17.01.1951

BEI DER UFA MACHTE MAN DAS SO ...

KINO - DAS GROSSE TRAUMGESCHÄFT
Schluß
Die Ufa-Liquidität wurde zwar durch einen Bestand von 8 Millionen RM an Barmitteln und guten Wechseln ausgewiesen. Aber der Rückgang im Auslandsgeschäft der Ufa war beunruhigend, von 8 457 000 RM 1932/33 auf 3 388 000 RM 1935/36. So ärgerte sich der genaue Rechner Alfred Hugenberg, wenn er die Verluste zusammenzählte. "Unbedingt Scherl halten, notfalls Ufa opfern" wurde die Geheimdevise des "Silberfuchses".
Bei einem Empfang bei Hitler Ende März 1937 kam Klitzsch mit Goebbels ins Gespräch. Klitzsch beklagte sich offen über alle Drangsalierungen, "die sich seit Jahren abspielen und eine besondere Absicht verfolgen".
Klitzsch: "Was wollen Sie, Herr Minister? Wollen Sie die Ufa vernichten? Dann müssen Sie kostspielig alles wieder aufbauen. Oder wollen Sie die Ufa kaufen?"
Goebbels: "Ganz einfach ich will kaufen!" Und er werde Herrn Dr. Winkler mit den Verhandlungen beauftragen.
Winkler kaufte heimlich von der Deutschen Bank die 26 % Aktien, die die Bank vom Ufa-Kapital besaß. Er bezahlte dafür 65 % des Nennwertes (Aktienpakete der Minorität werden immer niedriger bezahlt als Aktienpakete der Majorität).
Ueber Staatssekretär Funk, der ein Freund von Ludwig Klitzsch war, kam Winkler mit dem Chef der Ufa ins Gespräch. Dazu Winkler: "Die Verhandlungen waren hart, sehr hart. Aber schließlich haben sie aus der Hand gefressen."
Die Scherl-Gruppe verlangte 115 % des Nennwertes ihrer Aktien. Das Reichsfinanzministerium, vertreten durch Ministerialdirigent Joachim von Manteuffel, zahlte auf Winklers Anweisung 100 %.
Nobel bezahlt. Darauf gründet sich das "Begehren, für den im April 1937 erzwungenen Verkauf der Ufa-Majorität nachträglich einen gerechten Preis zu gewähren" der OPRIBA, Handels- und Verwaltungs-Kommanditgesellschaft in Hannover, eingereicht am 19. Juni 1950 an das Zentralamt für Vermögensverwaltung (britische Zone) in Bad Nenndorf.
Die OPRIBA, eigentlich: Ostdeutsche Privat-Bank, eine der letzten Firmen mit Hugenberg-Beteiligung, berechnete den direkten (in Bilanzen erkennbaren) und indirekten (zu schätzenden) Verlust der sogenannten Scherl-Gruppe an der Ufa auf 31 288 100 RM.
Die OPRIBA fordert für die alten Ufa-Besitzer Wiedergutmachung, weil das Finanzministerium 1937 den Verkauf der Ufa zum gleichen Kurs erzwungen habe, den die Scherl-Gruppe zehn Jahre früher für eine fast bankrotte Ufa gezahlt habe. Das Reich habe völlig die inzwischen erreichte Wertsteigerung des Weltunternehmens, den hohen Firmenwert (good will) sowie den stets besonderen Wert eines Majoritätspaketes unberücksichtigt gelassen.
Ueber das Begehren der OPRIBA wurde noch nicht entschieden. Winkler verwahrt sich gegen die Behauptungen der Hugenberg-Klitzsch-Gruppe: "Ich habe mit 100 % nobel bezahlt. Nicht so, daß sie jetzt Wiedergutmachung fordern können!"
Gruben gegen Filme. Ein Papier erhielt Hugenberg für den Verkauf der Ufa-Aktien. Es war von Goebbels persönlich abgefaßt und unterschrieben. Darin wurde festgelegt, daß nach dem Verkauf der Ufa die Bedrängung des Scherl-Verlages von seiten des Reiches oder der Partei aufhören solle. Der Bestand des Scherl-Verlages solle in Zukunft keine weitere Verminderung erfahren, nachdem bereits in den Jahren 1933/34 wertvolle Tochtergesellschaften und Beteiligungen abgegeben werden mußten.
Beide Zusicherungen an Scherl waren bis 1955 befristet. Aber Hugenberg sollte keine Ruhe bekommen. 1944 kaufte Goebbels ihm auch den kostbaren Scherl-Verlag ab. Wieder über Winkler. Hugenberg wollte kein Geld, sondern Gegenwerte, etwa Gruben und Industriewerke in Oberschlesien, aus Winklers Haupttreuhandstelle Ost.
