Eisschnelllauf-Bundestrainer Stephan Gneupel muss seine Dopingvergangenheit erneut teuer bezahlen. Nach Überweisung von 4500 Euro Geldbuße stellte das Amtsgericht Hamburg nun ein Verfahren wegen versuchten Prozessbetrugs gegen den ehemaligen Betreuer von Olympiasiegerin Gunda Niemann-Stirnemann und Weltmeisterin Franziska Schenk ein. Ein ehemaliger Leichtathlet hatte den Erfurter 1998 beschuldigt, ihm Dopingmittel verabreicht zu haben. Dies hatte der prominente Trainer mit einer eidesstattlichen Versicherung vor Gericht bestritten. Die Erfurter Staatsanwaltschaft ermittelte jedoch weiter gegen Gneupel und erkannte "einen hinreichenden Tatverdacht", das Verfahren wurde gegen Zahlung von 4000 Mark eingestellt. Daraufhin ermittelte die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen Gneupel, der heute die dreimalige Olympiamedaillengewinnerin Sabine Völker trainiert, wegen falscher Versicherung an Eides statt.
DER SPIEGEL 19/2004
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