20.10.1954

Krull vor der Musterungskommission

Aus Thomas Mann, "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" - Nachdruck mit Genehmigung des S. Fischer Verlages
Das ist ein Einjähriger", hörte ich vom Kommissionstisch her eine tiefe und wohlwollende Stimme gleichsam erklärend sagen und vernahm gleich darauf mit leichtem Verdruß, wie eine andere, jene scharf näselnde nämlich, berichtigend feststellte, daß ich nur ein Rekrut sei.
"Treten Sie näher heran!" sagte der Stabsarzt. Seine Stimme war meckernd und etwas schwach. Ich gehorchte ihm willig, und dicht vor ihm stehend tat ich mit einer gewissen törichten, doch nicht ungefälligen Bestimmtheit den Ausspruch:
"Ich bin vollkommen diensttauglich."
"Das entzieht sich Ihrer Beurteilung!" versetzte ärgerlich jener, indem er den Kopf vorstreckte und lebhaft schüttelte. "Antworten Sie auf das, was ich Sie frage, und enthalten Sie sich eigener Bemerkungen!"
"Gewiß, Herr Generalarzt", sprach ich leise, obgleich ich wohl wußte, daß er nichts weiter als Oberstabsarzt war, und blickte ihn mit erschrockenen Augen an. Ich erkannte ihn jetzt ein wenig besser. Er war mager von Gestalt, und der Uniformrock saß ihm faltig und schlotterig am Leibe. Die Ärmel, mit Aufschlägen, die fast bis zum Ellenbogen reichten, waren zu lang, so daß sie die Hälfte der Hände mit bedeckten und nur die dürren Finger daraus hervorragten. Ein schmaler und spärlicher Vollbart, farblos dunkel wie das aufrechtstehende Haupthaar, verlängerte sein Gesicht, und zwar um so mehr, als er den Unterkiefer, bei halboffenem Munde und hohlen Wangen, hängen zu lassen liebte. Vor seinen geröteten Augenritzen saß ein Zwicker in Silberfassung, der verbogen war, dergestalt, daß sein eines Glas dem Lide behinderlich auflag, während das andere weit vom Auge abstand.
Dies war das Äußere meines Partners, und er lächelte hölzern ob meiner Anrede, indem er einen Blick aus dem Augenwinkel zum Kommissionstische gleiten ließ.
"Heben Sie die Arme! Nennen Sie Ihr Zivilverhältnis!" sagte er und legte mir gleichzeitig, wie der Schneider tut, ein grünes, weißbeziffertes Meterband um Brust und Rücken.
"Ich beabsichtige", antwortete ich, "die Hotelkarriere einzuschlagen."
"Die Hotelkarriere? So, Sie beabsichtigen. Nämlich zu welchem Zeitpunkt?"
"Ich und die Meinen sind übereingekommen, daß ich diese Laufbahn antreten werde, nachdem ich meiner militärischen Dienstpflicht genügt habe."
"Hm. Ich habe nicht nach den Ihren gefragt. Wer sind die Ihren?"
"Professor Schimmelpreester, mein Pate, und meine Mutter, Witwe eines Champagnerfabrikanten."
"So, so, eines Champagnerfabrikanten. Und was treiben Sie denn zur Zeit? Sind Sie nervös? Warum rucken und zucken Sie so mit den Schultern?"
Wirklich hatte ich, seit ich hier stand, halb unbewußt und ganz aus dem Stegreif ein keineswegs aufdringliches, aber häufig wiederkehrendes und in der Ausführung eigentümliches Schulterzucken angenommen, das mir aus irgendeinem Grunde am Platze schien. Ich erwiderte nachdenklich:
"Nein, daß ich nervös sein könnte, ist mir noch nie in den Sinn gekommen."
"Dann unterlassen Sie das Zucken!"
"Ja, Herr Generalarzt", sagte ich beschämt, zuckte jedoch in demselben Augenblick aufs neue, was er zu übersehen schien.
"Ich bin nicht Generalarzt", fuhr er mich scharf meckernd an und schüttelte den vorgestreckten Kopf so heftig, daß der Nasenzwicker
ihm zu entfallen drohte und er genötigt war, ihn mit allen fünf Fingern seiner Rechten wieder festzusetzen, ohne jedoch dem Grundübel des Verbogenseins dadurch abhelfen zu können.
"Dann bitte ich um Verzeihung", entgegnete ich sehr leise und beschämt.
"Beantworten Sie also meine Frage!"
Ratlos, verständnislos sah ich mich um, blickte auch, gleichsam bittend, die Reihe der Kommissionsherren entlang, in deren Haltung ich eine gewisse Teilnahme und Neugier zu bemerken glaubte. Endlich seufzte ich schweigend.
"Nach Ihrer derzeitigen Beschäftigung habe ich Sie gefragt."