Winkler weigerte sich, einfach zu tauschen. Er hielt seine Schreibtische in reinlicher Trennung. Am 4. September 1944 war der Scherl-Kaufvertrag perfekt. Es war entschieden, Hugenberg solle durch Funk - nun Wirtschaftsminister - Effekten bekommen. Das mißlang, woran das Reich die größere Schuld hatte. So bekam Alfred Hugenberg schließlich gar nichts.
Aller Voraussicht nach wird es 1951 einen Prozeß um Scherl geben. Denn Alfred Hugenberg, der Mann, der schon als Vorsitzender des Krupp-Direktoriums erfolgreiche Filmpolitik betrieb, der 1927 den entscheidenden Anstoß zum Kauf der Amerika-hörigen Ufa gab, kann heute Geld gebrauchen. Er ist ein alter Mann und besitzt nur soviel Geld, daß ehemals reiche Leute ihn "bitter arm" nennen.
Winkler ließ 1937 bei der Ufa so ziemlich alles beim alten. Klitzsch blieb, Correll blieb, Dr. Traub von der Ufa-Lehrschau, der ein Halbjude war, blieb.
Der Ufa-Coup fiel "oben" besonders angenehm auf. Als Max Winkler zu Göring kam, strahlte der: "Der Führer möchte, daß Sie die Filmwirtschaft ganz übernehmen. Denn Goebbels kann das ja doch nicht!"
Kurz darauf kam Winkler zu Goebbels: "Herr Winkler, wir möchten Sie zum Reichsbeauftragten für die Filmwirtschaft machen!" Für die Reorganisation der Film-Mißwirtschaft sollte Winkler das Jahresgehalt von 180 000 RM erhalten. So hoch war auch der Posten des Ufa-Generaldirektors dotiert.
Bei der Summe war Winkler nicht ganz wohl. Den Posten übernahm er. Aber ohne Gehalt. Auch den dick mit Geldscheinen gepolsterten Sessel des Ufa-Aufsichtsratvorsitzenden besetzte er nicht, wie Goebbels es wollte.
Für die Filmregisseure brachen nun goldene Zeiten an. Finanzielle Einschränkungen spielten keine Rolle mehr. Das Primat der Kunst über die Wirtschaft wurde von Goebbels verkündet. Geld gab es genug. Hauptsache, es wurden gute und vor allem gesinnungstreue Filme gemacht. Die einzelnen Firmen hatten vor ihre Nase sogenannte Kunstausschüsse bekommen, in denen im nationalsozialistischen Geist bewährt erscheinende Regisseure und Schauspieler das Produktionsprogramm "ihrer" Firma festlegten. Und die guten Regie-Aufgaben oder Rollen für sich selbst gleich dazu.
So war es kein Wunder, daß sich viele Verdiener an der deutschen Zelluloid-Belichtung in der nationalsozialistischen Film-Aera sehr wohl fühlten. Kein Wunder, daß sie sich ohne ernsthafte Einwände in die NS-Propaganda einspannen ließen.
Ernst Hugo Correll, lange wegen "Unersetzbarkeit" gehalten, mußte schließlich fallen. Als Pflaster wollte ihm Winkler eine Auftragsproduktion mit Zarah Leander als Star zuschanzen. Aber das mißlang. So bekam Correll eine Abfindung von 60 000 RM und eine Rente in sein Haus nach Garmisch-Partenkirchen. Aber er konnte nicht gut ohne den Film leben. Er starb 1942, unversöhnt mit seinem Geschick.
Alfred Greven, mit Terra-Meriten auf den massigen Schultern, war von Winkler auf den verwaisten Produktions-Chef-Stuhl Corrells detachiert worden. Nur vom 16. 2. 39 bis 28. 8. 39 dauerte die Regentschaft des erstklassigen Filmmannes über die Ufa-Produktion.
Nach der Besetzung Frankreichs tauchte Alfred Greven als deutscher "Filmkontroller" in Paris auf. Zwischen den Trümmern des zerschlagenen französischen Films baute er die Ufa-Tochter "Continental-Films" auf. Zum großen Aerger seiner deutschen Kollegen. Denn die Filme, die Greven aus Paris schickte, führte Goebbels immer wieder den deutschen Filmproduzenten als Beispiel vor, mit welch leichter Hand gute Filme gemacht werden könnten und müßten.
Es geht nicht mit Leichtenstern. Nach Greven kam auf Goebbels' ausdrücklichen Wunsch ein Promi-Mann an die Produktionsspitze der Ufa: Pg. Leichtenstern. Der hatte ehemals als Elektriker im Münchener Parteihaus gearbeitet und dort den richtigen Kontakt nach oben gefunden. Er wurde Gaupropagandaleiter vom Traditionsgau München - Oberbayern, dann Ministerialrat bei Goebbels und Leiter der Abteilung Film.
Winkler prophezeite: "Das geht nicht!"
Goebbels entschied: "Sie kennen ihn nicht!"
