen und atomaren Konflikt mit den USA wäre die Tatsache, daß amerikanische Atom-Bomber von Stützpunkten auf dem eurasischen Landmassiv zu Angriffen gegen die Sowjet-Union starten könnten, während umgekehrt die sowjetische Luftwaffe über keine solchen Stützpunkte auf dem amerikanischen Doppelkontinent verfügen würde. Die strategische Bedeutung dieses Sachverhalts wird klar, wenn man sich vorstellt, daß das Gebiet der USA von einer Geographie umgeben wäre, die etwa der des europäischen Vorgeländes der Sowjet-Union entspricht - und wenn man
annimmt, diese Geographie wäre mit sowjetischen Luftbasen für einen atomaren Bombenkrieg gegen die USA gespickt (siehe Graphik). Es spricht keineswegs für die Klugheit der stalinistischen Außenpolitik, daß sie das Nato-System von atomaren amerikanischen Stützpunkten in Westeuropa und im Mittelmeerraum durch ihre gewalttätige Politik in Osteuropa provoziert hat. Die Schaffung der Nato war ein Reflex des Westens auf die Berliner Blockade, auf den Sturz des Benesch-Masaryk-Regimes in der Tschechoslowakei und auf die Gleichschaltung in Osteuropa und in der Sowjetzone.
[Grafiktext]
SEIN SPIEGELBILD
So wäre es, wenn
Sowjetbomber die
USA aus der gleichen
Entfernung
erreichen könnten.
DAS ORIGINAL
Amerikanische Nato-Bomber
erreichen
die UdSSR von
europäischen
Stützpunkten aus.
[GrafiktextEnde]
*) Von den 500 000 vorgesehenen deutschen Soldaten sind 80 000 für die taktische Luftwaffe von 1300 Maschinen und Luftwaffen-Flak, 20 000 Mann für die Marine und etwa 50 000 Mann für technische Sonder- und Ersatzdienste vorgesehen.
**) Auch fast alle anderen Nato-Nationen haben nicht der Nato unterstehende Divisionen. Abgesehen von den USA, England und Frankreich handelt es sich dabei aber zum größten Teil um Kader- und Ausbildungsverbände. Diese Regelung wurde in erster Linie mit Rücksicht auf die überseeischen Verpflichtungen der Kolonialstaaten getroffen.
*) Diese Unterstellungsschemen bedeuten, daß in der militärischen Befehls-Pyramide der Nato deutsche Truppenführer erst auf der sechsten Stufe, von oben gerechnet, auftreten. Supreme Allied Commander Europe (Saceur) ist der Amerikaner Gruenther. In seinem Rang steht nur noch der "Supreme Allied Commander Atlantic" (Saclant) - auch ein Amerikaner, nämlich Admiral Lynde D. McCormick. Dem "Saceur" unterstehen die europäischen "Commanders in Chief" (Cinc), und zwar der "Cincnorth", der britische General Mansergh mit Sitz in Oslo, "Cincent", der französische Marschall Juin mit Sitz in Fontainebleau, "Cincsouth", der amerikanische Admiral Fechteler mit Sitz in Neapel, und "Cincafmed", der britische Admiral Lord Mountbatten mit Sitz auf Malta. Auf der dritten Befehlsebene folgen die "Commanders". Das sind in Zentraleuropa, dem Befehlsbereich Juins, der "Comlandcent" (Befehlshaber der Landstreitkräfte), der französische General Carpentier, der "Comaircent" (Luftbefehlshaber), der britische Luftmarschall Embry, und der "Comnavcent" (Marinebefehlshaber), der französische Admiral Jaujard. Diesen sind auf der vierten Befehlsebene die Territorialbefehlshaber unterstellt. Das sind im Befehlsbereich des "Comlandcent", also des Generals Carpentier, die Befehlshaber der "Army Groups", und zwar bei der "AG Nord" der britische General Gale, und bei der "AG Mitte" (Süddeutschland) der amerikanische General Hogue. Diesen unterstehen auf der fünften Befehlsebene die Kommandierenden Generale der Armeekorps (in Norddeutschland) und die Befehlshaber der Feldarmeen (in Süddeutschland). Während in Norddeutschland mithin ein deutscher Kommandierender General in der fünften Nato-Befehlsebene steht, kommt er in Süddeutschland vermutlich erst in der sechsten. Die in Süddeutschland stehenden Feldarmeen sollen nämlich von den Franzosen befehligt werden. Die deutschen Armeekorps-Chefs wären diesen unterstellt.

DER SPIEGEL 45/1954
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