"Ich unterstütze", antwortete ich sofort mit verhaltener Freudigkeit, "meine Mutter bei dem Betrieb eines größeren Fremdenheimes oder Boardinghauses zu Frankfurt am Main."
"Allen Respekt", sagte er ironisch. "Husten Sie!" befahl er unmittelbar darauf; denn er hatte mir nun sein schwarzes Hörrohr angesetzt und horchte gebückt auf die Schläge meines Herzens.
Öfter mußte ich künstlichen Husten ausstoßen, während er mit seinem Gerät auf meinem Körper umherrückte. Hierauf vertauschte er das Rohr mit einem kleinen Hammer, den er von einem nebenstehenden Tischchen nahm, und ging zum Klopfen über.
"Haben Sie schwerere Krankheiten überstanden?" fragte er zwischendurch.
Ich antwortete:
"Nein, Herr Militärarzt! Schwerere niemals! Meines Wissens bin ich ganz gesund, war es auch jederzeit, wenn ich von unbedeutenden Schwankungen meines Befindens absehen darf, und fühle mich für alle Waffengattungen bestens geeignet."
"Schweigen Sie!" sagte er, plötzlich die Auskultation unterbrechend und aus seiner gebückten Stellung zornig in mein Gesicht emporblickend. "Lassen Sie Ihre Tauglichkeit meine Sache sein und reden Sie nichts Überflüssiges! - Sie reden fortgesetzt Überflüssiges!" wiederholte er, indem er, gleichsam abgelenkt, die Untersuchung fahrenließ, sich aufrichtete und etwas von mir zurücktrat. "Ihre Redeweise ist von einer gewissen Hemmungslosigkeit, die mir schon längst geradezu aufgefallen ist. Was ist eigentlich mit Ihnen? Welche Schulen haben Sie besucht?"
"Ich durchlief sechs Klassen der Oberrealschule", versetzte ich leise und anscheinend bekümmert darüber, daß ich ihn befremdet und bei ihm angestoßen hatte.
"Und warum nicht die siebente?"
Ich senkte das Haupt; und von unten herauf warf ich ihm einen Blick zu, der wohl sprechend gewesen sein und seinen Empfänger ins Innere getroffen haben mag. "Warum quälst du mich?" fragte ich mit diesem Blick. "Warum zwingst du mich zu reden? Siehest du, hörst und fühlst du denn nicht, daß ich ein feiner und besonderer Jüngling bin, der unter freundlich gesittetem Außenwesen tiefe Wunden verbirgt, welche das feindliche Leben ihm schlug? Ist es wohl zartfühlend von dir, daß du mich nötigst, vor so vielen und ansehnlichen Herren meine Scham zu entblößen?" So mein Blick; und, urteilender Leser, ich log keineswegs damit, wenn auch seine schmerzliche Klage in dieser Sekunde ein Werk der Absicht und bewußten Zielstrebigkeit war. Denn auf Lüge und Heuchelei muß freilich erkannt werden, wo eine Empfindung zu Unrecht nachgeahmt wird, weil ihren Anzeichen keinerlei Wahrheit und wirkliches Wissen entspricht, was denn Fratzenhaftigkeit und Stümperei notwendig zur kläglichen Folge haben wird. Sollten wir aber über den Ausdruck unserer teuren
Erfahrung nicht zu beliebigem Zeitpunkt zweckmäßig verfügen dürfen? Rasch, traurig und vorwurfsvoll sprach mein Blick von früher Vertrautheit mit des Lebens Unbilden und Mißlichkeiten. Dann seufzte ich tief.
"Antworten Sie!" sagte der Oberstabsarzt in milderem Ton.
Ich kämpfte mit mir selbst, indem ich zögernd erwiderte:
"Ich blieb in der Schule zurück und gedieh nicht zur Beendigung ihres Kurses, weil ein wiederkehrendes Unwohlsein mich öfter bettlägerig machte und damals häufig den Unterricht zu versäumen zwang. Auch glaubten die Herren Lehrer, mir Mangel an Aufmerksamkeit und Fleiß zum Vorwurf machen zu müssen, was mich sehr herabstimmte und entmutigte, da ich mir keiner Schuld und Nachlässigkeit in dieser Hinsicht bewußt war. Aber so oft geschah es, daß mir manches entgangen war und ich es nicht gehört oder vernommen hatte, sei es nun, daß es sich um besprochenen Lehrstoff oder um häusliche Aufgaben handelte, die man uns vorgeschrieben und deren Anfertigung ich versäumt hatte, weil ich nichts davon wußte, und zwar nicht, weil ich anderen und unstatthaften Gedanken nachgehangen hatte, sondern es war ganz, als sei ich überhaupt nicht zugegen gewesen, in der Klasse nicht gegenwärtig, als diese Weisungen ergangen waren, was auf seiten der Vorgesetzten Anlaß zu Tadel und strengen Maßregeln, auf meiner eigenen aber zu großen ..."