Leichtenstern sah seine Hauptaufgabe darin, in der Telefonzentrale der Ufa zu sitzen und abzuhören, wer von den Ufa-Leuten mit "Heil Hitler" und wer mit reaktionärer Anrede grüßte. Darüber reichte er seitenlange Berichte an seinen Promi-Chef ein. Von Aufgaben der Produktion hatte er keinen blassen Schimmer.
Nach sechs Wochen versuchte Winkler zum zweiten Male seine Meinung kundzutun: "Herr Minister, es geht nicht mit Leichtenstern!" Goebbels war sehr ungehalten und brach das Thema sofort ab. Nach etwa vier Monaten beklagte sich Goebbels: "Sie sagen gar nichts über Leichtenstern. Sind Sie jetzt zufrieden?"
Winkler machte ein bedächtiges "Hm" und setzte lakonisch hinzu: "Die Ufa hat erst ein paar Millionen durch ihn verloren."
Das war Leichtensterns Ufa-Ende. Sein endgültiges Ende erlebte er als Oberbürgermeister von Breslau.
Alliierte Flotten in Babelsberg. Durch den Krieg war Deutschland fast alleiniger Filmlieferant für Mitteleuropa. Die italienische Filmindustrie krankte an Bedeutungslosigkeit, die ungarische war nicht nennenswert. Hatte man früher bei der Ufa im Durchschnitt 70 Kopien von jedem Film gezogen, so mußten die Kopieranstalten jetzt durchschnittlich 150 bis 160 Kopien pro Film liefern.
Der größte Wert allerdings mußte auf die Gestaltung der Einheitswochenschau gelegt werden. Ihre Redaktion reservierte sich Goebbels in kritischen Wochen selbst. Mit 1600 bis 1900 Kopien bewies "Die Deutsche Wochenschau" dann Woche für Woche der defaitistischen Heimatbevölkerung, wie großartig der Krieg vorwärts gehe.
Da oft die richtigen Kampfaufnahmen fehlten, half man in der Heimat ein bißchen nach. Auf einem abseits gelegenen Ateliersee in Babelsberg schwamm plötzlich eine hölzerne Miniaturflotte in leichtem Zick-Zack-Kurs. Die Schiffe waren genau alliierten Kriegs- und Handelsschiff-Typen nachgebildet worden, elektrische Anlagen konnten Geschützfeuer oder Explosionen bewirken. Auch Bombeneinschläge im Wasser ließen sich mit der verzwickten Apparatur vortäuschen.
Auf einer Gleitbahn über dem Ateliersee war eine Kamera montiert, deren Linsen über ein Stück Flugzeug-Tragfläche schielten. Eine Gleitbahn mit Wackelhöcker ließ die Kamera in schrägem Sturzflug auf die Modellschiffe zusausen. Das Ganze hieß: "Deutscher Stuka-Angriff auf einen britischen Geleitzug."
Mal gelblich, mal blaugrün. Trotz Krieg und knapp werdendem Rohfilm arbeitete die Ufa an der Weiterentwicklung ihrer Technik. Man mußte mit Amerika Schritt halten. Hollywood hatte mit "La Cucaraccia" und "Ramona" den Farbfilm als "theaterreif" vorgestellt. Das amerikanische Farbfilm-Verfahren Technicolor eroberte sich ein Atelier nach dem anderen.
Auch bei der Ufa arbeitete man schon längere Zeit an verschiedenen Farb-Verfahren. Wie immer, war auch hier die Kultur-Film-Abteilung auf forschenden Wegen. "Bunte Tierwelt" hieß der erste Farbfilm. schön bunt. Mit dem "Opticolor-Berthon-Siemens"-Farbverfahren drehte die Tobis schon 1936 den ersten deutschen Farb-Spielfilm "Das Schönheitsfleckchen", Regie: Rolf Hansen mit Lil Dagover, Susi Lanner, Wolfgang Liebeneiner. Dieser Kurzfilm war trotz des Prädikats "künstlerisch besonders wertvoll" besonders mißlungen.
Schließlich entwickelte die deutsche Wissenschaft das "Agfacolor"-Verfahren. Mit dieser Errungenschaft ging Georg Jacoby ins Ufa-Atelier. Er wollte die Biedermeier - Liebeskomödie "Fauen sind doch bessere Diplomaten" zum deutschen Farbfilmtriumph machen. Aber noch waren die Farben miserabel in der Wiedergabe. Erst nach langem Zögern brachte die Ufa den teuren Versuch auf den Filmmarkt. Da zeigte es sich, daß die Wiese, über die Marika Rökk tanzt, auf dem einen Bild gelblich, auf dem nächsten Bild nach dem Schnitt aber schon blaugrün schillerte. Man erfuhr erst durch Schaden, daß die Lichtreflexe verschiedener Tageszeiten abweichende Farbeindrücke auf dem Zelluloid hinterlassen Bleibender Eindruck des ersten Ufa-Farbfilms war Aribert Wäschers lila Schlafrock. Er ging in die Ufa-Geschichte ein.
