08.12.2003

AFFÄREN

Haider-Partei gegen WAZ

Im Streit der WAZ-Gruppe mit dem Wiener Verleger Hans Dichand um die Macht bei der "Kronen-Zeitung" wurde nun auch die FPÖ aktiv. Die Partei des Rechtspopulisten Jörg Haider verklagte den WAZ-Gesellschafter Erich Schumann wegen vermeintlichen Prozessbetrugs und angeblich falscher Geschäftszahlen. Anlass dafür ist die Gründung der Presseholding Formil im Jahr 2001, die praktisch alle österreichischen Nachrichtenmagazine, darunter die Zeitschriften des Kurier-Verlags "Profil" und "Trend", unter einem Dach vereinte. Das WAZ-Projekt war damals erst nach langer Prüfung genehmigt worden. Um kartellrechtliche Bedenken zu zerstreuen, so die Klage des FPÖ-Anwalts Michael Krüger, habe Schumann sein Engagement in weiteren alpenländischen Verlagen den Monopol-Wächtern gegenüber verschleiert, verdeckte Kapitalbeteiligungen angelegt und weitere Verflechtungen an Treuhänder übertragen. Bei der WAZ hält man die Vorwürfe für absurd. Die FPÖ wirft Schumann und der Kurier-Gruppe zudem vor, sie hätten mit falschen Zahlen "das Gericht getäuscht" und deshalb "den Zusammenschluss erschlichen".


DER SPIEGEL 50/2003
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