Hier fand ich kein Wort mehr, verwirrte mich, schwieg und zuckte sonderbar mit den Schultern.
"Halt!" sagte er. "Sind Sie denn schwerhörig? Gehen Sie dorthin weiter zurück! Wiederholen Sie, was ich sage!" Und nun begann er unter überaus lächerlichen Verrenkungen seines mageren Mundes und dünnen Bartes "neunzehn, siebenundzwanzig" und andere Zahlen sorgfältig zu flüstern, die pünktlich und exakt zurückzugeben ich mich nicht verdrießen ließ; denn wie alle meine Sinne war auch mein Gehör nicht allein durchschnittsmäßig beschaffen, sondern sogar von besonderer Schärfe und Feinheit, und ich sah keinerlei Anlaß, ein Hehl daraus zu machen. So verstand und wiederholte ich denn die zusammengesetztesten Ziffern, die er nur hauchweise vorbrachte, und meine schöne Gabe schien ihn zu fesseln, denn er trieb den Versuch immer weiter, sandte mich in den entlegensten Winkel des Raumes, um mir über einen Abstand von sechs oder sieben Metern hinweg vierstellige Zahlen mehr zu verhehlen als mitzuteilen, und richtete gekniffenen Mundes nach dem Kommissionstisch bedeutende Blicke, wenn ich halb ratend alles erfaßte und wiedergab, was er kaum über die Lippen zu lassen geglaubt hatte.
Nun", sagte er endlich mit gespielter Gleichgültigkeit, "Sie hören recht gut. Treten Sie wieder heran und sagen Sie uns einmal ganz genau, wie sich das Unwohlsein äußerte, das Sie zuweilen vom Schulbesuch abhielt."
Gefällig kam ich herbei.
"Unser Hausarzt", antwortete ich, "Sanitätsrat Düsing, pflegte es für eine Art Migräne zu erklären."
"So, Sie hatten einen Hausarzt. Sanitätsrat war er? Und für Migräne erklärte er es! Nun, wie trat sie denn also auf, diese Migräne? Beschreiben Sie uns den Anfall! Stellten sich Kopfschmerzen ein?"
"Kopfschmerzen auch!" erwiderte ich überrascht, indem ich ihn achtungsvoll anblickte, "sowie ein Sausen in beiden Ohren und hauptsächlich eine große Not und Furcht oder vielmehr Verzagtheit des ganzen Körpers, die endlich in heftige Würgekrämpfe übergeht, so daß es mich fast aus dem Bette schleudert ..."
"Würgekrämpfe?" sagte er. "Andere Krämpfe nicht?"
"Nein, andere gewiß nicht", versicherte ich mit größter Bestimmtheit.
"Aber Ohrensausen."
"Ohrensausen war allerdings vielfach dabei."
"Und wann hat der Anfall sich eingestellt? Etwa wenn eine Erregung vorangegangen war? Bei besonderem Anlaß?"
"Wenn mir recht ist", antwortete ich zögernd und mit suchendem Blick, "so erfolgte er in meiner Schulzeit manches Mal gerade dann, wenn ich in der Klasse einen solchen Zustand gehabt, nämlich ein Ärgernis von jener Art, wie ich sagte ..."
"Daß Sie gewisse Dinge nicht gehört hatten, so, als ob Sie nicht anwesend gewesen wären?"
"Ja, Herr Chefarzt."
"Hm", sagte er. "Und nun denken Sie einmal nach und sagen Sie uns gewissenhaft, ob Ihnen nicht irgendwelche Anzeichen aufgefallen sind, die einem solchen Zufall, daß Sie scheinbar nicht anwesend gewesen waren, vorhergingen und ihn regelmäßig ankündigten. Haben Sie keine Scheu! Überwinden Sie eine begreifliche Befangenheit und reden Sie frei, ob Sie dergleichen wohl gegebenenfalls beobachtet haben!"
Ich blickte ihn an, blickte ihm eine geraume Zeit unverwandt in die Augen, indem ich schwer, langsam und sozusagen in bitterer Nachdenklichkeit mit dem Kopfe nickte.
"Ja, mir ist oft sonderbar; sonderbar war und ist mir leider zeitweilig zu Sinn", sprach ich endlich, leise und grüblerisch. "Manches Mal kommt es mir vor, als ob ich plötzlich in die Nähe
eines Ofens und Feuers gerückt wäre, ganz so warm berührt es alsdann meine Glieder, anfangs die Beine, hierauf die höheren Teile, und eine Art von Kribbeln und Prickeln ist darin, worüber ich mich wundern muß, und um so mehr, als ich gleichzeitig Farbenspiele vor Augen habe, die sogar hübsch sind, aber mich dennoch erschrecken; und wenn ich nochmals auf das Prickeln zurückkommen darf, so könnte man es auch als Ameisenlaufen bezeichnen."