"Heil Hitler, Muttchen." Ludwig Klitzsch hatte sich beim Kauf der Ufa-Majorität durch das Reich verpflichten müssen, wenigstens für zwei Jahre die Leitung der Ufa zu behalten. Dann hoffte Goebbels, einen Nachfolger von gleicher Qualität gefunden zu haben. Aber Klitzsch blieb noch etwas länger.
Schließlich wechselte er doch vom Arbeitsstuhl des Generaldirektors auf den Sessel des Ufa-Aufsichtsratschefs. Meist lebte
er auf seinem Gut bei prämiierten Schweinen und kam nur selten noch nach Berlin.
Klitzsch hatte einen Nachfolger, den Winkler in diese hohe Stellung gehievt hatte: Fritz Kaelber. Der war als erfolgreicher Verleihpraktiker bei der Terra schon ein paar Jahre scharfer Konkurrent von Ludwig Klitzsch. Als neuer Generaldirektor betrieb Kaelber vor allem "Gleichschaltung". Er war ein fähiger Kopf. Aber seine Gesinnung zeigte sich, daß er Briefe an seine Frau unterschrieb: "Heil Hitler, Muttchen."
Kaelber, der Ufa-Chef bis zum Ende blieb, rettete sich nach 1945 Ostzonen-praktisch in die SED. Im Harzer Bad Suderode spielt er eine kleine politische Schalmei.
1942 zählte man rund 1 Milliarde Besucher in den deutschen Filmtheatern, die eine Einnahme von 850 Millionen RM brachten. Aber es fehlte immer mehr an Filmen. Während die deutschen Ateliers 1939 noch 111 Filme lieferten, wurden 1940 85, 1941 67 und 1942 nur noch 64 Filme fabriziert. Obgleich die Ausweich-Ateliers in Prag und Holland auf Hochtouren liefen, konnte der deutsche Film das von Goebbels befohlene "Soll" bei weitem nicht erfüllen.
Der magische Rhombus. 1942 brachte einen neuen Einschnitt in die deutsche Filmgeschichte. Goebbels wollte "die geschwätzigste Industrie" endlich in einem Riesenkonzern unter straffer Führung vereinigt sehen. Diese Konzentration aller Filmkräfte sollte die letzten Außenseitersprünge beseitigen.
Die Verlautbarung nannte das so: "Reichsminister Dr. Goebbels hat den Filmgesellschaften des Reiches eine einheitliche Spitze unter der Firma Ufa-Film G.m.H. gegeben, die in zweckmäßiger Verwaltungsvereinfachung sowohl die Produktionsgesellschaften als auch die wirtschaftlichen und technischen Interessen des deutschen Filmschaffens zusammenfaßt und die Finanzierung der angeschlossenen Gesellschaften übernimmt." Der Dachgesellschaft wurde die Film-Kreditbank G. m. b. H. als Hausbank angegliedert. Sie arbeitete zuletzt mit einem Kapital von 200 Millionen Reichsmark.
Den magischen Rhombus Ufa an der Spitze des deutschen Films zu sehen, war gar nicht nach dem Geschmack des Ehrenbürgers von Babelsberg. Goebbels wollte auch die Marke "Ufa" ein- für allemal auslöschen.
Doch wieder einmal pfuschte ihm Hitler dazwischen. Eines Tages, als er Klitzsch einmal wieder traf, lächelte Goebbeis seinen besiegten Rivalen süß-sauer an: "Der Führer hat bestimmt, daß der Name Ufa bleibt." Hitler hatte gemeint, man könne auf den Namen "Ufa" nicht verzichten, wenn man künftig mit deutschen Filmen im Ausland Erfolg haben wolle.
Er erwies der alten Ufa (der Universum-Film-AG.) damit einen schlechten Dienst. Denn nach 1942 liefen alle deutschen Filme unter dem Ufa-Zeichen. Nach Kriegsende war es darum eine Sisyphus-Arbeit, alliierten Film-Offizieren und eingeschworenen Gegnern die Unterschiede zwischen Ufa, Ufa und Ufa zu erklären:
* Ufa = Ufa-Film G. m. b. H., von Kennern zur Unterscheidung "Ufi" genannt, von Goebbels mit einem Kapital von 65 Millionen RM 1942 gezimmerte Dachfirma über die gesamte deutsche Filmindustrie;
* Ufa = Ufa-Filmkunst G. m. b. H., am 17.1.1942 von Goebbels zur Produktion von Filmen gegründet, Kapital: 5 Mill. RM;
* Ufa = Universum-Film-AG., 1917 von drei Ufa-Musketieren gegründet, 1937 an das Deutsche Reich verkauft, Kapital um 5 Millionen auf 40 Millionen RM gesenkt, nach Neuorganisation des deutschen Films Tochter-Gesellschaft der Ufa-Film G. m. b. H.
