Vicco von Bülow , 80, bekannt unter dem Namen Loriot, hat sich als wahrer Freund seiner brandenburgischen Heimat erwiesen. In einem launigen Brief an Gerhard Schröder und dessen Frau Doris bittet Loriot um finanziellen Beistand für die Petri-Kapelle unweit des Brandenburger Doms. Sein 80. Geburtstag im vergangenen November sei Anlass gewesen, "in Gedanken zurückzuwandern in meine Geburtsstadt Brandenburg an der Havel, zurück zu meinen Eltern, die 1923 für meine Strampelhose Hunderte von Milliarden auf den Ladentisch blätterten". Bedauerlicherweise sei der Zustand der Petri-Kapelle "zum Gotterbarmen. Leider hat sich der liebe Gott bisher nicht so richtig erbarmt, so dass wir wieder mal auf uns selbst angewiesen sind." Für die Sanierung des Gebäudes fehlten, so Loriot, "mehr Euro, als uns lieb sein kann". Deswegen bitte er nun "für das Land und die Stadt Brandenburg, für ihre Einwohner und Gäste, aber auch für mich, den nicht verlorenen Sohn", um Hilfe. Auch ein Angebot hält Loriot parat: Die Liste der Spender würde im Mauerwerk der Kapelle hinterlegt. Eine Ehrentafel weise darauf hin.
DER SPIEGEL 21/2004
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