"Hm. Und hierauf haben Sie dann Verschiedenes nicht gehört."
"Ja, so ist es, Herr Lazarettkommandant! Manches verstehe ich nicht an meiner Natur, und auch zu Hause bereitet sie mir Ungelegenheiten, denn zuweilen merke ich wohl, daß ich bei Tische unversehens meinen Löffel habe fallen lassen und das Tischtuch mit Suppe befleckt habe, und meine Mutter schilt mich hernach, daß ich herangewachsener Mensch in Gegenwart unserer Gäste - Bühnenkünstler und Gelehrte sind es hauptsächlich - mich so tölpelhaft aufführe."
"So, den Löffel lassen Sie fallen! Und bemerken es erst ein bißchen später! Sagen Sie mal, haben Sie Ihrem Hausarzt, diesem Herrn Sanitätsrat oder welchen bürgerlichen Titel er nun führt, niemals etwas von diesen kleinen Unregelmäßigkeiten erzählt?"
Leise und niedergeschlagen verneinte ich seine Frage.
"Und warum nicht?" beharrte jener.
"Weil ich mich schämte", antwortete ich stockend, "und es niemandem sagen mochte; denn mir war, als müsse es ein Geheimnis bleiben. Und dann hoffte ich auch im stillen, daß es sich mit der Zeit verlieren werde. Und nie hätte ich gedacht, daß ich zu jemandem so viel Vertrauen fassen könnte, um ihm einzubekennen, wie sehr sonderbar es mir oftmals ergeht."
"Hm", sagte er, und es zuckte spöttisch in seinem schütteren Bart. "Denn Sie dachten wohl, daß man das alles schlechtweg für
Migräne erklären würde. Sagten Sie nicht", fuhr er fort, "daß Ihr Vater Schnapsbrenner war?"
"Ja, das heißt, er besaß eine Schaumweinfabrik am Rheine", sagte ich höflich, indem ich seine Worte zugleich bestätigte und verbesserte.
"Richtig, eine Schaumweinfabrik! Und da war er denn also wohl ein vorzüglicher Weinkenner, Ihr Vater?"
"Das will ich meinen, Herr Stabsphysikus!" sprach ich fröhlich, während am Kommissionstisch eine Bewegung der Heiterkeit sich bemerkbar machte. "Ja, das war er."
"Und auch kein Duckmäuser für seine Person, sondern Liebhaber eines guten Tropfens, nicht wahr, und, wie man sagt, ein rechter Zecher vor dem Herrn?"
"Mein Vater", versetzte ich ausweichend, indem ich meine Munterkeit gleichsam zurücknahm, "war die Lebenslust selbst. Soviel kann ich bejahen."
"So, so, die Lebenlust. Und woran starb er?"
Ich verstummte. Ich blickte ihn an, ich schlug mein Gesicht zu Boden. Und mit veränderter Stimme erwiderte ich: "Wenn ich den Herrn Bataillonsmedikus höflichst bitten dürfte, auf dieser Frage gütigst nicht weiter bestehen zu wollen ..."
"Sie haben hier keinerlei Auskunft zu verweigern!" antwortete er mit strengem Meckern. "Was ich Sie frage, frage ich mit Bedacht, und Ihre Angaben sind von Wichtigkeit. In Ihrem eigenen Interesse ermahne ich Sie, uns die Todesart Ihres Vaters wahrheitsgemäß zu nennen."
"Er empfing ein kirchliches Begräbnis", sagte ich mit ringender Brust, und meine Erregung war zu groß, als daß ich die Dinge der Ordnung nach hätte vortragen können. "Dafür kann ich Beweis und Papiere beibringen, daß er kirchlich bestattet wurde, und Erkundigungen werden ergeben, daß mehrere Offiziere und Professor Schimmelpreester hinter dem Sarg schritten. Geistlicher Rat Chateau erwähnte selbst in seiner Gedächtnisrede", fuhr ich immer heftiger fort, "daß das Schießzeug unversehens losgegangen sei, als mein Vater prüfungsweise damit hantiert habe, und wenn seine Hand gezittert hat und er nicht völlig Herr seiner selbst war, so geschah es, weil groß Ungemach uns heimgesucht hatte ..." Ich sagte "groß Ungemach" und gebrauchte auch sonst einige ausschweifende und träumerische Ausdrücke. "Der Ruin hatte mit hartem Knöchel an unsere Tür geklopft", sagte ich außer mir, indem ich sogar zur Erläuterung mit dem gekrümmten Zeigefinger in die Luft pochte, "denn mein Vater war in die Netze böser Menschen gefallen, Blutsauger, die ihm den Hals abschnitten, und es wurde alles verkauft und verschleudert ... die Glas ... harfe", stotterte ich unsinnig und verfärbte mich fühlbar, denn nun sollte das ganz und gar Abenteuerliche mit mir geschehen, "das Äols ... rad ..." Und in diesem Augenblick geschah folgendes mit mir.