Die Geschäftsführung der (Dach-) Ufi bestand aus dem Rechtsanwalt Dr. Bruno Pfennig (heute Bückeburg) als Vorsitzendem, Ministerialrat Dr. Fritz Hippler und Direktor Friedrich Merten. Die Ufi hatte eine Karawane von großen und kleinen Firmen unter sich. Bekannt davon vor allem die Produktionsfirmen: Ufa-Filmkunst, Tobis-Filmkunst, Bavaria-Filmkunst, Terra-Filmkunst, Wien-Film, Prag-Film und Berlin-Film.
Auch die alte Ufa, die Universum-Film-AG., bekam eine neue Tochter. Winkler setzte aus finanziellen Erwägungen einen zentralen Filmverleih durch. Im Februar 1942 wurden alle Verleihe in der Deutschen Filmvertriebs-G.m.b.H. (DFV) zusammengefaßt.
Mit streng rationalisierten Methoden arbeitete die DFV. So war es möglich, daß die Verleihspesen, die zuletzt noch immer etwa 25 % der Einnahmen betragen hatten, radikal gesenkt werden konnten, 5,6 % war der stolze Tiefpunkt der DFV.
Dafür waren aber die Theaterbesitzer Angestellte dieses überzentralisierten Vereins, ihm und seinen Wünschen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
Der Krieg wurde immer härter. Das deutsche Volk lief immer eifriger in die Kinos. So kam es, daß einzelne Filme astronomische Zahlen in der Besucher-Statistik erreichten. "Die große Liebe" mit Zarah Leander und Viktor Staal brachte es bis 1944 auf insgesamt 28 Millionen Besucher. An dritter Stelle mit 26 Millionen lag der eisige Revue-Film Geza von Cziffras: "Der weiße Traum". An erster Stelle aller deutschen Filme in bezug auf Besucherzahl rangierte aber der Farbfilm "Die goldene Stadt" mit 31 Millionen Besuchern.
Bei längerer Laufzeit wäre er bestimmt von einem anderen Farbfilm der Ufa überrundet worden: "Immensee" (Regie: ebenfalls Veit Harlan). Die Storm-Verfilmung brachte allein im ersten Monat der Laufzeit eine Kasseneinnahme von 800 000 RM.
Noch einmal wechselte die Ufa - Produktion (jetzt: Ufa-Filmkunst) ihren Produktionschef. Auf Winklers Rat bekam Wolfgang Liebeneiner den schwierigen Posten übertragen. Liebeneiner, der nie bei der Ufa einen Film regiert hatte, bekam von Goebbels zum 25jährigen Ufa-Jubiläum den Professoren-Titel als Morgengabe. Jungenhaft freute er sich darüber.
Sonst gab es kaum etwas zu freuen an diesem Tag, der ein Ehrentag der Ufa sein sollte. 1942 hatte die Besatzung des alten Ufa-Schiffes inzwischen fast vollständig abmustern müssen. Der Jubiläums-Film "Münchhausen", in Agfacolor schillernd, erinnerte so etwas an alte ruhmvolle Ufa-Tage. Der Autor des "Münchhausen"-Films nannte sich Berthold Bürger und hieß in Wirklichkeit Erich Kästner.
Thusnelda Suppengrün. Viel war in der Ufa nicht mehr zu machen. Liebeneiner wußte, daß er im auseinanderbrechenden Deutschland nicht viel mehr bestellen konnte. Der Regisseur des hervorragend gefährlichen Euthanasie-Films "Ich klage an" sorgte sich um die Zukunft. So reiste er von einem Schriftsteller zum anderen. sie als Filmautoren zu gewinnen. Für die Zeit danach. Liebeneiner war bei Frank Thiess, bei Bergengruen, Stanietz, bei Ernst Schnabel. Als er sie alle soweit hatte, daß sie vom Film als Kunstform überzeugt waren, war auch der Krieg zu Ende.
Max Winkler hatte die ganze Zeit noch auf seinem Gut bei Berlin gesessen und war immer zwischen den Angriffen nach Berlin hineingerutscht. Jeden Tag rief ihn Goebbels an. Unter irgendeinem Vorwand. Er wollte nur wissen, ob Winkler noch in Berlin sei, er wollte nur seine Stimme hören.
Inzwischen hatten sich immer mehr Filmleute aus dem gefährdeten Berlin verzogen. Jeder versuchte noch schnell bei einem Film unterzukommen, der mit Außenaufnahmen in Mittel- oder Süddeutschland beschäftigt war. Einer blieb bei der Ufa unermüdlich: Veit Harlan. Sein geplanter "Narvik"-Film war nichts geworden. weil Harlan für die Dreharbeiten mehr Schiffe von der Kriegsmarine haben wollte, als die Kriegsmarine überhaupt besaß.
So drehte er noch einen faustdicken Durchhalte-Film mit historischen Parallelen zum preußisch-französischen Krieg 1806/07 "Kolberg". Der wurde an Hitlers Machtergreifungstag, am 30. Januar 1945, in der Atlantik-Festung La Rochelle und in Berlin uraufgeführt.
Da kam eines Tages, schon lange ersehnt, "Thusnelda Suppengrün". Hinter diesem Namen verbarg sich die erlösende Zauberformel für die Berliner Filmindustrie. "Thusnelda Suppengrün" hatte Hans Hinkel geprägt. Es war die Geheimparole für das Absetzen der deutschen Filmreste gen Westen.
Winkler verabschiedete sich von Goebbels am 19. April 1945. Der sonst so fanatische Film-Diktator war bleich und ernst: "Herr Winkler, wir werden uns wohl zum letzten Male sehen. Ich habe jetzt nur den einen Wunsch eigentlich, mit meiner
Familie in einem einsamen Häuschen zu leben und dort schreiben zu können!" Ein paar Tage später verließ Max Winkler mit Trecker und Wohnwagen flüchtend seinen Gutshof.
Ein paar Straßen weiter nördlich zockelte zur selben Zeit ein anderer Trecker westwärts. Darauf saß Winklers Widersacher, der alte Ufa-Kapitän Ludwig Klitzsch.
Varenholz hieß die letzte Zuflucht der Ufa, ein Schloß in der Gegend von Herford. Ein paar Getreue retteten die Akten über den Tag des Zusammenbruchs.
Varenholz sollte Schauplatz einer großen Ufa-Renaissance werden. Das war nicht die Phantasie-Ausgeburt irgendeines sitzengebliebenen Ufa-Mannes. Das war die Lieblingsidee des ehrgeizigen englischen Majors William Auten. Major Autens Vater residierte in England über etwa 400 Kinos und hatte finanzielle Interessen an den amerikanischen United Artists.
Auten junior hatte im westfälischen Vlotho die ausgelagerte DFV-Filiale Düsseldorf aufgefunden. Mit den zahlreich eingelagerten Kopien des Deutschen Film-Vertriebs begann er gleich ein florierendes Geschäft. Denn da waren viele Filme dabei, die ohne Schnitte sofort wieder zur Vorführung freigegeben werden konnten.
Varenholz sollte ein neues Babelsberg werden, wollte Auten. Denn Babelsberg fiel aus. In Babelsberg, der Ufa-Stadt, waren am 24. April 1945 sowjetische Panzer eingerasselt. Mit ihnen zogen Fremdarbeiter auf das Ufa-Gelände. Sie beerbten die Ufa reichlich.
Nach ihnen herrschte die große Oede im deutschen Filmzentrum. Die Bäume des Geländes waren mit langen Luftschlangen aus Zelluloid geschmückt, den abgerollten Kopien von Ufa-Filmen. Kluge Einwohner holten die Schlangen wieder von den Kiefern herunter. Zum Anheizen. Klügere rollten sie wieder auf und tauschten untereinander, eine Rolle "Frau meiner Träume" gegen zwei Rollen "Philharmoniker", bis sie einen Film vollständig hatten. Denn bald wurden Filmkopien das große Geschäft Berlins.
Wie Babelsberg war auch Ufa-Atelier Tempelhof, bereits durch Bomben beschädigt, vollständig geplündert. Tobis-Grunewald war zerstört, Tobis-Johannisthal im sowjetischen Sektor. Berlin schien vollständig auszufallen.
Also mußte eine neue Filmstadt aufgebaut werden, denn ohne Film könne ja kein Volk existieren, meinte William Auten.
Er war eigentlich nur regionaler Treuhänder für das Ufa-Vermögen in Nordrhein-Westfalen. So wie es Treuhänder in Schleswig-Holstein, Berlin, Württemberg-Baden gab. Aber er war ein tüchtiger Bursche, und bald zeichneten sich in seinen Taten die ersten Anfänge eines neuen Ufa-Konzerns ab.
Mit dem Land Lippe schloß er einen Pachtvertrag auf zehn Jahre über Schloß Varenholz. Für etwa 500 000 RM (in Friedenswert, da Befehlsbau) wurde das Schloß renoviert und ausgebaut. Der geräumige Kavaliersbau, vorher von lauter jungen Mädchen bevölkert, wurde zur Zeit der Auten-Autonomie das Mekka des deutschen Films. Von überall her pilgerten die Filmleute zum Schloß, denn hier winkte Arbeit und - Geld. Auten feierte Feste. Eine Tätigkeit, die er später während seiner Düsseldorfer Zeit in der Blumenberg-Villa in Lintorf beibehielt.
Mekka Varenholz bekam Sommer 1946 sogar seinen juristischen Segen. Auf dem Amtsgericht Hohenhausen, zu dem das Dorf Varenholz gehörte, wurde die "Ufa-Film-G. m. b. H." eingetragen. Schon reiften Pläne für umfangreiche Atelierbauten auf dem Schloßgelände. Schon plätscherte Rolf Meyer (heute
Chef der zweitgrößten deutschen Produktionsfirma "Junge Film-Union") mit einer kleinen crew auf der Weser herum.