Mein Gesicht verzerrte sich - aber damit ist wenig gesagt. Es verzerrte sich auf eine meiner Meinung nach völlig neue und schreckenerregende Art, so, wie keine menschliche Leidenschaft, sondern nur teuflischer Einfluß und Antrieb ein Menschenantlitz verzerren kann. Meine Züge wurden buchstäblich nach allen vier Seiten, nach oben und unten, rechts und links auseinandergesprengt, um gleich darauf wieder gegen die Mitte gewaltsam zusammenzuschrumpfen; ein abscheulich einseitiges Grinsen zerriß danach meine linke, dann meine rechte Wange, während es das zugehörige Auge mit furchtbarer Kraft verkniff, das entgegengesetzte aber so unmäßig erweiterte, daß mich das deutliche und fürchterliche Gefühl ankam, der Apfel müsse herausspringen, und das hätte er immerhin tun mögen - mochte er doch! Es kam nicht darauf an, ob er aussprang, und für zärtliche Sorge um ihn war dies jedenfalls nicht der Augenblick. Wenn aber ein so widernatürliches Mienenspiel nach außen hin wohl jenes äußerste Befremden erregen mochte, das als Entsetzen bezeichnet wird, so bildete es doch nur Einleitung und Anbeginn eines wahren Hexensabbats von Fratzenschneiderei, einer ganzen Grimassenschlacht, die sich während der nächsten Sekunden auf meinem jugendlichen Antlitz abspielte. Die Abenteuer meiner Züge im einzelnen durchzunehmen, die greulichen Stellungen eingehend abzuschildern, in die mein Mund, meine Nase, meine Brauen und meine Wangen, kurz alle meine Gesichtsmuskeln gerieten - und zwar unter steter Abwechslung und ohne daß eines der Mißgesichter sich wiederholt hätte - , eine solche Beschreibung wäre ein allzu weitläufiges Unternehmen. Nur so viel sei gesagt, daß gemütliche Vorgänge, die diesen physiognomischen Phänomenen etwa entsprochen hätten, daß Empfindungen so blödseliger Heiterkeit, krassen Erstaunens, irrer Wollust, entmenschter Qual und zähnefletschender Tollwut schlechterdings nicht von dieser Welt gewesen wären, sondern einem infernalischen Reich hätten angehören müssen, wo unsere irdischen Leidenschaften in ungeheuere Verhältnisse ausgeweitet sich schauderhaft wiederfinden. Ist es aber nicht so, daß Affekte, wovon wir die Miene annehmen, sich ahnungsweise und schattenhaft wahrhaftig in unserer Seele herstellen? Mein übriger Körper verhielt sich inzwischen nicht ruhend, obgleich ich aufrecht an meiner Stelle blieb. Mein Kopf rollte umher und drehte sich mehrmals fast ins
Genick, nicht anders, als sei der Leibhaftige im Begriff, mir den Hals zu brechen; meine Schultern und Arme schienen aus den Gelenken gewunden zu werden, meine Hüften verbogen sich, meine Knie kehrten sich gegeneinander, mein Bauch höhlte sich aus, indes meine Rippen die Haut zersprengen zu wollen schienen; meine Zehen verkrampften sich, kein Fingerglied, das nicht phantastisch und klauenhaft verbogen gewesen wäre, und so, gleichsam auf eine höllische Folter gespannt, verharrte ich etwa zwei Dritteile einer Minute.
Ich war ohne Besinnung während dieses unter so harten Bedingungen überaus langwierigen Zeitraumes, zum wenigsten ohne Erinnerung an meine Umgebung und Zuschauerschaft, welche mir gegenwärtig zu halten die Strenge meines Zustandes mich völlig hinderte. Rauhe Zurufe drangen wie aus weiter Ferne an mein Ohr, ohne daß ich in der Lage gewesen wäre, ihnen Gehör zu schenken. Auf einem Stuhle mich wiederfindend, den der Oberstabsarzt unter mich zu schieben sich beeilt hatte, verschluckte ich mich heftig mit einigem wärmlich abgestandenen Leitungswasser, das dieser uniformierte Gelehrte mir einzuflößen bemüht war. Mehrere Kommissionsherren waren aufgesprungen und standen mit verstörten, empörten, auch angewiderten Gesichtern über den grünen Tisch gebeugt. Andere legten auf sanftere Art ihre Bestürzung über die gehabten Eindrücke an den Tag. Ich sah einen, der beide geschlossenen Hände an die Ohren gepreßt hielt und, wahrscheinlich vermöge einer Art von Ansteckung, sein eigenes Gesicht zur Grimasse verzogen hatte; einen anderen, der zwei Finger seiner Rechten gegen die Lippen drückte und außerordentlich geschwind mit den Lidern blinzelte. Was aber mich selbst betrifft, so hatte ich nicht so bald mit wiederhergestellter, wenn auch in natürlichem Grade erschrockener Miene um mich geblickt, als ich mich beeilte, eine Szene zu beendigen, die mir nicht ziemlich scheinen konnte, mich rasch und verwirrt vom Stuhle erhob und neben ihm militärische Haltung annahm, die freilich mit meiner rein menschlichen Verfassung wenig übereinstimmen wollte.