Meyer wollte innerhalb der Studio 45 Film-G. m. b. H. "Zugvögel" drehen, eine "Charakterstudie" um die verlorene Generation, in falsche Romantiksoße getunkt, bei der ein unheilbarer Kriegsversehrter (Carl Raddatz) entsagungsvoll per Paddelboot im Meer versank. Die Ufa-Film-G. m. b. H. wollte die "Zugvögel" mit einer Art finanziellem Oberprotektorat unter ihre Fittiche bringen.
Aber da war Autens Maß gerade übergelaufen. Im Kontrollrat protestierten die Sowjets gegen die "Re-Kartellisierung der Ufa in der britischen Zone". Und über Autens Kopf hinweg wurde der Ufa in schroffer Form verboten, sich mit Produktionsfragen zu befassen. Sie ging nun auch in der britischen Zone den Weg aller Konzerne.
Die Traumfabrik Varenholz verdorrte noch als Embryo. Für das Schloß wurde ein Unterpächter gefunden. Schließlich ratterte die Auto-Kavalkade der filmgeschäftigen Ufa-Erben vondannen.
Abenteuerliche Mittel. Düsseldorf war das Ziel. Düsseldorf wurde Sitz der Treuhandverwaltung für die britische Zone und den britischen Sektor, die gemäß Anordnung 52 der Militärregierung die Geschäfte der Ufa-Film-G.m.b.H. führen sollte. Die Treuhandverwaltung war bereits in Varenholz gegründet worden, mit Dr. Karl-August Klatte als General-Custodian an der Spitze.
Klatte hatte es schwer. Er sollte über die regionalen Treuhänder herrschen und die Bilanz der vorhandenen Werte ziehen. Das war fast unmöglich. Denn überall waren die Vermögenswerte ohne Uebergabestatus weitergereicht worden. Man hatte lustig darauf losgewirtschaftet. zum Schaden der Ufa. Viele Kopien von Filmen der reichsmittelbaren Firmen waren beiseite geschafft worden und wurden schwarz gehandelt. Mit oft abenteuerlichen Mitteln mußte die Treuhandverwaltung unter Klatte und seinem Düsseldorfer Nachfolger Dr. Haupt ihr Eigentum wieder eintreiben - soweit sie es konnte und durfte.
"Alles vernichten." In den drei westlichen Zonen ging das Schicksal der reichsmittelbaren deutschen Filmindustrie formell ungefähr parallel. In der französischen Zone wurde Hege und Pflege des Ufi-Vermögens eng mit dem Namen Marcel Colin-Reval verknüpft. Aber Colin-Reval ist schon wieder eine Geschichte für sich.
In der amerikanischen Zone räumte ein Mann mit Ufa-Lorbeer die Geiselgasteiger Trümmer auf: Erich Pommer. Eric Pommer, wie er sich jetzt nannte, stand mit seiner uniformierten Mission zwischen zwei Feuern. Von Deutschen wurde er verdächtigt, als Feind des deutschen Films zurückgekehrt zu sein, der hier "alles vernichten" wolle. Von amerikanischer Seite warf man ihm vor, entgegen seinen Weisungen zu handeln, wenn er helfe, die deutsche Filmindustrie wieder aufzubauen. Es kam sogar zu einer Anfrage vor dem Kongreß. Und Pommer mußte nach Washington reisen, um sich für seine Handlungsweise zu rechtfertigen.
In allen drei Zonen wechselten die Oberherren über den deutschen Film, und mit ihnen wechselte stets die Filmpolitik ihrer Zone.
Nur in der sowjetischen Zone war das Schicksal des Ufi-Konzerns von Anfang an klar. Hier, wo 70 Prozent des Ufi-Kapitals und 75 Prozent der Atelierkapazität beheimatet waren, gab es kein Pardon. Hier gab es Kriegsbeute. Als die DEFA gegründet wurde und anfing, (ausgezeichnete) Filme zu machen, bezahlte sie hohe Mieten an die russische "Linse-AG." und drehte mit Ufa-Apparaturen in den alten Ufa-Ateliers.
In der sowjetischen Zone blieb die Filmwirtschaft zentralisiert. Für die DEFA wäre es eine Kleinigkeit, rentabel zu arbeiten, wenn sie nicht freiwillig-gezwungen und vorwiegend politisch tendenziöse Filme drehen würde, die in der propagandistisch behämmerten Ostzone kein Mensch mehr sehen möchte. 1950 drehte sie zehn Spielfilme und zwei Dokumentarfilme. 1951 sollen es 18 Spiel- und zwei Dokumentarstreifen werden.
In den Westzonen endete das Jahr mit alliierter Starrköpfigkeit. Der Ufi-Konzern soll weiterhin in Atome zertrümmert werden. Die weltweit berühmte Name Ufa soll weiterhin verboten bleiben. Die vertikale Gliederung innerhalb von Filmfirmen soll weiterhin untersagt bleiben. Die deutsche Filmwirtschaft soll weiterhin in Handwerksbetrieben vegetieren.
Neue Wege. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Rudolf Vogel, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Fragen der Presse, des Rundfunks und des Films, versuchte manches, um die alliierte Einsicht aufzuwecken. Er wird es noch weiter versuchen. Er weiß eines genau: wenn die deutsche Filmwirtschaft unter den heutigen Bedingungen weiterwursteln muß, ist die allgemeine große Pleite nicht mehr lange hinauszuzögern. Trotz der 20-Millionen-Mark-Ausfallbürgschaft des Bundes für die Filmproduktion. Etwa ein Drittel der Summe, so kalkuliert man, ist bereits in Filmen verloren, die ihre Kosten nicht wieder einspielen werden.
Neue Wege müssen gefunden werden, um den deutschen Film zu retten, meint Vogel. Der Bund muß großzügiger helfen, denn die Filmindustrie bringt ihm mit ihren vielfältigen Steuern mehr Geld ins Staatssäckel, als er durch Kredite zusetzt.
Der Bund müsse überlegter helfen, um verlustreiche Kredite zu vermeiden. Da erscheint der Opfermann-Plan beachtenswert. H. C. Opfermann, Chefredakteur der einzigen filmkünstlerischen Zeitschrift Deutschlands "der erfolgreiche film", schlägt die Gründung einer Dramaturgischen Gesellschaft vor. Denn dem deutschen Film fehlen die sorgfältig geplanten, gut geschriebenen Drehbücher. Darum soll sich die Dramaturgische Gesellschaft, vom Bund finanziert, unter fachkhundiger Leitung damit befassen, drehreife Drehbücher von guten Filmautoren verfassen zu lassen. Dieser "Gehirn-Trust" des deutschen Films soll allen Produktionsgesellschaften offenstehen. Gegen Höchstgebot soll der Drehbuch-Verkauf erfolgen.
Einsichtige Filmleute sind sich einig: Der Bund müsse den Anreiz geben, gute Filme herzustellen. Das Mittel: Prädikatisierung anständig gemachter Filme aller Arten auf Bundesebene, verbunden mit Steuervergünstigung oder sogar Steuererlaß.
Weil die Hohen Kommissare bei ihrem Verbot einer vertikalen Gliederung im deutschen Film bleiben, mußte es notgedrungen zu einer waagerechten Konzentration der guten Kräfte kommen. Einsichtige Producer wie Comedia-Teilchef Alf Teichs versuchten denn auch, verschiedene Gesellschaften unter gemeinsamer Regie zu einer Interessengemeinschaft zu vereinigen. Immer wieder scheiterten die Versuche am Egoismus der Partner. Nur eine Verbindung kam zustande: Neue Deutsche Film-Gesellschaft und Georg-Witt-Film, beide gesund und solide wie selten, planen und verhandeln gemeinsam.
Dies ist der Plan, den der Bund erwägen sollte: Mit direkter Kapitalbeteiligung des Bundes werden etwa fünf große Produktionsfirmen gegründet, mit Sitz an den deutschen Produktionsstätten Berlin, München, Hamburg, Bendestorf-Göttingen, Düsseldorf - Wiesbaden. Nur diese Produktionsfirmen kommen in den Genuß von Krediten des Bundes oder der Länder, denn sie geben in ihrer Konzentration der Kräfte Gewähr für planvolles, wirtschaftliches Arbeiten und - durch Produktion von Staffeln - für finanziellen Ausgleich von Verlusten.
Den jetzt bestehenden Produktionen steht es frei, selbständig zu bleiben oder sich den vom Bund geförderten Großfirmen als eigene Produktionsgruppen anzuschließen.
Zu diesen rationell arbeitenden Firmen würden auch Banken und Privatkapital wieder das Vertrauen haben, das die atomisierte deutsche Filmwirtschaft des Jahres 1950 mit und ohne eigene Schuld einbüßte.
Für den organisatori schen Aufbau der vom Bund geförderten Unternehmen, für eine saubere Geschäftsführung und für eine verantwortungsbewußte Produktionsplanung wäre ein Vorbild da: die Ufa. Wie man es bei der Ufa machte, war es gesund und gut. Die Ufa soll nicht wiedererweckt werden. Aber mit ihrem Tode könnte sie die Taufpatin für die neuen regionalen Filmkonzerne werden.
Die Ufa geht ihrer Liquidation entgegen. Mit dem Erlös aus Ufa und Ufi könnte der Bund die deutsche Filmwirtschaft in Notgemeinschaften retten. Aber das bedeutet, daß der Ufi-Torso nicht weiter in Atome zertrümmert werden darf. Die Werte müssen dem deutschen Film erhalten bleiben. Darum kämpft Dr. Rudolf Vogel. Bisher ohne Entscheidung.
Denn das letzte Kapitel der Ufa-Geschichte wurde noch nicht geschrieben.
- Ende -
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BEI DER UFA MACHTE MAN DAS SO ...

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