Der Oberstabsarzt war zurückgetreten, noch immer das Wasserglas in der Hand.
"Sind Sie bei Sinnen?" fragte er mit einer Mischung von Ärgerlichkeit und Teilnahme in der Stimme ...
"Zu Befehl, Herr Kriegsarzt", erwiderte ich in dienstfertigem Tone.
"Und bewahren Sie eine Erinnerung an das eben Durchlebte?"
"Ich bitte", war meine Erwiderung, "gehorsamst um Vergebung. Ich war einen Augenblick etwas zerstreut."
Kurzes, gewissermaßen bitteres Lachen antwortete mir vom Sitzungstische her. Man wiederholte murmelnd das Wort "zerstreut".
"Sie schienen allerdings nicht ganz bei der Sache zu sein", sagte der Oberstabsarzt trocken. "Hatten Sie sich in erregtem Zustand hier eingefunden? Erwarten die die Entscheidung über Ihre Dienstfähigkeit mit besonderer Spannung?"
"Ich gebe zu", antwortete ich hierauf, "daß es mir eine große Enttäuschung gewesen wäre, abgewiesen zu werden, und ich wüßte nicht, wie ich meiner Mutter mit einem solchen Bescheid unter die Augen treten sollte. Sie sah früher zahlreiche Angehörige des Offizierskorps in ihrem Hause und bringt der Heeresorganisation die wärmste Bewunderung entgegen. Deswegen liegt es ihr besonders am Herzen, daß ich zum Dienste herangezogen werde, und sie verspricht sich davon nicht nur bedeutende Vorteile für meine Bildung, sondern namentlich auch eine wünschenswerte Kräftigung meiner zuweilen schwankenden Gesundheit."
Er schien meine Worte zu verachten und keines Eingehens für würdig zu halten.
"Ausgemustert", sagte er, indem er das Wasserglas auf das Tischchen stellte, dorthin, wo auch sein Handwerkszeug, Meterband, Hörrohr und Hämmerchen, lagen. "Die Kaserne ist keine Heilanstalt", warf er noch über die Schulter gegen mich hin und wandte sich dann zu den Herren am Kommissionstisch.
"Der Gestellungspflichtige", erklärte er mit dünnem Meckern, "leidet an epileptoiden Zufällen, sogenannten Äquivalenten, die hinreichen, seine Diensttauglichkeit unbedingt auszuschließen. Meiner Exploration zufolge liegt erbliche Belastung von seiten eines trunksüchtigen Vaters vor, der nach seinem wirtschaftlichen Zusammenbruch durch Selbstmord endete. Die Erscheinungen der sogenannten Aura waren in den freilich unbeholfenen Schilderungen des Patienten unverkennbar. Ferner stellen sich jene schweren Unlustgefühle, die ihn, wie wir hörten, zuweilen bettlägerig machen und welche der Herr Kollege vom Zivil" (hier zeigte sich wieder ein hölzerner Spott um seine mageren Lippen) "im Sinne der sogenannten Migräne auslegen zu sollen glaubte, wissenschaftlich als Depressionszustände nach vorausgegangenem Anfall dar. Außerordentlich bezeichnend für die Natur des Leidens ist die Verschwiegenheit, die der Patient über seine Erfahrungen beobachtete; denn bei offenbar mitteilsamem Charakter hielt er sie geheim gegen jedermann, wie wir hörten. Es ist bemerkenswert, daß noch heute im Bewußtsein vieler Epileptiker etwas von der mystisch-religiösen Auffassung lebendig scheint, die das Altertum
von dieser Nervenkrankheit hegte. Hierher kam der Gestellungspflichtige in aufgeregter und gespannter Verfassung. Schon seine exaltierte Redeweise machte mich stutzig. Auf nervöse Konstitution deutete sodann die äußerst unregelmäßige, wenn auch organisch tadellose Herztätigkeit und das habituelle Schulterzucken, das, wie es scheint, unbeherrschbar ist. Als besonders fesselndes Symptom möchte ich die geradezu erstaunliche Überfeinerung des Gehörsinns ansprechen, die der Patient bei weiterer Untersuchung an den Tag legte. Ich stehe nicht an, diese übernormale Sinnesverschärfung mit dem beobachteten, ziemlich schweren Anfall in Zusammenhang zu bringen, der sich vielleicht seit Stunden vorbereitete und durch die Erregung, in welche den Patienten meine ihm unliebsamen Fragen versetzten, unmittelbar ausgelöst wurde. Ich empfehle Ihnen" - schloß er seine klare und gelehrte Übersicht, indem er sich lässig und von oben herab wieder zu mir wandte - , "sich in die Behandlung eines verständigen Arztes zu begeben. Sie sind ausgemustert."
"Ausgemustert", wiederholte die scharf näselnde Stimme, die ich kannte.
Entgeistert stand ich und regte mich nicht vom Fleck.
"Sie sind militärfrei und können gehen", ließ sich nicht ohne Beimischung von Teilnahme und Wohlwollen jene Baßstimme hören, deren Besitzer mich feinsinnigerweise für einen Einjährigen gehalten hatte.
Da erhob ich mich auf die Zehenspitzen und sagte mit flehend emporgezogenen Brauen:
"Könnte denn nicht ein Versuch gemacht werden? Wäre es nicht möglich, daß das Soldatenleben meine Gesundheit kräftigte?"
Einige Herren am Kommissionstische lachten mit den Schultern, und der Oberstabsarzt blieb hart und unerbittlich.
"Ich wiederhole Ihnen", warf er mir unhöflich vor die Füße hin, "daß die Kaserne keine Heilanstalt ist. Weggetreten!" meckerte er.
"Weggetreten!" wiederholte die scharf näselnde Stimme, und ein neuer Name ward aufgerufen. "Latte" lautete er, wie ich mich erinnere, denn nun war der Buchstabe L an der Reihe, und ein Strolch mit struppiger Brust erschien auf dem Plan. Ich aber verbeugte mich, ich zog mich in den Verschlag zurück, und während ich meine Kleider anlegte, leistete der assistierende Unteroffizier mir Gesellschaft.
Froh zwar, doch ernst gestimmt und ermattet durch so extreme und kaum noch im Bereiche des Menschlichen liegende Erfahrungen, denen ich mich leistend und leidend hingegeben; nachdenklich
noch besonders über die bedeutenden Äußerungen, die der Oberstabsarzt über das frühere Ansehen jener geheimnisvollen Krankheit getan hatte, als deren Träger er mich betrachten durfte, achtete ich kaum auf das vertrauliche Geschwätz, das der billig betreßte Unterbefehlshaber mit dem gewässerten Haar und dem aufgezwirbelten Schnurrbärtchen an mich richtete, und erst später erinnerte ich mich an seine einfachen Worte.
"Schade", sagte er, indem er mir zusah; "schade um Sie, Krull, oder wie Sie sich schreiben! Sie sind ein properer Kerl, Sie hätten es zu was bringen können beim Militär. Das sieht man jedem gleich an, ob er es zu was bringen kann bei uns. Schade um Sie; Sie haben das Zeug auf den ersten Blick, Sie gäben gewiß einen feinen Soldaten ab. Und wer weiß, ob Sie nicht Feldwebel hätten werden können, wenn Sie kapituliert hätten!"
Nachträglich erst, wie gesagt, gelangte diese vertrauliche Ansprache in mein Bewußtsein, und während eilende Räder mich heimwärts trugen, dachte ich bei mir selbst, daß der Mensch wohl damit recht gehabt haben mochte; ja, wenn ich mir einbildete, wie vortrefflich, natürlich und überzeugend der Waffenrock mir angestanden haben würde, wie befriedigend, solange ich ihn getragen hätte, meine Person darin aufgegangen wäre: so wollte fast Bedauern mich anwandeln, daß ich den Zugang zu einer so kleidsamen Daseinsform, einer Welt, in welcher der Sinn für natürlichen Rang offenbar fein entwickelt ist, vorsätzlich links hatte liegen lassen.
Reiferes Nachdenken freilich mußte mich zu der Einsicht führen, daß mein Eintritt in diese Welt dennoch einen groben Fehler und Irrtum bedeutet haben würde. War ich doch nicht im Zeichen des Mars geboren - wenigstens nicht im besondern und wirklichen Sinn! Denn wenn freilich kriegerische Strenge, Selbstbeherrschung und Gefahr die hervorstechendsten Merkmale meines seltsamen Lebens bildeten, so beruhte es doch in erster Linie auf der Vor- und Grundbedingung der Freiheit, - einer Bedingung also, die mit irgendwelcher Einspannung in ein plump tatsächliches Verhältnis schlechterdings unvereinbar gewesen wäre. Lebte ich folglich soldatisch, so wäre es doch ein tölpelhaftes Mißverständnis gewesen, wenn ich darum als Soldat leben zu sollen geglaubt hätte; ja, wenn es gälte, ein so erhabenes Gefühlsgut wie dasjenige der Freiheit für die Vernunft zu bestimmen und zuzurichten, so ließe sich sagen, daß dies eben: soldatisch, aber nicht als Soldat, figürlich, aber nicht wörtlich, daß im Gleichnis leben zu dürfen eigentlich Freiheit bedeute.

Thomas Manns neuer Roman "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" (S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main; 442 Seiten; 18,50 Mark) tritt als heiter-ironisches Alterswerk neben den düsterdämonischen "Doktor Faustus". Der Roman geht auf ein gleichnamiges Fragment aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg zurück; das Bruchstück wurde damals zugunsten der Novelle "Der Tod in Venedig" liegengelassen. Der Held von Fragment und Roman, Felix Krull, aus "feinbürgerlichem, wenn auch aus liederlichem Hause" stammend, erzählt als alter Mann die Geschichte seines Schelmenlebens. Genußvoll verweilt er bei den Rollen, die er in der guten alten Zeit gespielt, den Illusionen, die er vermittelt hat und denen er selber erlegen ist. Er wäre kein Held nach Thomas Manns Geschmack, wenn er nicht fast so sehr wie den Pfauenglanz der feinen Welt das Räsonnement über seine Erlebnisse und Begegnungen liebte und vor allem von unbändiger Lust zu gewählt weitschweifiger Rede erfüllt wäre. Nach dem Selbstmord seines lebensfrohen aber unredlichen Vaters, eines Schaumweinfabrikanten, steht Felix seiner Mutter bei, eine Pension in Frankfurt in einer kümmerlichen Hinterhauswohnung zu betreiben. Dort übt er nachts in der Küche vor dem Spiegel die abscheulichsten Verstellungen und Verzerrungen seiner Gesichtszüge, einmal weil diese Kunst sein schauderndes Interesse erregt, sodann aber, weil er sich Profit für sein Fortkommen davon verspricht. Die erste bewußt angestrebte Frucht seiner Verstellungskünste erntet er bei der Musterung, zu der er sich, fest entschlossen, untauglich geschrieben zu werden, begeben hat.

DER SPIEGEL 43/1954
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.


DER SPIEGEL 43/1954
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Krull vor der Musterungskommission

Video 01:12

Krokodilangriff in Australien Jäger werden zu Gejagten

  • Video "Krokodilangriff in Australien: Jäger werden zu Gejagten" Video 01:12
    Krokodilangriff in Australien: Jäger werden zu Gejagten
  • Video "Volvo Ocean Race: Beinahe-Crash mit Zuschauerbooten" Video 00:49
    Volvo Ocean Race: Beinahe-Crash mit Zuschauerbooten
  • Video "Sexuelle Übergriffe: So sehen wir das" Video 10:37
    Sexuelle Übergriffe: So sehen wir das
  • Video "Tottenhams Sieg gegen Liverpool: Kane kann Wembley, Klopp nicht" Video 02:41
    Tottenhams Sieg gegen Liverpool: Kane kann Wembley, Klopp nicht
  • Video "Zuzugsstopp für Flüchtlinge: Die Aufteilung ist schlecht" Video 04:57
    Zuzugsstopp für Flüchtlinge: "Die Aufteilung ist schlecht"
  • Video "Cliff Diving: Spektakuläre Sprünge aus 27 Metern Höhe" Video 00:55
    Cliff Diving: Spektakuläre Sprünge aus 27 Metern Höhe
  • Video "Webvideos der Woche: Der will nicht nur spielen!" Video 05:07
    Webvideos der Woche: Der will nicht nur spielen!
  • Video "Liberale Moschee Berlin: Beten gegen den Hass" Video 03:27
    Liberale Moschee Berlin: Beten gegen den Hass
  • Video "Chelseas Aufholjagd: Contes Joker sticht" Video 02:58
    Chelseas Aufholjagd: Contes Joker sticht
  • Video "Filmstarts der Woche: Eiskalter Killer" Video 07:01
    Filmstarts der Woche: Eiskalter Killer
  • Video "Messerattacke in München: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest" Video 01:42
    Messerattacke in München: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest
  • Video "Mehr als 100 Festnahmen: Schlag gegen Kinderpornoring in Brasilien" Video 01:06
    Mehr als 100 Festnahmen: Schlag gegen Kinderpornoring in Brasilien
  • Video "Entmachtung der katalonischen Regierung: Die Straßen in Barcelona sind voll" Video 01:46
    Entmachtung der katalonischen Regierung: Die Straßen in Barcelona sind voll
  • Video "Chinas Mars-Vision: Grüne Kolonie für Roten Planeten" Video 01:43
    Chinas Mars-Vision: Grüne Kolonie für Roten Planeten
  • Video "Moor in Südschweden: Der Friedhof der vergessenen Oldtimer" Video 01:18
    Moor in Südschweden: Der Friedhof der vergessenen Oldtimer